Forum: Offtopic IP-Telefon     


von Apfelkuchenbäcker (Gast)


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Hab ne Frage zu IP-Telefonen. Wenn ich meinen isdn-Telefonanschluss auf 
IP-Telefon umschalten lasse, kann ich dann IP-Telefone dierekt mit 
RJ45-Steckern im Netzwerk anschließen - sprich meine 
Hausnetzwerkverkabelung einfach dafür mitnutzen?

Wenn ja - bekommt dann das Telefon über den Router eine IP-Adresse 
zugewiesen? Oder muss es ein spezieller VOIP-Router sein?

von ntba-lover (Gast)


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Apfelkuchenbäcker schrieb:
> sprich meine
> Hausnetzwerkverkabelung einfach dafür mitnutzen?

ich denke schon, das ist ja der Sinn der IP-Telefonie, ein einheitliches 
Netz zu schaffen, um nicht mehrere Netze parralel laufen lassen zu 
muessen.

von (prx) A. K. (prx)


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Equipment, das POTS- und ISDN-Anschlüsse statt direkt per Leitung nun 
über DSL mit der Welt verbindet, besitzt nicht zwangsläufig die 
Fähigkeit, IP-Telefone zu vermitteln.

von Peter II (Gast)


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außerdem brauchst du ersmtal zugangsdaten für dein IP-Telefon. Keine 
ahnung ob man diese immer bekommt. Von Arcor/Vodafon bekommt man sie 
zumindest nicht.

von Εrnst B. (ernst)


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Ja, nein, vielleicht, hängt davon ab ....

IP-Telefone gibt es in X verschiedenen Varianten, mit Kabel-Ethernet 
(RJ45) oder wlan, und können auf verschiedenste arten konfiguriert 
werden, mit DHCP oder mit fest vergebenen IPs, mit oder ohne VLAN, QoS, 
über einen eigenen "Haustelefonanlagen"-Voip-Router, oder mit direkter 
Verbindung zum Anbieter, über verschiedene Protokolle wie SIP, MGCP, 
IAX, und innerhalb dieser Protokolle gibt es jeweils nochmal x 
verschiedene Optionen, Kompressions-Algorithmen, usw....

Und weil das alles so kompliziert ist, sind viele Geräte schon passend 
vorkonfiguriert: ganz Plug-n-Play, oder z.B. vorgefertigtes 
"SIPgate.de"-Profil laden, Benutzername/Passwort ergänzen, fertig.

von Christian B. (casandro)


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Also wenn Du das Angebot Deiner Telefonfirma nutzt, dann geben die Dir 
in aller Regel einen neuen Router an dem dann ein S0-Bus rauskommt.
Das ist dann auch keine Internettelefonie sondern IP-Telefonie in einem 
eigenen getrennten Netz Deines Anbieters. Dafür brauchst Du dann auch in 
aller Regel deren Router.


Aber ganz ehrlich, wenn Du noch solche Fragen stellst, bleib bei ISDN. 
ISDN funktioniert deutlich besser und einfacher. VoIP hat nur dann 
Vorteile, wenn Du bereit bist Dich ein Stück weit in die Materie 
einzuarbeiten.

von Apfelkuchenbäcker (Gast)


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Christian Berger schrieb:
> Aber ganz ehrlich, wenn Du noch solche Fragen stellst, bleib bei ISDN.
> ISDN funktioniert deutlich besser und einfacher. VoIP hat nur dann
> Vorteile, wenn Du bereit bist Dich ein Stück weit in die Materie
> einzuarbeiten.

In 2-3 Monaten gibt es bei uns keinen ISDN oder analog-Anschluss mehr, 
die TCom stellt hier auf VoIP um. Der Router von denen soll 170 Euro 
kosten. Da aber bei mir im Netzwerk ca. 30 Rechner, Drucker, Scanner und 
Messwerterfassungsgeräte drinhängen, kann ich nichts mit so einem 
08/15-Router anfangen, der scheiß konfigurierbar ist und vielleicht 
hätte ja die Möglichkeit bestanden, dass ich irgendwie "nur" ein neues 
Modem brauche und das alte DSL-Modem, dass als Gateway dient, ersetze. 
Und wenn es über das normale Ethernet funktionieren würde - wäre mir 
sogar noch lieber, dann hätte ich mehr Möglichkeiten, das Telefon 
anzuschließen, weil nicht überall ein ISDN-Bus liegt.

von Apfelkuchenbäcker (Gast)


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Peter II schrieb:
> außerdem brauchst du ersmtal zugangsdaten für dein IP-Telefon. Keine
> ahnung ob man diese immer bekommt. Von Arcor/Vodafon bekommt man sie
> zumindest nicht.

warum gibt Vodafone/Arcor das nicht raus? Wollen die die Leute zwingen, 
deren Telefone zu kaufen?

von (prx) A. K. (prx)


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Es gibt gängige Router, die SIP-Telefone einbinden können. Bei den 
besseren Fritzboxen ist das beispielsweise der Fall. Das gilt aber eben 
nicht für alle Router mit VoIP Funktion.

Router und IP-Telefonanlage zu trennen bedeutet, dass du dich selbst des 
Themas QoS im Router annehmen musst, damit die Telefonie nicht in der 
Latenz des grad nebenbei laufenden Downloads ersäuft.

von Peter II (Gast)


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Apfelkuchenbäcker schrieb:
> warum gibt Vodafone/Arcor das nicht raus? Wollen die die Leute zwingen,
> deren Telefone zu kaufen?

weil für sie die übergabe ihre Box ist. Dort kommt dann ein Anlalogen 
oder ISDN anschluss raus. Das es Intern über VOIP gemacht wird ist ihre 
interne angelegenheit. Und wenn man sieht was es alles für Probleme bei 
VoIP geben kann( Protokolle, Codecs usw.) kann man das durchaus 
verstehen.

Ich finde VOIP auch eine rückschritt zu ISDN. Das war ordentliche 
Technik die immer funktioniert hat. Ich bin ja gespannt, wie sie es bei 
mir machen wollen. Dann hier geht nur DSL2000 da bekommt man kein VOIP 
hin.

von (prx) A. K. (prx)


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Peter II schrieb:
> Ich finde VOIP auch eine rückschritt zu ISDN.

In gewisser Hinsicht ja. Aber das ist eine Kostenfrage. Technik für 
IP-Kommunikation ist aufgrund der Masse viel billiger als spezialisierte 
ISDN-Technik.

Bei der Mobilkommunikation geht der Weg ähnlich. GSM und UMTS wurden 
noch auf Basis von Sprach- und Video-Telefonie entworfen. 
Datenkommunikation wurde im Laufe der Zeit darüber gestülpt. Bei GSM ist 
diese Historie sehr gut sichtbar (CSD, HSCSD, GPRS, EDGE). Nur liegt die 
Bedeutung grad vom UMTS-Netz mittlerweile weit mehr in der 
Datenübertragung als in der Telefonie.

Bei LTE hat man dem Trend nun nachgegeben und dies konsequenterweise als 
Medium für Datenkommunikation definiert. Telefonie ist darüber derzeit 
überhaupt nicht möglich, wird aber vermutlich im Laufe der Zeit in Form 
von VoIP nachgereicht.

IP entwickelt sich nun einmal als günstige Basis für universelle 
Kommunikation, obs nun exakt passt oder nicht. Was nicht gleich passt 
wird passend gemacht.

von Frank K. (fchk)


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Ich habe einen VDSL-Anschluss bei EWETEL, und da ist es genauso. Ich 
habe eine Fritzbox von denen bekommen, und die zieht sich bei der 
Erstkonfiguration ihre Konfiguration per TR069. Da muss ich nichts 
weiter und, und ich kann es auch gar nicht mehr. Das ist einfacher für 
die Hotline.
Die Fritzbox ist das, was vorher der NTBA war, da kommen Telefone und 
mein Faxgerät (ja, EWETEL kann T.38!) ran, und aus dem Ethernet kommt 
Internet raus.

Ich bin soweit sehr zufrieden. Störungen habe ich beim Telefonieren 
keine, weil die Telefonie über eine extra PPPOE-Verbindung mit 
reservierter Bandbreite läuft, d.h. Downloads werden nicht langsamer, 
wenn ich telefoniere. Und wegen VDSL wird auch nur G711 verwendet, also 
wie bei ISDN auch, da muss nichts komprimiert werden.

fchk

von (prx) A. K. (prx)


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PS: Wie ist das denn bei Mietleitungen? Früher war das spezielle Technik 
mit speziellen Interfaces, X.21 usw. Heute kommen aus den Anschlüssen 
RJ45 und Ethernet-Frames raus. Notfalls stopft man übergangsweise 
S2m-Tunnel über die IP-Strecke, um alte Telefonanlagen über die Zeit zu 
retten.

von Apfelkuchenbäcker (Gast)


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Peter II schrieb:
> Ich finde VOIP auch eine rückschritt zu ISDN. Das war ordentliche
> Technik die immer funktioniert hat. Ich bin ja gespannt, wie sie es bei
> mir machen wollen. Dann hier geht nur DSL2000 da bekommt man kein VOIP
> hin.

krass, wir haben hier nur ein DSL384, weil der nächste Knoten 8km weg 
ist und wegen der Kabellänge kein schnelleres verfügbar ist. In der 
Regel hab ich im Netzwerk 70-90kBit hin - von daher find ichs auch 
witzig, wenn die Telekom bald mit der Drosselei anfangen will - bevor 
sie hier was drosseln kann, muss sie erstmal mehr bieten...

von Wusel D. (stefanfrings_de)


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Als ich einen DSL Anschluss von Vodafone hatte, bekam ich eine 
Mode/Router Kombination (Esaybox) mit zwei analogen und einem ISDN 
Ausgang.

Mein jetziger Internet Anschluss wurde mit einem TV-Kabel Modem 
geliefert, dass zwei analoge Anschlüsse hat (kein ISDN). Das hätte ich 
aber gegen Aufpreis bekommen können.

Du wirst wohl die Geräte deines Netzanbieters verwenden müssen oder an 
denen vorbei durch das öffentliche Internet telefonieren müssen, unter 
Nutzen eines weiteren Dienstleisters wie sipgate.

Aber lass das besser, Telefonieren übers Internet ist ätzend. Da 
funktioniert sogar Skype noch besser.

von Wusel D. (stefanfrings_de)


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> Notfalls stopft man übergangsweise S2m-Tunnel über die IP-Strecke,
> um alte Telefonanlagen über die Zeit zu retten.

Die Telekom hat kein Interesse, die Lebensdauer ihrer ISDN Anschlüsse 
auf diese Art künstlich zu verlängern. ISDN hat schon wieder ausgedient, 
da bekommst Du eher einen neuen analogen Anschluss (getunnelt) als ISDN.

von Jemand (Gast)


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Also ich habe von KD IP-Telefonie. Habe halt mein Kabelmodem und dort 
dran ist dann z.B. ein Adapter für Telefon + Fax oder 2 Telefone etc. 
vorhanden (RJ11). Diesen Adapter gibt es auch für ISDN. Zugangsdaten 
brauchen wir z.B. da keine einzugeben.
Aber ich rate davon ab, denn wenn das Internet weg ist, dann auch das 
Telefon. Das war für uns schon teilweise sehr nervig.

von (prx) A. K. (prx)


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Bissel Historie über 1,5 Jahrzehnte Standortvernetzung mit Daten und 
Sprache über das gleiche Medium:

(1) Standleitungen 30x64kbit = 2Mbit mit Technik wie ISDN 
Anlagenanschluss S2m. Aber zwischen Daten und Telefonanlage aufgeteilt 
in 20 Nutzkanäle für Daten und 10 für Sprache. Wie man unschwer sieht 
ist das sehr spezielle Telekommunkationstechnik, nur in solchem Kontext 
einsetzbar.

(2) Standteilungen 10Mb, Ethernet-Frames als Inhalt und RJ45 als 
Anschluss. Telefonanlagen haben aber eine viel grössere 
Investitionslebensdauer als Datenstrecken und VoIP steckt sowieso noch 
in der Kinderschuhen. Also wie kriegt man die Anlagen vernetzt?

Man nehme pro Verbindung 2 Boxen, die einen permanenten S2m-Tunnel über 
die IP-Strecken ziehen. Für die ollen Telefonanlagen sehen die aus wie 
2Mb-Standleitungen. Nicht schön, funktioniert aber leidlich, wenn man 
davon absieht, dass dieser Tunnel permanentes Vollgas fährt, also seine 
Bandbreite frisst, egal ob grad telefoniert wird oder nicht. Ist also 
bereits standardisierte Datentechnik, plus ebendiese Boxen.

(3) Die alten Telefonanlagen fliegen raus, die Standleitungen werden 
ersetzt durch ein MPLS-Netz. VoIP für Telefonie, entsprechend 
priorisiert. Die alte Telefontechnik findet nur noch an zwei Stellen 
statt: Am Übergang zur Aussenwelt und zu Papierfaxen. Zur Telekom geht 
es mit klassischen S2m-Anlagenanschlüssen. Andersartige Übergänge sind 
in dieser Dimension wohl nicht so richtig trocken. An Stelle 
DECT-Telefonie gibts Handys. Als Vermittlungsanlagen dienen 
virtualisierte Server.

von Georg A. (georga)


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> außerdem brauchst du ersmtal zugangsdaten für dein IP-Telefon. Keine
> ahnung ob man diese immer bekommt. Von Arcor/Vodafon bekommt man sie
> zumindest nicht.

Jein... Es soll eine Möglichkeit geben, sie aus dem Image 
herauszuziehen, dann kann man auch eine Fritzbox oder PC+Asterisk 
nehmen. Angeblich soll die Hotline die Daten auch verraten, wenn man 
nett fragt und kompetent wirkt...

(Hab zwar eine Easybox, habs aber noch nicht probiert. Noch tut das Ding 
auch so alles, was es soll...)

von Christian B. (casandro)


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Was man natürlich auch machen kann, ist einfach VoIP von einem externen 
Anbieter wie zum Beispiel Sipgate zu nehmen. Dann muss man sich aber um 
die Priorisierung selbst kümmern, dafür hat man die volle Flexibilität 
beliebig den Internetanbieter zu wechseln.

von (prx) A. K. (prx)


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Stefan Frings schrieb:
> Die Telekom hat kein Interesse, die Lebensdauer ihrer ISDN Anschlüsse
> auf diese Art künstlich zu verlängern. ISDN hat schon wieder ausgedient,
> da bekommst Du eher einen neuen analogen Anschluss (getunnelt) als ISDN.

In der Dimension von S2m-Anlagenanschlüssen werden weiterhin fröhlich 
ebensolche verbaut. In kleineren Installationen auch mit klassischen 
S0-Anlagenanschlüssen. Ziemlich frisch anno 2012, von Big T selbst.

Eigentlich hätte das ebenso gut auch gleich im MPLS Netz mit erledigt 
werden können. Also H.323 oder SIP als Übergang zum Provider, statt 
ISDN. Das hätte sämtliche Anlagenanschlüsse eingespart, denn das MPLS 
ist ja sowieso da.

Ist also schon ein kleiner Unterschied, was du als Privatmensch oder 
kleiner Krauter verpasst bekommst, und was in grösserer Dimension 
verbaut wird.

von Markus (Gast)


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Also was ihr nur habt.
Ich hatte mit der Drosselkom und einem IP-Anschluss nie Probleme gehabt. 
Seitdem mein Anschluss im Dezember 2011 auf VDSL umgestellt wurde, wurde 
auch POTS bei mir abgestellt. Ich war sehr skeptisch, aber mir wurde 
kein Option zum behalten von POTS angeboten.

Die IP-Telefonie lief dann über meine Fritz!Box. Ich hatte nie Probleme 
damit, keine Aussetzer auch bei mehreren Downloads, die Sprachqualität 
war okay. Die Telekom liefert alle nötigen Zugangsdaten, die Server kann 
man googlen. Hatte VOIP zum Test auch auf dem Handy per SIP eingerichtet 
ohne die VOIP-Funktion der Fritz!Box zu benutzen, lief genauso gut.

Zu deiner Frage: ich denke mit der Telekom kannst du auch einfach 
IP-Telefone einrichten. Mit einer gescheiten Fritz!Box kannst du diese 
auch als Telefonzentrale für VOIP-Telefone nutzen, mit den Vorteilen von 
ISDN-Telefonen an einer Telefonanlage. Und die bietet dir noch Analog 
oder S0-Anschlüsse, um die alten Telefone erstmal weiter zu betreiben. 
Aber jegliche andere VOIP-Hardware geht genauso, da, wie gesagt, die 
Zugangsdaten zur Verfügung stehen.

von Marko ⚠. (mos6502) Benutzerseite Flattr this


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Hab auch nen Drosselkom IP-Anschluss. Ne uralte FritzBox 7170 reicht und 
läuft problemlos.

Obendrein braucht man dann auch gar keine Festnetztelefone mehr, weil 
man auf Android mit der FritzFon App über WLAN telefonieren kann.

von Frank (Gast)


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Es gibt da prinzipiell zwei Arten, IP-Telefone zu betreiben.

Das Einfachste ist es, wenn sich das Telefon direkt selber beim 
VOIP-Provider registriert. Dann benötigt man keinen Router mit 
speziellen VOIP-Fähigkeiten, er reicht nur die Internetverbindung durch, 
wie für andere Geräte (z.B. Laptop oder PC) auch.

Die andere Methode ist die, wenn der Router eine SIP-Telefonanalage 
(IPPBX) enthält. Dann registrieren sich die Telefone am Router. Der 
Router ist seinerseits bei einem oder mehreren VOIP-Providern 
registriert, zusätzlich sind auch ISDN- oder gar Analoganschlüsse 
mögich. Die Software im Router vermittelt dann die Anrufe. Das erfordert 
einen speziellen Router, z.B. bestimmte Versionen der Fritzbox oder 
einen Draytek Vigor 2820 IPPBX.

von J. A. (gajk)


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Peter II schrieb:
> außerdem brauchst du ersmtal zugangsdaten für dein IP-Telefon. Keine
> ahnung ob man diese immer bekommt. Von Arcor/Vodafon bekommt man sie
> zumindest nicht.

Ich hab bei meinem Anschluss einen "Sprachdienst" mit dabei, der auch 
kostenlos ist und der ganz andere Nummern hat als die örtlich üblichen.

Man telefoniert hierbei über ein Headset, welches man am PC anschließt. 
Ich hab jetzt immer gedacht, dass dies ein Woip-Anschluss ist.

von (prx) A. K. (prx)


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Frank schrieb:
> Das Einfachste ist es, wenn sich das Telefon direkt selber beim
> VOIP-Provider registriert. Dann benötigt man keinen Router mit
> speziellen VOIP-Fähigkeiten, er reicht nur die Internetverbindung durch,
> wie für andere Geräte (z.B. Laptop oder PC) auch.

"FRAAAANK - bist du das? Ja Schatz, ich lad mir grad Saucy Salamander 
runter. Herrje Frank, ich hab dir schon hundert mal gesagt, dass du 
keine P....s gucken darfst während ich telefoniere!"

Die Anforderungen eines Echtzeitstreams sind halt anders und daher 
braucht der Router hier zwar kein VoIP, aber die Sprachstrecke QoS. Und 
da ist dann doch wieder u.A. der Router beteiligt.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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> Die Anforderungen eines Echtzeitstreams sind halt anders und daher
> braucht der Router hier zwar kein VoIP, aber die Sprachstrecke QoS. Und
> da ist dann doch wieder u.A. der Router beteiligt.

Werden aber auch oft übertrieben. Ein Telefonat verbraucht 60-80 KBit, 
das muss der Zugang schon ganz schön holpern, bevor das merkbar wird. 
Ausserdem kann man natürlich die entsprechenden Protokolle und Ports 
priorisieren. Wobei - dem SIP ist es ziemlich egal, das dient nur der 
Organisation, man muss die UDP-Ports fürs RTSP (5006 u.ä.) per QOS 
flutschen lassen ...

von (prx) A. K. (prx)


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Frank Esselbach schrieb:
> Werden aber auch oft übertrieben. Ein Telefonat verbraucht 60-80 KBit,
> das muss der Zugang schon ganz schön holpern, bevor das merkbar wird.

Es geht dabei zunächst auch weniger um den Durchsatz und mögliche 
Paketverluste, als vielmehr um eine möglicherweise erhebliche 
Veränderung der Latenzzeit.

Das kann man zwar mit einem Puffer auffangen, aber je tiefer der ist, 
desto grösser ist die wahrgenommene Verzögerung im Gespräch. Die 
irgendwann unangenehm wird.

von Frank E. (Firma: Q3) (qualidat)


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Ja, kenn ich. Das ist auch in hohem Maße von den verwendeten Algorithmen 
bzw. dem technischen Aufwand abhängig. Mein Sohn telefoniert z.B. 
manchmal per Softphone vom Laptop und manchmal per Grandstream GXP 
(Hardware-) IP-Telelfon aus Skandinavien zu uns nachhause. Ich habe 
ebenfalls Grandstreams zuhause.

Bei Verwendung der Hardware-Telefone ist keine Latenz spürbar, fühlt 
sich an wie ISDN. Wenn dagegen das Softphone am anderen Ende ist, wirds 
ziemlich anstrengend - man fällt sich z.B. ständig ins Wort ...

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