Vergleich von Referenzspannungen

Gast #3201984
Lesenswert?

Ich habe eine einfache Schaltung die zwei Spannungen vergleicht, nämlich 
die eines Messfühlers gegen eine einstellbare Referenzspannung, welche 
über eine Z-Diode+Spannungsteiler erzeugt wird (siehe Auszug aus der 
Schaltung).

Normalerweise macht man ja Referenzspannungen gegen Masse - ist es 
"zulässig", den Messwiderstand gegen +10V einzubauen und gegen eine 
Spannung zu vergleichen, welche ebenfalls auf +10V bezogen ist (Z-Diode 
von +10V über Widerstand nach GND)? Ich habe es unter LT Spice simuliert 
und es funktioniert (natürlich) tadellos... Nur habe ich sowas 
eigentlich noch nie gemacht - ist das etwas, was man tun "darf" oder 
leiste ich mir hier eine Peinlichkeit?

Mir fällt aber kein Grund ein, es nicht so zu machen -  ...


Danke und LG, Michael
Angehängte Dateien:
#3202079
Lesenswert?

Hallo!
Wenn ich Dein Problem richtig verstanden habe, kannst Du das so machen. 
Der Komparator vergleicht ja die geiden Potentiale gegeneinander - ob 
die nun gemeinsam auf Masse oder +10 V bezogen sind, ist Wurst. Der 
GEMEINSAME Bezugspunkt ist wichtig. Wenn Du einen Punkt nach GND und den 
anderen nach +10 V beziehen würdest, gingen alle Driften dieser 10 V 
voll ein.

Abgesehen davon ist eine Z-Diode keine besonders gute Referenzquelle.
Gast #3202125
Lesenswert?

> ist es "zulässig", den Messwiderstand gegen +10V einzubauen und
> gegen eine Spannung zu vergleichen, welche ebenfalls auf +10V
> bezogen ist

Ja, wenn die Spannungen so weit unter +10V (12V) liegen, daß sie im 
input common mode Bereich des OpAmps liegen.

Z-Dioden sind natürlich so ungenau, daß man sie nicht als Referenz 
bezeichnen sollte.
Gast #3205732
Lesenswert?

Michael W. schrieb:
> Normalerweise macht man ja Referenzspannungen gegen Masse - ist es
> "zulässig", den Messwiderstand gegen +10V einzubauen und gegen eine
> Spannung zu vergleichen, welche ebenfalls auf +10V bezogen ist (Z-Diode
> von +10V über Widerstand nach GND)?

Ist egal, ein absolutes Potential kennt ein Bauteil sowiso nicht. Und 
Spannung ist eben "nur" eine Potentialdifferenz, die Masse könnte also 
auch bei -500 Volt gegenüber Erde (Edit für die Korinthenspalter: Oder 
ggü. eines bieliebigen anderen denkbaren Bezugssystems, in dem die 
gleichen bzw. sinngemäß übertragbare Gesetze der Elektrotechnik 
herrschen sollen) liegen und die Versorgung dann eben bei -490.

> Mir fällt aber kein Grund ein, es nicht so zu machen...

Eben :-)

Je nach Anwendung könnte es sich jedoch lohnen, hinter den OPV einen 
Schmitt-Trigger anzuflanschen. Wenn's ganz genau sein soll (Meßfühler 
kann ja vieles sein), dann vergiss die Zenerdiode (aber die ist 
vielleicht auch nur zum einfacheren Simulieren drin) und nimm beim OP 
einen Präzisionstypen. Wenn's richtig teuer sein soll, dann kann man 
einen Präzisions-OP mit extrakleiner Offsetspannung und geringer 
Temperaturdrift nebst ebensoguten Widerständen nehmen.

Viel Spaß beim Basteln, Nor.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren