Hochohmig Anbindung an Struktur immer nötig?

Gast #3148617
Lesenswert?

Hallo,

ich baue ein System mit mehreren galvanisch völlig entkoppelten 
Kleinspannungen. Das System besteht aus einzelnen Komponenten etwa 
schuhkartongroß verteilt in einem Gehäuse von etwa Kühlschrankgröße. 
Zwischen den Komponenten verwende ich ausschließlich geschirmte Kabel.
Versorgt wird mit 230 VAC, ich mache dann in einem Netzteil daraus 28 
VDC und in einem weiteren Netzteil daraus mehrere Kleinspannungen (3,3 
V, 12 V etc.) Alle Spannungen sind galvanisch entkoppelt, also 
"floatend", d.h. die Gehäuse (sowohl die Gehäuse meiner Komponenten als 
auch das Gesamtgehäuse) erfüllen elektrisch keine Funktion (außer 
Schirmung).
Nun meint der Auftraggeber, ich müsse unbedingt von jeder Spannung das 
0V-Potential an einem Punkt hochohmig an das Gehäuse anbinden, weil ich 
sonst EMV- oder andere Probleme kriegen würde.

Hat jemand eine Idee wieso? Kann das gar nicht nachvollziehen. Ein 
Freund meinte nun aber auch, dass jedes floatende System einmal 
hochohmig an Struktur angebunden sein müsse, das sei so üblich. Was 
meint Ihr?
Gast #3148682
Lesenswert?

Werner schrieb:
> Christian schrieb:
>> Hat jemand eine Idee wieso?
>
> Wie willst du ohne irgendwelche Ausgleichmaßnahme sicher stellen, dass
> eine sich aufbauende Potentialdifferenz nicht zum Durchbruch deiner
> Isolation führt?

Danke für den Einwand. Doch wie soll sich denn eine solche 
Potentialdifferenz aufbauen? Elektrostatische Aufladung aufgrund von 
Berührung scheidet aus, da alle stromführenden Leiter nicht berührt 
werden können.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren