Paypal Pflicht oder nicht?

OP #3219892
Lesenswert?

Ich finde es irgendwie nicht auf der Ebay Seite und würde es gerne aber 
von offizieller Stelle "hören".
Wenn ich mein Vorhandenes Ebaykonto auf gewerblich umstelle, gibt es 
dann nun die Paypalpflicht noch oder nicht?
Ich würde gerne Paypal bei gewissen Artikeln nicht anbieten.
Wenn man Waren für wenige Euros unversichert verschickt, da sich die 
Versicherung nicht rechnet (wann geht den schon mal ein Brief verloren), 
holen sich viele Käufer das Geld über Paypal unrechtmäßig zurück, und 
das möchte ich gerne vermeiden.
#3220611
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:
> Weil man vielleicht ebay hier nicht übern Weg traut?

Dann sollte man sich aber auch keine Gedanken darüber machen, dort 
gewerblich oder sonstwie aktiv zu werden!

Und in den AGB von ebay wird sicher etwas dazu drin stehen.
Ich bin immer noch der Meinung, dass der Support von ebay hier die 
bessere Adresse gewesen wäre, mal abgesehen davon, dass der TO HIER 
immer noch keine Antwort auf seine Frage bekommen hat ;-)


Jörg Wunsch schrieb:
> Ansonsten darfst du noch an deinem Tonfall arbeiten.

Da hast Du wohl recht. Beim nächsten Mal ersetze ich das "zumüllen" 
durch etwas dezenteres wie "belasten" oder "nerven", oder ist Dir der 
Tonfall auch nicht genehm? Man kann es auch übertreiben...
#3220623
Lesenswert?

Mike Mike schrieb:
> Ich würde gerne Paypal bei gewissen Artikeln nicht anbieten.
Dann halte dir zwei Konten, ein Privates, ein Gewerbliches.
> Wenn man Waren für wenige Euros unversichert verschickt, da sich die
> Versicherung nicht rechnet (wann geht den schon mal ein Brief verloren),
> holen sich viele Käufer das Geld über Paypal unrechtmäßig zurück, und
> das möchte ich gerne vermeiden.
Öfter als man denkt. Auch Falschbehauptungen (nicht erhalten) dürfte
da nicht ungewöhnlich sein. An sich ist die Haftung bei Privat/-
Gewerbeverkauf gesetzlich klar geregelt. Da jetzt über Paypal die
Risiken auf deine Käufer abzuwälzen ist sicherlich nicht seriös.
Das Risiko neben den Gewinnen auch mal ein paar Verluste zu machen
muss man eben akzeptieren oder man lässt es eben sein. Käufer tragen
auch so schon einen ganzen Batzen Risiken und daher muss man die nicht
noch versuchen schlechter zu stellen.
OP #3220645
Lesenswert?

> An sich ist die Haftung bei Privat/-
> Gewerbeverkauf gesetzlich klar geregelt.
Das schon, aber es kommt nicht so häuftig vor wie bei Paypal.
Dort sind es nur ein paar Klicks und damit bekommt man sein Geld
mit wenig Aufwand wieder zurück.

> Da jetzt über Paypal die
> Risiken auf deine Käufer abzuwälzen ist sicherlich nicht seriös.
Es geht hier nur um die Artikel, an denen man nicht viel Gewinn macht.
Wenn man Ebay Gebühren, Umschlag, Porto und Ware zusammenrechnet, kann 
das teuert werden. Und es wird leider immer schlimmer mit dem Betrug.

> Das Risiko neben den Gewinnen auch mal ein paar Verluste zu machen
> muss man eben akzeptieren oder man lässt es eben sein.
Der Meinung bin ich auch, nur muss ich mein Risiko auch minimieren.


@mathias p.
Es hat wie Jörg gesagt hat seine Gründe. Bei mir ist es der, dass ich 
mein Ebaykonto aufgrund der Bewertungen behalten möchte, aber nicht in 
die Paypal-Zwang-Falle Tappen will.
Paypal ist einfach ein Krampf für Verkäufer. Ich habe damit eh schon das 
Risiko, dass sie dir einfach das Konto einfrieren, da will ich nicht 
noch Betrugsprobleme haben wenn ich es vermeiden kann.
#3220683
Lesenswert?

Das kann ich schon verstehen Mike, aber wäre ein e-mail mit irgendeiner 
Fake-email-Adresse direkt an den Support nicht hilfreicher, als hier im 
Dunkeln zu stochern?

Ich schlimmsten Fall erstellst Du einfach mal ein zweites ebay-Konto und 
stellst dieses auf gewerblich um, dann wirst Du doch sehen, ob man 
Paypal angeben MUSS oder nicht. Da wird doch sicher beim Umstellvorgang 
nach dem Paypal-Konto gefragt, oder eben nicht...und wenn keine Abfrage 
kommt und Du keines angibst, dann wird sicher schnell ein e-mail von 
ebay kommen...
#3220708
Lesenswert?

Mike Mike schrieb:
>> An sich ist die Haftung bei Privat/-
>> Gewerbeverkauf gesetzlich klar geregelt.
> Das schon, aber es kommt nicht so häuftig vor wie bei Paypal.
> Dort sind es nur ein paar Klicks und damit bekommt man sein Geld
> mit wenig Aufwand wieder zurück.
Klar, aber der Käufer zahlt dann 5Euro Gebühr für die Rückbuchung
und wenn der Rückbuchwert in etwa die gleiche Größenordnung hat,
kommt für den Käufer nichts raus. Das Geld ist dann für beide futsch.
>> Da jetzt über Paypal die
>> Risiken auf deine Käufer abzuwälzen ist sicherlich nicht seriös.
> Es geht hier nur um die Artikel, an denen man nicht viel Gewinn macht.
> Wenn man Ebay Gebühren, Umschlag, Porto und Ware zusammenrechnet, kann
> das teuert werden. Und es wird leider immer schlimmer mit dem Betrug.
Steuern kommen ja auch noch dazu und das ist der größte Betrug an
redlichem Handel.;-) Da muss man eben halt besser kalkulieren damit
dabei auch noch Gewinn abfällt. Andere haben da anscheinend kein
Problem mit. Bei Betrug kann man übrigens Strafanzeige erstatten
was auch ein Druckmittel ist.
>> Das Risiko neben den Gewinnen auch mal ein paar Verluste zu machen
>> muss man eben akzeptieren oder man lässt es eben sein.
> Der Meinung bin ich auch, nur muss ich mein Risiko auch minimieren.
Ein Anspruch auf Gewinn gibt es nicht, den muss man sich erarbeiten.
Wenn du gewerblich handeln willst, dann versende versichert, so wie
andere Händler das auch machen. Ich habe diese Wochen erst wieder bei
zwei Händlern was gekauft, über paypal bezahlt, bei super schneller
Lieferung von Top-Ware und preisgünstig zum Laden war es alle mal.
Bei solcher Zufriedenheit kommt einem erst gar nicht der Gedanke
da sein Geld zurück zu verlangen, mal ganz abgesehen davon das es
Paypal Käufern da auch nicht sooooo leicht macht. Da wird man die
Sachbearbeiter schon überzeugen müssen das man im Recht ist.
> @mathias p.
> Es hat wie Jörg gesagt hat seine Gründe. Bei mir ist es der, dass ich
> mein Ebaykonto aufgrund der Bewertungen behalten möchte, aber nicht in
> die Paypal-Zwang-Falle Tappen will.
> Paypal ist einfach ein Krampf für Verkäufer. Ich habe damit eh schon das
> Risiko, dass sie dir einfach das Konto einfrieren, da will ich nicht
> noch Betrugsprobleme haben wenn ich es vermeiden kann.
Dürfte auch nicht schwieriger/aufwändiger sein als ein Mahnwesen zu 
unterhalten um säumige Käufer zur Raison zu bringen.
OP #3220763
Lesenswert?

Michael ... schrieb:
> Klar, aber der Käufer zahlt dann 5Euro Gebühr für die Rückbuchung
> und wenn der Rückbuchwert in etwa die gleiche Größenordnung hat,
> kommt für den Käufer nichts raus. Das Geld ist dann für beide futsch.

Seit wann ist das den so?

>Wenn du gewerblich handeln willst, dann versende versichert
Es geht hier um Artikel, die 1 bis 2 Euro Gewinn abwerfen,
wenn man davon 100 Stück verkauft und sich 1,60 Einschreiben spart, sind 
das 160 Euro mehr. Selbst wenn man die Geldrückholer mit einrechnet, 
kommt da immer noch mehr Gewinn raus. Bei der Post geht im normal Fall 
nicht so schnell was verloren. Bei höherpreisigen Artikeln ist es gar 
keine Frage, da wird bei mir ausnahmslos versichert verschickt.



>Das kann ich schon verstehen Mike, aber wäre ein e-mail mit irgendeiner
>Fake-email-Adresse direkt an den Support nicht hilfreicher, als hier im
>Dunkeln zu stochern?
Im Forum gibt es sicher Ebayverkäufer die das wissen;)

>Ich schlimmsten Fall erstellst Du einfach mal ein zweites ebay-Konto und
>stellst dieses auf gewerblich um, dann wirst Du doch sehen, ob man
>Paypal angeben MUSS oder nicht.

Dazu muss ich meine Adresse usw. angeben, und die existiert schon in 
meinem vorhandenen Konto.

Findest du es so schlimm, dass ich hier eine Offtopic-Frage im 
Offtopic-Forum stelle? Die paar Byte Speicherplatz wird sich doch finden 
lassen.
#3220986
Lesenswert?

Jörg schrub:
>für eine neues Konto muss man als Verkäufer seit
>einiger Zeit immer Paypal akzeptieren. Erst ab einem bestimmten
>Bewertungsstand (ich glaube mich an 50 Punkte zu erinnern) darf
>man drauf verzichten.

Ja, das stimmt genau.
Es hat dann Leute gegeben, die in ihren Angeboten zum Ausdruck brachten,
daß ihnen eine Überweisung lieber sei als Paypal. Das führte dazu, daß 
das
Angebot abgesäbelt wurde.

:-(
MfG Paul
#3221007
Lesenswert?

Mike Mike schrieb:
> Seit wann ist das den so?

Ich glaube schon immer.
Ich hab den Text mal aus deren AGB (ziemlich versteckt) hierher kopiert:

Fehlgeschlagene Abbuchung auf Ihr Bankkonto

Die Gebühr fällt an, wenn ein von einem Nutzer initiierter 
Abbuchungsvorgang fehlschlägt, weil fehlerhafte oder unvollständige 
Bankkontoinformationen angeben wurden. Diese Gebühr basiert auf dem uns 
in einem solchen Fall entstehenden Schaden. Es bleibt Ihnen vorbehalten 
nachzuweisen, dass uns ein niedrigerer Schaden entstanden ist.   3 EUR

Rücklastschrift oder fehlgeschlagene Lastschrift (gemäß Ziffer 10.1). 
Diese Gebühr basiert auf dem uns in einem solchen Fall entstehenden 
Schaden. Es bleibt Ihnen vorbehalten nachzuweisen, dass uns ein 
niedrigerer Schaden entstanden ist.   5 EUR
#3221073
Lesenswert?

Jörg Wunsch schrieb:
> Das hilft nichts: für eine neues Konto muss man als Verkäufer seit
> einiger Zeit immer Paypal akzeptieren. Erst ab einem bestimmten
> Bewertungsstand (ich glaube mich an 50 Punkte zu erinnern) darf
> man drauf verzichten.

ich dachte, dass ist eben nicht mehr so, nachdem eBay im letzten Jahr 
ein neues Modell einführen wollte und dieses dann gekippt wurde?
#3222875
Lesenswert?

Mike Mike schrieb:
> Üblicherweise bezahlt man aber per Überweisung,
Bei Paypal?
Paypal zieht mit Lastschrift den zu zahlenden Betrag
von dem Käuferkonto und überweist dann an den Verkäufer.
Bis zu 6 Wochen kann der Käufer die Lastschrift über
seine Hausbank wieder rückgängig machen.
Der Käufer hat da also eine Zugriffsmöglichkeit.
Was dann beim Verkäufer passiert weiß ich nicht.
#3223463
Lesenswert?

Michael ... schrieb:
> Mike Mike schrieb:
>> Üblicherweise bezahlt man aber per Überweisung,
> Bei Paypal?
> Paypal zieht mit Lastschrift den zu zahlenden Betrag
> von dem Käuferkonto und überweist dann an den Verkäufer.
> Bis zu 6 Wochen kann der Käufer die Lastschrift über
> seine Hausbank wieder rückgängig machen.
> Der Käufer hat da also eine Zugriffsmöglichkeit.
> Was dann beim Verkäufer passiert weiß ich nicht.

PP schickt dann eine Email, mit der man zu Zahlung aufgefordert wird. 
Hat man die Kohle zurückgeholt weil was mit der Ware nicht gestimmt hat, 
so kommt die Sache vor den PP-Kadi, wo nach Gutsherrenart und 
vollkommener Willkür entschieden wird. Zum Schluss darfst du die Kohle 
neu überweisen.

Zum Glück ist pp keine "systemrelevante" Bank.

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren