Hallo
Ich habe gestern bei meinem NAS alle 4 Platten erneuert (nun WD 4TB).
Beim ersten Einschalten war ein sehr merkwürdiges, krächzendes Geräusch
zu hören. AUf jeden Fall kein normales Geräusch. Nach dem Hochfahren war
es weg.
Bei den nächsten Versuchen (>20) das NAS hochzufahren trat es ebenfalls
auf. Ich ging davon aus, dass eine Platte defekt wäre und baute allesamt
aus. Nacheinander hab ich sie in meinen PC verbaut um festzustellen,
welche die Problemplatte ist. Dort allerdings trat bei keiner mehr ein
Geräusch auf.
Also alle 4 Platten zurück ins NAS. Auch dort war das Geräusch nu weg.
Hab darauf alle Formatiert und einen Paritätscheck laufen lassen. Auch
den SMART status hab ich überprüft, alles im grünen Bereich.
Was kann das gewesen sein? was würdet ihr nun machen?
War's ein Klickkrrrr, ein Klackrrr, ein Krrrrr, ein Brummmm oder ein
Summmm?
Vielleicht waren die Festplatten an einer Stelle sehr nah beieinander
und haben sich gestoßen. Beim hochfahren von vier Festplatten können
ganz schön viele Frequenzen auftreten, was man schon fast als rauschen
bezeichnen könnte. Es könnten aber auch nur ein paar Schwingungen sein,
die sich aber überlagern (verstärken).
Vielleicht war das verantwortlich für eine Resonanzschwingung. Also
nichts schlimmes, eher ein Gehäuse-Schönheitsfehler.
Gruß
Steven
Hmm, wenn alle 4 Platten baugleich sind, fahren die auch alle im
gleichen Moment die Motore an. Ein nicht so starkes Netzteil könnte da
auch mal ins Schwitzen (lies 'Geräusche machen') kommen.
Matthias Sch. schrieb:> Hmm, wenn alle 4 Platten baugleich sind, fahren die auch alle im> gleichen Moment die Motore an.
Eine bessere NAS-Firmware sollte so etwas unterbinden können, indem sie
die Platten zeitlich versetzt hochlaufen lässt.
Rufus Τ. Firefly schrieb:> Matthias Sch. schrieb:>> Hmm, wenn alle 4 Platten baugleich sind, fahren die auch alle im>> gleichen Moment die Motore an.>> Eine bessere NAS-Firmware sollte so etwas unterbinden können, indem sie> die Platten zeitlich versetzt hochlaufen lässt.
Das kann man ja leicht nachschauen, wenn man das Gehäuse eh schon offen
hat oder hatte. Wenn die Stromversorgung über das gleiche Kabel gehen
oder auf der Platine unmittelbar zusammengeschaltet sind,...
Gruß
Steven
Steven () schrieb:> Wenn die Stromversorgung über das gleiche Kabel gehen> oder auf der Platine unmittelbar zusammengeschaltet sind
Nein, das geschieht plattenintern. Deren Spindelmotor kann per
ATA-Kommando ein- und ausgeschaltet werden, und genau das wird da
genutzt.
segfault schrieb:> Wie hat es sich denn angehört?
Es ist schwierig zu beschreiben. Ein krächzender ratternder Sound so in
etwa wie eine Ratsche. Und nachdem die Platte hochgefahren war, war auch
das Geräusch wieder weg. Am ähnlichsten ist der hier bei 32sec
Am ähnlichsten ist noch der hier bei 32sec.
https://www.youtube.com/watch?v=JjgOSxKy-FQ
Da wäre ich auch beunruhigt.
Am besten auch mal die ganze Festplatte lesen (nicht schreiben), z.B.
mit dd. Beim lesen fallen Fehler immer auf, denn wenn er was nicht lesen
kann dann gibt es IO Fehler (Nicht zu verwechseln mit I.O.I.O. von den
Bee Gees oder dem Heigh Ho von Disneys Zwergen). Beim schreiben
allerdings gibt man der Firmware die Chance defekte Sektoren umzumappen
und das ggf. zu verheimlichen (Es gibt Platten die das ummappen nicht im
Reallocated Sector Count anzeigen).
Danach nicht nur SMART-Werte auslesen, auch mal einen langen
SMART-Selbsttest durchlaufen lassen (smartctl -t long). Danach noch
einmal das Log auslesen.
Oder ganz einfach: Händler informieren, die Platte macht abundzu
komische Geräusche, bitte Ersatz. Wenn der Händler drauf eingeht ist die
Sache erledigt.
Hmm, das klingt, als ob der Motor versucht anzulaufen, es aber nicht
schafft. Bruachen die Platten vielleicht beim Anlaufen zuviel Strom, und
die Spannung bricht ein?
Du könntest auch mal die SMART-Werte auslesen, insbesondere den
Spin_Retry_Count.
1.Wenn die HDs noch keine echten Daten enthalten: Wie wärs mit der
einfachen Gegenprobe? Erst mal 2 HDs anstecken und dann zur Probe die
anderen 2? Wenn ein Paar davon komisch klingt, kannst Du ja weiter
eingrenzen.
2.Falls das Übel NUR bei 4 HDs auffällt, wäre das Netzteil zu
untersuchen.
3.Bevor das Rätsel nicht gelöst ist, würde ich keine echten Daten darauf
sichern, sondern lieber mal gründlich! formatieren und SMART-Werte
nochmals prüfen. Das dauert zwar Stunden, ist aber besser als später
Nutzdaten zu verlieren.
so ich hab gestern mal einen SMART check auf allen Platten ausführen
lassen, zuerst den quick test, dann den ausführlichen über ein paar
Stunden. Keine Fehler gefunden. Danach war das NAS ausgeschaltet für ein
paar Stunden. Als ich es wieder einschaltete - wieder das Geräusch.
Heute ist es mir gelungen, das Phänomen auf Video festzuhalten:
http://www.youtube.com/watch?feature=player_detailpage&v=MgRxdR5A9rQ
Dioderich schrieb:> ja, definitiv kein Lüfter. Das war auch mein erster Gedanke.
Es klingt aber nicht wie das Geräuch aus einem gekapseltem Gehäuse.
Versteckt sich noch ein Lüfter irgendwo, wenn die beiden sichtbaren es
nicht sind?
Dioderich schrieb:> ja, definitiv kein Lüfter. Das war auch mein erster Gedanke.
Nochmal gegenchecken. Dieses Geräusch habe ich noch nie bei einer
Festplatte gehört, aber schon bei hunderten von Lüftern.
A. K. schrieb:> Bissel mehr Kühlkörper und die Heckpropeller hätten den Brüllwürfel> überflüssig gemacht.
Andererseits soll Adrenalin gut für den Körper sein. :)
mhh schrieb:> Versteckt sich noch ein Lüfter irgendwo, wenn die beiden sichtbaren es> nicht sind?
super, danke für die Hinweise. Da ist doch in der Tat ein superkleiner
CPU Lüfter versteckt verbaut und die Geräusche kommen von diesem.
Wahrscheinlich hat mich die Tatsache irritiert, dass es kein Geräusch
gab als noch die alten Festplatten verbaut waren.
Werde den Zwerg morgen mal extrahieren und anschließend versuchen, ob er
bei 400V auch noch rumlärmt :)
dank nochmal an alle!
Dioderich schrieb:> bei 400V
Bei 400V hat der wahrscheinlich so viel Power, das er dir um die Ohren
fliegt, zumindest ein paar Runden sollten da drin sein XD
Die Konstruktion sieht ohnehin so aus, als ob das ursprünglich ohne
diesen Zwerglüfter gedacht war. Immerhin schafft es HP, im Microserver
N54L einen 25W Prozessor ohne eigenem Kühler nur durch per Luftstrom des
120er Gehäuselüfters zu kühlen. Und der Atom in der Synology hat 13W.