Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik 230VAC Messen mit AVR


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von Piere (Gast)


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Hallo,
ich möchte gerne eine 230V Wechselspannung 50Hz mit einem AVR messen. 
Genauigkeit -/+ 2V oder besser wäre wünschenswert.
Habe einen Aufbau mit Optokoppler 4N35 wie hier im Forum zu lessen 
aufgebaut. Das Problem, die Werte am ADC sind sehr ungenau schwanken bei 
gleichen Primärspannung um 30 Werte.
Gibt es denn genauere Lösungen mit Optokoppler oder andere Lösungen?
Galvanische Trennung wäre schon sehr gut :)
Evtl. würde auch ein Trafo in frage kommen, aber welche nimmt man da, 
die Sekundärseitig die Primärspannung sehr gut wiedergeben?
Die Baugröße solch eines Trafos sollte auch sehr klein sein, da das 
ganze vom Platz her sehr knapp bemessen ist. Optokoppler wäre da schon 
besser.
Evtl. hat jemand da mehr Erfahrung damit. Wichtig ist mir die 
Genauigkeit des ganzen.

von Frank (Gast)


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Wie schaut denn Deine Schaltung mit dem Optokoppler aus?

Das Meßsignal galvanisch zu entkoppeln sit gar nicht sooo einfach. Ich 
würde wahrscheinlich eher µC galvanisch koppeln und dann den Ausgang 
(RS232?) optisch entkoppeln.

Frank

von Piere (Gast)


Angehängte Dateien:

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Habe diese Schaltung aufgebaut.

von Otto (Gast)


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Mit der Schaltung kannst du nur feststellen,  ob 230VAC vorhanden sind. 
....

von Ich (Gast)


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...und auch das nichtmal unbedingt weil einerseits die 470k etwas hoch 
gewählt sind und andererseits hinten der Pullup-Widerstand fehlt...

von MaWin (Gast)


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> Habe diese Schaltung aufgebaut.

Völlig die falsche Schaltung, und die wurde sicherlich nicht als 230V 
Messschaltung angepriesen. Wie kommst du bloss darauf daß die passen 
könnte, das ist doch abstrus.


> Genauigkeit -/+ 2V oder besser wäre wünschenswert.

Besser als 1% ?
Dann brauchst du einen definiert belasteten Trafo hoher Qualität (darfst 
also nicht den Trafo verwenden, der die Schaltung versorgt), wenn die 
Messung galvanisch getrennt sein soll, und einen True-RMS Konverter, 
wenn der uC diese Konvertierung nicht selber machen kann.

Für noch besser als 1% musst du dann direkt auf der 230V Seite messen 
und den (digitalisierten) Messwert übertragen, das muss kein A/D-Wandler 
sein, sondern kann ein U/F Wandler machen.

Professionelle Schaltungsentwickler sparen Kosten und machen sich das 
Leben leicht in dem sie den uC direkt mit 230V verbinden, aber das kann 
dir bei deinem Kenntnisstand nicht gelingen.

von Frank (Gast)


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MaWin schrieb:
> Professionelle Schaltungsentwickler sparen Kosten und machen sich das
> Leben leicht in dem sie den uC direkt mit 230V verbinden, aber das kann
> dir bei deinem Kenntnisstand nicht gelingen.

Lieber Piere,

das ist nicht böse gemeint, aber Dein Kenntnisstand reicht nicht aus, um 
überhaupt an 230 V zu basteln. Bevor Dir die Haare zu Berge stehen, 
möchte ich Dir dringend davon abraten.

Frank

von Peter (Gast)


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Frank,
als Elektrofachkraft ist mir sehr wohl klar was 230VAC sind und was sie 
mit mir machen können ;)

Habe mir diese True-RMS-to-DC-Converter angesehen. Aber wie arbeiten 
diese richtig? Bekomme ich am Ausgang eine Lineare DC Spannung oder eine 
pulsierende?
Klar könnte man einfach eine MCU an die 230V hängen und dann ein 
digitales Signal ber Optokoppler an eine zweite MCU geben.

von Prinzipal (Gast)


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Erst Piere, dann Peter ...

Schonmal vom Peter-Prinzip gehört? 
http://de.wikipedia.org/wiki/Peter-Prinzip

Sorry, das mußte jetzt sein :-)

von Peter (Gast)


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Sehr lustig :) trägt leider nicht zur Lösung bei

von Frank K. (fchk)


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Schau mal hier:

http://www.microchip.com/wwwproducts/Devices.aspx?dDocName=en556794

Das ist ein Analog Frontend zum Messen von Strom & Spannung. Da kommt 
ein SPI-Interface raus, das Du über Optokoppler oder Isolatorchips von 
AD oder TI ankoppelst.

http://www.analog.com/en/interface-isolation/digital-isolators/products/index.html

Der AD-Wandler gibt Dir Momentanwerte von Strom und Spannung, und die 
musst Du dann eben aufintegrieren, um Effektivwerte und Schein- und 
Wirkleistung zu bekommen.

Analoge Signale über Optokoppler geht, ist aber teuer -> 
Isolationsverstärker. Daher erst digitalisieren, dann erst über die 
Isolationsbarriere heben.

fchk

von Frank (Gast)


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Peter schrieb:
> Klar könnte man einfach eine MCU an die 230V hängen und dann ein
> digitales Signal ber Optokoppler an eine zweite MCU geben.

Da ist doch Deine Lösung ... auf gehts ...

Frank

von Frank (Gast)


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Frank K. schrieb:
> Der AD-Wandler gibt Dir Momentanwerte von Strom und Spannung, und die
> musst Du dann eben aufintegrieren, um Effektivwerte und Schein- und
> Wirkleistung zu bekommen.

Ich dachte, Piere-Peter will nur Spannung messen? Da ist so ein Chip 
doch oversized, oder ist der soooo günstig?

Frank

von Frank K. (fchk)


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Frank schrieb:
> Peter schrieb:
>> Klar könnte man einfach eine MCU an die 230V hängen und dann ein
>> digitales Signal ber Optokoppler an eine zweite MCU geben.
>
> Da ist doch Deine Lösung ... auf gehts ...

Finger wech von dieser Lösung! Ich ahne böses. Einmal den ISP-Programmer 
vergessen abzuziehen, und es rummst. Nein, ein AFE ohne eigenen Code 
reicht. Ist jedenfalls idiotensicherer.

fchk

von Frank (Gast)


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Ich gebe dem Frank K. recht, ein analoges Frontend ist deutlich 
sicherer, zumal der Chip nicht sonderlich teuer ist (wie ich erwartet 
hätte).

Frank

von Frank K. (fchk)


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Frank schrieb:
> Frank K. schrieb:
>> Der AD-Wandler gibt Dir Momentanwerte von Strom und Spannung, und die
>> musst Du dann eben aufintegrieren, um Effektivwerte und Schein- und
>> Wirkleistung zu bekommen.
>
> Ich dachte, Piere-Peter will nur Spannung messen? Da ist so ein Chip
> doch oversized, oder ist der soooo günstig?

2.25€ netto in Einzelstückzahlen bei Farnell, 1.49€ bei MicrochipDirect.

fchk

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Emule, tauschbörse in der Taskleiste....aufpassen !!!

von Peter (Gast)


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Thomas der Bastler schrieb:
> Emule, tauschbörse in der Taskleiste....aufpassen !!!

Leider nicht meine Taskliste :P


Danke für den Hinweis mit dem Chip zur Spannung- / Strommessung. Gibt es 
dazu auch Schaltungsbeispiele? Konnte im Datenblatt keine finden.

von Davis (Gast)


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Thomas der Bastler schrieb:

> Emule, tauschbörse in der Taskleiste....aufpassen !!!

What's Up, Doc?

von anderes ich (Gast)


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kauf dir ein Multimeter mit USB oder RS232 Schnittstelle. Ist vermutlich 
billiger, geht schneller und du lebst länger.

von Peter (Gast)


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Gib mir das mit dem länger Leben schriftlich, ich wollte schon immer 
Risikosportarten machen :P

Jetzt mal den ganzen Quatsch bei Seite bitte. U/F Converter klingt ganz 
gut, das Signal kann man ja dann über einen Optokoppler schicken und mit 
einem F/U Converter wieder normalisieren oder? Wäre so was denn genau 
genug?

Wo gäbe es denn Schaltungsbeispiele?

von Frank K. (fchk)


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Peter schrieb:

> Jetzt mal den ganzen Quatsch bei Seite bitte. U/F Converter klingt ganz
> gut, das Signal kann man ja dann über einen Optokoppler schicken und mit
> einem F/U Converter wieder normalisieren oder? Wäre so was denn genau
> genug?

Theoretisch ja, praktisch hast Du es mit meinem Vorschlag einfacher, 
eine hohe Genauigkeit zu erreichen.

fchk

von Peter (Gast)


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Ok danke Frank K. Wie bindet man diesen Chip am besten in die Leitung 
ein? Wie funktioniert die Auswertung?

von Frank K. (fchk)


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Klick auf den Link, lies das Datenblatt und App Notes und die Doku zum 
Demoboard.

fchk

von Peter (Gast)


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Ok danke. Leider scheint mir, als wäre ich nicht in der Lage das alles 
zu verstehen und richtig einzusetzen. Plane auch eher mit einem ATmega 
168 in der Schaltung.
Gibt es denn noch andere Möglichkeiten die etwas "einfacher" sind?

von Ingo (Gast)


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Mir ist schleierhaft wie einer Elektrofachkraft so viele Basics fehlen 
bzw. die Fähigkeit ein Datenblatt zu lesen?! Im ernst, überleg dir dein 
Konzept, lese Datenblätter und stelle ggf konkrete Fragen, aber 
verschone und mit so nem Mist wie "Wie Bau ich den in die Leitung"

von Peter (Gast)


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Ingo, schlechten Tag erwischt? Es geht eher darum, dass eine 
Elektrofachkraft kein Elektroniker ist. Ich habe mir bis jetzt alles zum 
Thema AVR usw. selber erarbeitet. Des Weiteren habe ich keine Lust 
wirklich mal in der Ecke zu liegen, bzw. mit einer falschen Verbindung 
direkt mal 20 € oder mehr zu zerstören. Aber Danke für deine Hilfe.

von Ingo (Gast)


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Gerade dann, wenn du dir nicht 100% sicher bist was du mit 230V machst, 
auf einer Platine zumindest, solltest du die Finger davon lassen. 
Immerdann wenn Leute Fragen," ich will 230V messen, wie geht das?", 
sollten bei jedem hier die Alarmglocken schrillen! Is ja nicht böse 
gemeint, aber dann fehlt einfach Wissen!

von Frank K. (fchk)


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Peter schrieb:
> Ok danke. Leider scheint mir, als wäre ich nicht in der Lage das alles
> zu verstehen und richtig einzusetzen. Plane auch eher mit einem ATmega
> 168 in der Schaltung.

So, und da war es zu schwierig, im Geiste den PIC auszudesignen und den 
AVR plus ADuM14xx an die frei gewordene SPI-Schnittstelle anzuklemmen?
Der Prozessor ist eher nebensächlich, wobei ein dsPIC mit seiner 
DSP-Einheit gewisse Vorteile bei der Berechnung der Integrale hätte, was 
aber hier nicht entscheidend ist.

Woran hapert es bei Dir?

An der Mathematik? Berechnung des Effektivwertes über mehrere Perioden 
des Eingangssignals?
Das solltest Du in der Ausbildung gehabt haben. Wie man von einem 
Integral zu einer Summe bei zeitdiskreten System kommt, sollte auch 
bekannt sein. Ansonsten -> Lehrbuch. Dafür ist das Forum nicht da.

Schaltungstechnik? Spannungsteiler? Strommessung mit einem 
Shunt-Widerstand? Strommessung mit einem Stromsensor? Äh ... ich denke, 
Du solltest mal etwas über Messtechnik gehört haben. Viel mehr ist das 
nicht.

Was hier wichtig ist: Spannungsfestigkeit der Bauteile beachten. Und 
wissen, welcher Spannungswert (Effektivwert, Scheitelwert) für die 
Spannungsfestigkeit maßgeblich ist. Und wissen, was für eine Spannung 
normale Widerstände abkönnen, wenn man schon zu fault ist, ins 
Datenblatt des Herstellers zu schauen.

> Gibt es denn noch andere Möglichkeiten die etwas "einfacher" sind?

Es gibt andere Chips, die für Dich das Aufintegrieren übernehmen. Da 
kannst Du dann direkt die Effektivwerte aus den Registern lesen. Die 
netzseitige Basisbeschaltung ist aber überall mehr oder weniger die 
gleiche. Das Rad ist hier schon in mehrfacher Form erfunden worden.

fchk

von MaWin (Gast)


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Peter schrieb:
> Klar könnte man einfach eine MCU an die 230V hängen und dann ein
> digitales Signal ber Optokoppler an eine zweite MCU geben.

Kann man, blöderweise braucht diese MCU nicht 230V sondern 5V also 
braucht man noch ein Netzteil, und das muss ausreichen, den Optokoppler 
zu versorgen, der dann die Daten beispielsweise seriell auf die andere 
Seite transportiert.

Und da du so ein elender Jammerkopf bist, der keinen Platz hat und so 
arm bist daß es nichts kosten darf, und zusätzlich noch mit der 
Programmierung eines RMS Konverters Schwierigkeiten haben wirst, ist 
diese Lösung wohl zu hoch für dich.

Eine Optokoppler-LED nur so lange leuchten zu kassen, wie die 
Primärspannung genau 150V überschreitet, und diese Zeit dann vom uC auf 
der anderen Seite in die Spannung einer echten Sinuskurve umrechnen zu 
lassen ist sicher einfacher und erfordert nur einen TL431, ein paar 
Widerstände und eine Z-Diode. TrueRMS ist das dann aber nicht.

Eine einfache TrueRMS-Lösung wäre ein Widerstand an 230V auf einem 
Temperatursensor und ein zweiter Widerstand an einem zweiten Sensor den 
der uC per PWM aus einer geregelten Spannung genau gleich erwärmt, aber 
man wird damit nicht so leicht besser als 1% genau, mindestens ins 
Vakuum müsste man die Konstruktion schon bringen. Geht auch mit 
Glühlampen und Photodioden.

von Peter (Gast)


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Frank K. schrieb:
> Es gibt andere Chips, die für Dich das Aufintegrieren übernehmen. Da
> kannst Du dann direkt die Effektivwerte aus den Registern lesen.

Welche IC's wären das? die AD... von Analog?

> Die netzseitige Basisbeschaltung ist aber überall mehr oder weniger die
> gleiche.

Genau hier ist das Problem. Werden diese IC's wirklich nur über 
Spannungsteiler angeschlossen? Die App Notes sind meistens im Thema 230V 
nicht so offen.

MaWin schrieb:
> Und da du so ein elender Jammerkopf bist, der keinen Platz hat und so
> arm bist daß es nichts kosten darf, und zusätzlich noch mit der
> Programmierung eines RMS Konverters Schwierigkeiten haben wirst, ist
> diese Lösung wohl zu hoch für dich.

Danke.

von Frank K. (fchk)


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Peter schrieb:
> Frank K. schrieb:
>> Es gibt andere Chips, die für Dich das Aufintegrieren übernehmen. Da
>> kannst Du dann direkt die Effektivwerte aus den Registern lesen.
>
> Welche IC's wären das? die AD... von Analog?

z.B.
http://www.analog.com/ps/psthandler.aspx?pstid=10210&la=en
http://www.cirrus.com/en/products/energy_measurement.html

>> Die netzseitige Basisbeschaltung ist aber überall mehr oder weniger die
>> gleiche.
>
> Genau hier ist das Problem. Werden diese IC's wirklich nur über
> Spannungsteiler angeschlossen? Die App Notes sind meistens im Thema 230V
> nicht so offen.

Für die Spannungsmessung ja, die Strommessung erfolgt über Shunt, 
Stromsensor, Rogowski-Spule etc etc. Wenn Du das abstrahierst, sind das 
alles nur verschiedene Wege, um eine Strommessung durch eine 
Spannungsmessung zu realisieren.

Wer rechnen kann, ist im Vorteil. Manche AppNotes sind für Nordamerika 
gedacht, d.h. 2*110V mit Mittelanzapfung. Du musst nur aufpassen und die 
Dimensionierung der Beschaltung selber nachrechnen und ggf anpassen.

fchk

von Peter (Gast)


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Ok. noch mal zum Verständnis.

Ich würde den ADE7953 von Analog wählen. Die Eingänge die ich nicht 
benötige lasse ich frei. An dem Eingang für die Spannung wird über einen 
Spannungsteiler direkt die Spannung angelegt so, dass wenn die Spannung 
den höchsten Wert hat, an dem Eingang 500mV anliegen. RMS oder Peak?
Über I2C kann ich dann die Bytes auslesen in welchen z.b. der RMS der 
Spannung liegt?

von Harald W. (wilhelms)


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Peter schrieb:

> Sehr lustig :) trägt leider nicht zur Lösung bei

Was zur Lösung beitragen könnte, wäre, wenn Du Dich mit den Grund-
lagen der Elektronik beschäftigst. Ein Stichwort zur Google-Suche
wäre noch Lineare Optokoppler bzw. die englische Übersetzung.
Gruss
Harald

von Harald W. (wilhelms)


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Peter schrieb:

> Es geht eher darum, dass eine Elektrofachkraft kein Elektroniker ist.

Schuster bleib bei Deinen Leisten. Wenn ich Dich recht verstanden habe,
hast Du eine Ausbildung als Elektrofachkraft. Denkst Du, das Du das
dadurch angelernte Wissen auch durch eine Frage im Forum genausogut
erwerben könntest? Ich würde sagen, eine Ausbildung zum Elektroniker
ist eher schwieriger als eine Ausbildung zum Elektriker.
Gruss
Harald

von Peter (Gast)


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Ich möchte mir keinesfalls anmaßen über die Ausbildung eines 
Elektronikers zu urteilen.
Aber ich habe mich in das Thema selbst eingelesen und nun bin ich halt 
beim Projekt eine Spannung messen zu wollen bei uns in der Firma.
Ja ich habe z.b. Arduino im Einsatz weil es recht einfach zu erlernen 
ist und sehr gut erweiterbar ist. Z.b. ist die I2C Bibliothek sehr 
einfach und hilfreich. Darum finde ich den ADE7953 sehr interessant. Und 
damit mir das ding nicht abraucht frage ich lieber hier erfahrene 
Elektroniker und Entwickler.

von Harald W. (wilhelms)


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Peter schrieb:

> Die Eingänge die ich nicht benötige lasse ich frei.

Das gehört auch zum Grundwissen eines Elektronikers, das man Eingänge
nicht offen lässt. Das ist schon so trivial, das es noch nicht einmal
mehr in den Datenblättern steht.
Gruss
Harald

von Peter (Gast)


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Der Schlaue: Nein so ist es nicht!
Der Fragende: Warum denn nicht?
Der Schlaue: Keine Ahnung es ist so...

Es ist doch in Ordnung wenn du so viel weißt aber wenn ich es wissen 
würde, würde ich kaum Fragen oder? Hilfreich wäre sowas wie, "Nein die 
Eingänge die du nicht brauchst, verbindest du über 10K mit Masse der 
Spannungsversorgung". Aber diese "Nein Gott bist du dumm das weiß man 
doch" hilft keinem.

von Michael H. (michael_h45)


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Peter schrieb:
> nun bin ich halt
> beim Projekt eine Spannung messen zu wollen bei uns in der Firma.
In der FIRMA???
Was soll das für eine Firma sein? Ist dir klar, dass du nicht einfach 
irgendwas zusammenstopseln und es dann verkaufen darfst?

von Peter (Gast)


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Ist mir klar.

von Harald W. (wilhelms)


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Peter schrieb:

> diese "Nein Gott bist du dumm das weiß man doch" hilft keinem.

Es geht ganz einfach darum, das Du ein Projekt durchziehen willst,
für das Dir die nötigen Grundkenntnisse fehlen. Mit einer Aus-
bildung als Elektroniker macht man viele Dinge "automatisch", die
man gar nicht alle einzeln aufführen kann. Bist Du auch der Ansicht,
das Deine eigene Ausbildung eigentlich "für die Katz" war, da man
alles, was Du da gelernt hast, genausogut durch eine Frage im Forum
klären kann?
Gruss
Harald

von Peter (Gast)


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Harald Gott du ;) ich glaub jede Ausbildung vermittelt Fachwissen ob nun 
Fensterputzer oder Bombenbauer. Aber jeder kann versuchen sich dieses 
Fachwissen durch Fragen und Lesen teils selber anzueignen. Und Fragen 
wie "Was macht man mit offenen Pins" sind dann eine Folge draus. Und 
wenn man es weis kann man doch in einem Satz Antworten was man damit 
macht anstatt gleich den fragenden in die Ecke zuschieben.

von Harald W. (wilhelms)


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Peter schrieb:

> Und Fragen wie "Was macht man mit offenen Pins" sind dann eine Folge
> draus. Und wenn man es weis kann man doch in einem Satz Antworten was
> man damit macht anstatt gleich den fragenden in die Ecke zuschieben.

...und was ist mit den 586 Sachen, die man sonst noch wissen muss?
Spontan fällt mir da gerade das Thema "Blockkondensatoren" ein.
Gruss
Harald

von Frank K. (fchk)


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Ich denke, für Dich als Elektriker dürfte das hier genau das richtige 
sein:

http://www.crmagnetics.com/Products/Assets/ProductPDFs/CRD4500%20Series.pdf

fchk

von Peter (Gast)


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Harald, ich möchte gar nicht sagen dass ich nach beantworten meiner 
fragen hier Elektroniker bin. Aber Thema Blockkondensatoren und 
Grundlagen habe ich im Elektronik Buch gelesen welches man bei Amazon 
kaufen kann. Aber da ist alles Allgemein und nun wird's speziell und 
darum frage ich euch.

von Mario (Gast)


Angehängte Dateien:

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Für alle die, wie ich, auf der Suche nach der Lösung des Problems auf
diesen Beitrag stoßen hier meine Lösung. Die Schaltung arbeitet linear
im Bereich von 0 bis 300 VAC und liefert mir am Ausgang 0 - 4,096 V
(angenähert). den "Rest" des genauen Abgleiches erledige ich mit Faktor.
Als Spannungsreferenz-IC für den AREF-Eingang des µC's habe ich den MAX
6241 (exakt 4,096V am Ausgang) genommen.

von Michael B. (laberkopp)


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Mario schrieb:
> hier meine Lösung

ISO124 zu 16.50 EUR + AD536 zu 19.60 + TMA0512 zu 5.50,
hossa, schön daß es noch Millionäre gibt auf dieser Welt.

Hier meine Lösung:
1
                               +--------+
2
  +---+--100nF--1k--+--|>|--+--|LM2951-5|-+------+
3
  |   |             |       |  +--------+ |      |            +-- +5V
4
  |  910k         ZD12   47uF       |     |  +------+         |
5
  o   |             |       |   +---(-22k-+  |  AT  | PC817  |<
6
230V~ +-------------(-------(---+   |     |  | Tiny |-|>|-+   |E
7
  o   |             |       |   +---(-----(--|  15  |     |   +--
8
  |  22k            |       |       |   10uF +------+    1k  10k
9
  |   |             |       |       |     |      |        |   |
10
  +---+-------------+-------+-------+-----+------+--------+   +-- GND

von Joachim B. (jar)


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Michael B. schrieb:
> Hier meine Lösung

besser 1%?

kaum zu glauben

von Jakob (Gast)


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@ Michael Bertrandt (laberkopp)

Grundsätzlich eine feine Konstruktion!

Aber, rechne ich falsch?

Für die 230 v~ wirken (22 k/2) / (910 k + 22 k/2).
Ergibt ein Wechselspannung von 2,75 Veff = 7,77 Vpp.
Der ADC wird aber lieber < 5 Vpp sehen.

Wären nicht, statt der beiden 22 k Widerstände, jeweils
12 k besser?

(12 k/2) / (910 k + 12 k/2) -> 4,2 Vpp
Bei Netzspannung +10% sind das 4,6 Vpp.

von Michael B. (laberkopp)


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Jakob schrieb:
> Ergibt ein Wechselspannung von 2,75 Veff = 7,77 Vpp.

Ok ich hab den Spitzenwert übersehen. Lässt sich ka kostenneutral 
korrigieren.

Joachim B. schrieb:
> besser 1%?

Der ADC hat 0.2% Auflösung, die Referenz aus dem 0.5% LP2951 ist zwar 
nicht absolut genau, aber kalibrierbar. Die Umrechnung in RMS übernimmt 
der uC, die Ausgabe kann seriell oder per PWM/FM erfolgen.

von Mario (Gast)


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@Michael Bertrandt:
Ok, ich bin KEIN Millionär (wäre es aber gern), ich habe NUR eine 
"saubere Lösung" gesucht um Spannungen im Bereich von 0 bis 300 VAC zu 
messen... Und um ordentlich und sauber Messwerte zu erfassen schaue ich 
nicht primär auf den Geldbeutel...
Für mich ging es in erster Linie um eine exakte Messwerterfassung und 
Bereitstellung der Spannungswerte zur weiteren Verarbeitung / Messung 
mittels AVR...

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