Forum: Offtopic Saatguttester


von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Mal so ganz dumm gefragt,
Wäre es möglich Saatgut mobil auf Sortenreinheit zu testen?
Optisch wäre eine möglich keit aber sicher nicht ausreichend.

Der Hintergrund ist schnell erklärt. Demnächst soll der Handel und die 
Weitergabe von Saatgut neu reguliert werden (siehe 
EU-Saatgutverordnung). Da wäre es doch nützlich Stichproben ohne 
Aufwendige Labortechnik  bewerten zu können und Abweichungen von der 
notwendig werdenden Zertifiezurung erkennen zu können.

Ein entsprechendes Gerätli sollte nützlich sein möglichst sollte es eine 
Sorte einlernen können und und Vergleichsproben testen Z.B. um 
unerwüschte Saat identifizieren und aussotieren zu können.


Namaste

von Bernd S. (bernds1)


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Du willst jetzt aber nicht diese Verbrecher noch mit Meßverfahren 
unterstützen, oder? Wenn ich dich falsch verstanden habe, dann sorry.
Man sollte denen lieber das Handwerk legen, wie es schon einzelne 
Landwirte geschafft haben. Sie wurden von Mons*** & co verklagt und 
haben einen jahrelangen Rechtsstreit durchgestanden und dann gewonnen. 
Aber nur, weil sie durchhalten konnten. Die meisten anderen waren nach 
der Klage einfach pleite. Solche "Verordnungen" im Auftrag von Konzernen 
müssen verhindert werden.
Das mußte einfach mal gesagt werden.
Wie gesagt, ich hoffe, daß ich dich falsch verstanden habe ;-)

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Hallo Bernd

Das Gerät soll ja den Guten helfen sich gegen Vorwürfe der Konzerne zu 
wehren. In dem, dass das eigene Saatgut überwacht und von unerwünschten 
patentierten Saat gut befreit wird, falls es zu Fremdbestäubungen kommt. 
So könnte Guter Bauer sogar den Verunreiniger seines genetisch 
naturbelassenen Saatgutes haftbar machen.

Keine Waffe die sich nicht früher oderspäter gegen ihren Verursacher 
richtet. Die geplante Verordnung ähnelt allerdings eher der beliebten 
RoHS
irgend wie sind die Großen dabei sukzessive durch Eingriff in die 
Gesetzgebungen den Markt von unliebsamen Mitessern(Unkraut, Ungeziefer?) 
zu säubern.

Ob du mich misverstanden hast könntest du erfahren wenn mann hier offen 
diskutieren dürfte. Aber weil das kompliziert ist möchte ich mich auf
die Technischen Fragen beschränken, denke sich jeder seinen Teil.

Namaste

von Mathias K. (mathk)


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Es geht um Wein und die "Sortenreinheit" und nicht um Genetik ;-).

> Du willst jetzt aber nicht diese Verbrecher noch mit Meßverfahren
> unterstützen, oder?

Warum Verbrecher? Wir wissen doch alle das die Menschheit schneller 
wächst als das es die Evolution schaffen würde für uns Nahrung in den 
Massen bereit zu stellen. Es ist natürlich dir überlassen ob du die 
"alten" Sorten selbst anbaust. Ich würde mich aber nicht auf dich 
verlassen wollen, da du hier deine Zeit im Netz verbrennst.


---

von Bernd S. (bernds1)


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Hallo Winfried (oder Namaste),

na dann bin ich beruhigt. Ich hatte das aus deinem ersten Post nicht 
richtig rausgehört und vermutet, daß da jemand auf den Zug aufspringen 
will, um Kohle mit einer "Marktlücke" zu machen.

Aber um mal zur eigentlichen Frage zu kommen. Das halte ich für 
schwierig. Dazu müßte man erstmal die genauen Unterschiede zwischen den 
Sorten kennen. Wenn es offensichtliche Unterschiede gibt. Die 
genetischen Unterschiede wird man mit unseren bescheidenen Mitteln nicht 
rausfinden können. Und erst recht nicht automatisch und schnell. Optisch 
oder vom Gewicht oder Abmessungen sähe das schon anders aus. Also im 
Moment hätte ich hier keine Lösung...

Gruß Bernd

von Bernd S. (bernds1)


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Mathias K. schrieb:
> Es geht um Wein und die "Sortenreinheit" und nicht um Genetik ;-).
>
>> Du willst jetzt aber nicht diese Verbrecher noch mit Meßverfahren
>> unterstützen, oder?
>
> Warum Verbrecher? Wir wissen doch alle das die Menschheit schneller
> wächst als das es die Evolution schaffen würde für uns Nahrung in den
> Massen bereit zu stellen. Es ist natürlich dir überlassen ob du die
> "alten" Sorten selbst anbaust. Ich würde mich aber nicht auf dich
> verlassen wollen, da du hier deine Zeit im Netz verbrennst.
>
>
> ---

Sorry, aber du glaubst auch noch an den Klapperstorch, oder? ;-)
Ich will dir ja keine Naivität vorwerfen, aber so lange noch weltweit 
über 60% aller produzierten Lebensmittel weggeworfen werden, nur um den 
Preis hochzuhalten und so lange mit Lebensmittel-Spekulationen 
Milliarden "verdient" werden, während viele Menschen an Hunger sterben, 
brauchst du mir nicht erzählen, daß die Genetik dem Wohle der Menschheit 
dient und nicht dem Gewinn der Konzerne. Und wenn Landwirte von großen 
Konzernen verklagt werden, weil ihre Felder mit den benachbarten 
Gen-Saaten kontaminiert wurden, hat das auch nichts mit Menschlichkeit 
zu tun. Das veränderte Saatgut gibt selbst keine neue Saat mehr, so daß 
jedes Jahr neues Saatgut von den Konzernen gekauft werden muß, natürlich 
auch wieder "patentiertes". Und wenn jemand sein eigenes Saatgut 
vermehrt, wird er verklagt, bis er pleite ist. Und das alles nur zum 
Wohle der Menschen. Glaubst du das wirklich?

von Mathias K. (mathk)


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Bernd S. schrieb:
> Ich will dir ja keine Naivität vorwerfen, aber so lange noch weltweit
> über 60% aller produzierten Lebensmittel weggeworfen werden, nur um den
> Preis hochzuhalten und so lange mit Lebensmittel-Spekulationen
> Milliarden "verdient" werden, während viele Menschen an Hunger sterben,
> brauchst du mir nicht erzählen, daß die Genetik dem Wohle der Menschheit
> dient und nicht dem Gewinn der Konzerne.

Die Preise sind durch die Genetik in den Keller gesunken und ein 
Recycling "lohnt" sich nicht immer.

> Und wenn Landwirte von großen
> Konzernen verklagt werden, weil ihre Felder mit den benachbarten
> Gen-Saaten kontaminiert wurden, hat das auch nichts mit Menschlichkeit
> zu tun.
> Das veränderte Saatgut gibt selbst keine neue Saat mehr, so daß
> jedes Jahr neues Saatgut von den Konzernen gekauft werden muß, natürlich
> auch wieder "patentiertes". Und wenn jemand sein eigenes Saatgut
> vermehrt, wird er verklagt, bis er pleite ist. Und das alles nur zum
> Wohle der Menschen. Glaubst du das wirklich?

Du willst mir doch nicht erzählen das ein Bauer nichts vom 
"Heterosis-Effekt" (F1-Hybriden etc.) weiß. Wie du schon sagtest, die 
Konzerne sind durch die Geldgier der Bauern stark geworden und nun sind 
sie halt abhängig von ihnen. Ist halt der Lauf der Dinge.

---

von Vn N. (wefwef_s)


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Mathias K. schrieb:
> Warum Verbrecher? Wir wissen doch alle das die Menschheit schneller
> wächst als das es die Evolution schaffen würde für uns Nahrung in den
> Massen bereit zu stellen.

Und Lizensierung und Patentierung von Saatgut schafft da Abhilfe. Klar.

Bernd S. schrieb:
> nur um den
> Preis hochzuhalten

Aber nun wirklich nicht. Getreide, Fleisch und Co. sind heute bei uns 
billig wie nie 
(http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157125/umfrage/durchschnittliche-arbeitszeit-fuer-lebensmittel-in-westdeutschland/). 
Was natürlich dazu führt, dass Bauern tendenziell weniger einnehmen, 
während weiterverarbeitete Lebensmittel inflationsbereitnigt mindestens 
gleich viel kosten (bei oft minderer Qualität).
Das Problem sind nicht etwa zu hohe Preise im allgemeinen, sondern dass 
die Preise bei uns gleich hoch sind wie in der 3. Welt, bei 
unterschiedlichem Wohlstand.

Mathias K. schrieb:
> Wie du schon sagtest, die
> Konzerne sind durch die Geldgier der Bauern stark geworden

Und du glaubst auch noch daran.

Mathias K. schrieb:
> Die Preise sind durch die Genetik in den Keller gesunken

Die Preise sind im Keller, weil die Konzerne am längeren Hebel sitzen 
und einfach drohen können, Lebensmittel aus einem Schwellenstaat deiner 
Wahl billig zu importieren, wenn der Bauer nicht folgt und billig 
verkauft. Intensivstlandwirtschaft und Bauernsterben sind viel eher 
Folgen. Die Politik hat lange zugesehen, heute darf sie als Folge die 
heimische Landwirtschaft durch Sbventionen am Leben erhalten. Was 
wiederrum die Konzerne freut, da sie nun erst recht nicht mehr genug zum 
überleben zahlen müssen, sondern der Staat das übernimmt.

von Bernd S. (bernds1)


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Danke! Es gibt noch Menschen mit offenen Augen :-)

von Timm T. (Gast)


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vn nn schrieb:
> Die Politik hat lange zugesehen

Nee, die Politik hat leider nicht zugesehen, sondern im Gegenteil durch 
großzügige Subventionen diese Situation noch verschlimmert.

Für den Test müsste man das Saatgut genetisch analysieren. Eine einfache 
Mustererkennung nach Farbe, Form und Größe dürfte nur bei wenigen 
auffälligen Abweichungen funktionieren.

Man könnte natürlich schauen, ob es einen Marker gibt, den man gezielt 
mit in genetisch verändertem Saatgut vorhandenen DNA-Abschnitten 
ansprechen kann.

Es gab vor Jahren mal Versuche, ein Protein? an einen Transistor zu 
binden, so dass beim Vorhandensein eines bestimmten Stoffes der Sensor 
ein elektrisches Signal abgibt. Ich hab das aber nicht weiter 
verfolgt...

von Uhu U. (uhu)


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Mathias K. schrieb:
> Wie du schon sagtest, die
> Konzerne sind durch die Geldgier der Bauern stark geworden und nun sind
> sie halt abhängig von ihnen.

Wie immer: die Betrogenen sind schuld. Und die Wadenbeißer (Zähne statt 
Hirn) bringen nichts anderes zuweg, als den Verbalmüll der Betrüger auch 
noch kostenlos weiter zu verbreiten...

von Uhu U. (uhu)


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Winfried J. schrieb:
> Wäre es möglich Saatgut mobil auf Sortenreinheit zu testen?
> Optisch wäre eine möglich keit aber sicher nicht ausreichend.

Möglichkeit? Eher nicht. Die patentierten Sorten werden mit Hilfe von 
Markergenen erkannt und das geht nur mit genetischen Methoden.

Früher enthielten die gentechnisch veränderten Sorten irgend ein 
Antibiotika-Resistenzgen. Das wurde eingebaut, damit dijenigen Pflanzen, 
die das Gen nicht haben, selektiv mit dem entsprechenden Antibiotikum 
abgetötet werden können. Eventuell könnte man sich diesen Mechanismus zu 
Nutze machen - so er denn noch benutzt wird. Man müßte dazu eine 
Stichprobe auskeimen lassen und sie dann mit dem entsprechenden Mittel 
behandeln. Alles, was eingeht, war "sauber".

von Mathias K. (mathk)


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vn nn schrieb:
> Mathias K. schrieb:
>> Warum Verbrecher? Wir wissen doch alle das die Menschheit schneller
>> wächst als das es die Evolution schaffen würde für uns Nahrung in den
>> Massen bereit zu stellen.
>
> Und Lizenzierung und Patentierung von Saatgut schafft da Abhilfe. Klar.

Ja, die Konzerne verdienen an ihrer Arbeit. Würdest du genmanipuliertes 
Saatgut kostenfrei zur Verfügung stellen? Es werden Lizenzen vergeben 
und die Bauern zahlen dafür, damit die Ernte ordentlich Kohle in die 
Kasse spült.

>
> Bernd S. schrieb:
>> nur um den
>> Preis hochzuhalten
>
> Aber nun wirklich nicht. Getreide, Fleisch und Co. sind heute bei uns
> billig wie nie
> 
(http://de.statista.com/statistik/daten/studie/157125/umfrage/durchschnittliche-arbeitszeit-fuer-lebensmittel-in-westdeutschland/).
> Was natürlich dazu führt, dass Bauern tendenziell weniger einnehmen,
> während weiterverarbeitete Lebensmittel inflationsbereitnigt mindestens
> gleich viel kosten (bei oft minderer Qualität).
> Das Problem sind nicht etwa zu hohe Preise im allgemeinen, sondern dass
> die Preise bei uns gleich hoch sind wie in der 3. Welt, bei
> unterschiedlichem Wohlstand.
>
> Mathias K. schrieb:
>> Wie du schon sagtest, die
>> Konzerne sind durch die Geldgier der Bauern stark geworden
>
> Und du glaubst auch noch daran.

Du scheinst als erster das Henne/Ei-Problem gelöst zu haben, herzlichen 
Glückwunsch!

>
> Mathias K. schrieb:
>> Die Preise sind durch die Genetik in den Keller gesunken
>
> Die Preise sind im Keller, weil die Konzerne am längeren Hebel sitzen
> und einfach drohen können, Lebensmittel aus einem Schwellenstaat deiner
> Wahl billig zu importieren, wenn der Bauer nicht folgt und billig
> verkauft. Intensivstlandwirtschaft und Bauernsterben sind viel eher
> Folgen. Die Politik hat lange zugesehen, heute darf sie als Folge die
> heimische Landwirtschaft durch Sbventionen am Leben erhalten. Was
> wiederrum die Konzerne freut, da sie nun erst recht nicht mehr genug zum
> überleben zahlen müssen, sondern der Staat das übernimmt.

Du hast die Regulierung der EU vergessen.

Wir leben z.Z. in einer Überschussgesellschaft, da haben Leute wie du, 
in aller Form der Höflichkeit, nicht wirklich viel zu sagen. Und durch 
den Bevölkerungswachstum sehe ich ehrlich gesagt schwarz für euch(uns), 
was die Lebensmittel angeht.

> > Wie du schon sagtest, die
> > Konzerne sind durch die Geldgier der Bauern stark geworden und nun sind
> > sie halt abhängig von ihnen.

> Wie immer: die Betrogenen sind schuld. Und die Wadenbeißer (Zähne statt
> Hirn) bringen nichts anderes zuweg, als den Verbalmüll der Betrüger auch
> noch kostenlos weiter zu verbreiten...

Und das Geld das die Konzerne und die Bauern verdienen wächst auf 
Bäumen. Ja, so ist es recht so ist es gut .....

---

von Bernd S. (bernds1)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Wie immer: die Betrogenen sind schuld. Und die Wadenbeißer (Zähne statt
> Hirn) bringen nichts anderes zuweg, als den Verbalmüll der Betrüger auch
> noch kostenlos weiter zu verbreiten...

Vornehm nennt man das "Opportunismus" :-)

Andere Worte sage ich jetzt hier nicht...

Irgendwann merken auch die, daß sie für ihre Hörigkeit noch selbst über 
die Klinge springen. Aber die dürfen sie sich wegen ihrer Verdienste 
selbst auswählen...

von Vn N. (wefwef_s)


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Timm Thaler schrieb:
> Nee, die Politik hat leider nicht zugesehen, sondern im Gegenteil durch
> großzügige Subventionen diese Situation noch verschlimmert.

Darauf ging ich danach ja auch noch ein. Man hat halt versucht, mit 
Subventionen dem Preisverfall entgegenzuwirken, erreicht hat man das 
Gegenteil. Wie weit Lebensmittelkonzerne da ihre Finger im Spiel hatten, 
ist fraglich, dass sie Interesse daran hatten, wiederrum nicht.

Uhu Uhuhu schrieb:
> Wie immer: die Betrogenen sind schuld. Und die Wadenbeißer (Zähne statt
> Hirn) bringen nichts anderes zuweg, als den Verbalmüll der Betrüger auch
> noch kostenlos weiter zu verbreiten...

Dass ich den Tag noch erleben durfte, an dem ich mit dir einer Meinung 
bin...

Timm Thaler schrieb:
> Für den Test müsste man das Saatgut genetisch analysieren. Eine einfache
> Mustererkennung nach Farbe, Form und Größe dürfte nur bei wenigen
> auffälligen Abweichungen funktionieren.

Ja. Dazu kommt noch, dass es wohl einfacher sein sollte, aus einer 
einzelnen gekauften Sorte (sei sie genmanipuliert oder nicht) fremdes 
Getreide zu entfernen. Wenn du als Saatgut einen Teil der vorigen Ernte 
nimmst, wird durch Fremdbestäubung das Saatgut bald nicht mehr annähernd 
sortenrein sein. Du hast also nicht mehr eine bestimmte Sorte mit 
gerimgem Anteil von fremden Getreide, sondern eine Mischung mehrere 
Sorten, die trotzdem nicht als Fremdgetreide ausgeschieden werden 
sollen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Soweit ich mitbekommen habe produziert Monsantos BT Mais ja BT-Toxine
Ließen sich diese oberhalb eines normalen Schwellwertes nachweisen .....
Aber zum sortieren ist das natürlich aufwendig außerdem ist fraglich ob 
die Saat das auch schon beinhaltet/freisetzt. Cool wäre Korn für Korn 
zerstörungsfrei zu testen und wie beim Glassortieren auszublasen.
denn genaugenommen ist jedes Korn einzeln ein genetisches Unikat da 
theoretisch jedes anders berfuchtet werden kann.

von Mathias K. (mathk)


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Winfried J. schrieb:
> Soweit ich mitbekommen habe produziert Monsantos BT Mais ja BT-Toxine
> Ließen sich diese oberhalb eines normalen Schwellwertes nachweisen .....
> Aber zum sortieren ist das natürlich aufwendig außerdem ist fraglich ob
> die Saat das auch schon beinhaltet/freisetzt. Cool wäre Korn für Korn
> zerstörungsfrei zu testen und wie beim Glassortieren auszublasen.
> denn genaugenommen ist jedes Korn einzeln ein genetisches Unikat da
> theoretisch jedes anders berfuchtet werden kann.

Pflanze wachsen lassen, 1 Korn testen und 99 Körner "Sortenrein" 
gewinnen.

http://www.mpg.de/4668150/pflanzensamen_ergbutschutz


---

von Bernd S. (bernds1)


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Mathias K. schrieb:
>
> Pflanze wachsen lassen, 1 Korn testen und 99 Körner "Sortenrein"
> gewinnen.

Pflanze wachsen lassen, feststellen, daß die Körner nicht mehr keimen. 
Alles wegschmeißen und auf die Klage von Monsanto warten, weil man 
selbst versucht hat, Saatgut zu vermehren.

Keine Fiktion, sondern schon tausendfach genauso passiert.

von Mathias K. (mathk)


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Bernd S. schrieb:
> Mathias K. schrieb:
>>
>> Pflanze wachsen lassen, 1 Korn testen und 99 Körner "Sortenrein"
>> gewinnen.
>
> Pflanze wachsen lassen, feststellen, daß die Körner nicht mehr keimen.
> Alles wegschmeißen und auf die Klage von Monsanto warten, weil man
> selbst versucht hat, Saatgut zu vermehren.
>
> Keine Fiktion, sondern schon tausendfach genauso passiert.

Immer noch billiger als ein Genlabor.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Mathias K. schrieb:
> Pflanze wachsen lassen, 1 Korn testen und 99 Körner "Sortenrein"
> gewinnen.

Das wir nicht gehen da verschiedene Pollen den gleichen Fruchtstand 
befruchten und somit jeder Samen ein genetisches Unikat ist.

Spätestens an der gekeimten Pflanze lassen sich Nachweise führen, die 
Frage ist ob ich das Zeug verbannen kann bevor es keimt. und möglichst 
auch für verschieden Saaten sollt es funktionieren, nach dem 
Aschenputtelprinzip.

Die guten ins Töpfchen, die Schlechten in die 
Beweismittelsicherung/Feuer.

Namaste

von Uhu U. (uhu)


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vn nn schrieb:
> Dass ich den Tag noch erleben durfte, an dem ich mit dir einer Meinung
> bin...

Du wiederholst dich.

von Karl H. (kbuchegg)


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> Ja, die Konzerne verdienen an ihrer Arbeit. Würdest du
> genmanipuliertes Saatgut kostenfrei zur Verfügung stellen?
> Es werden Lizenzen vergeben und die Bauern zahlen dafür, damit
> die Ernte ordentlich Kohle in die Kasse spült.

Dagegen hab ich auch nichts.
Aber das was Monsanto da rundherum aufführt - dagegen hab ich was. Mach 
dich mal schlau, was deren Rechtsanwälte den ganzen Tag treiben und aus 
welchen Gründen die Klage erheben.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Hier.
sehe ich eher Handlungsbedarf für die Politik als bei der Flatterrate 
deren Bremse wird eh per Randomgenerator aktiviert und du kannst kaum 
reklamieren.

dafür aber gut mitzählen.

Namaste

von Mathias K. (mathk)


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Karl Heinz Buchegger schrieb:
> Aber das was Monsanto da rundherum aufführt - dagegen hab ich was. Mach
> dich mal schlau, was deren Rechtsanwälte den ganzen Tag treiben und aus
> welchen Gründen die Klage erheben.

http://www.schule-und-gentechnik.de/lehrer/fallbeispiele.html

Wobei wir wieder beim TO sind ;-).

von Purzel H. (hacky)


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Der Traum von der hungerlosen Welt wird immer einer bleiben. Zumindest 
als Marketing Gag macht er sich gut. Denn es wird immer Leute geben die 
leben unter dem Regime der Natur. Dh wenn es gut geht haben sie mehr 
Kinder. Man kann jede Verbesserung der Nahrungssituation durch mehr 
Kinder auffangen. Wenn man allen diesen Kinderchen helfen will benoetigt 
man unlimitiertes exponentielles Wachstum. So dann. Dann sterben die 
eben.

So ein Kinderhilfswerk ist schon eine gute Sache, fuer die, die es 
fuehren. Jöö die armen Kinderchen ... reicht mal die Kohle rueber. Dann 
beziehe ich einen stolzen Lohn, fuer das Risiko ... verbrate 97% der 
Spenden fuer Representation, Werbung, einen aufwendigen Lebensstil. Und 
wenn dann noch etwa uebrigbleibt flieg ich nach Afrika, prasse im 5 
Sterne Hotel, gehe ein Projekt besichtigen, filmisch festgehalten 
natuerlich. Tja. Leider ist das Geld dann schon alle und ich muss 
zurueck.

Der Hammer mit dem genetisch manipulierten Saatgut kommt erst. Der 
Nachbarsbauer hat Einflug der Gene in seinen Bioacker. Dann kommt der 
Boese, stellt fest : aha Lizenzen nicht bezahlt. Und der Biobauer ist 
mit Prozessieren pleite.
Deswegen gibt es genau eine Massnahme. Unverzuegliches Abbrennen der 
Genfelder. Bevor sich das Gen verbreiten konnte.

Da gibt es tatsaechlich Leute, die denken Jahrmilionen dauerne 
Optimierungsprozess verbessern zu koennen. Wenn sich das manipulierte 
Saatgut ein paar Jahre gehalten hat ist die Verbesserung wirkungslos, 
aber die genetische Vielfalt hat dramatisch abgenommen.

von Vn N. (wefwef_s)


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Mathias K. schrieb:
> Ja, die Konzerne verdienen an ihrer Arbeit. Würdest du genmanipuliertes
> Saatgut kostenfrei zur Verfügung stellen? Es werden Lizenzen vergeben
> und die Bauern zahlen dafür, damit die Ernte ordentlich Kohle in die
> Kasse spült.

Eigenartig, die Konzerne konnten auch ganz gut leben, bevor sie auf die 
glorreiche Idee kamen, Pflanzen zu patentieren und zu Lizenzieren. 
Schön, dass du offensichtlich nicht erfassen kannst, wie weitreichend 
die Problematik ist.
Der durchschnittliche Bauer ist nebenbei der letzte, für den dieses 
Geschäftsmodell Vorteile hat.

Mathias K. schrieb:
> http://www.schule-und-gentechnik.de/lehrer/fallbei...

Und trotzdem hälst du dieses Geschäftsmodell für legitim.

von Michael H. (michael-h)


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Ist euch eigentlich klar, dass eure Beschreibungen nicht auf die EU, 
insbesondere nicht auf Deutschland zutreffen?
Hier wird problemlos Getreide nachgebaut. Hybride kann man natürlich 
prinzipbedingt nicht nachbauen. Sie sind im Endeffekt aber häufig 
gewinnbringender als normales Saatgut.

von Uhu U. (uhu)


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Siebzehn und Fuenfzehn schrieb:
> Da gibt es tatsaechlich Leute, die denken Jahrmilionen dauerne
> Optimierungsprozess verbessern zu koennen.

So völlig abwegig ist das nicht, denn die Gentechnik ist nicht daran 
gebunden, Optimierungen über eine Kette lebensfähiger Zwischenschritte 
zu erreichen. Es können Organismen gebaut werden, deren Entstehungs-
wahrscheinlichkeit in freier Natur oder unter der Hand eines geschickten 
klassischen Züchters so gering ist, daß sie - trotz der massiven 
Parallelität der Evolution - praktisch unerreichbar sind.

von Purzel H. (hacky)


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Das ist zumindest theoretisch richtig. Bedingt aber ein ein umfassendes 
Wissen ueber die ausgelassenen Schritte. Das ist nicht der Fall. Unsere 
Genbastler sind auf Alchemisten Stufe. Wollen aus Blei Gold machen. Der 
Einbau eines Resistenzgens ist scheint es machbar. Es ist aber ehr 
unwahrscheinlich, dass man nun saemtliche Kombinationen ohne Funktionale 
Kosten einbauen kann. Vor allen sollte man nicht die Welt mit einer 
einzigen Genvariante ueberfluten wollen. Denn wenn das Resistenzgen 
ausgehebelt wird, steht man mit einer einzigen Sorte da. Und das 
Resistenzgen wird ausgehebelt. Das nennt sich dann Evolution. Die 
Evolution kann man nur mit einem breiten Genpool ueberleben.
Ich erachte Hybriden als untaugliche Versuche. Denn wenn eine Pflanze 
nicht weitergezuechtet werden kann ist sie erst mal wertlos, auch wenn 
sie essbar ist.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Ich ergänze und korrigiere.


-Für die Menscheit schädlich da nicht nachaltig positiv verwertbar und 
alternativen beeinträchigt werden.
-Für den Konzern der das Saatgut vertreibt einn Segen, da die Menscheit 
in Abhängikeit gebracht werden kann Dank Verdrängung von Alternativen.


Man kann nur hoffen dass ein Hedgefont das Gebilde als Wertanlage.....
dann hääte sowas mal eine evolutionäre Bedeutung und nach ein paar 
Jahren stirbt der Mist ev. aus, bevor es zu spät für die übrige Welt 
ist.

Verbote hindern zwar aber sie verhindern nicht. Evolution is everywhere.

Leider oder auch zum Glück das kommt auf den Aspekt den jeweiligen 
Betrachtung an.

Namaste

von Timm T. (Gast)


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Siebzehn und Fuenfzehn schrieb:
> Vor allen sollte man nicht die Welt mit einer
> einzigen Genvariante ueberfluten wollen. Denn wenn das Resistenzgen
> ausgehebelt wird, steht man mit einer einzigen Sorte da. Und das
> Resistenzgen wird ausgehebelt.

Ist schon, es gibt bereits Unkräuter, die gegen Roundup resistent sind. 
Und damit ist dieser "Vorteil" für die Bauern im Eimer, aber sie sind 
trotzdem auf das Roundup-Ready-Saatgut angewiesen.

> Ich erachte Hybriden als untaugliche Versuche. Denn wenn eine Pflanze
> nicht weitergezuechtet werden kann ist sie erst mal wertlos, auch wenn
> sie essbar ist.

Da hast Du im Prinzip recht. Harzfeuer schmeckt trotzdem gut. Witzig 
fand ich immer die Versuche der Kleingärtner, aus den Samen der 
Harzfeuer wieder Tomaten zu züchten. Da kam alles mögliche raus, nur 
keine Harzfeuer... ;-)

Wen es interessiert: http://kokopelli-semences.fr/?lang=en-us

Leider bisher nicht auf Deutsch.

von Uhu U. (uhu)


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Siebzehn und Fuenfzehn schrieb:
> Bedingt aber ein ein umfassendes Wissen ueber die ausgelassenen Schritte.

Wieso? Ausgelassene Schritte wären kleine Genomveränderungen, die in der 
Summe zu einer großen Änderung im Genon führen, aber einzeln nicht 
lebensfähig sind.

Die Schritte, die die Evolution durchläuft, um zu einem konkreten Genom 
zu kommen, sind völlig uninteressant für das Ergebnis.

Siebzehn und Fuenfzehn schrieb:
> Unsere Genbastler sind auf Alchemisten Stufe.

Nein, da tust du ihnen Unrecht. Dieses Niveau haben sie längst hinter 
sich gelassen. Das Problem ist ein anderes:

Die Gentechnik wird nicht "menschheitswirtschaftlich" sinnvoll 
eingesetzt, sondern nur mit den üblichen (neo-) liberalen Scheuklappen 
der Betriebswirtschaft und das in einer Wirtschaftsform, in der nach wie 
vor in riesigem Ausmaß Folgekosten von Technlogien sozialisiert und die 
Gewinne privatisiert werden.

> Ich erachte Hybriden als untaugliche Versuche. Denn wenn eine Pflanze
> nicht weitergezuechtet werden kann ist sie erst mal wertlos, auch wenn
> sie essbar ist.

Wenn sie zur Erlangung von Marktmacht eingesetzt werden, gebe ich dir 
recht.

Allerdings kann man das nicht so verallgemeinern, wie du das tust. 
Hybriden, die unfruchtbare Samen erzeugen haben z.B. dann ihre 
Berechtigung, wenn man damit verhindern will, daß sich eine Pflanze 
unkontrolliert in einem Ökosystem ausbreitet - das ist die 
Neozoen/Neophyten-Problematik.

Auch habe ich nichts gegen die Zucht von Maultieren und Mauleseln, was 
unsere Vorfahren seit Jahrtausenden gemacht haben.

von Bernd S. (bernds1)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Auch habe ich nichts gegen die Zucht von Maultieren und Mauleseln, was
> unsere Vorfahren seit Jahrtausenden gemacht haben.

Wobei man auch zwischen Zucht und Genveränderung unterscheiden muß.
Zucht ist Kreuzung und Auslese, aber im Grunde pure Natur.
Genveränderung sagt der Name schon, da werden Gene künstlich verändert, 
wo man überhaupt nicht absehen kann, was vielleicht in der nächsten oder 
erst in zehn Generationen passiert. Die Spätfolgen sind unabsehbar. Das 
ist das Problem. Die Natur ist eben anderer Meinung als der Mensch und 
sie gewinnt im Endeffekt immer. Aber wenn sie die menschlichen Fehler 
korrigieren muß, können da eben schlimme Folgen entstehen.
Auch wenn schon paarmal die Meldung durch die Medien ging "das Erbgut 
ist entschlüsselt!", aber man kann eben kein einzelnes Gen betrachten 
und dann sagen, es hat diese bestimmte Aufgabe. Es ist immer ein 
komplexes Zusammenspiel des gesamten Organismus. Und das kann kein 
Mensch, und sei er noch so schlau, überblicken und steuern. Es wird 
immer nur an wenigen Schrauben gedreht und dann hofft man, daß nichts 
schlimmes passiert...

Gruß Bernd

von Paul B. (paul_baumann)


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Es soll sogar schon gelungen sein, Säugetiere miteinander zu kreuzen,
die völlig anderen Spezies angehören. Ein Beispiel ist der sogenannte
"Schweinehund", der auch hier schon gesichtet worden ist.
;-)
MfG Paul

von Uhu U. (uhu)


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Bernd S. schrieb:
> Wobei man auch zwischen Zucht und Genveränderung unterscheiden muß.

Wieso? Zucht führt auch zu Genomveränderungen.

> Genveränderung sagt der Name schon, da werden Gene künstlich verändert,

Zucht ist kein natürlicher Prozeß, sondern ein künstlicher.

> wo man überhaupt nicht absehen kann, was vielleicht in der nächsten oder
> erst in zehn Generationen passiert.

Das kann man bei der Zucht auch nicht.

> Die Spätfolgen sind unabsehbar.

Beispiel Hunde mit völlig deformierter Schnauze: die Folgen für die 
Viecher sind schlimm und die Natur würde solchen Mist niemals als was 
anderes, als Mißbildung ohne Reproduktionschance hervorbringen.

Bernd S. schrieb:
> Es ist immer ein komplexes Zusammenspiel des gesamten Organismus.

Fast immer. Es gibt aber auch Eigenschaften, die auf ein einzelnes Gen 
zurückzuführen sind, wie man von den Erbkrankheiten gelernt hat.

> Und das kann kein Mensch, und sei er noch so schlau, überblicken und
> steuern.

Jetzt gleitest du in die Theologie ab...

von Timm T. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Wieso? Zucht führt auch zu Genomveränderungen.

Mir wäre kein Prozess bekannt, mit dem man durch Zucht z.B. Raps gegen 
Glyophosphat unempfindlich hätte machen können. Dazu muss man schon das 
Gen aus den Salmonellen reinprügeln.

Übrigens interessant: Bauern lehnen Roundup-Ready-Raps ab, weil sie dann 
die im nächsten Jahr aufkeimenden Rapspflanzen - die da nicht mehr 
wachsen sollen - nicht wegspritzen können. Hätte ich denen gar nicht 
zugetraut, diesen Weitblick...

Abgesehen davon, dass es nur eine Frage der Zeit wäre, bis das 
Glyophosphat-Gen in der allseits beliebten Zackenschote auftaucht.

Nochmal zum Topic: Du müsstest also irgendwie das 
Roundup-Ready-spezifische Gen detektieren. Also DNA extrahieren, 
aufspalten, mit einem Fluoreszenzmarker, der auf den spezifischen 
Genabschnitt andockt markieren und die Fluoreszenz detektieren. Das 
bedeutet auf jeden Fall mehrere Zwischenschritte, in denen mit Chemie 
gematscht werden muss. Gensequenzierer machen sowas täglich, aber ob man 
das in tragbare Größe bekommt?

Alternativ halt einen Sensor, an den der spezifische Genabschnitt 
andockt und damit ein elektrisches Signal auslöst.

Bleibt bei beiden das Problem, genügend DNA erstmal aus den Zellkernen 
rauszubekommen und diese aufzuspalten.

Und das ist dann nur ein Merkmal, nämlich das Vorhandensein des 
Roundup-Ready-Gens. Damit hast Du noch nicht die Sorte bestimmt.

von Uhu U. (uhu)


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Timm Thaler schrieb:
> Mir wäre kein Prozess bekannt, mit dem man durch Zucht z.B. Raps gegen
> Glyophosphat unempfindlich hätte machen können.

Prinzipiell ist das auch durch konventionelle Zucht erreichbar, es wird 
allerdings sehr umfangreiche und langwierige Zuchtversuche erfordern, 
aber darauf will sich natürlich kein Saatgutkonzern einlassen.

> Also DNA extrahieren,
> aufspalten, mit einem Fluoreszenzmarker, der auf den spezifischen
> Genabschnitt andockt markieren und die Fluoreszenz detektieren. Das
> bedeutet auf jeden Fall mehrere Zwischenschritte, in denen mit Chemie
> gematscht werden muss. Gensequenzierer machen sowas täglich, aber ob man
> das in tragbare Größe bekommt?

Ohne Vervielfältigung der Sequenz durch PCR wirst du damit wohl kaum zu 
Potte kommen.

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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ich würde eigentlich ein zerstörungsfreies Testverfahren bevorzugen 
welches auf äußere merkamale oder ausgasungen setzt. Schließlich will 
ich eine Verunreinigung im femtobereich wirksam verhindern.

von Timm T. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Ohne Vervielfältigung der Sequenz durch PCR wirst du damit wohl kaum zu
> Potte kommen.

Ich glaube mich zu erinnern, dass die elektronischen Sensoren genau das 
nicht benötigen, da im Prinzip eine angedockte Gensequenz ausreicht, um 
den Sensor ansprechen zu lassen.

Ist aber schon eine Weile her, dass ich auf dem Gebiet tätig war, und da 
ging es um die Detektion der Marker, um den ganzen Kram vorher haben 
sich andere gekümmert.

Winfried J. schrieb:
> ich würde eigentlich ein zerstörungsfreies Testverfahren bevorzugen
> welches auf äußere merkamale oder ausgasungen setzt.

Kannst Du nochmal spezifizieren, was Du nun detektieren willst: 
Prinzipiell eine Verunreinigung durch eine andere Sorte (also z.B. 
Roggen durch Triticale - das sieht der Bauer noch so), oder eine 
Verunreinigung durch eine Sorte mit einem bestimmten Merkmal (also z.B. 
normaler Raps durch RR-Raps)?

von Winfried J. (Firma: Nisch-Aufzüge) (winne) Benutzerseite


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Genau genommen die Wollmilchsauaufgabe

Muster anlysieren Kriterien A-Y
Probe mit Musterdatenvergleichen,
Erebnis:Probe gehört zu gleichen Sorte/Art wie Muster.

Kriterien müssen fallbezogen bestimmt werden

Alternativ 2 Muster analysieren, Differenz ermitteln und Proben 
Kategorie A/B zuordnen

von Uhu U. (uhu)


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Winfried J. schrieb:
> Genau genommen die Wollmilchsauaufgabe

Und das noch im µs-Takt. Sowas nenne ich bescheiden...

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