So funktionier das mit dem guten Uniranking

OP #3191855
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Da hier ab und zu Studiumsinteressierte auftauchen, die meinen die Uni 
nach dem Ranking auszuwählen, hier ein ernüchternder Artikel:

http://www.spiegel.de/unispiegel/studium/universitaetsrankings-so-manche-uni-frisiert-die-zahlen-a-903627.html

Konnte ja keiner ahnen! ;)
Gast #3191938
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ja wundert mich nicht. Bei uns gab es im Studium auch mal eine Umfrage 
für examensnahe Studierende, wie wir unser Studium, die Austattung, 
Lehrbedingungen, Profs, Praxisbezug, Vertiefungsrichtungen usw. 
bewerten.

Kurz bevor die Umfrage startete, kam der Dekan in alle Veranstaltungen 
wo viele kurz vorm Abschluß sind und redete uns ins Gewissen dass wir ja 
mit sehr gut abstimmen sollten, unabhängig davon was wir denken, da wir 
als baldigen Absolventen auch von einer guten Reputation profitieren 
würden, da auch Personaler solche Rankings lesen.
Gast #3191966
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Es gibt auch noch ein Ranking, wo sich Hochschulen gegenseitig bewerten.
Da schlendert also eine Gruppe eingeladener Professoren einer anderen 
Hochschule durch die Labors, nachden sie einen kleinen Vortrag der 
hiesigen Kollegen gehoert hatten, in welchem es darum ging, dass die 
Schule ihr Bestes gibt....
Ja, die Kollegen, sie kennen sich ja alle von Konferenzen, Papers, usw, 
schlendern also duch die Labors, nicken beeindruckt, aber mindestens so 
desinteressiert. Und  freuen sich ueber das feine Essen, das am Mittag 
serviert werden wird. Natuerlich nicht in der Mensa. Am Nachmittag geht 
es dann weiter. Dann gibt entweder noch ein feines Nachtessen, mit Wein 
und so, oder man geht wieder auf den Flieger.
Die Kollegen waren ja so nett und haben ihr Bestes gezeigt. Und implizit 
natuerlich zugesagt, dass bei der Bewertung auf die umgekehrte Seite 
auch wieder alles wie gehabt laufen wird.
Ein schoener Tag, wie an einer Konferenz, aber ohne den Druck.
Gast #3192037
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Zumindest die Reputation im Cern/Zeit-Ranking auch eine Kategorie und 
wird da wie im vorherigen Post betsimmt. Aber der Ansatz wie z.B. beim 
Times Ranking nach relevanten Papern (unterschiedliche Magzine haben 
unterschieliche "Einflussfaktoren") zubewerten macht Sinn - da es zeigt 
welche Institute Forschungsstark sind. (Am Ende wird i.d.R. ein 
FH-Professor auch den Ruf einer Uni folgen)
Gast #3192047
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ich denke nicht schlecht sind Rankings, wo Personaler befragt werden: 
Aber auch die haben ihre Tücken. Ein Personaler kann u.U. nicht die 
Leistung eines Mitarbeiters im laufenden Betrieb einschätzen, er weiß 
höchstens welche Leute bisher bevorzugt eingestellt wurden.

Und auch da gibt es das Problem, dass natürlich die Leute von 
Hochschulen mit vielen Absolventen der jeweiligen Fachrichtung 
überproportional vertreten sind. Auch kann ein Personaler z.B. bei VW in 
Emden schwierig die Qualität von Absolventen der Hochschule Rosenheim im 
Bayern beurteilen. Im Zweifel werden dann die Hochschulen gewählt die 
man kennt bzw. auf der man selbst war.
Gast #3192366
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Yannik schrieb:
> Aber der Ansatz wie z.B. beim
> Times Ranking nach relevanten Papern (unterschiedliche Magzine haben
> unterschieliche "Einflussfaktoren") zubewerten macht Sinn - da es zeigt
> welche Institute Forschungsstark sind.
Nö macht es nicht. Schon mal was von Paperinflation und Zitierkartellen 
gehört?
Gast #3192450
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Sean L.: Daher haben renommierte Periodika auch einen höheren 
Stellenwert.
 Allg. sollte man aus Primärquellenzitieren d.h. wenn etw. zuerst in 
einer Veröffentlichung von X festgestellt wurde, so sollte man sich auf 
diese Veröffentlichung beziehen. (Natürlich Zitiert man i.d.R. aus 
Arbeiten die einen Vertaut erscheinen - wenn man aber nach den 
Schlagwörtern sucht, so kann man kaum andere Arbeiten total 
vernachläßigen). Aber mein Problem soll's nicht mehr sein.
Gast #3193789
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Es gibt da so Tricks beim Publizieren ...
einer davon ist dass die ganze Gruppe jeweils einzeln als Co-autor 
aufgefuehrt ist. Deren Beitrag : einer hat an der Grillparty das Bier 
geoeffnet. Die Gruppe hav einiges an Publikationen. Auch wenn nun 
Selbstreferenzen innerhalb der Gruppe nicht zaehlen, bekommen alle 
Co-Autoren bei einer externen Referenz einen Punkt.
Gast #3195607
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Finde ich nett, dass ausgerechnet der Spiegel so eine Story bringt, wo 
doch der Spiegel selber regelmässige rankings der Unis auf 
Befragungsbasis durchführt.

Meine war Ende der 80er und Ende der 90er jeweils unter den besten 3en. 
Just da als ich studierte.
Gast #3195768
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Diese Rankings beziehen sich aber weitgehend auf den Forschungsbetrieb 
an der Uni. Nicht etwa auf die Lehrveranstaltungen.
Und das merkt man auch! Profs schicken ihre schlecht vorbereiteten 
Mitarbeiter in die Vorlesung, sie selbst kümmern sich derweil um Ranking 
+ Förderung. ("Der Prof kann heute leider nicht die Vorlesung halten, 
weil er gerade für [irgendein Uni Förderungsprojekt] irgendwas machen 
muss".)

Qualität der Vorlesungen sinkt, aber Hauptsache das Ranking wird gut!
Klar, Forschung ist wichtig, aber irgendwo müssen die zukünftigen 
Forscher auch mal herkommen!

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