Hi, vor mir liegt ein LEM HTFS200P http://www.lem.com/docs/products/htfs200_800p_sp2_e_rev06.pdf, der an einen ADC am Mikrocontroller angeschlossen ist. Dieser ist als Differential ADC konfiguriert mit +/- 2V, konkret pos. gegen neg. Eingang. Um Störungen klein zu halten, ist ein diff., pass. RC LP davor. Die Idee war ursprünglich den inv. ADC Eingang auf die uREF dem LEM zu legen und vOut des LEM auf den Nichtinversen. Damit wären die Offsets bzw. Ungenauigkeiten des LEM aus der Welt. Soweit zur Theorie. Praktisch hatte ich einen massiven Offset (~300A), während es mit einem kleineren LEM LTS6 http://www.lem.com/docs/products/lts%206-np.pdf und der vREF Nachbildung (1:1 einstellbarer Spg. Teiler, er hat keinen Ausgang dafür) sofort funktionierte. Dieser ging dann am HTFS200P weitgehend weg, nachdem ich am vREF Ausgang 220k und vOut 2k2 gegen Masse geschaltet habe, sprich belastet habe. Nun ist formal durch die unsymmetrische Belastung das Diff. Verhalten ein Anderes, insbesondere in Hinblick auf das Filter, d.h. statisch stimmt der Wert, über das Frequenzverhalten kann ich keine Aussagen treffen. 180 ---- vOut --*---------| |----*-- +ADC | ---- | | -+-- 47n | -+-- | ---- | vREF --|------*--| |----*-- -ADC | | ---- | | | | 180 ---- --- --+- -+- f ~ 9.5 kHz 4n7 | | 4n7 | | --- --- Einen OVP mit Diff.ausgang o.ä. kann ich nicht vorschalten. Nun die Fragen: - gibt es wirklich einen Einfluss auf das Freq.verhalten? - geht es passiv (mit Widerständen) auch anders? Ich überlegte mir auch, zwischen pos/neg. Eingang des ADC ebenfals einen R ~2k2 zu setzen und beide Eingänge mit 220k gegen GND abzuschliessen. Symmatrisch wäre das ja, aber die LEM Ausgänge würden wohl nicht gemäß den Load Resistance lt. Datenblatt arbeiten. - da LastWdst. vOut bei >2k und bei vREF >200k sein sollen, geht das überhaupt so einfach? Wozu war den vREF Out überhaupt gedacht. Die App.Notes von LEM sind ja reine Werbung.
> der an einen ADC am Mikrocontroller angeschlossen ist. > und bei vREF >200k sein sollen Ohne den Eingangswiderstand d.h. den tatsächlichen Typ des µC zu kennen, kann man dazu noch nicht viel sagen. Vermutlich ist der aber zu gering, so dass eine Entkopplung mit einem Spannungsfolger, direkt am Sensor, angebracht erscheint - im Hinblick auf deinen passiven Eingangsfilter auch für Vout.
Olaf .o. schrieb: > Praktisch hatte ich einen massiven Offset (~300A) Ein Offset von 300A bedeutet, dass eine der Ausgangsspannungen des LEM völligen Bockmist baut. Hast du dir die Signal am Sensorausgang mal mit einem Oszi angesehen?. Möglicherweise kann der mit deiner direkten kapazitiven Last durch deine 4n7 nicht umgehen und schwingt. Je nach Phasenreserve der internen Signalkonditionierung kann die kapazitive Last zu instabilem Verhalten führen.
> kapazitiven Last durch deine 4n7 nicht umgehen
lt. DB wären bis zu 1µF zulässig. Für Vref sind die ohnehin zu wenig.
Required Connection Circuit: 47nF zwischen Vref und GND
Abgesehen vom Eingangswiderstand des AD-Wandlers krankt die Beschaltung
daran, dass versucht wird zwei unterschiedliche Ausgänge (Riref ~
200*Riout) mit einem Filter ungeeigneter Impedanz und ohne DC-Pfad zu
koppeln.
tukaram schrieb: > daran, dass versucht wird zwei unterschiedliche Ausgänge (Riref ~ > 200*Riout) mit einem Filter ungeeigneter Impedanz und ohne DC-Pfad zu > koppeln. das ist wohl auch das Problem und die Herauforderung, da kein OVP etc. nach Maßgabe des Chefs verbaut werden soll - es ist ein PSoC5 auf den First Starter Kit (CY8CKIT-014 PSoC® 5 FirstTouch™ Starter Kit - heute obsolete) http://www.cypress.com/?rID=43674 - da ja genug Analogtechnik bereits drinnen sei. Meine pers. Begeisterung für diese gemischte Analog/Digital-Technik on Chip hält sich in Grenzen - ich habe noch althergebracht Analog/Digital gelernt und kenne die Problematiken (mal abgesehen davon, dass das PCB Design des CY8KIT-014 gar nicht für anspruchsvolles Analogdesign ausgelegt ist). Das LEM Modul hängt zudem an ca. 40cm langen Kabel, das mit dem blocken von vREF 47nF werde ich vor Ort nachholen. Vielen Dank soweit
> ... da ja genug Analogtechnik bereits drinnen sei
Und damit hat er im Prinzip(© Армянское радио) recht.
Es wäre zwar besser, die OPV direkt am Sensor zu haben, ist aber
angesichts der Leitungslänge von 40 cm noch kein KO-Kriterium - das
hängt halt stark davon ab, wie verseucht die Umgebung ist.
1 | Vout -+------ GPIO P0[2] (opamp0+) |
2 | | |
3 | 4n7 |
4 | | |
5 | GND |
6 | |
7 | Vref -+------ GPIO P0[4] (opamp2+) |
8 | | |
9 | 47n |
10 | | |
11 | GND |
12 | |
13 | GPIO P0[1] (opamp0 out) --3k6--+---GPIO P4[2] -- AGL6 -- DSM0+ |
14 | | |
15 | 4n7 |
16 | | |
17 | GND |
18 | |
19 | GPIO P0[0] (opamp2 out) --3k6--+---GPIO P4[7] -- AGL7 -- DSM0- |
20 | | |
21 | 4n7 |
22 | | |
23 | GND |
Der Frage, ob eine Verbindung GPIO P0[1] - GPIO P0[3] bzw. GPIO P0[0] - GPIO P0[5] notwendig ist oder mit dem internen Schalter erledigt werden kann, will ich jetzt nicht nachgehen (Konfiguration als Voltage Follower oder External Uncommitted). Viel eher möchte ich in Frage stellen, ob diese differentielle Konfiguration unter den gegeben Voraussetzungen tatsächlich eine Verbesserung darstellt: Dadurch, dass am Vref nun eine Antenne hängt, muß dafür gesorgt werden, dass deren Einfluß gering bleibt -> Einfügen eines recht hohen Ausgangswiderstandes am LEM und ggfls. ein Abschlußwiederstand am GPIO. Damit das mit der Unterdrückung von Gleichtaktstörungen funktioniert muß nun auch der Ausgangswiderstand des Vout mit der gleichen Beschaltung künstlich erhöht werden. Wenn der Auslöser für diese Aktion nur eine Kompensation der Referenzspannungsdrift des LEM ist, könnte man auch darüber nachdenken, eine aus der interen Referenz des Boards abgeleitete Spannung (2-2.8V) dem LEM auf's Auge zu drücken - das ist dann, auch mit den internen OPV, recht niederohmig und damit unempfindlich gegenüber Störungen.
tukaram schrieb: > Wenn der Auslöser für diese Aktion nur eine Kompensation der > Referenzspannungsdrift des LEM ist, könnte man auch darüber nachdenken, > eine aus der interen Referenz des Boards abgeleitete Spannung (2-2.8V) > dem LEM auf's Auge zu drücken - das ist dann, auch mit den internen OPV, > recht niederohmig und damit unempfindlich gegenüber Störungen. das war der ursprüngliche Gedanke. Allerdings sind 3 von 4 OVP schon weg für andere Aufgaben. Die EMV ist sicher ein Problem, da der zu messende Strom aus einem Umrichter für ein BLDC Motor kommt ... Zumindest Danke für Deine Antwort, ich muss hier einiges überdenken.
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