Hallo,
das Thema wurde schon einige Male besprochen. Für mein Verständnis
leider etwas unzureichend.
Wie der Betreff schon sagt: ich möchte den I²C Bus galvanisch trennen.
Grund: eine Schaltung mit einem ATmega88 misst Spannungen, arbeitet
diese auf und soll sie an meinen Raspberry Pi über den I²C schicken.
Aus Sicherheitsgründen möchte ich den BUS galvanisch trennen.
Die beiden Systeme sind direkt auf einer Platine.
Ich habe mich nun etwas zum P82B96 belesen.
Dieser ist ja eigentlich dafür gemacht, um weite Entfernungen zu
überbrücken. Weiterhin brauch ich gleich 2 dieser Teile.
Meine Frage:
könnte man mit einem geeigneten ADuM (z.B. der 1410) arbeiten?
Oder gibt es andere Möglichkeiten?
Gäst_5 schrieb:> Wie der Betreff schon sagt: ich möchte den I²C Bus galvanisch trennen.
Bei den Erfindern von I2C Philips/NXP gibts dazu bestimmt Application
Notes. Wo genau, weiß ich nicht, einen Link habe ich nicht parat. Aber
mir begegnete da schon sowas beiläufig am Rande, was auch ohne
Spezialbauteile geht. Standard-Optokoppler?
Gäst_5 schrieb:> Die bidirektionalen ADuM Chips, haben aber alle kein integrierten DC to> DC Converter, wie z.B. der ADuM 5401> http://www.analog.com/static/imported-files/data_sheets/ADuM5401_5402_5403_5404.pdf>> d.h. das Vcc und GND nicht getrennt werden, oder?
Die ADUMs von AD sind grundsätzlich ziemlich toll.
Von den ADUMs mit integrierten DC/DC-Wandlern würde ich aber einen
ziemlich großen Bogen machen. EMV-mäßig kotzen dir die Dinger alles zu.
Wenn du also vermeiden willst, dass du mit deinem Kopf Dellen in die
EMV-Kammer schlägst, so solltest du die Spannungsversorgung diskret über
einen kleinen Sperrwandler realisieren.
Hi
>Wo genau, weiß ich nicht, einen Link habe ich nicht parat. Aber>mir begegnete da schon sowas beiläufig am Rande, was auch ohne>Spezialbauteile geht. Standard-Optokoppler?
Im Anhang S.17.
MfG Spess
Vielen Dank für die vielen Antworten.
Am besten gefällt mir der ADuM 1250.
Dieser trennt leider nicht GND und Vcc.
Allerdings habe ich bereits einen ADuM 6401 verbaut, der den UART Bus
galvanisch trennt. Dieser hat einen DC to DC Converter.
(Schaltung soll über UART sowie I²C mit RaspberryPi verbunden werden)
Könnte ich nun also VDD2 und GND2 am ADuM 1250 einfach offen lassen und
das vom 6401 nutzen?
Wie wäre es mit dem SI8405
UART + I²C
den gibt es auch nur mit I²C oder UART. Fangen alle mit SI84xx an.
Den nutze ich.
Als Spannungsversorgung der Sekundärseite ein Sperrwandler mit Max253
> Wie wäre es mit dem SI8405> UART + I²C> den gibt es auch nur mit I²C oder UART. Fangen alle mit SI84xx an.>> Den nutze ich.> Als Spannungsversorgung der Sekundärseite ein Sperrwandler mit Max253
Das hört sich erstmal ganz gut an. An eine komplett integrierte Lösung
wäre ich auch sehr interessiert.
Diese Sperrwandler, im meinem Fall wohl ein Hochsetzsteller, da das
Spannungsmessmodul mit 5 V und der RaspberryPi bekanntlicher weise mit
3,3 V läuft, stören doch erheblich, oder?
Hallo Gäst_5,
hier im Thread wurde die application_note AN10364.pdf von nxp empfohlen.
Unter "4. Achieving higher opto-coupled bus speeds: 100 kHz" und "5.
Opto-couplers for 400 kHz" werden zwei Top Lösungen vorgestellt. Ich
selber habe die Variante unter 4. mit dem 6N137 verwendet.
Ich würde sagen, für einen I2C-Bus gibt es nichts besseres, zumindest
nicht in dieser Preislage. Und Du kannst eine 100%-ige galvanische
Trennung einrichten.
Also, ich würde an deiner Stelle nicht herumprobieren.
Gruss Klaus.
Gäst_5 schrieb:> Diese Sperrwandler, im meinem Fall wohl ein Hochsetzsteller, da das> Spannungsmessmodul mit 5 V und der RaspberryPi bekanntlicher weise mit> 3,3 V läuft, stören doch erheblich, oder?
Also bei mir ist besagte Konfiguration in zwei medizinischem Gerät im
Einsatz und es ist ohne Probleme durch den EMV-Test gekommen.
Ordentliches Layout natürlich voraus gesetzt.
Klaus Ra. schrieb:> Hallo Gäst_5,> hier im Thread wurde die application_note AN10364.pdf von nxp empfohlen.> Unter "4. Achieving higher opto-coupled bus speeds: 100 kHz" und "5.> Opto-couplers for 400 kHz" werden zwei Top Lösungen vorgestellt. Ich> selber habe die Variante unter 4. mit dem 6N137 verwendet.> Ich würde sagen, für einen I2C-Bus gibt es nichts besseres, zumindest> nicht in dieser Preislage. Und Du kannst eine 100%-ige galvanische> Trennung einrichten.> Also, ich würde an deiner Stelle nicht herumprobieren.> Gruss Klaus.
Ich habe die AN nur überflogen, wenn ich das aber Richtig sehe brauchst
du dabei ein paar Bauelemente mehr, der SI8405 ist eine 1-Chip Lösung
und kann 1,7MHz. und die geforderten 5V kann er auch.
Gruß
John-Eric
Um das Thema nochmal aufzugreifen, der SI8405 scheint mir die
Eierlegende-Woll-Milch-Sau zu sein.
Ich habe 2 bidirektionale Kanäle für den I²C Bus (SDA, SCL),
sowie 2 unidirektionale Kanäle für den UART (TX, RX).
Weiterhin hab ich es auch so verstanden, dass Vcc und GND ebenfalls
galvanisch getrennt werden, der hab ich das falsch dem Datenblatt
entnommen?
Ich spiele nun mit dem Gedanken diesen Chip zu verwenden und auf den
ADuM zu verzichten.
Gibt es Argumente die dagegen sprechen, oder eventuell bekannte Probleme
mit dem Chip?
beste Grüße
Gäst_5 schrieb:> Am besten gefällt mir der ADuM 1250.> Dieser trennt leider nicht GND und Vcc.
Wo wird da was nicht getrennt?
Beide Seiten sind vollkommen galvanisch getrennt. Sonst würde das ganze
Teil ja keinen Sinn machen.
Setze ich übrigens in meinem Dimmer ein:
http://www.see-solutions.de/projekte/2007_02%20sch_2.pdf
Jörg S. schrieb:>> Beide Seiten sind vollkommen galvanisch getrennt. Sonst würde das ganze> Teil ja keinen Sinn machen.>> Setze ich übrigens in meinem Dimmer ein:> http://www.see-solutions.de/projekte/2007_02%20sch_2.pdf
Mir ist da beim Anschauen etwas aufgefallen:
SDA und SCL trennst du galvanisch von der Schaltung, und mit der Phase
der Netzspannung gehst du über 2 Widerstände direkt auf den Prozessor?
Das nenne ich mal konsequent... :-))
Oder ist das keine Netzspannung, sondern Kleinspannung?
Könnte auch sein, daß sie über einen Trenntrafo kommt.
Habe ich was übersehen?
Gruß Bernd
Jörg S. schrieb:> Natürlich kommt das direkt vom Netz, sonst bräuchte ich die galvanische> Trennung vom I2C (Dimmersteuerung) ja nicht :)
Ach so rum meinst du das. Okay, dann liegt die gesamte Schaltung auf
Netzpotential und I²C wird getrennt. Ja, wenn alles ordentlich isoliert
ist, könnte man das schon machen.
Ich hab's bis jetzt immer so gemacht, daß ich einen kleinen Trafo (für
den Dimmer reicht ja ein Winzling) genommen habe, der drei Sachen auf
einmal macht:
- Netz-Trennung
- Versorgung der Schaltung (z.B. +5V)
- Sekundärseitig die Bereitstellung des Nulldurchgangs
Damit habe ich die gesamte Schaltung spannungsfrei (also
Netzspannungsfrei) und muß mir keine Gedanken machen. Auch, wenn ich mal
im Betrieb was messen will.
Ok, aber das nur nebenbei. Eigentlich gings ja um die Trennung vom
I²C...
Gruß Bernd