Hallo Fachleute!
Ich will von meinem Heimserver ca. 6-8 Relais steuern.
Ist die Ansteuerung via LPT ( ja der Server hat noch einen ) noch
zeitgemäß oder sollte man gleich zu USB tendieren?
Andererseits ist die Komplexität bei LPT weit geringer und vielleicht
auch weniger anfällig für Störungen.
Was habt Ihr da für Erfahrungen?
THX
Phil
LPT ist einfacher, aber wenn dein derzeitiger Steuerrechner kaputtgeht,
wird es nicht ganz einfach sein, wieder einen zu beschaffen, der
überhaupt noch einen Parallelport hat. Und die Nachrüst-Karten mit
älterer Steuerkarten-Software zu betreiben, kann problematisch werden,
weil die bisweilen andere Portadressen ind I/O-Bereiche nutzen als die
alten Standard-LPTs.
Zum Selbstbau von USB-Interfaces kann man sich auch die
IOWarrior-Bausteine von CodeMercenaries ansehen.
Hallo,
es ist völlig sinnlos, noch PCs zu produzieren mit LPT-Schnittstelle -
die Drucker haben ja auch keine mehr. Sie wäre also tatsächlich nur noch
für Bastler da und manche sehr alte Hardware wie Eprommer oder Scanner
mit Parallelanschluss. Und bei einem Scanner lohnt sich der Ersatz eines
15 Jahre alten Geräts sowieso, auch vom Verbraucher-Standpunkt aus.
Gruss Reinhard
Auch wenn hier einige meinen, dass die LPT Schnittstelle bereits
ausgestorben ist. Das ist keineswegs so. Besonders nicht im Embedded
Bereich:
Connectivity: 1 Ethernet channel (Via VT6105M 10/100)
I/O: 2 COM, 4 USB, 1 LPT, audio, VGA
http://pcengines.ch/alix1d.htm
Auch gibt es USB nach LPT Wandler.
http://www.reichelt.de/USB-Konverter/USB-PARALLEL/3/index.html?ACTION=3&GROUPID=5253&ARTICLE=56781
Wenn man es richtig programmiert dürfte das mit diesem Wandler ebenfalls
funktionieren.
Serielle Schnittstelle wäre auch eine Möglichkeit. Ist aber mit mehr
Aufwand verbunden. Mit dem FTDI Teil habe ich ganz gute Erfahrungen
gemacht.
Nun ja,
USB kann porblemlos funktionieren,
muss es aber andererseits auch wieder nicht.
Verbindungsabbrüche von USB sind leider nie ganz auszuschließen,
wenn auch selten.
Wer das Risiko für gering hält, oder damit leben kann,
für den ist USB sicher nicht falsch;
Ein Stecker für 5V und Daten.
Eine einfache Relaiskarte könnte schon damit auskommen,
sofern die Relais zusammen max 500 mA ziehen.
Die Programmierung von LPT ist unter 32Bit Win sehr einfach,
um mit dem LPT Parallel Digital-IO zu realisieren.
z.B. mit INPOUT32.DLL
Mit einem kleinen Microcontroller an RS232 könnte
jederzeit die Ansteuerung der Relais realisiert werden;
Ggf. mit Sicherheitstimer,
der die Relais in einen Not-Zustand bringt,
wenn der PC oder die Verbindung ausfällt.
RS232 ist auch noch weit verbreitet, wenn oft auch nur als USB-RS232;
USB-RS232 sind meist zu älteren Anwendungen kompatibel,
sofern die Anwendung keine komplexen Hardware-Handshake benötigt.
Da kann es dann Probleme geben.
Aber ein Programm für echtes LPT wird nicht mit USB-LPT arbeiten,
da Win XP das nicht als Parallelport installiert,
sondern nur als "USB-Printing-Support".
USB würde ich nur nehemen, wenn es nicht 24/7 im Einsatz sein muss,
wie z.B. für ne PC abhängige Partykeller-Beleuchtung.
Ansonsten würde ich RS232 bevorzugen, gefolgt von LPT und LAN;
Wobei der Aufwand des LAN für nur 8 Relais eher viel zu hoch ist.
Insbesondere bei Eigenentwicklung.
MFG:MBP
Bei Velleman habe ich einen kompletten Bausatz gefunden.
Den gab es mal als RS232-Version und jetzt auch als USB.
Doch was bedeutet: 2-wege PC-Kommunikation (USB Event) ?
BTW: Betreiben will ich das ganze unter Debain Wheezy
Greets
Phil
Lothar S. schrieb:> Dann LPT, LINUX schafft den Port nicht ab... .
Na ja, ich hab das System gerade aufgesetzt auf einem Intel DN2800MT.
Das sollte ja noch ein paar Jahre laufen.
Mit Perl und Device::ParallelPort sollte das ja funzen.
Aber trotzdem sollte die Entscheidung "zukunftsfähig" sein.
An sonsten halt nach dem LPT - Tod mit dem USB-Adapter testen und hoffen
> Aber trotzdem sollte die Entscheidung "zukunftsfähig" sein.Ist sie , KleineSoftware hat versucht, auf Wunsch der PC-Hersteller,
den LPT-Port zu killen, daraufhin haben Controller Hersteller LPT-Karten
mit eigenen Treiber auf den Markt gebracht.
Die MS-Kunden haben diese unnötigen Zusatzkosten nicht eingesehen und
sich massiv beschwert.
Ergebnis: Unter Win8 geht LPT wieder... .
Es gibt auch einen Treiber-Crack für Win7... .
Grüße Löti
Lothar S. schrieb:> Dann LPT, LINUX schafft den Port nicht ab... .
Auch das beste Linux kann leider NICHT die fehlenden Buchsen an neuen
Notebooks ersetzen! :-)
> Auch das beste Linux kann leider NICHT die fehlenden Buchsen an neuen> Notebooks ersetzen! :-)
Themaverfehlung:
> Ich will von meinem Heimserver... .
Wer Lesen kann... .
Grüße Löti
oszi40 schrieb:> Auch das beste Linux kann leider NICHT die fehlenden Buchsen an neuen> Notebooks ersetzen! :-)
Ein Notebook würde ich mir auch nicht mit Strippen zu externer
Peripherie zunageln. Dafür gibt es NanoATX-Boards, Raspberry Pi oder wie
sie sonst noch alle heißen.
> Dafür gibt es NanoATX-Boards, Raspberry Pi oder wie sie sonst noch alle> heißen.
In der Industrie verwendet niemand so eine "Spielerei" als
Messplatzrechner... .
Grüße Löti
Hi
Leute, ihr könnt Fragen stellen. Und dann auch noch antworten.
Erstens, was soll die Frage. Kein Mensch in der heutigen Zeit hängt an
einen teuren Server direkt an eine Schnittstelle irgendwelche Hardware.
Von mir aus mach es, aber du selbst gibst ja bei deiner Frage die
Antwort. Wenn du unbedingt in dieser Form basteln willst, dann spiel
dich in die Controller Technik ein. Die gibt dir alle Möglichkeiten, via
USB mit der Welt zu agieren. Und das ohne Risiko für deinen Server.
Schlimmstenfalls stirbt der Controller für'n Euroachzig. Also, werdet
langsam mal erwachsen.
Gruß oldmax
michael schrieb:> Den LPT kriegt man bei Kurzschlüssen aber auch schnell kaputt.
Wenn man etwas falsch anschliesst, kriegt man alles Kaputt.
Egal ob USB oder LPT. Relaistreiber würden ja typisch über
einen Basiswiderstand an dem LPT-Port angeschlossen. Da
sind Kurzschlüsse eher unwahrscheinlich. Wer will, kann ja
auch eine vollständige Potentialtrennung mit Optokopplern
machen. Auch da ist der Aufwand gering. Bleibt das Problem
mit passenden Treibern.
Gruss
Harald
Nun ist hier die Rede von einem *Heim*server.
Das kann sicherlich durchaus ein sauteures Blade im 19"-Rack sein, aber
viele Heimserver sind doch eher alte Gurgen, die für Anwendungen nicht
mehr schnell genug sind. Aber als File-Server, Mail-Verteiler und
Internet-Proxy reicht auch ein etwas schwachbrüstiger Rechner noch aus.
Ich möchte nur darauf hinweisen, dass die Gleichung "Server = teure
Hardware" nicht zwingend aufgeht. Wir wissen nicht, was Philipp im
Einsatz hat.
Axel H. schrieb:> Ich würde einen MCP2200 von microchip nehmen ist eig. ein usb to uart> converter hat aber auch 8 IO pins die man direckt vom pc steuern kann.
Das geht aber noch viel einfacher (nämlich komplett fertig):
http://www.ftdichip.com/Products/Cables/USBMPSSE.htm
Der Programmieraufwand ist durch die bei FTDI auch frei erhältlichen
Libraries nicht größer als bei LPT.
Den dort benutzten FT232H kriegt man auch als Einzelchip, falls man das
Ganze mal auf ein eigenes Board setzen will.
Grüße
Andreas
Beim Blauen Claus gibt es für knapp 40€ eine 8-fach-Relaiskarte, die
über RS232 oder USB angesteuert werden kann. Für Selbstbauer, oder wenn
andere Relais gebraucht werden, ist auch der Schaltplan dabei.
gk
Lothar S. schrieb:> Mehr benötigt der TE ja auch nicht.> bei einer Neuentwicklung würde ich USB empfehlen.
Ja was denn jetzt ?
Im übrigen ging es mir auch nur darum festzustellen, dass die von mir
empfohlene Karte nicht vergleichbar ist, mit der Pollin Karte. Und nein,
ich würde keine LPT-Karte empfehlen.
Im übrigen würde ich mir mit einem Scope, oder zur Not mit einem
Multimeter mal die Datenausgänge des LPT-Ausgangs beim Ein-/Ausschalten
und beim Reset ansehen. Es würde mich nicht wundern, wenn beim Booten
mal kurz alle Ausgänge auf High stehen. Das könnte unerwünschte Folgen
haben.
gk