Hat jemand eine Ahnung ob das wieder nur eine hochtrabende Werbung ist
oder könnte man sich tatsächlich mal darauf verlassen das eine DVD
solange lebt wie man selbst?
Es geht um die neue M-DISC.
z.B.: ebay 140852336473 für den Brenner und DVD 120960478451
Meint ihr man könnte es mal wagen?
Schrieben sie in der Werbung zufällig auch wie lange Lesegeräte bzw.
deren Interfaces zur Verfügung stehen?
Wenn du etwas wirklich Langlebiges haben möchtest,
sprich mit einem Steinmetz! ;-)
"Datensicherheit von bis zu 1.000 Jahren". Wenn ich "bis zu" lesen muß,
ist jedes Thema für mich abgehakt. In 1000 Jahren wird es wohl auch
schwierig sein ein DVD Lesegerät dafür noch aufzutreiben.
So weit ich mich erinnern kann wurde hierzulande schon einmal eine
tausendjährige Haltbarkeit versprochen - die Sache hielt jedoch
letztendlich nur zwölf Jahre.
Ob es nun wirklich 1000 Jahre weiß ich nicht, aber die Technologie
scheint durchaus Hand und Fuß zu haben.
> Wenn du etwas wirklich Langlebiges haben möchtest,> sprich mit einem Steinmetz! ;-)
Und so ähnlich funktioniert das auch bei der M-Disk.
Einige Leute im Netz haben schon ein paar Dauertest gemacht, z.B. DVD /
M-Disk über 2 Jahre in der Sonne liegen lassen etc. Zumindest das hat
der M-Disk nichts ausgemacht.
Nur wie ja bereits gesagt wurde, irgendwann gibts halt die Lesegeräte
nicht mehr.
> Meint ihr man könnte es mal wagen?
wenn Du die Kosten nicht scheust, würde ich es machen.
Problem ist der Medienpreis.
> In 1000 Jahren wird es wohl auch> schwierig sein ein DVD Lesegerät dafür noch aufzutreiben.
Bandlaufwerke kannst Du heute ja auch noch erwerben und selbst wenn die
Datensicherheit nur 100 oder 200 Jahre beträgt, reicht das noch aus um
ein Backup auf ein Medium der neusten Generation zu machen.
Damit macht sich eine Sicherung auf M-disc für wichtige Daten schon
bezahlt und in Kombination ist es noch besser.
> Nur wie ja bereits gesagt wurde, irgendwann gibts halt die Lesegeräte> nicht mehr.
totaler Quatsch, solange es nichts besseres (in puncto Datensicherheit)
gibt halten sich Lesegeräte sehr lange auf dem Markt. Es ist eine Frage
der Massenproduktion und des Preises.
Ich hatte den (echten) Steinmetz nicht ohne Hintergedanken erwähnt. ;-)
Wenn man ein drittel Jahrhundert im IT Sektor arbeitet und wirklich
jeden Quatsch miterlebt hat, inklusive der Vergänglichkeit von
Interfaces, dann schmunzelt man bei vollmundig angekündigten 'neuen'
Technologien.
Und von der Jugend wird man als alter Sack belächelt ;-)
Meiner Meinung nach gibt's nur einen gangbaren Weg:
Alle paar Jahre die Daten auf neue Mainstream Technologien umkopieren.
Jeweils in einem extrem redundanten Format, vgl. zB. PAR[1-2] auf
verschiedenen Technologien.
Neuerdings kann das auch gerne sehr stark verschlüsselt in der 'Cloud'
bei versch. Providern sein.
Alles andere ist Pokern!
Die Vorgänger-Varianten Bandlaufwerke, Mo-Disc, DVD-Ram bekommt man ja
auch noch am Markt und DVD-Ram wird sich noch aufgrund der Flut
kompatibler Geräte sehr lange halten.
Bastler schrieb: "totaler Quatsch, solange es nichts besseres (in puncto
Datensicherheit) gibt halten sich Lesegeräte sehr lange auf dem Markt.
Es ist eine Frage der Massenproduktion und des Preises."
Die Erfahrung aus der Vergangenheit sieht allerdings anders aus. Bisher
hat es immer etwas "besseres" gegeben. Wie sonst sollte unser
Wirtschaftssystem sonst auch funktionieren.
Na ja, wie gesagt bis zu meinem Verfallsdatum sollte es schon reichen.
Die langlebigsten elektronischen Datenträger die ich bis jetzt hatte
waren die 5,25 Zoll Disketten aus den frühen 80ern.
Zuletzt getestet Mitte 2012.
Die dazugehörige Technik hab ich natürlich auch konserviert.
Könnte also sein das ich auch ein paar DVD Laufwerke über die Jahre
retten kann.
Ich denke ich werde es mit M-DISC mal versuchen.
Danke für eure Meinungen ...
Die Fehlerraten frisch nach dem schreiben sind 4 mal so hoch wie bei
TYG02 (Japan) & MCC 003 (Taiwan), und mehr als dreimal so hoch wie bei
MCC 02RG20 (Taiwan).
Auf den M-Disc sind stellenweise Produktionsfehler erkennbar (abgesehen
vom außerdem anhaftendem Staub). Das bedeutet, daß schon am Anfang eine
gewisse Anzahl der teuer erstandenen Rohlinge der Rundablage zum Opfer
fällt. Bei mir erweckte das jedenfalls kein Vertrauen bzgl.
Datensicherheit. Das Nützlichste am Rohling war auf der Rückseite das
Video mit dem Testbild...
Bastler schrieb:>> Meint ihr man könnte es mal wagen?> wenn Du die Kosten nicht scheust, würde ich es machen.> Problem ist der Medienpreis.
Naja 3,5€ ist noch im Rahmen
Bastler schrieb:>> Nur wie ja bereits gesagt wurde, irgendwann gibts halt die Lesegeräte>> nicht mehr.> totaler Quatsch, solange es nichts besseres (in puncto Datensicherheit)> gibt halten sich Lesegeräte sehr lange auf dem Markt. Es ist eine Frage> der Massenproduktion und des Preises.
Das mag bei Datensicherungs-Systeme stimmen die für den professionellen
Einsatz gemacht sind (eben wie z.B. Bandlaufwerke). Für Rechenzentren
wäre 4,7GB einfach viel zu klein. Selbst 50 GB einer Bluray sind noch
viel zu wenig um professionelle Datensicherung zu betreiben. Hinzu kommt
noch die Datenrate. Bandlaufwerke wie das IBM 3592 können bis zu 4 TB
fassen und schreiben mit 250 MB/s.
Da ändert auch ein Hersteller der für dieses Format nun ein Medium
entwickelt hat welches 1000 Jahre hält nicht an dem Aussterben. Die
Datenträger für den Massenmarkt müssen sich viel zu schnell
weiterentwickeln um das immer größere Datenaufkommen für Filme, Bilder,
Software, Games etc abzudecken.
Bitte hp-freund tu es nicht. Wer weis ob du überhaupt noch 25 Jahre
lebst. Ich wünsche es Dir, aber falls nicht, wirst Du dich über die
unnütze Ausgabe noch im Grab ärgern.
Bastler schrieb:> Die Vorgänger-Varianten Bandlaufwerke, Mo-Disc, DVD-Ram bekommt man ja> auch noch am Markt und DVD-Ram wird sich noch aufgrund der Flut> kompatibler Geräte sehr lange halten.
QIC Tape-Drives mit Controllern für die es heute noch nicht einmal
Steckplätze in Mainboards gibt, oder Software die damit umgehen kann?
OK, nehmen wir an wir haben etwas damals extrem Modernes:
QIC mit SCSI Interface!
Läuft die DOS Software noch? Welcher Hersteller, Normen/Datenformate
gab's damals nicht (bzw. hunderte Verschiedene).
Bei Linux/Unix hat man vielleicht noch eine Chance.
8", 5 1/4", 3 1/2" Floppies, ZIP, JAZZ, usw. ...
Das Zeug wird schneller rausgehauen als Küchenschaben sich vermehren.
Und verwittert schneller als ein Victoria's Secret model im
Scheinwerferlicht!
> Die Erfahrung aus der Vergangenheit sieht allerdings anders aus. Bisher> hat es immer etwas "besseres" gegeben. Wie sonst sollte unser> Wirtschaftssystem sonst auch funktionieren.
das stimmt so nicht - Mo-Disc hat sich sehr lange im Medizinbereich
gehalten, usw., usw. ... so schnell ist der Fortschritt eben doch nicht,
sonst gäbe es heute nur noch E-Books statt Bücher, Schallplatten wären
tot, etc.
Es ist alles nur eine Frage des Preises und der Marktsättigung.
Du hättest heute noch VHS-Kassetten, wenn die Preise für DVDs nicht im
Keller wären.
Was nützt die Haltbarkeit, wenn man nicht wirklich viel draufbekommt.
4,7GB sind angesichts der mittlerweile zu sichernden Datenmengen ein
Furz im Sturm. In einigen von mir betreuten Firmen fallen jetzt schon
mehrere 100 GB an, bei Privatleuten wegen der vielen Multimediainhalte
noch mehr.
Bastler schrieb:> die riskanteste Form der Sicherung ;-)
Redundant bezog sich auf PAR1/2 Mechanismen bei denen man zB 7 Teile an
sieben verschiedenen Stellen sichert,
aber man zB nur 4 Teile für eine erfolgreiche Restaurierung braucht.
Und ja, man sichert selbstverständlich nicht nur in der Cloud.
Die Macht der Mathematik! ;-)
@ Marketing Geblubber
Meinst Du wegen meiner Daten oder wegen dem Wirtschaftssystem?
@ Norbert
Ich habe auch schon etliche Bänder verschiedener Dichten und Hersteller
überlebt. Hatte mir damals auch mehr davon erhofft.
> OK, nehmen wir an wir haben etwas damals extrem Modernes:> QIC mit SCSI Interface!
SCSI war damals der professionale Ansatz.
> Läuft die DOS Software noch? Welcher Hersteller, Normen/Datenformate> gab's damals nicht (bzw. hunderte Verschiedene).
Ich bin kein Windows-Kenner, aber wenn es da nichts gibt, ist das für MS
und die Windowswelt ein Armutszeugnis!
> Bei Linux/Unix hat man vielleicht noch eine Chance.
na also, das bessere? System hat alles inclusive.
> 8", 5 1/4", 3 1/2" Floppies, ZIP, JAZZ, usw. ...
wird nicht mehr produziert, zu hohe Produktionskosten!
> Das Zeug wird schneller rausgehauen als Küchenschaben sich vermehren.
zu hohe Produktionskosten, sonst würde heute noch produziert.
> Und verwittert schneller als ein Victoria's Secret model im> Scheinwerferlicht!
reicht aus, wenn die Lagerung stimmt.
> Was nützt die Haltbarkeit, wenn man nicht wirklich viel draufbekommt.> 4,7GB sind angesichts der mittlerweile zu sichernden Datenmengen ein> Furz im Sturm. In einigen von mir betreuten Firmen fallen jetzt schon> mehrere 100 GB an, bei Privatleuten wegen der vielen Multimediainhalte> noch mehr.
tja, back to the roots - heute muß ja auch jeder Furz gesichert werden
... das ist der Denkfehler.
> Ich habe auch schon etliche Bänder verschiedener Dichten und Hersteller> überlebt. Hatte mir damals auch mehr davon erhofft.
das wär mal eine interessante Frage, bei Bändern hast Du einen
Kopiereffekt, bei Disketten m.W. nicht.
Jetzt ist die Frage, um welchen Faktor die Magnetisierung pro Jahr
nachläßt bzw. ob sich das nicht durch Einstellung am Lesegerät
kompensieren läßt.
Bastler schrieb:>> Läuft die DOS Software noch? Welcher Hersteller, Normen/Datenformate>> gab's damals nicht (bzw. hunderte Verschiedene).> Ich bin kein Windows-Kenner, aber wenn es da nichts gibt, ist das für MS> und die Windowswelt ein Armutszeugnis!>>> Bei Linux/Unix hat man vielleicht noch eine Chance.> na also, das bessere? System hat alles inclusive.
Nimm mal den Mund nicht so voll!
Ich hab hier noch QIC-80 samt ISA-Kontroller rumliegen. Da könntest du
dich dran schaffen. Es gab da mehrere Hersteller mit inkompatiblen
Laufwerken und Kontrollern. Nichts passte zueinander, auch die Treiber
nicht.
Bastler schrieb:> Ich bin kein Windows-Kenner, aber wenn es da nichts gibt, ist das für MS> und die Windowswelt ein Armutszeugnis!
Dann hätten wir das schon mal festgeklopft! Gerechterweise muß man aber
festhalten das der Anteil der Win-knows Jünger damals tendentiell noch
höher war als heutzutage. Richtige Betriebssystem waren damals ein Werk
des Teufels und zudem nicht bunt genug.
Lachen musste ich nur als Microsoft mit XENIX kam!
>> Bei Linux/Unix hat man vielleicht noch eine Chance.> na also, das bessere? System hat alles inclusive.
QIC Driver im Linux Universum gab's/gibt's wirklich.
Damit habe ich einige alte Bänder im Kundenauftrag gelesen.
Es gab nur keine Dokumentation zum Datensicherungsformat (prä-Internet)
Also reverse-engineering mit entsprechenden Aufwand (im dreistelligen!
Stunden Bereich)
Die Daten waren wohl wichtig genug.
So etwas würde ich allerdings nicht Datensicherung nennen, sondern
extreme BWLer Dummheit (kein regelmäßiger Umstieg auf neue Technologie,
schien wohl zu teuer)
Wie man es auch betrachtet, wir hatten noch NIE ein wirkliches
Langzeit-Archivierungssystem welches für averageJoe erschwinglich war.
Bastler schrieb: "...bei Bändern hast Du einen Kopiereffekt, bei
Disketten m.W. nicht. Jetzt ist die Frage, um welchen Faktor die
Magnetisierung pro Jahr nachläßt bzw. ob sich das nicht durch
Einstellung am Lesegerät
kompensieren läßt."
Meine 3 1/2 Zoll Floppies sind inzwischen allesamt hinüber. Lassen sich
auch nicht mehr formatieren, Und damals kostete ein Zehnerpack 100 Mark.
Für eine Linuxdistribution (Slackware 0.9) brauchte man damals (vor 20
Jahren) einen Schuhkarton voller Disketten. Beim Installieren mußte man
Diskjockey spielen (Disk1 rein, Disk2 rein, wieder Disk1 rein usw.)
Sowas würde sich heute keiner mehr antun.
PS: SCSI Qic Tapes und DAT Tapes sind auch vorzeitig entsorgt worden, da
die Sicherung einer 100MByte Festplatte Stunden benötigte und das
Zurücklesen einzelner Dateien im ähnlichen Zeitrahmen lag.
> Nimm mal den Mund nicht so voll!> Ich hab hier noch QIC-80 samt ISA-Kontroller rumliegen. Da könntest du> dich dran schaffen. Es gab da mehrere Hersteller mit inkompatiblen> Laufwerken und Kontrollern. Nichts passte zueinander, auch die Treiber> nicht.
Die Bänder sind ja wohl Standardmaß, sonst würden sie nicht QIC-80
heißen?
Formatierung und FAT sollte ebenfalls Standard sein, oder ?
Was die Hardware betrifft:
Hier zahlte sich damals SCSI aus, es gab diese Treiberprobleme nicht
...und SCSI-Kontroller bekommst Du heute noch, sogar mit PCI-E.
> So etwas würde ich allerdings nicht Datensicherung nennen, sondern> extreme BWLer Dummheit (kein regelmäßiger Umstieg auf neue Technologie,> schien wohl zu teuer)
wie Du weiter oben geschrieben hast, mehrfach Sicherung auf
unterschiedlichen Medien, alles andere ist Leichtsinn.
> Wie man es auch betrachtet, wir hatten noch NIE ein wirkliches> Langzeit-Archivierungssystem welches für averageJoe erschwinglich war.
heute schon: meine Favoriten sind DVD-Ram und M-Disc, ggf. noch Mo-Disc.
Kritisch sind eher die Datenmengen. Da hilft nur Beschränkung.
Und Bilder?
Bleibt zu hoffen, daß Celluloid noch lange weiterlebt.
http://de.wikipedia.org/wiki/Langzeitarchivierung
Frank K. schrieb:> Norbert schrieb:>>> Wie man es auch betrachtet, wir hatten noch NIE ein wirkliches>> Langzeit-Archivierungssystem welches für averageJoe erschwinglich war.>> http://www.ollydbg.de/Paperbak/index.html>> fchk
Die Idee ist schon locker anderthalb Jahrzehnte alt.
In größerem Umfang wird das allerdings zur Zeit nur im brasilianischen
Regenwald umgesetzt.
Man muß sich halt entscheiden, Sauerstoff atmen oder Daten sichern.
Bastler schrieb:>> Wie man es auch betrachtet, wir hatten noch NIE ein wirkliches>> Langzeit-Archivierungssystem welches für averageJoe erschwinglich war.> heute schon: meine Favoriten sind DVD-Ram und M-Disc, ggf. noch Mo-Disc.> Kritisch sind eher die Datenmengen. Da hilft nur Beschränkung.
Mo-Drives gibt es aber nicht mehr. Nur noch Datenträger.
Glücklicherweise halten die Laufwerke länger als die heutigen
DVD-Laufwerke. So kann man noch notfalls mit refurbished arbeiten.
DVD-RAM wird gerne mal als Archivierungsmedium empfohlen, aber oftmals
gibt es Probleme mit der Lesbarkeit zwischen Verschiedenen
Laufwerksherstellern. So mucken die Sony Optiarc z.B. gerne rum wenn sie
eine DVD-RAM fressen müssen die mit einem anderen Laufwerk
beschrieben/formatiert wurde. Ist halt nur noch alles billiger
China-Schrott für <20€.
Bastler schrieb:> Formatierung und FAT sollte ebenfalls Standard sein, oder ?
Definitiv: NEIN
Jeder Hersteller hat sein eigenes (unverdauliches) Süppchen gekocht.
Wer kann sich noch an Fifth Generation Software erinnern?
Die haben damals ein Datenformat ersonnen bei dem man dem Backup Medium
physikalischen Schaden zufügen konnte und die Daten trotzdem
restaurieren konnte.
Die Ersten, die Daten mit FEC gesichert haben!
Ein mathematisches Prinzip wirklich gut umgesetzt.
...
Software war 'closed source'.
Firma weg!
Daten weg!
Bastler schrieb:> heute schon: meine Favoriten sind DVD-Ram und M-Disc,
Danke noch mal für die Zustimmung zu M-DISC.
Es ist schon so das die richtige Organisation von grosser Bedeutung ist.
Sehr viele Install Dateien z.B. braucht man nur ein eiziges Mal da es
beim nächsten Mal sowieso eine neue Version gibt. Also nach der
Installation gleich weg damit.
Und Filme? Na ja. Bis auf ein paar Einzelne reicht auch einmal ansehen.
Musik? Wie Homer Simpson schon sagte war die Musikgeschichte in den
80ern
abgeschlossen :-)
Bastler schrieb:> Die Bänder sind ja wohl Standardmaß, sonst würden sie nicht QIC-80> heißen?> Formatierung und FAT sollte ebenfalls Standard sein, oder ?> Was die Hardware betrifft:> Hier zahlte sich damals SCSI aus, es gab diese Treiberprobleme nicht> ...und SCSI-Kontroller bekommst Du heute noch, sogar mit PCI-E.
Damals konnte sich der Normalbürger kein SCSI leisten!
Und die QIC-80 konnte man einfach nicht auf Laufwerken unterschiedlicher
Hersteller laufen lassen. Schon wegen inkompatiblen Kompressionen.
Standard war 120MByte, sie gingen mit Kompression bis 420MByte.
Hab sie gerade noch mal in die Hand genommen. 120MByte kosteten 20DM.
Hab hier noch die TR-1. Die passte auch in die Laufwerke und sollte bis
zu 1GB haben. TRAVAN, Colorado, Iomega und QIC-Wide, das waren noch
Namen!
Ein herrliches Museum hab ich hier.
> Formatierung und FAT sollte ebenfalls Standard sein, oder ?
Eben nicht! FAT gab es da nicht und jeder machte seine eigene
Formatierung.
Du konntest kein IOMEGA-Band in einem COLORADO-LW lesen können.
Michael_ schrieb:> Damals konnte sich der Normalbürger kein SCSI leisten!
Jau! 1100 DM für die doofe Karte und 250 MB wurden auch in Gold
aufgewogen.
Selbst die Kabel lagen, wenn ich mich recht erinnere, für ein externes
um die 60 DM.
16 MB Ram für 1400 DM, nachdem diese Harzfabrik abgebrannt war.
Hab letztens erst den alten SCSI-Controller schweren Herzens weg
geworfen.
Bastler schrieb:> tja, back to the roots - heute muß ja auch jeder Furz gesichert werden> ... das ist der Denkfehler.
Ein gewisser Hang zum digitalen Messitum ist nicht zu leugnen. 90% der
archivierten Filme und Fotos schaut kein Schwein jemals wieder an. Im
Firmenumfeld muß man jedoch wohl oder übel alles sichern und der Trend
zum papierlosen Büro sorgt zusätzlich für gewaltiges Datenaufkommen.
Außerdem verschwendet moderne Software in Größenordnungen Speicherplatz,
da sich kein Programmierer mehr um sparsamen Umgang mit Ressourcen
schert. Der eigentliche Informationsgehalt der Daten ist nicht höher als
früher aber sie belegen 100-1000x so viel Platz.
Neben der Langzeithaltbarkeit von Speichermedien kann auch deren
Kapazität und Geschwindigkeit sie selbst in die Obsoleszenz
katapultieren. Ich habe früher 3.5"-MO-Laufwerke verwendet, die Dinger
gab es als SCSI-, IDE- und zum Schluss auch als USB-Laufwerke.
Allein, die Speicherkapazität von maximal 2.3 GB und die aus heutiger
Sicht schneckenlahme Datenübertragungsrate von deutlich unter 1 MB/sec
macht das ganze recht ... uninteressant.
Die Daten, die mir (neben denen im Rahmen meiner Arbeit entstandenen
Sourcen etc.) am wichtigsten sind, sind Photographien, und die sind im
Laufe der Zeit durch neuere Kameras immer voluminöser geworden. Bei 30
MByte Dateigröße eines einzelnen Bildes (ich hebe natürlich die Rohdaten
auf, nicht das bearbeitete Material, man hat ja auch früher die Negative
und nicht die Abzüge archiviert) ist die zustandegekommene Datenmenge
recht erheblich. Derzeit sind es zwischen 200 und 300 GB, das lässt sich
mit redundant betriebenen Festplatten noch halbwegs handhaben.
Optische Datenspeicher (DVD, BluRay etc.) scheiden wegen unzureichender
Kapazität aus, bleibt im Grunde genommen nur noch ein Bandlaufwerk, und
da LTO in einer der neueren Inkarnationen. Das aber kostet wiederum doch
einiges ... und der WAF ist sehr gering; die Dinger sind laut.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Derzeit sind es zwischen 200 und 300 GB,
Ich hab da neuerdings ein "schwarzes Album, mit nem silbernen Knopf"...
dort bewahre ich "alle diese Bilder im Kopf"
>Die Erfahrung aus der Vergangenheit sieht allerdings anders aus. Bisher
hat es immer etwas "besseres" gegeben. Wie sonst sollte unser
Wirtschaftssystem sonst auch funktionieren.
Aeh ja. wie auch immer. Das Telephon meiner Eltern mit Waehlscheibe
hielt ueber 20 Jahre. Der Hoerer alleine war schon gut gegen Einbrecher.
Ein modernes Telehon haelt ... 4 Jahre ? Dann ist der Akku durch, oder
kabelgebunden ... auch kaputt.
Nur wegen den 10000 neuen Features als von besser zu sprechen ist ..
etwas schnell.
Viktor N. schrieb:> Aeh ja. wie auch immer. Das Telephon meiner Eltern mit Waehlscheibe> hielt ueber 20 Jahre.
Dann war es ein schlechtes Modell, ich habe hier Telefone, die sind 70
Jahre alt und funktionieren noch gut. Und sowas kriegt man auch heute
noch fuer wenig Geld, also nicht Jammern, einfach handeln.
Fuer meine Daten verzichte ich aber auf Lochkarten, auch wenn die extrem
lange haltbar sind. Die kommen auf mein Raid und das folgt der
Entwicklung, sprich: Es wird von Zeit zu Zeit durch ein aktuelles Modell
ersetzt.
Frank K. schrieb:> http://www.ollydbg.de/Paperbak/index.html
Hmm, die Software ist eine Windows GUI Software, immerhin im Quellcode.
Sprich spätestens in 10 Jahren wirst Du das neu schreiben müssen.
QR-Codes wären da sinnvoller, weil für die gibts schon mehrere
unabhängige Dekodierungsprogramme, und ob Du wirklich pro Seite da so
einen Heidenaufwand betreiben willst ist fraglich.
Für Langezeitbackups muss man folgende Dinge beachten:
1. Offene Formate verwenden, idealerweise einfacher Text ohne exotische
Zeichen.
2. Offene Medien die weit verbreitet sind: Drucker und Scanner sind da
schon mal ein guter Ansatz, ein inkompatibles System eines einzelnen
Herstellers ist das nicht.
3. Medien die leicht kopierbar sind.
4. Sehr gute Organisation, so dass man nur wenige Datensätze lesbar
machen muss um die gewünschten Daten zu erhalten.
Deshalb speichern Banken ihre Daten als Text auf Microfiche. Die können
die Daten somit trivial einfach auch noch in 200 Jahren lesen. Da Banken
jetzt nicht so viel Daten haben ist das alles kein Problem. Bilder kann
man einfach als Bilder speichern, Datenbankdaten als Tabelle im Text.
Und wenn man eine optimale Schrift gewählt hat kann man das auch noch in
den Einzugsscanner packen und OCR drüber laufen lassen.
Das geht halt nicht für die Datenmengen die man daheim hat.
Im Prinzip ist doch die Idee mit der haltbaren DVD gar nicht so
schlecht, wenn man sie richtig realisieren würde. Also die alternde
organische Farbschicht durch etwas dauerhaftes ersetzt. Ist mit den
Phasenumwandlung in den RW CD/DVDs schon relativ gut gelöst, sodass man
zum Archivieren besser eine RW nimmt, da sich da kein Farbstoff
zersetzen kann.
Ideal wäre natürlich eine DVD aus Glas, bei der der eigentliche
Datenträger durch sowas wie eine sehr dünne (ein paar µm) Nickelschicht
ersetzt ist und welche man mit einem z.B. gepulsten
Rubinlaser/Farbstofflasers in einem speziellen Brennerlaufwerk
beschreibt.
Wenn man einen Glasrohling nimmt, diesen mit einer Nickelschicht
bedampft/sputtert und anschliessend mit einer weiteren
Schutz-Glasschicht von oben verbackt oder mit Siliziummonoxid bedampft
so sollte theoretisch eine recht haltbarer Datenträger rauskommen.
Da Glas auch Jahrhunderte überdauert und der Nickelschicht
wahrscheinlich die Energie eines normalen Brennerlaufwerks nix ausmacht,
kann man die DVD dann auch nicht versehentlich löschen. Nickel an sich
ist auc schön oxidationsbeständig, dass es solche Sachen wie den
Lochfrass bei den CDs auch nicht gibt.
Allerdings scheitet soetwas wahrscheinlich am Preis, weil es alle Leute
billigst haben wollen
F. Fo schrieb:> Ich hab da neuerdings ein "schwarzes Album, mit nem silbernen Knopf"...> dort bewahre ich "alle diese Bilder im Kopf"
Kann man machen. Es fällt dann allerdings schwer, diese anderen Leuten
zu zeigen.
Timmo H. schrieb:> Und so ähnlich funktioniert das auch bei der M-Disk.>> Einige Leute im Netz haben schon ein paar Dauertest gemacht, z.B. DVD /> M-Disk über 2 Jahre in der Sonne liegen lassen etc. Zumindest das hat> der M-Disk nichts ausgemacht.hp-freund schrieb:> Es geht um die neue M-DISC.
Dann ist sie aber nicht mehr neu, sondern mindestens über 2 Jahre alt :)
Fried Chips with Beer schrieb:> Ideal wäre natürlich eine DVD aus Glas, bei der der eigentliche> Datenträger durch sowas wie eine sehr dünne (ein paar µm) Nickelschicht> ersetzt ist und welche man mit einem z.B. gepulsten> Rubinlaser/Farbstofflasers in einem speziellen Brennerlaufwerk> beschreibt.
Das gibts doch schon...
http://www.syylex.com/dienstleistung.html
(keine Werbung, nur ein Hinweis)
Nachteil: Gibts nicht für daheim
Nunja, das Prinzip der m-disk ist ja das gleiche. Physikalische
Gravierung statt Änderung transienter Eigenschaften (Farbe, Magnetismus,
Spannung). Nur sind 5 GB eben viel zu klein!
Fried Chips with Beer schrieb:> Ideal wäre natürlich eine DVD aus Glas
Die Kirchenfenster gotischer Kathedralen sind auch oft nicht mehr das
was sie mal waren, und dabei sind sie erst ein wenig mehr als ein halbes
Jahrtausend alt.
Stell dir vor, Karl der Grosse hätte seine Krönung auf DVD aufnehmen
lassen, glaubst du die würde noch existieren und man könnte sie noch
anschauen, nach allem, was in Europa seither passiert ist?
Aber richtig ist, dass alles Chancen hat, was man auch mit Instrumenten
wie einem Mikroskop analysieren könnte.
Gruss Reinhard
Rufus Τ. Firefly schrieb:> F. Fo schrieb:>> Ich hab da neuerdings ein "schwarzes Album, mit nem silbernen Knopf"...>> dort bewahre ich "alle diese Bilder im Kopf">> Kann man machen. Es fällt dann allerdings schwer, diese anderen Leuten> zu zeigen.
Was ich damit andeuten wollte, man hat so viele Daten, Bilder und wie
oben erwähnt, werden viele (wie bei den unendlich vielen Filmen, die man
auf VHS hatte) eigentlich nie wieder angesehen.
Auch alte Briefe an irgendwelche Vorgesetzten, von Firmen die vielleicht
schon nicht mehr bestehen.
Bilder, Filme, viele habe ich weggeworfen, weil ich sie nicht mehr
schauen will. Das war eine Zeit wo wir als Familie zusammen waren. Ich
schaue mir doch nicht Bilder oder Filme mit der Ex drauf an.
Viele 'Daten' werden auch irgendwann einfach überflüssig.
Die Bilder anderen zeigen ... es gab früher Hörspiele. Waren die nicht
viel spannender als so mancher Film heute.
Will sagen, man kann sie doch auch "bildhaft" schildern.
"... und dann war das so ein toller und besonders stark leuchtender
Regenbogen mit einem ... mittendrin und ..."
Das hat sogar den Vorteil, dass derjenige der das hört, sogar seine
eigene positive Vorstellung davon hat.
Sicher, es gibt Daten, auch im privaten Bereich, die man sichern muss.
Das sind aber meistens Dokumente und die kommen immer noch auf Papier
und in den Ordner.
Aber ansonsten finde ich die Idee mit der Festplatte (mach ich mit einer
externen Festplatte) für die Datensicherung in Ordnung. Irgendwann auf
die nachfolgende Technik kopieren und für den Rest des Lebens sollte das
reichen.
Die Profis, die erhaltungswürdige Daten sichern müssen, die werden da
schon immer das richtige und zeitgemäße Mittel anwenden.
Im übrigen, ich hatte mal die CD "Turn back the clock", die nach 20
Jahren nicht mehr lesbar war, weil die Silberschicht Löcher hatte. Sie
hatte ich ewig nicht ausgepackt und war immer in der Hülle.
Damals erzählte man auch, dass die Daten auf der CD sicher sein sollten.
F. Fo schrieb:> Damals erzählte man auch, dass die Daten auf der CD sicher sein sollten.
Eine gebrannte und nochmals geprüfte CD hat bei mir nicht mal den
Transport an einem 35 Grad warmen Sommertag überlebt. So gesehen war
Deine schon fast ein Beispiel für das "ewige Leben" einer CD.
oszi40 schrieb:> F. Fo schrieb:>> Damals erzählte man auch, dass die Daten auf der CD sicher sein sollten.>> Eine gebrannte und nochmals geprüfte CD hat bei mir nicht mal den> Transport an einem 35 Grad warmen Sommertag überlebt. So gesehen war> Deine schon fast ein Beispiel für das "ewige Leben" einer CD.
Also ich habe hier noch eine gebrannte CD von 1997, der Rohling (BASF
CD-R Master 74) wird trotz einiger Kratzer noch gelesen wie am ersten
Tag (max 48x laut Nero Drive-Speed). Der Rohling hat mich 25 Mark
gekostet und der Brenner (2x) glaub ich so um die 800 Mark.
Auch die Reflexionsschicht sieht noch aus wie am ersten Tag. Die CD war
immer in der Hülle und ganz normal im Regal. Die Qualität der Rohlinge
hat jedoch mit dem Runtergehen der Preise auch erheblich nachgelassen.
Ich habe hier einige CDs die ich 2008 gebrannt habe, die ich nun nicht
mehr lesen kann.
So um die 2000 herum hatte ich mir mal Conrad-Rohlinge gekauft, bei
denen bereits nach 1-2 Jahren die Reflexionsschicht vom Rand angefangen
oxidiert ist.
DVDs hatten immerhin den Vorteil, dass die Reflexions- und Datenschicht
in der Mitte lag, so dass sie um umgedrehten hinlegen nicht verkratzen
konnte. Aber auch hier hat die Qualität seit der ersten DVD-Rohlinge
erheblich nachgelassen. Manchmal reicht es schon dass ein DVD-Rohling
nur auf die Kante fallen muss und schon kann man die beiden
Kunststoffhälften auseinandernehmen. Das habe ich mir der M-Disk nicht
geschafft. Wird ja auch so im Werbevideo gezeigt (und das stimmt
schonmal): http://www.youtube.com/watch?v=-QODg2U0JR0
Wenn ca. 40 % der erworbenen M-Disc Rohlinge Herstellungsfehler wie in
Bild 1 aufweisen, welche sich so wie in Bild 2 auswirken und das ganze
noch wie in einem vollkommenen unrealistischen Vergleich dargestellt
wird wie in Bild 3, vertraue ich meine Daten diesen Rohlingen nicht an
und bleibe bei meiner Rohling/ Brenner Kombination.
Bild 4 eine CD von 2000 und Bild 5 eine DVD von 2004. Bild 6 zum
Vergleich eine Kauf-DVD.
(Ich hoffe, die Reihenfolge stimmt.)
Marketing Geblubber schrieb:> Wenn ich "bis zu" lesen muß,> ist jedes Thema für mich abgehakt
Was anderes ist schlichtweg nicht möglich, irgendwer, der das Ding durch
Fehlbedienung kaputtkriegt oder schlicht keine Ahnung von Fehlerlehre
hat und nicht weiß, dass vorzeitige Ausfälle immer möglich sind und
Redundanz deshalb oberstes Gebot ist, wird sich immer finden und dann
den Hersteller verklagen. Und sei es nur, weil das Produkt nur neun von
versprochenen zehn Jahren gehalten hat.
Timmo H. schrieb:> Also ich habe hier noch eine gebrannte CD von 1997, der Rohling (BASF> CD-R Master 74) wird trotz einiger Kratzer noch gelesen wie am ersten> Tag (max 48x laut Nero Drive-Speed). Der Rohling hat mich 25 Mark> gekostet und der Brenner (2x) glaub ich so um die 800 Mark.
Bei mir war das zu der Zeit ein TRAXDATA 2260Pro SCSI mit einem
ähnlichen Preis.
Man muß sich heute das Opfer von 400EUR mal vorstellen!
Damals war die Beschichtung der Rohlinge noch in Entwicklung.
Goldbeschichtung war damals schon wesentlich stabiler.
Aber der Preis mußte eben runter.
Ein paar alte Laufwerke hab ich noch in Reserve, vor allem Plextor und
Sony, womit sich im Problemfall eine alte CD doch noch lesen läßt.
Übrigens, wie dauerhaft sind DVD-RAM?
Michael_ schrieb:> Übrigens, wie dauerhaft sind DVD-RAM?
Maxell und Panasonic null Ausfälle bis jetzt. Bei Verbatim haben viele
Brenner mit dem beschreiben und lesen große Probleme (ohne daß das
Medium einen Defekt aufweist). Man sollte auch 3fach Medien nehmen,
welche sich von Haus aus bedeutend häufiger beschreiben lassen als die
5fach.