asdf123 schrieb:
> Arbeitet er hauptsächlich mit Matlab/Simulink oder
> programmiert er viel?
Wenn er Regelsysteme entwirft, ja -durchaus. Allerdings arbeitet er mit
MATLAB und programmiert. (und nicht nur MATLAB).
Zur Zeit gefragt sind Regelungstechnikspezis mit starken Kenntnissen im
Bereich Neuronale Netze, nichtlineare Optimierung und
Estimationstheorie, die aus dem (embedded) MATLAB gleich die
Regelalgorithmen in C auswerfen (lassen) können, um sie in einen DSP zu
gießen. Braucht also starke DSP und C-Kenntnisse für die Gestaltung des
nicht unbedeutenden Restes des Programms. Diese Übung gibt es dann
nochmal in ähnlicher Form für FPGAs, wobei die Themen da ein wenig
andere sind, nämlich Bereiche mit höherer Performance.
Ein Gebiet, mit dem ich mich mal befasst habe, sind die
regelungstechnischen Vorgänge im Körper im Bezug auf Zellwachstum und
Stoffwechsel. Da gibt es viele Bereiche.
Die Aufgaben, die den Regelungstechniker erwarten, sind allgemein (und
das ist durchaus eine Reihenfolge):
- Erfassung des Systems
- Abbildung in beschreibende Gleichungen
- Validierung der Gleichungen
- Korrellation mit Messungen
- Plausibilitätsuntersuchung
- Optimierung der Gleichungen zur Vereinfachung der Rechung
- Erfassung der Definitionsgrenzen / Genauigkeitsbetrachung
- Stabilitätsuntersuchung der Gleichung
- Verhaltensuntersuchung des kompletten Systems
- Identifikation von Verbesserungspotenzial im System
- Vereinfachung für Echtzeitberechnung
- Implementierung in ein Messsystem
- Implementierung von Schätzmodulen für nicht messbare Grössen
- Verfikation der Messwerterfassung
- Optimierung der Messwerterfassung
- Verfikation der Regelung
- Messung am laufenden Regelsystem
- Selbstqualifizierung der Regelungsergebnisse
- Rückführung der Ergebnisse auf Regelparameter
und ab hier kannst Du das System dann nutzen, um es in der Realität sich
selbst verbessern zu lassen. Kein Witz, gibt es.
Blaubär schrieb:
> der regelt den Verkehr..
Ah, der Blaubär ist wieder da. Wir hatten Dich schon vermisst ... :-)