Hallo Leute,
also ich habe folgendes Problem:
ich habe an 12 Volt Gleichstrom ein Relais mit einem Verbrauch von 1,1
Watt angeschlosen.
Wenn die Spannung ausgeschalten wird, sollte das Relais noch ca. 20
Sekunden angezogen bleiben.
Was für einen Kondensator benötige ich da?
Relais Daten OMRON H3Y-2 Leistungsaufnahme bei 12 V DC ca. 1,1 W laut
Datenblatt.
Schon mal vielen Dank für Eure Hilfe.
Hallo,
also ich glaube ehrlich gesagt nicht, dass ein Kondensator parallel zu
einem Relais das Mittel der Wahl ist um das zu erreichen was du
möchstest, aber hier mein Gedankenanstoß...
P = 1,1 Watt @ 12 V
P = u*i = u^2/r => R = U^2/P => (12*12)/1,1 W = 130 Ohm Widerstand.
Für den Entladevorgang bei einem Kondensator bei gibt es folgende
Formel:
U(t) = U(anfang) * e^(-t / (R*C))
Jetzt kannst du nach C auflösen...
-t / ( ln (u(t)/u)*R) = C
Für dein t setzt du 10 Sek ein, für dein u 12 Volt und für dein U(t) die
minimalste Spannung mit der dein Relais noch funktionieren würde.
Aber achte darauf dass wenn der Kondensator komplett entladen ist und du
deine Schaltung anschaltest, am Anfang extremst hohe Ströme fließen..
Das gibt ne Grützeschaltung.
Ich denke, ein deutlich kleinerer Kondensator in einer Timerschaltung
(NE555 oder meinethalben auch Ube über einem Transistor) wäre
geeigneter.
Das mit dem NE555 geht aber nur wenn die Versoungsspannung bleibt. Wenn
sein Relay am 12V per Stecker kommt und er den zieht, hat auch der NE
keine chance, den woher kommt der Strom dann. aus den C!
Gruss Oliver
Oliver R. schrieb:> Das mit dem NE555 geht aber nur wenn die Versoungsspannung bleibt. Wenn> sein Relay am 12V per Stecker kommt und er den zieht, hat auch der NE> keine chance, den woher kommt der Strom dann. aus den C!
Klar.
In dieser Hinsicht könnte man dann aber auch hinterfragen, was das
Relais überhaupt schalten soll, etwa womit ein Verbraucher dann versorgt
werden soll... vermutlich nämlich nicht aus dem Kondensator :-)
Aber auch unter diesen Bedingungen würde ich einen Timer einsetzen und
diesen dann auch noch aus dem Kondensator versorgen. So ein CMOS-Timer
braucht praktisch keinen Strom und man kann die Schaltzeit des Relais
einfacher und genauer einstellen - unabhängig von dem dicken
Kondensator. Der zeitbestimmende Kondensator kann dann noch als
Keramikkondensator ausgeführt werden, dann altert er (im Gegensatz zu so
einem dicken Elko) praktisch nicht und die Schaltzeit bleibt konstant.
Oliver R. schrieb:> nach überschlag, Goldkap 1F, aber denke an den Einschaltstrom.
Danke für die Berechnung.
Das Relais hängt an einem alten ATX-Netzteil, dieses wird per
Schwimmschalter eingeschaltet. Wenn der Pegel gesunken ist, ist das
Netzteil Stromlos. Aber das Relais soll halt eben noch eine gewisse Zeit
angezogen bleiben.
Das Netzteil ist bis 25A belastbar.
Zum Laden des Kondensators habe ich mind. 10 Minuten Zeit.
Um den Kondensator langsam zu laden, benötige ich dann einen Widerstand.
Bin gerade auf der Info-Suche wie ich diesen nun wieder berechen kann.
besorge dir ein Relais mit zwei Wicklungen
1.Erregerwicklung
2.Haltewicklung
an 2 kommt dann dein Kondensator,2 sollte verhältnismässig Hochohmig
sein,aufladen über eine Diode ...
mfg
Ich würde auch zum NE555 raten, der ist für genau solche Anwendungen
gedacht.
Ansonsten brauchst Du einen riesigen Kondensator.
Gold Caps für 12V sind nämlich nicht leicht zu bekommen, zudem haben sie
einen hohen Innenwiderstand, so dass am Relais nicht mehr genug Spannung
ankommt (vermutlich um 6-9V).
JimBo schrieb:> Das Nachlauf-Relay braucht aber Spannung!Sebastian schrieb:> Das Relais hängt an einem alten ATX-Netzteil, dieses wird per> Schwimmschalter eingeschaltet.
Ich frage mich, was der Schwimmschalter schaltet.
Könnte das eventuell eine Spannung sein?
Also:
1. Wo kommt sie Spannung für den Schwimmschalter her?
2. Was ist das für eine Spannung?
3. Sind am ATX-Netzteil noch weitere Verbraucher angeschlossen?
4. Ist es erforderlich, dass diese Verbraucher abgeschaltet werden,
während das Relais noch angezogen bleibt?
5. Welche Spannung wird mit dem Relais geschaltet?
6. Wo kommt diese Spannung her?
Fragen über Fragen.
Schlumpf schrieb:> Bist du sicher, dass es sich bei dem Teil über haupt um ein Relais> handelt?????
Wenn man bei Omron nach H3Y sucht, findet man ein spezielles Zeitrelais.
Da sind dann wohl alle obigen Vorschläge nicht geeignet. Sebastian
sollte sein Gesamtproblem schildern. Ein Elko wird da nicht
weiterhelfen.
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> Wenn man bei Omron nach H3Y sucht, findet man ein spezielles Zeitrelais.> Da sind dann wohl alle obigen Vorschläge nicht geeignet. Sebastian> sollte sein Gesamtproblem schildern. Ein Elko wird da nicht> weiterhelfen.
So sieht's wohl aus.... :-)
Hallo ich häng mich mal dran da ich selbiges durchführen möchte.
Relais JQC-3F(T73) soll nach 15 Sekunden abfallen.
Möglichst kein Stromverbrauch im abgefallen Zustand.
Zeit 15 Sekunden
Strom Relais Spule 0,45W
10-12VDC
mindest Spulenspannung 9VDC
Also nur mit Kondensator zu groß/teuer.
Klingeltrafo schrieb:> Hallo ich häng mich mal dran da ich selbiges durchführen möchte.
Mein Gedanke bei diesem Satz: Jetzt habe ich tatsächlich wieder eine
zwei Jahre alte Frage durchgelesen und herausgefunden, dass zum Schluss
ganz was anderes gefragt wird...
> Hallo ich häng mich mal dran da ich selbiges durchführen möchte.
Das ist eine ausgesprochen unschöne Idee. Mach einen neuen Thread auf
und verlinke diesen hier, wenn er tatsächlich sachdienlich ist. Ist er
aber nicht. Hast du diesen Thread hier überhaupt durchgelesen?
Denn wie schon Harald Wilhelms schrieb:>>> Wenn man bei Omron nach H3Y sucht, findet man ein spezielles Zeitrelais.
Du willst aber ganz was Anderes. Also bitte: neuen Thread anfangen.
Klingeltrafo schrieb:> Also nur mit Kondensator zu groß/teuer.
Definiere in deinem neuen Thread dann auch gleich "teuer" und "groß"...