üblicherweise werden 30cm Abstand gefordert.
Die Begründung ist recht einfach:
- Für die (Stör)-Energieübertragung bei 50Hz (und den ersten 7
Oberwellen) ist nur der magnetische Übertragungsweg nennenswert.
- Das Stromkabel führt den Hin- und Rückleiter, beide erzeugen gleich
große entgegengesetzte Magnetfelder
- die Magnetfeldstärke nimmt mit dem Quadrat der Entfernung ab
- -> bei gleicher Entfernung zu den beiden Leitern heben sich die
Magnetfelder auf
- gleiche Entfernung ist nicht möglich, da die beiden Leiter endlich
weit voneinander entfernt sind.
- will ich die Störpegel um z.B. 100dB dämpfen (Faktor 100000) muss die
Störsenke (Netzwerkkabel) mindestens Wurzel(100000) also rd. 300 mal
weiter von der Störquelle (Stromkabel) entfernt sein als die beiden
Leiter des Stromkabels voneinander entfernt sind.
- Bei NYM3G1,5 ist das typ. 1mm, also 30cm Entfernung
Fließt im Stromkabel 10A, dann fließt auf dem Schirm des Netzkabels ein
induzierter Strom von 100µA. Dieser Strom wird dann in die
Signalleitungen induziert, die ja innerhalb des Schirmes liegen. Die
Signalleitungen sind mit dem Wellenwiderstand abgeschlossen. Der ist bei
einer Twisted-Pair-Leitung mit 11 Schlägen pro Meter ca. 110 Ohm. meist
werden 120 Ohm Abschlußwiderstand gewählt. Dann entsteht eine
(Stör)-spannung von 12mV).
- Die liegt dann um eine Zehnerpotenz unter der Nutzspannung der
Signalübertragung. Damit sind Auswirkungen der Störsignal
unwahrscheinlich.
Das ist zwar grob falsch, und unverschämt naiv vereinfacht, liefert aber
Ergebnisse die in der Größenordnung richtig sind.