Nebenjob versteuern?

Gast #3139047
Lesenswert?

Hallo Leute,

ich habe mal ne kurze Frage für die erfahrenen "Arbeiter" unter uns.
Ich bin im Moment in einer Festanstellung in plane auch nicht diese zu 
verlassen.
Allerdrings denke ich darüber nach einen Nebenjob anzunehmen.
Jetzt ist meine Frage/sind meine Fragen:

1) Wenn ich einen 400 Euro Job (oder ich glaube es sind mittlerweile 
450) mache, muss ich das Geld nie versteuern? Brutto=Netto?
Egal wieviel ich in meinem richtigen Job verdiene?

2) Wenn ich mehr als diese 450 Euro verdiene wie muss ich die 
versteuern? Ab wann lohnt sich sowas. ich bin unverheiratet.

Gruß

Jürgen
Gast #3139432
Lesenswert?

ein Hauptarbeitgeber muss den Nebenjob genehmigen. Zumindest wenn das im 
Arbeitsvertag steht. Dann ist der 450 Euro Job steuerfrei. Das kann sich 
sogar für einen Ing lohnen sowas zu machen. Teilweise ist das besser als 
Überstunden schieben, diese werden ja meist mit dem Spitzensteuersatz 
besteuert, während der Nebenjob steuerfrei ist, so dass man sogar bei 
vermeintlich geringerem Nebenjob- Stundenlohn sogar mehr netto halt als 
für eine Überstunde.

Wenn Daimler in der Produktion auch Akademiker nehmen würde, würd ich 
das nebenbei machen. Als Ungelernter per Daimler Zeitarbeit gibts 17 
Euro Grundlohn + Zulagen, als 450 Euro Jobber alles Steuerfrei.
Gast #3139614
Lesenswert?

>Tante vom Finanzamt fragen, die kann das genau sagen.
Das würde ich nicht machen.

Du siehst anhand der Aussagen von A bis Z, dass Du hier nicht 
weiterkommst. Ingenieure und Techniker neigen dazu, sich selbst zu 
überschätzen. Ich rate: frage einen Steuerberater deines Vertrauens. 
Meißt ist das Erstgespräch frei oder kostet fast nichts im Vergleich zu 
einem unwissentlichen Schritt in deutlich größeren finanziellen Verlust. 
Ich habe sehr gute Erfahrung mit der Taktik gemacht.
Rosa
#3140852
Lesenswert?

Rosa-Kleidchen schrieb:

> überschätzen. Ich rate: frage einen Steuerberater deines Vertrauens.

Da kenn ich keinen. Die rangieren bei mir gleich nach den Architekten. 
Ich war bei mehreren dort, die wollten schon mal als Standby für nen 
Freiberufler 100 Euro im Monat haben plus 10 Euro pro Beleg. Nein Danke.
Zumal die Steuererklärung dann noch mal mit mindestens 1000 Euro Honorar 
angesagt geweesen wäre.

Und nen richtig guten Tipp über Dinge, die ich bisher NICHT in meiner 
Steuererklärung aufgeführt hatte und deswegen zu viel Steuer gezahlt 
hätte.... solche habe ich noch nicht kennengelernt.

Im Gegenteil: Meinem Schwager schwätze der Steuerberater Investitionen 
in Windräder auf, mit Nachschusspflicht - so ein Mist! Ein anderer 
bastelte eine geniale Alterskonstruktion, die nur einen Haken hatte: 
Falls man arbeitslos oder krank wird, bricht die Renditeprognose völlig 
zusammen.

> Meißt ist das Erstgespräch frei oder kostet fast nichts im Vergleich zu
> einem unwissentlichen Schritt in deutlich größeren finanziellen Verlust.
> Ich habe sehr gute Erfahrung mit der Taktik gemacht.
> Rosa

Dann kennst du entweder die wirklich guten Steuerberater oder  du hast 
dich selber nicht so sehr mit dem Steuerrecht beschäftigt.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren