Gibt es überhaupt einen vertrauenswürdigen Instant Messenger für Android? Ich hab "Hangouts" von Google installiert. Alles was man da schreibt und schickt landet automatisch bei Google+ im Internet. Damit ich es auch ja mit allen Freunden teilen kann, da freu ich mich wie sau. WhatsApp scheint da ja auch nicht besser zu sein. Ich habe mal Xabber ausprobiert. Das kam mit schlechten Verbindungen nicht zurecht und konnte (noch) keine Dateien austauschen. Mein Wunsch-Messenger sollte folgende Eigenschaften haben: - kommt mit schlechten Verbindungen zurecht - verwendet XMPP und verschlüsselt die Daten - es wird angezeit, ob eine Nachricht empfangen wurde und falls nicht, wird die Nachricht automatisch nochmal geschickt - kann Dateien austauschen Kennt hier jemand so einen Messenger? Ich hab schon mit dem Gedanken gespielt, selbst eine App zu schreiben, die zwischen zwei Handys eine Punkt-zu-Punkt Verbindung aufmacht, über die man chatten kann, ohne das Google alles speichert. Ich denk am besten wäre UDP, mit selbst programmierten resent usw. damit bei einer schlechten Verbindung nicht die TCP Verbindung ständig neu aufgebaut werden muss. Dafür muss man natürlich die IP Adressen austauschen. Wie würdet ihr das machen? Einen eigenen Server programmieren, der das übernimmt? Per XMPP?
T. B. schrieb: > WhatsApp scheint da ja auch nicht besser zu sein. Whatsapp schickt alle deine Kontakte zum Server. Im Gegenzug prüft Whatsapp, welcher davon ebenfalls Whatsapp hat und markiert diesen entsprechend. Du siehst also sofort, wer deiner Kontakte auch Whatsapp kann. Insoweit ist das zunächst keine Schnüffelei, sondern tatsächlich ein recht logischer und nutzerfreundlicher Teil des Verfahrens. Was Whatsapp mit diesen Daten sonst noch anstellt, darüber kann man nur spekulieren. Immerhin müssen die von irgendwas leben, und von irgendwelchen bestehenden Einnahmen wird bislang nicht berichtet. Allerdings könnte man sowas auch anders aufziehen, etwa mit Hashes statt Originaldaten. Freilich hatte Whatsapp irgendwelche Datenschutzbedenken überhaupt nicht auf der Rechnung, das war ja früher sogar Klartext. Joyn beispielsweise macht das nicht. Die Kontakte bleiben privat. Aber das wird von den Providern aufgezogen, mit Kundenbindung als Ziel. Folglich funktioniert es derzeit nur bei Telekom und Vodaphone selbst, nicht einmal bei den Resellern. Und hat offenbar eine (providerspezifische) unterirdische App, der Benotung und den Kommentaren nach zu schliessen. Eigentlich ist es nicht so ganz falsch, Provider und Technik jenseits von TCP/IP irgendwie mit einzubinden. Der Vorzug der alten SMS ist, dass der Adressat keine relativ stromfressende Dauer-Datenverbindung benötigt. Blackberrys klassische Geräte laufen einige Wochen von einer Akkuladung, obwohl sie permanent und praktisch verzögerungsfrei für z.B. Mails erreichbar sind. Da dieser Dienst zudem vom Provider freigeschaltet werden muss, ist anzunehmen, dass ein Backberry-Gerät schlafen und von aussen aufgeweckt werden kann, evtl. mit stiller SMS oder so. Verfahren wie Whatsapp arbeiten mit Dauer-Datenverbindung, weil andernfalls ohne Massnahmen wie besagter stiller SMS keine permanente Erreichbarkeit möglich ist. Das hat markante Folgen für den Akku. Wie Joyn arbeitet weiss ich nicht. Theoretisch hätte es, weil von den Providern aufgezogen, das Potential, "richtig" zu arbeiten. Praktisch klagen deren Nutzer über exzessiven Stromverbrauch. Ist also wohl auch in dieser Hinsicht kein Ersatz. Whatsapp hat bei allen Bedenken wg. Sicherheit einen klaren Vorteil: Keine Apple- oder Android-Monokultur. Sogar für mein olles Nokia mit Symbian S60.3 gibt es eine App. > Ich hab schon mit dem Gedanken gespielt, selbst eine App zu schreiben, > die zwischen zwei Handys eine Punkt-zu-Punkt Verbindung aufmacht, Geht das überhaupt? Mein Eindruck von Datenkommunikation mit Handys ist bisher, dass allein schon aufgrund des üblichen NATtings zwischen Providernetz und dem Rest der Welt keine Verbindung mit Handys aufgebaut werden kann, nur die Handys Verbindungen mit irgendwelchen Servern aufbauen können. Echtes Peer-to-Peer somit ausfällt, zumindest über die Grenzen der Providernetze hinaus.
Ich bin eigentlich immer noch zufrieden mit Skype... das verwende ich auch, um im Hotel mit gratis WLAN zu telephonieren...
A. K. schrieb: > Was Whatsapp mit diesen Daten sonst noch anstellt, darüber kann man nur > spekulieren. Immerhin müssen die von irgendwas leben, und von > irgendwelchen bestehenden Einnahmen wird bislang nicht berichtet. quark. whats app kostet geld. das erste jahr war bisher gratis, danach kostet die app pro jahr um die 90c. (zumindest auf den androids) auf dem iphone sieht das etwas anders aus, soll aber auch auf ein abomodell umgestellt werden
A. B. schrieb: > quark. whats app kostet geld. das erste jahr war bisher gratis, danach > kostet die app pro jahr um die 90c. Du hast recht. Wärs aber nur Android, dann hätten die ein Jahr lang nur Ausgaben für die Server-Infrastruktur gehabt, aber keine Einnahmen. Das meinte ich. Aber ich hatte die iPhone App nicht auf der Rechnung, die kostet ja, daher kam dort sofort Geld rein. Den Messages nach zu schliessen (2012/04: 2 Mrd, /08: 10 Mrd - Wikipedia) sind die weitaus meisten User noch kein Jahr dabei, folglich als Android-User noch in der Gratis-Phase.
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