Forum: Offtopic Laminatverschleiss


von David .. (volatile)


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Ich habe Laminat in der von mir gemieteten Wohnung liegen. Ich halte 
nicht viel von den teuren Unterbuerostuhlschutzmatten - ich habe 2 lange 
Schreibtische, muesste also das halbe Wohnzimmer damit auslegen, um 
ueberhaupt den relevanten Boden abzudecken, ausserdem sammelt sich 
darunter Dreck, der den Boden noch mehr zerkratzt als so...
Also habe ich an meinem Buerostuhl grosse weiche Gummirollen (100mm 
Inliner). Ich hatte gehofft, den Boden damit genug zu schonen, dem ist 
aber nicht so. Durch die Verteilung der Kraft auf nur 5 Punkte walken 
die Rollen das Laminat, an den Kanten leidet es, das Klicksystem leiert 
aus, frueher oder spaeter geht es kaputt, sodass man wirklich Teile 
davon tauschen muesste.
*rant ueber Bodenbelaege, die keine normale Nutzung aushalten*
Was tun? Meine einzige Idee ist es, einen grossen Sitzball zu benutzen, 
der die Last auf viel Flaeche verteilt, toll finde ich die Idee aber 
nicht.
Regelmaessig den Schreibtisch umstellen, um so allen Boden zu 
verschleissen?
Harten Teppich auslegen?

von Uhu U. (uhu)


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Bau am besten mehrere Kronleuchter in deine Wohnung ein - dann kannst du 
dich von Kronleuchter zu Kronleuchter hangeln - das schont das Laminat.

Im Ernst: Wenn das Zeug das nicht aushält, dann taugt es nichts - das 
ist dann aber Sache des Vermieters.

Ich würde ihn darauf hinweisen und fragen, wie er das Problem lösen 
will.

von Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)


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David ... schrieb:
> Also habe ich an meinem Buerostuhl grosse weiche Gummirollen (100mm
> Inliner). Ich hatte gehofft, den Boden damit genug zu schonen, dem ist
> aber nicht so.

Wie soll das denn gehen, bzw. welches physikalische Grundprinzip hast du 
denn angenommen? Prinzipbedingt ist nach meinem Verständins die 
Auflagefläche von Inliner-Rollen deutlich geringer als die von normalen 
Bürostuhl-Rollen. Ob deine Rollen einen Durchmesser von 50, 100 oder von 
500 mm haben, ist für die Auflagekraft sowieso, und für die und die 
Auflagefläche nahezu bedeutungslos (da nahezu identisch)

Entscheidend ist auch noch die verbaute Trittschalldämmung. Je besser 
sie dämmen soll, desto dicker und desto "weicher" wird sie sein - und 
desto mehr bei punktuellen Belastungen nachgeben. Mechanisch sind 
sicherlich die Kantenbereiche eine durchgehenden Platte empfindlicher 
als "mittendrin". Daher dort auch deine beobachteten Schäden.

Und mit einer - angenommenen - 1/2 so großen Auflagefläche wirkt dann 
halt die doppelte Kraft pro Fläche auf die walkenden Rollen ein. Daß du 
damit den Boden um so mehr zerschrottest, scheint mir ziemlich logisch 
zu sein.




Uhu Uhuhu schrieb:
> Im Ernst: Wenn das Zeug das nicht aushält, dann taugt es nichts - das
> ist dann aber Sache des Vermieters.

Wieso sollte ein Fußboden in einem Wohnraum derartige Belastungen 
aushalten sollen? Eine Wohnung ist keine Werkshalle, in der mit schmalen 
Reifen der Boden durchwalkt wird. Da müßtest du schon den Boden mit 
Stahlplatten auslegen, daß eine derartige "Punkt"-Belastung über 
längeren Zeitraum schadensfrei überstanden wird - oder halt diese 
transparenten Unterlege-Platten.

Egal ob "Pfennigs-Absätze" oder "Bürostuhl-Rollen" - das ist keine 
bestimmungsgemäße Nutzung des Bodens eines Wohnraums. Da hilft danach 
nur eine Haftpflichtversicherung oder ein dickes Sparschwein (wenn es 
nicht nur Laminat, sondern geklebtes Echtholz-Parkett ist)

> Ich würde ihn darauf hinweisen und fragen, wie er das Problem lösen
> will.

Welche Antwort würdest DU denn geben, wenn DU ein Vermieter wärst, und 
eine derartige Frage bekämst?

von Dirk J. (dirk-cebu)


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Lösung: ein zweiter Bürostuhl, dann braucht man nicht jedesmal 2 Meter 
rollen. Allerdings mal das Gesäß anheben und neu platzieren ;)

von David .. (volatile)


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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> David ... schrieb:
>> Also habe ich an meinem Buerostuhl grosse weiche Gummirollen (100mm
>> Inliner). Ich hatte gehofft, den Boden damit genug zu schonen, dem ist
>> aber nicht so.
>
> Wie soll das denn gehen, bzw. welches physikalische Grundprinzip hast du
> denn angenommen?

Es ging mir dabei um den Abrieb, harte Rollen tragen den Boden 
mechanisch ab, Weiche nicht. Dass die Kraft gleich ist bei 5 Punkten ist 
klar.

von Uhu U. (uhu)


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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> Prinzipbedingt ist nach meinem Verständins die
> Auflagefläche von Inliner-Rollen deutlich geringer als die von normalen
> Bürostuhl-Rollen.

Als ob das bei zu weich verleggtem Laminat einen Unterschied machen 
würde. Das Zeug ist steif genug, den Druck auf dieselbe Fläche zu 
verteilen, wie eine breitere Rolle.

Wie du schreibst, ist das Problem der Trittschallschutz und der wurde 
offenbar unsachgemäß verlegt. Daß dadurch die Verbindung zwischen den 
Laminatplatten Schaden nimmt, ist nicht Schuld des Mieters.

von Vn N. (wefwef_s)


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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> Wieso sollte ein Fußboden in einem Wohnraum derartige Belastungen
> aushalten sollen? Eine Wohnung ist keine Werkshalle, in der mit schmalen
> Reifen der Boden durchwalkt wird.

Ja, ein Bürostuhl in einem Wohnraum, wie kann man nur...

Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> Da müßtest du schon den Boden mit
> Stahlplatten auslegen, daß eine derartige "Punkt"-Belastung über
> längeren Zeitraum schadensfrei überstanden wird

Ja ne ist klar. Stahlplatten wegen nem Bürostuhl.

von Icke ®. (49636b65)


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Statt Rollen Repulsorlifte benutzen:

http://www.jedipedia.net/wiki/Repulsorlift

von Jan H. (j_hansen)


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Wegstaben Verbuchsler schrieb:
> Wieso sollte ein Fußboden in einem Wohnraum derartige Belastungen
> aushalten sollen? Eine Wohnung ist keine Werkshalle, in der mit schmalen
> Reifen der Boden durchwalkt wird. Da müßtest du schon den Boden mit
> Stahlplatten auslegen, daß eine derartige "Punkt"-Belastung über
> längeren Zeitraum schadensfrei überstanden wird - oder halt diese
> transparenten Unterlege-Platten.

Bin ich hier im falschen Film? Ein Bürostuhl soll für einen Fußboden 
eine unaushaltbare Belastung sein? Was hält denn ein Fußboden aus? Die 
Stoffpatschen hoffentlich schon noch. Aber Birkenstock-Schlapfen sind 
wahrscheinlich auch schon fast zu viel...

von Tex A. (tex)


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Eindeutig ein Fehler im Unterbau / Trittschalldämmung. GGf wurde 
versucht mit der Dämmung Unebenheiten im Untergrund auszugleichen.

von Harald W. (wilhelms)


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David ... schrieb:

> Ich habe Laminat in der von mir gemieteten Wohnung liegen.

Laminat gibt es in unterschiedlicher Qualität. Die Abriebfestigkeit
wird in sog. Umdrehungen gemessen. Außerdem gibt es in den Prospekten
teilweise Angaben wie: "Für Bürostühle geeignet". Intensive Nutzung
durch Bürostühle in Wonungen gehört m.E. nicht zu einer "vertagsgemäßen
Nutzung". D.h. Du kannst den Vermieter nicht dafür verantwortlich 
machen.
Gruss
Harald

von D. I. (Gast)


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Harald Wilhelms schrieb:
> Intensive Nutzung
> durch Bürostühle in Wonungen gehört m.E. nicht zu einer "vertagsgemäßen
> Nutzung".

Lol, und mit was soll ich mich dann an den Schreibtisch setzen? Omg, 
weltfremde Typen gibts, gibts ja garnicht.

Wenn das Laminat bricht, ist es absolut scheiße verlegt, das ist keine 
Abnutzung sondern Murks.

von Dirk J. (dirk-cebu)


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D. I. schrieb:
> Harald Wilhelms schrieb:

> ...
> Lol, und mit was soll ich mich dann an den Schreibtisch setzen? Omg,
> weltfremde Typen gibts, gibts ja garnicht.

Mit einem Sessel (ohne Rollen) zum Beispiel oder nicht den ganzen Tag 
hin und her rollen.

> Wenn das Laminat bricht, ist es absolut scheiße verlegt, das ist keine
> Abnutzung sondern Murks.

M. E. werden in Büros ganz andere Bodenbelege verlegt, nämlich die mehr 
aushalten können.
Wer zwei (2!) lange Schreibtische in seinem Wohnzimmer derart intensiv 
nutzt, bei dem gehe ich schon von einer berufsmäßigen Nutzung seines 
"Wohnzimmers" aus. Stell doch eine lange Bank vor die Schreibtische, 
dann brauchst Du nur noch mit dem Allerwertesten hin und her rutschen.

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Dirk J. schrieb:
> Stell doch eine lange Bank vor die Schreibtische,
> dann brauchst Du nur noch mit dem Allerwertesten hin und her rutschen.

Und wenn du noch eine Sitzfläche mit Rollen darauf baust (wie z.b. bei 
einer Teermaschine), dann kannst du hin u. her rollen. :-))

von Hubert M. (hm-electric)


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Hier in meinem Büro hab ich auch Laminat mit Klicksystem verlegt. Mein 
Bürostuhl hat ganz Banale Kunststoffrollen, wie vom Werk geliefert. Ich 
habe aber zu teuerem Laminat gegriffen, wo die Abriebfestigkeit in die 
Richtung Industrie geht. Ich habe keinerlei Abriebspuren oder sonst was, 
der sieht jetzt nach 10 Jahren noch aus wie neu, und ich rolle und halte 
mich viel in diesem Raum auf. Unter dem Laminat befindet sich 2mm kork, 
darunter Spanplatte 22mm. Es ist bei Laminat ganz wichtig, dass er glatt 
liegt, und beim betreten nichts nachgibt. In der Küche liegt der gleiche 
Laminat, da ist er aber schon über 15 Jahre drin, sieht auch noch aus 
wie neu, obwohl da gelegentlich mal eine Wasserpfütze sich befindet, und 
da quellt auch nichts auf. Es ist eindeutig, die Qualität, die man 
kauft. Kauft man für kleines Geld mehrmals, oder für großes Geld einmal. 
Ich kaufe lieber was hochwertiges, wo ich lange dran Freude habe....

von Vn N. (wefwef_s)


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Dirk J. schrieb:
> Mit einem Sessel (ohne Rollen) zum Beispiel

Welchen Unterschied würde das konkret machen? Sein Problem ist ja nicht 
der Abrieb, sondern dass der offensichtlich unsachgemäße Boden nachgibt.

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