Hallo Leute,
es stehen mal wieder Prüfungen an und jetzt bin ich voll down.
Hab das ganze Semester über gelernt und jetzt kamen halt 6 Klausuren
quasi direkt hintereinander. Hab Montag Mathe3 geschriebe, war richtig
gut. Heute musste ich Regelungstechnik schreiben und ich hab da voll die
Böcke geschossen. Die Verfahren konnte ich alle, aber ich hab gemerkt,
dass 3 Tage nach Mathe nicht mehr gereicht haben um richtig Routine rein
zu kriegen. Musste bei manchen Aufgaben komplett neu anfangen weil ich
einfach dumme Fehler gemacht habe.
Jetzt hab ich jede Aufgabe zwar vollständig bearbeitet, kann aber
überhaupt nicht mehr einschätzen, ob ich bestanden habe. Könnte alles
zwischen 2.0 - durchgefallen sein.
Kennt ihr das, wenn ihr nach den ersten 2 Seiten in der Klausur denkt
"was zur Hölle mache ich hier eigentlich?" . . . Ich hab mir dann nur
noch gedacht "Arschbacken zusammenkneifen - wer aufgibt hat schon
verloren" . . .
Ätzend.
Naja insbesondere Bachelor / Grundstudium sind doch alle Prüfungen
irgendwie ätzend/nervig, einige mehr, einige weniger ;-)
"verhaspeln" passt aber besser zu mündl. Prüfungen würde ich sagen.
Da sind viele vergleichsweise angenehm - mit ein paar Ausnahmen ;-)
Wenn ich schon sowas höre wie "das ganze Semester über gelernt" dann
wundert mich nix mehr..
Mach dir mal etwas weniger Stress und versuche erstmal alles zu
verstehen und aufzunehmen, kein wunder das du dann in den Klausuren
versagst.
Ich sehe das seit meinem ersten Semester, es gibt die Verrückten, die
sich schon seit dem ersten Vorlesungstag mit alten Klausuren zuballern
und an überhaupt nichts mehr anderes denken können.
Wenn du von Anfang an an Aufgaben eine Ewigkeit überlegen musst wo der
Ansatz ist würde ich mich auch verzetteln. Ich fange erst mit Aufgaben
und Klausuren an wenn es soweit ist, dann geht aus den Aufgaben nämlich
auch sofort hervor was eigentlich gewollt ist. Der Rest ist dann nur
noch schnell schreiben zeichnen rechnen...
Einmal durchgefallen, ist bei drei oder vier Versuchen nichts, ich würde
das gar nicht überbewerten. Im Studium wiederholte ich schon gut 5
Klausuren. TET wurde im Zweitversuch mit 1,0 ohne Fehler das beste, was
ich je machte. So gut bestand sonst niemand, und ich war auch noch 42,
nicht 24. Der älteste Student.
In der Sekundarstufe für Erwachsene kam es mal vor, daß die halbe
Klasse, türkische Migranten, mitten in der Klausur aufsprangen, und
mitten in der Klasse lautstark den Todestag von Atatürk feierten. Die
hatten kein Interesse am Bestehen, und störten die Klasse aber mächtig
in der Konzentration. Sie waren vom Gericht verdonnert, die Schule
nachzuholen, hatten teils ordentlich Dreck am Stecken, z.B. einen ins
Koma geprügelt, der nicht mehr wach wurde.
Meine Matheklausur wurde dann nicht berauschend, aber der Pauker
korrigierte dann für die paar gestörten manierlichen Schüler zur
Zufriedenheit im Rahmen der Vorkommnisse. Meine Arbeit war eigentlich 5,
und ich bekam eine 2. In Folge schrieb ich da ohne solche Vorkommnisse
aber auch wieder Einsen.
Ich kenne das tlw. auch, aber merke: Idr geht es hinterher immer (etwas)
besser aus, als du dir direkt während oder nach der Klausur dachtest!
Ausnahmen gibt es natürlich und so kann es auch mal anders kommen, klar.
Aber wenn man wirklich vorbereitet ist/war und dennoch kein gutes Gefühl
hatte, kann es häufig doch noch etwas besser ausgehen als man sich in
diesem Moment denkt (außer du hast wirklich vieles schlichtweg nicht
abarbeiten können, d.h. viele Aufgaben garnicht erst gemacht).
Ich bin so gut wie fertig mit dem Studium und meide schon seit dem 2.
oder 3. Semester die "Trauben" nach einer jeden Klausur. Dort wird viel
geredet und das sorgt durchaus auch mal für entsprechende
Verunsicherung.
So jedenfalls meine Erfahrung.
Hallo Kiele.
> Kennt ihr das, wenn ihr nach den ersten 2 Seiten in der Klausur denkt> "was zur Hölle mache ich hier eigentlich?"
Ja, das kenne ich. Egal wie gut ich ich mich auf eine Prüfung
vorbereitet hatte, die Nerven lagen immer blank.
Nach einer Prüfung war mir dann irgendwie auch immer alles egal....ich
war dann zu erschöpft.
>. . . Ich hab mir dann nur> noch gedacht "Arschbacken zusammenkneifen - wer aufgibt hat schon> verloren" . . .>> Ätzend.
So hab ich früher auchmal gedacht. Heute stehe ich auf dem Standpunkt:
Wer kämpfen muss hat schon verloren.
War halt eine dumme Idee mit dem Studium. Ich hätte und mich mit meinem
Facharbeiterbrief begnügen sollen. Ok, hinterher ist man immer
schlauer.
Mit freundlichem Gruß: Bernd Wiebus alias dl1eic
http://www.dl0dg.de
Es gibt Prüfungen auf die man sich gut vorbereitet hat und fällt auf die
Schnauze.
Es gibt Prüfungen bei denen man vorher krank war der Prüfungstermin
vorgezogen wurde und diese Prüfung trotzdem ohne Probleme schafft.
Shit happens.
Was soll man in einer Prüfung machen, in dem man neben sich steht?
Da kann man nichts machen, nur das Beste geben.
Augen zu und durch, aufgeben ist für Feiglinge!
Wenn ich vor der Prüfung schon merke, das wird nichts, dann ab zu Doc,
Klartext reden und sich krankschreiben lassen, kein Problem, wenn man
das nicht häufiger macht.
Was mache ich hier eigentlich (?) kenne ich ab und zu auch aus dem
Arbeitsleben, das ist normal, da muss man durch, ohne es sich anmerken
zu lassen.
Kiele schrieb:> Kennt ihr das, wenn ihr nach den ersten 2 Seiten in der Klausur denkt> "was zur Hölle mache ich hier eigentlich?"
Nein so extrem hatte ichs noch nie.
Eher mal: Aufgabe 1 angesehen. Angefangen zu Rechnen. Nein wird nix,
keine Ahnung wie das geht... Lieber mit der nächsten weitermachen. WTF?
Was wollen die jetzt? Nein. Keine Chance. Nochmal umblättern. Dann
erstmal ne Aufgabe gemacht die ich konnte. Am Schluss nochmal die
anderen beiden Aufgaben angesehen die ich zuerst nicht konnte und
einfach drauf losgerechnet. Hab ich dann auch ziemlich passend alles
hinbekommen (1.0), aber zuerst sahs schlecht aus.
Der Grund: Man macht SICH SELBST zu sehr verrückt. Wenn man erstmal
irgendwas erfolgreich gerechnet hat ist der größte Stress weg, man ist
wieder selbstsicher und bekommt den Rest auch hin.
Evtl. machst du dir selbst den Stess, redest dir ein dass du es nicht
kannst und hast zu wenig Selbstvertrauen?
Kiele schrieb:> Hab das ganze Semester über gelernt und jetzt kamen halt 6 Klausuren> quasi direkt hintereinander.
Naja so plötzlich kommen die nicht. Versuch mal dein Zeitmanagement auf
die Reihe zu bringen! 3 Tage zwischen Mathe und Regelungstechnik? Sollte
wohl machbar sein!
Ich hatte in den LETZTEN 24 STUNDEN, 3 PRÜFUNGEN aus komplett
unterschiedlichen Richtungen (Von Psychologie über Personalmanagement
hin zu Eisenbahnsystemen). Das hat auch (vermutlich) geklappt. Weil ich
mir davor genau überlegt hab was ich wann tue und früh genug gelernt
hab.
Meine mündliche Nebenfachs-Diplomprüfung habe ich arg vergeigt
(Japanwissenschaften für Informatiker). Nur eine 3.7 bekommen. Unter
anderem weil ich nicht genug gelernt hatte, nicht richtig gelernt hatte,
zu Lange zwischen der letzten Vorlesung und praktischen Anwendung lag
und es mir an dem Tag so richtig dreckig ging. In Konsequenz hat dies
meine Diplomnote auf ca. 1.8 gedrückt.
Ansonsten konnte ich mich bei vielen Äußerungen wiederfinden: Klausuren
aus mehreren Aufgaben, wo ich nicht wusste, wie ich anfangen sollte, die
eine oder andere Aufgabe anzugehen. Schnell zur nächsten Aufgabe
wechseln; immer mit Blick auf die voranschreitende Uhr und damit knapper
werdende Zeit. Aber der Diplomstudiengang hatte immerhin der Vorteil,
dass nur die Abschlußprüfungen (neben der Diplomarbeit) in die Endnote
miteingehen. Ansonsten hätte ich mir 4-gewinnt wahrscheinlich nicht
erlauben können und hätte mir wohl vorzeitig das Genick gebrochen (denn
meinen inneren Schweinehund konnte ich auch im Studium nicht besiegen).
Kiele schrieb:> Jetzt hab ich jede Aufgabe zwar vollständig bearbeitet, kann aber> überhaupt nicht mehr einschätzen, ob ich bestanden habe. Könnte alles> zwischen 2.0 - durchgefallen sein.
Einfach mal abwarten. Ich hatte soetwas auch schon in Abschlussprüfungen
zu Mathe und Thermodynamik/Physikalische Chemie. Irgendwann habe ich
einfach nur noch schnell Formeln gekritzelt und durchgestrichen, aber
anscheinend hat es doch zur besten Note gereicht.
Also mach Dir erstmal keinen Kopf, es ist ja eh gelaufen. Und bei
Bekanntgabe der Ergebnisse wirst Du dann eh positiv überrascht sein. Und
jetz kümmer dich erstmal um die kommenden Prüfungen.
Ging mir auch ab und zu so. Im Studium habe ich keine einzige Prüfung so
versemmelt, dass ich durchgefallen bin. Im Abitur ist es aber mit einer
Matheklausur passiert. Ich hatte vorher meistens volle Punktzahl. Einmal
saß ich in einer Klausur und plötzlich ging irgendwie nichts mehr. Ich
hatte dann wohl 0 Punkte. War aber nicht so schlimm. Ich war dann der
Zweitbeste in der Gesamtnote.
Aber ich kenne diese dieses unangenehme Gefühl, wenn man von Prüfung zu
Prüfung lernt. 6 Prüfungen sind geschrieben und noch weitere 6 Prüfungen
folgen und nach jeder Prüfung wird gleich für die nächste Prüfung
gelernt. Die Zeit reicht kaum für das einmalige Durchlesen des Skriptes.
Irgendwann fangen die Buchstaben an zu hüpfen. Es stehen unsinnige
Wörter da, die Sätze ergeben keinen Sinn. Erst nach einmal kurz
Wegschauen und danach Weiterlesen, steht plötzlich etwas ganz anderes
da. Man schaut an die Uhr, es ist 23:52 Uhr und kurz darauf schaut man
erneut. Es ist nun 23:26 Uhr. Irgendwann am Tag flimmert das Licht, es
ist nicht die Lampe, sondern das Sonnenlicht.
Im Traum wird weitergelernt oder Prüfung geschrieben. Man schreibt die
Prüfung irgendwie mit und weiß nicht ob 1,0 oder Durchgefallen. Selbst
nach der Prüfungsphase schreckt man mitten in der Nacht auf von Träumen,
wo man in der Prüfung sitzt mit endlosen Mengen an Aufgabenpapier und
nur leeren Antwortpapier. Man schreckt auf und glaubt in der Prüfung
eingenickt zu sein.
Ich hatte auch schon gedacht, dass ich die praktische Fahrprüfung
versemmelt habe. Vor der Prüfung noch eine Fahrstunde um die
Prüfungsangst zu minimieren und da passiert mir zum ersten mal, dass ich
die Handbremse vergesse zu lösen und dann zur Prüfung einmal zu viel hin
und her beim Einparken, danach war erstmal die Aufregung groß. Aber es
hat dann doch gleich im ersten Anlauf geklappt.
Die Blackout-Situationen können halt immer wieder kommen. Die Prüfung
ist nur eine kurze Zeit. Es ist sehr wenig wahrscheinlich, dass genau
dann ein Blackout passiert. Bspw. passierte mir es öfters in der
Fahrschule. Fahrlehrer sagt: "recht abbiegen" und ich höre einfach
"links". In der Vorlesung oder im Unterricht als Zuhörer merkt man es
nicht, wenn man wegtritt, nur wenn man die ganze Zeit selbst etwas
praktisch tun muss. So hätte ich in der Fahrschule beinahe den
Gegenverkehr auf der Autobahn gerammt und in einem 2-wöchigen
Betriebspraktikum beinahe einen Arbeitsunfall produziert.
Oder anders ausgedrückt: Warum machst du dir um die eine Prüfung
Gedanken, wenn du in Zukunft noch so viel versemmeln wirst? Arbeits- und
Verkehrsunfälle produzierst und deine zukünftigen Arbeitgeber in die
Ruin stürzt? Du wirst Entwicklungs- oder Testingenieur und übersiehst
hier und da mal etwas wichtiges und schwups liegt der neue Airbus am
Boden.
Kiele schrieb:> "Arschbacken zusammenkneifen - wer aufgibt hat schon> verloren" . . .
Na und?
Nach der halben Zeit verschaffe ich mir kurz einen Überblick, wie weit
ich gekommen bin. Wenn mir die Note wichtig ist und ich noch weniger als
die Hälfte habe, dann breche ich ab. Im zweiten Zeitteil einer Klausur
wird man normalerweise nie besser sein als am Anfang. Ich falle dann
lieber durch und trete noch einmal an. Da kann man halt keine 8 Wochen
Urlaub machen.
Andi $nachname schrieb:> Ich falle dann> lieber durch und trete noch einmal an.
Und wenn du es dann verhaust?
Andi $nachname schrieb:> Da kann man halt keine 8 Wochen> Urlaub machen.
Kann man sowieso nicht: Seminararbeiten, Praktika, HiWi, weitere
Prüfungen etc. laufen doch in der Vorlesungsfreien Zeit.
Stefan Helmert schrieb:> Andi $nachname schrieb:>> Ich falle dann>> lieber durch und trete noch einmal an.>> Und wenn du es dann verhaust?
Wie ich hier schon dutzende Male erwähnt habe, wählt man sich die
Hochschule zu Beginn des Studiums nach der Studierbarkeit des Studiums
aus, unter anderem nach der Prüfungsordnung. In meinem Studium gab es
immer drei Versuche. Da hat man im Zweitversuch noch keinen
Bestehensdruck und geht lockerer an die erste Wiederholung.
> Andi $nachname schrieb:>> Da kann man halt keine 8 Wochen>> Urlaub machen.>> Kann man sowieso nicht: Seminararbeiten, Praktika,
Seminararbeiten und Praktika in den Ferien? Ist mir da noch nie
begegnet. Die wissenschaftlichen Mitarbeiter wollen ja auch mal Urlaub
machen und ein richtiges Berufspraktikum dauert nicht nur 4 Wochen. Gibt
es Ingenieurstudiengänge, wo das Praktikum so kurz ist?
> weitere> Prüfungen etc. laufen doch in der Vorlesungsfreien Zeit.
Sag ich doch. Wer nicht alles im Erstversuch des Semesters bestanden
hat, muss noch mal kommen.
Andi $nachname schrieb:> Kiele schrieb:>> "Arschbacken zusammenkneifen - wer aufgibt hat schon>> verloren" . . .>> Na und?>> Nach der halben Zeit verschaffe ich mir kurz einen Überblick, wie weit> ich gekommen bin. Wenn mir die Note wichtig ist und ich noch weniger als> die Hälfte habe, dann breche ich ab. Im zweiten Zeitteil einer Klausur> wird man normalerweise nie besser sein als am Anfang. Ich falle dann> lieber durch und trete noch einmal an. Da kann man halt keine 8 Wochen> Urlaub machen.
Da bin ich voll auf deiner Seite.
Genau das gleiche hab ich heute bei einer Klausur gemacht. Mit Glück
währ sich vlt ein Genügend ausgegangen. Das war mir aber in dem Fach
(Technische Informatik 1) zu wenig, deswegen hab ich einfach abgegeben.
Ich denk mal, wenn es nicht zu oft vorkommt kann man sich das durchaus
auch leisten. Wenns natürlich dauernd passiert, sollte man das Ganze
nochmal überdenken ;)