Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Kopplung PECL Verstärker


von Karsten (Gast)


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HEy Leute

ich brauche eine Verstärkerschaltung für HF Impulse basierend auf ECL 
(mit Schaltkreis MC100EP17).
Die Schaltung im Anhang zeigt den Aufbau, welcher theoretisch und in der 
Simulation funktioniert. Die Signalverläufe sind im Anhang

Das Signal wir zuerst DC entkoppelt um den Arbeitspunkt auf theoretisch 
UD=0V zu bekommen. Hierfür wird ein DC rebias nötig. dieses will ich 
durch einen externen PULLUP Widerstand (RPU1) und den internen (hier 
extern dargestellt) PULLDOWN Widerstand RPD1 erlangen. Die 
Differenzverstärkung des Schaltkreisen bewirkt die VErstärkung des 
grünen Verlaufes zum blauen.
Über eine Weitere AC Kopplung wird das Signal zur Zweiten 
Verstärkerstufe weitergereicht. hier wird wieder ein rebias vorgenommen. 
und eine Verstärkung bewirkt den roten Verlauf.
soweit alles wie gewollt.

jetzt zum real life.
die kopplung solcher und aller anderen hf-schaltkreise bedarf einer 
signalterminierung um reflexionen zu vermeiden. da ich beide ac koppel, 
um wie gesagt den arbeitspunkt zu definieren, übernimmt der 
koppelkondensator diese aufgabe?!
aber wie kann ich mir das vorstellen?
angenommen die leitung zwischen dem ersten IC und dem C3 ist unter der 
kritischen länge von lambda/10, dann stellt doch der C3 und R3 die 
impedanz dar?
oder anders ausgedrückt, wie beeinflusst die leiterbahnlänge die 
funktion der schaltung?

danke für eure hilfe!

von Abdul K. (ehydra) Benutzerseite


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Leitungstransformation nachlesen.

von Helmut S. (helmuts)


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Verbinde direkt Q mit D und Q\ mit D\. Da sparst du 6 Bauteile und hast 
die zehnmal bessere Schaltung.

von Purzel H. (hacky)


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>Verbinde direkt Q mit D und Q\ mit D\. Da sparst du 6 Bauteile und hast
die zehnmal bessere Schaltung.

Die Terminierung mit Pulldowns dazwischen muss man aber trotzdem 
bringen, einmal, zb mit einem 50 Ohm Y . Denn sonst kommt nichts aus dem 
linken Teil raus.

siehe auch AN-09 von Micrel
http://www.micrel.com/_PDF/HBW/App-Notes/an-09.pdf

von Helmut S. (helmuts)


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Meine angegebene Ersparnis bezieht sich auf die Bauteile ab C5 und 
folgende. Dies gilt für kurze Leitungen.

von Karsten (Gast)


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hey, also erstmal danke für die antworten

die übetragung soll eigentlich single ended bleiben und nicht 
differential. also ist die verbindung von /Q und /D sowie Q und D 
vielleicht die mit weniger störanfälligkeit, aber sie bringt probleme 
mit sich.
-beide leitungen müssen möglichst gleiche länge haben, da sonst 
störungen im bereich des nulldurchlaufes auftreten. da ein layout noch 
folgen muss und nicht klar ist, wie es aussehen darf und kann, weiß ich 
auch nicht ob das so genau machbar wird
-das ausgangssignal (rot) soll zwingend wieder im arbeitpunkt landen, 
also etwa VBB. wenn ich also ac koppel und kein rebias mache, dann 
landen die pegel durch die pulldown widerstände am eingang, welche fest 
intern da sind, nicht bei VBB sondern einem definierten zustand high 
oder low... das beeinträchtigt wieder die folgende schaltung!

Siebzehn und Fuenfzehn schrieb:
> Die Terminierung mit Pulldowns dazwischen muss man aber trotzdem
> bringen, einmal, zb mit einem 50 Ohm Y . Denn sonst kommt nichts aus dem
> linken Teil raus.

sende ic hat 240 am emitterausgang, also /Q und Q
das problem ist, dass ich nicht wie zb in der micrel AN, Z0 50ohm 
leitungen als verbindung habe... es sind, oder es werden leiterbahnen 
mit bislang nicht definierten breiten dicken längen... das ich mit den 
dimensionen und material der bahn deren impedanz schätzen/berechnen kann 
weiß ich, aber wie wirkt sich da der koppel-c aus?
wenn ich mich nach der AND8020 von on semi richte (abb.21 s.17), dann 
heißt es hier, dass bei dieser kopplung die terminierung durch den c 
geschieht?! und der 1k widerstand (in meiner schaltung) bildet die 
impedanz der leitung. darf ich das so verstehen, dass wenn die leitung 
zb eine impedanz von 50ohm aufweisen würde, ich dann statt 1k 50ohm 
einsetze? dann korreliert das auch mit der AN von micrel...

andere idee, wie wäre es denn dann mit microstrip leitungen von einem ic 
zum koppel c und oder danach? dann hätte ich, auch bei leitungen die 
kurz genug sind (lamda/10), definierte impedanz und könnte 
dementsprechend eine terminierung vorsehen...?

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