Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Lichtschranke LED brennt durch - warum?


von bobberjahn (Gast)


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Hallo,

ich habe eine Lichtschranke mit Busanbindung gebaut. Funktioniert soweit 
eigentlich, bis auf die Tatsache, dass schon 3x eine IR LED (LED1) 
durchgebrannt ist (bei 8 Lichtschranken und jeweils ca 2 Stunden 
Betriebsdauer). Die LED wird vom Attiny mit einem 36kHz Rechtecksignal 
angesteuert und es ist diese: http://www.farnell.com/datasheets/7975.pdf
Laut Datenblatt habe ich für die Pulsdauer einen Strom von 300mA 
berechnet, 3,7V müssen an R1 vorher abfallen, also habe ich R=12 Ohm 
gewählt.
Fällt da jemandem ein systematischen Fehler oder ist es nur "Zufall"?

von torstensc (Gast)


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Was genau soll C1 bewirken?

von nicht "Gast" (Gast)


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LOL, wegen C1 natürlich!

von Udo S. (urschmitt)


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Torsten hat das erkennbare Problem schon genannt.
ist der Transistor gesperrt lädt sich C1 auf 5V auf. Wird der Transistor 
durchgeschaltet ist das wie ein Kurzschluss über die Led und es fliesst 
ein hoher Stromimpuls, bis sich C1 auf die Durchlasspannung entladen 
hat.

C1 macht so keinen erkennbaren Sinn aber evt. die Led kaputt.

von bobberjahn (Gast)


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Oh jo, macht natürlich Sinn. Der kommt weg, danke!

von 6A66 (Gast)


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nicht "Gast" schrieb:
> LOL, wegen C1 natürlich!

Den verstehe ich nicht!

Hallo Bobberjahn,

die LED ist mit tp/T=0,5, tp=100us (10kHz) und 300mA grenzwertig 
belastet. Wenn Dein Puls signifikant länger dauert wird sie auf Dauer 
geschädigt. Bitte kontrolliere Dein Timing mit Scope!

Grüße

von nicht "Gast" (Gast)


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Hat Udo doch schon erklärt!

von oszi40 (Gast)


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Timing kontrollieren ist schön, nützt aber wenig bei SW-Ansteuerfehler. 
Deshalb muß der LED-Strom schon hardwaremäßig auf ein verträgliches Maß 
begrenzt werden und der C1 verschwinden.

von 6A66 (Gast)


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nicht "Gast" schrieb:
>       Hat Udo doch schon erklärt!

War zu spät dran und dann hab' ichs auch gesehen - da war's schon raus.

rgds

von Der (Gast)


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Während der Controller startet sind die Pins hochohmig, genauso wie das 
Gate an "IRLED". Es kann also sein, der FET dauerhaft durchschaltet und 
dadurch die Diode zerstört wird. Abhilfe schafft ein einfacher PullDown 
Widerstand von IRLED nach GND.

von Lothar M. (Firma: Titel) (lkmiller) (Moderator) Benutzerseite


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Der schrieb:
> Während der Controller startet sind die Pins hochohmig, genauso wie das
> Gate an "IRLED". Es kann also sein, der FET dauerhaft durchschaltet und
> dadurch die Diode zerstört wird.
Es kann und wird eher so sein, dass der Transistor nicht 
durchschaltet, der C1 sich auflädt, und dann beim ersten Einschalten 
des Transistors mit maximal erreichbarer Stromstärke über die LED 
entlädt...

Könnte natürlich auch sein, dass ein Fehler in der Software die LED 
zwischendurch mal lang anschaltet und dann der Strom zu groß wird...

Der schrieb:
> ein einfacher PullDown Widerstand von IRLED nach GND.
Ein Pulldown von G nach S ist immer sinnvoll. Z.B. auch bei einer kalten 
Lötstelle oder einem Kabelbruch...

von amateur (Gast)


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>Oh jo, macht natürlich Sinn. Der kommt weg, danke!

Ich würde ihn nicht rausnehmen sondern an der anderen Seite von R1 
anschließen. 300 mA - einfach so aus der Versorgung - sind nicht ganz 
ohne.

von Der (Gast)


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Lothar Miller schrieb:
> Der schrieb:
>> Während der Controller startet sind die Pins hochohmig, genauso wie das
>> Gate an "IRLED". Es kann also sein, der FET dauerhaft durchschaltet und
>> dadurch die Diode zerstört wird.
> Es kann und wird eher so sein, dass der Transistor nicht
> durchschaltet, der C1 sich auflädt, und dann beim ersten Einschalten
> des Transistors mit maximal erreichbarer Stromstärke über die LED
> entlädt...

Sorry, ich habe das Wörtchen "auch" vergessen. Der Kondensator ist 
natürlich nicht gut für die Lebensdauer LED. Aber auch wenn dieser weg 
ist, dann ist das floatende Gate während der Initialisierung des µCs 
nicht gut.

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