Hallo, erst mal Hut ab! Lese hier schon länger mit und habe auch immer gute Ratschläge gefunden die mich beim experimentieren weiter gebracht haben. Löten kann ich schon länger, aber wirklich intensiv mit der Elektrotechnik befasse ich mich erst seit ein paar Wochen und bin dabei auf ein Problem gestossen das ich so direkt nicht lösen kann. Wenn ich einen bipolaren Transistor habe dann wird mittels des Stroms zwischen Basis und Emitter der Strom "gesteuert" der zwischen Kollektor und Emitter "fließt". Damit ich den "Basisstromkreis" schliessen kann muss ich eine Verbindung zum Emitter herstellen. Soweit habe ich auch damit kein Problem. Wenn 5V anliegen und nur der Strom verstärkt wird, dann kann ich einfach die Verbindung herstellen und der Stromkreis ist geschlossen. Was aber mache ich wenn ich nicht nur den Strom verstärke sondern auch eine andere Spannung am Kollektor anliegen habe? Errechne ich dann einfach einen möglichst hohen Widerstand, welcher den Basisstromkreis schliesst ohne irgendwelchen Schaden zu verursachen (Überspannung...)? Da sich durch die Änderung der Spannung und des maximal möglichen Stromes auch der Widerstandswert verschiebt komme ich doch mit einem Widerstand nicht wirklich weiter oder? Vielen Dank! Oliver
Hi, ist zwar schon spät, aber vielleicht solltest Du Dein Thema noch einmal überdenken und um einiges klarer darstellen. Ich hab nicht wirklich verstanden, was Du eigenlich wissen möchtest. Grüße Nase
Ein Transistor verstärkt den Strom, schon richtig. Ein kleiner Strom im Basis nach Emitter Stromkreis steuert einen grossen Strom im Kollektor nach Emitter Stromkreis. Damit hängen beide Stromkreise an einem Punkt zusammen, den Emitter in der Emitterschaltung und sind nicht mehr potentialfrei, können aber aus unterschiedlichen Batterien oder Spannungsquellen stammen. Da aber die Stromverstärkung eines Transistors massiv schwankt, berechnet man nie welcher Strom im Basisstromkreis nötig ist damit im Kollektorstromkreis der gewünschte Strom fliesst, man hätte Schwankungen bis zum 6-fachen, sondern baut den Transistor so in eine Schaltung daß die genaue Stromverstärkung des Transistors unwichtig ist. Entweder im Schaltbetrieb in Sättigung oder im Analogbetrieb mit Gegenkopplung. Die kann man im einfachen Fall mit einem Widerstand am Emitter erreichen, der damit sowohl im Basisstromkreis als auch im Kollektorstromkreis liegt.
Oliver L. schrieb: > Was aber mache ich wenn ich nicht nur den Strom verstärke sondern auch > > eine andere Spannung am Kollektor anliegen habe? Ein Transistor in Emitterschaltung ist eine mit Strom steuerbare Konstantstromquelle im weitesten Sinne. Das heist das Ausgang ist eigentlich hochohmig. Die Spannung am Kollektorwiderstand errechnet sich ganz grob Basisstrom Stromverstärkung des Transistors Kollektorwiderstand, welchen streng genommen aber der Innenwiderstand des Transistors und der Lastwiderstand des Verbrauchers parallel liegt. Die Betriebsspannung muss natürlich hoch genug sein, das auch genügend Kollektorstrom fliesen kann. Zu bemerken sei noch das die Stromverstärkung des Transistors enorme Herstellungstoleranzen unterliegt. Ralph Berres
Einfach erklärt: Wenn an der Basis 1mA angelegt wird, könntE bei einer Stromverstärkung h21e von 100 ein Kollektorstrom von ca. 100mA fließen (sofern die restliche Schaltung das ermöglicht). Mehr da http://www.elektronik-kompendium.de/sites/bau/0201291.htm
Ihr hattet recht, ich hätte es besser erklären müssen. Als ich mir die bessere Erklärung "erdacht" habe, habe ich mir glaub ich auch schon die Antwort auf meine Frage gegeben ;) Also ich habe zwei Stromkreise: Einmal 3,3V den ich für den Basis-Emitter-Stromkreis benutze Einmal 10V welche im Kollektor-Emitter-Stromkreis anliegen. Wenn jetzt die Basis entsprechend angesteuert wird, beginnt der Strom im Kollektor-Emitter-Stromkreis "zu fliessen" und sowohl der BE-Stromkreis als auch der KE-Stromkreis "fliessen" über das "Emitter-Beinchen" ab. Damit ich überhaupt eine Funktion habe muss ich ja beide Stromkreise schliessen. Und damit ich mir da im 3,3V Stromkreis nichts kaputt mache müsste ich doch eigentlich einen Widerstand (oder ein anderes Bauteil) nehmen damit dort nur 3,3V ankommen. Und da beginnt denke ich mein Denkfehler. Da sich durch die Steuerung des Transistors die Stromstärke verändert kann ich mittels URI den Wert des Widerstands nicht errechnen, weil I "dynamisch" ist. Da war die Frage ob ich einfach den Widerstandswert so ausrechne das ich in jedem fall nicht über die 3,3V komme bzw. welche anderen Möglichkeiten ich habe. Als ich allerdings eben darüber nachgedacht habe, ist mir aufgefallen das es nur eine Stromquelle gibt, es also keine Rolle spielt wie der Stromkreis geschlossen wird, so lange die 10V und 3,3V "irgendwie" beim "anderen Ende" der Energiequelle ankommen. Außerdem gibt es IMHO in diesem Fall dann keine zwei Stromkreise, sondern für die Energiequelle nur einen. Ok, eine Diode könnte ich noch hin machen damit nichts zurück fliessen kann. Sehe ich das richtig? Gruß, Oliver
Das hört sich eher nach Elektromagie an, als ein, zwar begrenztes, aber fundiertes Wissen. Du reimst Dir das irgendwas mit irgendwelchen aufgeschnappten Begriffen zusammen, wo am Ende irgendein Teufelchen aus der Lampe schaut. Keine Ahnung was man darauf nun antworten soll. >Also ich habe zwei Stromkreise: >Einmal 3,3V den ich für den Basis-Emitter-Stromkreis benutze >Einmal 10V welche im Kollektor-Emitter-Stromkreis anliegen. Erstmal ist ein Stromkreis begrifflich ein völlig anderes Ding als eine Spannung. Das kläre erstmal. Dann sehen wir weiter.
>Damit ich überhaupt eine Funktion habe muss ich ja beide Stromkreise >schliessen. Und damit ich mir da im 3,3V Stromkreis nichts kaputt mache >müsste ich doch eigentlich einen Widerstand (oder ein anderes Bauteil) >nehmen damit dort nur 3,3V ankommen. Also, du nimmst eine 1,5V Batterie und eine 9V Batterie. Beide Minuspole schaltest du zusammen und verbindest sie mit dem Emitter eines NPN-Transistors. Dann legst du einen 820R Widerstand vom Pluspol der 1,5V Batterie zur Basis des Transistors. Durch den Basis-Emitter-Übergang fließt dann ein Strom von rund 1mA und eine Spannung von rund 0,7V fällt über dem Basis-Emitter-Übergang ab. Dadurch, daß durch den Basis-Emitter-Übergang nun ein kräftiger Basis-Strom fließt, wird der Kollektor-Emitter-Übergang sehr niederohmig. Du kannst jetzt einen Kollektor-Emitter-Strom von 20mA und mehr fließen lassen: Schaltest du vom Pluspol der 9V Batterie einen 470R Widerstand zum Kollektor, fließt ein Strom von rund 20mA durch die Kollektor-Emitter-Strecke und die Spannung am Kollektor bricht auf fast 0V zusammen, bezogen auf das Potential am Emitter. Der 1mA-Strom, der von der 1,5V Batterie geliefert wird und der 20mA-Strom, der von der 9V Batterie geliefert wird, beeinflussen sich nicht schädlich, zumindest geht da nichts kaputt. Also, wo willst du dann einen Widerstand einfügen, damit nichts kaputt geht?? Oder meinst du den 820R Basiswiderstand? Oder den 470R Kollektorwiderstand?
Hallo Oliver, > Also ich habe zwei Stromkreise: > > Einmal 3,3V den ich für den Basis-Emitter-Stromkreis benutze > Einmal 10V welche im Kollektor-Emitter-Stromkreis anliegen. > > Wenn jetzt die Basis entsprechend angesteuert wird, beginnt der Strom im > Kollektor-Emitter-Stromkreis "zu fliessen" und sowohl der BE-Stromkreis > als auch der KE-Stromkreis "fliessen" über das "Emitter-Beinchen" ab. > Damit ich überhaupt eine Funktion habe muss ich ja beide Stromkreise > schliessen. Und damit ich mir da im 3,3V Stromkreis nichts kaputt mache > müsste ich doch eigentlich einen Widerstand (oder ein anderes Bauteil) > nehmen damit dort nur 3,3V ankommen. Du mußt irgendwo zwischen Deinen 3,3V und Masse ohnehin immer einen Widerstand schalten, sonst geht Dir die Basis-Emitter-Diode kaputt. Wenn Du das so machst: . 10V . | . | Kollektor . | . / . / 3,3V ----|||R|||-------Basis\ . \ . \ . | Emitter . | . --- GND fließt in der Basis der Strom IB=(3,3V-0,7V)/R. Die 0,7V ist die Flußspannung der Basis-Emitter-Diode. Im Kollektor fließt enetsprechend B*iB, wobei B die Stromverstärkung ist. Typische Werte sind B=50...300. Voraussetzung ist allerdings, daß der 10V-Stromkreis diesen Strom auch liefern kann. > Und da beginnt denke ich mein Denkfehler. Da sich durch die Steuerung > des Transistors die Stromstärke verändert kann ich mittels URI den Wert > des Widerstands nicht errechnen, weil I "dynamisch" ist. Da war die > Frage ob ich einfach den Widerstandswert so ausrechne das ich in jedem > fall nicht über die 3,3V komme bzw. welche anderen Möglichkeiten ich > habe. Die Frage verstehe ich nicht mehr. Wo willst Du nicht über 3,3V kommen, und wo befindet sich Dein Widerstand? Die oben gezeichnete Beschaltung ist nicht die einzige Möglichkeit, einen Widerstand (sinnvoll) anzubringen. > Außerdem gibt es IMHO in > diesem Fall dann keine zwei Stromkreise, sondern für die Energiequelle > nur einen. Bist Du sicher? Stell Dir einmal vor, daß Du das Experiment mit zwei Batterien betreibst. > Ok, eine Diode könnte ich noch hin machen damit nichts zurück > fliessen kann. Ich hab doch keine Glaskugel, in der ich die Schaltungen nachschauen kann, die Du Dir gerade vorstellst. Wo kommt denn jetzt auf einmal die Diode her? Wenn Du eine vernünftige Antwort haben willst, solltest Du Dir mit der Fragestellung schon deutlich mehr Mühe machen. Am besten geht das mit einem Schaltbild. Vielleicht auch ein Tip: Lade Dir mal LT-Spice runter und experimentiere damit. http://www.linear.com/designtools/software/#LTspice Im Anhang habe ich Dir ein kleines Beispielprogramm mitgeschickt. Viele Grüße Michael
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