Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik DC/DC Schaltwandler


von Paul E. (paul_e)


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Hallo,
Ich hab ein Grundlegendes Problem mit einem DC/DC Schaltwandler von 
TracoPower 1-2450. 
http://www.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/150000-174999/156673-da-01-de-DC_DC_WANDLER_1A_TSR_1_2450.pdf
Technische Angaben:
Eingangsspannung 6.5V-32V
Ausgangsspannung: 5V
Ausgangsstrom: 1A

Nun hab ich am Eingang ein Netzteil mit 18V angeschlossen und an den 
Ausgang einen USB Buchse gemacht. Stecke ich an diese mein Handy an 
sinkt die Ausgangsspannung auf 4.2V und ich messe einen Strom von nur 
130 mA?

Wieso erreiche ich die 1A nicht, hab auch verschiedene Netzteile 
probiert mit dem selben Ergebnis? Versteh ich die technischen Daten 
nicht?
Bin für Tipps dankbar,
Paul

P.S. hab auch versucht sowohl die Eingangs- bzw. Ausgangsspannung mit 
einem Elkto- und Keramikkondensator zu stabilisieren.

von dfuzjcsdh (Gast)


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Haste dem Handy auch was an den Datenleitungen spendiert?

von Timmo H. (masterfx)


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200 Ohm zwischen D+ und D- anschließen.

von Paul E. (paul_e)


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Nein D+ und D- hab ich bis jetzt frei gelassen.Danke für die Hinweise 
werde ich morgen gleich mal probieren.
Gruß
Paul

von Carsten R. (kaffeetante)


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Das Handy bzw. sein Akku nimmt nur 130 mA an. Daran kann und wird dein 
DC/D Regler nichts ändern können. 5 Volt 1 A bedeutet nur, daß das Teil 
5 Volt mit bis zu 1 A zuverlässig liefern kann. Ob die Last soviel 
benötig bzw auch aufnimmt, entscheidet die Last, nicht der Lieferant.

Aber wo genau hast du die 4.2 Volt gemessen? Wirklich am DC Regler oder 
irgendwo jenseits des Handysteckers? 4.2 Volt klingt so verdächtig...

von Harald W. (wilhelms)


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Carsten R. schrieb:

> 4.2 Volt klingt so verdächtig...

Meinst Du, es klingt wie 42?
Gruss
Harald

von Timm T. (Gast)


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Harald Wilhelms schrieb:
> Meinst Du, es klingt wie 42?

Dann müsste er aber mit 23 reingehen...

von M. K. (avr-frickler) Benutzerseite


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Harald Wilhelms schrieb:
> Carsten R. schrieb:
>
>> 4.2 Volt klingt so verdächtig...
>
> Meinst Du, es klingt wie 42?
> Gruss
> Harald

4.2V ist zufällig die Spannung mit der LiPo-Zellen üblicherweise geladen 
werden. Aber warum sollte die Ausgangsspannung des DC/DC auf genau die 
Spannung einbrechen wo er bei 130mA nur müde gähnen sollte.

von Timmo H. (masterfx)


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M. K. schrieb:

> 4.2V ist zufällig die Spannung mit der LiPo-Zellen üblicherweise geladen
> werden. Aber warum sollte die Ausgangsspannung des DC/DC auf genau die
> Spannung einbrechen wo er bei 130mA nur müde gähnen sollte.
4,2V ist die Ladeschluss-Spannung. Erst werden lipo/liion mit konstantem 
Strom geladen und beim erreichen der Ladeschluss-Spannung mit konstantem 
Strom, bis ca. 1% des ladestroms erreicht ist.
Bei einem USB Gerät findet diese Regelung im Gerät selbst statt, der USB 
host bzw das USB Ladegerät hat immer brav seine 5V zu liefern

von Harald W. (wilhelms)


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M. K. schrieb:

> 4.2V ist zufällig die Spannung mit der LiPo-Zellen üblicherweise geladen
> werden.

Interessant, das die Entwickler des Li-Akkus alle den "Anhalter"
gelesen haben und die Ladespannung eines zehnzelligen Li-Akkus
genau auf die wichtigste Zahl im Universum gelegt haben. :-)
Gruss
Harald

von Carsten R. (kaffeetante)


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M. K. schrieb:
> 4.2V ist zufällig die Spannung mit der LiPo-Zellen üblicherweise geladen
> werden.

Genau darum frage ich wo er gemessen hat. ;-)

von M. K. (avr-frickler) Benutzerseite


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Timmo H. schrieb:
> 4,2V ist die Ladeschluss-Spannung.
Ladeschluss-Spannung, das war der Begriff der mir fehlte. :)

Timmo H. schrieb:
> 200 Ohm zwischen D+ und D- anschließen.

Sind die 200 Ohm eigentlich fix oder kann mit unterschiedlichen Werten 
dem Gerät mitteilen wie viel Strom das Ladegerät liefern kann?
Oder anders gefragt wie bekommt das Gerät mit wie viel Strom es einem 
Ladegerät entnehmen darf?

Da wird jeder Hersteller doch sicher unterschiedliche "starke" 
Ladegeräte anbieten. Mein Ladegerät von Samsung liefert z.B. maximal 
700mA bei 5V.
Soviel ich weiß liegt die obere Grenze bei 2A, mehr vertragen die 
USB-Verbinder nicht.

von Timmo H. (masterfx)


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M. K. schrieb:
> Timmo H. schrieb:
>> 200 Ohm zwischen D+ und D- anschließen.
>
> Sind die 200 Ohm eigentlich fix oder kann mit unterschiedlichen Werten
> dem Gerät mitteilen wie viel Strom das Ladegerät liefern kann?
> Oder anders gefragt wie bekommt das Gerät mit wie viel Strom es einem
> Ladegerät entnehmen darf?
>
> Da wird jeder Hersteller doch sicher unterschiedliche "starke"
> Ladegeräte anbieten. Mein Ladegerät von Samsung liefert z.B. maximal
> 700mA bei 5V.
> Soviel ich weiß liegt die obere Grenze bei 2A, mehr vertragen die
> USB-Verbinder nicht.
Laut der "USB Charging Specification" gibt es nur < 200 Ohm um sich als 
"Dedicated Charging Port" zu erkennen zu geben. In der neuen Spec 1.1 
und 1.2 heißt es genauer
1
...
2
A DCP shall source I_DCP at an average voltage of V_CHG
3
4
A DCP shall short the D+ line to the D- line.
Wobei I_DCP von 0.5A-5.0A geht und V_CHG von 4.75V-5.25V. Sprich das 
Gerät saugt so viel wie es kann und das Ladegerät muss sich um die 
Strombegrenzung kümmern.
Ich habe ein LG Ladegerät mit 1.2A und eins von Asus mit 2.0A und bei 
beiden ist ein Kurzschluss zwischen D+ und D-.

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