Hi wie lang kann man eine USB Verbindung mit akivverlängerungen
verlängern?
Ich habe vor meine Rechentechnik in den Keller zu verlegen, allerdings
müsste der USB UMTS-empfänger dafür unter dem dachboden deponieren, also
ca 15m. das das passiv nicht geht ist mir klar, aber mit genug 5m
aktivverlängerungen?
Technisch gesehen sind diese aktiven Verlängerungen nichts anderes als
ein Hub mit nur einem Ausgang. Und man kann bis zu fünf Hubs
hintereinader betreiben.
Reinhard S. schrieb:> Zählt der Hub im Rechner selber nicht auch mit?
Gute Frage. Ich habe die 30 Meter in Erinnerung, kann mich aber auch
irren. Einigen wir uns auf 27,5 Meter. :)
Aber vorsicht, je nachdem wie viel Strom der UMTS-Stick zieht könnte es
passieren das am Ende nicht mehr genug Spannung anliegt ("zu wenig Strom
übrig ist").
ich schrieb:> Aber vorsicht, je nachdem wie viel Strom der UMTS-Stick zieht könnte es> passieren das am Ende nicht mehr genug Spannung anliegt ("zu wenig Strom> übrig ist").
Dann sollte man als letztes einen USB-Hub anschließen, der von einem
Netzteil versorgt wird.
Es gibt auch einfache USB-über-Ethernetkabel-Umsetzer, mit denen sind
über 40m möglich:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=132348 (allerdings nur für USB1.1)
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=120356 (teurer, dafür USB2.0 und sogar
100m)
USB1.1 sollte für einen UMTS-Stick eigentlich ausreichen, aber
probieren sollte man das vorher; einfach mal an 'nen alten USB1.1-Hub
hängen und gucken, obs noch funktioniert.
Rolf Magnus schrieb:> Wie will der mit 96 MBit/s USB 2.0 High Speed machen?
Das scheint doch eher Murks zu sein. Das will nämlich einen
Devicetreiber installieren, was eine echte USB-Verlängerung nicht
benötigt.
Vermutlich ist das die Kombination einer USB-Netzwerkkarte mit einem
USB-Ethernet-Deviceserver.
Ich hatte das Ding nur aus der Liste bei Reichelt herausgepickt, ohne
die Details genauer zu betrachten.
Fazit: Man lernt nie aus, bzw. "crap as crap can".
Die ganz billigen Dinger taugen überhaupt nichts, gerade die die nur füe
USB 1.1 spezifiziert sind. Aber muss eben jeder selber wissen, ob er
ständige Verbindungsabbrüche usw. in Kauf nimmt, aber eben nur 5,99
bezahlt hat. Was spricht denn gegen eine Fritzbox WLAN oder einen
anderen UMTS WLAN Router auf dem Dachboden? Das wäre neben einem USB
Device Server noch die zuverlässigste Variante.
Ich würde einen UMTS-Router mit USB-Stickanschluss (zB Easybox 602)
unterm Dach aufstellen und dann ein Ethernetkabel nach unten legen.
Wesentlich einfacher als das Gemurkse mit USB-Verlängerungen.
Viel Erfolg!
Reinhard S. schrieb:> Zählt der Hub im Rechner selber nicht auch mit?
Nein, da das kein richtiger Hub ist, sondern nur ein virtueller, zählt
der nicht mit.
Oliver Stellebaum schrieb:> Ich würde einen UMTS-Router mit USB-Stickanschluss (zB Easybox 602)> unterm Dach aufstellen und dann ein Ethernetkabel nach unten legen.> Wesentlich einfacher als das Gemurkse mit USB-Verlängerungen.
Dem kann ich mich nur anschließen. USB Verlängerungen sind etwas, das im
Standard explizit ausgeschlossen wird. Wir kriegen hier immer wieder
Probleme mit genau solchen Dingern von unseren Kunden auf den Tisch.
Bei der Methode Hubs im Kabel zu verstecken gibt es Probleme mit der
Stromversorgung und die Boxen, die dann gleich um 100m oder mehr
verlängern vermurxen das Protokoll dann richtig, damit die funktionieren
könnten, wäre es notwendig Datenpakete in der Zeit zurück zu schicken...
Guido Körber schrieb:> und die Boxen, die dann gleich um 100m oder mehr> verlängern vermurxen das Protokoll dann richtig, damit die funktionieren> könnten, wäre es notwendig Datenpakete in der Zeit zurück zu schicken...
Naja, nicht unbedingt. Die Icron Dinger funktionieren extrem
zuverlässig, da sie als Hub agieren, der in der Mitte geteilt ist. Ich
weiß zwar nicht 100%, ob die dem Standard entsprechen, da kennst du dich
sicherlich besser aus, aber wir setzen die im industriellen Umfeld ein
und haben überhaupt keine Probleme damit. Lediglich die Geschwidigkeit
geht dann runter, die Glasfaser-Verlängerungen schaffen bei 300m nur
noch 15MB/s Durchsatz.
Christian R. schrieb:> schaffen bei 300m nur noch 15MB/s Durchsatz.
Irgendwo setzt die Sigallaufzeit jedem Spielchen ein Ende.
Statt den USB-UMTS-Stick auf den Dachboden zu schaffen, könnte man auch
LTE versuchen und gleich ein LAN-Kabel in den Keller legen?
http://de.wikipedia.org/wiki/Long_Term_Evolution
oszi40 schrieb:> Irgendwo setzt die Sigallaufzeit jedem Spielchen ein Ende.
Ja, anscheinend scheint selbst die Laufzeit in den Glasfasern das USB
Ping-Pong dann auszubremsen. Ansonsten funktionieren die Icron Dinger
aber problemlos, die dekodieren das gesamte Protokoll und friemeln es
auf der anderen Seite wieder zusammen. Leider nicht ganz billig. Naja,
mit USB 3.0 ist man da ja einen kleinen Schritt weiter, mittlerweile
gibts die ersten aktischen optischen Kabel, die erlauben dann 100m und
mehr über Glas. Und mit einem Hub, der einen echten USB 3.0 Transactrion
Translator drin hat, kann man auch 2.0 und 1.1 Geräte betreiben.
Das Problem für die USB Verlängerung ist, dass der Hardware Handshake
zwischen Host und Device innerhalb von wenigen Bits passiert. Die
Bestätigung, dass das Device tatsächlich ein Paket empfangen hat, ohne
dessen Inhalt auszuwerten wird direkt von der USB Hardware erzeugt und
kommt nahtlos am Ende jedes Pakets vom Device retour.
Damit hat dann eine wie auch immer gestrickte Verlängerung keine Chance
das Timing einzuhalten, sondern muss so tricksen, dass dieser Teil des
Protokolls nicht vom Device, sondern von der Verlängerungsbox ausgeführt
wird und das Device das Datenpaket erst geschickt bekommt, wenn dem Host
schon gesagt wurde, dass das Paket erfolgreich übertragen worden sei.
Das geht dann natürlich in die Hose, wenn das Device doch nicht das
Paket annimmt, oder noch besser wie in einem aktuellen Fall mit dem wir
Probleme haben die Verlängerung nicht immer alle Pakete auch wirklich
zum Device schickt. Der Host geht dann davon aus, dass alles prima ist
und das Device weiss von nix.
Remote Host Controller ist die Lösung für so was. Also ein USB Host, der
nicht auf dem Motherboard des Computers sitzt, sondern am anderen Ende
eines Netzwerkkabels.