Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Ausschaltvorgang einer induktiven Last


von Costa.M (Gast)


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Servus ,

ich versuche gerade den An- bzw Ausschaltvorgang von Induktivitäten .

für diesen Zweck habe ich den Strom und die Spannung an einem DC Motor 
beim Ausschaltvorgang aufgenommen siehe Anhang ,

wenn die Spannung abfällt muss der strom auch linear abfallen , sind 
diesen Peaks die gespeichte Energie an der Wicklung ? (UL=di/dt * L )

wie vermeidet man solchen Peaks ? Freilaufdiode ? was man bei KFZ Relais 
kennt ? siehe Anhang . was muss ich bei der Auswahl der Diode 
berücksichtigen ?

Gruß

von Werner (Gast)


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Costa.M schrieb:
> wenn die Spannung abfällt muss der strom auch linear abfallen ,
Warum?

> sind diesen Peaks die gespeichte Energie an der Wicklung ? (UL=di/dt * L )
Im Prinzip - Ja. Genaugenommen das Induktionsgesetz, so wie du es da 
stehen hast.

> wie vermeidet man solchen Peaks ?
Indem man verhindert, dass di/dt groß wird. Der Strom muss dazu nach dem 
Abschalten eines Steuerelements irgendwo weiter fließen können, z.B. 
durch eine Freilaufdiode.

von Rudi Radlos (Gast)


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von Costa.M (Gast)


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Werner schrieb:

>> wenn die Spannung abfällt muss der strom auch linear abfallen ,
> Warum?
 Ja , öfter in der theorie wird die Induktivität vernachläßigt also man 
kann sagen i=(u-u_i)/R.

wie kann ich die U_L messen ? bzw sehen
was muss man bei der Auswahl der Diode beachten?

ich würde gern die U-I Kennlinie aufnehmen , wie sollte ich denn 
vorgehen (messungstechnisch) ?

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Costa.M schrieb:
> für diesen Zweck habe ich den Strom und die Spannung an einem DC Motor
> beim Ausschaltvorgang aufgenommen siehe Anhang ...
> wenn die Spannung abfällt muss der strom auch linear abfallen
Ein Motor ist eine überaus komplexe Last, die über die Induktivität 
hinaus auch noch generatorisch wirkt. Und wenn der Motor dann seinen 
"letzten" Ruck macht, kann es durchaus sein, dass dort nochmal mehr 
Energie und damit Strom generiert wird.
Die Zeiten (Stromabfall dauert ca. 2 sec), die du mit deinem Oszilloskop 
gemessen hast, sind auf jeden Fall weit jenseits dem, was die 
Induktivität des Motors allein erzeugen könnte.
Und du kannst nicht die einfachen Formeln für einen Widerstand oder eine 
Induktivität auf sowas wie einen Motor/Generator übertragen...

Costa.M schrieb:
> Ja , öfter in der theorie wird die Induktivität vernachläßigt
> also man kann sagen i=(u-u_i)/R.
In welcher Theorie?
Du verknüpfst da Halbwissen mit Unwissen und baust dir ein eigenes 
kleines Universum, indem du vereinfachte Formeln auf eine Anwendung 
überträgst, deren Komplexität gerade durch diese Vereinfachungen 
nicht mehr abgebildet wird.

> ich würde gern die U-I Kennlinie aufnehmen , wie sollte ich denn
> vorgehen (messungstechnisch) ?
Du willst die UI-KL eines Motors aufzeichnen? Das ist naja, sagen wir 
mal etwas vereinfacht: Unsinn, solange du keine definierte Last hast.

> abfallen , sind
> Wicklung ? (UL=di/dt * L )>
> Peaks ? Freilaufdiode ? was
> kennt ? siehe Anhang . was
> berücksichtigen ?
Nur als Tipp: vor einen Satzzeichen kommt in der deutschen Sprache 
kein Leerzeichen. Und auch in den meisten anderen Ländern ist das bei 
sehr vielen Satzzeichen so. Ein solcher mit Leerzeichen zerklüfteter 
Text liest sich extrem holprig und unschön. Es gibt sogar ein Wort 
dafür: Plenken
http://de.wikipedia.org/wiki/Plenk

von Costa.M (Gast)


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Ich nahm das ESB eines DC-Motor als Referenz . oder lügt die Literatur 
?

Wegen der UI-KL des Motors, er hat eine definierte Last (KFZ Generator 
+Lampenlast)

wie würdest du das erklären ?

von Alexander S. (esko) Benutzerseite


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Costa.M schrieb:
> Ich nahm das ESB eines DC-Motor als Referenz.
Zeichne doch einmal das ESB eines Gleichstrommotors auf. Und erkläre 
wann man welchen Teil vernachlässigen kann.

von Costa.M (Gast)


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Alexander Schmidt schrieb:
.
> Zeichne doch einmal das ESB eines Gleichstrommotors auf. Und erkläre
> wann man welchen Teil vernachlässigen kann.

La wird vernachlässigt, da nach kürze Zeit di/dt NULL wird .
dann heißt Ua= Ra*I +Ui --> I= (Ua-Ui)/Ra "I=f(U) "

das war das Kern meiner Frage , ob man in der Praxis vernachlässigen 
kann/darf  und wie man am bestens die UI Kennlinie misst.
was soll man denn erwarten (ein gerade , eine e-fkt ..... )

von Martin B. (statler)


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Ein Motor ist eine undankbare Last, da sich die Ersatzinduktivität mit 
der mechanischen Last und der Motordrehzahl ändert.
Wenn du exemplarische Untersuchungen machen willst um einen Vortrag u 
halten oder was zu lernen, nimm lieber einen kleinen (Netz)-Trafo, den 
du auf der Sekundärseite nicht belastest. Das ergibt dann eine schöne 
große, (fast) ideale Induktivität, deren Ersatzschaltbild bei den 
betrachteten Frequenzen mit guter Näherung nur aus der 
Ersatzinduktivität und dem ohmschen Serienwiderstand (= 
Leitungswiderstand des Wickeldrahtes) besteht.

von Costa M. (costa_m)


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Hallo

ich will ja kein Vortrag halten ^^

ich will nur die UI KL des Motors aufnehmen .

von fonsana (Gast)


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Costa M. schrieb:
> ich will nur die UI KL des Motors aufnehmen .

Mal angenommen, Du bekommst eine Anleitung hier.
Was willst Du dann mit der Kennlinie?

fonsana

von Costa M. (costa_m)


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ich will die Arbeitspunkte des Motors  und Last betrachten . noch fragen 
?

von Horst H. (horha)


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Hallo,

aber die Kennlinien sehen doch alle sehr ähnlich aus und die Hersteller 
haben stellen die auch meist zur Verfügung. Ala
http://www.mabuchi-motor.co.jp/en_US/cat_files/rt_8b7wa.pdf

Das Drehmoment== Last ist proportional zum Strom, der Wirkungsgrad nicht 
:-(
Das hat aber nichts mit der Frage nach Abschalten zu tuen.
Die Kennlinie oben ist ja auch kein echtes Abschalten/Trennen von der 
Spannungsquelle, bei dem der Strom an den Klemmen direkt 0 wäre.

von Costa M. (costa_m)


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es geht darum , dass ich noch einen Verbraucher in ser zu dem Motor
Ich Will einfach herausfinden in welcher Arbeitspunkte die beiden sich 
treffen

Nicht mehr nicht weniger

von fonsana (Gast)


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Costa M. schrieb:
> in welcher Arbeitspunkte die beiden sich
> treffen

Ich versteh es nicht.

fonsana

von Costa M. (costa_m)


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siehe Anhang

Angenommen: ich betreibe  den Motor mit einem Vorwiderstand

mein Ziel ist die Rote Kennlinie aufzuzeichnen um den AP graphisch zu 
ermitteln

von Alexander S. (esko) Benutzerseite


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Costa M. schrieb:
> Angenommen: ich betreibe  den Motor mit einem Vorwiderstand
>
> mein Ziel ist die Rote Kennlinie aufzuzeichnen um den AP graphisch zu
> ermitteln

Das funktioniert nur, wenn du die am Motor angeschlossene Last kennst.

von Martin B. (statler)


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Und vor allem hat das nichts, aber auch gar nichts mit dem 
Ausschaltvorgang zu tun.
Für die Arbeitspunktbestimmung muss der "eingeschwungene" Zustand 
bewertet werden.

von ABC der KFZ-Elektronik (Gast)


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> Das funktioniert nur, wenn du die am Motor angeschlossene Last kennst.

 der Motor ist mit einer KFZ Lichtmaschine mechanisch angekoppelt.
der Generator ist mit einem Lampenlast angeschlossen, sonst zieht der 
Antriebsmotor nur den Leerlaufstrom.

von Costa M. (costa_m)


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> Das funktioniert nur, wenn du die am Motor angeschlossene Last kennst.

 der Motor ist mit einer KFZ Lichtmaschine mechanisch angekoppelt.
der Generator ist mit einem Lampenlast angeschlossen, sonst zieht der
Antriebsmotor nur den Leerlaufstrom.

von Costa M. (costa_m)


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