Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Brummspannung ohne Trenntransformator messen?


von Nicolas S. (Gast)


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Hallo zusammen,
ab und an betreibe ich in meinem Bastelraum ein Autoradio an einem 
Netzteil, wobei ersteres tierisch brummt.

Das Netzteil ist ein 10A-Trafo-Netzteil mit Metallgehäuse und Minus auf 
PE.
Da es ein paar Jahre ohne Betrieb im Regal gestanden hat, gehe ich davon 
aus, daß einfach der oder die Glättungselkos den Weg alles 
Menschengemachten gegangen sind. Dummerweise mag ich es aber auch 
überhaupt nicht, Bauteile auf Verdacht zu tauschen, also will ich erst 
einmal die Brummspannung des Netzteils messen.

Bislang hatte ich nie den Bedarf für einen Trenntransformator, da alles, 
was ich mit dem Oszilloskop bislang gemessen hatte, irgendwie 
potenzialfrei zu bekommen war. Brummspannung ohne Last messen ist auch 
sinnlos. Also nützt es alles nichts: Das Netzteil bekomme ich nicht 
potenzialfrei. Kann man in dieser Konfiguration irgendwie sinnvoll die 
Brummspannung messen?

Viele Grüße
Nicolas

von oszi40 (Gast)


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1.Vom Messen ist das Brummen noch nicht weg. Nimm ein anderes Netzteil 
oder verrate uns wenigstens Strom und Elkogröße.
2.Es gibt auch Brummschleifen durch ungünstige Masseanschlüsse.

von Harald W. (wilhelms)


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Nicolas S. schrieb:

> Das Netzteil ist ein 10A-Trafo-Netzteil mit Metallgehäuse und Minus auf PE.

...und wieso ist da der Minus auf PE? Das ist bei Trafonetzteilen
nicht üblich. Trenn diese Verbindung auf und Du kannst messen wie
Du willst. Wobei Du Deine Brummspannung wohl schon mit einem
normalen Multimeter messen kannst, wenn Du den Gleichspannungsanteil
mit einem Kondensator abrennst.
Gruss
Harald

von Nicolas S. (Gast)


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Hallo Harald,
so selten war das nicht. Hier ein Beispiel (ist sogar das Gleiche wie 
meins):

http://www.e-radioshop.de/de/dept_473.html

Ich nehme an, daß das mit dem potenzialfrei machen nicht so einfach 
gehen wird, da die Längstransistoren anscheinend leitfähig mit dem 
Kühlkörper verschraubt sind.

Aber AC-Kopplung über einen Kondensator ist eine gute Idee. Das probiere 
ich heute abend direkt mal aus.

Viele Grüße
Nicolas

von Andrew T. (marsufant)


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Nicolas S. schrieb:
> Aber AC-Kopplung über einen Kondensator ist eine gute Idee. Das probiere
>
> ich heute abend direkt mal aus.

und:

> da alles,
> was ich mit dem Oszilloskop bislang gemessen hatte, irgendwie
>  potenzialfrei zu bekommen war.

Da man (fast) jedes Oszilloskop auf AC-Kopplung umschalten kann, sollte 
das mit einem Handgriff zu erledigen sein.

Sieh eingangswahlschalter DC-GND-AC

von Nicolas S. (Gast)


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Andrew Taylor schrieb:
> Da man (fast) jedes Oszilloskop auf AC-Kopplung umschalten kann, sollte
> das mit einem Handgriff zu erledigen sein.

Hmmm....da muß ich mal das Handbuch vom Oszi konsultieren. Bislang war 
ich davon ausgegangen, daß die Umschaltung AC/DC/GND bei meinem TDS220 
reine Softwaresache ist und einfach den DC-Offset herausrechnet.

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Nicolas S. schrieb:

> Hmmm....da muß ich mal das Handbuch vom Oszi konsultieren. Bislang war
> ich davon ausgegangen, daß die Umschaltung AC/DC/GND bei meinem TDS220
> reine Softwaresache ist und einfach den DC-Offset herausrechnet.

Den Schalter betätigen geht schneller als das Handbuch zu konsultieren. 
Und bei z.B. 500V Gleichspannung und 0,1V Brummanteil wird das wohl 
nichts mit Software und rausrechnen.

von Nicolas S. (Gast)


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Sooooo....bei meinem Oszi ist AC-Kopplung tatsächlich AC-Kopplung. Und 
das Messen zeigt: Die Restwelligkeit ist kleiner als 20mVSS bei 
Volllast, also für das Gerät absolut im normalen Bereich.

Also kann das Brummen nicht daher kommen.

Und siehe da: Wenn man die offensichtliche (aber falsche) Antwort durch 
Messen ausschließt, findet man auch die wahre Ursache. Hier liegt sie 
leider in der mechanischen Schwingung des Trafos - kam also gar nicht 
durch die Boxen, wie anfangs gedacht. Damit ist der Fall für mich leider 
erledigt, aber zumindest habe ich nicht sinnlos Elkos getauscht.

Danke für die Anregungen!

Viele Grüße
Nicolas

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