Hallo, ich möchte eine ziemlich schnelles Signal Tiefpassfiltern, da ich den durchschnittlichen Wert von diesem erhalten will. Jetzt ist die Frage: Erhalte ich durch extreme Tiefpassfilterung den Mittelwert? Rein von der Intention her, würde ich sagen nein, weil ja Informationen über das ursprüngliche Signal verloren gehen. In der Simulation mit LTSpice ergab der Durchschnitt eines hochfrequenten Impulssignals allerdings verblüffende Ähnlichkeit zu dessen TP-gefiltereten Signales. Könnt ihr mir weiterhelfen? Danke!
ja, das passt: wenn du alle AC-Anteile des Signals über einen entsprechend dimensionierten TP wegfilterst, bleibt nur der DC-Anteil übrig (und den nennt man auch Mittelwert).
Ok merci! Hab im Internet gesucht, aber leider nichts dazu gefunden. Kennt ihr eine seriöse Quelle für diese Aussage?
Andi schrieb: > Oder wie ich mir das herleiten kann? 1. wie definiert sich der Mittelwert eines Signals X: x(t) innerhalb des Intervalls t \in [t1, t2] ? 2. das Signal werde über den Zeitraum t \in [t1, t2] in einen RC-Tiefpaß eingespeist mit \tau = RC >> (t2-t1). Nach welcher Formel ergibt sich die Spannung am Kondensator C zum Zeitpunkt t2 wenn der Kondensator bei t1 leer war? Hinweis: die folgende Näherung kann verwendet werden. Weil \tau sehr groß ist, kann der Einfluß der Momentanspannung über dem Kondesator auf den durch R fließenden Strom vernachlässigt werden. Wenn du die Ergebnisse von 1. und 2. vergleichst, hast du deine Antwort. XL
Andi schrieb: > Oder wie ich mir das herleiten kann? Oder alternativ zur Herleitung im Zeitbereich hier die Betrachtung im Frequenzbereich: - betrachte ein periodisches Signal und berechne die Fourierreihe. Du erhältst ein Spektrum mit Linien bei ganzzahligen Vielfachen der Signalperiode und einer Linie bei f=0 - lege die Grenzfrequenz des TP so, dass alle Harmonischen mit n>=1 vom Filter geschluckt werden (das entspricht der Anforderung an tau, die Axel beschreibt) - im gefilterten Signal bleibt nur die Linie bei f=0 übrig (nur die siehst du am Ausgang des TP) - die Höhe dieser "Spektrallinie" bei f=0 ergibt sich aus dem Fourierkoeffizienten A_0. Und der berechnet sich identisch zur Berechnung des Mittelwerts.
Danke ihr Beiden! Muss ich A_0 nicht noch geteilt durch 2 nehmen?
Weil a_K = 2/T \integral_c^{c+T}f(t)dt
Grüße,
Andi
Andi schrieb: > Muss ich A_0 nicht noch geteilt durch 2 nehmen mit A_0 hatte ich den Betrag des komlexen Zeigers gemeint. Der entspricht dem Effektivwert (und bei f=0 damit dem Wert der Gleichspannung). Wenn du von der sin - cos Darstellung in die komplexe Darstellung der Fourierreihe umrechnest, ergibt sich A_0 = a_0 / 2.
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