Hallo allerseits,
hier
http://www.beta-estore.com/rkde/order_product_details.html?wg=90&p=532
gibt einen Löttiegel auch zum vorverzinnen von Bauteilen oder Litzen.
Leider macht mich der Preis und die Notwendigkeit, dazu auch noch eine
teure Lötstation kaufen zu müssen, nicht gerade glücklich.
Ich habe jetzt überlegt, sowas selber zu bauen, aber wegen der hohen
Temperatur ist das nicht ganz einfach.
Aber vielleicht gibt es so ein Gerät, wo man einen kleinen Napf mit
geschmolzenem Lötzinn hat, auch woanders billig zu kaufen?
Naja, einfacher sind die elektrischen Schmelztiegel der
Zinngieß-Hobbyisten, z.B.:
http://www.shop-011.de/maxe-p322h83s84-001-Giessheinrich-Sc.html
Nur muss da eben auch mehr Zinn 'rein, und das oxidiert an der großen
Oberfläche ziemlich schnell ziemlich heftig.
cyblord ---- schrieb:> Würde mich echt interessieren warum der TE meint so was unbedingt> zu> brauchen.
Ich kann es gut nachvollziehen. Es gibt nichts schlimmeres, als Litze
verzinnen.
Martin Schwaikert schrieb:> Ich kann es gut nachvollziehen. Es gibt nichts schlimmeres, als Litze> verzinnen.
Dann warte mal auf den nächsten Durchfall...
Aber mal ehrlich: Wenn man so einen Apparat WIRKLICH brauchen will,
nimmt man sich ein Stück Kupfer, eine Bohrmaschine, eine Feile und macht
sich so ein Teil einfach als Lötspitze. Da immer die gleiche Stelle mit
Lötzinn geflutet ist, dürfte das auch eine ordentliche Lebensdauer haben
(ohne Spezialbeschichtung).
Und wenn sich der Wechsel der Lötspitze zum Verzinnen nicht lohnt,
wird's wohl doch nicht so wichtig gewesen sein.
Martin Schwaikert schrieb:> cyblord ---- schrieb:>> Würde mich echt interessieren warum der TE meint so was unbedingt>> zu>> brauchen.>> Ich kann es gut nachvollziehen. Es gibt nichts schlimmeres, als Litze> verzinnen.
Ja und wann muss man das im Akkord machen? Die Frage war ehrlich meint,
wann und wo braucht man so was im Hobbybereich? Um mal schnell ne Litze
zu verzinnen lohnt es sich ja kaum das Ding anzuheizen. Also müssen da
ja schon gewisse Stückzahlen zu verzinnen sein.
cyblord ---- schrieb:> Martin Schwaikert schrieb:>> cyblord ---- schrieb:>>> Würde mich echt interessieren warum der TE meint so was unbedingt>>> zu>>> brauchen.>>>> Ich kann es gut nachvollziehen. Es gibt nichts schlimmeres, als Litze>> verzinnen.>> Ja und wann muss man das im Akkord machen? Die Frage war ehrlich meint,> wann und wo braucht man so was im Hobbybereich? Um mal schnell ne Litze> zu verzinnen lohnt es sich ja kaum das Ding anzuheizen. Also müssen da> ja schon gewisse Stückzahlen zu verzinnen sein.
Klar. Mal schnell für eine Litze ist Unsinn. Aber gerade wenn man etwas
mehr zum verkabeln hat, ist das Verzinnen ein recht großer Zeitfaktor.
Ich habe beispielsweise für einen Kumpel vor kurzem eine Tretmine gebaut
(also einen Gitarren-Effekt-A/B-Umschalter). Da sind auf 10cm^2 gute 30
Kabel drinnen. Abisolieren geht ja recht schnell (
http://www.hermuth.de/images/abisolierer.jpg ) aber das Verzinnen ist
dann schon recht zeitraubend und nervig.
Da ist doch mal eben schnell eintauchen 1000x sympathischer :)
Aber Du hast schon recht - brauchen tut man das eigentlich nicht. Zum
Fahren braucht es aber auch keine S-Klasse, da reicht ein Fiat Seicento
oder Chevy Matiz voll und ganz aus. Es ist halt Luxus.
Martin Schwaikert schrieb:> gute 30 Kabel drinnen
Ich lese da 30 und nicht 3000, oder noch sinnvoller 30000.
Ist Dein Anliegen wirklich ernst gemeint???
cyblord ---- schrieb:> wann und wo braucht man so was im Hobbybereich? Um mal schnell ne Litze> zu verzinnen lohnt es sich ja kaum das Ding anzuheizen. Also müssen da> ja schon gewisse Stückzahlen zu verzinnen sein.
"Auf Arbeit" hatte ich auch ein solches, jahrzehntealtes Zinnbad.
Es lag in der hintersten untersten Schublade, weil ich es nie
brauchte. Früher, als ich noch Trafos gewickelt habe, war das
anders. Da ging das verzinnen der (lötbaren) Lackdrähte im Bad
wesentlich einfacher. Übrigens ist das Vorverzinnen von Litzen,
die an Platinen angeschlossen werden sollen eher Kontraproduktiv.
Dadurch steigt das Zinn viel weiter in den Draht hinein und
die Litze bricht leichter. (In irgendwelchen Klemmen haben verzinnte
Litzen sowieso nichts zu suchen.)
Gruss
Harald
Harald Wilhelms schrieb:> In irgendwelchen Klemmen haben verzinnte Litzen sowieso nichts zu suchen.
Bei Schraubklemmen stimme ich dir zu, aber bei Federklemmen?
Könnte mir trotzdem gut vorstellen ein Lötbad zu nutzen. Besonders wenn
man viel verkabelt, besonders mit Kupferlackdraht, da wäre sowas schon
praktisch. Notwendig sicher nicht, aber so gesehen ist eine
Abisolierzange auch unnützer Luxus, das geht mit einem Küchenmesser
genauso gut.
Frosch schrieb:> Martin Schwaikert schrieb:>> gute 30 Kabel drinnen>> Ich lese da 30 und nicht 3000, oder noch sinnvoller 30000.>> Ist Dein Anliegen wirklich ernst gemeint???
Das war ja nicht ich ;-)
Aber ja, auch bei 30 Litzen ist eintauchen und fertig 1000x
sympathischer als das fummlige Verzinnen mit dem Kolben.
Ich hab für den Zweck ein kleines Gläschen (mit Schraubdeckel) Spiritus
mit Kolophonium gelöst. Da tauch ich die Kabelenden kurz ein, dann saugt
das beim leisesten Kontakt mit der heißen Lötspitze alles an Zinn
runter, was verfügbar ist.
Gruß
Ralf
Martin Schwaikert schrieb:> Aber ja, auch bei 30 Litzen ist eintauchen und fertig 1000x> sympathischer als das fummlige Verzinnen mit dem Kolben.
Du hast die falsche Technik oder ein gehöriges Geduld defizit... für
sowas ein Lötbad kaufen ist eine dumme Idee...
Ralf Dreiling schrieb:> Ich hab für den Zweck ein kleines Gläschen (mit Schraubdeckel) Spiritus> mit Kolophonium gelöst. Da tauch ich die Kabelenden kurz ein, dann saugt> das beim leisesten Kontakt mit der heißen Lötspitze alles an Zinn> runter, was verfügbar ist.
Ich nehme für solche Zwecke Löthonig aus der Tube.
Gruss
Harald
cyblord ---- schrieb:> Würde mich echt interessieren warum der TE meint so was unbedingt zu> brauchen.
Weil er erkannt hat, welche herrliche Arbeitserleichterung das ist. Ich
habe auch jahrelang ohne gearbeitet, aber ich möchte mein Lötbad nicht
mehr missen, wenn ich z.B. ein 10 poliges Flachbandkabel abisolieren und
verzinnen muss.
Peter Zz schrieb:> Aber vielleicht gibt es so ein Gerät, wo man einen kleinen Napf mit> geschmolzenem Lötzinn hat, auch woanders billig zu kaufen?
Also Peter, lass Dich von den Kommentaren hier nicht abhalten. Aber
selberbauen - ich würde es nicht tun. Es gibt Dinge, die kann man selber
bauen und es gibt welche, die sollte man einfach kaufen. Und alles was
zur Laborausrüstung gehört, kaufe ich lieber (Werkzeuge, Meßgeräte). Und
der Preis von einem Lötbad ist nicht umsonst so hoch!
Ich habe ein Weller Lötbad (gab es sogar schon in meiner Lehrzeit), das
kostet nur ca 120,- und das reicht völlig aus.
Such mal nach Weller Lötbad,
Der Captain
Peter F. schrieb:> Martin Schwaikert schrieb:>> Aber ja, auch bei 30 Litzen ist eintauchen und fertig 1000x>> sympathischer als das fummlige Verzinnen mit dem Kolben.>> Du hast die falsche Technik
Nö hab ich nicht. Verzinnen gehört zum 1x1 und das sollte jeder
gleichgut können. Es gibt auch nichts, was man daran falsch machen
könnte (mal abgesehen vom Dachdeckerlot und 500W Lötkolben).
> oder ein gehöriges Geduld defizit...
Auch das habe ich nicht. Ich nutze nur meine Geduld für Dinge, die
Geduld benötigen.
> für sowas ein Lötbad kaufen ist eine dumme Idee...
Und warum ist die Idee dumm? Kannst du das bitte anständig argumentativ
darlegen?
Das Thema würd ich nochmal gerne aufgreifen. ich muss demnächst ca 2000
Litzen beidseitig abisolieren und verzinnen.
Da gibt es bei ebay ja diese ganz günstigen Lotbäder für ca 30 Euro.
- Taugen die Dinger was?
- Kann ich da mein normalen bleifreien Lotdraht reinlegen und dieser
schmilzt oder brauche ich spezielles Lot?
Irgendwo im Internet habe ich jetzt gelesen, dass diese aber schinbar an
der Unterseite scheinbar Asbest drinn haben. kann das einer bestätigen
oder widerlegen?
Gruss
Zum Litze Verzinnen schmeiß ich ab 2 Stk. schon das Lötbad an, das ist
einfach sauberer und besser als mit dem Kolben...ganz besonders, wenn
schon etwas Oxyd am Kupfer ist.