Hallo, habe eine seit Jahren unbenutzte E-Violine ausgegraben und festgestellt, dass sie nicht mehr tut. Ich bin mir nicht sicher, was ich da vor mir habe, gehe aber von einem Piezo-Schallwandler aus: ein flexibler Schwarzer Streifen, der in einer Einfassung unter dem Steg liegt. Das Ding ist mit einem 2,5mm Klinkenstecker mit der Kontrolleinheit (Vorverstärker?) verbunden. Spannungsversorgung scheint es nicht zu geben. Ich habe mal mit dem Oszi zwischen Tip und Sleve der Klinke gemessen und mal die Saiten gezupft, konnte aber praktisch nichts erkennen (ganz minimales Zittern auf der Kurve). Also vermute ich mal, dass der Piezo (falls es denn einer ist) selbst den Schaden hat. Weiß jemand, ob man da was machen kann? Kann ich die Ummantelung von dem Abnehmer abnehmen :-) oder geht der dann vollends kaputt? Gruß
angela sauer schrieb: > Ich habe mal mit dem Oszi zwischen Tip und Sleve der Klinke gemessen und > mal die Saiten gezupft, konnte aber praktisch nichts erkennen (ganz > minimales Zittern auf der Kurve). Also vermute ich mal, dass der Piezo > (falls es denn einer ist) selbst den Schaden hat. Ich kenne mich zwar nicht mit solchen Tonabnehmern aus, aber es kann durchaus sein, dass das minimale Zittern bereits ein brauchbarer Pegel ist. Mit welcher Empfindlichkeit hast du denn gemessen? Mit Tastkopf kommst du meist nicht unter 20mV/div bei einem Skope. Dann wäre das 'Zittern' aber durchaus in der Größenordnung eines Mikrofonausgangssignals und könnte mit einem entsprechenden Verstärker (z.B. Mischpulteingang) gut brauchbar sein. Wenn der Abnehmer tatsächlich ein Piezo sein sollte, dann hätte ich allerdings einen geeigneten Impedanzwandler erwartet.
angela sauer schrieb: > Ding ist mit einem 2,5mm Klinkenstecker mit der Kontrolleinheit > (Vorverstärker?) verbunden. Spannungsversorgung scheint es nicht zu > geben. Die Dinger gibts entweder komplett passiv (nur Piezo), oder aktiv mit Speisung mittels Lithiumbatterie (CRxxxx) oder Phantomspeisung. Mach doch mal Fotos vom Pickup und der "Kontrolleinheit".
HildeK schrieb: > angela sauer schrieb: >> Ich habe mal mit dem Oszi zwischen Tip und Sleve der Klinke gemessen und >> mal die Saiten gezupft, konnte aber praktisch nichts erkennen (ganz >> minimales Zittern auf der Kurve). Also vermute ich mal, dass der Piezo >> (falls es denn einer ist) selbst den Schaden hat. > > Ich kenne mich zwar nicht mit solchen Tonabnehmern aus, aber es kann > durchaus sein, dass das minimale Zittern bereits ein brauchbarer Pegel > ist. > Mit welcher Empfindlichkeit hast du denn gemessen? Mit Tastkopf kommst > du meist nicht unter 20mV/div bei einem Skope. Dann wäre das 'Zittern' > aber durchaus in der Größenordnung eines Mikrofonausgangssignals und > könnte mit einem entsprechenden Verstärker (z.B. Mischpulteingang) gut > brauchbar sein. möglich, ich habe ein ganz billiges RIGOL mit 20mV/div als untere Grenze. > Wenn der Abnehmer tatsächlich ein Piezo sein sollte, dann hätte ich > allerdings einen geeigneten Impedanzwandler erwartet. leider kriege ich das ganze nicht aus dem Korpus heraus ohne was abzureißen. In der Schaltung erkenne ich nur drei SMD Kerkos und einen 22k SMD Widerstand. Vermutlich ein einfacher Filter oder so.
Deine Kontrolleinheit sollte wie Du richtig vermutest einen Vorverstärker integriert haben. Diese werden meist mit 9V Block betrieben. Ein und Ausschalten geschieht meist über einstecken des Kabels zum Verstärker. Ein paar Besonderheiten kann es geben wenn das gute Stück noch einen zusätzlichen Kopfhörerausgang hat. Gibt es im Netz keine Bedienungsanleitung? föhliches musizieren Hauspapa
>In der Schaltung erkenne ich nur drei SMD Kerkos und einen >22k SMD Widerstand. Bei meiner Akustikgitarre mit Piezoabnehmer sitzt der Vorverstärker direkt in der Ausgangsbuchse, der Klangregler ist davon abgesetzt. Eigentlich vermeidet man das diekte ausgeben eines Piezosignals auf ein (längeres) Kabel, weil die Quelle einen sehr kleinen Pegel hat und relativ hochohmig ist. Darum ist auch Klangregeln ohne Vorverstärker, bei E-Gitarren gang und gäbe, bei Piezoabnehmern eher unüblich. frohes Üben Hauspapa
Magnus M. schrieb: > angela sauer schrieb: >> Ding ist mit einem 2,5mm Klinkenstecker mit der Kontrolleinheit >> (Vorverstärker?) verbunden. Spannungsversorgung scheint es nicht zu >> geben. > > Die Dinger gibts entweder komplett passiv (nur Piezo), oder aktiv mit > Speisung mittels Lithiumbatterie (CRxxxx) oder Phantomspeisung. > > Mach doch mal Fotos vom Pickup und der "Kontrolleinheit". Hoffe man erkennt was. Auf dem Pickup habe ich noch die Aufschrift sumitomo-k entdeckt. Konnte aber nichts dazu finden.
Hauspapa schrieb: > Deine Kontrolleinheit sollte wie Du richtig vermutest einen > Vorverstärker integriert haben. Diese werden meist mit 9V Block > betrieben. Ein und Ausschalten geschieht meist über einstecken des > Kabels zum Verstärker. Ein paar Besonderheiten kann es geben wenn das > gute Stück noch einen zusätzlichen Kopfhörerausgang hat. > Gibt es im Netz keine Bedienungsanleitung? > > föhliches musizieren > Hauspapa Denke aber doch eher, dass es nur ein Filter für die Klangregelung ist. Einen Opamp oder Transistoren kann ich nirgends erkennen. Und eine Batterieversorgung hatte das Teil nicht. Es gibt weder Platz dafür, noch irgendwelche Anschlüsse. Nach draußen geht ein 6,35mm Klinkenanschluss.
Frag beim Hersteller der E-Violine nach. Ist sehr wahrscheinlich ein passiver Piezo, der am Steg verbaut ist und den Körperschall aufnimmt. Ein passiver Piezo braucht einen speziellen Vor-Verstärker, weil die Quellimpedanz eine Kapazität ist.
Hallo, es gibt mehrere Möglichkeiten. Die Fotos sind leider nicht 100%ig aufschlussreich. Es könnte sein, dass es sich um einen aktiven Vorverstärker handelt. In dem Fall wäre auf der Unterseite der Platine ein aktives Bauelement verbaut (FET oder OpAmp). Die Spannungsversorgung würde dann mittels Phantomspeisung vonstatten gehen. Meistens wird bei einer Phantomspeisung dreiadrig "gespeist": 1. GND 2. Signal 3. +Ub Manchmal wird 2. und 3. über einen Koppel-C verbunden, man hat dann nur noch zwei Leitungen. Piezo-Tonabnehmer sind extrem hochohmig, liefern dafür aber auch recht hohe Signalspannungen. Meistens haben sie auf dem kürzesten Weg einen Impedanzwandler nachgeschaltet, weil sonst die parasitäre Kapazität des Instrumentenkabels zum Verstärker megamäßig die Höhen beschneidet...
Die drei größten Hersteller für diese Tonabnehmersysteme sind die Firmen Shadow Fishman und L.R. Baggs. Es gibt von Shadow z.B. Tonabnehmersysteme mit passiver Klangregelung, so wie in Deiner Geige verbaut. Vielleicht kann man Dir ja bei diesen Herstellern weiterhelfen. Übrigens, neue Systeme gibt es ab 50€ und ein Instrumentenbauer braucht, da er keine Löcher, Fräsungen und sonst etwas machen muss, max. 10 Minuten zum Einbau.
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