Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Höchste Transitfrequenz für Nicht-SMD-Bauteile ?


von Hans-werner M. (hanswerner)


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Inzwischen gibt es fast nur noch SMD-Bauteile. Bis zu welcher 
Transitfrequenz bekommt man noch nicht SMD-Bauteile ? Beispiele für 
unipolare und bipolare Transistoren ? Ab welcher Transitfrequenz muß man 
SMD Bauelemente verwenden ?

von Michael A. (Gast)


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Hans-werner M. schrieb:
> Beispiele für unipolare und bipolare Transistoren ?
Was verstehst du unter "unipolaren" Transistoren?

> Bis zu welcher Transitfrequenz bekommt man noch nicht SMD-Bauteile ?

Wenn du von "Transitfrequenz" sprichst, hört sich das nicht gerade nach 
einem Problem aus dem Bereich "Mikrocontroller und Digitale Elektronik" 
an. Was hast du vor und warum stellt sich dir die Frage - etwas mehr 
Hintergrundinfo - bitte.
Wenn es um die Nicht-Steckbrett-Tauglichkeit von SMD geht, brauchst du 
dir um HF-Eigenschaften sowieso keine Sorgen zu machen ;-)

von Ralf (Gast)


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Warum willst du kein SMD verwenden? Es lässt sich eigendlich sehr leicht 
verarbeiten. Ansonsten gibt es bei Reichelt auch bedrahtete Bauteile mit 
750 THz (400nm).

von Wolfgang (Gast)


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Ralf schrieb:
> Ansonsten gibt es bei Reichelt auch bedrahtete Bauteile mit 750 THz.
Das sind fertige Module, die die Frequenz erst intern erzeugen.

Um rauszukriegen, wie weit die Leitungsinduktivitäten, -kapazitäten und 
-längen die Schaltung stören, bieten sich Simulationsprogramme, wie z.B. 
LTSpice an, wo man die Leitungen als Bestandteil der Schaltung mit 
simuliert.

von Christoph db1uq K. (christoph_kessler)


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Die GaAs-Transistoren oder MMIC sind oft in flachen Gehäusen, ist das 
jetzt schon SMD oder noch THT? HF-Leistungstransistoren haben auch 
flache breite Anschlüsse, als direkter Übergang auf eine 
Streifenleitung.
Die letzten wirklich durchgesteckten HF-Transistoren gab es wohl in der 
TV-Tuner-Technik bis max. 2 GHz Arbeitsfrequenz, im runden Metallgehäuse 
oder im abgewinkelten flachen vierpoligen.

von U. B. (Gast)


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Um 1980 gab es z.B. einen Transistor BFT 65 mit 5 GHz Transitfrequenz,
im flachen Plastikgehäuse mit Anschlussfahnen.
Vorgesehene Arbeitsfrequenz: bis 1 GHz.

von Kai K. (klaas)


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>Ab welcher Transitfrequenz muß man SMD Bauelemente verwenden ?

Das hat mit der Transitfrequenz nichts zu tun. Es sind die 
Bauteileanschlüsse, die zum Problem werden, weil sie Resonanzen oder 
anderes Ungemach bilden.

von Hans-werner M. (hanswerner)


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U. B. schrieb:
> Um 1980 gab es z.B. einen Transistor BFT 65 mit 5 GHz Transitfrequenz,
> im flachen Plastikgehäuse mit Anschlussfahnen.
> Vorgesehene Arbeitsfrequenz: bis 1 GHz.

Gut, das ist mal ne Antwort mit Betonung auf "es gab" nicht "es gibt".
Stimmer, falsches Forum, gehört unter Analogtechnik.

von Falk B. (falk)


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UHF Krempel gab es vor über 40 Jahren ganz normal in THT bis 862 MHz. 
Wenn man weiß wie, geht es sicherlich noch höher. Mikrowellentechnik 
entstand weit vor SMT.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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U. B. schrieb:
> Um 1980 gab es z.B. einen Transistor BFT 65 mit 5 GHz Transitfrequenz,
> im flachen Plastikgehäuse mit Anschlussfahnen.
> Vorgesehene Arbeitsfrequenz: bis 1 GHz.

Das gleiche Gehäuse verwenden BFR91, BFG96 und Konsorten auch. Ein 5mm 
Loch in der Platine und der Transistor liegt mit den Anschlüssen in der 
gleichen Ebene wie die Leiterbahnen. Transitfrequenz liegt m.W. bei ca 5 
GHz. Sehr praktisch fand ich die beidseitig herausgeführten Emitter, die 
ja meistens direkt auf Masse liegen. Damit kann man eine Trennwand 
direkt über den Transistor setzen.

von Paul Baumann (Gast)


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Matthias schrob:
>Sehr praktisch fand ich die beidseitig herausgeführten Emitter, die
>ja meistens direkt auf Masse liegen. Damit kann man eine Trennwand
>direkt über den Transistor setzen.

Ja, da hatten sich die "Kon-schtruktöre" (Originalton meines alten
Lehrmeisters) noch etwas dabei gedacht.

MfG Paul

von U. B. (Gast)


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> beidseitig herausgeführte Emitter:

> Die "Kon-schtruktöre" ...

... haben auf diese Art vor allem die Induktivität im Emitterkreis 
reduziert.

von Harald W. (wilhelms)


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Matthias Sch. schrieb:

> Ein 5mmm Loch in der Platine und der Transistor liegt mit den
> Anschlüssen in der gleichen Ebene wie die Leiterbahnen.

Ja, das war sozusagen der Beginn der SMT, obwohl das damals kein
Mensch so nannte. :-)
Gruss

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