Verstärker ohne Lautsprecher testen

Gast #3162091
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Hallo,

ich möchte gerne meinen Class-D Verstärker erst einmal ohne Lautsprecher 
testen.

Der Verstärker wird mit 25V versorgt, die Lautsprecher sollen 8R haben.

Wenn ich mich nicht verrechnet habe, brauche ich dafür einen ca. 150W 
Widerstand mit 8 Ohm. Das ist 'ne ganze Menge.

Ein Lautsprecher wird doch aber nicht zerstört, auch wenn ich einen 60W 
Lautsprecher an einen 150W Verstärker hänge. Solange ich nicht voll 
aufdrehe...

Könnte ich auch mit einem 8R/5W Widerstand testen und laangsam die 
Lautstärke beim Verstärker hochdrehen?

Irgendwie habe ich gerade einen Knoten im Kopf...
Gast #3162118
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>wenn du aber nun den widerstand in ein glas wasser packst dann kannst du
>auch voll aufdrehen. pack aber nicht zwei boxenausgänge in ein glas, da
>kann es zu querströmen kommen die du nicht willst.

Aber auch nur wenn der Widerstand wasserdicht ist und die Anschlusskabel 
gegen das Wasser isoliert sind...
Gast #3162131
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> Aber auch nur wenn der Widerstand wasserdicht ist und die Anschlusskabel
> gegen das Wasser isoliert sind...

Was natürlich vollkommen unnötig ist. Die Leitfähigkeit von normalem 
Leitungswasser ist so gering, dass sie bei einem 8Ohm-5W-Widerstand 
keine Rolle spielt.
#3162134
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Den Wasserquatsch würde ich lassen - ein Stück Kühlkörper findet sich 
doch immer.
Manche D-Verstärker benutzen übrigends auch die Induktivität des 
Lautsprechers mit für das Ausgangsfilter. Also falls du da mit dem Oszi 
reichlich Reste der PWM am rein Ohmschen Lastwiderstand findest, muss 
das nicht unbedingt ein Problem des Verstärkers sein.
Gast #3162137
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Clemens S. schrieb:
> wenn du aber nun den widerstand in ein glas wasser packst dann kannst du
> auch voll aufdrehen. pack aber nicht zwei boxenausgänge in ein glas, da
> kann es zu querströmen kommen die du nicht willst.

In der HF-Technik packt man solche Lastwiderstände (Dummy Load aka 
Kunstantenne) bisweilen in ein mit Öl gefülltes Gefäss.
Gast #3162165
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Ich weiß gar nicht, was ihr da rechnet.

Du sagst, der Verstärker wird mit 25V versorgt.
Also kommen da auch max. 25V Peak am Ausgang an.
Du wirst wahrscheinlich einen Sinus als Testsignal verwenden.

Dann bekommst du einen Effektivwert von 17,7V (Upeak / Wurzel(2)) am 
Ausgang.

Das macht eine Leistung von P=Ueff^2/R, also 313/8 W = 39W.
Gast #3162202
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blablub schrieb:
>>wenn du aber nun den widerstand in ein glas wasser packst dann kannst du
>>auch voll aufdrehen. pack aber nicht zwei boxenausgänge in ein glas, da
>>kann es zu querströmen kommen die du nicht willst.
>
> Aber auch nur wenn der Widerstand wasserdicht ist und die Anschlusskabel
> gegen das Wasser isoliert sind...

Destiliertes Wasse nehmen, dann gehts auch unisoliert. Oder Öl :-D
#3162416
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Hallo,

Dirk H. schrieb:
> Trenntrafo habe ich keinen.

Alles klar, dann bin ich ja beruhigt ;-)

Dirk H. schrieb:
> Immerhin befinde ich mich mit dem Oszi ja hinter einem Ringkerntrafo.

Ich hätte jetzt eher geschrieben: "Immerhin befinde ich mich mit dem 
Verstärker hinter einem Ringkerntrafo."

Dirk H. schrieb:
> Wenn ich damit auf der Sekundärseite vom RKT messe habe ich ja ein
> anderes GND-Potential.

Wenn Dein Verstärker wirklich potentialgetrennt ist kannst Du rein 
theoretisch mit einem Tastkopf an dem Verstärker "herummessen" wie Du 
willst. Dir muss allerdings klar sein, dass die Erdklammer des 
Tastkopfes den entsprechenden Punkt des Verstärkers immer aus Erde 
zieht. Wenn Du jetzt mit zwei Tastköpfen misst kann dies unglücklich 
enden. Daher würde ich die Erdklammer des Tastkopfes bzw. der Tastköpfe 
immer an Masse klemmen.

Mit freundlichen Grüßen
Guido
Gast #3162432
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Dirk H. schrieb:
> Der Verstärker wird mit 25V versorgt, die Lautsprecher sollen 8R haben.
> Wenn ich mich nicht verrechnet habe, brauche ich dafür einen ca. 150W
> Widerstand mit 8 Ohm. Das ist 'ne ganze Menge.

War das nicht so, dass die 8 Ohm nur der Wechselstromwiderstand bei 
einer bestimmten Frequenz sind? Kann man das überhaupt mit einem R 
simulieren?

Gute Amps sind doch angeblich auf die Lautsprecher abgestimmt, macht es 
da Sinn, die isoliert zu testen?
Gast #3162462
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Nichtanaloger schrieb:
> War das nicht so, dass die 8 Ohm nur der Wechselstromwiderstand bei
> einer bestimmten Frequenz sind? Kann man das überhaupt mit einem R
> simulieren?

Ja, kann man. Zwar nicht den Wechselstromwiderstand, doch man kann den 
Amp schon gut belasten. Das mit der einen Frequenz stimmt zwar, doch für 
lebenspraktische Messungen geht das sehr gut.

> Gute Amps sind doch angeblich auf die Lautsprecher abgestimmt, macht es
> da Sinn, die isoliert zu testen?

Gute Amps sind auf nix abgestimmt, gute Amps gehen an jeder Last (wenn 
sie wirklich gut sind)
Irgendwelche PMPO-Brüllmaschinen sind auf ihr Steckernetzteil und den 
Billigpieper in der Plastikdose abgestimmt. ;-)

Old-Papa
(der jetzt darauf gespannt ist, wer wie antwortet....) ;-)
#3162549
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Hallo,

Dirk H. schrieb:
> Aber wenn ich sekundär GND auf PE lege, habe ich dann nicht den Trafo
> ausgetrickst und eine Schleife gelegt?

Naja, während des Messens wirst Du nicht drumherum kommen. Normalerweise 
liegt die Erdklemme des Tastkopfes nun mal auf PE. Ich schreibe 
"normalerweise", da es auch hier Ausnahmen gibt. Ich glaube nicht, dass 
Dein Oszilloskop zu diesen Ausnahmen gehört.

Ob es bei einem Audioverstärker sinnvoll ist GND und PE zu verbinden 
kann ich nicht beurteilen. Hier müssen Dir die Audiophilen helfen.

Mit freundlichen Grüßen
Guido
(Firma: matzetronics) #3162582
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Old Papa schrieb:
> Gute Amps sind auf nix abgestimmt, gute Amps gehen an jeder Last (wenn
> sie wirklich gut sind)

Seh ich auch so - bis auf die Controller Systeme, wo vor der Endstufe 
nochmal ein Vorverzerrer ist um die schlechte Physik der Boxen zu 
überlisten.

> Irgendwelche PMPO-Brüllmaschinen sind auf ihr Steckernetzteil und den
> Billigpieper in der Plastikdose abgestimmt. ;-)

Und da hat man dann schon Glück. Die einzige Abstimmung, die dort immer 
funktioniert, ist die zwischen Importeur und Hersteller, die sich beide 
einig darüber sind, das 10 Euro am Tag für die Mitarbeiter eigentlich 
schon zu viel sind.

Guido C. schrieb:
> Ob es bei einem Audioverstärker sinnvoll ist GND und PE zu verbinden
> kann ich nicht beurteilen. Hier müssen Dir die Audiophilen helfen.

Ich wage nicht zu behaupten, das ich ein Audiophiler bin - man muss es 
einfach probieren. Wenn das Gerät das einzige im System mit einem PE 
ist, sollte man ihn anschliessen. Wenn es hingegen noch andere Geräte 
mit PE gibt, muss man ausprobieren, obs eine Brummschleife gibt (dann 
sollte man PE von GND trennen) oder nicht.
Alte Verstärkerschlachtschiffe und Musiker Verstärker haben dazu einen 
Ground Lift Schalter.

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