Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Betriebshaftpflichtversicherung sinnvoll, Kosten?


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von Oliver S. (phetty)


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Hallo Einzelkämpfer!
Habt ihr o.g. Versicherung?
Wo und was für Beiträge bezahlt ihr?
Musstet ihr so eine Versicherung schon einmal in Anspruch nehmen?

Anmerkungen?

von Horst (Gast)


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Habe keine. Nachdem ich meinem Versicherungsonkel sagte, daß ich auch 
nach den USA exportiere, wurde die Haftpflicht so teuer, daß ich die 
Kosten nicht mehr auf das Produkt hätte umlegen können. Jetzt lebe ich 
halt mit einem Bein im Knast, und das schon über 1 Jahrzehnt...

von Ich (Gast)


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Horst schrieb:
> Habe keine. Nachdem ich meinem Versicherungsonkel sagte, daß ich auch
> nach den USA exportiere, wurde die Haftpflicht so teuer, daß ich die
> Kosten nicht mehr auf das Produkt hätte umlegen können.

Was heisst "auch" USA? 5% 50% 95%?

USA ist halt ein besonderes Land, in dem man verklagt werden kann, wenn 
der Kaffee heiss ist und man nicht gewarnt wurde.

Ausschlusskriterium USA?

Um welche Produkte geht es überhaupt?

von Bürovorsteher (Gast)


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Ich habe den Scheiß nach acht Jahren gekündigt, da der 
Versicherungsfritze die Branche  falsch definiert hatte, d.h. die 
Versicherung hätte im Zweifelsfall ohnehin nicht gezahlt. Die 
Betriebshaftpflicht, d.h . eine Versicherung gegen Schadensfälle, die 
aus der normalen Betriebstätigkeit herrühren, ist für Alleinunterhalter 
Blödsinn.
Eine Produkthaftpflichtversicherung könnte einen evtl. Sinn haben.
Ich habe bei mir keinen gesehen. Außerdem: ehe die Versicherung zahlt, 
gegen Jahre ins Land; da bist du längst pleite.
Ich habe meine Erzeugnisse zu mehreren Tausend Stück verkauft. Die 
Reparaturfälle, die ich auf den Tisch bekomme, hatten immer eine 
Kundeneinwirkung als Ursache, also KEINE PANIK.

Ist Abzockerei und nur etwas für Weicheier, Warmduscher und 
Mittelspurfahrer.

von Bürovorsteher (Gast)


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Der Begriff "Haftplicht" ist übrigens eine üble Wortwahl, weil er eine 
VersicherungsPFLICHT impliziert, was nicht der Fall ist.
Das jeder für den von ihm angerichteten Schaden geradestehen muss, ist 
eine andere Sache.

von Bürovorsteher (Gast)


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> Was heisst "auch" USA? 5% 50% 95%?

90 - 95%

von heinz (Gast)


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Also ich hab eine.
Preisklasse - etwa 1700 / Jahr
Ich darf max. 40& Umsatz in Nordamerika machen. In Nordamerika sind 
Personenschäden ausgeschlossen.

>Ist Abzockerei und nur etwas für Weicheier
An einer Maschine von mir gabs einen Personenschaden, den letztendlich 
die Versicherung zahlte. Vorteil ist, dass die Versicherung versucht so 
einen Unfall auf Selbstverschulden usw. zurückzuführen, damit sie nicht 
zahlen muss. Wenn sie das schaffen, muss ich auch nicht zahlen.

>falsch definiert hatte
den Vertrag hast Du dir aber schon durchgelesen. ?

von Ich (Gast)


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Eine private Haftpflichtversiucherung hat wohl jeder (sollte jeder 
haben), die ist nicht für Bagatelle wie eine kaputte Vase für 200€ bei 
Schwiegermutter in spe gedacht.

Was soll versichert werden?
Ein Schaden der durch den eigenen Betrieb verursacht wurde?
Produkthaftungsansprüche auch für ggf. eingekaufte importierte Bauteile?

von Bürovorsteher (Gast)


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> den Vertrag hast Du dir aber schon durchgelesen. ?

Ja, bei der ersten Versicherung (DBV Winterthur) hatte das noch 
gestimmt. Nachdem selbige von der AXA gefressen wurde, war ich auf 
einmal beim Baugewerbe gelandet. Aufforderungen zur Heilung des 
Vertrages wurden ignoriert oder abgetan "Wir hätten das schon bezahlt".
Wer es glaubt...

von Selbständiger (Gast)


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Ich bin bei der Exali über GULP. Kostet brutto 7xx,-  nennt sich IT HP. 
Die Kunden wollen  die immer sehen. Real passiert ist noch nichts.

Am Ende sind das für mich 3xx,- netto im Jahr weniger, also 1,- am Tag, 
den ich verliere. Wenn einer was will, den schicke ich zur Versicherung.

von Horst (Gast)


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Bei der Betriebs- / Produkthaftpflichtversicherung ist es wie bei den 
meisten anderen Versicherungen auch: Konkret weiß Du nur, daß Du zu 
zahlen hast. Ob Du im Versicherungsfall tatsächlich geschützt bist, 
erfährst Du erst, wenn der eintritt.

von Cyblord -. (cyblord)


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Bürovorsteher schrieb:
> Der Begriff "Haftplicht" ist übrigens eine üble Wortwahl, weil er eine
> VersicherungsPFLICHT impliziert, was nicht der Fall ist.

Bist du stoned? "Haftpflicht" impliziert eine Pflicht zu haften. Und 
genau das ist ja der Fall. Um da eine Versicherungspflicht rauszulesen 
muss man schon völlig die Balance seiner Drogenmischungen verloren 
haben.

von Tom V. (vzczc)


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...Du musst Dir erst mal überlegen wie hoch das Risiko, bei dem was Du 
machst, ist...

Wenn Du beispielsweise lediglich IT-Seminare zu Office-Produkte 
durchführst ist das Risiko gegen Null. Programmierst Du aber 
irgendwelche fehlerhafte Software, die anschließend im großen Konzern 
eine ganze Produktionslinie für einige Stunden lahmlegt... dann kann es 
schon teuer werden...
Die Frage kann Dir so pauschal also niemand beantworten ohne das 
abzusichernde Risiko und Deine finanziellen Verhältnisse zu kennen...

von Rick M. (rick-nrw)


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Tom V. schrieb:
> Wenn Du beispielsweise lediglich IT-Seminare zu Office-Produkte
> durchführst ist das Risiko gegen Null.

Aber genau das sollte durch eine Versicherung individuell abgesichert 
werden.
Ein 18-jähriger mit Ferrari zahlt sicher mehr für eine Kfz-Haftplicht, 
als ein 40-jähriger mit einem Kleinwagen mit 50kW.

von A. $. (mikronom)


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Horst schrieb:
> Habe keine. Nachdem ich meinem Versicherungsonkel sagte, daß ich auch
> nach den USA exportiere, wurde die Haftpflicht so teuer, daß ich die
> Kosten nicht mehr auf das Produkt hätte umlegen können.

Was hat die Betriebsshaftpflichtversicherung mit Lieferungen zu tun? 
Versteh ich nicht!

Vertauschst du möglicherweise eine Produkthaftpflichtversicherung (die 
eine Obermenge einer Betriebsshaftpflichtversicherung ist) mit einer 
Betriebsshaftpflichtversicherung?

von Karl (Gast)


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Bürovorsteher schrieb:
> Der Begriff "Haftplicht" ist übrigens eine üble Wortwahl, weil er eine
> VersicherungsPFLICHT impliziert, was nicht der Fall ist.

Das Haftpflicht bezicht sich nicht auf die Versicherung sondern auf den 
Versicheungsnehmer. Der ist zur Haftung verpflichtet.

Horst schrieb:
> Ob Du im Versicherungsfall tatsächlich geschützt bist,
> erfährst Du erst, wenn der eintritt.

In der Police steht welche Schäden abgedeckt werden.

Tom V. schrieb:
> Die Frage kann Dir so pauschal also niemand beantworten ohne das
> abzusichernde Risiko und Deine finanziellen Verhältnisse zu kennen...

Die Risikoabschätzung macht üblicherweise der Versicherer (über den 
Preis). Die Finanzen einen ernsthaften Personenschaden zu decken haben 
hier wohl die wenigsten. Da wird es auch für Millionäre eng 
(insbesondere wenn ein 30-jähriger Einkommensmilionär berufsunfähig 
wird).

Andi $nachname schrieb:
> Vertauschst du möglicherweise eine Produkthaftpflichtversicherung (die
> eine Obermenge einer Betriebsshaftpflichtversicherung ist)

Die Produkthaftpflicht ist vielleicht eine Untermenge einer 
Betriebshaftpflicht.



Einige Aussagen hier sind erschreckend. In einem Forum, wo sofort nach 
dem Leichenwagen geschrieen wird wenn irgendwer was mit 220 V schreib, 
wird ernsthaft von einer Betriebshaftpflicht abgeraten? Wahrscheinlich 
ist eine Privathaftpflicht auch absoluter Schwachsinn, achso ne da kann 
man ja zusammen mit nem Kumpel ein runtergefallenen Handy als schaden 
deklarieren, die macht Sinn. Wer mit seinem Betrieb nicht in der Lage 
ist eine Betriebshaftpflicht zu bezahlen sollte sein Geschäftsmodell 
überdenken. Eigentlich sollte ihm der Gewerbeschein/Berufserlaubnis 
entzogen werden. Bei anderen Berufsgruppen ist eine Haftpflicht Gott sei 
Dank vorgeschrieben. Oder wer würde sich sein Haus von einem Architekten 
Planen lassen, der keine Haftpflicht hat?

von Selbständiger (Gast)


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Ich habe so eine BHV weil ich z.B. an teurer Elektronik herumbastle und 
es sein kann, dass ich was kaputt mache. Wenn der Fall eintritt, hat der 
Kunde so die Chance, sich den teuren Prototypen ersetzen zu lassen, den 
er ansonsten eh wegschmeissen muss, wenn das Produkt mal geht.

Es gibt sogar Kunden, die machen daraus angeblich ein Geschäft: Bei dem 
grossen Dienstleister mit dem grossen H. hat mir mal einer erzählt, sie 
mussten 500.000 für ein geschrottetes Auto zahlen, weil der Consultant 
einen SW Fehler gemacht haben soll. So hat der Kunde Teiles seines 
Geldes wieder, der Consultant hat noch Geld mitgebracht und wird 
weiterbeschäftigt und auch H war zufrieden, weil sie wieder Aufträge 
bekommen hatten. Den Schaden hat H. nämlich auch versichert.

Auf diese Weise holen sich Firmen viel Geld von der 
Versicherungswirtschaft zurück. Bei normalen Angestellten geht das 
nicht. Die kann man nicht haftbar machen.

Ich würde bei so einer Nummer nicht mitspielen.

Für mich ergibt sich real das Problem, dass ich Schlüssel und 
Schlüsselkarten von Firmen und Hotels verlieren kann, Hoteleinrichtung 
beschädige (Wasser) und oder ich sonstwie verklagt werde. Der Umstand, 
DASS ich versichert bin, führt dazu, dass mich die gutwilligen Kunden 
eher nehmen, weil sie eine Sicherheit haben und die bösen Buben eher vor 
Klagen zurückschrecken, weil ich eine Absicherung habe. Ist wie eine 
Rechtschutzversicherung.

Mich kostet die Nummer maximal die Selbstbeteiligung und die zahle ich 
aus der Portokasse.

von Horst (Gast)


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Ja, stimmt, bin total inkompetent! Kann mir jemand kurz den Unterschied 
zwischen Produkt- und Betriebshaftpflicht erklären?

von Michael .. (thing)


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Horst schrieb:
> Produkt- und Betriebshaftpflicht erklären?

Wiki ist dein Freund.
http://de.wikipedia.org/wiki/Betriebshaftpflichtversicherung

Absatz 2.5 behandelt die Produkthaftung

von Horst (Gast)


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Danke für den Tip! Das ist ja alles dermaßen kompliziert; wenn ich nicht 
schon über 20 Jahre selbständig wäre, würde ich mich nie mehr getrauen,
mich selstständig zu machen!

von A. $. (mikronom)


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Horst schrieb:
> wenn ich nicht
> schon über 20 Jahre selbständig wäre,

Als Kamikaze-Unternehmer ohne BetriebshaftpflichtV!

Ist wenigstens deine Rechtsform haftungsbeschränkt?

von Horst (Gast)


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Ja, Andi, kann man so sehen.
Teile von mir sind sogar in der Autoindustrie (also an den 
Produktionslinien,
nicht an den Autos selbst). So eine Werkstatt- Rückrufaktion, verursacht 
durch eine Fehlfunktion dieser Teile, wäre mein glatter Ruin.
Eine Rückrufaktion wäre wohl kaum versicherbar, bzw. die Vers.- Prämien 
für  eine Versicherung, die das deckt, nicht finanzierbar über den 
Produktpreis (Kleinststückzahlen). Und wäre das dann die Betriebs- oder 
die Produkthaftpflicht, oder eine ganz andere Versicherung, die ich dazu 
haben müßte?
Als GmbH mit 25.000,-- Mindesteinlage, dachte ich immer, über diese 
25.000,--
hinaus kann ja nichts passieren?
Muß ich jetzt doch noch ein BWL- Studium anhängen oder einen BWLer 
einstellen, der mich rettet?

von Michael .. (thing)


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Horst schrieb:
> Muß ich jetzt doch noch ein BWL- Studium anhängen oder einen BWLer
> einstellen, der mich rettet?

Nö, frage deine IHK. Wenn die Beiträge von dir bekommen, dann sollen
die auch mal was für dich tun und dich fachkundig beraten.

von Oliver (Gast)


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Horst schrieb:
> Als GmbH mit 25.000,-- Mindesteinlage, dachte ich immer, über diese

melde doch eine britische limited ( ltd. ) an, da reicht 1 brit. Pfund 
als Einlage. Die Verwaltungskosten sind etwas höher, da man in GB einen 
Jahresabschluss abgeben muss, dafür ist das Risiko sehr minimiert. Man 
könnte ggf. mit einem Steuerberater zusammen ein entsprechendes 
Firmenkonstrukt aufbauen, so dass möglichst viel Vermögen durch die ltd. 
gesichert ist so von wegen eine ltd. für die Produktentwicklung und eine 
andere die die Finanzen verwaltet oder so, bin da aber kein Experte.

falls was schief geht, meldet man mit der ltd. in England Insolvenz an, 
das eine Pfund Einlage ist dann weg, billiger als jede Versicherung ;-)

von Horst (Gast)


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IHK sind das nicht die, die gerade ihren Mitgliedern erzählen, wie geil 
es ist, seine Geschäftsprozesse und Daten in die Cloud zu verlegen?
Wenn die in Versicherungsfragen genau so kompetent sind, kann ich mir 
eine Beratung dort glatt sparen!

von Georg W. (gaestle)


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Horst schrieb:
> Als GmbH mit 25.000,-- Mindesteinlage, dachte ich immer, über diese
> 25.000,--
> hinaus kann ja nichts passieren?
nur wenn du die Einlage auch korrekt erbracht hast und das im 
Zweifelsfall auch nachweisen kannst. Bei grober Fahrlässigkeit hilft die 
das aber alles nichts, die Rechtsprechung geht hier immer mehr zu Lasten 
des Geschäftsführers!

Oliver schrieb:
> falls was schief geht, meldet man mit der ltd. in England Insolvenz an,
> das eine Pfund Einlage ist dann weg, billiger als jede Versicherung ;-)
Die Geschichte hat eine gewaltigen Haken: Du musst nach britischem Recht 
bilanzieren (Kosten!). Wenn du das unterlässt wird die Ltd. von Amts 
wegen gelöscht und du bist wieder in der persönlichen Haftung.

Diese Policen könnten von Interesse sein:
-Betriebsunterbrechungsversicherung: gegen die finanziellen Folgen eines 
Schadensereignisses, beispielsweise wenn der Betrieb nach einem Feuer 
eine Zeit lang geschlossen werden muss.
-Die Rechtsschutzversicherung ist eher nicht sinnvoll, da Gebiete wie 
geistiges Eigentum und Wettbewerbsrecht ausgeschlossen sind.
-Eine Betriebshaftpflichtversicherung kommt für Personen- und 
Sachschäden, die Dritten durch hergestellte oder gelieferte Produkte, 
Arbeiten oder sonstige Leistungen nach Fertigstellung entstehen auf, die 
der Inhaber oder seine Angestellten verursachen.
-Umwelthaftpflicht: Umweltschäden sind zum Teil in der 
Betriebshaftpflicht enthalten.
-Die erweiterte Produkthaftpflichtversicherung ergänzt die 
Betriebshaftpflichtversicherung um Vermögensschäden.
-Geschäftsversicherung gegen Feuer, Einbruchdiebstahl und Raub, 
Leitungswasser sowie Sturm ab Stärke 8.

Ob sie sinnvoll sind und was sie Kosten hängt sehr stark vom Einzelfall 
ab. Eine Betriebshaftpflicht halte ich aber für absolut notwendig.

von Horst (Gast)


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Ja, Georg, das war informativ.
Wobei die 25.000,-- auf jeden Fall "wirklich" erbracht werden müssen, 
sonst wird Deine GmbH ja garnicht in das Handelsregister aufgenommen.
Logo: Bei grober Fahrlässigkeit hafte ich als Geschäftsführer mit Haut 
und Haaren, auch mit dem Privatvermögen. Da ist dann die Frage der 
Beweislast relevant und damit wieder eine Rechtsschutzversicherung 
fällig...mann o mann.

Betriebshaftpflicht erscheint mir jedoch mehr im Bereich 
"Dienstleistung",
(Außendienst, Service etc.) notwendig. Innerbetrieblich weniger (da 
dürfte doch auch die Zwangmitgliedschaft in der Berufsgenossenschat 
greifen,
zumindest wenn Mitarbeiter zu Schaden kommen?)

von Oliver (Gast)


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Georg W. schrieb:
> Die Geschichte hat eine gewaltigen Haken: Du musst nach britischem Recht
> bilanzieren (Kosten!). Wenn du das unterlässt wird die Ltd. von Amts
> wegen gelöscht und du bist wieder in der persönlichen Haftung.

ja das ist das einzige. Aber so teuer soll das auch wieder nicht sein. 
Man könnte sich übrigens auch Konstrukte überlegen wie z.B. eine KG, 
deren persönlich haftender Gesellschafter die ltd. ist. ( GmbH und Co. 
KG ist ein ähnliches Konstrukt ) so kann man bequem Geld von der ltd. 
zur deutschen KG bzw. zu sich selbst als Kommanditist ( haftet nur mit 
der Einlage )  hin und her schieben. Aber das sind Fragen die man mit 
einem Steuerberater klären sollte.

von Axel L. (axel_5)


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Georg W. schrieb:
> Horst schrieb:
>> Als GmbH mit 25.000,-- Mindesteinlage, dachte ich immer, über diese
>> 25.000,--
>> hinaus kann ja nichts passieren?
> nur wenn du die Einlage auch korrekt erbracht hast und das im
> Zweifelsfall auch nachweisen kannst. Bei grober Fahrlässigkeit hilft die
> das aber alles nichts, die Rechtsprechung geht hier immer mehr zu Lasten
> des Geschäftsführers!

Bei grober Fahrlässigkeit ist man auch als Angestellter durchaus mit 
dran.

Ansonsten hängt es davon ab, mit wem man so Geschäfte macht und in 
welchem Umfeld. Den meisten Auftraggebern ist es durchaus klar, dass 
eine Schadensersatzklage gegen jemanden, dessen Vermögen nicht mal die 
Anwalts- und Gerichtskosten deckt und dessen Hilfe man vielleicht noch 
braucht, um das Problem zu lösen, nicht sehr sinnvoll ist.

Gruss
Axel

von Georg W. (gaestle)


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Mir ist z.B. ein Fall bekannt, in dem durch eine falsche Auslegung eines 
simplen Befestigungsteils (wird schon passen...) ein Schaden i.H.v. 300 
kEUR verursacht wurde.
Horst schrieb:
> Wobei die 25.000,-- auf jeden Fall "wirklich" erbracht werden müssen,
> sonst wird Deine GmbH ja garnicht in das Handelsregister aufgenommen.
Es findet sich immer wieder ein ganz schlauer, der z.B. das Geld auf das 
Firmenkonto schafft, mit dem Kontoauszug zum Notar geht und drei Tage 
später ist der Großteil des Kapitals wieder auf dem Privatkonto (sog. 
Steuerberatergründung). So etwas ist ein gefundenes Fressen für einen 
Insolvenzverwalter, er kann dann auf das Privatvermögen durchgreifen, 
das kann auch geschehen wenn die ordnungsgemäße Zahlung der Einlage 
nicht mehr nachgewiesen werden kann. 
http://www.frag-einen-anwalt.de/GmbH-Einlage-Verbraucht-__f34954.html

Axel Laufenberg schrieb:
> Bei grober Fahrlässigkeit ist man auch als Angestellter durchaus mit
> dran.
Angestellte haften normalerweis mit ca. 3 Monatslöhnen, z.B.: 
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2013/05/23/groe-explosion-milde-folgen/ 
Noch fahrlässiger geht kaum noch. Sie sollen dadurch nicht zugrunde 
gerichtet werden.

von A. $. (mikronom)


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Oliver schrieb:
> melde doch eine britische limited ( ltd. ) an, da reicht 1 brit. Pfund
> als Einlage. Die Verwaltungskosten sind etwas höher,

Viel höher. Du musst nämlich erst mal einen finden, der sich mit dem 
dortigen Steuerrecht auskennt.

> da man in GB einen
> Jahresabschluss abgeben muss,

Muss man bei einer GmbH in Deutschland auch.

> dafür ist das Risiko sehr minimiert.

Es ist irre hoch, weil man GB-Recht (meistens Wales und England) 
unterliegt. Es sind schon viele Ltd.s hochgegangen und die Direktoren 
mussten haften. Das vor allem deshalb, weil es die Briten ankotzt, dass 
die Deutschen mit den ganzen Turbopleiten das Image der Ltd. geschädigt 
haben.

Zum Beispiel geht die Haftungsbeschränkung allein dadurch flöten, dass 
man die Jahresabschlüsse in UK zu spät veröffentlicht, in Deutschland 
kostet das nur ein Bußgeld. Zwar ein großes, aber ein beschänktes.

> Man
> könnte ggf. mit einem Steuerberater zusammen ein entsprechendes
> Firmenkonstrukt aufbauen,

Der Steuerberater, welcher sich mit dem Recht der Insel auskennt, 
schickt natürlich ein paar Rechnungen dafür.

> bin da aber kein Experte.

Gut dass du das erwähnst, sonst hätte ich das ergänzt!

> falls was schief geht, meldet man mit der ltd. in England Insolvenz an,
> das eine Pfund Einlage ist dann weg, billiger als jede Versicherung ;-)

Die Kosten für Verwaltung rechnest du da natürlich nicht ein!

Zusammenfassung: Eine Ltd. wird heutzutage nur noch von deutschen 
Vollidioten gegründet, solche die zu viel Geld haben, um es den 
Ltd.-Vermittleragenturen, Rechtsanwälten und Steuer"beratern" in den 
Rachen zu werfen und später trotzdem den Kopf hinzuhalten. Warum 
heutzutage? Weil man die Rechtsform der UG geschaffen hat, die nichts 
anderes als eine GmbH ist, aber mit weniger Stammkapital gegründet 
werden kann, sozusagen eine 1-Euro-Ltd. nach deutschem Recht.

http://de.wikipedia.org/wiki/Unternehmergesellschaft_%28haftungsbeschr%C3%A4nkt%29

von A. $. (mikronom)


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Horst schrieb:
> Ja, Georg, das war informativ.
> Wobei die 25.000,-- auf jeden Fall "wirklich" erbracht werden müssen,
> sonst wird Deine GmbH ja garnicht in das Handelsregister aufgenommen.

Wenn man alleiniger Gesellschafter ist, dann muss man die Hälfte in bar 
vorweisen und über den Rest eine Bürgschaft. Sind mehrere Gesellschafter 
beteiligt, dann reicht es wenn alle zusammen insgesamt die Hälfte in bar 
zur Verfügung stellen.

> Logo: Bei grober Fahrlässigkeit hafte ich als Geschäftsführer mit Haut
> und Haaren, auch mit dem Privatvermögen.

Auch bei Vorsatz und bei schlichter Unwissenheit.

> (da
> dürfte doch auch die Zwangmitgliedschaft in der Berufsgenossenschat
> greifen, zumindest wenn Mitarbeiter zu Schaden kommen?)

Ich bin mir gerade nicht sicher, aber ich glaube dir greift auch dann, 
wenn Kunden in deinen Räumen zu schaden kommen.

von Horst (Gast)


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Faszit: Einmannselbständige könnnen nur Genies oder absolute Naivlinge 
sein/ werden..

von Bürovorsteher (Gast)


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> Faszit: Einmannselbständige könnnen nur Genies oder absolute Naivlinge
> sein/ werden..

Ich bin seit 10 Jahren Alleinunterhalter in meiner GmbH und schätze mich 
nicht als absoluten Naivling ein.
Außerdem wage ich zu behaupten, dass die meisten Meinungsäußerungen hier 
von Leuten kommen, die weder selbständig sind, noch jemals versucht 
haben, selbst etwas auf die Beine zu stellen.
Sie schwadronieren mit dem Begriff "Geschäftsmodell" ohne im Leben auch 
nur eine Handvoll Schrauben verkauft zu haben.

Wenn es anders ist, bitte auten, dann weiß ich wenigstens, was ich noch 
alles falsch gemacht habe.

von Oliver S. (phetty)


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Der Selbstständige ist in Deutschland doch meist als Idiot angesehen der 
es nicht geschafft hat, in eine Festanstellung zu kommen.

von Georg W. (gaestle)


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Immerhin schaffen Selbstständige ohne großes Getöse neue Arbeitsplätze 
und entrichten ihre Steuern im Gegensatz zu großen Konzernen vor Ort. 
Wozu es führt wenn es uns und kleinere Unternehmen nicht in 
ausreichendem Maße gibt kann man z.B. in Frankreich sehen. Dort hängt 
das Wohl und Wehe ganzer Städte an einem einzigen großen Arbeitgeber.

von Jodelmeister (Gast)


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Oliver Stellebaum schrieb:
> Der Selbstständige ist in Deutschland doch meist als Idiot angesehen der
> es nicht geschafft hat, in eine Festanstellung zu kommen.

bei schlechten Selbständigen ist das oft der Fall. Selbständig sollte 
man sich nur machen wenn man sehr gut ist bzw. gute Kontakte hat. 
Ansonsten ist das Leben als Angestellter oft bequemer. Dazu der Buchtipp 
: Jobstars.

Viele Pseudo-Selbständige mit 1 Mann Betrieb leben im Prekariat. Im 
Buch, welches von einem Österreicher geschrieben wurde ist die Rede 
davon, dass nur die oberen 10 % der Selbständigen mehr verdienen als der 
Median Angestellte. Allerdings ist das nicht auf Ingenieure bezogen, 
sondern auf alle Selbständigen. Darunter auch 1 Mann Taxi, Kurier, 
Imbissbuden, Kioske usw. Viele von denen können nur durch 
Selbstausbeutung überhaupt schwarze Nullen schreiben.

fähige Leute sollten sich selbständig machen, die können damit meist 
erfolgreicher sein als Angestellte. Gäbe es solche Leute nicht, hätten 
wir in der Tat ein Problem, wir wären abhängig von einigen Konzernen. 
Deutschland ist ja u.a. so stark wegen des Mittelstandes.

von high tec ingenieur (Gast)


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Jodelmeister schrieb:
> Allerdings ist das nicht auf Ingenieure bezogen,
> sondern auf alle Selbständigen

Wäre interessant zu wissen, wie es unter den Ingenieuren aussieht.

Zu vergleichen wären aber wirklich zu die, die als Selbstständige genau 
dasselbe tun, wie die Angestellten in der Firma. Wer ein Produkt 
verkauft, macht ja was anderes.

von Klaus (Gast)


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Horst schrieb:
> Als GmbH mit 25.000,-- Mindesteinlage, dachte ich immer, über diese
> 25.000,-- hinaus kann ja nichts passieren?

Die GmbH haftet für ihr Handeln mit allem, was sie besitzt. Ist es eine 
mit Millionen an Werten, haftet sie damit. Die Robert Bosch GmbH ist 
sicher Milliarden schwer. Und ob das Geld als Einlage oder als 
Geschäftserlös in die Kasse gekommen ist, spielt keine Rolle.

Und da eine GmbH bei strafbarem Handeln nicht ins Gefängnis gehen kann, 
geht statt ihrer der (oder die) Geschäftsführer.

Horst schrieb:
> Muß ich jetzt doch noch ein BWL- Studium anhängen oder einen BWLer
> einstellen, der mich rettet?

Es ist eigentlich einfach. Die ersten 25.000 als Risikokapital 
abschreiben und auf jeden Fall vollständig einzahlen. Soviel, wie es ein 
ordentlicher Geschäftsbetrieb zuläßt, regelmäßig als Dividende 
ausschütten. Dann bleibt die Bilanzsumme der GmbH niedrig (das sehen die 
Banker zwar nicht so gerne) aber die Haftung ist auf das notwendige 
Firmenvermögen begrenzt. Nach ein paar erfolgreichen Jahren können das 
aber auch leicht einige 100.000 werden.

MfG Klaus

von Jodelmeister (Gast)


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high tec ingenieur schrieb:
> Wäre interessant zu wissen, wie es unter den Ingenieuren aussieht.
>
> Zu vergleichen wären aber wirklich zu die, die als Selbstständige genau
> dasselbe tun, wie die Angestellten in der Firma. Wer ein Produkt
> verkauft, macht ja was anderes.

die Streuung ist sicher größer. Während bei den Angestellten durch 
Tarife, BR und Gewerkschaften die Gehälter eher die Tendenz zur 
Nivellierung haben, streut sich das bei Selbständigen viel mehr Jemand 
der nicht so viel taugt bekommt keine Aufträge mehr und muss ggf. alles 
annehmen um überhaupt über die Runden zu kommen. Ein Angestellter der 
mal was verbockt, bekommt weiterhin sein Gehalt, solang er nicht ständig 
was verbockt.

Top Leute werden durch das Angestelltendasein in ein Korsett gezwängt, 
ohne das könnten die erfolgreicher sein. Weniger gute Leute bzw. 
mittelmässige Leute fahren als Angestellte besser. Auch Leute die nicht 
so extrovertiert und vertriebsorientiert sind, bleiben lieber 
angestellt.

Viel zu viele Unternehmen sind trotz top Produkte pleite gegangen, weil
der Vertrieb nicht gut war.

Dagegen gibt es sehr viele Unternehmen die mit schlechten Produkten sehr 
gute Gewinne machen, oder sogar Konzerne sind ( man denkt z.B. an 
gewisse Fast Food Ketten, oder aber auch Microsoft über die viele 
schimpfen, trotzdem ist es ein Milliardenkonzern )

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bürovorsteher schrieb:
>> Faszit: Einmannselbständige könnnen nur Genies oder absolute Naivlinge
>> sein/ werden..
>
> Ich bin seit 10 Jahren Alleinunterhalter in meiner GmbH und schätze mich
> nicht als absoluten Naivling ein.
> Außerdem wage ich zu behaupten, dass die meisten Meinungsäußerungen hier
> von Leuten kommen, die weder selbständig sind, noch jemals versucht
> haben, selbst etwas auf die Beine zu stellen.
> Sie schwadronieren mit dem Begriff "Geschäftsmodell" ohne im Leben auch
> nur eine Handvoll Schrauben verkauft zu haben.

Da könnte etwas dran sein ;-)

> Wenn es anders ist, bitte auten, dann weiß ich wenigstens, was ich noch
> alles falsch gemacht habe.

Ich denke, niemand macht immer alles richtig - aber die Tendenz sollte 
zumindest dahin gehen, dass man etwas nicht zweimal falsch macht.

Ob eine Betriebshaftpflichtversicherung überhaupt notwendig ist, hängt 
stark davon ab, was man verkauft/repariert/entwickelt.

Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass sie für uns nicht notwendig ist 
und habe auch keine. Der eine nennt es "Harakiri", der andere 
"kalkulierbares Risiko" und der Dritte sagt: "Ich entwickle ordentliche 
Produkte".

Wenn BetriebshaftpflichtV, dann auf jeden Fall auch RechtsschutzV, denn 
bevor die BHV greift, macht man sonst bei den Anwaltskosten schon die 
Grätsche ;-)

Selbstständigkeit bedeutet eben auch ein gewisses Risiko. Will man das 
nicht, bleibt man Angestellter. Wobei bei Produkthaftung das Risiko 
minimalst ist, wenn man halbwegs sauber entwickelt.

Davon abgesehen habe ich hier schon oft gefragt, wer denn hier wirklich 
überhaupt einen Fall von Produkthaftung kennt. Nix. Ebenso kenne ich in 
meinem Unternehmensbekanntenkreis keinen einzigen Fall.

Entwickelt vernünftige, ausgereifte Produkte! Das ist besser als jede 
Versicherung.

Jodelmeister schrieb:
> Im
> Buch, welches von einem Österreicher geschrieben wurde ist die Rede
> davon, dass nur die oberen 10 % der Selbständigen mehr verdienen als der
> Median Angestellte.

Wobei unterstellt wird, dass es vorrangig das Geld ist, das einen 
selbstständig werden lässt.
Bei mir war es gerade nicht das Geld sondern die Freiheit, das zu 
machen, was ich möchte, zu meinen Regeln, in meiner Verantwortung. Ich 
entscheide, was ich entwickle und was nicht.

Rein finanziell betrachtet bin ich zur Zeit vermutlich gerade so pari zu 
dem Betrag, den ich in einem Angestelltenverhältnis hätte - aber die 
Lebensqualität war schon in diesen Jahren mit Sicherheit deutlich höher 
als als Angestellter. Das fängt beim fehlenden Wecker an, geht über 
spontane Urlaubstage ("Wetter ist schön") bis zur benötigten Zeit zum 
Arbeitsplatz (10 Sekunden ins Büro/Labor, zur Halle 5 Minuten).

Viel Geld war für mich nie ein Ziel. Alles, was wichtig ist, gibt es 
dafür sowieso nicht und die Jagd nach ihm nimmt einem die Zeit für das, 
was wichtig ist. Wie heisst es so schön? "Ich bin doch nicht blöd!"
Dass der Verdienst trotzdem kontinuierlich ansteigt, ist einfach ein 
schöner Nebeneffekt dessen, dass ich das, was ich tue, sehr liebe und 
mit Leidenschaft betreibe. Entsprechend sind unsere Produkte und das 
schätzen unsere Kunden offenbar :-)

Aber: ja, es gibt leider genug prekär beschäftigte Selbstständige, die 
ausgebeutet werden. In meinen Augen sind 95% derer Scheinselbstständige.

von Arc N. (arc)


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Andi $nachname schrieb:
> Zum Beispiel geht die Haftungsbeschränkung allein dadurch flöten, dass
> man die Jahresabschlüsse in UK zu spät veröffentlicht, in Deutschland
> kostet das nur ein Bußgeld. Zwar ein großes, aber ein beschänktes.

Die Haftungsbeschränkung existiert hier auch (fast) nur auf dem Papier.

Gerne übersehen: Der GF haftet, neben der GmbH, bspw. persönlich bei den 
heute so beliebten Patent/Marken/Wettbewerbsrechlichen Verstößen...

http://www.ihk-kassel.de/solva_docs/gmbh_geschaeftsfuehrer_haftung.pdf

von Steffen (Gast)


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Moin,

wie schon gesagt wurde, muss man die Risiken abschätzen und sich dann 
entscheiden.

Ich bin bspw. vom Einzelunternehmen zur UG (mit 1k€ Einlage) gwechselt. 
Ein Grund dafür war u.a., dass ich bei einem extremen Haftungsfall nicht 
mein Leben lang verschuldet sein möchte (oder in die 
Verbraucherinsolvenz muss).

UG ("kleine" GmbH) hat versch. Vor- und Nachteile gegenüber einem 
Einzelunternehmen. Könnte sich der Eine oder Andere vllt. als Option 
überlegen.

Grüße, Steffen

von Georg W. (gaestle)


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Steffen schrieb:
> UG ("kleine" GmbH) hat versch. Vor- und Nachteile gegenüber einem
> Einzelunternehmen.
Es ist eben teuer (Steuerrecht, IHK, Veröffentlichung des 
Jahresabschlusses). Richtig teuer wird es wenn man einen Steuerberater 
dafür braucht. Der nimmt für eine kleine UG um die 2kEUR, die 
zeitraubende Tätigkeiten (Belege erfassen, sortieren und verbuchen) muss 
man aber weiterhin selbst ausführen.
Man kann aber auch Handel betreiben, was z.B. ein Ing.-Büro nicht so 
ohne weiteres kann.

Chris D. schrieb:
> Bei mir war es gerade nicht das Geld sondern die Freiheit, das zu
> machen, was ich möchte, zu meinen Regeln, in meiner Verantwortung. Ich
> entscheide, was ich entwickle und was nicht.
Normale Angestellte müssen 8 Stunden für andere arbeiten. Der 
Selbstständige darf 10 Stunden für sich arbeiten. Klar hat man 
Freiheiten, kann sich mal eben ein paar Stunden frei geben, aber man 
kann lästige Dinge nicht mehr so einfach wegdelegieren. Es kann aber 
auch sein dass man am Wochenende bei bestem Wetter bei der Arbeit sitzt, 
weil es irgendwo im Projekt geknirscht hat und der Liefertermin drückt.

Chris D. schrieb:
> Selbstständigkeit bedeutet eben auch ein gewisses Risiko. Will man das
> nicht, bleibt man Angestellter.
Ein Angestellter ist aber auch schnell weg vom Fenster, besonders in 
leitender Position.

von Bürovorsteher (Gast)


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> Es kann aber auch sein dass man am Wochenende bei bestem Wetter bei der
> Arbeit sitzt, weil es irgendwo im Projekt geknirscht hat und der
> Liefertermin drückt.

Dumm gelaufen, würde ich sagen. Meine Geräte kann ich zu jedem 
beliebigen Termin herstellen, da ich deren Konstruktion bis zum letzten 
ausgelutscht habe.
Produktentwicklungen mache ich im Eigenauftrag um die Produkte nach 
meinem Ermessen an jeden und alle verkaufen zu können. Die Kunden haben 
gefälligst zu warten, bis ich fertig bin. Da sie das nicht bezahlen, 
dürfen sie auch nicht drängeln.
Ich habe mein Unternehmen auf maximalen Komfort für mich ausgerichtet.
Außerdem stehen hier Gerätschaften im Labor, die ich mir privat nicht 
leisten würde bzw. könnte.
Mach dein Hobby zum Beruf und du musst nie wieder arbeiten!

von Julian P. (julesp)


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hallo,

meines Erachtens macht eine Betriebshaftpflichtversicherung immer Sinn..
Hier kann man die Preise vergleichen
http://www.betriebshaftpflicht.info/tarifrechner/

Gruss

von A. $. (mikronom)


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Arc Net schrieb:
> Gerne übersehen: Der GF haftet, neben der GmbH, bspw. persönlich bei den
> heute so beliebten Patent/Marken/Wettbewerbsrechlichen Verstößen...

Die Markenverstöße begeht die GmbH, sie haftet auch dafür und nicht der 
GF. Gibt es jetzt zum Beispiel eine strafbewährte Unterlassenserklärung, 
die ihn bei einem weiteren Verstoß in die Haftung nimmt, und der GF ist 
so dumm diese unkorrigiert zu unterschreiben, dann besteht die Chance, 
dass er für einen zweiten Markenverstoß in der gleichen Sache haftet. 
Allerdings ist das nur sehr eingeschränkt, beispielsweise wenn der GF 
gewechselt hat. Dass früherer GF-A unteschreibt und späterer GF-B 
deswegen in den Knast soll oder mit 6stelligen Summen geradestehen soll 
ist mir noch nie zu Ohren gekommen.

> http://www.ihk-kassel.de/solva_docs/gmbh_geschaeftsfuehrer_haftung.pdf

Der Verfasser dieses PDF-Dokuments erscheint mir sehr unwissend und 
wirft Fakten inkompetent durcheinander. Behaupten kann der Autor ja 
viel, aber ohne Gerichtsurteile, die solche haltlosen Behauptungen 
untermauern, kann man solche Aussagen in der Pfeife rauchen. Soll man 
mir mal eine Rechtsgrundlage nennen, warum es so sein sollte! Fällt dir 
nicht auf, dass in dem genannten Absatz keinerlei §§ genannt werden?

Und hier gleich mal ein Gerichtsurteil, das die Haftung eben doch 
ausschließt. 
http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/1hs5/bs/10/page/sammlung.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=7&numberofresults=3889&fromdoctodoc=yes&doc.id=KORE234202012%3Ajuris-r03&doc.part=L&doc.price=0.0&doc.hl=1#focuspoint

Meien Erfahrungen mit den IHKs in Rechtsfragen sind sehr negativ. Die 
kennen sich mit Handelsregisterkrempel aus und wie man Unternehmen 
gründet, auch wie man schon tausend Mal Gesagtes nachplappert, aber alle 
andere Rechtsaussagen von IHKs sollte man grundsätzlich hinterfragen und 
nachprüfen.

Wenn man bei einer GmbH ein paar grundlegende Dinge beachtet und man 
sich nicht von Naivität leiten lässt, dann hat man mit dieser Rechtsform 
ein hervorragendes Konstrukt zur Haftungsbeschränkung.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Bürovorsteher schrieb:
>> Es kann aber auch sein dass man am Wochenende bei bestem Wetter bei der
>> Arbeit sitzt, weil es irgendwo im Projekt geknirscht hat und der
>> Liefertermin drückt.
>
> Dumm gelaufen, würde ich sagen. Meine Geräte kann ich zu jedem
> beliebigen Termin herstellen, da ich deren Konstruktion bis zum letzten
> ausgelutscht habe.
> Produktentwicklungen mache ich im Eigenauftrag um die Produkte nach
> meinem Ermessen an jeden und alle verkaufen zu können. Die Kunden haben
> gefälligst zu warten, bis ich fertig bin. Da sie das nicht bezahlen,
> dürfen sie auch nicht drängeln.

So handhabe ich das auch. Ich weiss gar nicht mehr, vor wievielen Jahren 
ich das letzte Pflichtenheft in der Hand hatte :-)

Und ich kann nur jedem raten, möglichst schnell von Auftragsarbeiten auf 
eigene Produkte umzuschwenken.

Termindruck gibt es hier schon länger nicht mehr.

Die Produkte sind dann verfügbar, wenn wir sie für ausgereift halten.
Das tut ganz nebenbei auch der Qualität gut.

> Ich habe mein Unternehmen auf maximalen Komfort für mich ausgerichtet.
> Außerdem stehen hier Gerätschaften im Labor, die ich mir privat nicht
> leisten würde bzw. könnte.

Ja eben - man kauft für sein Hobby ein und kann es auch noch voll 
steuerlich geltend machen. Jetzt am WE erst wieder ein Spektrumanalyser 
:-)

> Mach dein Hobby zum Beruf und du musst nie wieder arbeiten!

Wenn man es geschickt anstellt, dann geht das :-)

Und dann bleibt die Entwicklung am sonnigen WE eben liegen. Fertig.

Ich gehe jeden Morgen mit einer tiefen Zufriedenheit in mein Büro bzw. 
jetzt auch Halle.

Schon das ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

von D. I. (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Und dann bleibt die Entwicklung am sonnigen WE eben liegen. Fertig.
>
> Ich gehe jeden Morgen mit einer tiefen Zufriedenheit in mein Büro bzw.
> jetzt auch Halle.
>
> Schon das ist mit Geld nicht aufzuwiegen.

Jo, und die Einfallspinsel ärgern sich dann immer noch über das Gehalt 
von Türgummifestklopfern und plärren weil sie ewigen Frust vor sich 
herschieben.

von Steffen (Gast)


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Andi $nachname schrieb:
> Der Verfasser dieses PDF-Dokuments erscheint mir sehr unwissend und
> wirft Fakten inkompetent durcheinander. Behaupten kann der Autor ja
> viel, aber ohne Gerichtsurteile, die solche haltlosen Behauptungen
> untermauern, kann man solche Aussagen in der Pfeife rauchen. Soll man
> mir mal eine Rechtsgrundlage nennen, warum es so sein sollte! Fällt dir
> nicht auf, dass in dem genannten Absatz keinerlei §§ genannt werden?

Im Allgemeinen finde ich die IHK Infos recht gut. Sie haben zumindest 
mir beim Start in die Selbständigkeit geholfen. In dem besagten Dokument 
wird sensibilisiert: Ein GF ist nicht automatisch aus jeglicher Haftung 
raus. Beim GGF ist das dann noch etwas umfangreicher. In der Begründung 
des genannten (und recht jungen) Urteils kann man auch sehen, dass 
grundsätzlich Haftungsrisiken bestehen.

Grüße, Steffen

von Steffen (Gast)


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Georg W. schrieb:
> Richtig teuer wird es wenn man einen Steuerberater
> dafür braucht. Der nimmt für eine kleine UG um die 2kEUR, die
> zeitraubende Tätigkeiten (Belege erfassen, sortieren und verbuchen) muss
> man aber weiterhin selbst ausführen.

Auch beim Einzelunternehmer ist der Steuerberater teuer. Ich habe 
allderdings noch keinen Steuerberater konsultiert. Imho sollte 
derjenige, der sich selbständig macht, auch entsprechendes FiBu Wissen 
mitbringen oder sich ggf. aneignen. Dafür gibt es sehr gute Foren. Wer 
sich nicht mit den Details auseinandersetzen möchte und es sich leisten 
kann, der greift dann zum StB. Als Alternative kann man den JA auch mal 
mit einem StB "durchsprechen" zu 150€/h.

Grüße, Steffen

von Bürovorsteher (Gast)


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> Auch beim Einzelunternehmer ist der Steuerberater teuer.

Steuerberater haben offenbar extreme Schwankungsbreiten für ihre 
Leistungen.
Ich zahle für die laufende und komplette FiBu 70 €/Monat und etwa 1 k€ 
für den Jahresabschluss. Für den Preis könnte und wollte ich es nicht 
selbst machen.
Also auch hier müssen mehrere Angebote eingeholt werden.

Beratungsleistungen sind für Kleinklitschen zweckfrei, da es da mangels 
des ganz großen Geldes nichts zu beraten gibt und alles streng nach 
Gesetz geht.

von Arc N. (arc)


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Andi $nachname schrieb:
> Und hier gleich mal ein Gerichtsurteil, das die Haftung eben doch
> ausschließt.
> 
http://www.gerichtsentscheidungen.berlin-brandenburg.de/jportal/portal/t/1hs5/bs/10/page/sammlung.psml?pid=Dokumentanzeige&showdoccase=1&js_peid=Trefferliste&documentnumber=7&numberofresults=3889&fromdoctodoc=yes&doc.id=KORE234202012%3Ajuris-r03&doc.part=L&doc.price=0.0&doc.hl=1#focuspoint

Aus dem Urteil:
"Der Geschäftsführer einer GmbH haftet nach ständiger Rechtsprechung 
persönlich für einen Wettbewerbsverstoß, wenn er die Rechtsverletzung 
selbst begangen hat oder wenn er jedenfalls von ihr Kenntnis hatte und 
die Möglichkeit, sie zu verhindern (vgl. BGH GRUR 1986, 248 – 
Sporthosen; BGH GRUR 2010, 616 – marions-kochbuch.de, Rn 34; BGH GRUR 
2012, 184 – Branchenbuch Berg, Rn 32; OLG Hamburg GRUR-RR 2006, 182; 
Köhler in: Köhler/Bornkamm, UWG, 30. Aufl., § 8, Rn 2.19. 2.20; 
Teplitzky, Wettbewerbsrechtliche Ansprüche und Verfahren, Kap. 14, Rn 
23)."

von Wilhelm F. (Gast)


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Mir wurde früher als Handwerker im Betrieb eine 
Betriebshaftpflichtversicherung angeboten. Es gab da immer irgendeinen 
im Betrieb, der was in Versicherungen machte, und sicher auch keine 
schlechten Provisionen einsteckte. Ich schloß nie eine ab, denn ich 
wollte ja das verdiente Geld auch voll für mich selbst verwenden. Die 
Hälfte der Kollegen hatte eine, die andere Hälfte nicht.

Es passierte in Jahren nie was, daß bei irgend einem Fall diese 
Versicherung bei einem Kollegen mal greifen mußte.

Es gab zwar hier und dort mal immer wieder brisante Fälle, ein paar mal 
eine Stromleitung angebohrt, das Abflußrohr, einmal richtig eine 
Wasserleitung, die einen Aufenthaltsraum in einer Tankstelle verwüstete.

Die Kunden machten aber nie Terror. Dem Tankstellenbesitzer sagte ich, 
daß die Wasserleitung an einer Stelle illegal im Fußboden verlegt ist. 
Der hatte einen bekannten Klempner, der es dann wiederum schwarz 
reparierte. Ich stellte dem einen fabrikneuen Telefonapparat hin, und 
nahm den alten verdreckten verölten Apparat mit. Mein Betriebsleiter 
sagte mir, daß wir das so machen. Höchste Zufriedenheit dann auf beiden 
Seiten, keine verbrannte Erde. Dem Besitzer vermittelten wir, sich gerne 
wieder zu melden, wenn noch was ist, also der wurde nicht im Regen 
stehen lassen.

Für Stromschäden hatten wir Subunternehmer aus dem Elektrobereich, die 
immer die Qualifikation als Elektriker haben, und am Energienetz 
arbeiten dürfen. Bei einem zerbohrten Stromkabel bekamen die dann vom 
Betrieb einen Extra-Auftrag dafür. Für den Kunden auch immer ohne 
bleibende Restschäden. Nach allem krähte wirklich kein Hahn.

Einmal reparierten wir als Schwachströmer ein zerbohrtes Elektrokabel 
selbst, und fachgerecht. Auch danach krähte nie mehr ein Hahn. Ich war 
damals der erste Azubi, der schon in der Ausbildung einen zweimonatigen 
Kurs in Niederspannungsnetz hatte. Es gab Ende der 1970-er die ersten 
Beschäftigungskrisen nach dem WW2, und man wollte uns damit ein wenig 
für die freie Wirtschaft qualifizieren, weil noch nicht sicher war, ob 
wir am Ausbildungsende alle raus fliegen, oder nicht.

von Benny (Gast)


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Julian Pfau schrieb:
> hallo,
>
> meines Erachtens macht eine Betriebshaftpflichtversicherung immer Sinn..
> Hier kann man die Preise vergleichen
> http://www.versicherung-online.net/betriebshaftpfllichtversicherung-182/
>
> Gruss


Danke für die Seite, echt hilfreich

von Ing. (Gast)


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Ich hab mal gehört, dass man eine Haftung mit einer GmbH (oder gar UG) & 
Co. KG ganz umgehen kann. Der GF ist die KG und der Haftende Anteil der 
KG ist die GmbH bzw. die UG. Kennst sich da jemand aus?

von Gerhard (Gast)


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Ing. schrieb:
> ine Haftung mit einer GmbH (oder gar UG) &
> Co. KG ganz umgehen kann. Der GF ist die KG und der Haftende Anteil der
> KG ist die GmbH bzw. die UG. Kennst sich da jemand aus?

nein ganz umgehen geht nicht. Bei einer KG gibt es immer jemanden der 
mit seinem ganzen Vermögen haftet (Komplementär) und es gibt 
Kommanditisten, die nur mit ihrer Einlage haften. Jetzt kann man den 
Komplementär durch eine GmbH ersetzen, d.h. die GmbH haftet mit ihrem 
gesamten Vermögen für die KG.
Bei der GmbH wiederum haftet nur das Kapital der GmbH, nicht aber das 
gesamte Kapital des Eigentümers, außer wenn es um Steuern geht. Als 
Mindestkapital benötigt man für eine GmbH 25 tsd Euro, davon muss man 
bei Gründung mind. die Hälfte an die GmbH überschrieben haben. In 
Österreich sind es 35 tsd.

Mit diesem Betrag allerdings haftet die GmbH immer. Wenn die GmbH mehr 
Kapital hat als mindestens notwendig, dann haftet sie auch damit. Nur 
der Eigentümer der GmbH (muss nicht der GF sein!) ist eben fein raus. 
Bei hohen Haftungsschäden allerdings kann das die Insolvenz der GmbH 
bedeuten. Ggf. kann man aus diesen Gründen über eine limited (ltd.) nach 
denken, nach britischem Recht. Lediglich die Publikationspflichten für 
den Jahresabschluss sind dort aufwändiger und müssen nach britischem 
Recht gemacht werden. Dort allerdings benötigt man nur einen englischen 
Pfund 1,1-1,20 Euro) als Mindesteinlage.

von Ing. (Gast)


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Man könnte ja eine UG (Komplementär) ohne Kapital (1€) gründen und diese 
nicht wirtschaften lasssen (oder in einem sehr geringen Maß). Die KG 
(ohne Einlage) wirtschaftet und die Gewinne fließen an den nicht 
haftenden Eigentümer (Kommanditist ohne Einlage). Wenn es mal Dicke 
kommt, ist die UG und die KG eben insolvent und der Eigentümer fein 
raus. Bei der KG haftet die UG und bei der UG haftet die KG.

Das Problem des haftbaren GF wird so umgangen, oder sehee ich das 
falsch?

von Gerhard (Gast)


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doch müsste so gehen. Allerdings bin ich weder Steuerberater noch 
Anwalt, daher ohne Gewähr. Man muss halt schauen, dass die UG (auch Mini 
GmbH) genannt, niemals zu viel Kapital besitzt. Da muss man halt sehr 
aufpassen, dass das Abschöpfen der Gewinne legal passiert. Man darf ja 
nicht beliebig Geld aus der Firma ziehen, sonst ist das 
Insolvenzverschleppung. Auch muss man frühzeitig eine Insolvenz 
anmelden, wenn schon absehbar ist, dass man bald nicht mehr zahlen kann. 
Ansonsten kann das funktionieren. Wenn es ganz dick kommt ist halt das 
Kapital was noch in der UG steckt weg, man meldet Insolvenz an und macht 
eine neue UG auf.

von DieHaftpflichtexperten (Gast)


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Hallo zusammen,

ich würde gerne ein Video zur Diskussion beitragen, das für Elektriker 
erstellt wurde. Es geht dabei um die betriebliche 
Haftpflichtversicherung und worauf man achten sollte und warum eine 
solche Versicherung wichtig werden kann. Viel Spaß

Gruß,
Bastian Michel

http://die-haftpflichtexperten.de/betriebshaftpflichtversicherung-elektrohandwerk-elektriker/

von Bürovorsteher (Gast)


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OMG, ein Versicherungsfuzzi.
Ich mach mir gleich vor Angst einen Fleck ins Hemd.

von DieHaftpflichtexperten (Gast)


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Bürovorsteher schrieb:
> OMG, ein Versicherungsfuzzi.
> Ich mach mir gleich vor Angst einen Fleck ins Hemd.

Manche Leute sind Versicherungsfuzzis weil sie schnell reich werden 
wollen und manche hocken sich hin, spezialisieren sich, investieren 
Jahre in KnowHow überlegen sich Inhalte für ein Video für Elektriker um 
jemanden weiter zu helfen. Und ja, wir leben davon.

Verwerflich? Ich denke nicht.

Die Betriebshaftpflicht ist für Unternehmen die wichtigste Absicherung. 
Sich darauf zu spezialisieren und einen Mehrwert mit Kompetenz zu bieten 
hat uns Jahre gekostet. Passt meiner Meinung nicht in die Schublade die 
Du da gerade auf gemacht hast.

Just my 2 ct.

Wenn es sich hier Eurer Meinung nach um plumpe Werbung handelt, dann 
löscht den Post einfach. Seh ich aber anders. Und ich hoffe nicht nur 
ich.

Bastian

von Bürovorsteher (Gast)


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> Verwerflich? Ich denke nicht.

Nein, nein, du machst schon alles richtig. Es kann schließlich niemand 
seiner Haut heraus.

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