Hallo
bin Maschbau Ingenieur und Berufseinsteiger, werd wohl in München bei
nem Dienstleister anheuern (müssen) und hätte da paar Fragen zu.
1 - Wie ist das mit der Arbeitnehmerüberlassung und Werksvertrag ?
habe dazu verschiedene Antworten bekommen. Seltsamerweise
widersprüchliche Aussagen von verschiedenen Firmen.
Die Anstellung erfolgt wohl im Werk von bmw, aber wo hat man jetzt die
Käfighaltung und räumliche Trennung von Faks und Stammpersonal?
2- Das liebe Geld, fange natürlich mit nem Dreckslohn an, will aber nach
der Probezeit mehr haben, habt ihr paar Tipps, um dies im Vertrag
durchzusetzen, weil hinterher mach ich mir keine Hoffnungen, mehr Geld
beim gleichen Arbeitgeber zu bekommen.
Habe mir gedacht ich argumentiere so: "ok bin Einsteiger, da verstehe
ich dass man Tiefstapeln muss bis man eingearbeitet ist, aber mir währe
es wichtig, dass...:"
a- nach der Probezeit Gehalt angepasst wird - diese Option kann klappen,
muss aber nicht
b- das Gehalt um x TEuro erhöht wird. - diese Option klingt besser,
kann mich aber die Anstellung kosten?!
Irgendwelche Tipps? Gute Rhetorik ?
3- Weisungsbefugnis:
Ich habe wenig Lust drauf mich von Praktikanten plöd von der Seite
anmachen zu lassen, oder mir Arbeit von irgend Techniker -
Meistergesockse aufbrummen zu lassen. Wie bekomm ich das am besten in
Arbeitsvertrag rein? Kann man das überhaupt beim Dienstleiter
durchsetzten, oder muss man die "ich bin Arsch für alles und jeden" -
Pille einfach schlucken?
Über ein paar gut gemeinte Ratschläge wäre ich sehr dankbar, bitte kein
getrolle über Dienstleister, Zeitarbeit und dem Untergang des
Abendlandes. Die Situation ist nunmal wie sie ist und ich versuche das
beste daraus zu schlagen. Mein Einsteigsgehalt liegt wahrscheinlich bei
42kEuro bei 40 h/std und 29 Urlausbtagen. Das ist mir persönlich 8kEuro
zuwenig für München, und 15kEuro zuwenig nach 6 Monaten Probezeit. Die
Folge davon ist, dass ich hier frage wie mans besser machen kann und
außerdem passe ich meine Arbeitsleistung und Loyalität dem Gehalt an.
Oder kurz: statt drüber zu jammern wie wenig man bekommt, feier ich
einfach blau, oder suche mir nen Nebenjob in Gastro.
Ich habe vor 12 bis 18 Monate Berufserfahrung zu sammeln und dann wieder
Bewerbungen zu schreiben.
Gruß
57k€ sind aber auch im MUC beim Dienstleister nach 6 Monaten noch nicht
drin.
Arsch für alles wirst du wohl sein, was du dir vorstellst geht in keinen
Arbeitsvertrag ein. Der Ausleiher entscheidet, wer dir was sagen darf.
necker schrieb:> 1 - Wie ist das mit der Arbeitnehmerüberlassung und Werksvertrag ?> habe dazu verschiedene Antworten bekommen. Seltsamerweise> widersprüchliche Aussagen von verschiedenen Firmen.> Die Anstellung erfolgt wohl im Werk von bmw, aber wo hat man jetzt die> Käfighaltung und räumliche Trennung von Faks und Stammpersonal?
Dienstleister ist nicht gleich Dienstleister. Wie Dein Arbeitsverhältnis
geartet ist, hängt von der Firma ab, bei der Du anheuerst. Ein bekannter
von mir arbeitet jetzt über einen Dienstleister als Berufseinsteiger bei
BMW... bei dem, was man da hört, kann man sich wahrlich nicht beklagen.
Das fängt schon damit an, dass ihn der Chef aus Augsburg mitnimmt und er
keinerlei Fahrtkosten (außer die paar km zum Einstiegspunkt) tragen
muss. Gehalt ist i.O., Konditionen sind i.O. ... normale Arbeit als
Dienstleister und keine Ausbeutung.
> 2- Das liebe Geld, fange natürlich mit nem Dreckslohn an, will aber nach> der Probezeit mehr haben, habt ihr paar Tipps, um dies im Vertrag> durchzusetzen, weil hinterher mach ich mir keine Hoffnungen, mehr Geld> beim gleichen Arbeitgeber zu bekommen.
Du kannst da gar nichts durchsetzen - aber das hängt auch von der
entsprechenden Firma ab. Ausbeuter interessieren sich nicht für Dich.
Sobald Du Forderungen stellst, bist Du raus.
> Habe mir gedacht ich argumentiere so: "ok bin Einsteiger, da verstehe> ich dass man Tiefstapeln muss bis man eingearbeitet ist, aber mir währe> es wichtig, dass...:"
Vergiss es. Was nicht im Vertrag steht, interessiert auch nicht.
Entweder Du sprichst die Konditionen ganz klar an, oder Du verlierst.
"Bezüglich des Gehaltes hätte ich noch eine Frage: 42k als
Einstiegsgehalt ist ja in Ordnung, wie sieht es allerdings mit einer
Lohnerhöhung nach der Probezeit aus? Wie sieht es mit Lohnerhöhung nach
einem Jahr, zwei Jahren ... Zugehörigkeit aus?" Wenn es heißt, da gibt
es nicht: Aufstehen und gehen.
> b- das Gehalt um x TEuro erhöht wird. - diese Option klingt besser,> kann mich aber die Anstellung kosten?!
Murks. Erstens ist das gierig, zweitens unüblich in Deiner Position,
drittens wirst Du bei einer Firma, die derart tiefstapelt, kaum mehr
erwarten dürfen.
> Irgendwelche Tipps? Gute Rhetorik ?
Verlasse Dich auf Dein Bauchgefühl. Versuche die Situation gut
einzuschätzen. Vertrete Deinen Standpunkt, sei aber nicht überheblich
und stur. Der Ton macht die Musik.
> 3- Weisungsbefugnis:> Ich habe wenig Lust drauf mich von Praktikanten plöd von der Seite> anmachen zu lassen, oder mir Arbeit von irgend Techniker -
Damit wirst Du immer leben müssen. Steh drüber.
> Meistergesockse aufbrummen zu lassen. Wie bekomm ich das am besten in> Arbeitsvertrag rein?
Gar nicht?!
> Kann man das überhaupt beim Dienstleiter> durchsetzten,
Nein, nichtmal bei einer regulären Anstellung. Wie soll das aussehen?
"Bitte schreiben Sie im Vertrag auch nieder, dass mich niemand blöd
ansemmeln darf". Wissen ist macht, und mit Wissen kann man die meisten
Idioten kaltstellen. Dagegen gibt es keinen Konter.
> oder muss man die "ich bin Arsch für alles und jeden" -> Pille einfach schlucken?
Natürlich. Und auch nicht. Es kommt immer darauf an, wer was wie zu Dir
sagt.
> Mein Einsteigsgehalt liegt wahrscheinlich bei> 42kEuro bei 40 h/std und 29 Urlausbtagen.
Die Urlaubstage sind gut, der Einstieg für München für die Katz. Da
verdienst Du ja in Augsburg mehr. Was ist Deine Abschlussnote? Das
scheint ein KO-Kriterium bei Dir zu sein.
> Das ist mir persönlich 8kEuro> zuwenig für München,
Naja, maximal 5 zu wenig als Einstieg.
> und 15kEuro zuwenig nach 6 Monaten Probezeit.
Jetzt wirst Du aber gierig. 57k Euro / Jahr nach 6 Monaten und
Einsteiger? Da brauchst Du fast schon eine 1,0 mit Uniabschluss.
> Die Folge davon ist, dass ich hier frage wie mans besser machen kann und> außerdem passe ich meine Arbeitsleistung und Loyalität dem Gehalt an.
Das interessiert in einem Betrieb wie BMW wenig. Wenn die mit Dir
unzufrieden sind, wird das dein Chef sehr schnell erfahren und dann bist
Du schneller weg, als Du das Vater Unser aufsagen kannst.
> Oder kurz: statt drüber zu jammern wie wenig man bekommt, feier ich> einfach blau, oder suche mir nen Nebenjob in Gastro.
Ähm ja, ist klar. Das erklärt einiges. Nebenjob ist nebenbei mit dem AG
abzusprechen und bedarf dessen Genehmigung.
> Ich habe vor 12 bis 18 Monate Berufserfahrung zu sammeln und dann wieder> Bewerbungen zu schreiben.
Dann schreib lieber jetzt ein paar Bewerbungen und verzichte auf einen
schlecht bezahlten Job bei BMW, wenn Du da von Anfang an einen Greul
dagegen hast. Und glaub nicht, dass Dich BMW übernehmen wird. Da sind
ganz andere Hochkaräter in den Startlöchern.
LOL schrieb:> Im Studium gesoffen und Party gemacht jetzt gibts halt dafür die> Rechnung ...
Angeblich sind die später (wg. ausgeprägterSoft Skills) am
erfolgreichsten!
LOL schrieb:> Im Studium gesoffen und Party gemacht jetzt gibts halt dafür die> Rechnung ...
Da bleibt nur IB und weiter saufen und Party machen. Damit kennt er sich
ja aus ^^
Marx W. schrieb:> LOL schrieb:>> Im Studium gesoffen und Party gemacht jetzt gibts halt dafür die>> Rechnung ...>> Angeblich sind die später (wg. ausgeprägterSoft Skills) am> erfolgreichsten!
Nope am erfolgreichsten sind die Leute die A gut im Studium sind und B
gute Soft Skills haben. Das ist immer der Typ, von dem man denkt er
würde das Studium knapp mit einer 3-4 schaffen und am Ende des Studiums
stellt sich heraus das er Stipendiat ist(ewig viele
Praktika/Werkstudentenstellen) und einer der Studiengangsbesten ist.
necker schrieb:> 1 - Wie ist das mit der Arbeitnehmerüberlassung und Werksvertrag ?
ANÜ (Zeitarbeit) Du wirst vom Kunden nach Stunden bezahlt, der diese
quittieren muss (Stundennachweis).
Werkvertrag: Der Kunde zahlt Summe X für Leistung Y an deinen Chef, egal
wieviel du schuftest. Du regelst deine Stundenabrechnung mit deinem
Chef.
necker schrieb:> 3- Weisungsbefugnis:> Ich habe wenig Lust drauf mich von Praktikanten plöd von der Seite> anmachen zu lassen, oder mir Arbeit von irgend Techniker -> Meistergesockse aufbrummen zu lassen. Wie bekomm ich das am besten in> Arbeitsvertrag rein? Kann man das überhaupt beim Dienstleiter> durchsetzten, oder muss man die "ich bin Arsch für alles und jeden" -> Pille einfach schlucken?
Kommt darauf an, was in deiner Einsatzanweisung für den Kunden steht.
GGF. musst du das vorher mit dem Kunden abklären.
necker schrieb:> Mein Einsteigsgehalt liegt wahrscheinlich bei> 42kEuro bei 40 h/std und 29 Urlausbtagen.
29 Urlaubstage- viele Dienstleister fangen bei 24-25Tagen an.
Gehalt - Vorsicht!
42k€/a bestehen dann zB. aus 30k€/a Grundgehalt 5k€/a freiwillige
übertrarifliche Zahlung, 5k€/a Einsatzzulage (gültig für diesen Kunden)
und 2k€/a Fahrtkostenzuschuss.
Sollte sich jetzt tariflich dein Grundgehalt um 1k€/a erhöhen, wird halt
deine übertraifliche Zhalung von 5 auf 4k€/a gesenkt.
Siehe zu das in deinem AV etwas zu den Reisekosten bzw. deiner
Einsatzbereitschaft steht, sonst landest du für 30k€/a+ Minizulage in
Stuttgart.
necker schrieb:> Ich habe vor 12 bis 18 Monate Berufserfahrung zu sammeln und dann wieder> Bewerbungen zu schreiben.
Schreibe die Bewerbungen schon vorher, höre nicht auf dich weiter bei
richtigen Firmen zu bewerben.
Wenn du von einem Dienstleister, egal ob ANÜ oder Werkvertrag nach 2
Wochen wieder abhaust um zu einer vernünftigen Firma zu wechseln, kann
dich jeder verstehen.
> Re: Berufseinstieg beim Dienstleister - worauf achten?
Darauf achten das du nicht zu viel beschissen wirst.
Es gibt Leihbuden mit durchaus ertraeglichen Bedingungen, bei anderen
wirst du ueber den Tisch gezogen das dir die Ohren wegfliegen.
Ein Patentrezept gibt es hier nicht. Wenn du ein paarmal ausgebeutet und
reingelegt wurdest wirst du schon dahinterkommen.
Wichtig , immer nur einmal reinlegen lassen.
danke für eure Antworten.
Saufen und Party im Maschbau Studium? Davon träumen auch nur die Studies
im zweiten Semester? Die feierwillige Franktion war bei uns zum dritten
Semester gegangen worden.
Ansonsten: durchschnittliche Studienleistungen (erster Studienabschnitt
meist 2er, zweiter Abschnitt lauter 4er -den hab ich verkackt, dritter
wieder 2er) , Abschlussarbeit mit Auszeichnung, durchschnittliche
Studiendauer, Werksstudententätigkeit von knapp nem Jahr bei Zulieferer
in F&E (waren aber eher nur Catia Arbeiten). Praxissemester bei
Zulieferer von 6 Monaten (SCM und PLC programmmiergedöse). Falls sich
die Frage stellt, ich will da nicht arbeiten, die Region ist mir zu
ländlich.
Ergo: keine "richtige"Arbeitserfahrung, Praxisarbeit und
Werksstudentengedönse ist ja ganz nett, aber ehrlich: das ist alles
wenig ganzes und viel halbes oder anders gesagt die light version vom
richtigen Arbeiten. Die Noten sind nicht schlecht aber auch nicht gut.
Zu den Softskills: Ich gehöre unter Menschen, bin recht lustig, gehöre
an die frische Luft. Bin nicht der entwickler nerd der irgendwo im
keller µC's programmiert, dass kann ich zwar halbwegs gut mit avr's und
einfacher Sensorik und Aktorik und den PI Regler bekomm ich in Simulink
auch noch hin - aber das wars dann schon und ich will das auch nicht.
Irgend Projektarbeit würde mir Spaß machen. Jahrelang das gleiche beim
OEM machen ist auch nicht meins, deshalb strebe ich auch keine Übernahme
bei bmw an. Ein gutes Arbeitszeugniss nach ein max. zwei Jahren beim
Dienstleister, mitdem ich dann nen Job mit Zukunft suchen kann ist
erstmal prio 1.
Hatte es auch zuerst bei den hidden champs in München versucht,
scheiterte aber in Summe immer an der fehlenden Berufserfahrung und
einmal hatte ich mich schlecht verkauft. Naja - mist.
Mit mehr Zeit wäre sicherlich ne bessere Arbeitstelle drin, aber mein
Mietvertrag läuft nächsten Monat aus -> die Zeit drängt, nix machen
nervt auch extremst. Ich kann den Markt auch überhaupt nicht
einschätzen. Beispiel: Vor 3 Wochen hatte ich ein AC von einem eher
mittelmäßigen Dienstleister in München, da waren dann ich, paar andere
JungInges, paar Spanier und ein Inder oder Pakistani oder sowas.
Die Stelle hat am Ende wohl n Mädel ausm Osten(?) bekommen. hmn ok=?!
AC beim Dienstleister?! ja das gibts.
Auf der anderen Seite arbeitet ein Kumpel von mir jetzt bei nem
Zulieferer in Regensburg und bekommt 50 kEuro bei 50std/woche. Ein
anderer bei nem hiddenchamp für Fördertechnik aufm land 51 kEuro. bei
38h/woche.
Bei meinem ehemaligen AG startet man bei 42 kEuro bei 45h/woche.
Mein bester Kumpel 48kEuro + Boni bei Audi Ingolstadt - Lüge: Im Suff
kam raus er sitzt da seinen Arsch für 41 kEuro fürn Bertrand bei Audi
ab.
Kurzum: Jeder lügt beim Geld, als Einsteiger muss man gegen Billigossis
und hübsch anzusehende Spanierinnen ankämpfen.... oder auch nicht. Die
Lage ist etwas undurchsichtig, verwässert wird es durch anonymes
geschwätz von Studies und Erfahrungen von Inges aus einer anderen
Epoche.
Sicher ist nur, das obwohl München teuer ist, die Gehälter nicht
automatisch angepasst sind.
necker schrieb:
Irgendwie habe ich bei dir ein sehr gutes Gefühl. Alles sehr gut
analysiert und beschrieben. Du machst das schon. Die miesen
Studienleistungen passen auch ins Bild, so sind zum Beispiel meiner
meinung nach viele gute Vertriebler und Unternehmer.
Denk aber auch an den Worst-Case Fall das es kein Projekt gibt und du
nur rumsitzt und dich selber einarbeiten musst. Das gibt dann keine
Berufserfahrung.
Also ich kann nur für Niedersachsen sprechen. Da bin ich damals 01.2011
beim Dienstleister mit dem großen roten F für ca. 39Tsd/40h zzgl.
Projekttagespauschale steuerfrei von 15€ eingestiegen (3Monate BE). Nach
der Probezeit gabs dann Brutto ca. 120€ mehr. (E-Ing (FH))
Naiv wie ich war, dachte ich, es handelt sich hierbei um ein
"Ingenieursgehalt". Rein Netto kam es auch durchaus an ein solches
heran. Wenn du irgendwo mit 50k (Mittelstand) einsteigst, liegst du
Netto in Niedersachsen bei ca. 2.4k/monat. Da lag ich aufgrund der hohen
steuerfreien Zuschüsse auch, je nachdem wieviel Arbeitstage der Monat
hatte. Dieses begründete sich allerdings durch die Hohe Entfernung die
ich täglich pendeln musste (einfach Fahrt 70km).
Mit ein bisschen Verhandlungsgeschick hätte man ggf. noch 1k ~ 2k mehr
rausbekommen können. Mehr, ohne BE, denke ich eher nicht. Wenn dein
Bekannter für 41 bei Audi oder so sitzt, denke ich, haut das hin. Mehr
würde ich an deiner Stelle nicht erwarten und schon gar keine Sprünge
nach der Probezeit von 15k.
Wenn du nach 1J dich weg bewirbst oder übernommen wirst, sind solche
Sprünge aber durchaus drin, musst dich halt gut verkaufen. Der neue AG
muss ja nicht wissen, wieviel du verdient hast.
Mal nebenbei: Einstiegsgehalt bei einem OEM kann auch mal bei 60tsd/40h
liegen (inkl. Prämien und Co.). Daher auch der schlechte Ruf der
Dienstleister/Verleiher.
Ach ja und gefallen lassen brauchst du dir nur was von deinem
Auftraggeber, nicht aber von irgendwelchen halbstarken Pöksen. Also ich
wurde nie von irgendwem als Mitarbeiter zweiter Klasse behandelt. Ich
denke das liegt auch viel an der eigenen Einstellung. Wenn du dich wie
das scheuhe Rehkitz dem neuen AG näherst, werden das wohl viele
Ausnutzen. Das hängt dann aber nicht unbedingt was mit deinem
"verleihtem" Status zusammen.
Wenn ich noch zwei Tipps geben darf:
1. Sorge für alternative Angebote. Es verhandelt sich viel besser, wenn
du noch ein As im Ärmel hast.
2. Nimm nie das erste Angebot an. Meiner Erfahrung nach, sind 1k ~ 2k
Euro mehr eigentlich immer drin. Mach einfach ein Gegenangebot.
Viel Erfolg
Beule
necker schrieb:> ...> Die feierwillige Franktion war bei uns zum dritten> Semester gegangen worden.
Wo?
>. ... Praxissemester bei
> Zulieferer von 6 Monaten (SCM und PLC
programmmiergedöse). Falls sich
> die Frage stellt, ich will da nicht arbeiten, die Region ist mir zu> ländlich.
Besser als DL in M!
...
> Jahrelang das gleiche beim> OEM machen ist auch nicht meins, deshalb strebe ich auch keine Übernahme> bei bmw an. Ein gutes Arbeitszeugniss nach ein max. zwei Jahren beim> Dienstleister, mitdem ich dann nen Job mit Zukunft suchen kann ist> erstmal prio 1.
Gutes zeugnis vom Dienstleister?
Mann o Mann, was rauchst du so am Tag?
>> Hatte es auch zuerst bei den hidden champs in München versucht,> scheiterte aber in Summe immer an der fehlenden Berufserfahrung und> einmal hatte ich mich schlecht verkauft. Naja - mist.
Da wär doch die Firma wo du das praxissemester gemacht hast doch die
Wahl in deiner Situation. Weiterbewerben und sich dort weiterbilden ist
dann der Weg!
>> Mit mehr Zeit wäre sicherlich ne bessere Arbeitstelle drin, aber mein> Mietvertrag läuft nächsten Monat aus -> die Zeit drängt, nix machen> nervt auch extremst.
Dann umsomehr zur Firam wo su dein Praxissemester gemacht hast!
Ein Jahr wirste bei ddenen wohl es noch aushalten!
> Ich kann den Markt auch überhaupt nicht> einschätzen. Beispiel: Vor 3 Wochen hatte ich ein AC von einem eher> mittelmäßigen Dienstleister in München, da waren dann ich, paar andere> JungInges, paar Spanier und ein Inder oder Pakistani oder sowas.> Die Stelle hat am Ende wohl n Mädel ausm Osten(?) bekommen. hmn ok=?!> AC beim Dienstleister?! ja das gibts.
Ja, um die willigsten rauszusieben. Denke mir du hast dein Maul einfach
aufgerissen!
> Auf der anderen Seite arbeitet ein Kumpel von mir jetzt bei nem> Zulieferer in Regensburg und bekommt 50 kEuro bei 50std/woche. Ein> anderer bei nem hiddenchamp für Fördertechnik aufm land 51 kEuro. bei> 38h/woche.> Bei meinem ehemaligen AG startet man bei 42 kEuro bei 45h/woche.> Mein bester Kumpel 48kEuro + Boni bei Audi Ingolstadt - Lüge: Im Suff> kam raus er sitzt da seinen Arsch für 41 kEuro fürn Bertrand bei Audi> ab.
Na, warum wohl?
Weil er säuft!
>> Kurzum: Jeder lügt beim Geld, als Einsteiger muss man gegen Billigossis> und hübsch anzusehende Spanierinnen ankämpfen.... oder auch nicht. Die> Lage ist etwas undurchsichtig,
Ist sie nicht, es gibt I-Net was jedem heute freien Zugang zu
Informationen gibt.
Ned wie zu Zeiten von Staats-TV, Arbeitgeberpresse und privaten
U-Schicht-TV.
> verwässert wird es durch anonymes> geschwätz von Studies und Erfahrungen von Inges aus einer anderen> Epoche.
Heiße Luft macht die Wohnung auch schön warm.
> Sicher ist nur, das obwohl München teuer ist, die Gehälter nicht> automatisch angepasst sind.
Stimmt!
Die Firmen dort kämpfen ja auch mit der Konkurenz auf dem Lande!
Nachtrag: Mein Zeugnis vom Dienstleister war so gut dass mir der nächste
AG beim Bewerbungsgespräch den Vertrag gleich mitgegeben hat.
Lass dir also keinen Quatsch einreden.
> Kurzum: Jeder lügt beim Geld, als Einsteiger muss man gegen Billigossis> und hübsch anzusehende Spanierinnen ankämpfen.... oder auch nicht. Die> Lage ist etwas undurchsichtig,
Ist sie nicht, es gibt I-Net was jedem heute freien Zugang zu
Informationen gibt.
Ned wie zu Zeiten von Staats-TV, Arbeitgeberpresse und privaten
U-Schicht-TV.
Jaja der prognostizierte Fachkräftemangel laut vdi, die Dienstleister
die angeblich 50000 offene Stellen anzubieten haben und nicht zu
vergessen die selbsternannten und selbstbewerteten Topfirmen bei
Deutschland sucht die Superklitsche. Gemeint ist hierbei Kununu,
Bestplace to Work und wie sie alle heißen. Familienunternehmen und
Mittelstand sind auch kein garant für hohe Gehälter und zufriedene
Mitarbeiter. -oje der Untergang des Abendlandes. Ist es wirklich alles
Mist?
Natürlich nicht.
Bitte weniger Stammtisch und Zynismus, mehr hilfreiche Tipps für nen
besseren Vertrag. Danke.
necker schrieb:> Bitte weniger Stammtisch und Zynismus, mehr hilfreiche Tipps für nen> besseren Vertrag. Danke.
Einen besseren Vertrag bekommst du, wenn du dich verbessern kannst, du
also Du es Dir leisten kannst "Nein!" zu sagen.
Das setzt voraus einen Vertrag zu haben, du musst dort noch nicht mal
angefangen haben.
Aber selbst beim ersten Arbeitsvertrag muss man sich nicht alles
gefallen lassen.
Die TOP-Arbeitgeber-Auszeichnungen sind naja sowas wie die BIO-Siegel
auf Lebensmitteln, nicht unbedingt vertrauensvoll.
Du weißt, was du gerne hättest und bevor dich ein Dienstleister fest
anstellt, wirst du erstmal einem Kunden vorgestellt.
Da musst du dich auch wohlfühlen.
Selbst ein "guter" hilft nichts, wenn der Kunde dich nicht weiterbringt.
Kokolokokokk schrieb:> Was hast du den furn Abschluss Master oder Bachelor, FH oder Uni,> Regelstudienzeit oder nicht? Schnitt?
Fehlen noch Sternzeichen, Abstammung Vater/Mutter, Gesundheitszeugnis
vom Tierarzt, Empfehlungsschreiben von der Kindergartenleiterin etc. ...
!
Sooo viele Daten sind das nicht. Aber es ist schon ein Unterschied
zwischen:
Fh Bachelor 2.7 - 9 Semester
und
Uni Master 1.9 - 10 Semester
Da liegen wenn man ehrlich ist Welten dazwischen.
Kokolokokokk schrieb:> Sooo viele Daten sind das nicht. Aber es ist schon ein Unterschied> zwischen:>> Fh Bachelor 2.7 - 9 Semester
eher das hier. deshalb auch Dienstleister und nicht bei eads ;-)
beim Kunden: das ist wohl im Regelfall so wie ich es bisher mitbekommen
habe bmw. ob einem das was bringt? hmn kann ich nicht beurteilen -
klingt besser als bei meister heiz gerüstbau gmbh, aber obs dann auch
wirklich besser ist?
die Autos sind wenigstens ganz schick.
> Autor: Kokolokokokk (Gast)> Datum: 26.06.2013 15:21> Sooo viele Daten sind das nicht. Aber es ist schon ein Unterschied> zwischen:> Fh Bachelor 2.7 - 9 Semester> und> Uni Master 1.9 - 10 Semester> Da liegen wenn man ehrlich ist Welten dazwischen.
Stimmt !
Fh Bachelor 2.7 - 9 Semester , auf Inbetriebnahme 150.000,-
Jahresgehalt.
Uni Master 1.9 - 10 Semester , 36.000,- Jahresgehalt bei der Leihbude.
Zocker, wir wissen, dass du eine gescheiterte Existenz bist, die ihre
Zeit damit verbringt, Schwachsinn zu posten.
Bist bestimmt von der FH geflogen. =)
Zocker_09 schrieb:> Fh Bachelor 2.7 - 9 Semester , auf Inbetriebnahme 150.000,-> Jahresgehalt.
Bachelor gibt es ja noch nicht so lange. Kriegen die in jungen Jahren
schon so viel auf IBN? kenne einen der macht auch IBN, aber im
Jahresmittel ist der nur so 3-4 Monate unterwegs. Er liegt mit FH
Bachelor bei ca. 60k.
Du Zuckerle hast Doch angeblich ein FH und ein Uni Diplom?
So nun nach gut einer Hand Bewerbungsgespräche gebe ich mal ein Resümee
ab.
3 Absagen fix, 2 Sachen in Bearbeitung, 3 Bewerbungen noch in Prüfung,
und einmal geht demnächst in "Runde 2".
Dem positiven selbstgeschwätz auf kununu.com und Co. zum trotz ein paar
Sätze zur Branche: Dienstleister, Consulter und wie sie sich alle nennen
funktionieren im Raum München wohl alle gleich, man Bewirb sich, wartet
zwischen einer und fünf Wochen und geht zum Ersten Bewerbungsgespräch.
Ich glaube die erwarten das man nachfragt, sonst passiert bei KEINEM
irgend etwas.
Wichtig: Wer hier arbeiten will sollte vorher persönlicne Kontakt mir
irgendjemanden der Firmen aufsuchen, sonst gibts standartisierte
Absagen.
Achja Thema Absagen, mein Highlight von einer Firma ausm Raum München:
(Namen und ZDF gibts erst wenn ich nen Job hab, sonst finden die PR und
Marketing Abteilungen der Firmen den Thread hier und müllen wieder alles
mit selbstlob voll.)
**************************************************************
Dear Mr. XYZ,
Thank you very much for your application and your interest on B****. As
the vacancy could have been filled in the meantime, we regrettably can't
give you a positive answer.
We would like to thank you for taking the time and effort to apply.
In your future career we wish you every success.
Sincerely,
Verónica ******* ****
Recruiter
Human Resources
***************************************************************
He mal ganz ehrlich, ich geb mir die Mühle n individuelles Anschreiben
zu verfassen. Rufe die Personalerin noch vorher an, wegen persönlichen
Kontakt usw. Ich geb mir die Mühe und Recherchiere noch im web was die
gerade machen, falls man glück hat und zur Fachabteilung weitergeleitet
wird beim Telefonat und tipp meinen ganzen Lebenslauf in der ihr scheiß
Onlinesystem und es gibt erst 9(!!!!) Wochen später die Absage auf
Englisch(!)- Seriously? Was für Fickgesichter - so das musste ich mir
mal von der Seele schreiben. Danke
So zurück zum Thema:
Soll heißen, es wird erwartet Interesse zu heucheln wie überall anders
auch. Selbstverständlichen Ingenieurmangel gibts hier auch nicht.
Beim ersten Gespräch erzählen die einem das blaue vom Himmel und man
selbst erzählt etwas über sich. Das ist gutes Training um
Professionalität zu erlernen. Ich selbst hatte die nämlich beim ersten
Gespräch nicht, beim zweiten auch nicht und erst der dritte
Abteilungsleiter / nicht-zukünftige Chef hatte genug Rückrat mir ins
Gesicht zu sagen "was mit mir nicht stimmt". Danke dafür - du Wi***. :D
Aber einen ehrlich Tritt habe ich lieber als irgend n ausreden Bla bla.
Damit kann man arbeiten, an sich arbeiten und es nächstes mal besser
machen.
Das erste Gespräch dient hauptsächlich zum "matching" der Bewerber,
konkrete Jobs gibts hier noch nicht. Man schaut ob man sich leiden kann
und ob man reinpasst.
Gutes Zeichen ist immer wenns Gespräch ca 2 Stunden dauert. -Schlecht
wenns kürzer ist. Ganz schlecht wenn man direkt gesagt bekommt wann die
sich bei einem Melden, das heißt dass man irgend nen ganz dicken Fehler
gemacht hat und eigenltich schon verkackt hat. Das heißt die Absage ist
Fix und man kann sich aussuchen wann mans hören will. Das gleiche kann
mit dem Gehaltswunsch gegengeprüft werden, wenn man Summe X sagt und die
sagen ok schreiben wir auf - dann ist die Nummer durch. Hätten Sie
interesse würde sie gleich hier runterhandeln. So kam es mir jedenfalls
vor. Das war bei den Absagen immer die Konstante. Böse Zungen würden
behaupten ich war die Konstante. LÖÖÖL
Im Raum München ladet man mit großer Wahrscheinlichkeit bei bmw. Die
haben wohl ein Portal dafür was für Stellen gerade zu vergeben sind und
die Dienstleister greifen darauf zu, vergleichen die Ausschreibung mit
ihrer Datenbank. Datenbank bin ich und du und jeder der sich da Bewirbt.
Wie es dann weitergeht wird sich zeigen- gebe bescheid -oder auch nicht.
Ein paar Sachen noch, alle haben wohl das gleiche im Kaffee, weil den
Satz "Wenn der Kunde 1000(!) Euro pro Tag für Sie zahlt dann erwartet er
auch 110%! " habe ich in abgewandelter Form immer gehört. Der Inhalt ist
ja OK, als ob es wo anders, anders währe, mit der Einarbeitung, aber
wenn bmw soviel zahlt, warum bekomm ich dann nur so wenig Geld vom
Kuchen ab?
LÖL das werde ich mal Fragen, wenn ich den Satz nochmal höre - oder
lieber nicht, man soll ja professionel sein.
Dubios ist auch, die Typen mit den ich zu tun hatte, nur einer war
normaler Entwickler, der Rest...wie soll ich sagen....
Es fällt mir schwer die passenden Worte zu finden. "Depp" wäre ein
treffendes, klingt aber so subjektiv.
Wo züchtet man solche kaputten Typen?! Abteilungsleiter hin oder her,
Ingenieur hin oder her. Ich habe in meiner ganzen Laufbahn innerhalb
eines Monats noch nie soviele Vollpfosten gesehen wie bei den DL' s.
Klappe bis zum geht nicht mehr, Selbstlob über alles, jaja den OEM
wollen sie erziehen und lenken, 100.000 Euro Jahresgehalt wären für
Topleute drin. (Deswegen ist hier auch keiner über 30?)
BLA BLA BLA. Ein Geschwätze das nicht mehr feierlich ist. Ich hatte
während meines Studium Gelegenheit mit Leuten aus der Rüstung (EADS),
Automotiv OEMs und Zulieferern (Tier1 u. Tier2) zu arbeiten. Klar es
gibt immer einen der bischen "blöd" ist, aber so welche Deppen laufen da
nicht rum. Ich hab noch nie so kaputte Leute getroffen, das Niveau ist
da wirklich anders. Und das ist jetzt kein böses Nachtretten wegen
Absagen, das ist echt der Hammer was für Typen da rumlaufen und einen
Einstellen oder besser gesagt nicht einstellen. Und das schlimmste ist,
da muss man sich bewerben. Scheiss der Teufel nen großen Haufen drauf.
Bringt alles nix, es werden weiter Bewerbungen geschrieben. Interesse
gehäuchelt und einfach weiter gemacht. Nützt ja nix das gejammere....
kleiner Nachtrag:
Der Laden bei dem es in Runde zwei geht bietet:
Private Krankenversicherung (kp ob das jetzt gut oder schlecht ist, im
zweifel soll man gesund zum Arbeiten sein. besser als Tkk versichert zu
sein, klingt gut)
30 Urlaubstage
43000 kEuro bei 12 Monaten, davon 85% variable (autsch)
Gleitzeit 40h/woche. Überstunden inclusive die sicherlich verfallen am
Ende des Monats. Reche mit 50h/Woche.
meinen zukünftigen Chef, bezeichnet sich selbst als "der
projekt-macher", ich würde ihn als "el Diablo" bezeichnen. Von ihm
könnte ich lernen wie man billig an willige Mitarbeiter kommt und sie
bis zum Bornout knechtet. Im Büro arbeiten nur relativ junge Frauen /
Damen ende 20 bis mitte 30. Recht hübsch anzusehen.
Musste beim ersten Bewerbungsgespräch 30 Minuten warten...-die haben
kein Wort miteinandern geredet. nicht gut.
Mal schauen wanns in Runde 2 geht. Muss da bischer
hinterhertelefonieren, damit das klappt.
necker schrieb:> 43000 kEuro bei 12 Monaten, davon 85% variable (autsch)> Gleitzeit 40h/woche. Überstunden inclusive die sicherlich verfallen am> Ende des Monats. Reche mit 50h/Woche.
ist das euer Ernst? und dafür habt ihr studiert?????? da hab ja ich als
kleiner Zerspaner schon mehr. Hab es im Gehaltsthread vorgerechnet und
Quellen genannt. Wers immer noch nicht glaubt, dann hol ich mal meinen
Lohnzettel, schwärze Firma und meinen Namen und lade Die hier hoch!
ich bastle in meiner Freizeit liebend gerne an Elektronik und wollte
daher auch mal studieren. Aber bei so Gehältern wird man echt
abgeschreckt.
Zerspaner schrieb:> ist das euer Ernst? und dafür habt ihr studiert?????? da hab ja ich als> kleiner Zerspaner schon mehr.
bitte nimm das nicht persönlich, mir währe es für mich zu wenig im leben
nur teile zu fräsen/drehen. ich bin maschbauer geworden um mal was zu
erreichen, was mir auch sicherlich irgendwann gelingt, dann passt auch
das geld und der rest. nur der einstieg ist halt zur zeit richtig
scheisse, aber da muss man durch.
das mit dem geld glaube ich dir. ich habe auch mal in den semesterferien
nachtschicht gearbeitet mit igm tarif. (kanpp 30 euro pro stunde). und
das als ferienjob. das stammpersonal verdient da sicher deutlich mehr.
Willkommen in der Welt der modernen Sklaverei.
Seitdem die Regierung es duldet und erlaubt, dass firmen Leute
beschäftigen, die man nicht einstellen muss, floriert das Geschäft (ANÜ,
FAK) mit der Schwarzarbeit.
Wir haben keine Regierung, da wir kein souveräner Staat sind.
Fr. Merkel führt eine NGO, mehr nicht.
An junge, gut ausgebildete Leute kann ich nur sagen:
Macht zu, dass ihr aus Deutschland raus kommt!
Kolophonium schrieb:>>Wir haben keine Regierung, da wir kein souveräner Staat sind.>> Bist du in der Lage, das näher zu begründen?>> Oder nur der übliche Stammtischspruch?
Sammtisch, Politik, und ein Ingenieurforum...
Da behaupte ich einfach mal das höchtesn die NSA weiß wo gerade ein
Ingenieur mit meinen Fähigkeiten gesucht wird während Frau Merkel
immernoch am Fachkräftemangel glaubt, weil Fachkräfte nie eine Lobby
gebildetet haben um sich gehör zu verschaffen, um sie vom gegenteil zu
überzeugen, während die Industrie spanisch-deutsche Wörterbücher druckt
um die neuen billigheimer herzlich zu begrüßen.
Industriestammtisch gerne wenn unterhaltsam, aber bitte keine Politik.
Dankö :D
Zerspaner schrieb:> necker schrieb:>> 43000 kEuro davon 85% variable>> Gleitzeit 40h/woche. Überstunden inclusive die sicherlich verfallen>> Reche mit 50h/Woche.>> ist das euer Ernst? und dafür habt ihr studiert?????? da hab ja ich als> kleiner Zerspaner schon mehr.>> ich bastle in meiner Freizeit liebend gerne an Elektronik und wollte> daher auch mal studieren. Aber bei so Gehältern wird man echt> abgeschreckt.
Der TO ist Maschinenbau-Ingenieur. Sein Festgehalt sind 38 k€ - evtl.
bis zu 5 k extra - oder auch nicht. Das verdient ein Facharbeiter im
ersten Berufsjahr. :)
Tja, Ingenieure! Wir sind die dämlichste Berufsgruppe der Republik.
Niemanden sonst kann man so gut ausnutzen, wie uns. :)
>Wärst du gebildet und kein Papagei, könntest du deine Frage selbst>beantworten.
Laß mich doch einfach an deiner enormen Weisheit teilhaben. Im Gegensatz
zu dir habe ich noch den Ehrgeiz von Anderen zu lernen.
Oder solltest du doch nicht in der Lage sein dein Statement abseit vo
Stammtischgefasel sinnvoll zu begründen!?
so heute gings wieder negativ weiter. Der einzig "normale" Entwickler
hat mir abgesagt. Zwar die netteste Absage die ich bisher gehört habe,
die zu vergebene Stelle passte einfach nich zu mir - das glaube ich ihm
auch. Es währe wirklich nicht das richtige für mich. auch nicht für dein
einstieg - währe eher was für leute von der uni (laborjobs). Aber
unpassende arbeit ist auch arbeit und besser als nix machen.
...
Kolophonium schrieb:>>Wärst du gebildet und kein Papagei, könntest du deine Frage selbst>>beantworten.>> Laß mich doch einfach an deiner enormen Weisheit teilhaben. Im Gegensatz> zu dir habe ich noch den Ehrgeiz von Anderen zu lernen.> Oder solltest du doch nicht in der Lage sein dein Statement abseit vo> Stammtischgefasel sinnvoll zu begründen!?
Die Vertreter dieser These beziehen sich darauf, dass uns unser
Grundgesetz damals von den Siegermächten diktiert wurde.
Demnach hat Deutschland keine Verfassung, welche von den Deutschen
allein abgesegnet wurde, ist also nicht souverän.
Formal gesehen haben sie damit recht, praktisch ist diese These
natürlich unsinnig, da das Grundgesetz mittlerweile von fast allen
Deutschen anerkannt wird.
Aber die These ist für einige Leute halt hochwillkommen, um andere Leute
für eigenes Versagen verantwortlich machen zu können, nach dem Motto:
"Schuld an allem sind die bösen Politiker, die gierigen Arbeitgeber, die
dummen Deutschen oder die geheime Weltverschwörung. Nur ich nicht!"
necker schrieb:> ich bin maschbauer geworden um mal was zu> erreichen, was mir auch sicherlich irgendwann gelingt, dann passt auch> das geld und der rest. nur der einstieg ist halt zur zeit richtig> scheisse, aber da muss man durch.
Hast leider die goldene Ära um 2000 herum verpasst für Maschbauer. Da
waren die Leute nach der Delle knapp, sofort nach Studium meist ohne
Bewerbung Festanstellung möglich, Note fast komplett egal. Bezahlung
überdurchschnittlich, noch über den Informatikern, trotz Dotcom-Blase.
Die Unternehmen kamen auf die Absolventen zu, nicht umgekehrt.
Heute ist man leider als Maschbauer nur noch Bittsteller-Massenware, die
entweder beim Dienstleister verheizt wird oder in im kleinen
Ingenieurbüro seinen Dienst verrichtet mit einem Salär knapp über des
eines technischen Zeichners.
Die schönen IGM-Paradiese sind leider voll und verschwinden immer mehr
von der deutschen Wirtschaftslandkarte. Hätte der VDI nicht über ein
Jahrzehnt diese Maschinenbauer-Propaganda forciert, wäre heute der
Eintieg für Nichthochglanz-Absolventen um den Faktor 10 leichter und
auch finanziell lukrativ. Selbst wenn es in manchen Gegenden im
Durchschnitt finanziell mehr gibt, dann nur in den teueren
Ballungsräumen wie z. B. in Baden-Württemberg, wo dann weit über ein
Drittel des Single-Nettos alleine für die Warmiete der Wohnung Monat für
Monat verbrennt. Somit den Vermieter auch noch schön fett gefüttert mit
harter Erwerbsarbeit.
Und was ist daran nun verkehrt?
Sehr gute Leute finden einen Top-Job.
Die Mittleren und Schlechten landen halt bei den Dienstleistern und
müssen sich rumschlagen.
Das ist ganz normales Leistungsprinzip.
necker schrieb:> Berufseinstieg beim Dienstleister - worauf achten?
Ganz einfach darauf achten, dass man seinen Berufseinstieg nicht bei
einem Dienstleister macht!
Wer versklavt sich denn schon freiwillig? Hast Du etwa keine Eier in der
Hose und/oder bist ein Minderleister?
Jo S. schrieb:> @ Zerspaner>> Wieviel verdienen denn die Hilfsarbeiter, die Du manchmal anweisen mußt?
Hallo, komme gerade von der Spätschicht. Also Hilfsarbeiter die schon
etwas länger dabei sind, sagen wir ca. 3 - 5 Jahre, bekommen bei uns
ERA5, das kriegt bei uns ein Facharbeiter direkt nach der Ausbildung.
Kann man alles im IG Metall Tarifvertrag nachlesen, ebenso die Zulagen,
Leistungszulage, Schichtzulagen, UG, WG. ERA5 sind ca. 2500 Grundlohn,
also 30k p.a., zzgl. Leistungszulage, im Schnitt 10-15%, sowie UG und
WG, was zusammen zwischen 0,5 und 1,5 Monatsgehälter ausmachen. Das
alles bei 35h Woche. Kommen ein paar Überstunden dazu, werden die mit
Zulage vergütet. Samstag gilt als kompletter Überstundentag, Sonntag
gibt 100% Zulage, steuerfrei.
Tätigkeiten von denen: Materialbereitstellung, also mit nem Stapler oder
Wagen Material zur Maschine fahren und Halbfertigteile weiter
transportieren, oder einfache Operatortätigkeiten, oder Teile mit
Kratzern aussortieren.
da sind im Vollkonti Schichtbetrieb für so einen Hilfsarbeiter durchaus
40-45k Brutto drin zuzüglich 5-8k steuerfreie Zulagen. Das entspricht
einem "Normalschichtbrutto" von ca. 55-61k Euro. Das bei im Schnitt
35-40h pro Woche. Mein Lohn liegt bei ERA7, wie ich bereits im
Gehaltsthread vorgerechnet habe, noch darüber.
die Hilfsarbeiter sind teilweise ganz ohne Ausbildung, meist aber mit
fachfremder Ausbildung wie Köche, Metzger, Bäcker, Frisöre, Kraftfahrer.
Einer davon hat auch Elektriker gelernt bei ner Klitsche, flog fast
durch die Prüfung und arbeitet jetzt bei uns als Hilfsarbeiter, da hat
er mehr als in der Elektroklitsche als Facharbeiter.
wenn ich die Beiträge hier so lese, will ich glaub auch nur den Meister
machen und nicht mehr studieren.
Was Ihr alle vergesst, lasst Ihn doch sein gutes Geld verdienen. Von mir
aus auch mehr als ein EINSTEIGER! In 5 Jahren hat der Einsteiger mehr
und selbst wenn nicht:
- Keine körperliche Arbeit
- keine Schichtarbeit
- Umgang mit gebildeten Leute
- hohe Selbstverwirklichung und Freiheit
- keine Monotonie ( Wer einmal am Band gejobbt hat weis das es
Schmerzensgeld ist)
Jiangsu schrieb:> - Keine körperliche Arbeit> - keine Schichtarbeit> - Umgang mit gebildeten Leute> - hohe Selbstverwirklichung und Freiheit> - keine Monotonie ( Wer einmal am Band gejobbt hat weis das es> Schmerzensgeld ist)
Morgen!
zu 1) ich arbeite kaum körperlich, bewege mich aber bei der Arbeit, das
finde ich besser als den ganzen Tag auf dem Bürostuhl zu hocken
zu 2) für mich kein Problem, hab oft Nacht-, Spätschicht, finde das
besser als Früh aufstehen zu müssen. Heute ist mal ne Ausnahme (
privater Termin ). Andere Kollegen arbeiten gerne in der Früh, die
dürfen das dann auch. Bei uns muss keiner von 8 bis 16 Uhr arbeiten
3) naja so gebildet bin ich selbst auch wieder nicht^^ ich mag meine
Kollegen und nein wir lesen nicht alle die Bild
4) wie man es nimmt, teilweise hast Du Recht. Aber wenn man hier so
liest, wenn z.B. ein Ing. beim Dienstleister für einen OEM den ganzen
Tag nur linke Außenspiegel konstruiert?
5 ) mein Job ist nicht so monoton, der von den Hilfsarbeitern dagegen
schon, aber ich sag mal so, die wollen das auch so. Dafür haben wir den
Kopf nach der Arbeit frei und müssen nicht noch über Projekte
nachdenken, ausser meine eigenen Hobby Elektronik Projekte die ich
freiwillig mache.
ich arbeite ja nicht stupide am Band oder so, dafür gibts die
Hilfsarbeiter und mein Gehalt liegt ja noch mal über dem von denen.
Dazu kommt, wir arbeiten in einer eher günstigen Region (Nordpfalz) wo
das Geld auch noch was wert ist. Mein Vater ist im selben Betrieb
Meister, fing auch damals wie ich an. Er ist Anfang 50, hat ein großes
Haus und noch ein MFH mit guten Mieterträgen, beides abbezahlt. Ich
selbst kann mir ein günstiges Haus zum renovieren schon in bar leisten,
wenn ich ca. 30 bin. Mit Anfang 30 ist auch noch die Sanierung bezahlt.
In dem Alter haben viele Ings gerade mal ihre Bafög Schulden abgezahlt,
die erste Einrichtung für die Mietswohnung sowie einen Kompaktwagen
bezahlt.
Mein Vater mit Anfang 50 müsste gar nicht mehr arbeiten gehen. Wenn er
fliegt, ist das kein Problem. Der Ing, der sich in der teuren Großstadt
bis dahin wenig aufbauen konnte, hat mit 50 aber ein gewaltiges Problem,
wenn er fliegt, so wie ich hier im Forum oft gelesen habe.
Nein ich denke ich bleibe bei meiner Entscheidung, ich werde es eher
meinem Dad gleich tun und den Meister machen statt zu studieren.
Naja schrieb:> Alles schön und gut, ich will aber ingenieurmäßig arbeiten, DAS tust du> nämlich NICHT.
LOLROFL
Du windest dich wie ein Aal um ja nicht zugeben zu müssen dass der
Ing.job heutzutage nur noch scheisse ist.
"ingenieurmässig arbeiten" - LOL. Er hat die Kohle, du nicht. Er
arbeitet keine Minute zu lang, du schon. Er hat nen sicheren Job, du
nicht. Er arbeitet nicht beim Dienstleister, du schon und kommst evt.
nie davon weg.
Aber wenigstens arbeitest du "ingenieursmässig", was heisst das heute?
Ständig ausgepresst zu werden, vom Dienstleister, vom beschissenen
Mittelständler. Der Ing. ist heute z.g.T. der Arsch vom Dienst, viele
haben das noch nicht erkannt oder lügen sich die Situation schön, ist
auch eine ganz normale psychologische Reaktion aber faktisch liegt ihr
falsch.
Vergleicht doch mal gleiches mit gleichem.
Ingenieur und Facharbeiter mit 10 Jahren BE im Konzern:
85.000€ vs 55.000€
Ingenieur und Facharbeiter bei Dienstleister/Leiharbeit
60.000€ vs 30.000€
Wer lacht jetzt? Und natürlich hat der Ingenieur dann auch eine sichere
Arbeitsstelle, IG Metall Arbeitszeiten und co.
Und jetzt komm mir bitte nicht mit: Man muss als Ingenieur erstmal in
einen Konzern rein kommen. Das muss man als Auszubildender auch. Der
Prozentsatz von Facharbeitern und Ingenieuren im Konzern im Vergleich zu
denen im Mittelstand verhält sich wohl ungefähr gleich.
Dieser Vergleich von Dienstleistungsingenieuren mit
Traum-Facharbeiterstellen hinkt wohl gewaltig.
Kannst ja mal einen einfachen Bäcker, welcher 20.000 im Jahr verdient
fragen ob er lieber studiert hätte. Soviel zum Thema es lohnt sich
nicht.
Soso, der Zerspaner hier ist also dermaßen zufrieden mit seinem Job, der
sehr gut bezahlt wird, nette Kollegen, tolle Arbeit, sogar die Schicht
macht ihm Spaß, dass er danach nichts anderes zu tun hat, als hier Dampf
abzulassen wie blöd doch alle studierten sind und wie toll er es hat.
Weil das ja auch ein sicheres Zeichen für tiefe innere Zufriedenheit
ist. WERS GLAUBT.
Außerdem gönne ich jedem Schichtarbeiter sein Geld. Von einem "guten
Job" sind die meist weit entfernt, und mit einem Job in der Entwicklung
als Ing. oder Inf. hat das meist sehr wenig zu tun. Eventuell kennt der
Zerspaner auch einfach nichts anderes und denkt deshalb sein Job wäre so
toll. Er hat wohl nur den Vergleich zu seinen Hilfsarbeitern die er
rumkommandieren kann. Klar, dagegen geht's ihm gut. Das ist aber auch
schon alles.
Also Zerspaner, guter Versuch, aber leider FAIL.
gruß cyblord
> Autor: Naja (Gast)> Datum: 03.07.2013 08:18> Alles schön und gut, ich will aber ingenieurmäßig arbeiten, DAS tust du> nämlich NICHT.
Da bist du aber bei der Leihbude am falschen Platz. Mitarbeiter von
Sklavenhändlern werden doch nicht mit ingenieurmäßiger Tätigkeit belegt
sondern sind nur da um die Dreckarbeit für die Festangestellten zu
erledigen.
@Zerspaner
Dein Text gefällt mir. Er ist realistisch.
Du bist zufrieden -das ist das Wichtigste überhaupt.
Niemand wird gezwungen,
Elektrotechnik oder Informatik zu studieren. Trotzdem platzen die
Universitäten aus den Nähten. Hinterher ist dann das Gejammer groß, daß
man
sich ja so sehr geschunden habe, aber nun keine Chance auf dem sog.
Arbeitsmarkt hätte.
Eine Lehre zu machen, auf die Idee kommt kaum jemand...
gez. Buna-Pelzer
Sean L. schrieb:> "ingenieurmässig arbeiten" - LOL. Er hat die Kohle, du nicht. Er> arbeitet keine Minute zu lang, du schon. Er hat nen sicheren Job, du> nicht. Er arbeitet nicht beim Dienstleister, du schon und kommst evt.> nie davon weg.
so ist das. Zum "ingenieurmässig arbeiten" haben sich ja schon andere
geäußert wie das bei einem Dienstleister so ist.
Jiangsu schrieb:> Und jetzt komm mir bitte nicht mit: Man muss als Ingenieur erstmal in> einen Konzern rein kommen. Das muss man als Auszubildender auch. Der> Prozentsatz von Facharbeitern und Ingenieuren im Konzern im Vergleich zu> denen im Mittelstand verhält sich wohl ungefähr gleich.
ich kann ja mal sagen wie das bei mir war. Hab mich bei mehreren
Betrieben beworben, meist IG Metall oder IGBCE Tarif. Hatte da einen
sehr guten Realschulabschluß, war einer der besten des Jahrgangs an
meiner Schule. Mir rieten viele ich solle doch an ein technisches
Gymnasium. Jedenfalls ich bin seit meiner Kindheit quasi handwerklich am
werkeln und basteln und war in der Realschule immer gut, so bestand ich
die Eignungstests der Firmen immer mit Bravour und konnte mir die
Ausbildungstelle aussuchen. Berufsschule war mega easy, ohne viel lernen
immer nur 1er und 2er. Viele Ausbildungskollegen hatten einen weitaus
schlechteren Abschluss als ich, die abzuhängen war total einfach,
schloss die Lehre auch mit Bravour ab, Übernahme war quasi nur
Formsache. So konnte ich in der Firma schnell Verantwortung übernehmen.
Nach dem Einstieg mit Era5 war ich schnell auf Era7 dank ein paar
Weiterbildung ( Firma hat bezahlt ) und paar Hilfsarbeiter unter mir.
Klassenkameraden von mir die aufs technische Gymnasium gingen, danach
studiert haben, schreibe gerade ihre Abschlussarbeit oder sind gerade
erst in den Job eingestiegen und verdienen weit weniger als ich. Oder
sie versuchen es bei den Konzernen als Ing. wo die Konkurrenz weitaus
höher ist.
Will sagen: ich war damals quasi als "Einäugiger" im ü.S. der König;-),
hätte ich studiert wäre ich vllt. nur ein durch. Ing. geworden, also
einer von vielen Bewerben bei einem Konzern. Vllt. wäre ich jetzt beim
Dienstleister oder Mittelständler, wo ich nach vielen Jahren nicht auf
mein jetziges Gehalt käme + fetter Gehaltausfall. Ich bekam meinen
ersten guten Lohn schon mit 20 und als Azubi schon gut Lehrgeld, dazu 35
h Woche, sogar Überminuten werden erfasst und mit Zulage ausbezahlt oder
abgefeiert. Schulden hat ich logischerweise keine durch meine
Ausbildung.
Bekannte von mir die studiert haben, haben meist hohe Bafög Schulden
oder die ganz armen Teufel sogar Studienschulden bei einer privaten Bank
oder der KfW, mit Zins und Zinseszins gerne mal 20-30k. Als
Leihingenieur haben sie die Schulden dann mit Anfang 30 vllt. abbezahlt,
wenn ich mein saniertes Haus schon in bar bezahlt habe. Dann steht der
Leihingenieur gerade mal bei NULL und darf mit 35 froh sein, wenn er
einen halbwegs neueren Kompaktwagen fährt und eine einigermaßen gut
eingerichtete Mietswohnung bewohnt.
Buna-Pelzer schrieb:> Eine Lehre zu machen, auf die Idee kommt kaum jemand...
eben! die Leute mit guten Abschlüssen von der Realschule wollen heute
alle Abi machen, Abiturienten alle studieren. So bleibt für eine
betriebliche Ausbildung leider immer mehr nur schlechtere Bewerber
übrig. Somit kann man mit dem Potential das man benötigen würde ein
durchschnittlicher Ing zu werden, Top Facharbeiter oder Meister werden!
Ich würde raten: Finger weg von Dienstleistern. Man wird ausgebeutet und
es bringt einen rein gar nicht vorwärts. Im Gegenteil verblödet man
sogar noch. Sucht euch einen richtigen Job. Ist doch heute schon das
Hobby von jedem BWLer mit Vordiplom eine Ingenieurverkaufsbude
aufzumachen.
Wenn man ehrlich ist: Den Kunden von Dienstleistern bringt diese ganze
Dienstleisterei eigentlich auch nichts. Die hauen nur ihr Know-How raus
und zahlen viel nur für die Möglichkeit niemanden fest einstellen zu
müssen (der das Know-How behalten und weiterentwickeln kann). Das wird
sich erst in vielen Jahren rächen.
Man ist da als Ingenieur der Dumme: Der Chef der Bude läßt sich vom
Preis oder den Stunden vom Kunden drücken um den Auftrag zu bekommen und
ihr müßte das ausbaden (Chef und Kunde freuen sich, ihr habt die
Arschkarte). Glaubt ja nicht, dass man euch bei Zeitplänen vorher fragen
wird ob das möglich ist, aber Überstunden zur Not auch Samstags und
Sonntags zu machen, da wird man euch fragen. Ich spreche aus Erfahrung.
Laßt diese Dienstleisterei trocken laufen, sucht euch richtige Jobs.
@Zerspanner aka Heiner
Also hast du gar nicht studiert?
Oder denkst du dir grad wieder nur mal eine fiktive Figur aus, damit du
Aufmerksamkeit bekommst.
Wir wissen ja, dass du als Heiner, Zuckerle, Zocker, DrTech und
Zerspanner unterwegs bist.
Dachschaden²
klaus schrieb:> Laßt diese Dienstleisterei trocken laufen, sucht euch richtige Jobs.
Stimmt, ein Dienstleisterjob ist aber erstmal besser als gar keiner oder
zu hartzen.
Wichtig (!) ist aber den Arsxx hoch zu kriegen und sich weiter zu
bewerben.
Bei Dienstleistern sind die großen Namen eher besser, die haben mehr
Kontakte, wenn ein Projekt mal ausläuft als die kleinen Leihbuden mit
teilweise unter 100 Mitarbeitern (Finger ganz ganz weit weg).
Ich schrieb:> Bei Dienstleistern sind die großen Namen eher besser, die haben mehr> Kontakte, wenn ein Projekt mal ausläuft als die kleinen Leihbuden mit> teilweise unter 100 Mitarbeitern (Finger ganz ganz weit weg).
Nein, die Großen sind drauf aus im Einkauf (billige Leute einfangen) die
Konkurrenz der anderen großen Zeitarbeitsfirmen zu unterbieten.
Spezialisierte Dienstleister sind da oft die bessere Wahl. Die kennen
die Fähigkeiten der "Sklaven" und die Nachfrage der Kunden. Da gelingt
es guten Personaldisponenten den Preis höher durchzudrücken als bei den
Massendienstleistern. Finger weg allerdings von den üblen
Zeitarbeitsfirmen, wo Frauen die "Chefin" sind. Die sind eher
Sklavenhalterinnen, die nur ihre Gier (Geld ist da der größte
Lustersatz) stillen wollen!
D. I. schrieb:> Heineralarm schrieb:>> Heiner, Zuckerle, Zocker, DrTech und>> Zerspanner>> Sind nicht alles dieselben, das sollte man aber auch bemerken.
Sind alle bescheuert, das reicht mir.
Ich bin halt nicht Dauergast hier, das wäre mir zu viel Schwachsinn.
Marx W. schrieb:> Spezialisierte Dienstleister sind da oft die bessere Wahl.
Nenne da doch mal ein paar Namen.
Wenn die so spezialisiert sind, dürfte das kein Problem sein.
Dienstleister ist da sehr strapaziert.
Es gibt spezialisierte Dienstleister, die haben mit AÜG nichts am Hut.
Zerspaner schrieb:> ...> Bekannte von mir die studiert haben, ...> Als Leihingenieur haben sie die Schulden dann mit Anfang 30 vllt.> abbezahlt, wenn ich mein saniertes Haus schon in bar bezahlt habe.> Dann steht der Leihingenieur gerade mal bei NULL ...>> Leute mit guten Abschlüssen von der Realschule wollen heute> alle Abi machen, Abiturienten alle studieren. So bleibt für eine> betriebliche Ausbildung leider immer mehr nur schlechtere Bewerber> übrig. Somit kann man mit dem Potential, das man benötigen würde ein> durchschnittlicher Ing zu werden, Top Facharbeiter oder Meister werden!
Das sind sehr vernünftige Überlegungen!
Von Bekannten, die Azubis suchen, höre ich oft Klagen, daß sie keine
guten Schulabgänger bekommen. Die Leute wollen alle auf weiterbildende
Schulen gehen. Was auch nicht verwunderlich ist, weil massiv dafür
geworben wird. Nur die leistungsschwachen Schüler entscheiden sich
(notgedrungen) für eine Berufsausbildung. Diese Leute haben häufig auch
noch persönliche Defizite: unpünktlich, frech, lustlos, keine Disziplin,
wenig Ausdauer, meistens Geldprobleme, etc.
Diese Situation bietet gute Chancen für gute Leute!
Wer Talent und Interesse hat für Theorie und Praxis soll nicht die
"Schullaufbahn" wählen, sondern eine Ausbildung und anschließend
nützliche Fortbildungen absolvieren - und dies wenn irgend möglich
nebenberuflich.
Die 3 Hauptrichtungen sind:
- Führungsposition i. d. Produktion (Meisterschule)
- Technik (Technikerschule)
- Betriebswirtschaft (Fachwirt, Betriebswirt, bei IHK, VWA, ...)
Überlegenswert ist eine Mischung aus Technik und BWL.
Unbedingt vorher mit Vorgesetzten, Personalchef, Leiter Aus- und
Fortbildung, IHK, Berufsberatern, etc. abklären, wo Bedarf besteht!
Zuckerle, Du bis noch ein Altfall (Besitzstandswahrer) ;)
Für Dich: 8.000 € netto * 14 = 112.000 € netto p.a.
Die o.g. Beispiele gelten für Jungsters :))
> Autor: Jo S. (joo)> Datum: 05.07.2013 14:05
Bin schon wieder nicht dabei !
Wo hast du die Zahlen den her ?
Könnten aus der Bildzeitung sein !
Bei Leihbuden und Sklavenhändlern müssen diese Zahlen nach unten
korrigiert
werden.
Zocker_09 schrieb:> Bei Leihbuden und Sklavenhändlern müssen diese Zahlen nach unten> korrigiert> werden.
Stimmt, die zahle ja auch nicht nach einem echten Tarif, sondern
"übertariflich" oder AT - Außerhalb eines "echten" Tarifes, also eher
christlich. - Geben ist seeliger als Nehmen.
@ Jo S.
Deine Zahlen sind interessant und stammen eindeutig aus einem
IGM-Biotop. Nur sind sie leider viel zu optimistisch!
Die Lohn-Steigerungen durch mehr oder weniger automatischen Wechsel in
eine höhere ERA-Stufe finden in der Realität so nicht statt. Vielmehr
bleibt man oft dauerhaft in der gleichen ERA-Stufe, sofern man keine
neuen Aufgaben bekommt oder wechselt. Lediglich die Leistungszulage
steigt.
Die von dir genannten Gehälter sind vielleicht in den absoluten
Top-Firmen wie Audi, BMW, Porsche oder Airbus möglich. Beim "normalen"
IGM-Betrieb wird man solche Steigerungen nicht finden. Und wenn ich von
"normal" spreche, rede ich von großen Zulieferern wie ZF, Bosch oder
Continental. Unterhalb dieser Größenordnung (~50.000 MA) wird ja kaum
noch Tarif bezahlt.
Deine Einstiegsgehälter stimmen aber sehr wohl:
Facharbeiter*: EG5a
Meister*: EG7a
Techniker*: EG8a
Bachelor*: EG9a
Master*: EG9a/10a
*) gilt jeweils für Einsteiger in Bayern,
nach 12 bzw. 18 Monaten automatischer Aufstieg in Stufe b
Ich möchte nur kurz mal schreiben, dass man auch als nicht Ing. sehr gut
weiterkommen kann. Und dennoch wirklich gutes Geld verdienen kann.
Ich bin heute 54 Jahre alt und hatte mit 18 Jahren (als
Realschulabgänger) eine Ausbildung bei einem großen Elektrokonzern
gemacht. Dort wurde ich nach Ausbildung (Fernmeldetechnik) in den
IT-Bereich übernommen. Habe in Summe 24 Monate an
Weiterbildungsmaßnahmen, bezahlt durch AG, während der ersten 4
Berufsjahre erhalten. Danach vom Außendienst in den Innendienst
(Softwareservice), im 6ten Jahr leitende Position mit 5 Mitarbeitern.
Für diese Aufgabe habe ich (auf heute 1:1 umgerechnet) rund 90.000,-
Euro im Jahr verdient.
Heute arbeite ich im Ausland bei einem sehr großen
Telekommunikationskonzern,
habe mein kleine bezahlte Farm mit 10 ha, arbeite meist von zu Hause,
privat genutzter Firmenwagen (keine kleine Kiste) und bekomme dafür
200.000,- Euro p.a. ohne Zuschläge. Und das fast steuerfrei.
Es geht! Wenn man flexibel ist!
Jo S. schrieb:> Maximale Differenz: 300.000 €
ja das stimmt so, auch wenn die Erhöhungen vielleicht nicht ganz so sind
wie von Jo S. geschildert, an der Differenz ändert sich nicht viel.
Zumal bei Stk1 schmilzt dieses mehr an Brutto auch ziemlich dahin, vor
allem wenn man es über alle Berufsjahre verteilt. Dazu kommen bei vielen
noch Schulden fürs Studium die man abziehen muss, dafür Azubi-Gehalt für
den Facharbeiter/Meister das man drauf rechnen muss, ebenso wie
Schichtzulagen die beim Arbeiter anfallen können. Mit Schicht schmilzt
der Vorsprung des Ings so ziemlich gegen Null oder geht gar ins
Negative.
Falls man nun einen IGM Facharbeiter/Meister mit einem Mittelstands-Ing
oder gar Ing beim Dienstleister vergleicht, machen letzere beiden sogar
ein erhebliches Minus. Jetzt sagt vielleicht der ein oder andere man
könne die beiden Gruppen nicht vergleichen. Ich sage man kann sehr wohl,
weil ein durchschnittlicher Ing, der jetzt nicht gerade 2 linke Hände
hat, hätte mit 16/17 ohne weiteres eine Ausbildungsstelle in einem IG
Metall Betrieb bekommen. Wie Jo S. schon sagte, gute Azubis zu bekommen
ist schwer, weil die guten meist Abi/Fachabi machen und studieren oder
in den kaufm. Bereich gehen.
aber sowas sagt einem ja keiner mit 16/17 sondern da bekommt man überall
zu hören "studieren lohnt sich immer, Abitur auch" oder "je mehr Du
gelernt hast je einfacher verdienst Du später mal Dein Geld" oder
"Akademiker werden immer gut verdienen und in Zukunft noch viel mehr,
Facharbeiter haben später mal eh keine Chance"
Und nun fühlst dich doch verarsch, Heiner?
Als Gebrauchs-Informatiker (FH) hättest du vllt wirklich lieber eine
gute Techniker-Ausbildung machen sollen.
Dumm gelaufen! ;)
Andi schrieb:> Als Gebrauchs-Informatiker (FH) hättest du vllt wirklich lieber eine> gute Techniker-Ausbildung machen sollen.
ich sag mal so, die meisten Ingenieure und Informatiker in der freien
Wirtschaft sind Gebrauchsingenieure/-Informatiker.
daher gilt dein gesagtes im Prinzip für die Meisten.
OutofGermany schrieb:> Ich möchte nur kurz mal schreiben, dass man auch als nicht Ing. sehr gut> weiterkommen kann.
Man kann auch als Schulabbrecher Milliardär werden. Es hängt eben
meistens nicht von der Ausbildung ab, sondern eher von Talent und
Charakter. Wobei es schon so ist, dass talentierte Menschen auch
tendenziell eher einen höheren Abschluss anstreben.
@outofgermany
Interessante Geschichte! Wie bist du dort gelandet?
Zum Thema Facharbeiter/Meister- vs. Ingenieurlaufbahn:
Es ist richtig, dass Facharbeiter in Konzernen sehr gut verdienen wie
die Ingenieure auch. Große Firmen zahlen einfach gut.
Das Problem ist viel mehr, dort überhaupt reinzukommen. Wenn du als
Azubi bei so einem Konzern anfängst und dich weiterbildest und zwar
immer schön nebenberuflich, dann kannst du ein sehr gutes Leben haben.
Als Externer schaut die Geschichte ganz anders aus. Meister oder
Techniker werden von Großkonzernen sowieso nicht eingestellt. Die nehmen
nur die Akademiker und sind auch da noch extrem wählerisch.
Bei den Facharbeitern läuft die Einstellung eigentlich nur noch über die
Zeitarbeitsschiene: Der Facharbeiter kommt per Zeitarbeit in die Firma
und wird bei "guter Führung" übernommen. Er kann sich bei der Bewerbung
noch nicht mal sicher sein, wo er überhaupt landet, da Zeitarbeitsfirmen
den Kunden in der Job-Anzeige nicht nennen müssen (sollte man eh
vorschreiben). Und eine spätere Übernahme vom Kunden ist sowieso nicht
garantiert. Der Arbeitsmarkt ist hier das reinste Glücksspiel.
Lustig finde ich immer Medienberichte von wirtschaftlichen
Boom-Regionen, weil ein Großkonzern dort ein Werk hat o. ä. Der
Durschnittsarbeitnehmer (egal ob Facharbeiter, Techniker oder Ing.)
kommt da sowieso nicht rein. Ein paar Überflieger werden eingestellt und
der Rest kommt per Zeitarbeit/Dienstleister.
Schaut mal, wie viele Facharbeiter Siemens oder BMW oder Daimler oder
BASF gerade suchen. Das sind Firmen mit z. T. >100.000 Mitarbeitern.
Echt lächerlich was dort abgeht.
Eine Geschichte wie die von "outofgermany" ist die absolute Ausnahme.
Ohne das richtige Zeugnis oder die 110 % Qualifikation geht in Dtl. nix
mehr. Quereinstieg? Ausgeschlossen!
es ist wirklich sehr interessant was hier zum teil steht.
***********************************************************
zum Thema Facharbeiter vs. Akademiker, naja ich habe schon vor dem
Studium und Abi gewusst, das sich die Akademikerlaufbahn erst nach
einigen Jahren Berufserfahrung auszahlt, somit ist das auch io. -ok
damals glaubten wir alle auch noch an den Fachkräftemangel, stabilen
Euro, und gadafi war noch geschätzter gast in unseren breiten.
das sich hier einige Facharbeiter damit brüsten gleich oder mehr als
jung- Inges zu verdienen, sei euch gegönnt. das meine ich ernst und sage
das nicht aus politischer Korrektheit. mehr aber auch nicht! Hier wird
der Bogen eindeutig überspannt. die Meister/Techniker die auf Grund
eigener Leistung und selbstständiger Fortbildung heute in Ing.
Positionen sitzen hiervon mal ausgenommen:
Es ist auch absolut lächerlich wie hier einige versuchen ihre niedrige
Bildung mit guten Noten in der (o-ton:) Realschule und Berufsschule
schönzureden mit der Intention sich besonders intellektuell zu
verkaufen, nur weil man aufs gleiche Netto kommt sind wir nicht gleich!
Glückwunsch: sie haben es geschafft keine 15-jährige zu schwängern, sind
nicht besoffen in eine Polizeiwacht gerast, wurden nicht beim verticken
erwischt und haben es innerhalb von 3 bis 4 Jahren Leere, ähmn Lehre -
so schreibt man das richtig- geschafft zu kapieren, dass der Meister
immer recht hat und im Zweifel alle anderen am eigenen versagen schuld
sind, nicht das man kein Rückgrat hat, braucht man dieses ja um schwere
Sachen durch die Gegend zu tragen, es ist einfach viel einfacher solange
Blödsinn zu verzapfen, zeit zu schinden, bis die nächste Schicht anfängt
und wer anders die Probleme löst.
langsam könnten wir uns zurück zum Thema begeben. Da das "mein" Thread
ist, und hier Ingenieure was planen, in dem Fall den Berufseinstieg,
gilt fürs Handwerk das gleiche wie in der Industrie...
***************************************************
Zu den Statistiken, bitte keine Statistiken(!!!!BITTE!!!!) haben diese
für den einzelnen keine Bedeutung. Auch mein Werdegang passt bisher in
keine der aufgeführten.
Ein paar Erfahrungsberichte taugen viel mehr als irgendwelche Zahlen von
irgendwelchen nicht genannten Quellen.
Heiner schrieb:> Wer versklavt sich denn schon freiwillig? Hast Du etwa keine Eier in der> Hose und/oder bist ein Minderleister?
hmn... Dieser Satz hat Substanz. mieser Abschluss hin oder her, es wird
trotzdem bei gescheiten Unternehmen beworben. Mein Bewerbungsverfahren
ist mittlerweile auch bisschen besser. Hoffe ich doch mal. Meine
Deathline zum Monatsende ist eh vorbei (drei Wochen Zeit, die Nummer ist
durch), ergo bin eh schon gefickt, da kann man dann auch mehr riskieren.
Manch eine verirrte Seele fragt sich in sturmumtoster Nacht ob sie ihr
Fell über Dienstleister zu Markte tragen müsse; gleich des feudalen
Bauern oder schlimmer gar des Negersklavens Joch. So höret, den kundtun
will ich nun: Gar nie lasset euch mit dem Geschmeiß des garst’gen
Dienstleisters ein! Denn wie der Zeck den Odem des Siechtums sät, macht
er euch anämisch, bucklig und tumb. So trutzet geharnischt der fahlen
Fratze des Menschenkrämers! Wohlan, Gesell, fechte voran für einen Sold
der dir ansteht und der dem Dienstleister die Totenblässe ins Gesichte
treibt, auf das er wie die graue Maus in den kargen Mauerspalt
entschwinde.
Ömer schrieb:> Gar nie lasset euch mit dem Geschmeiß des garst’gen> Dienstleisters ein!
Sag ich doch immer.
Zur Entscheidungsfindung Liste mit zwei Spalten positive und negative
Eigenschaften auf stellen, und dann für sich entscheiden. Es sollte
nicht Null positive Eigenschaften geben, und 100% negative
Eigenschaften.
Hat die Bäckereiverkäuferin um die Ecke mehr raus, als man als Ingenieur
mit evtl. auch noch Verantwortung in 700km Entfernung brutto mitsamt
Reisen und Unterkunft all inclusive bekäme, läßt man es. Nur zum
Beispiel. Da kann ein Regaleinräumerjob an seinem Wohnort unter
Umständen besser sein. Die Randbedingungen kann sich jeder anhand seiner
eigenen Situation leicht selbst erstellen.
Einfach eine Positiv-Negativ-Liste aufstellen, und schauen.
Wilhelm Ferkes schrieb:> Hat die Bäckereiverkäuferin um die Ecke mehr raus, als man als Ingenieur> mit evtl. auch noch Verantwortung in 700km Entfernung brutto mitsamt> Reisen und Unterkunft all inclusive bekäme, läßt man es. Nur zum> Beispiel. Da kann ein Regaleinräumerjob an seinem Wohnort unter> Umständen besser sein. Die Randbedingungen kann sich jeder anhand seiner> eigenen Situation leicht selbst erstellen.
was war das den für ein Laden? bei guten Leihfirmen kriegt man mit
Reisezeit, paar Überstunden und 5Jahre BE auch seine 60k+. Klar das ist
nix gegen den Verdienst eines Zockers, aber erheblich mehr als eine
Verkäuferin hat.
Achso, Spesen gibts auch noch + bezahlte Unterkunft.
mich würd daher echt interessieren was das für ein Laden war!
Endwiggler schrieb:> Achso, Spesen gibts auch noch + bezahlte Unterkunft.>> mich würd daher echt interessieren was das für ein Laden war!
Das ist normal bei Ingenieurdienstleistern.
A 60k€+ brutto komme ich auch hin mit ein paar Überstunden, habe keine
Reisezeit die bezahlt werden könnte, Hotelkosten fallen auch flach.
Aber das mit den Reisekosten bei entfernteren Einsätzen ist bei den
meisten Ingenieurdienstleistern ein Kapitel für sich.
Statt zu fragen was für ein Laden das war, würde mich eher
interessieren, welcher Dienstleister vernünftige Reisekosten zahlt.
- Hotel bzw. vernünftige Unterkunft (möbliertes Appartment)
- Verpflegungsmehraufwand
- Reisekosten /-zeit vom zB: Einstellungsort zum Einsatzort
- regelmäßige bezahlte Heimfahrten
Die Namen dürfen hier sicher lobend erwähnt werden.
Endwiggler schrieb:> mich würd daher echt interessieren was das für ein Laden war!
Ja das ist mir klar. Es gibt Leihbuden, die z.B. Sklaven zu Siemens
verleihen. Mal München, mal Erlangen, mal Bamberg, in verschiedene
Sparten, aber es ist immer gleich. Genau bei denen bekam ich das
Topgebot: 25k€ Jahresbrutto. Ich wäre ja arbeitslos, also auf dem
absoluten Gefrierpunkt, und da müsse man eben in den saueren Apfel
beißen, usw. ... ;-) Man versucht also mit meiner Situation zu
spekulieren. Vielleicht spielt ein anderer Dummer mal mit, aber nicht
ich. Es gibt bestimmt noch genug davon.
Denn: Jeden Tag steht irgendwo ein Dummer auf. Man muß ihn nur
einfangen.
Ich schrieb:> Statt zu fragen was für ein Laden das war, würde mich eher> interessieren, welcher Dienstleister vernünftige Reisekosten zahlt.> - Hotel bzw. vernünftige Unterkunft (möbliertes Appartment)> - Verpflegungsmehraufwand> - Reisekosten /-zeit vom zB: Einstellungsort zum Einsatzort> - regelmäßige bezahlte Heimfahrten
alle mir bekannten, großen IT Beratungen, wie z.B. Accenture, Bearing
Point, SD&M, Capgemini, wenn man diese noch zu den Dienstleistern zählt,
es sind ja im Prinzip IT Dienstleister. Ein IT Berater ist dort sehr
oft auch nichts anderes als ein normaler Entwickler, der vor Ort beim
Kunden auf Zeit tätig ist, also im Prinzip durchaus vergleichbar von der
Tätigkeit her wie bei Ferchau oder so. Nur halt mit guter Unterkunft,
Spesen, bezahlte Heimfahrten, ggf. auch bezahlte Reisezeit bzw.
zumindest zum Teil. Natürlich ohne Gewähr, aber die Leute die bei
solchen Firmen arbeiten sind monetär eigentlich ganz zufrieden, der ein
oder andere ist höchstens auf Dauer etwas gestresst durch das Reisen.
Endwiggler schrieb:> alle mir bekannten, großen IT Beratungen, wie z.B. Accenture, Bearing> Point, SD&M, Capgemini, wenn man diese noch zu den Dienstleistern zählt,> es sind ja im Prinzip IT Dienstleister.
Mit IT-Beratungen hatte ich noch nichts zu tun, aber das sind zumindest
schon mal ein paar Namen.
Ich schrieb:> Mit IT-Beratungen hatte ich noch nichts zu tun, aber das sind zumindest> schon mal ein paar Namen.
viele von denen arbeiten z.B. bei großen Autohersteller als externe
Entwickler und machen an sich was ähnliches wie jemand von Ferchau und
Co.
d.h. es sind keine klassischen Berater, sondern an sich Entwickler, die
halt als Berater verkauft werden. Mal andersrum gefragt: wie ist das
mit den Reisekosten, Unterkunft, und Reisezeit bei Ferchau, Brunel,
Bertrand und Co. so geregelt?
weil Du schriebst ja:
Ich schrieb:> Hotel bzw. vernünftige Unterkunft (möbliertes Appartment)> - Verpflegungsmehraufwand> - Reisekosten /-zeit vom zB: Einstellungsort zum Einsatzort> - regelmäßige bezahlte Heimfahrten
klingt ja, als wäre das alles nicht selbstverständlich. Wie darf ich mir
das vorstellen? wird man z.B. 4 Monate weit weg geschickt und bekommt
nicht eine Heimfahrt bezahlt? und wo übernachtet man? in der
Jugendherberge oder unter der Brücke? oder muss man das gar aus eigener
Tasche bezahlen?
Endwiggler schrieb:> Wie darf ich mir> das vorstellen? wird man z.B. 4 Monate weit weg geschickt und bekommt> nicht eine Heimfahrt bezahlt? und wo übernachtet man? in der> Jugendherberge oder unter der Brücke? oder muss man das gar aus eigener> Tasche bezahlen?
Ein Unternehmen bezahlt nach Entfernung,
zB: 200km in den raum Frankfurt
Da gibt es 200€/netto pro Monat oben drauf, das wars.
Die erste Hin und letzte Rückfahrt wird bezahlt (keine Reisezeit)
Das steigert sich, je nach Entfernung bis max.500€ für 500km.
Eine andere Firma zahlt nix, das Gehalt, bzw. die Einsatzzulage wird
jedesmal ausgehandelt.
Manche Firmen äußern sich gar nicht oder sagen sowas wie, ja, das regel
wir schon, da machen Sie sich mal keine Sorgen...
Andere zahlen alle Hotelkosten 3Sterne+, Mehrverpflegungsaufwand, keine
Resiezeit, Heimflüge, wenn billiger als Hotel, dafür ist das Gehalt eher
dürftig (30k€/a exclusive Reisekosten europaweit einsetzbar).
So etwas vernünftiges ist mir noch nie untergekommen, zumindest bei
Dienstleistern.
Deshalb die Frage, wo sind die Ingenieurdienstleister mit einer
vernünftigen Reisekostenregelung.
Bei 30-50km einfache Entfernung brauche ich nicht über sowas zu
diskutieren.
Ich schrieb:> Das steigert sich, je nach Entfernung bis max.500€ für 500km.
also wenn ich das richtig verstehe, würde man 500 Euro Fahrt- UND
Unterkunftskosten ZUSAMMEN bekommen? wenn ja ist das Ausbeute pur.
Ich schrieb:> Andere zahlen alle Hotelkosten 3Sterne+, Mehrverpflegungsaufwand, keine> Resiezeit, Heimflüge, wenn billiger als Hotel, dafür ist das Gehalt eher> dürftig (30k€/a exclusive Reisekosten europaweit einsetzbar).
ebenso Ausbeute. Obige IT Dienstleister zahlen ein erheblich höheres
Gehalt plus das was du gerade aufgezählt hast, Mittelklassehotel,
Verpflegungsmehraufwand, wöchentliche Heimreise.
Jo S. schrieb:> Unbedingt vorher mit Vorgesetzten, Personalchef, Leiter Aus- und> Fortbildung, IHK, Berufsberatern, etc. abklären, wo Bedarf besteht!
Für den Pöpel der ja nur eine Ausbildung gemacht hat, würde ich nicht
auf wohlwollende kompetente Beratung aus dieser Richtung hoffen. Und
auch nicht auf einem Betriebsrat (sorry ich meine das jetzt nicht böse
gegen Dich - aber der fehlte noch für diese Aufzählung).
Wenn man wirklich denkt, man hat mehr Potential als den "nur"
abeschlossenen Ausbildungsberuf und man will wirklich mehr machen als
das. In meinen Augen würde ich da jeden raten es einfach auszutesten,
sei es Studium oder Techniker-Schule. Auf die Vorgesetzten o.a. sollte
man da nicht hören müssen. Es wäre zwar nett, wenn derartige
Fortbildungen unterstützt werden, aber wenn nicht sollte man sich selbst
darum kümmern.
necker schrieb:> das sich hier einige Facharbeiter damit brüsten gleich oder mehr als> jung- Inges zu verdienen, sei euch gegönnt. das meine ich ernst und sage> das nicht aus politischer Korrektheit. mehr aber auch nicht! Hier wird> der Bogen eindeutig überspannt. die Meister/Techniker die auf Grund> eigener Leistung und selbstständiger Fortbildung heute in Ing.> Positionen sitzen hiervon mal ausgenommen:>> Es ist auch absolut lächerlich wie hier einige versuchen ihre niedrige> Bildung mit guten Noten in der (o-ton:) Realschule und Berufsschule> schönzureden mit der Intention sich besonders intellektuell zu> verkaufen, nur weil man aufs gleiche Netto kommt sind wir nicht gleich!
Ich habe dieses Gleichgefühl aber aus keinem Beitrag wirklich
herauslesen können. Aber Du scheinst da irgendwie Komplexe zu haben und
dich da abheben zu müssen, woher kommt das?
Ich kapiere gar nicht worauf Du mit deinem Satz "Ich habe wenig Lust
drauf mich von Praktikanten plöd von der Seite anmachen zu lassen, oder
mir Arbeit von irgend Techniker - Meistergesockse aufbrummen zu lassen."
überhaupt hinaus willst. Fühlst Du dich immer herabgesetzt wenn Dir
jemand was erklärt? oder haben Sie dir in der Fleischerei immer die
Innereien in den Gummistiefel getan?
Also waren die primitiven Leute einfach nur so pöse zu dir?
Jetzt mal ehrlich, solltest Du mit so einer Einstellung jetzt wirklich
mal gegenüber anderen arbeitetenden Menschen weisungsbefugt sein, wirst
Du wohl sehr viel falsch machen und sicherlich nicht erfolgreich sein.
Endwiggler schrieb:> also wenn ich das richtig verstehe, würde man 500 Euro Fahrt- UND> Unterkunftskosten ZUSAMMEN bekommen? wenn ja ist das Ausbeute pur.
bei 500km+ ja - bei 200km Entfernung eben nur 200€ netto
Ich habe da mal zurückgefragt, ob 200€ als Beispiel für Frankfurt in
deren Augen halbwegs kostendeckend sind - ausweichende Antwort.
Da hier alle großen Ingenieurdienstleister mitlesen
Hallo Ferchau Brunel M-plan IKS-Engineering Hays euro-engineering
Randstad
Wie regelt Ihr das?
Mensch, macht doch mal Werbung für eure Unternehmen, es herrscht doch
Fachkräftemangel (rotfl).
Ich schrieb:> bei 500km+ ja - bei 200km Entfernung eben nur 200€ netto> Ich habe da mal zurückgefragt, ob 200€ als Beispiel für Frankfurt in> deren Augen halbwegs kostendeckend sind - ausweichende Antwort.
ist das echt so krass? von wegen Entfernung 300km, dann kriegt man 300
Euro netto mehr im Monat? und muss zusehen wo man bleibt? wer z.B. in
Karlsruhe wohnt, bekommt 300 Euro netto mehr wenn er in München
eingesetzt wird und darf dort dann schauen wo er mit seinen 300 Euro
übernachten darf? da kriegt man teils nicht mal ein WG Zimmer dafür und
muss sich noch mit zig anderen beim WG Casting darum bewerben, wo sicher
Studenten den Vorzug bekommen. Dazu noch Fahrtkosten. Ok da fällt mir
nix mehr ein. Da frag ich mich eins, wo ist da nun genau der Unterschied
zwischen Sklavenhändler, die damals Sklaven gegen Kamele verkauft haben?
Ok ja richtig, der Ingenieur tut das ja freiwillig ...
Endwiggler schrieb:> Ok ja richtig, der Ingenieur tut das ja freiwillig ...
Es kann ja etwas nachverhandelt werden, aber das ist doch nicht Sinn der
Sache. Wenn ich als Ingenieur bereit bin bundesweit und darüber hinaus
zu arbeiten, sollte sowas kein Thema sein.
Ich bin ein Mensch und kein Tiefkühlgeflügel, das man durch die Gegend
karren kann, wobei das Tiefkühlhuhn nichts für den Transport zu zahlen
hat.
Klaus I. schrieb:>> Es ist auch absolut lächerlich wie hier einige versuchen ihre niedrige>> Bildung mit guten Noten in der (o-ton:) Realschule und Berufsschule>> schönzureden mit der Intention sich besonders intellektuell zu>> verkaufen, nur weil man aufs gleiche Netto kommt sind wir nicht gleich!>> Ich habe dieses Gleichgefühl aber aus keinem Beitrag wirklich> herauslesen können.
Also ich schon! Es ist dieses "lange Nase drehen": "Ätsch bätsch - ich
musste nicht lange studieren ohne Geld zu verdienen und vielleicht noch
Schulden zu machen... Ich verdiene aber trotzdem gleich oder sogar mehr
als Du... Ich kann mir ein Haus in bar kaufen, während Du noch
finanziell rumkrebst" usw.
Genau das ist der Grundtenor solcher Beiträge. Fehlt eigentlich nur noch
das Gehabe, dass man als z.B. Techniker eh viel mehr von der Praxis
wüsste als so ein dummer Ingenieur von der Hochschule.
Also ich sehe die Minderwertigkeitskomplexe eher bei diesen Leuten, die
meinen ihre niedrige Bildung mit Geld und Angeben kompensieren zu
müssen.
Heiner schrieb:> Klaus I. schrieb:>> Ich habe dieses Gleichgefühl aber aus keinem Beitrag wirklich>> herauslesen können.>> Also ich schon! Es ist dieses "lange Nase drehen": "Ätsch bätsch - ich> musste nicht lange studieren ohne Geld zu verdienen und vielleicht noch> Schulden zu machen... Ich verdiene aber trotzdem gleich oder sogar mehr> als Du... Ich kann mir ein Haus in bar kaufen, während Du noch> finanziell rumkrebst" usw.
So Pimmelvergleiche gibts hier doch ständig von allen Seiten. Irgendwie
überlese ich soetwas einfach...
Da war ich wirklich etwas unachtsam mit meiner Wortwahl, entschuldige
bitte. Ich habe auch gerade nochmal durchgescrollt und tatsächlich
soetwas gelesen.
> Genau das ist der Grundtenor solcher Beiträge. Fehlt eigentlich nur noch> das Gehabe, dass man als z.B. Techniker eh viel mehr von der Praxis> wüsste als so ein dummer Ingenieur von der Hochschule.
Natürlich sollte ein Techniker wenn er immer im Betrieb war, mehr von
der praktischen Seite wissen als ein Einsteiger-Ingenieur. Da fehlt ja
nur noch das Gehabe, dass ein Einsteiger-Ing. immer mehr weiß als ein
simpler Techniker ;-)
> Also ich sehe die Minderwertigkeitskomplexe eher bei diesen Leuten, die> meinen ihre niedrige Bildung mit Geld und Angeben kompensieren zu> müssen.
Jetzt komme ich wiederum nicht ganz mit, was hat Geld und Angabe mit
niederer Bildung zu tun?
Bei der Lösung konkreter Probleme in der wirklichen Arbeitswelt nerven
mich hauptsächlich nur Leute, die ihren wirklichen Wissenstand nicht
selbst kritisch einschätzen können/wollen.
Noch mehr nerven mich nur anderer Versager, die den Minderqualifizierten
nur immer zustimmen um den Nimbus des Akademikers/des einfachen
Arbeiters weiter zuerhalten.
Wenn Du der Meinung bist, mit Geld usw. wollen die einfachen
Techniker/Meister angeben usw. Dann stimmt das vermutlich in den meisten
Fällen.
Ich würde aber auch behaupten, dass Ingenieure, die immer auf
offensichtliche Unterschiede rumreiten, wie eine "höhere Bildung"(tm)
selbst anscheinend unsicher sind.
Wozu diese Wortgefechte? Was ich wirklich wert bin zeigt sich in meiner
täglichen Arbeit und nicht in den Pimmelvergleichen mit Berufsanfänger
in diesem Board, egal ob akademisch oder nicht.
Klaus I. schrieb:>> Genau das ist der Grundtenor solcher Beiträge. Fehlt eigentlich nur noch>> das Gehabe, dass man als z.B. Techniker eh viel mehr von der Praxis>> wüsste als so ein dummer Ingenieur von der Hochschule.>> Natürlich sollte ein Techniker wenn er immer im Betrieb war, mehr von> der praktischen Seite wissen als ein Einsteiger-Ingenieur. Da fehlt ja> nur noch das Gehabe, dass ein Einsteiger-Ing. immer mehr weiß als ein> simpler Techniker ;-)necker schrieb:> die Meister/Techniker die auf Grund> eigener Leistung und selbstständiger Fortbildung heute in Ing.> Positionen sitzen hiervon mal ausgenommen:
;)
Klaus I. schrieb:>> Also ich sehe die Minderwertigkeitskomplexe eher bei diesen Leuten, die>> meinen ihre niedrige Bildung mit Geld und Angeben kompensieren zu>> müssen.> Jetzt komme ich wiederum nicht ganz mit, was hat Geld und Angabe mit> niederer Bildung zu tun?
Theroie: Hoher Abschluss, viel Geld. Hauptschule = arm.
Praxis: http://www.geissens.de/ueber-uns/la-famiglia/robert-geiss/
hmn....
Klaus I. schrieb:> Noch mehr nerven mich nur anderer Versager, die den Minderqualifizierten> nur immer zustimmen um den Nimbus des Akademikers/des einfachen> Arbeiters weiter zuerhalten.
Amen
Da die Fahrtkosten ja teils erheblich ins Gewicht fallen. Kann man trotz
Fahrkostenzulage vom Arbeitgeber (also z.Bsp 25 Cent pro per Auto
gefahrenen Kilometer) die Kilometerpauschale hinterher bei der Steuer
geltend machen?
KING_OF_IBN schrieb im Beitrag #3234951:
> Ein anderer wurde Sozialpädagoge und lebt> mit 2 Kindern in einer 3 Zimmer WHG einer Mietskaserne. Wer aber> Ingenieur ist und nichts draus macht und lieber zum Dienstleister geht> ist selber schuld.
Wahrscheinlich ist der glücklicker als Du, Heiner. =)
KING_OF_IBN schrieb im Beitrag #3235060:
> Zocker_09 schrieb:>> Wahrscheinlich ist der glücklicker als Du, Heiner. =)>> wer ist Heiner?
Du bist unglaubwürdig.
ups schrieb:> @ Jo S.>> Deine Zahlen sind interessant und stammen eindeutig aus einem> IGM-Biotop. Nur sind sie leider viel zu optimistisch!
Optimistisch? Ich habe bereits die Verschlechterungen durch ERA
berücksichtigt: niedrigeres Einstiegsgehalt, gedrosselte
Gehaltsentwicklung, kaum noch Chancen in den AT-Bereich zu gelangen.
> Die Lohn-Steigerungen durch mehr oder weniger automatischen Wechsel in> eine höhere ERA-Stufe finden in der Realität so nicht statt. Vielmehr> bleibt man oft dauerhaft in der gleichen ERA-Stufe, ...>
Wer auf "automatische" Gehaltserhöhungen wartet, wartet lange.
Wenn man mehr haben will, muß man schon etwas dafür tun!
> Die von dir genannten Gehälter sind vielleicht in den absoluten> Top-Firmen wie Audi, BMW, Porsche oder Airbus möglich. Beim "normalen"> IGM-Betrieb wird man solche Steigerungen nicht finden. Und wenn ich von> "normal" spreche, rede ich von großen Zulieferern wie ZF, Bosch oder> Continental.
Eine "normale" Laufbahn bei Bosch für einen Master bzw. Dipl. (Univ) in
BaWü: Einstieg mit EG 13 (ERA) und nach 3 - 5 J. BE EG 15
(4.600 € Grundgehalt plus 15% LZ = 5.300 € / 70.000 € p.a.)
> Deine Einstiegsgehälter stimmen aber sehr wohl:
Bayern:
> Facharbeiter*: EG5a> Meister*: EG7a> Techniker*: EG8a> Bachelor*: EG9a (= 3.600 plus LZ)> Master*: EG10a (= 4.000 plus LZ)
Einstiegsgehälter vor ERA:
Bayern
Dipl.-Ing. (Univ) 1. bis 4. Jahr
Gehaltsgruppe VI/1: 4.090 € plus 9% LZ = 4.460 € (59.000 € p.a.)
Gehaltsgruppe VI/4: 4.600 € plus 12% LZ = 5.150 € (68.000 € p.a.)
In der Regel nach 2 J. Aufstieg in Gehaltsgruppe VII:
Gehaltsgruppe VII/1: 4.700 € plus 11% LZ = 5.200 € (69.000 € p.a.)
Gehaltsgruppe VI/4: 5.250 € plus 13% LZ = 5.900 € (78.000 € p.a.)
Bei durchschnittl. Leistung wechselte man nach 8 J. in den
AT-Bereich: d.h. max. Tarifgehalt plus 20%
(5.250 € plus 18% LZ = 6.200 €) + 20% = 7.400 € (89.000 € p.a.)
Gehaltsgruppen (nicht ERA) für Bayern:
http://www.igmetall-bayern.de/metall-elektro/
necker schrieb:> Klaus I. schrieb:> necker schrieb:>> die Meister/Techniker die auf Grund>> eigener Leistung und selbstständiger Fortbildung heute in Ing.>> Positionen sitzen hiervon mal ausgenommen:>> ;)
Den Satz habe ich schon registriert ;o)
> Da die Fahrtkosten ja teils erheblich ins Gewicht fallen. Kann man trotz> Fahrkostenzulage vom Arbeitgeber (also z.Bsp 25 Cent pro per Auto> gefahrenen Kilometer) die Kilometerpauschale hinterher bei der Steuer> geltend machen?
Im Prinzip schon, nur musst Du halt die erstatteten Fartkosten (gilt
natürlich für alle Werbungskosten, was der Arbeitgeber erstattet hat
wurde ja nicht von dir aufgewendet) gegenrechnen.
Wenn Du 25 Cent pro gefahrenen (einfachen) Kilometer bekommst macht das
natürlich keinen Sinn. Das übersteigt ja die Entfernungspauschale von 30
Cent pro Entfernungskilometer und Arbeitstag.
Du scheinst neu bei diesem Steuer-Thema zu sein:
Für die Fahrt von Zuhause zum ständigen Arbeitsplatz gibt es die
Entfernungspauschale.
Bei Dienstreisen mit Auto gibt es eine Kilometerpauschale.
Diese Beträge können als Werbungskosten geltend gemacht werden, sofern
der Arbeitgeber sie nicht erstattet hat.
Aber das ist eigentlich ein ganz anderes Thema und viele Fragen bleiben
offen, wenn man den konkreten Fall nicht gehört hat.
Grüsse
Klaus
KING_OF_IBN schrieb im Beitrag #3235094:
> ich bin Neider gewöhnt. Wahrscheinlich arbeitest Du beim Dienstleister> und bist frustriert.
Du bist unser Foren-Psycho aka Zuckerle usw.
Du hast mein volles Mitleid.
Rio [R.I.P.] wusste das schon immer ...
"Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
Ich verkauf dir meine Hände, ich verkauf dir meinen Kopf.
Ich versprech dir, nicht viel zu denken, und ich schau dir nicht in
deinen Topf.
Für mich bist du der Engel, der uns Armen Arbeit gibt.
Ohne dich wär ich verhungert, ich bin froh, daß es dich gibt.
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
Sklavenhändler, geh zum Telefon.
Hörst du nicht, es klingelt schon.
Und wenn ich sieben fuffzich verdiene, geb ich dir drei fuffzich ab.
Ich brauch nur was zu essen und vielleicht ein bißchen Schnaps.
Ich brauch überhaupt nicht viel Geld, denn ich bin ein schlechter
Mensch.
Ich hab mein ganzes Leben nichts gelernt, außer daß man besser die
Fresse hält.
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!
Sklavenhändler, hast du Arbeit für mich?
Sklavenhändler, ich tu alles für dich!"
Ton Steine Scherben - Song: "Sklavenhändler" - aus den 1980'ern
[watch?v=_nwqsqTEqjw] in der tube
TonSteineScherbenFan schrieb:> Und wenn ich sieben fuffzich verdiene, geb ich dir drei fuffzich ab.> Ich brauch nur was zu essen und vielleicht ein bißchen Schnaps.
Rio [R.I.P.] würde sich im Grabe herumdrehen, weil sein Songtext hier
übel verfälscht wird! Im Original singt er:
"Und wenn ich sieben fuffzich verdiene, geb ich dir drei fuffzich ab.
Ich brauch nur was zu essen und vielleicht ein bißchen Shit oder Koks
oder H."
TSS schrieb:> "Und wenn ich sieben fuffzich verdiene, geb ich dir drei fuffzich ab.> Ich brauch nur was zu essen und vielleicht ein bißchen Shit oder Koks> oder H."
Sicher? Siehe/höre:
http://www.youtube.com/watch?v=0M3TV0zuuTA
Nicht zum DL!!! schrieb:> Nicht zum DL, auf keinen Fall. Das musste beachten!
Klappt leider nicht immer.
Deshalb muss man auf ein paar Dinge achten, um nicht total verarscht zu
werden.
"TOP-Arbeitgeber" Zertifikate sind für'n Popo.
Ich schrieb:> Deshalb muss man auf ein paar Dinge achten, um nicht total verarscht zu> werden.
Wie schon öfter gesagt:
Sich eine persönliche Positiv-/Negativliste machen, und abwägen, was
geht.
Völlig sittenwidrig und so, geht eben nicht.
Nicht zum DL!!! schrieb:> Nicht zum DL, auf keinen Fall. Das musste beachten!
[ironie]
Klar, es ist bestimmt besser als junger Absolvent frisch von der
Hochschule arbeitslos zu sein, anstatt bei einem Dienstleister zu
arbeiten.
[/ironie]
Mark Brandis schrieb:> [ironie]> Klar, es ist bestimmt besser als junger Absolvent frisch von der> Hochschule arbeitslos zu sein, anstatt bei einem Dienstleister zu> arbeiten.> [/ironie]
[ironie]
Man kann auch in Würde arbeitslos sein wenn die Bedingungen gar so
schlecht sind. Sieht man doch an W.F. und M. S.
[/ironie]
Nicht zum DL!!! schrieb:> Nicht zum DL, auf keinen Fall. Das musste beachten!
Naja, aber wenn schon die DAX-Konzerne ihre eigenen Dienstleister haben,
wird es langsam schwer als Ing. in D-land noch eine reguläre Anstellung
zu bekommen!
> Jetzt fehlen eigentlich nur noch die Mediziner, aber das ist eine> heilige Kuh.
Eigentlich schaut es für Akademiker generell schlecht aus ..
Frieseure , Malermeister usw. haben da deutlich bessere Karten ..
> Autor: Dipl Ing ( FH ) (Gast)> Datum: 22.07.2013 07:28> Eigentlich schaut es für Akademiker generell schlecht aus ..
Finde ich nicht, habe eigentlich keine Probleme.
Vielleicht beim Berufseinstieg, möglich !
Nun ja, bewerbe mich auch nicht bei der Leihbude !
> Frieseure , Malermeister usw. haben da deutlich bessere Karten ..
Am besten ist eine Würstchenbude.
Marx W. schrieb:> wer mal was von der UdL ihren Ministerium wissen will, sollte sich mal> die Propaganda-site hier anschauen.> http://mangelberufe.de/>> Die wurde mit Daten des BMAS gefüttert.> Ausserdem ist jetzt die Verordnung über den Zuzug von "Fachkräften in> Mangelberufen" in Kraft getreten.> http://www.handelsblatt.com/unternehmen/mittelstand/arbeitsmarkt-fachkraefte-willkommen/8531620.html>> Also, weis garnet, warum man da nicht die NPD wählen sollte.
mal eine Frage zu der Liste: bei Facharbeitern erstellt man eine Liste
mit Mangelberufen, wo es weniger als einen Bewerber pro Stelle gibt.
Bei Akademikern gibt es auch eine Liste mit "Mangelberufen" dort aber
steht keine Bewerber/freie Stellen Relation. Ein Schelm wer böses dabei
denkt?
zumal einen echten Mangel, also weniger Bewerber als freie Stellen gibt
es gerade mal in der TOP 10 Liste bei den Facharbeitern. Auf Nummer 10
der Maschinenbautechniker mit 0,95 Bewerbern pro Stelle, was jetzt auch
kein echter Mangel ist.
einen echten Mangel gibt es wohl nur unter den Elektroinstallateuren und
CNC-Fräsern, wo es doppelt so viele freie Stellen als Bewerber gibt.
Allerdings sieht es bei den Elektrotechnikern schon anders aus, da gibt
es mehr Bewerber als Stellen. Wenn man nun arbeitslose Techniker wieder
als Elektriker arbeiten lassen würde, wäre der Mangel behoben. Einen
arbeitslosen Techniker wieder zum Elektriker "down zu graden" ist sicher
leichter als einen Ausländer hier zu integrieren, ihm Deutsch bei zu
bringen usw.
Schon TOP 7-10 sind nahezu ausgeglichen, bzw. dafür könnte man Leute aus
den Top 20-50 Berufen sehr schnell umschulen. Z.B. Schweißer mit 0,92
Bewerbern pro Stelle, man könnte sicher leicht Maschinenschlosser dazu
umschulen, wo es schon ca. 1,5 Bewerber pro Stelle gibt.
Bei vielen dieser "Mangelberufe" gibt es erheblich mehr Bewerber als
offene Stellen.
bei den Akademikern werden gar keine Bewerberzahlen genannt. Wobei dort
einige "Mangelberufe" keine Angst vor ausländischer Konkurrenz haben
müssen, insbesondere die Wirtschaftsprüfer und Steuerberater nicht.
Diese haben starke Berufsverbände, die dafür sorgen, dass nicht zu viele
Leute das StB bzw. WP Examen machen. Nur mit dem deutschen Examen darf
man in Deutschland in diesem Beruf tätig sein.
übrigens ein durchschnittlicher, ANGESTELLTER Wirtschaftsprüfer kann
sich selbst über ein Daimler oder BMW Ingenieurgehalt nur kaputt lachen.
Als Selbständiger sowieso dazu kommt, das ist Krisenrobust. Auch in
einer Krise müssen Jahresabschlüsse erstellt und Unternehmen geprüft
werden, das ist quasi genauso Pflicht wie der TÜV bei den Autos, nur
erheblich teurer.
Zitat von der Seite: http://mangelberufe.de/
Derzeit sind Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Personal zwar noch
nicht direkt zu spüren. Allerdings zeichnet sich es ab, dass zukünftig
deutlich mehr Unternehmen von dem Fachkräfteengpässen betroffen sein
werden und verstärkt passendes Personal suchen.
Zitat Ende.
hört hört!
derzeit ist also noch kein Mangel direkt zu spüren.
hab mich mal mit einem Bekannten der bei einer großen Wirtschaftsprüfung
arbeitet unterhalten über Gehälter und so weiter. Er war richtig
schockiert, wie gering selbst bei angeblich guten Firmen Gehälter für
Elektro Ingenieure und Informatiker sind. Er meinte, wenn Du bei einer
Wirtschaftsprüfung im Normalfall nach 3 Jahren nach dem Einstieg das
Wirtschaftsprüferexamen machst, und noch weitere 2-3 Jahre Erfahrung
hast und dann "nur" bei 80k gelandet bist, dann hast bei uns was
gravierend falsch gemacht.
langfristig ist sogar noch weit mehr drin. 100k die knackt dort quasi
jeder und als Selbständiger Wirtschaftsprüfer ist noch weit mehr drin.
Stundensätze von 200-300 Euro sind keine Seltenheit. Genächtigt wird nur
in den feisten Hotels und vor einer Prüfung gibt es mit dem Mandanten
meist ein exklusives Geschäftsdinner, zur "positiven Einstimmung".
Zuzug von Fachkräften aus dem Ausland haben die nicht zu befürchten,
dafür gibt es das deutsche Berufsexamina, das angeblich laut seinen
Angaben schwerer als ein technisches Studium sei ... naja wers glaubt.
Uli schrieb:> langfristig ist sogar noch weit mehr drin. 100k die knackt dort quasi> jeder und als Selbständiger Wirtschaftsprüfer ist noch weit mehr drin.> Stundensätze von 200-300 Euro sind keine Seltenheit.
Wirtschaftsprüfer stell ich mir auch als einen der spannendsten und
kreativsten Berufe aller Zeiten vor ... nicht.
Ob dein Bekannter nun mehr Ausnahme oder mehr Regel ist vermag ich nicht
zu beurteilen, aber ich kann mir nur schwerlich vorstellen aus einem
passionierten Ing./Inf. einen Bilanzschubser und Paragraphenreiter zu
machen.
Und ob die eine ruhige 35h/40h Woche schieben? Keine Ahnung.
D. I. schrieb:> aber ich kann mir nur schwerlich vorstellen aus einem> passionierten Ing./Inf. einen Bilanzschubser und Paragraphenreiter zu> machen.
So sieht's aus.
> Und ob die eine ruhige 35h/40h Woche schieben? Keine Ahnung.
Bei selbständiger Tätigkeit mit Sicherheit nicht.
D. I. schrieb:> Wirtschaftsprüfer stell ich mir auch als einen der spannendsten und> kreativsten Berufe aller Zeiten vor ... nicht.> Ob dein Bekannter nun mehr Ausnahme oder mehr Regel ist vermag ich nicht> zu beurteilen, aber ich kann mir nur schwerlich vorstellen aus einem> passionierten Ing./Inf. einen Bilanzschubser und Paragraphenreiter zu> machen.> Und ob die eine ruhige 35h/40h Woche schieben? Keine Ahnung.
darum geht es überhaupt nicht. Jeder findet was anderes spannend. Es
geht doch darum, dass gewisse Berufsgruppen es geschafft haben, sich zu
organisieren und ihren Arbeitsmarkt abzuschotten. Übrigens hab ich noch
nie einen Propaganda Artikel gelesen, von wegen Wirtschaftsprüfer seien
händerigend und verzweifelt gesucht. Jedenfalls liest man das nur mal
sehr selten.
In der Krise 2009 durfte man dagegen lesen, dass sich Wirtschaftsprüfer
wegen der Krise teilweise für unter 200 Euro die Stunde "verramschen"
müssen.
So viel bekommt nicht mal Zocker aka Zuckerle und der gilt ja hier schon
als Großverdiener. Eine 35-40h Woche hat der auch nicht.
Aber hat das ein Leihingenieur beim Dienstleister? hat das ein
Freelancer?
Mark Brandis schrieb:> Bei selbständiger Tätigkeit mit Sicherheit nicht.
ja wahrscheinlich nicht, aber hat das ein selbständiger Ingenieur? zumal
der WP wenig Angst um Aufträge haben muss, seine Arbeit ist gesetzlich
geregelt. Wenn er Mitarbeiter einstellt, hat er selbst auch weniger zu
tun.
Übrigens, wer das WP Examen nicht schafft, dennoch jahrelang in de
Wirtschaftsprüfung tätig war, steht mit nichten vor dem Nichts. Im
Gegenteil. Weil die viel Erfahrung haben, werden die mit Handkuss von
Industrieunternehmen ins Rechnungswesen für Führungspositionen
abgeworben.
Das ist auch eine beliebte Option, wenn jemandem die Arbeit als
Wirtschaftsprüfer, wo man auch mal zu Mandanten reisen muss, zu stressig
ist. Wer dann "nur" Abteilungsleiter a la Stromberg wird, gilt dann bei
denen schon als Versager, bei Ingenieuren würde man schon sagen "der hat
aber Karriere gemacht"
Psycho schrieb:> Heiner, du wirst immer was finden, das du beneiden kannst.
Ja, das macht den Heiner schon sehr unsympathisch, oder sollte ich
besser schreiben: bemitleidenswert?
Ständig ist er in direkt am Jammern, dass es in anderen Berufe relativ
gesehen viel mehr zu verdienen gibt, seien es nun unstudierte
Facharbeiter bei Konzernen oder wie hier Wirtschaftsprüfer. Fehlt nur
noch der Hinweis, dass es Wirtschaftsprüfer bestimmt viel einfacher bei
Frauen haben als Ingenieure und Informatiker...
Warum nur kann er nicht einfach mit dem glücklich und zufrieden sein,
was er selbst erreicht hat?
Er hat ganz offensichtlich psychische Probleme.
Die Wurzel liegt vermutlich in seiner Kindheit, er hat ja schon öfter
von seinem Sauf-Vater erzählt, etc.
Ich habe Mitleid mit ihm, aber er nervt auch (wie die anderen Psychos
hier), weil er durch seine Krankheit ständig im Kreise läuft und es
nicht einmal selbst bemerkt.
Dadurch müllt er das Forum hier zu.
Psycho schrieb:> Er hat ganz offensichtlich psychische Probleme.
Also mindestens hat er kaum Selbstbewusstsein und einen starken
Minderwertigkeitskomplex.
Aber warum schreibt er eigentlich immer unter wechselnden Namen? Er kann
doch nicht so dumm sein zu glauben, dass wir das nicht merken? Oder
deutet das vielleicht auf eine gespaltene Persönlichkeit hin?
kann man vielleicht wieder on-topic diskutieren? mir ging es nur darum,
dass gewisse Berufsgruppen es geschafft haben, hohe Gehälter
durchzusetzen, sowie sich Konkurrenz vom Leib zu schaffen. Ein WP
braucht keine Angst vor Dienstleistern zu haben und auch nicht von
ausländischen Fachkräften die von überall auf der Welt ab 35k her geholt
werden dürfen.
KT schrieb:> Ständig ist er in direkt am Jammern, dass es in anderen Berufe relativ> gesehen viel mehr zu verdienen gibt, seien es nun unstudierte> Facharbeiter bei Konzernen oder wie hier Wirtschaftsprüfer
ist auch so. Die haben ähnliche Strukturen aufgebaut wie die WPs, wenn
auch nicht ganz so krass.
KT schrieb:> Fehlt nur> noch der Hinweis, dass es Wirtschaftsprüfer bestimmt viel einfacher bei> Frauen haben als Ingenieure und Informatiker...
auch das ist so. Im kaufmännischen Bereich gibt es weit mehr Frauen als
bei den Ingenieuren/Informatikern. Ein WP der die Arbeit einer Kauffrau
kontrolliert, strahlt viel mehr Macht aus als ein kleiner Entwickler,
der einer Tätigkeit nachgeht, die die meisten Frauen eh nicht mal
verstehen sondern als "Nerdkrams" abstempeln.
Der WP hat in deren Augen Macht, dazu noch einen schicken Anzug an,
dicken Firmenwagen und viel mehr Geld sowie keine Angst um den Job.
Trotzdem zurück zum Thema: bei ITlern und Ingenieuren wird bei
mangelberufe.de KEINE Relation von Bewerbern pro offene Stelle
angegeben, im Gegensatz zu den Facharbeitern. Zumal selbst dort laut
dieser Seite derzeit KEIN Mangel feststellbar ist, es wird lediglich in
Zukunft damit gerechnet.
Uli schrieb:> Berufsgruppen es geschafft haben, hohe Gehälter> durchzusetzen, sowie sich Konkurrenz vom Leib zu schaffen. Ein WP> braucht keine Angst vor Dienstleistern zu haben
sowie die Juristen oder? Halt Moment, ...
Uli schrieb:> Im kaufmännischen Bereich gibt es weit mehr Frauen als> bei den Ingenieuren/Informatikern.
Bei Bäckereiverkäufern und Arzthelfern ist das immer auch so, ohne
Ausnahme.
D. I. schrieb:> sowie die Juristen oder? Halt Moment, ...
diese stehen aber nicht auf der Mangel-Propagandaliste. Wer da nicht Top
Absolvent ist, hat es auch schwer. Bei den WPs kommt man viel einfacher
rein. BWL Studium mit etwas überdurchschnittlichen Noten, was jeder der
ein Ing/Inf Studium gepackt hat, locker schaffen kann wenn er will. Dann
Praktikum bei einer WP Gesellschaft und man hat einen Job so gut wie
sicher als Prüfungsassistent. Nebenbei 3 Jahre lang nenbenberuflich den
Lehrgang als WP, das ist etwas BWL, VWL sowie Steuerrecht und
anschließend das Examen, was als recht schwierig gilt. Es wird wohl mit
Absicht schwer gehalten, damit nicht zu viel Konkurrenz auf den Markt
kommt. Wer das Examen nicht packt, macht es sich einfach als leitender
Angestellte im Rechnungswesen gemütlich und sagt den
Ingenieuren/Informatikern dass sie als Entwickler gefälligst günstiger
arbeiten sollen, oder er lagert diese Arbeiten gleich an den
Dienstleister aus.
Wilhelm F. schrieb:> Bei Bäckereiverkäufern und Arzthelfern ist das immer auch so, ohne> Ausnahme.
dort wird aber weniger verdient als bei den WPs. Außer natürlich bei den
Medizinern. Die haben es ähnlich gut, selbst normale Hausärzte, die am
geringsten verdienenden Ärzte, kommen auf 100k im Jahr, bei nicht
existenter Arbeitslosenquote und Jobgarantie. Die Menschen werden immer
älter und kränker. Als Facharzt ist noch mehr drin, in
durchschnittlicher Orthopäde kommt schon auf 150k im Jahr. Da sind schon
ALLE Kosten abgezogen, es handelt sich um das zu versteuernde
Jahreseinkommen. Ein Orthopäde kann ebenfalls nicht zum Dienstleister
oder gar ins Ausland verlagert werden.
Uli schrieb:> rotzdem zurück zum Thema: bei ITlern und Ingenieuren wird bei> mangelberufe.de KEINE Relation von Bewerbern pro offene Stelle> angegeben, im Gegensatz zu den Facharbeitern.
Was heisst offene Stelle?
Auf Stellen bei Dienstleistern bewerbe ich mich derzeit nicht, ich
arbeite bei einem.
Hinter wie vielen offenen Stellenanzeigen steht bei Dienstleistern eine
tatsächlich offene Stelle (ein Kunde fragt bei mehreren DL nach).
Selbst wenn bei Ingenieuren eine Zahl da sehen würde, wäre die
Aussagekraft eher mäßig bis unbedeutend.
Uli schrieb:> Bei den WPs kommt man viel einfacher> rein. BWL Studium mit etwas überdurchschnittlichen Noten, was jeder der> ein Ing/Inf Studium gepackt hat, locker schaffen kann wenn er will. Dann> Praktikum bei einer WP Gesellschaft und man hat einen Job so gut wie> sicher als Prüfungsassistent. Nebenbei 3 Jahre lang nenbenberuflich den> Lehrgang als WP, das ist etwas BWL, VWL sowie Steuerrecht und> anschließend das Examen, was als recht schwierig gilt.
Na dann zeig mal was du kannst
Ich schrieb:> Was heisst offene Stelle?> Auf Stellen bei Dienstleistern bewerbe ich mich derzeit nicht, ich> arbeite bei einem.> Hinter wie vielen offenen Stellenanzeigen steht bei Dienstleistern eine> tatsächlich offene Stelle (ein Kunde fragt bei mehreren DL nach).>> Selbst wenn bei Ingenieuren eine Zahl da sehen würde, wäre die> Aussagekraft eher mäßig bis unbedeutend.
das ist vollkommen richtig. Trotzdem wäre die Zahl interessant. Wenn die
Zahlen nicht DEUTLICH unter 1 liegen, wüsste man, dass das alles
Propaganda ist.
D. I. schrieb:> Na dann zeig mal was du kannst
habe keine BWL studiert und bin mittlerweile dafür zu alt. Bis ich das
Studium fertig hätte inkl. Praktika bei einem WP wäre ich schon nicht
mehr attraktiv dafür. Dann gibt es jüngere Absolventen, die besser da
rein passen.
Ich wollte lediglich aufzeigen, dass es Fachkräfte gibt, die weit besser
bezahlt werden als Ingenieure mit sicheren Jobs, ohne ausländische
Konkurrenz, für die weit weniger "Fachkräfte-Propaganda" betrieben wird.
Oder wie oft habt ihr in den Medien gehört "wir brauchen dringend mehr
Wirtschaftsprüfer"? oder gar Aktionen an Schulen, von wegen "Schüler
werdet Wirtschaftsprüfer"
Hier ein Artikel, WÄHREND der Krise 2009. Durchschnittlicher Stundensatz
bei WPs ca. 150 Euro, einige gehen mit "Kampfpreisen" wie 120 Euro/h ins
Rennen. Mittlerweile wird wieder WEIT mehr verdient, das war nur während
der Krise so.
Zeig mir mal einen Ingenieur der als Freelancer sich in der Krise für
120 Euro/h "verramschen" musste und im Schnitt eher 150-300 Euro pro h
abrechnen kann. Das kann nicht mal unser Zuckerle laut seinen Angaben!
http://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-dienstleister/preiskampf-wirtschaftspruefer-rangeln-um-mandate/3259876.html
wie schon gesagt, das war während der Krise, derzeit wird da erheblich
mehr verdient.
Ach Uli aka Heiner:
Dir fehlt es total an Selbstbewusstsein.
Du machst dein Eigenbild von deinem Fremdbild abhängig.
Dafür kannst du nichts, da haben deine Eltern bei der Erziehung leider
total versagt.
Du solltest deine Fehlentwicklung psychologisch professionell betrachten
lassen, dann wirst du vllt irgendwann mal glücklich (und damit auch
attraktiv).
Ansonsten wirst du dein Leben lang unzufrieden sein und solchen Leuten
möchte ich im Zweifel nicht über den Weg laufen.
Psycho schrieb:> Dir fehlt es total an Selbstbewusstsein.>> Du machst dein Eigenbild von deinem Fremdbild abhängig.>> Dafür kannst du nichts, da haben deine Eltern bei der Erziehung leider> total versagt.
das ist wohl war. Bei mir hieß es früher "sei ruhig, sei still, red wenn
du gefragt bist, sonst gibt es eine geschmiert"
und ja ich mache mein Eigenbild vom Fremdbild abhängig. Aber ich dachte,
das macht doch jeder?! ausser irgendwelche Prolls die sich für die aller
Größten halten ohne was gebacken zu kriegen, wie der unrasierte
Staplerfahrer mit Wampe und Halbglatze, der meint er sei Brad Pitt. Ich
meine, ein Unternehmen macht seinen Aktienkurs ja auch nicht selbst
fest, sondern diese wird von anderen bestimmt.
Trotzdem, das alles ist off-topic und hat nichts mit der
Fachkräftemangel Propaganda zu tun, die sich auf Informatiker/Ingenieure
eingeschworen hat, sowie Naturwissenschaftler. Obwohl selbst das DIW
sagt, dass der Indikator für Knappheit an Märkten, die Preise, also bei
ANs die Löhne, auch für diese Gruppe NICHT gestiegen sind. Bei WPs sind
sie aber weitaus höher, dennoch redet dort niemand von "dramatischem
Mangel" "verzweifelt und händerigend gesucht", ergo diese Leute wissen,
wie man für eine gute berufliche Situation sorgt.
Uli schrieb:> langfristig ist sogar noch weit mehr drin. 100k die knackt dort quasi> jeder und als Selbständiger Wirtschaftsprüfer ist noch weit mehr drin.> Stundensätze von 200-300 Euro sind keine Seltenheit. Genächtigt wird nur> in den feisten Hotels und vor einer Prüfung gibt es mit dem Mandanten> meist ein exklusives Geschäftsdinner, zur "positiven Einstimmung".
Inklusive Nutten? Dann wäre das mein Traumberuf!
Ing. auf Inbetriebnahme schrieb:> Inklusive Nutten? Dann wäre das mein Traumberuf!
weiß ich nicht. Schon möglich, wenn nicht kannst Dir das von dem Gehalt
auch gut selber leisten.
Hier ein Artikel dazu. Einstiegsgehalt ist ähnlich wie bei Ings. Aber
der Aufstieg rasanter. 3 Jahre nach dem Einsteig macht man das WP
Examen, dann ist man schnell bei über 80k. Noch ein paar Jahre mehr und
man knackt die 100k. Entweder man steigt dann als Führungskraft in die
Industrie aus, wo man den Endwigglern finanziell sagt was Sache ist,
oder man wird Partner einer WP mit mind. 150k, bei den großen sogar noch
weit mehr. Oder man macht sich selbständig. Bei den Selbständigen ist
jeder 10.(!) Einkommensmillionär laut Wirtschaftsprüferverband, die alle
Bezüge ihrer Leute kennen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/arbeitsmarkt-ein-wunderland-fuer-die-beschaeftigung-1412128.html
da ist im Vergleich selbst ein Zuckerle nur ein Ferkes^^ dagegen.
Mit Anfang 30 150k+, mit um die 40 als Selbständiger 200-1000k im Jahr.
Dazu wie im Artikel steht, durch immer mehr Auflagen und Regeln seitens
des Staates bezüglich es Jahresabschlußes von Unternehmen, geht die
Arbeit so schnell nicht aus, sondern wird eher mehr. Auch kann das nicht
nach Indien verlagert werden und im Ausland kann auch keiner das
deutsche WP Examen machen.
Und?
Ich würde nicht tauschen wollen.
Von mir aus können WP auch >200k im Jahr verdienen, wen kümmert´s?
Du bist ne kleine Leuchte Heiner, genau wie ich.
Ich bin damit zufrieden, du offenbar nicht.
So wirst du nie glücklich
Es geht dabei auch nicht um mich. Ich bin finanziell gesehen auch
einigermassen zufrieden, auch wenn es immer mehr sein könnte. Mir geht
es nur darum, dass Politik, Medien und Wirtschaft sich so sehr auf den
angeblichen MINT Mangel eingeschossen haben und dafür massiv Werbung
machen. Das obwohl woanders noch weit mehr zu verdienen ist und obwohl
die Preise, Indikator für Knappheit, also die Löhne der MINTLer nicht
gestiegen sind.
Warum z.B. macht sowas niemand bei LKW Fahrern, Tischlern, oder eben
Wirtschaftsprüfern?
dass ich Unglücklich bin, liegt bei mir eher nicht am Geld, aber das ist
off-topic.
ich wäre sogar mit etwas weniger Geld glück, wenn dafür alles andere
stimmen würde.
Junge, hast du denn sonst keine Probleme?
Ärgert dich auch, was Bild und Co. jeden Tag für einen Mist verzapfen?
Mei o mei, genieß doch dein Leben.
Ich glaube, du bist einfach nicht ausgelastet.
Ohne Frau hast du einfach zu viel Zeit für so einen Schwachsinn.
Psycho schrieb:> Ohne Frau hast du einfach zu viel Zeit für so einen Schwachsinn.
ja das ist so und das ist auch mein Hauptproblem.
Psycho schrieb:> Mei o mei, genieß doch dein Leben.
tue ich so gut es geht
Psycho schrieb:> Ärgert dich auch, was Bild und Co. jeden Tag für einen Mist verzapfen?
nein.
Psycho schrieb:> Mei o mei
Hallo Zittermann;-)
> Autor: KT (Gast)> Datum: 23.07.2013 18:45> Warum nur kann er nicht einfach mit dem glücklich und zufrieden sein,> was er selbst erreicht hat?
Vielleicht hat er nichts erreicht.
Dauermittgliedschaft beim Sozialamt und beim Arbeitsamt in der
Stammkundenkartei ist ja nicht unbedingt als Karriere zu bezeichnen.
Den holt ja nicht mal ein Dienstleister.
Uli schrieb:> zumal einen echten Mangel, also weniger Bewerber als freie Stellen gibt> es gerade mal in der TOP 10 Liste bei den Facharbeitern. Auf Nummer 10> der Maschinenbautechniker mit 0,95 Bewerbern pro Stelle, was jetzt auch> kein echter Mangel ist.
Man muß schon genau die Zeilen lesen!
Auf der HP "Mangelberufe.de" wird die Liste des BMAS wiedergegeben. Mit
dem Hinweis, dass die Zahl 0,95 mit 0,95 Bewerbern pro Stelle zu
verstehen sein. dies ist aber nicht die offizielle Rechnung des BMAS. Da
wird die Relation mit 3 Bewerbern auf eine Stelle mit der Zahl 1,0
gewichtet.
Was mal wieder beweist, wie leicht in dem Land mit Zahlen gelogen werden
kann.
Marx W. schrieb:> Man muß schon genau die Zeilen lesen!> Auf der HP "Mangelberufe.de" wird die Liste des BMAS wiedergegeben. Mit> dem Hinweis, dass die Zahl 0,95 mit 0,95 Bewerbern pro Stelle zu> verstehen sein. dies ist aber nicht die offizielle Rechnung des BMAS. Da> wird die Relation mit 3 Bewerbern auf eine Stelle mit der Zahl 1,0> gewichtet.> Was mal wieder beweist, wie leicht in dem Land mit Zahlen gelogen werden> kann.
ja habs jetzt gelesen. Die rechnen, dass nur jede 3. offene
Facharbeiterstelle der Arbeitsagentur gemeldet wird. Bei den Ingenieuren
rechnet man derzeit mit dem Faktor 5, 2009 sogar mit dem Faktor 7.
Ist natürlich die Frage, ob das so hin kommt und wenn ja für alle
Berufe.
Dass viele Betriebe gar nicht mehr beim Amt suchen, kann ich so
bestätigen von mir bekannten Handwerksfirmen. Die klagen meist, dass das
Amt meist nur unpassende Leute schickt, darum wird nichts ans Amt
gemeldet. Auch ist die Frage, was für Leute das sind. Jemand der vor 30
jahren in der DDR Elektriker gelernt hat, 15 Jahre arbeitslos ist z.B.
wird sich kaum noch in moderne Produktionsanlagen einarbeiten können.
Zum Schlitze klopfen auf dem Bau wird man ihn ggf. noch einstellen,
wobei man dann lieber einen jüngeren einstellt, der kräftiger ist, statt
einen Permanenthartzer ü50, der keine körperliche Arbeit mehr gewohnt
ist.
jedenfalls laut den Zahlen gibt es bei den Facharbeitern nur einen
Mangel bei CNC Fräsern und Elektroinstallateuren. Bei den anderen ist es
Kaffeesatzleserei.
Es ist ja nicht so, als würden sich nur Arbeitslose um einen Job
bewerben, es kommen Absolventen und Jobwechseler dazu.
Jedenfalls CNC Fräser und Zerspaner verdienen sehr oft extrem gut. Kenne
da so ein paar Fälle. Für so jemanden würde sich ein Ing Studium nach
ein paar Jahren BE als Facharbeiter in 90% der Fälle nicht mehr lohnen.
Uli schrieb:> Es> geht doch darum, dass gewisse Berufsgruppen es geschafft haben, sich zu> organisieren und ihren Arbeitsmarkt abzuschotten.
Abschotten muß gar nicht sein, aber sich zu organisieren, so wie es
andere Berufsgruppen auch machen. Der VDI ist übrigens keine
Interessenvertretung von angestellten und selbständigen Ingenieuren. Der
VDI wird über das IW von den Arbeitgebern gesteuert. (IW gehört je zur
Hälfte dem BDA und BDI)
Jo S. schrieb:> Der VDI ist übrigens keine> Interessenvertretung von angestellten und selbständigen Ingenieuren. Der> VDI wird über das IW von den Arbeitgebern gesteuert. (IW gehört je zur> Hälfte dem BDA und BDI)
ja das ist ein alter Hut. Schon mega dämlich, dass Ingenieure sich von
Arbeitgeberverbänden "vertreten" lassen. Das wäre genauso als würden
sich Schweine vom Großschlachterverband vertreten lassen.
zum Fachkräftemangel:
********************
Absage von nem KMU < 100 MA:
Auf unsere Anzeige erhielten wir zahlreiche, qualifizierte Bewerbungen.
Nach eingehender Prüfung Ihrer Unterlagen und nach Rücksprache in
unserem Haus müssen wir Ihnen leider mitteilen, dass wir Ihnen die
gewünschte Position nicht anbieten können.
********************
Schade :(
Ok zum Thema zurück; bei mir ist der Flaschenhals die schlechten Noten,
Abitur sowie Studienabschluss sind gerade so mit ach und krach
bestanden. >3.x. Abitur is sogar richtig schlecht. =D
Sollte ich diese veilleicht gleich ganz aus dem Lebenslauf nehmen?
Abitur würde ich sowieso niemals vorzeigen , glaube auch nicht das es
jemals gefragt wird. -Außer bei OEMs und Dax Unternehmen, wo ich mich
sowieso nicht - deswegen - bewerben brauche.
Die Abschlussnote vom Studium steht auch im Zeugis, welches ich in der
Bewerbungspdf drin habe. Muss demnach nicht explezit im Lebenslauf
angegeben werden? -Dann kann ich aber auch nicht meine 1,0 von der
Abschlussthese angeben. Hmn... Marktingmäßig würde ich sagen ich gebe
die 1,0 an, den Rest nicht. Eine Bewerbung ist ja hauptsächlich
Eigenwerbung und wer gibt bei der Eigenwerbung schon seine Schwächen an?
VW wirbt ja auch mit Qualität und nicht damit, dass ihre Autos nach 5
Jahren auseinander fallen.
Ich bin der Meinung warum soll ich meine schlechtesten Seiten versuchen
gut zu verkaufen. Man kann schlechte Noten nicht gut verkaufen, ich gehe
da in BG gar nicht groß drauf ein sondern verweise auf meine Erfolge.
Die Ehrlichkeit hat mir bisher wenig gebracht.
Das Prinzip Rückgrat zeigen zur schlechten Zensur ist wenig zielführend,
aber ist die Alternative "verbergen" besser oder gar noch schlimmer?
Vielleicht sind manche Absagen gar nicht Notenbezogen sondern weil
andere Bewerben einfach besser passen, dann wäre es evtl fatal extra
negativ aufzufallen. Hinzukommt, dass viele aus meinem Freundeskreis
trotz guter Noten auch keine Stelle bekommen - was aber natürlich nicht
repräsentativ ist. -Ich weis ja nicht wie die sich bewerben.
Meinungen und Erfarungsberichte bitte.
Zu den Dienstleistern - dieses geizige Pack, entgegen der Aussagen beim
VG haben bisher nur magere 20 Prozent, meine Reisekosten zurück
erstattet.
Das kotzt mich schon sehr an, denen wegen der Kohle hinterher zu rennen.
Die größten Heuchler sind hier die Firmen Bu:st und CSI. Um nur ein paar
Namen zu nehnen, von den Zechprellern.
necker schrieb:> Zu den Dienstleistern - dieses geizige Pack, entgegen der Aussagen beim> VG haben bisher nur magere 20 Prozent, meine Reisekosten zurück> erstattet.
Man muß da durch Lerneffekt auf Dauer auch so schlau werden, daß man das
nicht öfter macht, am Ende gar nie mehr.
Und wenn es dann gratis zu einer zweiten Fahrt bundesweit zum
Kundengespräch gehen soll, nach dem die erste Reise schon nicht gezahlt
wurde, erst recht nicht mehr. ;-)
Aber das ist heute für mich Märchengeschichte: Es war einmal...
necker schrieb:> Sollte ich diese veilleicht gleich ganz aus dem Lebenslauf nehmen?
Ja, eine Zeile ohne Note reicht im Lebenslauf
necker schrieb:> Muss demnach nicht explezit im Lebenslauf> angegeben werden?
Nein, nicht angeben
necker schrieb:> Die Ehrlichkeit hat mir bisher wenig gebracht.
Ehrlichkeit ist fehl am Platz, aber nicht übertreiben bzw. erwischen
lassen beim Betrügen.
necker schrieb:> Hinzukommt, dass viele aus meinem Freundeskreis> trotz guter Noten auch keine Stelle bekommen
Die BE-Jahre sind meistens ausschlaggebend
necker schrieb:> Zu den Dienstleistern
Ja, das sind schon ganz böse Gestalten zurzeit auf dem Arbeitsmarkt.
necker schrieb:> .. Dann kann ich aber auch nicht meine 1,0 von der
Abschlussthese angeben...
Doch!
Du solltest das im Anschreiben und im Lebenslauf erwähnen!
Schlechte Schul- und Abschlußnoten nicht erwähnen! Aber auf Fragen beim
VG vorbereitet sein.
Du solltest herausstellen, daß Du eher praxisbezogen bist und Dich auf
entsprechende Funktionen bewerben.
Anschreiben:
"Meine praxisorientierten Fähigkeiten, das im Studium erworbene
Fachwissen zielführend umzusetzen, habe ich während meiner
Abschlußarbeit (Note 1,0) unter Beweis stellen können."
Lebenslauf:
"Hochschulstudium ... Fachrichtung, Schwerpunkte, Abschlußarbeit: Thema
... Note 1,0 "
----------------------------------------------------
Bewerbung = Be-WERBUNG = Werbung in eigener Sache !
Ich hatte meinen Berufseinstieg beim sog. Dienstleister und ich habe es
nicht bereut.
Allerdings muss man genau aufpassen worauf man sich einlässt und sich
nicht verarschen lassen. Speziell beim Gehalt werben die Dienstleister
z.B. mit einem IG Metall Haustarifvertrag (nicht zu verwechseln mit dem
"richtigen" IG Metall Tarif) der meiner Meinung nach, was das Gehalt
angeht, ein Witz ist. Das Gehalt muss also beim Vorstellungsgespräch
frei verhandelt werden.
Man verhandelt also Zulagen zum Grundgehalt. In meinem Fall waren das
Anfangs monatlich ca. 900 Brutto (nach der Probezeit etwas mehr).
Man sollte sich auch ganz genau darüber informieren wo man denn
eingesetzt werden soll. Dienstleister werben oft neue Leute und wissen
noch nicht wohin die dann verliehen werden. Man sollte sich spätestens
beim ersten Vorstellungsgespräch informieren in welcher Firma man denn
eigesetzt werden soll und dann überlegen ob man da hinwill. In der Regel
hat man dann auch ein Vorstellungsgespräch beim Entleihbetrieb. In
meinem Fall erst beim Personaler und später in der Fachabteilung,
spätestens hier muss man klären was von einem verlangt wird. (welche
Tätigkeiten, Verantwortung?).
In der Regel entscheidet dann der Entleihbetrieb ob man eingestellt wird
oder nicht, wenn der Entleihbetrieb sagt: ja den wollen wir haben, wird
der Dienstleister natürlich nicht nein sagen.
Man sollte sich auch vorher beim Entleiher informieren welche Zukunft
man im Betrieb hat. Bei meinem Vorstellungsgespräch sagte der Personaler
vom Entleiher: "wir verwenden die Dienstleistung als
Recruiting-Instrument" und "allein ich hab in diesen Jahr schon ...
Leute vom Betrieb ... fest eingestellt")
Nach meiner Meinung nach guten Aussichten, habe ich schließlich den
Berufseinstieg beim Dienstleister einer festen Anstellung bei einem
kleineren Betrieb vorgezogen. Da hätte ich weniger verdient und auch die
Tätigkeiten sagten mir nicht so zu. Direkt bei einem Großkonzern wurde
ich nicht genommen, das hatte ich natürlich dem Dienstleister
vorgezogen)
Schließlich habe ich 15 Monate über den Dienstleister beim Entleiher
gearbeitet. Hatte eine Stelle als Entwicklungsingenieur und dabei die
selben Kompetenzen und Verantwortungen wie meine festangestellten
Kollegen. Mit der Zeit übernahm ich immer mehr Projektverantwortung.
Schließlich kam der Punkt als Vorgesetzte (nicht mein direkter
Vorgesetzter, die darüber) bedenken geäußert haben, das ich als Externer
diese Verantwortung nicht übernehmen könnte. Was mir natürlich nicht
gefiel und ich deshalb eine Festanstellung forderte oder ansonsten
kündigen würde.
Daraufhin folgte eine Hinhaltetaktik, vor allem von höheren Stellen. Die
direkte Fachabteilung hatte dazu, wie es in Großkonzernen oft so ist
wenig Einfluss auf Personalentscheidungen. Als schließlich aber ein
Kollege der am selben Projekt arbeitete, plötzlich kündigte, kam ganz
schnell ein Angebot. Wobei ich eine sehr gute Eingruppierung erzielen
konnte.
Kurz zusammengefasst:
Wer den Einstieg beim Dienstleister macht sollte ein gutes Gehalt
verhandeln, die Tätigkeitsbereiche und Kompetenzen im Entleihbetrieb
genau klären und sich dann "unverzichtbar" machen.
Perter P. schrieb:> Kurz zusammengefasst:> Wer den Einstieg beim Dienstleister macht sollte ein gutes Gehalt> verhandeln, die Tätigkeitsbereiche und Kompetenzen im Entleihbetrieb> genau klären und sich dann "unverzichtb
PR von der Zeitarbeitsbranche.
Perter P. schrieb:> Bei meinem Vorstellungsgespräch sagte der Personaler> vom Entleiher: "wir verwenden die Dienstleistung als> Recruiting-Instrument" und "allein ich hab in diesen Jahr schon ...> Leute vom Betrieb ... fest eingestellt")
Aber sicher doch, das alte Dienstleister-Märchen, den Leuten die Zähne
lang zu machen. Das ist in etwa so, wie der Esel, dem eine Karotte mit
einer Angel vor die Schnauze gehalten wird.
Hans Dampf auf Inbetriebnahme schrieb:> Aber sicher doch, das alte Dienstleister-Märchen, den Leuten die Zähne> lang zu machen. Das ist in etwa so, wie der Esel, dem eine Karotte mit> einer Angel vor die Schnauze gehalten wird.
Das Spielchen mitmachen, aber nicht darauf verlassen.
Wenn die Karotte zu lange hingehalten wird bockt selbst der dümmste
Esel.
Perter P. schrieb:> und sich dann "unverzichtbar" machen.
für wen?
Habe in den ganzen Jahren nur ganz wenige Leute kennengelernt, die
unverzichtbar für einen Betrieb / ein Projekt waren.
Einer (1) war über einen Dienstleister beschäftigt.
Typisch, kaum schreibt einer einen ausführlichen, realitätsnahen
Bericht, schon wird er wieder als Lügner und Lobbyist beschimpft.
Rick McGlenn schrieb:> Habe in den ganzen Jahren nur ganz wenige Leute kennengelernt, die> unverzichtbar für einen Betrieb / ein Projekt waren.
Unverzichtbar ist ein schlechter Ausdruck; jeder ist ersetzbar. Wertvoll
trifft es besser. Es muss einfach teurer sein, einen neuen einzulernen
als den alten zu übernehmen.
Hans Dampf auf Inbetriebnahme schrieb:> Aber sicher doch, das alte Dienstleister-Märchen, den Leuten die Zähne> lang zu machen. Das ist in etwa so, wie der Esel, dem eine Karotte mit> einer Angel vor die Schnauze gehalten wird.
Ich hatte schon (in verschiedenen Firmen) mehrere Kollegen, die von
einem Dienstleister fest übernommen worden sind. Das ist kein Märchen,
sondern die Realität.
Jaja, der angebliche "Klebe-Effekt"... Wer daran glaubt, glaubt auch an
einen großen Lottogewinn und den Weihnachtsmann!
Einmal Leiher, immer Leiher. Die wenigen Ausnahmen bestätigen nur die
Regel.
Rick McGlenn schrieb:> Perter P. schrieb:>> und sich dann "unverzichtbar" machen.>> für wen?> Habe in den ganzen Jahren nur ganz wenige Leute kennengelernt, die> unverzichtbar für einen Betrieb / ein Projekt waren.> Einer (1) war über einen Dienstleister beschäftigt.
Es sind weniger Leute "unverzichtbar" als die meisten denken. Oft hält
sich einer nur für unverzichtbar, bei einigen dieser "Spezialisten" ist
man hingegen froh, wenn sie weg sind.
Ulrich S. schrieb:> Es sind weniger Leute "unverzichtbar" als die meisten denken.
Ich war auch mal in einer Abteilung unverzichtbar -
dummerweise war die Abteilung verzichtbar.
yup schrieb:> aja, der angebliche "Klebe-Effekt"... Wer daran glaubt, glaubt auch an> einen großen Lottogewinn und den Weihnachtsmann!>> Einmal Leiher, immer Leiher. Die wenigen Ausnahmen bestätigen nur die> Regel.
das Problem ist, Leiher und gut schließt sich m.E. nach langfristig aus.
Entweder jemand ist gut, dann bleibt er nicht lange Leiher. Oder er ist
eben nicht so gut, dann bleibt er Leiher.
Billy Bacon schrieb:> Typisch, kaum schreibt einer einen ausführlichen, realitätsnahen> Bericht, schon wird er wieder als Lügner und Lobbyist beschimpft.
Dass der Bericht von Perter P. realitätsnah ist, kann nicht bestätigen.
Aus der Praxis kann ich aber auch berichten:
Ich bin seit vielen Jahren bei einem Industriekonzern fest angestellt
und habe in der Zwischenzeit auch viele externe Kollegen kennenlernen
dürfen, die an unseren Projekten mitarbeiten.
Von diesen Kollegen wurde kein einziger übernommen! Natürlich möchte das
auch nicht jeder, aber ich gehe schon davon aus, dass ein hoher
Prozentsatz dabei war, der gerne zu uns gewechselt wäre.
Es handelt sich dabei um eine jeweils andere Personalpolitik:
Entweder wird jemand auf eine ausgeschriebene Stelle fest eingestellt,
dann war das vorher auch so geplant.
Oder jemand wird (meist für eine bestimmte Zeit) extern eingestellt.
Vielleicht wird der Vertrag verlängert. Aber ein Wechsel zur
Festeinstellung erfolgt nicht.
Ich will nicht behaupten, dass so etwas niemals passiert;
Ausnahmen/Einzelfälle mag es schon geben. Aber von der Zeitarbeits- und
Dienstleister-Branche wird es immer so hingestellt, als ob das ja so gut
wie immer geschieht (und falls nicht, liegt es natürlich an einem
selbst!).
Das ist einfach gelogen und dient nur dem Zweck, den eigenen, meist
schlecht bezahlten Ausbeuterposten attraktiver erscheinen zu lassen und
schön die Arbeitsmoral beim Angestellten hochzuhalten.
Das Ganze ist nun wirklich eine sehr leicht zu durchschauende Taktik,
und die Politiker (von der Leyen und Co.) machen bei dem Spiel gerne
mit.
KT schrieb:> Ich bin seit vielen Jahren bei einem Industriekonzern fest angestellt> und habe in der Zwischenzeit auch viele externe Kollegen kennenlernen> dürfen, die an unseren Projekten mitarbeiten.
Es gibt solche und solche Firmen. Du kennst jetzt nur eine. Ich habe
mehrere erlebt. In manchen davon war es gängige Praxis, nur über
Dienstleister einzusparen. Das erspart das teure aussortieren von
Bewerbern und umgeht elegant die Probezeit.
Billy Bacon schrieb:> Es gibt solche und solche Firmen. Du kennst jetzt nur eine. Ich habe> mehrere erlebt. In manchen davon war es gängige Praxis, nur über> Dienstleister einzusparen. Das erspart das teure aussortieren von> Bewerbern und umgeht elegant die Probezeit.
man hat als Leiher aber auch eine Kündigungsfrist bei seinem
Arbeitgeber. Es ist ja nicht so, dass man von heute auf morgen entlassen
werden kann. Es gibt auch Dienstleister da fängt man als Einsteiger mit
40-50k an, was jetzt auch nicht sooo schlecht ist. Oben drauf oft auch
noch steuerfreie Spesen, 24 Euro am Tag innerhalb Deutschlands. Nach
einigen Jahren BE und guter Leistung kann man auch auf über 60k kommen +
steuerfreie Spesen und manchmal Firmenwagen.
Ausbeute ist was anderes, z.B. Leiher in der Fleischverpackung am Band
oder so.
KT schrieb:> Ich will nicht behaupten, dass so etwas niemals passiert;> Ausnahmen/Einzelfälle mag es schon geben. Aber von der Zeitarbeits- und> Dienstleister-Branche wird es immer so hingestellt, als ob das ja so gut> wie immer geschieht (und falls nicht, liegt es natürlich an einem> selbst!).> Das ist einfach gelogen und dient nur dem Zweck, den eigenen, meist> schlecht bezahlten Ausbeuterposten attraktiver erscheinen zu lassen und> schön die Arbeitsmoral beim Angestellten hochzuhalten.
So siehts aus. Zeitarbeit/Werkvertrag dient nicht zum Recruitung auf
langer Basis, sondern billig Arbeitsleistung für ein Projekt/einen
Zeitraum befristet einzukaufen. Die Projekte/Zeiträume können auf je
nach Auftragslage beliebig gestreckt werden, aber auch von heute auf
morgen gekündigt werden. Da die Gewerkschaften den Zahn Leiharbeit als
ultrabilligee Arbeitskraft auf unbestimmte Zeit zusammen mit
Grundsatzurteilen gezogen haben, haben sich unsere Arbeitgeberfüchse in
das Instrument Werkvetrag geflüchtet, wo wie gewohnt schamlos
ausgebeutet werden kann so lange wie erforderlich. Die Ver- und
Entleiher freuts. Normalerweise müsste man das boykottiern im Kollektiv
und wenn es in Hartz endet - machens aber alle, dann bewegt sich was.
Oder noch besser, die Arbeit sabotieren und den Ruf der Marke Made in
Germany durch Produkte mit beschissener Haltbarkeit auf dem Weltmarkt
vollendens zu ruinieren. In der Fertigung ist dies z. B. ohne Probleme
möglich, zum Beispiel mal Kratzer in Laufflächen positionieren, einen
Kondensator von der Platine runterreißen etc. Die Dinger laufen trotzdem
und kommen durch Qualitätskontrolle, nur die
Langlebigkeit/Zuverlässigkeit leidet.
Joe schrieb:> Oben drauf oft auch> noch steuerfreie Spesen, 24 Euro am Tag innerhalb Deutschlands.
Das ist bei Leihbuden eher selten, eventuell eine steuerfreien
pauschalen Betrag in dieser Höhe für alles (Hotel, Mehrverpflegung,
Heimfahrten), arbeitstäglich gezahlt.
Darauf also auch achten!
Es gibt einige Gründe Externe nicht fest einzustellen.
Als Externer gehört man zu de variablen Kosten einer Unternehmens, als
Festangestellter zu den FIXkosten, die möglichst gering sein sollten.
Joe schrieb:> Entweder jemand ist gut, dann bleibt er nicht lange Leiher. Oder er ist> eben nicht so gut, dann bleibt er Leiher.
Was ist mit den Dauerleihgaben, sind die nicht so gut?
Warum behält man die dann?
Abmelden geht doch sehr schnell.
Ich schrieb:> Was ist mit den Dauerleihgaben, sind die nicht so gut?> Warum behält man die dann?> Abmelden geht doch sehr schnell.
vielleicht nicht gut genug, damit diese Fixkosten werden. Aber immer
noch gut genug um diese variabel zu halten.
Ich schrieb:> Das ist bei Leihbuden eher selten, eventuell eine steuerfreien> pauschalen Betrag in dieser Höhe für alles (Hotel, Mehrverpflegung,> Heimfahrten), arbeitstäglich gezahlt.
dann ist es halt ein Rammschladen und ich gehe nicht dahin.
Abzockdeutschland schrieb:> So siehts aus. Zeitarbeit/Werkvertrag dient nicht zum Recruitung auf> langer Basis, sondern billig Arbeitsleistung für ein Projekt/einen> Zeitraum befristet einzukaufen.
Das ist vielleicht bei Niedriglohn Tätigkeiten wie Bandarbeiter oder
ähnlichem so, aber nicht im Ingenieur-Bereich.
Bei uns im Betrieb wird für einen externen Ingenieur (sog. Leiharbeiter)
mit 0 Jahren Berufserfahrung 42 Euro/Stunde zzgl. MwSt. an den
Dienstleister gezahlt.
Rechne das mal aufs Monat und vergleich es mit den Einstiegsgehalt für
einen neuen internen Ingenieur frisch von der Uni.
Da ist der Dienstleister nicht billiger.
mit der Befristung hast du jedoch Recht.
Perter P. schrieb:> Rechne das mal aufs Monat und vergleich es mit den Einstiegsgehalt für> einen neuen internen Ingenieur frisch von der Uni.
rechne das mal aufs Jahr hoch. Dann vergleich das mal mit den Kosten,
die ein normaler MItarbeiter verursacht + Weiterbildung etc.
Bei ca. 1600 Stunden pro Jahr kostet der Leiher ca. 67 k. Wird er krank,
zahlt man nix, ist er in Urlaub, zahlt man auch nix. Wenn der Verleiher
in auf Schulung schickt zahlt man ebenfalls nix. Falls ihm seine Nase
nicht mehr passt, lässt man sich einen neuen schicken usw.
in der Tat aber traurig, dass Ingenieure schon für so wenig Geld
verramscht werden. Da will meine Autowerkstatt (nicht markengebunden)
schon für eine Gesellenstunde mehr haben. Ein Ossi meinte hier sogar
mal, er wird für 38 Euro verliehen.
D. I. schrieb:> Perter P. schrieb:>> 42 Euro/Stunde zzgl. MwSt.>> Das ist aber ein günstiger Tarif.
Das ist direkt nach dem Einstieg, nach der Probezeit gibt mehr.
Joe schrieb:> Bei ca. 1600 Stunden pro Jahr kostet der Leiher ca. 67 k. Wird er krank,> zahlt man nix, ist er in Urlaub, zahlt man auch nix. Wenn der Verleiher> in auf Schulung schickt zahlt man ebenfalls nix. Falls ihm seine Nase> nicht mehr passt, lässt man sich einen neuen schicken usw.
Stimmt, ist aber trotzdem relativ viel Kohle, die der Verleiher
aufbringen muss. Das heißt, er will mindestens gleichwertige Leistung
wie bei einem Festangestellten sehen. Arbeitszeitmäßig noch mehr.
Und das ist die eigentliche Sauerei. Dazu noch das Bild bei
Außenstehenden, dass die Entliehenen halt als Ingenieure nicht viel
taugen und deshalb nur über Zeitarbeit was gefunden haben. Die Wahrheit
ist, wer nix taugt schafft noch nicht mal beim Dienstleister den
Einstieg oder fliegt innerhalb kurzer Zeit beim Einsatz und wird dann
vom Dienstleister entlassen. Wer dann nicht beim Mittelstand unterkommen
kann, ist arbeitslos und kann sich neuorientieren.
Grundlastdrossel schrieb:> Das heißt, er will mindestens gleichwertige Leistung> wie bei einem Festangestellten sehen. Arbeitszeitmäßig noch mehr.> Und das ist die eigentliche Sauerei
klar das ist so. Und das kann er auch verlangen, ansonsten geht er zum
Verleiher und sagt, "nächster bitte" und lässt sich jemand Neues kommen.
Dann muss der Leiher ggf. mit Kündigung rechnen, wenn nicht gleich was
neues rein kommt. Daher steht der Leiher viel mehr unter Druck und muss
viel mehr Leistung bringen.
wenn jetzt z.B. ein Einsteiger 50k verdient, sind das mit
Lohnzusatzkosten auch ca. 60k. Vielleicht noch etwas Weiterbildung oder
sonstige Kosten und man ist fast bei den 67k für den Leiher. Den
Festangestellten kann man aber nicht überall so unter Druck setzen,
gerade nicht in Betrieben mit Gewerkschaft und Betriebsrat. Nach der
Probezeit kündigen ist auch nur schwer. Diese ganzen Probleme hat man
beim Leiher nicht und das für nur wenig Geld mehr als beim Festen.
> Autor: Joe (Gast)> Datum: 28.07.2013 14:15> Entweder jemand ist gut, dann bleibt er nicht lange Leiher. Oder er ist> eben nicht so gut, dann bleibt er Leiher.
Sehe ich auch so !
Und die besten machen IBN. Da gibt es immer noch die meiste Kohle.