Hallo zusammen, ab und an betreibe ich in meinem Bastelraum ein Autoradio an einem Netzteil, wobei ersteres tierisch brummt. Das Netzteil ist ein 10A-Trafo-Netzteil mit Metallgehäuse und Minus auf PE. Da es ein paar Jahre ohne Betrieb im Regal gestanden hat, gehe ich davon aus, daß einfach der oder die Glättungselkos den Weg alles Menschengemachten gegangen sind. Dummerweise mag ich es aber auch überhaupt nicht, Bauteile auf Verdacht zu tauschen, also will ich erst einmal die Brummspannung des Netzteils messen. Bislang hatte ich nie den Bedarf für einen Trenntransformator, da alles, was ich mit dem Oszilloskop bislang gemessen hatte, irgendwie potenzialfrei zu bekommen war. Brummspannung ohne Last messen ist auch sinnlos. Also nützt es alles nichts: Das Netzteil bekomme ich nicht potenzialfrei. Kann man in dieser Konfiguration irgendwie sinnvoll die Brummspannung messen? Viele Grüße Nicolas
1.Vom Messen ist das Brummen noch nicht weg. Nimm ein anderes Netzteil oder verrate uns wenigstens Strom und Elkogröße. 2.Es gibt auch Brummschleifen durch ungünstige Masseanschlüsse.
Nicolas S. schrieb: > Das Netzteil ist ein 10A-Trafo-Netzteil mit Metallgehäuse und Minus auf PE. ...und wieso ist da der Minus auf PE? Das ist bei Trafonetzteilen nicht üblich. Trenn diese Verbindung auf und Du kannst messen wie Du willst. Wobei Du Deine Brummspannung wohl schon mit einem normalen Multimeter messen kannst, wenn Du den Gleichspannungsanteil mit einem Kondensator abrennst. Gruss Harald
Hallo Harald, so selten war das nicht. Hier ein Beispiel (ist sogar das Gleiche wie meins): http://www.e-radioshop.de/de/dept_473.html Ich nehme an, daß das mit dem potenzialfrei machen nicht so einfach gehen wird, da die Längstransistoren anscheinend leitfähig mit dem Kühlkörper verschraubt sind. Aber AC-Kopplung über einen Kondensator ist eine gute Idee. Das probiere ich heute abend direkt mal aus. Viele Grüße Nicolas
Nicolas S. schrieb: > Aber AC-Kopplung über einen Kondensator ist eine gute Idee. Das probiere > > ich heute abend direkt mal aus. und: > da alles, > was ich mit dem Oszilloskop bislang gemessen hatte, irgendwie > potenzialfrei zu bekommen war. Da man (fast) jedes Oszilloskop auf AC-Kopplung umschalten kann, sollte das mit einem Handgriff zu erledigen sein. Sieh eingangswahlschalter DC-GND-AC
Andrew Taylor schrieb: > Da man (fast) jedes Oszilloskop auf AC-Kopplung umschalten kann, sollte > das mit einem Handgriff zu erledigen sein. Hmmm....da muß ich mal das Handbuch vom Oszi konsultieren. Bislang war ich davon ausgegangen, daß die Umschaltung AC/DC/GND bei meinem TDS220 reine Softwaresache ist und einfach den DC-Offset herausrechnet.
Nicolas S. schrieb: > Hmmm....da muß ich mal das Handbuch vom Oszi konsultieren. Bislang war > ich davon ausgegangen, daß die Umschaltung AC/DC/GND bei meinem TDS220 > reine Softwaresache ist und einfach den DC-Offset herausrechnet. Den Schalter betätigen geht schneller als das Handbuch zu konsultieren. Und bei z.B. 500V Gleichspannung und 0,1V Brummanteil wird das wohl nichts mit Software und rausrechnen.
Sooooo....bei meinem Oszi ist AC-Kopplung tatsächlich AC-Kopplung. Und das Messen zeigt: Die Restwelligkeit ist kleiner als 20mVSS bei Volllast, also für das Gerät absolut im normalen Bereich. Also kann das Brummen nicht daher kommen. Und siehe da: Wenn man die offensichtliche (aber falsche) Antwort durch Messen ausschließt, findet man auch die wahre Ursache. Hier liegt sie leider in der mechanischen Schwingung des Trafos - kam also gar nicht durch die Boxen, wie anfangs gedacht. Damit ist der Fall für mich leider erledigt, aber zumindest habe ich nicht sinnlos Elkos getauscht. Danke für die Anregungen! Viele Grüße Nicolas
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