Vorweg, (Fach-) Abi liegt schon lange hinter mir, habe es bis zum Dipl.
Ing. gebracht ;)
Aus privater und auch etwas beruflicher Sicht frage ich:
Besteht die Möglichkeit die Aufgaben der Mathe-Abi Prüfungen 2013 aus
NRW irgendwo einzusehen, also die orginalen?
Habe bisher bei der ominösen Protest-Facebook-Gruppe ein Dokument
gefunden:
https://www.facebook.com/groups/249824755158674/doc/250124211795395/
War ein Grafik-Taschenrechner oder sogar CAS erlaubt?
Da ich die Abneigung gegen Facebook verstehen kann, hier eine der
Aufgaben BMX-Rampe die wohl schwer war (aus dem Dokument, aber ein paar
Korrekturen):
Ist für den LK
Eine Rampe hat die Form:
f(a,x) = (-1/(4*a^2))*x^3 +(3/4)*x // Minuszeichen zu beginn von mir
hinzugefügt, dann sieht die Rampe ähnlich aus wie aus dem GK, dort wurde
a durch eine Konstante ersetzt.
Definiert ist die Rampe im Bereich:
-8 =< x =< 0
3,2 =< a =< 4
a zeigen, dass die f(a, x) im Bereich -a * √(3) < x < 0 negativ ist
b zeigen dass irgendwo der tiefste Punkt des Graphen ist
c zeigen, dass die durchschnittliche Steigung unabhängig vom Parameter
-0,5 beträgt und das interpretieren
d den Parameter a =(8* √ 5)/5 dafür berechnen, dass die Steigung bei
x=-8 -3 beträgt
e Volumen der Ausgehobenen Erdmasse berechnen, bei einer 2m breiten
Rampe
f ein BMX-Fahrer fährt die Rampe runter und springt knickfrei vom
Absprungpunkt (0|0) ab.
Die Sprunglinie ist dabei parabelförmig und er kommt im Punkt 4|0
wieder auf.
Berechne die Gleichung der Parabel + Kontrolllösung
(q(x)=-3/16x^2+3/4x)
g an die BMX Rampe kommt eine Landerampe dran (ganzrationale Funktion
dritten Grades, dessen Gleichung auch gegeben war).
Wann ist der vertikale Abstand wenn der Fahrer aus der vorherigen
Aufgabe so springt zu der Landerampe am größten
und in welchem Punkt C ist er dann? Koordinaten des Punktes C
angeben!
Auf anhieb wüsste ich mit Ausnahme von Aufgabe c immer was zu tun ist,
und bin mir sicher das man das mit normaler Ableitung, Integration und
Gleichungssysteme lösen hin bekommen kann. Bei c hätte ich jetzt eine
Gerade zwischen dem Punkt ganz links und rechts gezogen und deren
Steigung berechnet, sehe aber anhand der Formel das die Endpunkte
unterschiedlich sein müssten.
2 Aufgaben wurden wohl vom Lehrer aus dem Pool ausgesucht und die
mussten innerhalb von 3 Zeitstunden bearbeitet werden.
Dieses Rumgenörgel ist doch jedes Jahr dasselbe. Was erwarten denn die
Abiturienten? "Grundrecht Abitur"? An der Uni wirds in der Hinsicht
sicherlich nicht besser... Diese Aktion schadet vor allem ihnen selbst
und bestätigt das Bild vom NRW-Abiturienten, dass man in Bayern und BW
(eigentlich zu unrecht) pflegt.
Zitat aus dieser Facebook-Gruppe: "Also ich bin eig eine gute Schülerin
in Mathe und ich hatte TOTAL probleme allein schon eine ableitung der
e-funktion zu machen...weil wir eine funktion in dieser Art NIE im
unterricht durchgenommen haben! Vil ist es dann die Schuld der lehrer
und nicht die des Ministeriums, aber wir Schüler sind die letzten die
was dafür können! Und ich finde wir sollten die Chance bekommen eine
faire Klausur zu schreiben"
Traurig, traurig ...
Brei schrieb:> Besteht die Möglichkeit die Aufgaben der Mathe-Abi Prüfungen 2013 aus> NRW irgendwo einzusehen, also die orginalen?
Spätestens in den Stark-Lernbüchern in 5 Jahren. :-)
Floh schrieb:> Brei schrieb:>> Besteht die Möglichkeit die Aufgaben der Mathe-Abi Prüfungen 2013 aus>> NRW irgendwo einzusehen, also die orginalen?>> Spätestens in den Stark-Lernbüchern in 5 Jahren. :-)
Für 2012 kann ich die auch schon kaufen ;)
Das was ich bisher an Aufgaben gesehen habe ist alles lösbar und nicht
so schwer, wenn man voll im Stoff drinsteckt, denke ich.
f(t) = a*(1-e^(-0,02t))²
Begründe warum die Buche nicht größer wird als a
(ob jede Buche so wächst;))
Oh bei einer Kontrollfunktion für die Funktion "fa(x)=(a^2*x+a)*e^-ax"
fehlte das + C. Gut da würde mir mein Ex-Matheprof punkte für abziehen,
mein Mathelehrer sah das mit dem +c nicht so eng.
Ob die Aufgabe deswegen nicht gewertet werden kann?
Ach das Dingen sollte Nullstellen haben und die sollte man finden
Alle Aufgaben waren LK, GK meist Abwandlung die einfacher waren.
Es sind immer die Lehrer Schuld, wenn die Schüler etwas nicht können.
So sieht die Bilanz beim Abitur aus:
Dass Schüler Rechtschreibschwächen haben, das ist die Schuld des
Lehrers.
Dass Schüler nie den Begriff "Betrag von (x)" oder abs(x) oder |x| etwas
gehört haben, das ist die Schuld des Lehrers.
Dass Schüler keine e-Funktion kennen ist die Schuld des Lehrers.
Dass Schüler trotz eklatanter Rechtschreibschäche zum Abitur zugelassen
werden, das ist die Schuld der Lehrer, die in früheren Jahren im Fach
Deutsch dann trotz Fehlern noch eine 4 ins Zeugnis geschrieben haben.
Das Schüler elementare Funktionen wie f(x)=|x| nicht kennen, zum Abitur
zugelassen werden, das ist die Schuld der Lehrer, die die
Klassenarbeitsnoten geliftet haben, damit das Gesamtergebnis nicht so
schlecht ausfällt.
Das ist die Schuld der Lehrer, die die überwiegend schwätzende
Zuhörerschaft nicht einfach vor die Tür gesetzt haben.
Dass Schüler keine e-Funktion kennen ist die Schuld der Lehrer, die ihr
Unterrichtstempo der Leistungsfähigkeit der Lerngruppe angepasst haben
statt den Lehrplan konsequent umzusetzen.
Aber das sind doch alles die "guten" Lehrer.
Die Lehrer die großzügig sind, die Lehrer die milde bewerten und die
Lehrer, die das Lerntempo an die Gruppe anpassen.
Seit Lösungen von Hausaufgaben mit Hilfe von Internetforen kopiert
werden, das Smartphone auf dem Tisch als Unterrichtshilfe und unter dem
Tisch als Klassenarbeitshilfe genutzt wird und Lehrer bei der Bestrafung
von pfuschenden Schülern als unsozial und ungerecht an den Pranger
gestellt werden, wird es immer schwerer zielgerichtet mit Schülern zu
arbeiten.
Der politische Wille, "jedem sein Abitur" zuzuschustern, führt u.a. zur
Gesamtschule und ihren diversen Ablegern und bringt auch die Schüler in
die Oberstufe, die nicht verstehen, was eine Funktion überhaupt ist und
die bei 35,5 + 2 antworten: "Moment, ich muss meinen Taschenrechner noch
rausholen" bzw. bei 312 * 1 = 312 antworten: "Herr Mayer, mein
Taschenrechner ist kaputt".
Und betrachtet man die Abiturendnote unserer Abiturienten, so stellt
schon Prof. Pfeiffer fest, dass diese umgekehrt propotional zu den
Spielestunden am Computer sind, welche die Jugendlichen im Laufe ihrer
Gymnasialzeit konsumiert haben.
Ein Mathelehrer am Gymnasium
> Ein Mathelehrer am Gymnasium
All das belanglose Gefasel über Schüler, das du von dir gibst, kann man
den Tontafeln aus Mesopotamien - 5. Jahrtausend v. u. Z. - entnehmen.
Fünf setzen!
Aufgabenstellung zu kompliziert formuliert? Wer hat denn denen in's Hirn
geschissen?
Klar ist es einfacher, wenn alles super schön deutlich formuliert ist,
aber im späteren Leben wird das nie und nimmer der Fall sein... und erst
recht nicht im Studium.
Hier hat sich erst diese Woche ein Professor drüber beschwert, dass in
einer Felder-Klausur 40% durchgerasselt sind, während er hingegen eher
von 0% ausgegangen ist. Da eine von drei Aufgaben kackeinfach war (und
ja, das war sie tatsächlich).
Ausgangslage: Die Zeichnung eines Hohlzylinders der Länge l. U.a. gab's
folgende Beschreibung in der Aufgabenstellung:
"Die kreisringförmigen Stirnflächen in z=z0 und z=z0+l sind jeweils mit
einer dünnen, perfekt leitenden Schicht kontaktiert, zwischen denen
durch eine nicht eingezeichnete Quelle die Spannung U0>0
aufrechterhalten wird. Es ist z0>0. Der dazugehörige Zählpfeil zeigt in
die positive z-Richtung."
Ergo: Strom fließt wie bei nem normalen Kabel von der einen Stirnfläche
des Zylinders bis zur anderen, elektrische Feld, elektrische Erregung
und Strömungsfeld zeigen also in die positive z-Richtung."
Blöd nur, dass entweder keine Sau den Satz gelesen, oder aber keine Sau
den Satz verstanden.
In älteren Klausuren hatte der Prof gerne mal Zylinderkondensatoren dran
genommen - also Innenelektrode, Außenelektrode, usw. Die Zeichnung davon
sieht folglich ähnlich aus.
Von daher nahm das Unglück seinen Lauf: Alle sehen den Hohlzylinder,
erster Gedanke "Ah, Zylinderkondensator!" und wie die Lemminge wird gar
nicht mehr in die Beschreibung rein geguckt, sondern sich direkt an
Teilaufgaben versucht... zu dumm, dass beim Kondensator das Feld in
rho-Richtung geht...
Es wurde sich allerdings auch beschwert, dass das "gemein fomuliert"
gewesen sei. Äh ja, ist klar...
Ich bin Abiturient und habe die Mathe-LK Klausur in NRW geschrieben und
kann folgendes sagen:
Die Aufgaben ansich waren machbar und hatten ein angemessenes Niveau,
man könnte sogar sagen, dass diese einfacher waren als einige in den
Jahrgängen davor.
Das Problem war bei uns allerdings, dass die meisten mit der gegebenen
Zeit nicht klarkamen, wie auch ich.
Ich bin keine Niete in Mathe und beschäftige mich sogar gerne mit
mathematischen Problemen, was mich jedoch nicht zu jemandem macht, der
eine Klausur einfach so runterschreiben kann ohne sich genaue Gedanken
über den Hintergrund zu machen. Und dies wurde bei mir zum Verhängnis,
sodass ich nicht fertig wurde und aufgrund der Eile, die ich nach dem
realisieren des Zeitmangels hatte, bestimmt noch einige Fehler begangen
habe.
Naja, um den Faktor Zeit zu beurteilen müsste ich das schon selber
rechnen. Damit ich schnell werde müsste ich es vorher üben und mich auf
die begrenzte Themenzahl konzentrieren. Aufgrund der Erfahung und des
Studiums werde ich dann auch schneller sein (ok, graue Zellen machen
mich wieder langsamer).
Bei Klausuren war es damals so das man garnicht alles schaffen konnte,
Teilweise die Aufgaben für das doppelte an Zeit ausgelegt waren. Es
reichte wenn man knapp mehr als die Hälfte hatte für 1,0.
Manche behaupten das selbst die Lehrer nicht wussten wie man das
rechnet. Ich hoffe das da ein Lehrer nur irgendeine pädagogische
Mitleids-Beruhigungs-Methode angewendet hat. Ansonsten ist es kein
wunder das es seine Schüler so schwer fanden. :D
Also ich finde das ganze trara um die Mathe Aufgaben sinnlos. Ich habe
selbst Abi geschrieben und war absolut zufrieden. Ich hatte auch die
Schanzen Aufgabe und auch die Buchen Aufgabe und das im LK . Es war
eigentlich total einfach und klar formuliert. Alles genau nach Vorgaben
und Lehrplan. Da kann es gar kein Problem gegeben haben.
Hassprediger schrieb:> bestätigt das Bild vom NRW-Abiturienten, dass man in Bayern und BW>> (eigentlich zu unrecht) pflegt.
Da gebe ich Dir doppelt recht:
In der Tat zeigen objektive Vergleiche, dass das Bayern-Abi nicht mehr
wert ist, als andere - siehe auch PISA und zum zweiten ist gerade diese
Aufgabe dennoch ungewöhnlich lasch.
Das löst man teilweise sogar mit den Mitteln der 11. Klasse. Es ist aber
zu bedenken, dass die heutigen Schüler nur noch 12 Jahre haben. Irgendwo
wird eben gespart.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Was haben die denn da im Ausland für Besonderheiten?
Die Südstaaten (B und BW) haben nunmal das härteste Abi, das ist die
Besonderheit.
Naja ich behaupte mal das es genauso viele positive Beispiele gibt.
Entscheidend ist ja nicht was man hat sonder das was man daraus macht.
Ich darf pro Jahr einen Abiturienten auswählen der bei uns ein duales
Studium machen darf. Natürlich ist der Zug für 2013 schon abgefahren,
aber die ersten Bewerbungen für 2014 trudeln schon ein. Da würde ich mir
gerne jetzt schon ein paar Einladen obwohl die Entscheidung erst in gut
6 Monaten fallen wird. (Natürlich wird ihnen das mit geteilt)
Südstaatler schrieb:> Wilhelm Ferkes schrieb:>> Was haben die denn da im Ausland für Besonderheiten?>> Die Südstaaten (B und BW) haben nunmal das härteste Abi, das ist die> Besonderheit.
Dieses Ammenmärchen hält sich also immer noch. Verifizierbare Beweise
konnte bisher aber noch nie einer der Prediger vorlegen.
BTW: Gerade was Mathematik betrifft sollten die Bayern und
Nicht-deutsch-Sprecher besser ihre vorlaute Klappe halten, denn da
werden sie von den Ossis rechts außen überholt.
Südstaatler schrieb:> Die Südstaaten (B und BW) haben nunmal das härteste Abi, das ist die> Besonderheit.
Das stimmt nicht. Das sächsische Abitur stellt höhere Anforderungen,
weil so gut wie keine Fächer mehr abgewählt werden können und alle
Naturwissenschaften besucht und eingebracht werden müssen.
Davon abgesehen sind die West-Abituraufgaben seit je irgendwie komisch:
Masochistisch fixiert auf Kurvenuntersuchungen und extrem schematisch
gestellt, so daß man "Kochrezepte" lernen kann und so selbst schlechte
Schüler beachtliche Notenpunkte in der Prüfung schaffen.
Problemorientierte Aufgaben und Anwendungsaufgaben aus Technik,
Naturwissenschaften und dem gesellschaftlichen Leben fehlen völlig
und/oder haben einen total bemühten Nachgeschmack. Wenn ich diesen Typus
von Abituraufgaben, die ich nach der Wende im Abitur selber bewältigen
mußte, mit den Matheaufgaben der DDR vergleiche, oh je. Da würde es
heutzutage gewaltig in der Heide scheppern.
Das Lächerlichste ist aber nach wie vor das bayrische Matheabi: Die
Aufgaben sind so blöd gestellt, daß sich ein Problem (z.B.
Kurvenuntersuchung) kaugummiartig hinzieht, und dann werden regelmäßig
Zwischenlösungen angegeben. LOL
Vermutlich deshalb, damit die leistungsschwächeren Schüler noch bestehen
und damit sich keiner in diesen idiotischen Ziehharmonika-Aufgaben
verirrt.
Das Abitur soll eigentlich die Studierbefähigung einschätzen, d.h. die
Problemlösefertigkeiten und das Denken in Zusammenhängen, und nicht das
schematische Abrechnen von Kochrezepten. Naja. Meine 2 Pfennige.
>Es sind immer die Lehrer Schuld, wenn die Schüler etwas nicht können.
Ja. Der Nichtschwimmer schiebt es auch auf die Badehose.
Man Man.. Pisa lässt grüssen..
Sind wohl dieselben Leute, die dann BWL oder Jura studieren und über das
zu schwere Mathe da sich aufregen..
Wie sagte schon Volker Pispers:
"Prozentrechnung ist die Königsdisziplin in der Mathematik"
Mal kurz zurück zum Thema:
1) Ja, die Aufgabe war die vom MatheLK dieses Jahres
2) Sie war ohne Probleme lösbar, war ja sogar eine ganzrationale
Funktion, das sind (fast) geschenkte Punkte:)
Nebenbei, einige gute Matheschüler aus der 10 konnten die auch lösen..
Leon W. schrieb:> Nebenbei, einige gute Matheschüler aus der 10 konnten die auch lösen..
Naja denen Fehlt die "Ableiten" Fähigkeit, zumindest lernte ich den
Spass erst im Fachabi.
Ableitungen für a*x^n ist dann aber auch nicht mehr die Schwierigkeit.
Brei schrieb:> Naja denen Fehlt die "Ableiten" Fähigkeit, zumindest lernte ich den> Spass erst im Fachabi.
lernt man am Gymnasium in der 11. Klasse, bzw. in der 10. bei G8
Ein Mathelehrer schrieb:> Es sind immer die Lehrer Schuld, wenn die Schüler etwas nicht können.
Ja so ein Unsinn! Da nehmen sich die Lehrer wieder mal ganz wichtig! Es
ist ganz anders:
> Dass Schüler Rechtschreibschwächen haben, das ist die Schuld des> Lehrers.
Falsch, als Rechtschreibung dran war, lagen die Eltern in Scheidung.
> Dass Schüler nie den Begriff "Betrag von (x)" oder abs(x) oder |x| etwas> gehört haben, das ist die Schuld des Lehrers.
Falsch, als Betrag drankam, war gerade Europameisterschaft.
> Dass Schüler keine e-Funktion kennen ist die Schuld des Lehrers.
Falsch, da lief gerade die Endrunde von DSDS.
> Dass Schüler trotz eklatanter Rechtschreibschäche zum Abitur zugelassen> werden, das ist die Schuld der Lehrer, die in früheren Jahren im Fach> Deutsch dann trotz Fehlern noch eine 4 ins Zeugnis geschrieben haben.
Falsch, das liegt daran, dass damals gerade das Kaninchen gestorben war.
>> Der politische Wille, "jedem sein Abitur" zuzuschustern, führt u.a. zur> Gesamtschule und ihren diversen Ablegern und bringt auch die Schüler in> die Oberstufe, die nicht verstehen, was eine Funktion überhaupt ist und> die bei 35,5 + 2 antworten: "Moment, ich muss meinen Taschenrechner noch> rausholen" bzw. bei 312 * 1 = 312 antworten: "Herr Mayer, mein> Taschenrechner ist kaputt".
Abi ist ja wohl auch Grundrecht. Ohne hat man ja sonst keine Chancen.
J. Ad. schrieb:> Abi ist ja wohl auch Grundrecht. Ohne hat man ja sonst keine Chancen.
nur in linken Bundesländern hat man da mit keine Chance. In Bayern oder
BaWü kann ein guter Hauptschüler immer noch eine gute handwerkliche
Ausbildung machen. Porsche z.B,. hat sich verpflichtet, dass 40 % der
Azubi Stellen an Hauptschüler gehen. Der Porsche Aufsichtsrat Uwe Hück
hat selbst nur einen Hauptschulabschluß und eine Lackiererlehre !
sehr interessant war auch mal vor einigen Jahren die Lehrstellenbörse
der Bild am Sonntag. Dort waren mehrere hundert Lehrstellen
ausgeschrieben, klassifiziert nach Branche und Bundesland.
Was deutlich auffiel war, dass in eher linken Bundesländern weitaus
höhere Abschlüsse gefordert wurden, als in BaWü oder Bayern.
Wo im Süden z.B. ein guter Hauptschulabschluß gereicht hat, wurde in NRW
mindestens Fachabi oder gar ein gutes Abi verlangt.
>lernt man am Gymnasium in der 11. Klasse, bzw. in der 10. bei G8
Das ist meistens das zweite Problem: Lernen. Es soll aber verstanden
werden. Mathe ist ja Zu Glück ein Fach zum Verstehen, wie die
Naturwissenschaften. Nix auswendiglernen a la Jura..
>Autor: J. Ad. (gajk) schrieb...
Genau so ist es heutzutage...
>In Bayern
Bayern gehört zu Deutschland? Ich dachte, das 16. Bundesland ist
Mallorca??
>Porsche
"Porsche ist ein Hedgefonds, der durch den Bau von Autos behindert wird"
(VP)
>>In Bayern>Bayern gehört zu Deutschland? Ich dachte, das 16. Bundesland ist>Mallorca??
Richtig! Und wer möchte denn Bitteschön in einem Freistaat leben, wo die
Kriminalität an der Tagesordnung zu sein scheint.
Rosa
Für mich spiegeln die Proteste die heutige Situation in unserem Lande
wieder! D.h. wenn mir die Matheaufgaben nicht passen oder ich keinen
Platz im Gericht bekomme, dann klage ich. Gerade in einem Wahljahr habe
ich gut Chancen gehoehr zu finden!!!
Bei uns in Bayern ist seit Menschengedenken weder ein Fehler in
Abituraufgaben gewesen, noch war irgendetwas nicht lösbar (wenn auch nur
vermeintlich). Die Aufgabe aus NRW kann man ohne Probleme und ohne
Gejammer in jedem bayerischen Gymnasium stellen. Meine Schüler lachen
über das ganze Theater!
In NRW können sie sich gleich mehrere Scheiben abschneiden. Föderalismus
bedeutet Wettbewerb. Vielleicht wäre man in NRW gut beraten sich an
Bayern (mal wieder) ein Vorbild zu nehmen.
Hinsichtlich der Vorbereitung aufs Abitur ist ein gelegentlicher Blick
der Lehrkräfte in den Lehrplan und die Beachtung desselben übrigens
durchaus sinnvoll. Das hab ich am ersten Tag im Studienseminar
gelernt...
Wenn die Aufgaben wirklich fehlerhaft sind, dann muss die Klausur
natürlich nachgeholt werden! Wenn die Klausur zu schwar war, dann liegt
das Problem nicht an der Klausur, sondern an den Lehrern bzw. Schülern.
Die Lehrer haben ihren Lehrplan zu erfüllen! Die Schüler müssen den
vorgetragenen Stoff zu Hause entsprechend vertiefen.
Zu meiner Schulzeit (vor dem Internet-Zeitalter etc.) war das so!.
Damals war die Abi-Note auch was wert, nicht wie heute, wo selbst Bäcker
bei einem Azubi mit Abi über dessen unzureichendes Allgemeinwissen
meckern.
Gerade noch gelesen:
Gerade in NRW hat die Abi-Traumnote "1" an Uni´s kaum noch einen Wert!
Da sie bis dato in NRW fast jeder Abiturient erhalten hat. Evtl. ist das
nun der erste Schritt zur Besserung :-)
Manchmal tun Änderungen halt weh, die Abiturienten tun mir nicht
wirklich leit, da diese ja zuvor 6-7 recht lasche Jahre hatten. Es gibt
natürlich auch Ausnahmen, aber diese beschweren sich sicher nicht bzgl.
der Klausuren. Denn sie waren ordentlich vorbereitet.
Aber in einem Land wo unsere "Vorbilder" sich ihrere Titel erschleichen
bzw. erkaufen können und wo wir täglich mit Knallerfragen wie :
Wo mit färht die Polizei:
a) Streifenwage
b) Streifenhörnchen
mehrere tausend Euro gewinnen können, da sind schwere Klausuraufgaben
fehl am Platz.
Tja,
um anhand von Noten wirklich den realen Leistungsstand widerspiegeln zu
können, wäre es unerlässlich, dass diese in relativen Maßstäben vergeben
würden.
Konkret hieße das, dass das Notenspektrum einer Abiaufgabe grundsätzlich
nach einer Gaußglocke mit Maximum bei 2.3 vergeben würde, und zwar über
mehrere Klassenverbände hinweg.
Dies bedingt natürlich, dass die schlechtesten eben grundsätzlich
durchfallen müssen. Ist aber vermutlich nicht gewollt.
Idee schrieb:> um anhand von Noten wirklich den realen Leistungsstand widerspiegeln zu> können, wäre es unerlässlich, dass diese in relativen Maßstäben vergeben> würden.
Ein relativer Massstab spiegelt natuerlich nur den relativen
Leistungsstand wieder. Was daran reeller sein soll, als ein absoluter
Massstab, musst du mir jetzt mal erklaeren.