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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Ladeschaltung für 3V Li-Knopfzelle?


Autor: nobody0 (Gast)
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Gibt es Ladeschaltungen für 3V Li-Knopfzellen?
In Geräten wo die Knopfzelle nur zum Überbrücken der Zeit ohne 
eingeschaltetes Netzgerät benötigt wird, wäre sowas ja sinnvoll, aber 
ich habe noch keine Ladeschaltung gefunden.

Autor: mikki merten (Gast)
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Die Knopfzelle eine Batterie und keine Akku. Wozu dann  eine 
Ladeschaltung ?

Autor: nobody0 (Gast)
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Damit die länger lebt und in den nächsten Jahren nicht ausgetauscht 
werden muss. Sie sollte mindestens bis zum Garantieende reichen.

Autor: Michael (Gast)
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Ich hab 'mal irgendwo gelesen, daß Batterien umso länger halten, je 
weniger man sie belastet.

Autor: nobody0 (Gast)
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Ja, in flüssigem Stickstoff gelagert halten die einige Millarden Jahre, 
aber es geht mir um den Betrieb und auch wieviel eine Ladeschaltung bei 
Li-Batterien bringt.
Bei Zink-Kohle-Batterien bringt es nämlich etwas, aber ich habe mit 
Li-Batterien diesbezüglich keine Erfahrung.

Autor: Michael (Gast)
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>Sie sollte mindestens bis zum Garantieende reichen.

Mit Garantie ist vermutlich die 2-jährige Gewährleistung für priv. 
Endkunden gemeint. Ich halte es für ein falsches Entwicklungsziel, die 
Laufzeit einer Pufferbatterie auf zwei Jahre zu beschränken. Bei der 
Berechnung halte ich 10 Jahre für angemessen, wenn sie dann letzlich 
fünf Jahre hält, weil die Umgebung zu warm oder die Batterie schon zu 
alt war, nun gut.
Ich habe hier ein Tel.-Fax. zu stehen, was jedes Jahr vier neue 
Mignon-Zellen haben möchte, obwohl es sich permanent reichlich Saft aus 
der Dose holt, der auch unterbrochen fließt. Die freundliche 
Frauenstimme kann leider zu wenig deutsche Worte, um mir zu verraten, 
wer das Gerät entwickelt hat.
Damals war noch die 6-monatige Gewährleistung gültig. Das Gerät 
entsprach somit den o.g. Anforderungen.

Autor: Bernhard T (Gast)
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Hallo nobody0, Panasonic bietet z.B. die VL Reihe 
Vanadium-Pentoxyd-Lithium Akkus als Knopfzellen. Ladeschaltungen dazu 
gibt es hier: 
www.panasonic.com/industrial/battery/oem/images/pdf/Panasonic_Lithium_VL 
.pdf
Gruß Bernhard

Autor: nobody0 (Gast)
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Aha, danke, aber 3 Dioden als primitive Ladeschaltung kosten ca. 10 
cent; um wieviel sind denn diese Li-Akkus teurer?
Und werden auch Li-Batterien merklich aufgeladen, wenn man versucht die 
zu laden?

Autor: Bernhard T (Gast)
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Kosten mindestens das doppelte und sind leider auch wesentlich größer.
Ok ne normale Alkali Mignon kann man im gewissen Rahmen wieder aufladen, 
wenn man vorsichtig genug ist (die sind im Prinzip ja auch alle gleich 
gebaut). Lithium ist aber nicht gleich Lithium (siehe Batterie 
Glossar).Selbst Typen mit gleicher Chemie unterscheiden sich teils 
erheblich weil je nach Anwendung ein Kompromiss zwischen max. 
Entladestrom und Selbstentladung gesucht wird .Ich würde es nicht erst 
versuchen eine Lithium Bat. zu laden, die nicht dafür vorgesehen ist. 
Lithium reagiert mit Wasser (Luftfeuchtigkeit) sehr heftig. Ich gehe 
davon aus das sie deshalb besonderst dicht gebaut sind.... könnte 
gansschön knallen. Zudem wenn sich dann  bei höheren Temperaturen oder 
nach 1 1/2 Jährigen gebrauch das Lithium doch abscheidet hast du auf 
einmal XX % Garantiefälle.
Gruss Bernhard

Autor: nobody0 (Gast)
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Also Li ist das am trägsten reagierende Alkalimetall; das ist kein 
Problem. Im Gerät würde selbst eine auslaufende Batterie wohl kein 
Problem sein, weil ja noch ein Gehäuse drum herum ist und die Batterie 
unter der Platine ist.
Ich habe nun versucht zwei Knopfzellen zu laden, aber weil die zu Anfang 
nur 1,8 V hatten, waren die wohl so tief entladen, das sich jetzt nichts 
mehr tut.
Jedenfalls wären 3 Dioden von 5V (zu den +3V der Batt.) als primitive 
Ladeschaltung nicht schädlich.

Autor: AndreasG (Gast)
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Servus!

Aus dem Modellbau hab ich gehört, dass die Lithium-Ionen-Akkus ziemlich 
heftig explodieren, wenn man sie falsch lädt (überladen, zuviel Strom). 
Ich wär da lieber mal vorsichtig bei jeder Art von Lithiumbatterien.

Autor: nobody0 (Gast)
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Also die leeren Zellen haben mit 3 Dioden zu 5V eine Spannung von rund 
3,2 V, die nach Ausschalten schon bei minimaler Belastung sofort wieder 
abfällt und in den letzten Tagen ist bei zwei von denen weder 
nennenswerter Strom geflossen noch etwas explodiert.
Über 3 Dioden kommt man auf einen nennenserten Strom ja erst ab 2,1 V, 
also zu den 5V, so das unter 2,9 V erreicht werden müssten, und da ist 
die Zelle deutlich  entladen und anscheinend so hochohmig, das kein 
nennenswerter Strom fliessen kann.

Autor: Kunde (Gast)
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wie kann ich so eine knopfzelle schnell entladen (möchte jemanden 
reinlegen)

Autor: A. K. (prx)
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nobody0 schrieb:

> Damit die länger lebt und in den nächsten Jahren nicht ausgetauscht
> werden muss. Sie sollte mindestens bis zum Garantieende reichen.

Lithium-Knopfzellen nehmen übel, wenn keine Akkus und Strom verkehrt 
herum.

Autor: A. K. (prx)
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Kunde schrieb:

> wie kann ich so eine knopfzelle schnell entladen (möchte jemanden
> reinlegen)

Kurzschliessen und in Deckung gehen. Das ist deutlich Energie drin und 
die will dann raus. Schnell raus. Sehr schnell raus. Vom Prinzip her hat 
so ziemlich jeder Energiespeicher das Zeug zur Bombe, umso mehr Energie 
umso Bumm.

Autor: Micha H. (mlh) Benutzerseite
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A. K. schrieb:
>
> Kurzschliessen und in Deckung gehen. Das ist deutlich Energie drin und
> die will dann raus. Schnell raus. Sehr schnell raus. Vom Prinzip her hat
> so ziemlich jeder Energiespeicher das Zeug zur Bombe, umso mehr Energie
> umso Bumm.

Köstlich. Das mußte ich jetzt komplett zitieren, weil's einfach nur nach 
Hollywood klingt.
Wie groß denkst Du wird das Loch im Boden?

Also mal beispielsweise eine 2025-Li-Knopfzelle genommen: da sind ca. 
165mAh drin, macht 495mWh oder eine knappe halbe Wh. Wieviel ist das in 
TNT-Äquvalent? Go figure.

Micha



Spoiler:
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Für die etwas weniger weniger Naiven: eine kurzgeschlossene Knopfzelle 
macht genau garnix, die wird gerade mal ein klein wenig wärmer. Der 
Kurzschlußstrom fällt sehr schnell auf unter 100mA, so ein Teil ist ja 
wegen der Größe (hier müsste man eher "Kleine" sagen) von Haus aus recht 
hochohmig. Bomben bauen geht anders.
Und ja, ich hab's selbst probiert.

Autor: Kunde (Gast)
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danke hab es probiert im Schraubstock ca 1h nur leicht zusammengehalten 
nicht gepresst funktioniert immer noch

Autor: A. K. (prx)
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Micha H. schrieb:

> Köstlich. Das mußte ich jetzt komplett zitieren, weil's einfach nur nach
> Hollywood klingt. Wie groß denkst Du wird das Loch im Boden?

Da sich Knopfzellen wie auch Handy-Akkus oft recht dicht an der Haut 
befinden reicht für unangenehme Nebenwirkungen auch erhebliche 
Wärmeentwicklung aus. Ein Loch im Boden braucht's da nicht.

Klar, der Innenwiderstand einer Billigknopfzelle ist zu hoch. Das gilt 
freilich nicht für alle Lithiumzellen. Wie das aussieht wenn man Strom 
reinschickt (Thema vom Thread) weiss ich nicht genau, generell gilt 
aber, dass man das bei Lithium-Primärzellen besser bleiben lassen 
sollte.

Autor: Reinhard Kern (Gast)
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Hallo,

die üblichen Verschwörungstheorien: die böse böse Industrie schreibt nur 
deswegen drauf, dass man Laden wegen Explosionsgefahr unbedingt 
vermeiden muss, weil sonst jeder draufkäme, dass man sie endlos wieder 
aufladen kann, und dann würde das Geschäft mit Batterieen 
zusammenbrechen... Genauso wie die ewig leuchtenden Glühbirnen und das 
wasserbetriebene Auto unterdrückt wurden.

Handy- oder Notebook-Akkus enthalten bei weitem genug Energie für ein 
schönes Feuerwerk. Und wenn erst Elektroautos rumstehen und die ersten 
Bastler sich an Ladeschaltungen versuchen, dann Gute Nacht oder auch 
nicht.

Gruss Reinhard

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