Hallo Leute,
die folgende Schaltung liegt vor:
1 | I_ges
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2 | o---R1---►-----o---------o----------o
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3 | | |
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4 | | ▼ I_C ▼ I_R |
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5 | U_NG | | | | U_C
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6 | ▼ === C R2 ▼
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7 | | |
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8 | o--------------o---------o----------o
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Ich soll durch Messung die Kapazität C bestimmen.
Bekannt sind U_NG (Sprung von 0V auf 12V) und R1.
Gemessen werden I_ges und U_C.
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Ich habe mir zwei Lösungsmethoden überlegt:
1.) Zeitkonstante T von der Ladekurve U_C ablesen und über C = T/R_ges
mit R_ges = R1//R2 die Kapazität bestimmen.
2.) Bei t->inf gilt I_R = I_ges
Damit kann R2 bestimmt werden mit R2 = U_C/I_R
Dann gilt weiters I_C = I_ges - I_R
Da jetzt der Stromfluss durch den Kondensator bekannt ist, kann die
Ladung Q durch Integration über die Zeit berechnet werden
und dann mit C = Q / U_C(t->inf) die Kapazität.
So... beide Lösungsmethoden funktionieren und liefern ein brauchbares
Ergebnis.
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Jetzt der springende Punkt und Auslöser meines Problems:
R2 entpupte sich als spannungsabhängig und liegt in der Praxis höher als
mein berechneter Wert.
Wenn R2 also höher wäre... wie würde sich das auf meine
Kapazitätsberechnung auswirken?
Ich habe zwei Gedankengänge die leider zu widersprüchlichen Ergebnissen
führen:
1.) Wenn R2 steigt steigt auch R_ges; T habe ich abgelesen bleibt also
gleich. Somit wäre C eigentlich kleiner.
2.) Wenn R2 steigt sinkt der Strom I_R der durch ihn fließt; Damit wäre
durch die Kapazität also mehr Strom geflossen; Wenn I_C steigt, steigt
auch Q und schließlich C
Wie wirkt sich eine Erhöhung von R2 auf die Berechnung von C aus?