Forum: Offtopic automatische drehstromnetztrennung - gibts da was?


von c. m. (Gast)


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an die elektriker:

ich suche eine möglichkeit "automatisch" eine 400V versorgung in einem 
sicherungskasten zu trennen, also ein "ding" das in einen 
sicherungskasten eingebaut wird, in das die 400V leitungen rein- und 
raus gehen und womit man diese leitungen vom rest des sicherungskastens 
trennen kann.
"automatisch" würde in dem fall entweder idealerweise 
temperaturgesteuert bedeuten, oder per tcp/ip übers netzwerk steuerbar.

ich bin mir fast sicher das es sowas geben muss, weiß aber nicht wonach 
ich zu suchen habe.

edit: die trennung soll unter last erfolgen, mit ca. 20A pro phase.

von Rufus Τ. F. (rufus) Benutzerseite


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Du brauchst einen Schütz. Und den steuerst Du dann auf die gewünschte 
Weise an - mit irgendwas, was per tcp/ip angesteuert werden kann, oder 
mit Deinem Thermostat, oder was auch immer.

Wozu das ganze?

von c. m. (Gast)


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kleiner serverraum, klimaanlagenausfall am fr (kühlwasser wurde nicht 
mehr gekühlt), niemand von der hausmeisterei hat sich gekümmert, und die 
notabschaltung der server hat "nichts" gebracht weil die plattensysteme 
weiterliefen (und auch nicht abschaltbar sind).
da man sich offensichtlich auf nichts verlassen kann suche ich jetzt 
nach einer ultima ratio für den ernstfall - und den gesamten raum 
stromlos zu machen scheint mir da die sicherste lösung.

von Tex A. (tex)


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Da ein Schütz auch im Fall einer Spannungsschwankung abfallen würde und 
auf Grund seiner Bauart für diese Anwendung ein paar Nachteile mit sich 
bringt kann man hier alternativ auch einen Schalter mit 
Arbeitsstromauslöser zum Einsatz bringen.

von Harald W. (wilhelms)


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c. m. schrieb:
> kleiner serverraum, klimaanlagenausfall am fr (kühlwasser wurde nicht
> mehr gekühlt), niemand von der hausmeisterei hat sich gekümmert, und die
> notabschaltung der server hat "nichts" gebracht weil die plattensysteme
> weiterliefen (und auch nicht abschaltbar sind).
> da man sich offensichtlich auf nichts verlassen kann suche ich jetzt
> nach einer ultima ratio für den ernstfall - und den gesamten raum
> stromlos zu machen scheint mir da die sicherste lösung.

Normalerweise nimmt man da einen Notausschalter direkt neben der Tür,
z.B. auch bei Heizungsanlagen. Wenn dessen Schaltfähigkeit nicht
ausreicht kommt eben, wie oben  erwähnt ein Schütz dazu.
Gruss
Harald

von Hans-Georg L. (h-g-l)


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Plattensystemen einfach den Strom wegnehmen ?

das würde ich mir genauer überlegen ;)

von Guido C. (guidoanalog)


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Hallo,

Hans-Georg Lehnard schrieb:
> Plattensystemen einfach den Strom wegnehmen ?
>
> das würde ich mir genauer überlegen ;)

bei einem vernünftigen "Filer" keine Problem. Mit einer FAS270 von 
NetApp bereits durchexerziert. Klar macht man dies nicht jeden Abend 
wenn man nach Hause geht ;-)

Mit freundlichen Grüßen
Guido

von Jürgen D. (poster)


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Man könnte das ganze auch einfach mit einem FI abschalten.
Bei so einem Funk Gas/Wasser/Rauchmelder System, ich glaube von Conrad, 
machen die das auch so. Bei Gasalarm bekommt das Waschmaschienen 
Überwachungsmodul über funk ein Kommando was dann einen Fehlerstrom von 
L zur Erde laufen lässt und damit den FI fürs Haus komplett abschaltet.
Wenn man nur ein FI hat was ich nicht machen würde.
So könnte man das hier auch machen. Der EDV Raum hat einen gemeinsammen 
FI und eine Fehlererkennungsschaltung, oder auch ein TCP/IP Relais 
schaltet dann einfach einen 50mA Fehlerstrom und alles ist aus.
Automatischen wiedereinschalten geht da natürlich nicht.

von Purzel H. (hacky)


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Das Ganze ist eine der duemmsten Ideen, die ich seit langem gehoert 
habe. Solchen Leuten sollte man gar nicht erst solche technologie geben.
Der vernuenftige Ansatz nimmt einen Controller, oder SPS, misst die 
Temperatur und sonstwas und geht dann auf den UPS eingang der Server. 
Mit diesem Signal sagt man dem Server, er solle geordnet runterfahren, 
da der Power am Ausgehen ist.
Alles andere ist leider kompletter Quatsch.

von Hubert M. (hm-electric)


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Oder man baut ein Temperatur Warner ein, der einem, ab einer bestimmten 
Temperatur, eine SMS sendet.

von Jan H. (j_hansen)


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Siebzehn und Fuenfzehn schrieb:
> Das Ganze ist eine der duemmsten Ideen, die ich seit langem gehoert
> habe. Solchen Leuten sollte man gar nicht erst solche technologie geben.
> Der vernuenftige Ansatz nimmt einen Controller, oder SPS, misst die
> Temperatur und sonstwas und geht dann auf den UPS eingang der Server.
> Mit diesem Signal sagt man dem Server, er solle geordnet runterfahren,
> da der Power am Ausgehen ist.
> Alles andere ist leider kompletter Quatsch.

Les doch bitte das dritte Posting, bevor du dich mit Ausdrücken wie 
"dümmste Idee" wichtig und lächerlich machst.

von Purzel H. (hacky)


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Ist schwer, resp nicht nachvollziehbar. Wurde wahrscheinlich falsch 
ausgelegt, allenfalls mit einem falschen konzept. Wenn ich einen server 
herunterfahre, faehrt er herunter. Das muss man natuerlich auch testen. 
Und wenn's nicht geht, ist etwas ganz falsch. Irgendwelche 
Symptombekaempfung ist fehl am Platz. Ein Stromausfall kann schwere 
Hardwaerschaden nach sich ziehen. Da kann man nacher Tage fuer's 
neuaufsetzen verbraten. Ich bleib bei meiner Aussage.

von Michael P. (mpl)


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Halt mal L an erde... Da ist jedes gasgeflutete Haus im nu weg :) und da 
wird der leitungsschutz eher reagieren ;)0

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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Mich wundert auch, das man den Plattensystemen keinen geordneten Rückzug 
befehlen kann. Auf den Linuxservern benutze ich dazu Webmin und die 
entsprechenden Hardware Monitore mit LM Sensors (Core Temp., Fan Speed 
usw.). Je nach externem Plattensystem sende ich dann dem Array ein 
Powerdown (seriell über den UPS Anschluss, wenns nicht anders geht) und 
fahre dann die Linuxbox mit 'shutdown - h now' runter.
Meistens sorgt allerdings ein normales Shutdown sowieso für die 
Ruhestellung der HDD Arrays.

Hubert Mueller schrieb:
> Oder man baut ein Temperatur Warner ein, der einem, ab einer bestimmten
> Temperatur, eine SMS sendet.

Das bietet das Hardware Monitoring bei Webmin von sich aus an. SMS, 
EMail und wenn du willst einen Netzwerk Broadcast.

von Jürgen D. (poster)


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Michael P. schrieb:
> Halt mal L an erde... Da ist jedes gasgeflutete Haus im nu weg :) und da
>
> wird der leitungsschutz eher reagieren ;)0



Und wieder einer der das System nicht versteht.
Erstens löst so ein Gassensor schon aus bevor es zu einer kritischen 
Konzentration kommt.
Und zweitens werden da ein paar mA über einen Widerstand abgeleitet so 
da grade ein sicherer Fehlerstrom auftritt.
Sowas ist immer besser als wenn bei schon knallfreudiger Konzentration 
jemand das Licht im Keller einschaltet :)

von c. m. (Gast)


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Matthias Sch. schrieb:
> Mich wundert auch, das man den Plattensystemen keinen geordneten Rückzug
> befehlen kann.

sind sun storagetek 6140 und 2540. ausschalten wird hier beschrieben:
http://docs.oracle.com/cd/E19508-01/820-0015-14/820-0015-14.pdf

> und
> fahre dann die Linuxbox mit 'shutdown - h now' runter.

damit fährt das betriebssystem runter, die hardwaredomain läuft weiter.
eine möglichkeit ist sich über die xscf-console per public-ssh key 
automatisch einzuloggen und alle domains herunterzufahren - TBD.


Siebzehn und Fuenfzehn schrieb:
> Ist schwer, resp nicht nachvollziehbar. Wurde wahrscheinlich falsch
> ausgelegt, allenfalls mit einem falschen konzept.

ist ein über die letzten 10 jahre gewachsenes system, natürlich kann man 
jetzt schlau daher kommen und sagen "das könnte man besser machen", aber 
im endeffekt ist die realität ein fakt und das geschwätz nur laue 
Phantasie.
ich will dich sehen wie du gegen mitbewerber und die 
hauptgeschäftsführung eine 5-600k€ neuanschaffung des geräteparks 
durchsetzt weil dir der jetzige nicht "ideal genug" erscheint.


Harald Wilhelms schrieb:
> Normalerweise nimmt man da einen Notausschalter direkt neben der Tür,

das problem ist das nachts und am we niemand da ist der den knopf 
drücken könnte, und "bereitschaft" (auch aus o.g. genannten politischen 
gründen) nicht implementiert ist.


zurück on topic: ich habe jetzt nach schützen und lasttrennschaltern 
gesucht aber nur manuelle oder per kleinsignal steuerbare gefunden. weiß 
jemand ein ein definitives per ethernet steuerbares (zusatz)gerät zu 
einem schütz oder trennschalter?
es geht nicht zwingend darum dieses gerät zu empfehlen, ich brauche 
nur eine hausadresse um meinem chef was unter die nase halten zu können 
das der dann der haustechnik unter die nase halten kann.

von Harald W. (wilhelms)


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c. m. schrieb:

> jemand ein ein definitives per ethernet steuerbares (zusatz)gerät zu
> einem schütz oder trennschalter?

Eine "Ethernet-Steckdosenleiste"? :-)
Wie Du aus diesen Thread ersehen kannst, ist eine Fertiglösung
in der von Dir gewünschten Form nicht üblich. Das heisst, Du musst
Deine Wunschlösung selbst zusammenstellen. Dabei sind sowohl Schütze,
die einen ganzen Rechnerraum abschalten können als auch Ethernet-
schalter, die ein solches Schütz steuern können, handelsüblich.
Gruss
Harald

von Jürgen D. (poster)


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Such bei Google mal nach Ethernetrelais oder IP Relais
sowas z.B.
http://www.bellequip.at/relay_over_ip_relais_potentialfreie_kontakte/relay_over_ip_relais_potentialfreie_kontakte.htm
So ein Teil verwendes du dann zum Ansteuern deines Leistungschützes.

Irgendwo habe ich sowas sogar mal für den Einbau in einen 
Sicherungskasten gesehen.

Es gibt auch SPS Steuerungen mit Ethernetanschluß. z.B. Beckhof oder 
Wago.
Da könnte man noch alle möglichen Sensoren für Wasser, Themperatur u.s.w 
anschliessen.
Die SPS kann dann auch ein Shutdown zu den Servern senden und das 
Leistungsrelais ansteuern. Oder halt nur eine Wahnung senden und die 
Notabschaltung auf einer Webseite zur verfügung stellen.

von Matthias S. (Firma: matzetronics) (mschoeldgen)


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c. m. schrieb:
> sind sun storagetek 6140 und 2540. ausschalten wird hier beschrieben:
> http://docs.oracle.com/cd/E19508-01/820-0015-14/82...

Ich lese da auf Seite 79, das Abtrennen vom Netz frühestens 2 Minuten 
nach der letzten I/O Aktivität möglich ist. Du müsstest also am Host 
Device für den geordneten Rückzug erstmal das Array unmounten (Die 
Systemplatte lagert hoffentlich nicht da drauf), dann wartest du 2 
Minuten, und dann sagst du einem wie auch immer gearteten Hardware 
Schalter (Ethernet, USB, seriell) das er nun die Arrays abschaltet. 
Danach fährst du das Host Device runter.

Also einfach Abschalten geht bei den Sun Dingern auf keinen Fall, da da 
extra was von Write Cache steht. Sowas blödes habe ich aber selten 
gesehen:

> The array rarely needs to be powered off. You remove power only when you
> plan to physically move the storage array to another location or are adding
> additional trays to a controller tray.

Klingt mir ein wenig weltfremd. Das Dings hat zwar eine Übertemperatur 
Anzeige, aber es tut damit nichts, sondern sagt nur: 'Requires 
Attention'. Die machen sichs ja einfach.

von Harald W. (wilhelms)


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Matthias Sch. schrieb:

> Klingt mir ein wenig weltfremd. Das Dings hat zwar eine Übertemperatur
> Anzeige, aber es tut damit nichts, sondern sagt nur: 'Requires
> Attention'. Die machen sichs ja einfach.

Naja, da soll dann der "zweibeinige Computer" tätig werden und
das Fenster aufmachen, damits etwas kühler wird. :-)
Gruss
Harald

von Dipl.- G. (hipot)


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c. m. schrieb:

> ich suche eine möglichkeit "automatisch" eine 400V versorgung in einem
> sicherungskasten zu trennen, also ein "ding" das in einen
> sicherungskasten eingebaut wird, in das die 400V leitungen rein- und
> raus gehen und womit man diese leitungen vom rest des sicherungskastens
> trennen kann.

Transfer Switch/Automatic Transfer Switch (Umschalter)
Molded Case Circuit Breaker (Kompaktleistungsschalter)
Contactor (Schütz)

Relevant für Dein Problem sind folgende Fragen:

Wie viele Stromkreise willst Du schalten?
Soll zwischen den existierenden Stromkreisen und dem Drehstrom 
umgeschaltet werden?
Oder soll das Drehstromsystem getrennt von den existierenden 
Stromkreisen betrieben werden, d.h. zugeschaltet und abgeschaltet 
werden, ohne den Schaltzustand der existierenden Stromkreise zu ändern?
Wie soll sich das System bei schlechter Spannungsqualität verhalten? 
(Ein normaler Schütz läßt bei Unterspannung los.)


Niederspannungskompaktleistungsschalter gibt es normalerweise nicht 
automatisiert. Mindestens das Einschalten (Close) ist manuell. Du 
müßtest einen Federzugmechanismus basteln, der an 230 V hängt, gesteuert 
werden kann und den Hebel des Schalters in die Einschaltposition ziehen 
kann. (So machen wir das im Prüffeld, wenn wir solche Leistungsschalter 
prüfen.)

(Automatische) Umschalter sind die typischen Geräte, mit denen z.B. in 
den USA Notstromgeneratoren ein- und ausgeschaltet werden. Der 
Umschalter "sieht", daß die Netzspannung fehlt, wartet und schaltet nach 
geringer Verzögerung auf den Notstromkreis um. Kehrt die Netzspannung 
zurück, wird der Generator abgeschaltet und das Haus geht nach geringer 
Verzögerung zurück an die Netzspannung.



> "automatisch" würde in dem fall entweder idealerweise
> temperaturgesteuert bedeuten, oder per tcp/ip übers netzwerk steuerbar.
>
> edit: die trennung soll unter last erfolgen, mit ca. 20A pro phase.

Eine Trennung erfolgt immer unter Last, denn irgendein Schaltgerät muß 
den Strom unterbrechen. ;-) 20 A sind kein Problem. Wie das Gerät 
gesteuert werden soll, schon eher.

von Peter L. (Gast)


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