Auf dem folgenden Foto sind Sicherungsautomaten zu sehen. Mich interessiert die Sicherung 1, an der zurzeit ein Kochfeld angeschlossen ist. Was bedeutet die Aufschrift 220/380V? Ist das nun eine Sicherung für 220V oder 380V? Ich vermute eher 220V, weil 380V in einer Phase geht ja schlecht, oder? Die Belegung ist 1=Herd, 2=Geschirrspüler, 3=Licht oben, 4=Licht unten, 5=Bad
Pete K. schrieb: > Ist das nun eine Sicherung für > 220V oder 380V? Für beides. Eine Sicherung ist ja eine Über- Strom sicherung und Strom und Spannung sind zwei unterschiedliche Sachen. Dein Leitungsschutzschalter kann in 220 und 380 Volt Netzen benutzt werden.
Wichtig ist auch noch bei welchen Strom der LS auslöst und welche charkaristk. In Hausinstallationen findt mann meistens einen B16. Und die Leitungsquerschnitte müssen auch beachtet werden. Wenn du da was an der Hauselektrik machen willst würde ich dir raten einen Elektriker auzubetragen der das nötige Fachwissen beherrscht und die VDE-Messungen durchfüren kann.
Pete K. schrieb: > Mich interessiert die Sicherung 1, an der zurzeit ein > Kochfeld angeschlossen ist. Ein Kochfeld? An einer einzelnen 16A-Sicherung? Das kann höchstens so ein Zweiplatten-Ding sein, alles andere hat eine viel zu hohe Leistungsaufnahme.
Rufus Τ. Firefly schrieb: > Ein Kochfeld? An einer einzelnen 16A-Sicherung? > Das kann höchstens so ein Zweiplatten-Ding sein, alles andere hat eine > viel zu hohe Leistungsaufnahme. Habe ich auch hier. Mein 2 Platten + Backofen Gerät hat sogar eine Verriegelung. Wenn ich den Backofen anschalte, gehen die Platten automatisch aus. Ist die Variante für Kleinküchen und Wochenendhäuser.
Matthias Sch. schrieb: > Habe ich auch hier. Mein 2 Platten + Backofen Gerät hat sogar eine > Verriegelung. Wenn ich den Backofen anschalte, gehen die Platten > automatisch aus. Ist die Variante für Kleinküchen und Wochenendhäuser. Das kommt mir bekannt vor... Mein Herd ist zwar an drei einzelne Sicherungen angeschlossen. Aber wenn ich dann im Bad zusaetzlich die Waschmaschine einschalte macht es "klick". Da hat wohl jemand eine Leitung "doppelt" genutzt. Gruss Asko.
Interessanterweise war es ein 4-Platten Kochfeld ohne Backofen. Wie das funktioniert hat ist mir auch ein Rätsel. Die Küche ist raus, daher kann ich das nicht mehr ausprobieren. Mal sehen, welcher Kabelquerschnitt verlegt ist. 4mm2 werden es wohl leider nicht sein (für eine 32A Absicherung).
Pete K. schrieb: > . 4mm2 werden es wohl > leider nicht sein (für eine 32A Absicherung). Wenn Deine Leitung zu lang ist wird diese Sicherung nie auslösen. Nicht alle 4mm²-Leitungen dürfen grundsätzlich mit 32A abgesichert werden. Es kommt auch auf die Verlegungsart und die Leitungslänge an!
Was ist denn dein Problem? Kein Herd mehr da, also ist es ein ganz normaler aber uralte 16A Leitungsschutzschalter aka L-Automat. Wenn der schon bei 10A ständig auslöst ist er kaputt und du brauchst einen neuen. Leider haben aktuelle B-Automaten eine andere Bauform, flacher aber breiter, und die höheren Hutschienen kannst du auch nicht einbauen wegen der Automaten daneben. Alle handelsüblichen LSS trennen 230V einer Phase bzw. 400V zwischen den Phasen und zumindest 6000A, bessere auch 10000A.
Mein Problem ist, dass da eine Küche mit neuem Kochfeld eingebaut werden soll. Und die 7200W des Kochfelds möchte ich nicht alleine an Sicherung 1 anschließen. Da werde ich wohl zwei neue Strippen legen lassen müssen... Das mit der Bauform klingt übel. Ich verstehe das so, das neuere B-Automaten eine andere Hutschiene benötigen? Dann muss ja die ganze Verteilung ausgetauscht werden.
Pete K. schrieb: > Da werde ich wohl zwei neue Strippen legen lassen müssen... Ein ordentlicher Herd braucht mehr als 16A. Mach ein Foto vom Anschlusskasten Deines NEUEN Herdes und frage den Elektriker Deines Vertauens vor Ort. Wenn Du schon einen Drehstromzähler hast, wird er Dir eine neue Leitung legen.
Hallo, oszi40 schrieb: > Ein ordentlicher Herd braucht mehr als 16A oder eben einen Drehstromanschluss; in der Regel werden aber die mehr als 16 Ampere über mehrere Anschlüsse eingespeist, die dann auf verschiedenen Phasen liegen sollten (i.a. 3 wenn das Kochfeld autark ist, sonst 2 + 1 für Herd). Ist auch so in den TAB der Stromversorger vorgesehen (z.B. von EON: "Stromkreise für Elektrowärmegeräte mit einer Bemessungsleistung von mehr als 4,6kW, z.B. Elektroherde, Durchlauferhitzer oder Warmwasserspeicher, werden vom Planer oder Errichter als Drehstromkreise ausgelegt.") Man sollte also mindestens 3, besser 4 Automaten für den Backofen/das Kochfeld vorsehen. Wenn bisher (wie fast zu vermuten ist) 3*1.5mm^2 zum Herd liegt (da nur mit einer Sicherung abgesichert), muss auf alle Fälle eine neue Leitung gelegt werden. Dann sollte man mindestens 5*2.5m^2 oder ggf. sogar 5*4mm^2 legen. Letzteres ist aber für die durchschnittliche Privatwohnung / das durchschnittliche Privathaus in der Regel schon deutlich überdimensioniert (da der Herd dann mehr als 17 kW haben müsste...). Ach ja, andere Großverbraucher sollten auch jeweils einen eigenen Kreis bekommen, also Mikrowelle, Spülmaschine, Dampfgarer,... Schöne Grüße, Martin
Wer eine neue Küche für xxxx,xx€ kauft sollte auch noch das Geld für den Elektriker haben. maveric00 schrieb: > Ach ja, andere Großverbraucher sollten auch jeweils einen eigenen Kreis Auch Gefrierschrank!!! Die meisten Steckdosen sind sowieso am falschen Fleck oder zu wenig in der Küche! Mehr Strom als die Hauptsicherung hergibt, kann man aber trotzdem nicht entnehmen. .-)
oszi40 schrieb: > Pete K. schrieb: >> . 4mm2 werden es wohl >> leider nicht sein (für eine 32A Absicherung). > > Wenn Deine Leitung zu lang ist wird diese Sicherung nie auslösen. Nicht > alle 4mm²-Leitungen dürfen grundsätzlich mit 32A abgesichert werden. Es > kommt auch auf die Verlegungsart und die Leitungslänge an! Soso, die Sicherung löst nie aus. Wie oft willst du das Kabel um dein Haus wickeln, bis die Sicherung wirklich nicht mehr auslöst? Da brauchst du schon paar Kilometer an Kabel, bis der Widerstand des Kabels so groß ist, das nichtmal mehr der große Prüfstrom von 1,45 x Nennstrom der Sicherung fließt. Die Sicherung löst wenn dann zu spät aus. Also wenn die Schleife einen zu großen Widerstand bekommt. Schleifenwiderstand muss also min. 0,71 Ohm haben. Da wirds dann schon kritischer. Wenn die Sicherung zu spät auslöst ist der Schutz für die menschliche Gesundheit nicht mehr gewährleistet, das ist das Problem. Dennis
oszi40 schrieb: > Auch Gefrierschrank Großverbraucher? So ein Ding hat eine Leistungsaufnahme von vielleicht ein paar hundert Watt -- wo siehst Du da einen "Großverbraucher"?
Rufus Τ. Firefly schrieb: > oszi40 schrieb: >> Auch Gefrierschrank > > Großverbraucher? So ein Ding hat eine Leistungsaufnahme von vielleicht > ein paar hundert Watt -- wo siehst Du da einen "Großverbraucher"? Es dürfte eher darum gehen dass die Kühlung nicht ausfällt wenn irgendein anderes Gerät die Sicherung auslöst..
troll schrieb: > Es dürfte eher darum gehen dass die Kühlung nicht ausfällt wenn > irgendein anderes Gerät die Sicherung auslöst.. Dann sollte man aber dafür lieber einen extra FI planen, der nunmal bei Steckdosen bis 20A vorgeschrieben ist. ODer gleich nen FI/LS nehmen, sind aber eben nicht ganz günstig. MfG Dennis
Dennis H. schrieb: > Wie oft willst du das Kabel um dein > Haus wickeln, bis die Sicherung wirklich nicht mehr auslöst? Es wäre nicht das erste Haus, was ich sehe wo >4mm² aus der Wand gucken und um die Ecke noch "Klingeldraht" liegt. Es kann aber trotzdem sinnvoll sein, die Küche gleich großzügig zu installieren, wenn man sich die spätere Schweinerei des Wandaufschlitzens ersparen kann. Rufus Τ. Firefly schrieb: > Großverbraucher? Ein Kühlschrank braucht ca. 100W. Man freut sich aber trotzdem, wenn diese Leitung extra abgesichert wurde und das Kühlgut z.B. nach dem Urlaub NICHT aufgetaut ist.
Eventuell startet der Kühlschrank nicht mehr. Hatten wir mal auf einem Campingplatz in Griechenland beobachtet. Das Ding lief einfach nicht an, abends wurde dann klar warum: Jedesmal wurde es in der Nachbarschaft deutlich dunkler. Da war die Verkabelung des Platzes wohl etwas schwächlich. Vor ein paar Tagen las ich auf der neuen Kettensäge, der Widerstand der Hausleitung solle nicht über 0,35 Ohm betragen. Das erscheint mir unglaublich wenig! Kann das einer erklären? Mit dem Wasserkocher als Last hatte ich schonmal den realen Innenwiderstand zur Trafostation gemessen. Es waren 565mOhm direkt an einer Steckdose. Und da käme dann noch 50m Verlängerungskabel quer durch den Garten hinzu! hm.
Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen
Mit Google-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.