Forum: Platinen Litzen verzinnen


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von Peter Z. (Gast)


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Hallo allerseits,

hier 
http://www.beta-estore.com/rkde/order_product_details.html?wg=90&p=532
gibt einen Löttiegel auch zum vorverzinnen von Bauteilen oder Litzen.

Leider macht mich der Preis und die Notwendigkeit, dazu auch noch eine 
teure Lötstation kaufen zu müssen, nicht gerade glücklich.

Ich habe jetzt überlegt, sowas selber zu bauen, aber wegen der hohen 
Temperatur ist das nicht ganz einfach.

Aber vielleicht gibt es so ein Gerät, wo man einen kleinen Napf mit 
geschmolzenem Lötzinn hat, auch woanders billig zu kaufen?

: Verschoben durch Admin
von Harald W. (wilhelms)


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Peter Zz schrieb:

> hier
> http://www.beta-estore.com/rkde/order_product_details.html?wg=90&p=532
> gibt einen Löttiegel auch zum vorverzinnen von Bauteilen oder Litzen.

...und wozu brauchst Du so etwas? Sinn macht ein solches Gerät
m.E. nur, wenn man viele Trafos wickelt.
Gruss
Harald

von Matthias L. (limbachnet)


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Naja, einfacher sind die elektrischen Schmelztiegel der 
Zinngieß-Hobbyisten, z.B.: 
http://www.shop-011.de/maxe-p322h83s84-001-Giessheinrich-Sc.html

Nur muss da eben auch mehr Zinn 'rein, und das oxidiert an der großen 
Oberfläche ziemlich schnell ziemlich heftig.

von Kurt B. (kurt)


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Bei eBay gibt es den "Solder Pot" schon ab 15€ aus China.

von Cyblord -. (cyblord)


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Würde mich echt interessieren warum der TE meint so was unbedingt zu 
brauchen.

von Martin S. (sirnails)


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cyblord ---- schrieb:
> Würde mich echt interessieren warum der TE meint so was unbedingt
> zu
> brauchen.

Ich kann es gut nachvollziehen. Es gibt nichts schlimmeres, als Litze 
verzinnen.

von Walter T. (nicolas)


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Martin Schwaikert schrieb:
> Ich kann es gut nachvollziehen. Es gibt nichts schlimmeres, als Litze
> verzinnen.

Dann warte mal auf den nächsten Durchfall...

Aber mal ehrlich: Wenn man so einen Apparat WIRKLICH brauchen will, 
nimmt man sich ein Stück Kupfer, eine Bohrmaschine, eine Feile und macht 
sich so ein Teil einfach als Lötspitze. Da immer die gleiche Stelle mit 
Lötzinn geflutet ist, dürfte das auch eine ordentliche Lebensdauer haben 
(ohne Spezialbeschichtung).

Und wenn sich der Wechsel der Lötspitze zum Verzinnen nicht lohnt, 
wird's wohl doch nicht so wichtig gewesen sein.

von Cyblord -. (cyblord)


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Martin Schwaikert schrieb:
> cyblord ---- schrieb:
>> Würde mich echt interessieren warum der TE meint so was unbedingt
>> zu
>> brauchen.
>
> Ich kann es gut nachvollziehen. Es gibt nichts schlimmeres, als Litze
> verzinnen.

Ja und wann muss man das im Akkord machen? Die Frage war ehrlich meint, 
wann und wo braucht man so was im Hobbybereich? Um mal schnell ne Litze 
zu verzinnen lohnt es sich ja kaum das Ding anzuheizen. Also müssen da 
ja schon gewisse Stückzahlen zu verzinnen sein.

von Martin S. (sirnails)


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cyblord ---- schrieb:
> Martin Schwaikert schrieb:
>> cyblord ---- schrieb:
>>> Würde mich echt interessieren warum der TE meint so was unbedingt
>>> zu
>>> brauchen.
>>
>> Ich kann es gut nachvollziehen. Es gibt nichts schlimmeres, als Litze
>> verzinnen.
>
> Ja und wann muss man das im Akkord machen? Die Frage war ehrlich meint,
> wann und wo braucht man so was im Hobbybereich? Um mal schnell ne Litze
> zu verzinnen lohnt es sich ja kaum das Ding anzuheizen. Also müssen da
> ja schon gewisse Stückzahlen zu verzinnen sein.

Klar. Mal schnell für eine Litze ist Unsinn. Aber gerade wenn man etwas 
mehr zum verkabeln hat, ist das Verzinnen ein recht großer Zeitfaktor.

Ich habe beispielsweise für einen Kumpel vor kurzem eine Tretmine gebaut 
(also einen Gitarren-Effekt-A/B-Umschalter). Da sind auf 10cm^2 gute 30 
Kabel drinnen. Abisolieren geht ja recht schnell ( 
http://www.hermuth.de/images/abisolierer.jpg ) aber das Verzinnen ist 
dann schon recht zeitraubend und nervig.

Da ist doch mal eben schnell eintauchen 1000x sympathischer :)

Aber Du hast schon recht - brauchen tut man das eigentlich nicht. Zum 
Fahren braucht es aber auch keine S-Klasse, da reicht ein Fiat Seicento 
oder Chevy Matiz voll und ganz aus. Es ist halt Luxus.

von Frosch (Gast)


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Martin Schwaikert schrieb:
> gute 30 Kabel drinnen

Ich lese da 30 und nicht 3000, oder noch sinnvoller 30000.

Ist Dein Anliegen wirklich ernst gemeint???

von Harald W. (wilhelms)


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cyblord ---- schrieb:

> wann und wo braucht man so was im Hobbybereich? Um mal schnell ne Litze
> zu verzinnen lohnt es sich ja kaum das Ding anzuheizen. Also müssen da
> ja schon gewisse Stückzahlen zu verzinnen sein.

"Auf Arbeit" hatte ich auch ein solches, jahrzehntealtes Zinnbad.
Es lag in der hintersten untersten Schublade, weil ich es nie
brauchte. Früher, als ich noch Trafos gewickelt habe, war das
anders. Da ging das verzinnen der (lötbaren) Lackdrähte im Bad
wesentlich einfacher. Übrigens ist das Vorverzinnen von Litzen,
die an Platinen angeschlossen werden sollen eher Kontraproduktiv.
Dadurch steigt das Zinn viel weiter in den Draht hinein und
die Litze bricht leichter. (In irgendwelchen Klemmen haben verzinnte
Litzen sowieso nichts zu suchen.)
Gruss
Harald

von Simon S. (-schumi-)


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Harald Wilhelms schrieb:
> In irgendwelchen Klemmen haben verzinnte Litzen sowieso nichts zu suchen.
Bei Schraubklemmen stimme ich dir zu, aber bei Federklemmen?

von Thomas (Gast)


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Würde spontan sagen auch nicht. Die Anpressfläche von einem großen 
Zylinder (=1 verzinnte Litze) ist kleiner als die Anpressfläche der 
vielen Adern.

von Thomas (Gast)


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Könnte mir trotzdem gut vorstellen ein Lötbad zu nutzen. Besonders wenn 
man viel verkabelt, besonders mit Kupferlackdraht, da wäre sowas schon 
praktisch. Notwendig sicher nicht, aber so gesehen ist eine 
Abisolierzange auch unnützer Luxus, das geht mit einem Küchenmesser 
genauso gut.

von Martin S. (sirnails)


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Frosch schrieb:
> Martin Schwaikert schrieb:
>> gute 30 Kabel drinnen
>
> Ich lese da 30 und nicht 3000, oder noch sinnvoller 30000.
>
> Ist Dein Anliegen wirklich ernst gemeint???

Das war ja nicht ich ;-)

Aber ja, auch bei 30 Litzen ist eintauchen und fertig 1000x 
sympathischer als das fummlige Verzinnen mit dem Kolben.

von Ralf D. (dreilira)


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Ich hab für den Zweck ein kleines Gläschen (mit Schraubdeckel) Spiritus 
mit Kolophonium gelöst. Da tauch ich die Kabelenden kurz ein, dann saugt 
das beim leisesten Kontakt mit der heißen Lötspitze alles an Zinn 
runter, was verfügbar ist.

Gruß
Ralf

von Peter F. (peter_f)


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Martin Schwaikert schrieb:
> Aber ja, auch bei 30 Litzen ist eintauchen und fertig 1000x
> sympathischer als das fummlige Verzinnen mit dem Kolben.

Du hast die falsche Technik oder ein gehöriges Geduld defizit... für 
sowas ein Lötbad kaufen ist eine dumme Idee...

von Harald W. (wilhelms)


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Ralf Dreiling schrieb:

> Ich hab für den Zweck ein kleines Gläschen (mit Schraubdeckel) Spiritus
> mit Kolophonium gelöst. Da tauch ich die Kabelenden kurz ein, dann saugt
> das beim leisesten Kontakt mit der heißen Lötspitze alles an Zinn
> runter, was verfügbar ist.

Ich nehme für solche Zwecke Löthonig aus der Tube.
Gruss
Harald

von Michael S. (captain-stone)


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cyblord ---- schrieb:
> Würde mich echt interessieren warum der TE meint so was unbedingt zu
> brauchen.

Weil er erkannt hat, welche herrliche Arbeitserleichterung das ist. Ich 
habe auch jahrelang ohne gearbeitet, aber ich möchte mein Lötbad nicht 
mehr missen, wenn ich z.B. ein 10 poliges Flachbandkabel abisolieren und 
verzinnen muss.


Peter Zz schrieb:
> Aber vielleicht gibt es so ein Gerät, wo man einen kleinen Napf mit
> geschmolzenem Lötzinn hat, auch woanders billig zu kaufen?

Also Peter, lass Dich von den Kommentaren hier nicht abhalten. Aber 
selberbauen - ich würde es nicht tun. Es gibt Dinge, die kann man selber 
bauen und es gibt welche, die sollte man einfach kaufen. Und alles was 
zur Laborausrüstung gehört, kaufe ich lieber (Werkzeuge, Meßgeräte). Und 
der Preis von einem Lötbad ist nicht umsonst so hoch!

Ich habe ein Weller Lötbad (gab es sogar schon in meiner Lehrzeit), das 
kostet nur ca 120,- und das reicht völlig aus.

Such mal nach Weller Lötbad,

Der Captain

von Martin S. (sirnails)


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Peter F. schrieb:
> Martin Schwaikert schrieb:
>> Aber ja, auch bei 30 Litzen ist eintauchen und fertig 1000x
>> sympathischer als das fummlige Verzinnen mit dem Kolben.
>
> Du hast die falsche Technik

Nö hab ich nicht. Verzinnen gehört zum 1x1 und das sollte jeder 
gleichgut können. Es gibt auch nichts, was man daran falsch machen 
könnte (mal abgesehen vom Dachdeckerlot und 500W Lötkolben).

> oder ein gehöriges Geduld defizit...

Auch das habe ich nicht. Ich nutze nur meine Geduld für Dinge, die 
Geduld benötigen.

> für sowas ein Lötbad kaufen ist eine dumme Idee...

Und warum ist die Idee dumm? Kannst du das bitte anständig argumentativ 
darlegen?

von Löter88 (Gast)


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Das Thema würd ich nochmal gerne aufgreifen. ich muss demnächst ca 2000 
Litzen beidseitig abisolieren und verzinnen.

Da gibt es bei ebay ja diese ganz günstigen Lotbäder für ca 30 Euro.
- Taugen die Dinger was?
- Kann ich da mein normalen bleifreien Lotdraht reinlegen und dieser 
schmilzt oder brauche ich spezielles Lot?

Irgendwo im Internet habe ich jetzt gelesen, dass diese aber schinbar an 
der Unterseite scheinbar Asbest drinn haben. kann das einer bestätigen 
oder widerlegen?

Gruss

von Nemesis (Gast)


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Zum Litze Verzinnen schmeiß ich ab 2 Stk. schon das Lötbad an, das ist 
einfach sauberer und besser als mit dem Kolben...ganz besonders, wenn 
schon etwas Oxyd am Kupfer ist.

von Löter88 (Gast)


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Und was brauch ich dann alles.
Stangenlot, Flussmittel und eben Lötbad?

von Nemesis (Gast)


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Ja, Lötbad, Zinn und Kolophonium(in etwas Alkohol aufgelöst).

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