Guten Tag zusammen,
könnte mir bitte jemand helfen diese Schaltung zu verstehen.
Ich habe diese Schaltung bekommen, im Auftrag "links" ein PWM-Signal, in
Form einer Recheckspannung draufzugeben. Am anderen Ende sollte dann
eine einwandfreihe Sinusspannung herauskommen.
Ich habe diese Schaltung dann aufgebaut, aber es kommt natürlich kein
Sinus heraus.
Nun will Ich verstehen warum das so ist.
Kann es an falsch ausgerechneten Werten liegen, oder weil das Prinzip
der Schaltung falsch aufgebaut wurde.
(Rechteckspannung U=5V, Frequenz f=20kHz, Werte für Kondensatoren und
Widerstände in der Schaltung)
Würde mich freuen wenn Ihr mir helfen würdet!!
Hallo,
Dan schrieb:> Guten Tag zusammen,>> könnte mir bitte jemand helfen diese Schaltung zu verstehen.>> Ich habe diese Schaltung bekommen, im Auftrag "links" ein PWM-Signal, in> Form einer Recheckspannung draufzugeben. Am anderen Ende sollte dann> eine einwandfreihe Sinusspannung herauskommen.>> Ich habe diese Schaltung dann aufgebaut, aber es kommt natürlich kein> Sinus heraus.
mich interessiert, was denn raus kommt! Poste doch mal das Messergebnis!
Vlg
Timm
Kai Klaas schrieb:> Was sagt die Simulation?
Genau. Hab zwar nichts simuliert, sieht mir aber wie ein
Analogrechner-Oszillator aus.
Wenn der TE nur ein TP-Filter zur PWM-Filterung braucht, warum nimmt er
dann nicht ein aktives Sallen-Key-Filter (mit 2 OPV = 4., 5. oder sogar
6.Ordnung)? Das würde genau dies machen:
> "links" ein PWM-Signal, in> Form einer Recheckspannung draufzugeben. Am anderen Ende sollte dann> eine einwandfreihe Sinusspannung herauskommen.
Aber wenn ich diese Schaltung auf einer Platine aufgebaut habe dann
funktioniert es nicht.
Kann mir jemand sagen wie man auf die Differentialgleichung dieser
Schaltung kommt?
Dan schrieb:> Aber wenn ich diese Schaltung auf einer Platine aufgebaut habe dann> funktioniert es nicht.
Da musst du einen Fehler gemacht haben. Du musst natürlich die gleichen
Bauteilwerte nehmen wie im Schaltplan. Im Anhang siehst du den
simulierten Frequenzgang. Überall wo im Schaltplan 0V(blau) steht sollte
auch in deiner Schaltung 0V sein, wenn du kein Signal anlegst.
>> Kann mir jemand sagen wie man auf die Differentialgleichung dieser> Schaltung kommt?
Das ergibt eine DGL 6. Ordnung. Klar kann man die aufstellen aber die
könntest du dann eh nicht symbolisch lösen, es sei denn du bist Maple
Anwender. Aber warum sollte man das machen?
Das ist die bisher schlechteste Tiefpass-Schaltung die mir untergekommen
ist. Das was die leistet kann man mit einem Sallen-Key Tiefpass-Filter
2. Ordnung mit der Hälfte der Bauteile erreichen. Wirf deine Schaltung
weg und mach ein Sallen-Key Filter.
>Das ist die bisher schlechteste Tiefpass-Schaltung die mir untergekommen>ist. Das was die leistet kann man mit einem Sallen-Key Tiefpass-Filter>2. Ordnung mit der Hälfte der Bauteile erreichen. Wirf deine Schaltung>weg und mach ein Sallen-Key Filter.
Versteh doch: Das ist eine Schaltung für Ausbildungszwecke, die genügend
idiotisch ist, daß der Schüler nicht sofort eine Lösung im Internet
findet.
>Kann mir jetzt doch noch jemand helfen auf die DGL dieser Schaltung zu>kommen? Oder zumindest auf den Ansatz?
Ist doch ganz einfach: Du stellst für jeden OPamp die zugehörige
Gleichung auf und verknüpfst die dann miteinander.
Laß dir doch nicht helfen, sonst lernst du nix...
Wenn es für mich so leicht wäre, würde ich es bestimmt nicht in dieses
Formun stellen. ;-)
Also ich denke die zwei Opams sind zwei Integrierer?
Was machen dann die zwei Widerstände R1 und R2 in der Schaltung und wie
muss ich die miteinbeziehen?
und was genau machen die zwei Kondensatoren C1 und C10?
Danke schon mal für die Hilfe!!
>Also ich denke die zwei Opams sind zwei Integrierer?
Mußt du die Diff-Gleichung für die gesamte Schaltung aufstellen, oder
nur für die "wichtigen" Teile?
>und was genau machen die zwei Kondensatoren C1 und C10?
Gleichspannungen und Offsetspannungen blocken.
Hallo Dan,
die Berechnung von Hand wäre sehr aufwendig. Deshalb habe ich die Sapwin
die Formel berechnen lassen. (Muss aber dazu sagen, dass Sapwin manchmal
eine Vereinfachung in der Formel übersieht und damit die Formel
komplizierter wird als notwendig. Ich denke das war hier nicht der
Fall.)
Das ist die berechnete Übertragungsfunktion. Wenn man die Formel in
LTspice eintippt, dann kommt tatsächlich der gleiche Frequenzgang heraus
wie mit dem Schaltplan. Die minimal kleine Abweichung im Frequenzgang
kommt von der endlichen Bandbreite der Opamps (GBW=10MHz) die im
Schaltplan verwendet wurden.
filterlab_1dB_20kHz_4grad.jpg wäre die Alternative.
Im angehängten Text-File findest du eine besser formatierte Version der
Formeln. Damit kannst du dann Matlab und Simulink quälen, falls das
deine Absicht war.
Gruß
Helmut
( (C3*C1*R2*R4)*s^2
+(C5*C3*C1*R2*R4*R6 + C5*C3*C1*R2*R4*R5 + C6*C3*C1*R2*R4*R6)*s^3
+(C6*C5*C3*C1*R2*R4*R5*R6)*s^4 )/
( 1
+(C1*R1 + C2*R2 + C3*R3 + C4*R4 + C5*R6 + C5*R5 + C6*R6)*s
+(C2*C1*R1*R2 + C3*C1*R1*R3 + C4*C1*R1*R4 + C5*C1*R1*R6 + C5*C1*R1*R5 +
C6*C1*R1*R6 + C3*C2*R2*R3 + C4*C2*R2*R4 + C5*C2*R2*R6 + C5*C2*R2*R5 +
C6*C2*R2*R6 + C4*C3*R3*R4 + C5*C3*R4*R6 + C5*C3*R3*R6 + C5*C3*R3*R5 +
C6*C3*R3*R6 + C5*C4*R4*R6 + C5*C4*R4*R5 + C6*C4*R4*R6 + C6*C5*R5*R6)*s^2
+(C3*C2*C1*R1*R2*R3 + C4*C2*C1*R1*R2*R4 + C5*C2*C1*R1*R2*R6 +
C5*C2*C1*R1*R2*R5 + C6*C2*C1*R1*R2*R6 + C4*C3*C1*R1*R3*R4 +
C5*C3*C1*R2*R4*R6 + C5*C3*C1*R1*R4*R6 + C5*C3*C1*R1*R3*R6 +
C5*C3*C1*R1*R3*R5 + C6*C3*C1*R1*R3*R6 + C5*C4*C1*R1*R4*R6 +
C5*C4*C1*R1*R4*R5 + C6*C4*C1*R1*R4*R6 + C6*C5*C1*R1*R5*R6 +
C4*C3*C2*R2*R3*R4 + C5*C3*C2*R2*R4*R6 + C5*C3*C2*R2*R3*R6 +
C5*C3*C2*R2*R3*R5 + C6*C3*C2*R2*R3*R6 + C5*C4*C2*R2*R4*R6 +
C5*C4*C2*R2*R4*R5 + C6*C4*C2*R2*R4*R6 + C6*C5*C2*R2*R5*R6 +
C5*C4*C3*R3*R4*R6 + C5*C4*C3*R3*R4*R5 + C6*C4*C3*R3*R4*R6 +
C6*C5*C3*R3*R5*R6 + C6*C5*C4*R4*R5*R6)*s^3
+(C4*C3*C2*C1*R1*R2*R3*R4 + C5*C3*C2*C1*R1*R2*R4*R6 +
C5*C3*C2*C1*R1*R2*R3*R6 + C5*C3*C2*C1*R1*R2*R3*R5 +
C6*C3*C2*C1*R1*R2*R3*R6 + C5*C4*C2*C1*R1*R2*R4*R6 +
C5*C4*C2*C1*R1*R2*R4*R5 + C6*C4*C2*C1*R1*R2*R4*R6 +
C6*C5*C2*C1*R1*R2*R5*R6 + C5*C4*C3*C1*R1*R3*R4*R6 +
C5*C4*C3*C1*R1*R3*R4*R5 + C6*C4*C3*C1*R1*R3*R4*R6 +
C6*C5*C3*C1*R1*R3*R5*R6 + C6*C5*C4*C1*R1*R4*R5*R6 +
C5*C4*C3*C2*R2*R3*R4*R6 + C5*C4*C3*C2*R2*R3*R4*R5 +
C6*C4*C3*C2*R2*R3*R4*R6 + C6*C5*C3*C2*R2*R3*R5*R6 +
C6*C5*C4*C2*R2*R4*R5*R6 + C6*C5*C4*C3*R3*R4*R5*R6)*s^4
+(C5*C4*C3*C2*C1*R1*R2*R3*R4*R6 + C5*C4*C3*C2*C1*R1*R2*R3*R4*R5 +
C6*C4*C3*C2*C1*R1*R2*R3*R4*R6 + C6*C5*C3*C2*C1*R1*R2*R3*R5*R6 +
C6*C5*C4*C2*C1*R1*R2*R4*R5*R6 + C6*C5*C4*C3*C1*R1*R3*R4*R5*R6 +
C6*C5*C4*C3*C2*R2*R3*R4*R5*R6)*s^5
+(C6*C5*C4*C3*C2*C1*R1*R2*R3*R4*R5*R6)*s^6 )
@Dan
Ich hatte vergessen dir das Sapwin-File anzuhängen damit du das auch
nachvollziehen kannst.
Sapwin berechnet die Übertragungsfunktion als Formel.
http://cirlab.det.unifi.it/Sapwin/
Gruß
Helmut
>ich sollte erst mal die DGL für die zwei Opamps aufstellen und dann>verknüpfen.
Ich würde es so machen, wie in Anhang. Achtung, habe ich einfach nur
hingekritztelt und nicht überprüft...
So, hier die ganze Rechnung. Wieder auf die Schnelle und nicht auf
Fehler überprüft. Aber du erkennst, wie ich das machen würde. Ob für
dich der harmonische Ansatz Sinn macht, mußt du selbst entscheiden.
Hallo Kai,
wo bleiben die Oberwellen in deiner Formel?
Das Eingangssignal ist ein Rechteck. Die Oberwellen werden zwar
gedämpft, aber nicht vollständig.
Mir ist immer noch nicht klar welchen Sinn es hat die DGL für diese
Schaltung zu haben.
Gruß
Helmut
>wo bleiben die Oberwellen in deiner Formel?
Oberwellen brauche ich aufgrund der Aufgabenstellung nicht zu
berücksichtigen:
>Ich habe diese Schaltung bekommen, im Auftrag "links" ein PWM-Signal, in>Form einer Recheckspannung draufzugeben. Am anderen Ende sollte dann>eine einwandfreihe Sinusspannung herauskommen.
-> Eine "einwandfreie Sinusspannung" hat keine Oberwellen...
>Mir ist immer noch nicht klar welchen Sinn es hat die DGL für diese>Schaltung zu haben.
Um den Frequenzgang aufstellen und daraus den Tiefpaßcharakter des
Filters ableiten zu können.