Ich würde gerne die Geräusche die aus einem sich entwickelnden Ei "messen". Das ganze soll am Ende im PC ausgewertet werden. Folgendes habe ich mir gedacht: Eine Box in die das Ei gelegt wird in der ein Mikrofon steckt. Ein 2. Mikrofon außerhalb welches die Umgebungsgeräusche aufnimmt. Gibt es dazu eine Schaltung mit der man dann die überlagernden Wellen heraus filtern kann oder sollte es besser komplett digital im PC geschehen? Grüße Jörg
Da die Box die Geräusche dämpft müsste man die Dämpfungseigenschaften der Box erstmal ermitteln. Die Gesamtdämpfung ist ja eine Funktion der Frequenz und auch anhängig von der Box. Ich glaube es wäre besser Du würdest beide Mikrofone in der Box deponieren eins näher beim Ei als das andere. Um auch hier die Raumeingenschaften möglichst gleich zu gestalten könnte man vor das referenzmikrofon ein Kunstoff- oder besser noch Gipsei legen. Beide Eier dann symetrisch im Raum angeordnet, also beide gleich weit von den Wänden weg. Vielleicht hilft Dir das ja weiter. Gruß Steven
Wie wäre es, z.B. ein Piezo-Plättchen oder kleine Mikrofonkapsel direkt auf die Ei-Oberfläche zu keben? Da das Ei mit Flüssigkeit gefüllt ist, sollte sich so ein optimaler Schallkontakt ergeben und die Empfindlichkeit gegenüber äusserem Luftschall ganz von selber drastisch sinken ...
Die Idee von Frank finde ich besser als meine. Sensoren in der Richtung nennt man Körperschallsensoren oder Vibrationssensoren Gruß Steven
Hi, Jörg B., > Ich würde gerne die Geräusche die aus einem sich entwickelnden Ei > "messen". Herzfrequenz des Kükens, erste Bewegungsübungen, dann der Angriff auf die Schale von innen? Warum nicht, wenn dem Küken keine unglückliche Prägung wiederfährt. (Hilft die Glucke eigentlich beim Schlüpfen?) Wenn Du die Signalstrecke von der Ursache der Schallquelle bis zur Auswertung skizzierst, die Dämpfungen und die wahrscheinlichen Störquellen, dann dämpft der Impedanzsprung "Eischale - Luft" übermäßig viel. Gegenmaßnahme: Körperschallmikrofon. Auf die Eischale sollte sogar ein Stück einer Piezoscheibe aufgepappt werden können. Ciao Wolfgang Horn
Wolfgang Horn schrieb: > Auf die Eischale sollte sogar ein Stück einer Piezoscheibe aufgepappt > werden können. Ich glaube durch die Resonanzeigenschaften eines Piezzoschallwandlers bekommt man keine gute Linearität hin. Da wären Frequenzen zwischen 1 und 2kHz am "lautesten". Ein guter Sensor muss her...
Ja, Steven, ich habe den Bastlerweg beschrieben. Die nächst teurere Stufe wäre wohl, aus dem Schrott ein altes Grammophon mit Piezo oder gar Magnetaufnehmer klauben und anpappen. Die richtig guten Schwingungsaufnehmer gibt es für die Schwingungsmesstechnik. Die kommen dann aber im Holzkästchen, mit Samt ausgeschlagen, und allein der Samt kostet schon ein Heidengeld ... Ciao Wolfgang Horn
Ich mein ja nur, es kann ja sein, dass er Geld hat und was ordnentliches will... ;) Gruß Steven
Nachtrag, Steven, "... Resonanzeigenschaften eines Piezzoschallwandlers bekommt man keine gute Linearität hin." Das ist wohl richtig für die Piezo-Piepser. Vor allem die üblichen, die ihr schwaches Piepsen nur mit einem Resonanzrohr hörbar machen. Aber ein Piezoschallwandler braucht das nicht, als Körperschallmikrofon schon gar nicht. In Verzögerungsleitungen für das Farbfernsehen, Typ PAL, waren zwei millimeterkleine Aufnehmer eingebaut, die bis etwa 6 MHz funktionierten, und auch darauf optimiert waren. Wie bei einer Drahtantenne für den Kurzwellenbereich bräuchte der Schallaufnahmer ein Gegengewicht. Beispiel: Auf den Boden pappen, Ei darauf legen. Ciao Wolfgang Horn
Nimm die zwei Mikrofone, benutze die beiden Audio-Eingänge der Stereo-Soundkarte und mach den Rest am PC.
Das mit dem Körperschallaufnehmer gefällt mir eigentlich ganz gut. Auf den Boden kleben und Ei drauf legen finde ich auch praktikabel. Wo bekomme ich so etwas her? Am besten gleich mit einer Art Saugglocke dran.
Das Verfahren nennt sich "Wiener Filter". Den würde ich da itterativ
implementieren.
Die Idee dahinter ist, dass Du ihm 2 Signale gibts, a und a'.
a--->unbekannter Filter--->+---> a'
^
b
Der Wiener Filter bekommt jetzt a und a' und versucht den unbekannten
Filter nach zu ahmen. Dazu verwendet er die Differenz aus a und a' und
passt die Filterkoeffizienten so an, dass die Differenz minimal wird.
a--->Wiener Filter--->- ---->Differenz=b
^
a'
Wenn der Filter ideal angepasst ist, so wird die Differenz am Ausgang
gleich dem Signal b sein.
In Deiner Lösung wäre das so. a ist in der Umgebung und bekommt die
Eiergeräusche nicht mit. a' ist nahe am Ei und b sind die reinen
Eiergeräusche.
Wolfgang Horn schrieb: > Auf den Boden pappen, Ei > darauf legen. Dann muss man das aber schon auf was dämpfendes Legen, sonst kannst du auch gleich ein Mikrofon nehmen, bezogen auf die Außengeräusche... Also ich würde es einfach frei ans Ei kleben. (Bienenwachs) Gruß Steven
Hi, Jörg, > Das mit dem Körperschallaufnehmer gefällt mir eigentlich ganz gut. > Auf den Boden kleben und Ei drauf legen finde ich auch praktikabel. Fein. > Wo bekomme ich so etwas her? Also, meine Bastellösung wäre ein Selektivruffilter, wie im CB-Funk mal weit verbreitet. Darin ist eine Stimmgabel, die an einem Schenkel ein Piezoelement hat. Da ist zu sehen, wie die Schwingung der Gabel das Element weiter gegeben wird. Auf dem Boden des Brutkastens wäre eine Schaumstoffauflage sinnvoll, die am Tiefpunkt der Mulde die Stimmgabel so aufnimmt, dass die beiderseits leichten mechanischen Kontakt hat. Bei den Piezopiepsern müßte ich erst nach dem Schwingungsmodus nachschlagen. Zweitens auch probieren, ob es ausreichend ist, das Ei einfach auf den Piezo-Mischkristall zu legen oder ob da noch geschnippelt werden muss. Ciao Wolfgang Horn
Ich habe das http://www.google.de/imgres?imgurl=http://www.ostron.de/out/pictures/z1/koerperschallaufnehmer_piezo_01_z1.jpg&imgrefurl=http://www.ostron.de/Mechanik/unbekannter-Schwingungsaufnehmer-Koerperschallaufnehmer.html&h=457&w=600&sz=22&tbnid=CHuVBX0PBQbkdM:&tbnh=91&tbnw=119&zoom=1&usg=__uVVwWvZN8S9KbOoGWNhVsWhiv_Q=&docid=m3p6UfFxF2YGPM&sa=X&ei=u66LUZeVDpH14QSK5IHQCg&ved=0CEUQ9QEwBA&dur=3216 gefunden. Leider kein "richtiger" Onlineshop. Das müsste doch funktionieren??? Danke schon mal für die zahlreichen antworten. Ware Männer sind nicht wandernd Bier trinken sondern am PC ;-)
Martin B. aus E. schrieb: > Nimm die zwei Mikrofone, benutze die beiden Audio-Eingänge der > Stereo-Soundkarte und mach den Rest am PC. Erklärst Du ihm auch, was er dazu dann en detail unternehmen muss? Um Signale aus 2 Mikros zu prozessieren braucht man schon mal eine Strategie, wie man was aufnimmt und dann weiterverarbeiten will. > Jörg B. schrieb: > Körperschallaufnehmer Würde ich auch stark empfehlen. Solche Lösungen liefern erstmal die höchste Signalamplitude und das macht hier den wichtigsten Vorteil. Rausrechnen muss man dann nur die Resonanz des Körpers, aber so dumpf, wie ein Ei klingt, kann das nicht viel sein. Die Idee den Restschall aufzunehmen und abzuziehen ist gut, funktioniert aber nicht ganz so einfach , weil die Relation der Phasen winkelabhängig ist und hier zudem die Achsenempfindlichkeit der Mikros eine Rolle spielt. Wenn Du das Ganze offline produzieren kanns, würde ich Folgendes vorschlagen: Das Ei bekommt an mehreren Stellen Körperschallmikros aufgeklebt und zwar möglichst hart verkoppelt. Die Anordnung als solche in Watte packen und in einen zuklappbare Box legen, diese wiederum weich in Watte packen. Das Ganze in einen geschlossenen Schrank möglichst schalldicht verpacken, wenn es nicht schon ohnehin in einen Brutschrank soll. Ein konkurrentes Mikro könnte man in der Nähe des Eis platzieren, gfs 2 auf 2 verschiedenen Seiten. Die Körperschallmikros nimmt man getrennt auf und mischt sie im Audio-Editor experimentell zusammen, indem man mit dem Phasenversatz spielt. Bei einer echten Kugel laufen die Resonanzschwingungen in einem 90-Grad-System: Wenn man die KS-Mikros so anordnet, bekommt man dabei den Reso-Klang schon mal etwas weg, würde ich vermuten. Mit den äusseren Mikros würde ich dann etwas rumexperimentieren. Laute Störer lassen sich da sicher selektiv wegaddieren.
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