Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Messen über Lichtwellenleiter


von Sebastian M. (chick3n)


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Ich habe eine Einfache LWL Übertragungsstrecke aufgebaut:

http://www.farnell.com/datasheets/47896.pdf (Seite 11)

Wenn ich mit dem Scope Tastkopf direkt an die Schaltung gehe (SDRAM 
Datenleitung) kommen Plausible Werte heraus (Siehe Anhang, Türkis).

Wenn ich den LWL Konverter dazwischenschalte, kriege ich das Verfälschte 
Oszillogram (Gelb).

Am Testausgang vom Scope Funktioniert der Konverter Einwandfrei.

Auf was kann das hindeuten? Ist die LED zu Langsam für das DRAM?

von M. K. (sylaina)


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Sebastian M. schrieb:
> Auf was kann das hindeuten? Ist die LED zu Langsam für das DRAM?

Wahrscheinlich, rechne es dir mal aus. 160 MBaud kann die LED maximal. 
Unter der Annahme, dass 1 Baud "nur" 8 bit lang ist sind das schonmal 
1.28 Gbit/s. Und wie schnell ist dein DRAM? Schneller oder langsamer? 
Also mein RAM in meinem Notebook macht alleine auf der RAM-Disk 1 GB/s, 
das sind gut 8 Gbit/s und die RAM-Disk ist noch langsam gegen das RAM 
selbst.

von Sebastian M. (chick3n)


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Das SDRAM läuft wohl mit 66MHz.

Die LWL Strecke kann nur 5MBaud :)

von Bürovorsteher (Gast)


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> Unter der Annahme, dass 1 Baud "nur" 8 bit lang

Schwachsinn; 1 Baud = 1 Bit/s

> Die LWL Strecke kann nur 5MBaud :)

Auch nicht immer richtig; die Paarung HFBR-1414/HFBR-2416 schafft 
standardmäßig 160 Mbit/s. Ich habe selbige aber auch schon mit 240 
Mbit/s betrieben. Wohlgemerkt mit 10 dB Kabeldämpfung.
Das verlangt aber eine etwas anspruchsvollere Schaltungstechnik des 
Treibers und des Empfängers.
Außerdem muss durch ein geeignetes Signalcodierungsverfahren für 
maximale Geschwindigkeit ein gleichanteilfreies Signal erzeugt werden.
Dazu gibt es AN bei Avago und Cypress, die sind allerdings nicht auf den 
ersten Blick zu finden.

Das, was der TO machen will geht nicht ohne erheblichen Aufwand, oder 
eben doch nur bis ein paar MBaud.
Welche Teile wurden denn verwendet?

von M. K. (sylaina)


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Bürovorsteher schrieb:
> Schwachsinn; 1 Baud = 1 Bit/s

Echt? Ich hatte grade im Hinterkopf, dass 1 Baud = 1 Zeichen ist. Warum 
sollte man eine neue Bezeichnung für bit/s einführen? Macht wenig Sinn. 
;)

Und ich nahm oben mal an (deshalb die "") dass ein Zeichen 8 bit lang 
sei. ;)

Sebastian M. schrieb:
> Das SDRAM läuft wohl mit 66MHz.
>
> Die LWL Strecke kann nur 5MBaud :)

Das passt ja selbst unter der Annahme, dass ein Zeichen 1 bit lang ist, 
nicht. Die LWL-Strecke ist dafür viel zu langsam.

von Wolfgang (Gast)


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Michael Köhler schrieb:
> Baud
Baud ist die Einheit für die Symbolrate.
http://de.wikipedia.org/wiki/Baud

> Warum sollte man eine neue Bezeichnung für bit/s einführen?
Das kommt schon mal vor
http://de.wikipedia.org/wiki/Internationales_Einheitensystem#Abgeleitete_SI-Einheiten_mit_besonderem_Namen

von M. K. (sylaina)


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Wolfgang schrieb:
> Baud ist die Einheit für die Symbolrate.
> http://de.wikipedia.org/wiki/Baud

Eben. Das hatte ich dabei im Hinterkopf. Und die kann in bit ja 
unterschiedlich lang sein, je nach Protokoll ;)

von nicht "Gast" (Gast)


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Michael Köhler schrieb:
>
> ... Und die kann in bit ja
> unterschiedlich lang sein, je nach Protokoll ;)

In letzter Zeit scheinst du dich ja gerne blamieren zu wollen :-)
Nein, das Verhältnis Baud- zu Bitrate hängt von der verwendeten 
Modulation ab, nicht vom Übertragungsprotokoll. Und bei simpler NRZ ist 
die Baudrate gleich der Bitrate.

von M. K. (sylaina)


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Ach, und ich dachte bisher immer, dass bei der Baudrate "jedes Symbol 
eine definierte, messbare Signaländerung im physischen 
Übertragungsmedium" entsprechen muss. Wenn also bit/s = Baud entspricht 
dann kanns im System nur zwei Symbole geben denn mehr Symbole sind so ja 
nicht unterscheidbar.

Dem TE hilft das aber auch nicht.

von nicht "Gast" (Gast)


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Natürlich ist das für den TE von gewisser Bedeutung. Dein irreführendes 
Posting ist nun irrelevant geworden und man kann sich auf die 
Problemlösung konzentrieren.

Wenn die Strecke inherent schnell genug ist (125MHz bzw. 150MBaud RX 
und TX bei 66MHz Signalen), wird das Problem mit hoher 
Wahrscheinlichkeit in der elektrischen Ansteuerung der RX und TX liegen 
- diese ist ja keineswegs trivial. Da wir die verwendeten Schaltungen 
nicht kennen, ist nun der TE am Zug.

von M. K. (sylaina)


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nicht "Gast" schrieb:
> Wenn die Strecke inherent schnell genug ist (125MHz bzw. 150MBaud RX
> und TX bei 66MHz Signalen)

Wie du Intelligenzbestie bestimmt schon gelesen hast kann die 
LWL-Strecke des TEs nur 5 MBaud.

Sebastian M. schrieb:
> Die LWL Strecke kann nur 5MBaud

Danke für deine Aufmerksamkeit. Wer hat sich nun hier blamiert?

von Purzel H. (hacky)


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Koennen wir mal das schema und das Laout sehen? Mit steckbrett ist da 
nichts mehtr.

von Sebastian M. (chick3n)


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Wie gesagt...die Schaltung ist im Datenblatt auf Seite 11 zu sehen. 
Siehe Erster Post.

Der Empfänger beschränkt die Bandbreite auf 5Mbaud.

Ich werde jetzt versuchen diese Empfänger-Schaltung Aufzubauen:

http://edg.uchicago.edu/~bogdan/Mezzanine_cards/doc/app_note78.pdf 
(Seite 15)

Ich habe vor an den Ausgang einen ECL zu TTL Konverter zu hängen 
(MC100ELT25), da ich TTL Pegel brauche.

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