Hallo zusammen, unser Drehtorantrieb ist leider ausgefallen. Grund hierfür ist ein defekter 110VA Transformator im Steuerungskasten, der die 230V von der Eingangsseite auf die 24V Ausgangsseite für die Antriebsteuerung (24V-Antrieb verbraucht max. 50Watt) wandelt. Nun haben wir übergangsweise ein 24V-Netzteil mit max 120W Ausgangsleistung an Stelle des Transformators an die Steuerung angeschlossen. Wir mussten feststellen, dass die Tore langsamer verfahren. Da ich kein Experte auf diesem Gebiert bin, kann mir jemand erklären, warum dies geschieht? Und mit was für einem Netzteil würde ich dieses Problem lösen können? Was für Vor-und Nachteile hat die Verwendung eines Transformators gegenüber eines Netzteils? Fragen über Fragen..Ich hoffe, jemand kann weiterhelfen
Wahrscheinlich ist der Trafo direkt an die Steuerung angeschlossen, dann fliesst nähmlich Wechselspannung. Jetzt hasst du aber ein Netzteil dran und das liefert vielleicht nur Gleichspannung. Vielleicht ist die Gleichspannung ja nicht sauber geregelt, sondern eher als pulsierende Gleichspannung am Ausgang vorhanden und die Steuerung funktioniert noch. Da aber evtl. die Steuerung sich mit der Netzfrequenz abgleicht und jetzt eine andere Frequenz am Eingang hat, läuft sie langsamer. Meine Glaskugel ist aber nicht allwissend. Fotos des Trafo, des Netzteils und der Steuerung wären gut. Falls vorhanden auch Schemas. Gruss Philippe
Beim Netzteil handelt es sich um das WAGO EPSITRON 787-722. Ein Bild vom Trafo habe ich angehängt. Von der Steuerung werde ich noch ein Foto machen. Vielleicht hilft das ja schon weiter :)
Die Versorgung fuer die Motoren wird gleich hinter dem Gleichrichter und Elko angeschlossen sein, da ist dann wahrscheinlich eine hoehere Spannung da. Wenn die Motoren nur 50W brauchen und der Trafo 110W kann, sogar sehr wahrscheinlich. fonsana
Untersuche das Trafopaket, ob die eingewickelte 127°C Primärsicherung in Ordnung ist.
Christian schrieb: > unser Drehtorantrieb ist leider ausgefallen. Grund hierfür ist ein > defekter 110VA Transformator im Steuerungskasten, der die 230V von der > Eingangsseite auf die 24V Ausgangsseite für die Antriebsteuerung > (24V-Antrieb verbraucht max. 50Watt) wandelt. Solche 24V-Trafos sind Standard. Ich würde an Deiner Stelle einfach einen neuen Trafo kaufen und einbauen. Übrigens ist der Trafo keineswegs überdimensioniert. Erstens bezieht sich die angegebene Leistung auf Widerstandsbelastung. Bei Belastung mit einem Gleich- richter muß man mit mindestens 50% Zuschlag rechnen. Zweitens zieht ein Elektromotor beim Anlauf deutlich mehr Strom als danach. Ausser- dem wird der Antrieb mit zunehmenden Alter schwergängiger. Wenn genug Platz ist, würde ich eher einen etwas grösseren Trafo verbauen. Gruss Harald
> Ich würde an Deiner Stelle einfach einen neuen Trafo kaufen und einbauen
Nur nich, dann wäre dieser Thread ja schon zu ende.
Die 50W des Trafo sind eine Dauerleistungsangabe. Beim Motorbetrieb kommt es aber kurzzeitig zu wesentlich höherer Belastung. Da kann der Motor schon mal 250W für einige Sekunden aufnehmen. Ein Trafo macht das klaglos mit. Ein Schaltnetzteil schafft dieses Überschreiten der Nennleistung nur für Zehntelsekunden, dann ist der Kondensator am Gleichrichter entladen und nur die Nennleistung wird nachgeliefert.
Was interessiert denn am > WAGO EPSITRON 787-722 ? Du willst doch den Drehtorantrieb (Marke, Name, Hersteller?) wieder in Gang bringen.
Flow schrieb: > Was interessiert denn am > > WAGO EPSITRON 787-722 ? > > Du willst doch den Drehtorantrieb (Marke, Name, Hersteller?) > wieder in Gang bringen. Sicherlich ist das die sinnvolle Weg. Es geht mir aber primär um die o.g. Frage, warum der Antrieb bei Betrieb an einem Netzteil langsamer ist... und man will ja mal was dazulernen ;) Harald Wilhelms schrieb: > Erstens bezieht sich die angegebene > Leistung auf Widerstandsbelastung. Bei Belastung mit einem Gleich- > richter muß man mit mindestens 50% Zuschlag rechnen. Zweitens zieht > ein Elektromotor beim Anlauf deutlich mehr Strom als danach. Ausser- > dem wird der Antrieb mit zunehmenden Alter schwergängiger. Wenn > genug Platz ist, würde ich eher einen etwas grösseren Trafo verbauen. Die Steuerung ist für den gleichzeitigen Betrieb von 2 identischen Antrieben vorgesehen (also 2x 50W) ( für 2-flügelige Drehtore, wird auch so im Paket verkauft). Es handelt sich übrigens um einen Hörmann Rotamatic.
Christian schrieb: > Sicherlich ist das die sinnvolle Weg. Es geht mir aber primär um die > o.g. Frage, warum der Antrieb bei Betrieb an einem Netzteil langsamer > ist... und man will ja mal was dazulernen ;) Weil 24V gleichgerichtet und geglättet etwa 30V-33V Gleichspannung ergeben, abhängig vom Ladeelko resp. der Restwelligkeit. Warum ist der Trafo durchgebrannt. Tor blockiert und laufen lassen?
Christian schrieb: > Die Steuerung ist für den gleichzeitigen Betrieb von 2 identischen > Antrieben vorgesehen (also 2x 50W) ( für 2-flügelige Drehtore, wird auch > so im Paket verkauft). Gut, dann verläßt sich der Hersteller auf die kurzzeitige Überlast- barkeit von konventionellen Trafos. Die kann ein Schaltnetzteil normalerweise nicht bieten. Ausserdem macht es einen Unterschied, ob man 24V Wechselspannung oder 24V Gleichspannung hat. Genaueres kann man aber nur sagen, wenn man den vollständigen Schaltplan der Steuerung hat. Wenn Du ein gleichartiges Verhalten wie vor dem Fehler haben willst, solltest Du auch wieder einen Eisentrafo einbauen. Ausserdem solltest Du abklären, warum der Trafo kaputt gegangen ist. Solche Bauteile sterben nämlich eher selten. Gruss Harald
Christian schrieb: > Die Steuerung ist für den gleichzeitigen Betrieb von 2 identischen > > Antrieben vorgesehen (also 2x 50W) ( für 2-flügelige Drehtore, wird auch > > so im Paket verkauft). > > Es handelt sich übrigens um einen Hörmann Rotamatic. Wiue Peter schon deutlich schreibt: Der Hersteller (Hörmann, ebenso bie bosch/somfy) nutzt die Eigenschaft von (konventionellen) Trafos, kurzfristig überlastbar zu sein. Dein SNT kann das aus den bereits genannten Gründen hier nicht ersetzen.
> Wir mussten feststellen, dass die Tore langsamer verfahren,
weil der Motor ein 36V Motor ist und das Schaltnetzteil nur 24V liefert.
Der Trafo hat zwar nur eine Sekundärspannung von 24V aufgedruckt, aber
das ist die Spannung bei Nennlast, so dass die gleichgerichtete Spannung
deutlich höher ist. Um mit einem Schaltnetzteil die Tore zu fahren ist
es erforderlich ein 36V Netzteil zu verwenden.
Warum tut das der Hersteller nicht?
Antwortmöglichkeit 1:
Er ist ein Volltrop. der keine Ahnung hat von dem was er tut und
behauptet sich nur zufällig am Markt.
Antwortmöglichkeit 2:
Er nimmt bewusst die Nachteile der höheren Kosten in Kauf um mit den
Eigenschaften der Gräz-Brücke und des Trafos die Probleme in Griff zu
bekommen, die große, induktive Lasten an elektronischen Bauteilen
verursachen, beginnend von der höheren Stromaufnahme im Winter über
erhöhte Ströme bei Blockierung und Stromspitzen wegen unterschiedlicher
Masseträgheit unterschiedlicher Tore usw. bis zu den Schwierigkeiten die
er mit höheren Spannung bezüglich der VDE-Normen bekäme.
Hier noch ein Bild der Steuerung. Links sind die beiden Pins, wo der Ausgang des Transformators angeschlossen wird. Der Grund des Ausfalls ist uns leider nicht bekannt. Von einem Tag auf den anderen fuhr das Tor nicht mehr auf. Da wir die Steuerung mit dem Netzteil (vorübergehend) in Betrieb nehmen können und keine Spannung an der Ausgangsseite des Trafos messen, gehen wir davon aus, dass dieser defekt ist.
tex schrieb: > weil der Motor ein 36V Motor ist und das Schaltnetzteil nur 24V liefert. > > Der Trafo hat zwar nur eine Sekundärspannung von 24V aufgedruckt, aber > > das ist die Spannung bei Nennlast, so dass die gleichgerichtete Spannung > > deutlich höher ist. Um mit einem Schaltnetzteil die Tore zu fahren ist > > es erforderlich ein 36V Netzteil zu verwenden. Tja. Nun, im Hörmann Antrieb ist jedoch ein 24V Motor verbaut. Die gleichgerichte 24V AC Spannung wird nicht gesiebt für den Motor, und daher... siehe oben. > Antwortmöglichkeit 1: > Er ist ein Volltrop. der keine Ahnung hat von dem was er tut und > behauptet sich nur zufällig am Markt. Der "zufall" dauert nun schon mehr als 10 Jahre, ergo....
Christian schrieb: > Da wir die Steuerung mit dem > > Netzteil (vorübergehend) in Betrieb nehmen können und keine Spannung an > > der Ausgangsseite des Trafos messen, gehen wir davon aus, dass dieser > > defekt ist. schau mal in ebay, Kategorie Business, ... ,Transformatoren: Da findest du genug 24V AC 100...120 VA Trafos für einen guten (=niedrigen ) Preis.
Udo Schmitt schrieb: > Weil 24V gleichgerichtet und geglättet etwa 30V-33V Gleichspannung > ergeben, abhängig vom Ladeelko resp. der Restwelligkeit. ich verstehe das dann so: damit der 24V-Motor betrieben werden kann, muss intern auf dem Board also per Spannungsteiler/-wandler aus den 33V eine 24V generiert werden? oder wird der Motor im Normalbetrieb (absichtlich) direkt bei 30V-33V Gleichspannung betrieben, obwohl es ein 24V DC- Motor ist?
Christian schrieb: > Udo Schmitt schrieb: >> Weil 24V gleichgerichtet und geglättet etwa 30V-33V Gleichspannung >> ergeben, abhängig vom Ladeelko resp. der Restwelligkeit. > > ich verstehe das dann so: > damit der 24V-Motor betrieben werden kann, muss intern auf dem Board > also per Spannungsteiler/-wandler aus den 33V eine 24V generiert werden? > oder wird der Motor im Normalbetrieb (absichtlich) direkt bei 30V-33V > Gleichspannung betrieben, obwohl es ein 24V DC- Motor ist? Ich habe das geschrieben ohne Kenntnis der tatsächlichen Schaltung, um dir einen möglichen Hinweis zu geben warum angeblich der Motor mit dem Trafo schneller ist/war als jetzt mit dem Schaltnetzteil. Genauso ist es möglich daß dein Schaltnetzteil hoffnungslos überlastet wird und die Spannung auf 15-18V abregelt. Ein 24V Motor sollte mit 24V betrieben werden, sonst ist die Wahrscheinlichkeit hoch, daß der Motor das nicht lange überlebt. Bevor du weiter bastelst und uns Fragen stellst ohne Fakten zu liefern, solltest du dir entsprechende Messmittel besorgen und erst mal messen. Wahrscheinlich ist einfach eine Sicherung vor dem Trafo durchgebrannt.
Hallo Christian, lass dich nicht verückt machen. Versuch doch mal den Stromkreis vom Gleichrichter zum Motor ausfindig zu machen. Es macht wenig Sinn die Gleichspannung für den Motor zu sieben. Der läuft auch perfekt direkt mit der Spannung hinter dem Brückengleichrichter. Ansonsten dürfte das oben gesagte zutreffen. Der Transformator liefert kurzfristig weit mehr Energie als ein auf 24V eingestelltes Schaltnetzteil. Der Transformator muss deshalb nicht unbedingt unterimensioniert sein. Wenn die Thermische Sicherung des Transformators ausgelöst hat (diese ist wenn du glück hast sogar zugänglich, wenn üblicherweise auch nicht austauschbar), dann weist du, dass der Transformator an Überlastung gestorben ist. (An was soll er auch sonst sterbe? o.k. gebrochener Draht an den Lötstellen wäre eine Möglichkeit, aber das hast du sicher schon geprüft). Könnte es nicht einfach so sein, dass mit den Jahren das Tor immer schwergängiger wurde, weshalb der Motorstrom anstieg und es dann irgend wann dem Transformator zuviel wurde? Erscheint mir nicht unwahrscheinlich. Hier würde dann der alte Lehrsatz: "Ein Tropfen Öl und ein Hammer ist eine Maschinenfabrik" zutreffen. Viel Erfolg
Christian schrieb: > ich verstehe das dann so: > > damit der 24V-Motor betrieben werden kann, muss intern auf dem Board > > also per Spannungsteiler/-wandler aus den 33V eine 24V generiert werden? > > oder wird der Motor im Normalbetrieb (absichtlich) direkt bei 30V-33V > > Gleichspannung betrieben, obwohl es ein 24V DC- Motor ist? Warum mißt du nicht mit dem jetzigen SNT die Spanung am Motor mit dem Multimeter nach? alternativ: Warum schließt du nicht einfach einen 24V AC-Trafo an und mißt es mit dem Multimeter nach? Udo hat Dir doch schon genug Hinweise beschrieben, woran der langsamere Lauf der Tore liegen könnte.
Wurde bereits geschrieben Datum: 09.04.2013 22:05 Untersuche das Trafopaket, ob die eingewickelte 127°C ... Aber Knallköpfen ist es oft unbegreiflich.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.

