Hallo, ich bin gerade dabei meine Bachelorarbeit über die H-Brücke zu schreiben. Die Schaltung ist nun schon länger aufgebaut, die funktioniert auch. Mein Problem ist es die Eingangsleistung und die Ausgangsleistung zu messen. Ich benutze eine Widerstandskaskade als Last, die kann von 10 Ohm bis 0,85 Ohm eingestellt werden. Die Widerstandswerte konnte ich sehr genau mittels der Vierleitermessung bestimmen. Die Eingangsspannung beträgt 14V mit den jeweiligen Widerstandswerten kann ich Ströme bis zu 14 A ziehen. Am Eingang habe ich noch einen Stützkondensator 470uF. Am Oszilloskop habe ich mir die Eingangsspannung und die Spannung über einem Shunt-Widerstand am Eingang angesehen, die sind konstant. Am Ausgang habe ich natürlich eine PWM Spannung und Strom (phasengleich, da ohmsche Last). Wenn ich jetzt die Eingangsspannung mit einem Fluke (true RMS) messe und den Strom aus der Spannung über dem Shunt ausrechne, dann bekomme ich ja die Eingangsleistung mit P_in=U_in*I_in. Wenn ich die Ausgangsspannung mit dem Fluke messe und dann die Ausgangsleistung über P_out = U_out^2 / R_last errechne, dann bekomme ich nur Mist raus. Meine Verlustleistung am IC (VNH5019) beträgt dann teilweise über 10W mit Pv = P_in - P_out. Wie misst man die Eingangs- und Ausgangsleistungen richtig? Danke im Voraus.
Waldemar Heimann schrieb: > mit einem Fluke Ach, das eine einzige "Fluke" meinst du... Kann dein "Fluke" denn bei den hohen PWM-Frequenzen noch richtig messen? > Am Oszilloskop habe ich mir die Eingangsspannung und die Spannung über > einem Shunt-Widerstand am Eingang angesehen, die sind konstant. Am > Ausgang habe ich natürlich eine PWM Spannung und Strom Oszilloskop. Gut. Dann vergleich doch einfach mal die Spannung am Ausgang mit der vom "Fluke" gemessenen Spanung z.B. beim TV 50%. Wenn da dann die Hälfte der Versorgungsspannung herauskommt, dann mach das nochmal mit 25% und 75%...
Das stimmt natürlich nicht überein. Das Oszi ist aber auch nicht das gelbe vom Ei. Es ist zwar ein Agilent aber ich habe die Tastkopfdifferenzmessung benutzt, die auch Fehler mitsich bringt. Aber ich kann/darf nicht gegen GND messen. Der GND-Abgriff am Tastkopf bringt mir einen Kurzschluss, da es alles über das Netz verbunden ist. Trenntrafo nicht vorhanden. Jetzt habe ich nochmals eine Messung gemacht mit TV=100% (kein PWM mehr). Am Eingang: Spannung und Strom (Shunt) bekomme ich P_in = 182W Am Ausgang auf 3 versch. Arten: 1: Spannung und Widerstand P_out = U^2/R = 167W 2: Strom (Shunt) und Widerstand P_out = I^2 * R = 148W 3: Spannung und Strom (Shunt) P_out = U * I = 157W das sind P_v = 16W, = 34W und = 26W (!!!) Ich werde Versuchen über die Toleranzrechnung der Messgeräte zu rechnen um evtl. rauszubekommen ob die Werte in der Toleranz liegen könn(t)en....
Waldemar Heimann schrieb: > ich bin gerade dabei meine Bachelorarbeit über die H-Brücke zu > schreiben. Kannst du uns mal den Titel der Bachelorarbeit nennen?
Welchen Wert hat dein Lastwiderstand bei diesen Messungen? Welchen dein Shunt? Wie lange sind die Verbindungskabel dazwischen? Welchen Widerstand haben die? Hast du Steckverbindungen? Welchen Übergangswiderstand haben die? Ich wiederhole mich ungern, aber: Welches "Fluke" hast du? Welche PWM-Frequenz hast du? Waldemar Heimann schrieb: > Ich werde Versuchen über die Toleranzrechnung der Messgeräte zu rechnen > um rauszubekommen ob die Werte in der Toleranz liegen könn(t)en.... Hört sich an wie "sich selber was in die Tasche lügen"...
Lothar Miller schrieb: > Welchen Wert hat dein Lastwiderstand bei diesen Messungen? 0,85(3) Ohm > Welchen dein Shunt? 10 mOhm 1% > Wie lange sind die Verbindungskabel dazwischen? max. 30 cm dicke Bananensteckerkabel > Welchen Widerstand haben die? nicht gemessen > Hast du Steckverbindungen? ja, mit Bananensteckern > Welchen Übergangswiderstand haben die? nicht gemessen > Ich wiederhole mich ungern, aber: > Welches "Fluke" hast du? Fluke 189, Fluke 179 > Welche PWM-Frequenz hast du? 20 kHz > Hört sich an wie "sich selber was in die Tasche lügen"... Wie ist das gemeint? Ich versuche mir nur klar zu machen, wie solche Werte entstehen können und ob sie es dürfen...
Waldemar Heimann schrieb: >> Welchen Übergangswiderstand haben die? > nicht gemessen Bananenstecker: irgendwas im Bereich um 20-50mOhm. Ein paar Steckverbindungen, dazu noch die Kabelwiderstände mit jeweils 10-20mOhm und du hast statt 0,85 Ohm schon 1 Ohm... > Ich versuche mir nur klar zu machen, wie solche Werte entstehen können > und ob sie es dürfen... Du willst die Fehler der Messgeräte mit- und gegeneinander verrechnen, und dabei hast du nicht mal alle Komponenten deines Messaufbaus in der Rechnung. Das meine ich mit "in die eigene Tasche lügen"... > Fluke 189, Fluke 179 Die Messgeräte haben eine Bandbreite von 100kHz. Damit wird ein Rechteck von 20kHz nur bis zur zweiten Oberwelle ausgewertet...
Lothar Miller schrieb: > Bananenstecker: irgendwas im Bereich um 20-50mOhm. Ein paar > Steckverbindungen, dazu noch die Kabelwiderstände mit jeweils 10-20mOhm > und du hast statt 0,85 Ohm schon 1 Ohm... Man könnte ja die benutzten Kabel messen, wobei schon diese simplen Kabel sehr verschieden sein können: Übergangswiderstände, Kontaktmaterial, verschaubt, locker?, Querschnitt, China ... Inwieweit Oberwellen meßbar sind und wieviel über Schutzdioden verheizt wird, wäre natürlich auch interessant.
Oberwellen hin oder her, die Messung fand bei d=100% statt, das ist Fakt. Wegen den Übergangswiderständen, ich habe ja nichts errechnet sondern gemessen, da sind die Spannungsabfälle der Leitungen schon inbegriffen....
Waldemar Heimann schrieb: > eine Widerstandskaskade als Last Evtl. auch ein Wärmeproblem bei der Messung weil der Widerstand mal glüht und mal weniger glüht kurz nach dem Einschalten? Statt der Kaskade mal ein paaaaar große, zementierte Ersatzwiderstände als Gegenprobe?
oszi40 schrieb: > Waldemar Heimann schrieb: >> eine Widerstandskaskade als Last > > Evtl. auch ein Wärmeproblem bei der Messung weil der Widerstand mal > glüht und mal weniger glüht kurz nach dem Einschalten? Statt der Kaskade > mal ein paaaaar große, zementierte Ersatzwiderstände als Gegenprobe? das sind 12* 10 Ohm Hochlastwiderstände am überdimensioniertem Kühlkörper sitzen (mit wärmeleitpaste und natürlich verschraubt) der noch aktiv gekühlt wird ich habe beim Fluke Datenblatt gelesen, dass er 20A (max. 30 Sek) messen kann, das werde ich gleich mal ausprobieren. so wird der Widerstand nicht miteinbezogen
OK, hab jetzt eine richtige Messung hinbekommen, indem ich die Spannung direkt am IC abgegriffen hab. Also vor dem IC spannungsrichtig und nach dem IC stromrichtig. Das hat zur Folge, dass mein Kabelbaum knapp 20W verbraucht... Problem gelöst ;-)
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.