Forum: Offtopic Quo vadis Deutschland?


von Hermann S. (fragensteller)


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Bin zwar Nichtraucher, aber das geht meines Erachten zu weit.

von Justus S. (jussa)


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wo ist das Problem? Wer andere Mieter belästigt, egal ob durch Lärm, 
starkes Rauchen oder sonstwas, muss halt damit rechnen... sonst mindern 
die anderen Mieter die Miete und der Vermieter hat den doppelten Schaden 
(Mietausfall und versaute Raucherwohnung)... Vermieten ist in D ja eh 
schon fast eine Enteignung...

Und es geht ja auch nicht um ein völliges Rauchverbot...hoffentlich 
knickt das Amtsgericht nicht vor der Tabaklobby ein und kippt das Urteil 
wieder...

von Werner P. (Gast)


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Klar. Als nächstes sind dran:

Familien mit Kinder
Schnarcher
lauter Sex

Dann sollten die Vermieter noch das Recht bekommen die Wohnung zu 
verwanzen so dass sie voll informiert sind was da abgeht.

Armes Deutschland...

von Rick M. (rick-nrw)


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Hermann St. schrieb:
> Bin zwar Nichtraucher, aber das geht meines Erachten zu weit.

Die Frage ist, was steht im Mietvertrag, was heisst stark rauchen und in 
in wieweit sind die Nachbarn durch das Rauchen belästigt.

In normalen Wohnungen geht das wohl sicher zu weit.

In einem Altbau mit löchrigem Holzfussboden ist das schon schwieriger.

Aber es gibt so viele Gründe die Miete zu kürzen, u.a. weil der Nachbar 
nachts zu laut pinkelt.
Selbst nachts raus zu müssen kann Ärger geben.

Seltsame Urteile wird es immer geben.

von (prx) A. K. (prx)


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Es kommt wohl auf den konkreten Fall an. So kann es beispielsweise auch 
zu Konflikten mit dem Essenszubereitung kommen, wenn nämlich die 
betreffende Person dabei konsequent auf Durchzug lüftet und als Folge 
davon via Hausflur das ganze Haus von den Gerüchen profitiert. Wenn das 
dann zu einem Urteil kommt, weil diejenige uneinsichtig ist, dann 
schreibt bestimmt irgendwer summarisch verkürzt, dass man in Deutschland 
nicht mehr in der eigenen Wohnung kochen darf.

von c. m. (Gast)


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Werner P. schrieb:
> Klar. Als nächstes sind dran:
>
> Familien mit Kinder

kinderlärm wird vor gericht anders gewertet als andere belästigungen. da 
heißt es dann lapidar "kinder sind halt so das hat man zu ertragen".

keine ahnung warum da eine unterscheidung gemacht wird… jemand der sich 
belästigt fühlt, fühlt sich halt belästigt - oder wie ichs in anderem 
zusammenhang formulierte: der zerfetzten leiche sieht man nicht an ob 
sie durch einen "feigen selbstmordattentäter" oder einer "guten und 
gerechten hellfire-rakete" so zugerichtet wurde.

besonders pikant: wenn ich kinderartigen lärm produzieren würde, 
müsste ich wohl vor gericht federn lassen. das argument das ich halt 
kind geblieben bin würde wohl nicht zählen.

zum "alten sack": vielleicht hätte es geholfen beim rauchen ein fenster 
geöffnet zu lassen, ein wenig für durchzug zu sorgen, einfach ein wenig 
rücksicht auf die leute zu nehmen denen die geruchsbelästigung zu viel 
wurde.

von (prx) A. K. (prx)


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Auf diese Art kann es auch dazu kommen, dass Rauchen scheinbar auch 
draussen an der "frischen" Luft verboten wird. Wenn die dabei 
üblicherweise frequentierte Örtlichkeit sich nämlich direkt vor dem 
Fenster von Kollegen befindet. Anderswo dürfen sich natürlich immer 
noch, aber zunächst gibts Ärger, weil "Rauchverbot draussen".

von Paul B. (paul_baumann)


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Camikusch schrob:
>wenn ich kinderartigen lärm produzieren würde,
>müsste ich wohl vor gericht federn lassen.

Der Beklagte wurde daraufhin zum Tragen eines Lätzchens und zur
Benutzung eines rosa Nuckels für die Dauer eines Jahres verurteilt.

;-)
MfG Paul

von André M. (killroymenzel)


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Rick McGlenn schrieb:
> Die Frage ist, was steht im Mietvertrag, was heisst stark rauchen und in
> in wieweit sind die Nachbarn durch das Rauchen belästigt.

Ich denke mal, da der alte Herr da seit 40Jahren drin wohnt, wird 
diesbezüglich nichts drinstehen.

Rick McGlenn schrieb:
> In einem Altbau mit löchrigem Holzfussboden

sollte der Vermieter sich mit einer Grundsanierung anfreunden.

c. m. schrieb:
> besonders pikant: wenn ich kinderartigen lärm produzieren würde,
> müsste ich wohl vor gericht federn lassen. das argument das ich halt
> kind geblieben bin würde wohl nicht zählen.

LOL Ganz in dem Sinne : Alt werden wir alle ; Erwachsen werden ist 
optional.

A. K. schrieb:
> Auf diese Art kann es auch dazu kommen, dass Rauchen scheinbar auch
> draussen an der "frischen" Luft verboten wird.

Das ist es schon teilweise, siehe Bahnhöfe.
Auch an kleinen Bahnhöfen "ohne" Überdachung direkt am Gleis zu rauchen 
ist verboten. Obwohl ich mir sicher bin das damit nicht wirklich eine 
Geruchsbelästigung entstehen kann, wenn der nächste Bahnreisende 20 
Meter weit weg steht.

Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden sehe ich ja auch ein.
In Restaurants und Kneipen würde ich im Einzelfall auch zustimmen.
ABER in den eigenen, schon 40Jahren bewohnten Wohnung ist m.E. Irrsinn.

Ich bin selbst Raucher, aber ich gehe auf die Terasse zum Rauchen.

André

von A. $. (mikronom)


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Werner P. schrieb:
> Klar. Als nächstes sind dran:
>
> Familien mit Kinder

Das wurde bereits entschieden, Kinder muss man ertragen.

> Schnarcher

Davon weiß ich nichts.

> lauter Sex

Auch das wurde schon geurteilt, die (frigiden) Nachbarn müssen das nicht 
hinnehmen.

von Timm T. (Gast)


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André Menzel schrieb:
> ABER in den eigenen, schon 40Jahren bewohnten Wohnung ist m.E. Irrsinn.

Du hast aber schon gelesen, dass er mehrmals gemahnt wurde, den Konsum 
einzuschränken.

Hatten wir auch, regelmäßig auf dem Balkon unter unserem 
Schlafzimmerfenster. Nun kann man in einer Dachwohnung im Sommer nicht 
verlangen, dass man bei geschlossenem Fenster schläft.

Interessant ist, dass Raucher und Mitraucher das gar nicht mehr 
wahrnehmen. Mir ist das erst aufgefallen, als ich schon länger bei 
meinen Eltern ausgezogen bin, wie z.B. auch Klamotten den Geruch 
annehmen bei nur einmaligem Besuch. Wenn man ständig damit lebt, bekommt 
man es nicht mehr mit.

von Icke ®. (49636b65)


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Timm Thaler schrieb:
> Interessant ist, dass Raucher und Mitraucher das gar nicht mehr
> wahrnehmen.

Ich bin Raucher und rauche NICHT in der Wohnung, WEIL mich der Gestank 
selber stört. Von den Nikotinablagerungen, die sich über die Jahre 
überall festsetzen, mal ganz zu schweigen. Aber das ist jedem seine 
Sache und Raucher sollten nicht kriminalisiert werden. Der eingangs 
genannte Fall ist sicher ein Extrem. Dem Mann wurde bestimmt nicht 
gekündigt, weil er ab und zu eine durchzieht. Ich denke, der hat Kette 
geschlotet wie Helmut Schmidt und wahrscheinlich noch besonders 
geruchsintensive Zigarillos oder Zigarren.

von B. S. (bestucki)


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Timm Thaler schrieb:
> Hatten wir auch, regelmäßig auf dem Balkon unter unserem
> Schlafzimmerfenster. Nun kann man in einer Dachwohnung im Sommer nicht
> verlangen, dass man bei geschlossenem Fenster schläft.

Aber du willst, dass er in der Wohnung mir geschlossenen Fenster raucht, 
damit du mit geöffnetem Fenster schlafen kannst und seinen Rauch nicht 
riechst? Das kann man auch nicht verlangen.

Nachbarn und deren Tätigkeiten muss man in gewissen Granzen akzeptieren. 
Ansonsten zieht man aufs Land, baut sein eigenes Haus und verklagt die 
umliegenden Bauern weil sie Sonntags mit dem Traktor fahren, 
Glocken/Schellen an ihre Tiere hängen und bei der Arbeit sonstigen Lärm 
veranstalten (alles schon erlebt).


Man sollte allgemein toleranter mit Mitmenschen umgehen. Wenn man seine 
Nachbarn kennt (wenn auch nur flüchtig), ist vieles einfacher. Reden 
kann man über alles.

von Peter D. (peda)


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In der Wohnung unter mir ist auch ein Raucher. Ich muß dann schnell das 
Fenster schließen, sonst ist die ganze Bude verpestet.
Aber solange er noch genügend Pausen zum Lüften macht, muß man das wohl 
dulden.
Einen Kettenraucher würde ich aber auch als unzumutbar ansehen.

Raucher belästigen schon erheblich ihre Mitmenschen.
Es ist fast unmöglich, von Rauchern Vernunft einzufordern. Z.B. könnte 
der Raucher in seiner Küche rauchen, dabei das Fenster schließen und 
danach die Abzugshaube anschalten, bis die Luft wieder sauber ist.

von Borislav B. (boris_b)


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Wie wär's denn mit einem generellen Rauchverbot für ganz Deutschland?

von (prx) A. K. (prx)


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Nö, die Steuern sollen sie schon zahlen. Nur eben nicht unter meinem 
Fenster, sondern unter deinem. ;-)

von Peter D. (peda)


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André Menzel schrieb:
> wenn der nächste Bahnreisende 20
> Meter weit weg steht.

20m, Du träumst.
Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher.
Sie verstehen nicht, was der Nebenmann in den Nebelschwaden gegen ihn 
bloß hat.

von c. m. (Gast)


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Boris B. schrieb:
> Wie wär's denn mit einem generellen Rauchverbot für ganz Deutschland?

eine generelle rauchpflicht wäre besser. marktkonforme demokratie, und 
die überalterungsproblematik würde das auch abschwächen.

von B. S. (bestucki)


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Peter Dannegger schrieb:
> 20m, Du träumst.
> Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher.
> Sie verstehen nicht, was der Nebenmann in den Nebelschwaden gegen ihn
> bloß hat.

Wenn ich z.B. an einer Haltestelle rauche, stelle ich mich immer an den 
Rand und achte dabei sogar auf den Wind und besonders auf Kinder. Wenn 
dann jedoch ein Nichtraucher dazukommt, sich direkt neben mich stellt 
und sich über den Rauch beschwert (schon erlebt), dann ist er einfach 
selbst Schuld.

von B. S. (bestucki)


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Peter Dannegger schrieb:
> Raucher belästigen schon erheblich ihre Mitmenschen.

So wie Regen, Strassenlärm und Steuereintreiber, trotzdem ist nichts 
davon verboten.

> Es ist fast unmöglich, von Rauchern Vernunft einzufordern. Z.B. könnte
> der Raucher in seiner Küche rauchen, dabei das Fenster schließen und
> danach die Abzugshaube anschalten, bis die Luft wieder sauber ist.

Und die Abzugshaube verteilt dann (in Altbauten) den Rauch im ganzen 
Haus. Prima Idee.

von Borislav B. (boris_b)


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be stucki schrieb:
> So wie laute Musik, Regen, Strassenlärm und Steuereintreiber, trotzdem
> ist nichts davon verboten.

Steuereintreiber und Strassenlärm  sind notwendige Übel (was man von 
Rauchern nicht behaupten kann). Regen lässt sich schlecht verbieten, und 
laute Musik ist unter bestimmten Umständen sehr wohl verboten. Und 
zumindest ist sie üblicherweise nicht gesundheitsschädlich und nicht so 
unangenehm wie Rauch...

von André M. (killroymenzel)


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Peter Dannegger schrieb:
> 20m, Du träumst.
> Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher.
> Sie verstehen nicht, was der Nebenmann in den Nebelschwaden gegen ihn
> bloß hat.

Das ist SO nicht ganz richtig.
Ich bin selbst Raucher und ich gehe "freiwillig" ein paar meter aus 
Rücksicht auf Nichtraucher.
Ausser natürlich, ich unterhalte mich mit dieser Person in diesem 
Moment.

Man soll nicht alle Raucher über einen Kamm scheren.
Das es da auch Rücksichtslose Halbstarke gibt, wissen wir alle.

von Paul B. (paul_baumann)


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Kettenraucher haben oft das Problem, kein Feuerzeug und/oder keine
Streichhölzer bei sich zu haben. Aus diesem Grund bitten sie am frühen
Morgen jemanden um Feuer und sind dann tagsüber gezwungen, die nächste
Zigarette an der der Kippe der Vorhergehenden zu entzünden.

Schenke dem Kettenraucher ien Feuerzeug und der Konsum wird sich
verringern.
;-)

BTW: Kommt ein Mann in den Zigarettenladen:
"Ein Stange HB bitte!"
Verkäufer: "Soll ich sie eipacken?"
"Nein, ich rauche sie gleich hier!"

MfG Paul

von Co E. (Firma: keine) (emco)


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Peter Dannegger schrieb:
> 20m, Du träumst.
> Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher.

Bin auch Bichtraucher. Aber diese Aussage ist jetzt schon seehr 
pauschal.

von Paul B. (paul_baumann)


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> Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher.

Na, dem würde ich aber was husten!
;-)
MfG Paul

von c. m. (Gast)


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Boris B. schrieb:
> ... und Strassenlärm  sind notwendige Übel

wat? ich denke mal mit "strassenlärm" wird allgemein der lärm den autos 
verursachen gemeint sein…
da finde ich persönlich das man die dinger aus den innenstädten 
verbannen sollte, denn ein auto (pkw) ist in der stadt nicht notwendig.
wäre gut um die nox emissionen niedrig zu halten, die 
feinstaubbelastung, ruß, unverbrannte kohlenwasserstoffe und, jetzt 
kommts: so viel kinetische energie hat in der nähe von ungeschützten 
menschen einfach nichts zu suchen.

klar sind autos bequem für alle diejenigen die sich an den komfort 
gewöhnt haben, das mach die dinger aber noch lange nicht zu 
notwenigigen übeln die unabdingbar zu ertragen sind.
und natürlich ziehe ich mit so einer forderung immer wieder den zorn von 
"autoliebhabern" auf mich, aber wartet mal 2-300 jahre, dann hat sich 
das problem durch äußere zwänge von alleine gelöst.

von Timm T. (Gast)


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André Menzel schrieb:
> Ausser natürlich, ich unterhalte mich mit dieser Person in diesem
> Moment.

Und warum musst Du rauchen, wenn Du Dich mit jemandem unterhältst? Ich 
empfinde sowas als unhöflich, ich popel doch auch nicht in der Nase, 
wenn ich mit jemandem rede.

von Timm T. (Gast)


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be stucki schrieb:
> Aber du willst, dass er in der Wohnung mir geschlossenen Fenster raucht,
> damit du mit geöffnetem Fenster schlafen kannst und seinen Rauch nicht
> riechst? Das kann man auch nicht verlangen.

Warum nicht? Wer verpestet denn hier die Luft, er oder ich? Ist ja nicht 
so, dass er gezwungen wird zu rauchen.

Sorry, ich hab das jahrzehntelang in der Familie durch, Raucher sind 
einfach irrational. Interessanterweise kenne ich keinen Raucher, der 
nicht lieber heute als morgen aufhören würde. (Nagut, ausser Helmut 
Schmidt vielleicht). Aber dann doch lieber morgen, oder gar nicht.

von Wilhelm F. (Gast)


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c. m. schrieb:

> da finde ich persönlich das man die dinger aus den innenstädten
> verbannen sollte, denn ein auto (pkw) ist in der stadt nicht notwendig

Diese Woche war ich auch mit dem Auto in der Stadt. Dann mache ich aber 
auch drei Erledigungen auf einmal, schaue, daß es so rationell wie 
möglich ist, bin in 90 Minuten zurück, mit dem ÖPNV würden es vier 
Stunden. Diese Woche war mal wieder ein Artikel in der Zeitung, daß die 
regionalen Busbetriebe weiter Personal und Fahrzeuge reduzieren und den 
Fahrplan ausdünnen. Die Schülermengen würden schrumpfen, und dadurch 
käme immer weniger Geld rein. Sorry, aber das ist für mich negativ, wenn 
ich das Auto schon oft stehen lassen will. Sie haben hier in zwei Jahren 
jährlich den Ticketpreis um 6,2% erhöht, das ist auch so ein Ding, was 
es noch nie gab.

Normalerweise wollte ich ja auch mit dem Rad in die Stadt, aber das ist 
bei Dauerregen nicht so dolle. Den 70-Liter-Sack Blumenerde hätte ich 
auch weder mit dem Rad noch mit ÖPNV transportiert bekommen. Es gibt 
zwar auch kleinere Säcke, aber mit Top-Mindermengenaufschlag. In kleinen 
Säcken hätte mich die Erde das dreifache gekostet, in meinem Fall 
konkret ca. 25-30 Euro statt 10 Euro.

Mit den Autoabgasen hatte ich aber wirklich auch schon 
Gesundheitsprobleme. Ich bekam gut drei Jahre lang überhaupt keine Luft 
mehr durch die Nase, die war komplett zu. Die Rauchschwaden roch man bis 
knapp unter die zweite Etage, wo ich wohnte. Die Leute in den Etagen 
unter mir waren auch nicht ganz gesund. Ein HNO-Arzt riet mir zum Umzug, 
aber wohin denn, wenn der Arbeitsplatz mitten in der Großstadt liegt, 
und ich dort ohne Auto hin kam? Als der KAT Pflicht wurde, und Blei im 
Kraftstoff verboten wurde, verschwanden meine Beschwerden aber fast 
parallel zu neuen Gesetzen und Regelungen. Deswegen kann ich sie mit 
sehr hoher Wahrscheinlichkeit dem Autoverkehr zuordnen.

Raucher sind dagegen eher harmlos. In Raucherumgebungen hatte ich nie 
solch heftige Gesundheitsbeschwerden.

von Uhu U. (uhu)


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Um ein umfassendes Rauchverbot bis ins letzte Klo der Nation 
duchzusetzen, braucht man die Mindestspeicherfristen. Das hat jetzt 
auch die CDU/CSU erkannt und hat den Punkt in ihr Wahlprogramm 
aufgenommen.

von A. $. (mikronom)


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Peter Dannegger schrieb:
> André Menzel schrieb:
>> wenn der nächste Bahnreisende 20
>> Meter weit weg steht.
>
> 20m, Du träumst.
> Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher.
> Sie verstehen nicht, was der Nebenmann in den Nebelschwaden gegen ihn
> bloß hat.

Das ist kein raucherspezifisches Problem. Es gibt halt einfach Leute, 
die nicht bemerken, wie sie ihre Mitmenschen stören.

Zum Beispiel gestern in einem Einkaufsmarkt. Zwei Tratschtanten meinen, 
sie müssten ihren Einkaufsbummel mit zwei Einkaufwagen vollrichten. Sie 
schlenkern also mit ihren beiden Wagen nebeneinander im Sonntagsschritt 
da drin rum und merken nicht, wie sich hinter ihnen ständig eine 
Schlange bildet, weil die Gänge so lang sind. Der erste, der höflich 
gefragt hat, wurde kommentarlos durchgelassen, aber nur um gleich wieder 
den Gang zu blockieren und weiter im Bummelschritt zu quatschen. Ein 
zweiter hat die beiden dann rundgemacht und ihnen Arroganz und 
Unhöflichkeit vorgeworfen. Daraufhin haben sich die beiden Damen 
beschwert, dass sie doch höflich seien und jeden vorbeilassen würden, 
der darum bitten würde.

Und das ist der Unterschied. Die einen achten vorausschauend auf ihre 
Mitmenschen und vermeiden von vorn herein Konflikte. Die anderen denken 
sie seien besonders freundlich, wenn sie erst aufgrund einer Bitte 
re-agieren und können überhaupt nicht nachvollziehen, dass sie andere 
(vermeidbar!) stören würden.

von A. $. (mikronom)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> c. m. schrieb:
>
>> da finde ich persönlich das man die dinger aus den innenstädten
>> verbannen sollte, denn ein auto (pkw) ist in der stadt nicht notwendig
>
> Diese Woche war ich auch mit dem Auto in der Stadt. Dann mache ich aber
> auch drei Erledigungen auf einmal, schaue, daß es so rationell wie
> möglich ist, bin in 90 Minuten zurück, mit dem ÖPNV würden es vier
> Stunden. Diese Woche war mal wieder ein Artikel in der Zeitung, daß die
> regionalen Busbetriebe weiter Personal und Fahrzeuge reduzieren und den
> Fahrplan ausdünnen. Die Schülermengen würden schrumpfen, und dadurch
> käme immer weniger Geld rein. Sorry, aber das ist für mich negativ, wenn
> ich das Auto schon oft stehen lassen will. Sie haben hier in zwei Jahren
> jährlich den Ticketpreis um 6,2% erhöht, das ist auch so ein Ding, was
> es noch nie gab.

Wilhelm, du wohnst irgendwie in der falschen Gegend. Wenn ich morgens 
mit dem Fahrrad in die Arbeit fahre, dann überhole ich mehr Autos, als 
mich Autos überholen, weil ich auf dem Radweg nicht im Sau stehe. Mit 
der U-Bahn wäre ich noch schneller. Also zieh um, dann hast du einen 
besseren ÖPNV und da gibt es sicher auch einen Job. Den 50-Liter Sack 
mit Blumento-Pferde lade ich übrigens in mein https://www.drive-now.com/ 
ein. Natürlich nicht im Berufsverkehr.

Ach und bevor du jetzt gleich wieder losjammerst, dass es in der 
Großstadt dieses und jenes nicht gibt und das und das schlechter ist: 
Das ganze Leben ist ein Kompromiss!

von B. S. (bestucki)


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Timm Thaler schrieb:
> be stucki schrieb:
>> Aber du willst, dass er in der Wohnung mir geschlossenen Fenster raucht,
>> damit du mit geöffnetem Fenster schlafen kannst und seinen Rauch nicht
>> riechst? Das kann man auch nicht verlangen.
>
> Warum nicht? Wer verpestet denn hier die Luft, er oder ich? Ist ja nicht
> so, dass er gezwungen wird zu rauchen.

Du beschwertst dich sicher auch über Leute, die Abends draussen den 
Grill anwerfen. Wenn mir einer verbieten würde, aus dem Fenster zu 
Rauchen, würde ich nur lächeln und zurückwinken.

> Sorry, ich hab das jahrzehntelang in der Familie durch, Raucher sind
> einfach irrational.

Dann muss es wohl für Raucher unmöglich sein, rational zu denken. Auf 
welchen physikalischen (oder doch eher esoterischen) Gesetzmässigkeiten 
beruht deine Aussage?

> Interessanterweise kenne ich keinen Raucher, der
> nicht lieber heute als morgen aufhören würde. (Nagut, ausser Helmut
> Schmidt vielleicht). Aber dann doch lieber morgen, oder gar nicht.

Jetzt kennst du schon zwei.


Ich steig jetzt aus der Schlammschlacht aus. Es gibt halt Nichtraucher, 
die genau so stur sind, wie einige Hardcore-Raucher und nicht dazu 
bereit sind Kompromisse einzugehen. Kann ich auch nichts dafür.

von Thomas D. (thomasderbastler)


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Andi $nachname schrieb:
> Zum Beispiel gestern in einem Einkaufsmarkt. Zwei Tratschtanten meinen,
> sie müssten ihren Einkaufsbummel mit zwei Einkaufwagen vollrichten.

Vorgestern ich beim Metzger meines Vertrauns...2 OMAS zusammen locker 
150 Jahre alt, blockieren die Menschenmengen, weil sie nicht wissen ob 
sie 50 oder 75 Gramm Lyoner kaufen wollen. Selbstverständlich am 
Nachmittag um 17,30 sie haben vormittag keine Zeit..für mich ist sowas 
unbegreiflich.

PS: Bin auch Raucher aber auf der Terasse,,bzw im Garten

von Wilhelm F. (Gast)


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Boris B. schrieb:

> Wie wär's denn mit einem generellen Rauchverbot für ganz
> Deutschland?

Den Gedanken hatte ich vorhin auch. Aber seltsam, daß sich da niemand zu 
durch ringt. Man versucht irgendwie lieber alles auf den Konsumenten 
selbst abzuwälzen. Böse Zungen würden behaupten, im Tabakkonsum würden 
noch zu viele wertvolle Geldeinnahmen für die Wirtschaft und Steuern 
stecken...

Wenn das Zeug verboten wäre, würde ich auch mal vollständig aufhören. 
Kein Problem, damit machte ich auch in der Vergangenheit gute 
Erfahrungen, war Jahre rauchfrei, und mal wieder nicht.

Das Problem ist, daß manche weniger tolerant sind als andere. Ich bin 
unter Rauchern groß geworden, ein Großteil der Familie sind Raucher, und 
denen kann ich das in ihrem eigenen Haus wohl nicht gut verbieten.

Letztens an einem der wenigen schönen Sonnentage grillten hier zwei 
junge Männer auf dem Balkon. Nein, nicht mit Gas oder elektrisch, das 
ist meines Erachtens nach stark amputiertes Grillen, dann kann man auch 
den Backofen anwerfen. Richtig zünftig mit Holzkohle. Die Jungs wußten 
auch, was wirklich gut und lecker ist. Ich roch es gerne, als ob es bei 
mir auf dem Balkon gewesen wäre. Als ich später mal ums Haus herum ging, 
schauten die beiden auch verschämt weg, versteckten sich etwas hinter 
der Balkonbrüstung. ;-)

Also, ich würde da einen Teufel tun, mich zu beschweren. Eher hätte ich 
die Jungs gefragt, ob sie morgen nicht noch mal grillen wollen. Ich 
würde ja für meinen Balkon auch einen Holzkohlengrill anschaffen, aber 
das gibt eher Ärger. Gas und Elektro kommt eben nicht in Frage, denn es 
ist eben kein charakteristisch gut riechendes Holzkohlefeuer.

Ich koche manchmal auch sehr heftig, z.B. Pasta oder Pizza mal mit einer 
ganzen Knobiknolle drin. Da riecht das ganze Haus mal eine Stunde wie 
ein südländisches Restaurant. Hier im Haus bekam ich aber positive 
Reflektionen dazu. Zwei Nachbarn meinten, daß sie nächstes mal klingeln 
kommen, um sich zum Essen anzumelden, es hätte lecker gerochen. So gehts 
auch. Man freut sich, daß in den Männerhaushalten auch gekocht wird.

In einem früheren Wohnhaus kochten die Portugiesen zwei oder drei mal 
wöchentlich Stockfisch. Mann, das riecht aber auch, zum Weglaufen. Man 
kann denen aber ihr Lieblingsessen auch nicht verbieten. Ein 
Hochhausblock mit 8 Etagen und zwei gleich großen Anbauten, 
einschließlich Hinterhaus. Das zog bis in die allerletzte Ecke des 
Hauses. Ich schaute dann nur, daß ich schnell in die Wohnung kam, und 
die Wohnungstür hinter mir schloß. Den Schweden verbiete ich ja auch 
nicht ihr Surströmming, und grinse nur, daß sie das essen müssen, und 
nicht ich.

Kürzlich war ich zu einem guten Anlaß noch mit Familie und Freunden raus 
essen. Am Ende waren wir die letzten im Lokal, und dann kam tatsächlich 
der Wirt mit Rauchwaren, und sagte, es wäre jetzt erlaubt. Vorher 
unterhielt er sich draußen vor der Tür mit den Rauchern, die ab und zu 
mal raus gingen, er war selbst Raucher, der vor die Tür ging.

von Uhu U. (uhu)


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Wenn das Zeug verboten wäre, würde ich auch mal vollständig aufhören.

Bessere Gründe hast du nicht?

von Hermann S. (fragensteller)


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André Menzel schrieb:
> Das ist es schon teilweise, siehe Bahnhöfe.
> Auch an kleinen Bahnhöfen "ohne" Überdachung direkt am Gleis zu rauchen
> ist verboten. Obwohl ich mir sicher bin das damit nicht wirklich eine
> Geruchsbelästigung entstehen kann, wenn der nächste Bahnreisende 20
> Meter weit weg steht.

Hier geht es weniger um Geruchsbelästigung, sondern um die Gefahr 
durchfahrender Züge, die einem die Glut von der Zigarette wegblasen und
dadurch einen Brand verursachen können.

von Uhu U. (uhu)


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Hermann St. schrieb:
> Hier geht es weniger um Geruchsbelästigung, sondern um die Gefahr
> durchfahrender Züge, die einem die Glut von der Zigarette wegblasen und
> dadurch einen Brand verursachen können.

Was für ein Schwachsinnsargument. Typisch für Leute, die Spaß daran 
haben, andere am Nasenring durch die Manege zu führen. Dumm nur, daß sie 
den Schwachsinn spätesten dann selbst glauben, wenn ihn das zweite Opfer 
widerspruchslos gefressen hat.

von Timm T. (Gast)


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be stucki schrieb:
> Du beschwertst dich sicher auch über Leute, die Abends draussen den
> Grill anwerfen.

Wenn Du zwischem sporadischen Grillen und jeden Tag nicht lüften können, 
ohne den Raucherqualm in der Bude zu haben nicht unterscheiden kannst, 
kann ich Dir auch nicht helfen.

> Dann muss es wohl für Raucher unmöglich sein, rational zu denken. Auf
> welchen physikalischen (oder doch eher esoterischen) Gesetzmässigkeiten
> beruht deine Aussage?

Beobachtung. Lege die Zigaretten eines Rauchers woanders hin. Dann warte 
eine halbe Stunde. Wenn er sie sucht, kannst Du sagen, Du hast sie 
versteckt. Sag aber schnell wo, solange Du noch kannst.

Da werden völlig harmlose, liebe Menschen zu irrational handelnden 
Furien. Wie kann man sich von dem Zeug so abhängig machen?

von Wilhelm F. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:

> Da werden völlig harmlose, liebe Menschen zu irrational handelnden
> Furien. Wie kann man sich von dem Zeug so abhängig machen?

Nonsens.

Wenn ich mal einen Tag irgendwo zu Besuch fahre, rauche ich da auch gar 
keine. Und ich kann auch eine Woche bleiben, immer noch kein Thema. 
Vergangenes Jahr lag ich 10 Tage im Krankenhaus, immer noch kein Thema. 
Ich begab mich nicht raus in den Raucherbereich, und hatte erst gar 
keine Rauchwaren mit. Das ist wohl individuell alles sehr verschieden.

von Hermann S. (fragensteller)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Was für ein Schwachsinnsargument. Typisch für Leute, die Spaß daran
> haben, andere am Nasenring durch die Manege zu führen. Dumm nur, daß sie
> den Schwachsinn spätesten dann selbst glauben, wenn ihn das zweite Opfer
> widerspruchslos gefressen hat.

Lerne Zeitungen und Berichte der Bahn und Feuerwehr zu lesen,
oder flieg in den Wald zurück.

von Paul B. (paul_baumann)


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Zitat aus Wikipedia:
Die Einnahmen betrugen im Jahr 2012 14,1 Milliarden Euro.[2] (1970 waren 
es 6,5 Milliarden Euro). Damit ist die Tabaksteuer nach der 
Energiesteuer (früher: Mineralölsteuer) die ertragreichste besondere 
Verbrauchsteuer.

Ende Zitat
http://de.wikipedia.org/wiki/Tabaksteuer_(Deutschland)

Wenn der Staat diese Einnahmen in der Höhe nicht hätte, würde er sie
sich auf andere Weise verschaffen und auch Nichtraucher nicht dabei
aussparen.

Diskutiert nicht so hitzig -steckt Euch erst mal einen Docht in's 
Gesicht!
;-)

MfG Paul

von Uhu U. (uhu)


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Hermann St. schrieb:
> Uhu Uhuhu schrieb:
>> Was für ein Schwachsinnsargument. Typisch für Leute, die Spaß daran
>> haben, andere am Nasenring durch die Manege zu führen. Dumm nur, daß sie
>> den Schwachsinn spätesten dann selbst glauben, wenn ihn das zweite Opfer
>> widerspruchslos gefressen hat.
>
> Lerne Zeitungen und Berichte der Bahn und Feuerwehr zu lesen,
> oder flieg in den Wald zurück.

Ach und das haben die erst vor ein paar Jahren gemerkt, rein zufällig, 
als die Hatz auf die Raucher begonnen hatte?

Ein Schwachsinn wird durch einfaches Wiederholen und Verweis auf 
unspezifizierte Quellen auch nicht vernünftig. Es bleibt ein 
Schwachsinn, der mehr über den Verbreiter offenbart, als über deutsche 
Bahnhöfe.

von B. O. (t_65)


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Mal aus der SIcht des Richters gesehen:

wenn es ein Urteil gibt, dass ds Grillen auf'm Balkon wegen 
Geruchsbelästigung verboten, bzw. zeitlich eingeschränkt ist, dann DARF 
er ja nicht anders handeln!

Außer, das Rauchen wird per Definition von der Geruchsbelästigung 
ausgenommen, was diverse andere Urteile wiederum ad absurdum führt ...

Genau wie das Urteil, dass das laute Kreischen von 'zig Kindern auf 
einem Haufen keine Lärmbelästigung darstellt.
;-)

von Wilhelm F. (Gast)


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B. Obachter schrieb:

> Genau wie das Urteil, dass das laute Kreischen von 'zig Kindern auf
> einem Haufen keine Lärmbelästigung darstellt.

Das klingt ja gerade so, als wenn Deutschland die 
Top-Nachwuchsgeneration wäre. ;-)

von Jens M. (Gast)


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Hermann St. schrieb:
> Bin zwar Nichtraucher, aber das geht meines Erachten zu weit.

"Eine Klage dagegen habe kaum Erfolgschancen."

Irgendein Amtsrichter maßt sich da wohl an was die nächste Instanz 
entscheiden wird. Da wird es aber abstrakter und gewisse Grundrechte 
(gerade in den eigenen 4 Wänden) werden auch berücksichtigt.

Von Rechtssicherheit hat der Herr Richter auch noch nie was gehört. 
Rauchen in der Wohnung war immer erlaubt, das soll wohl auf einmal nicht 
mehr gelten. Abmahnungen in diesem Bereich waren bisher nicht 
durchsetzbar.  Wenn Menschen auf einen Haufen wohnen muss man halt 
gewisse Dinge ertragen oder der Vermieter die Bude isolieren.

Selber Rauche ich übrigens nur in der Kneipe oder 1-2 Zigaretten im 
Park.

Boris B. schrieb:
> Steuereintreiber und Strassenlärm  sind notwendige Übel

Ach ja? Bei Steuern und Abgaben sehe ich das ja ein, aber 70% 
Abgabenlast (untere Lohngruppen) finde ich zu hoch und ungerecht.

Straßenlärm ist Übel, noch schlimmer der Gestank aber notwendig? Das was 
Autofahrer als "notwendig" finden ist für mich rücksichtsloses 
Primatentum der Marke Neandertal. Die Gegend derart mit Lärm, Abgasen 
und dem Recht des Stärkeren zu vergiften schaffen nicht mal Bataillone 
von Kettenrauchern mit Ghettoblastern.

von Johannes O. (jojo_2)


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Hermann St. schrieb:
> Bin zwar Nichtraucher, aber das geht meines Erachten zu weit.

Nein ich kann das vollkommen verstehen. Das ist Deutschland...

Grund: Wenn der Typ viel raucht dann stinkt es. Und zwar nicht nur bei 
ihm in der Wohnung sondern auch noch in anderen Wohnungen. Wenn es 
irgendwo nen auch nur ganz kleinen Luftzug gibt, dann trägt sich der 
Gestank überall hin. Habs schon selbst erlebt: Beim einen Fester raus, 
beim anderen wieder rein. Oder durchs Treppenhaus usw. Und der Gestank 
hält sich hartnäckig.
Das ist dann wie beim Grillen: Das darf man auch nicht unbegrenzt weil 
es sonst bei den Nachbarn zu sehr stinkt!
Aber jetzt kommt was ganz interessantes ins Spiel: In so einem Fall 
hätte ich als Vermieter Angst, dass mir meine ANDEREN Mieter die Miete 
aufgrund der starken Geruchsbelästigung mindern.
Das Risiko würde ich auch nicht eingehen. Dann hätte ich genauso 
gehandelt: Mit dem Mieter gesprochen und dann, weil keine Einsicht 
vorhanden ist, gekündigt.

Außerdem wird die Wohnung durchs extreme Rauchen auch in Mitleidenschaft 
gezogen. Wenn da ein solcher Kettenraucher drin war, kann man hernach 
praktisch gesehen renovieren.

Es wird immer so getan, als würden die ganzen Vermieter nur noch so im 
Geld schwimmen, das stimmt so aber nicht. Das alles kostet viel Geld, da 
stecken viele Investitionen drin und hin und wieder kann man sich noch 
mit idiotischen Mietern herumschlagen inkl. Gerichtsverfahren usw. Das 
Mieterleben hat auch durchaus seine Vorteile...
Die Gesetzgebung in Deutschland ist sehr mieterfreundlich. Da dauert es 
JAHRE und mehrere Gerichtsverhandlungen, bis man Mieter aus dem EIGENEN 
HAUS wieder herausbekommt, wenn sie sich nicht richtig verhalten.
Immer die armen Mieter... Wer nicht damit klar kommt, der soll sich 
selbst ein Haus kaufen, da kann er dann tun und lassen was er will.

von Kara B. (Firma: ...) (karabenemsi)


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>"Eine Klage dagegen habe kaum Erfolgschancen."

>Irgendein Amtsrichter maßt sich da wohl an was die nächste Instanz
>entscheiden wird. Da wird es aber abstrakter und gewisse Grundrechte
>(gerade in den eigenen 4 Wänden) werden auch berücksichtigt.

Nicht gleich Schaum vor den Mund kriegen. Der Ausspruch bezog sich auf 
die Gewährung von Prozeßkostenhilfe und nicht auf die Verweigerung der 
Berufung:

http://www.focus.de/immobilien/mieten/fristlose-kuendigung-gerechtfertigt-raucher-muss-nach-40-jahren-aus-der-mietwohnung-_aid_1035125.html

von Wilhelm F. (Gast)


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Johannes O. schrieb:

> Außerdem wird die Wohnung durchs extreme Rauchen auch in Mitleidenschaft
> gezogen. Wenn da ein solcher Kettenraucher drin war, kann man hernach
> praktisch gesehen renovieren

Wo ist da eigentlich ein Problem?

Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu 
spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht?

Es sei denn, jemand möchte unrenoviert weiter wohnen, aber das gibt es 
alles auch.

von (prx) A. K. (prx)


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B. Obachter schrieb:
> wenn es ein Urteil gibt, dass ds Grillen auf'm Balkon wegen
> Geruchsbelästigung verboten, bzw. zeitlich eingeschränkt ist, dann DARF
> er ja nicht anders handeln!

Höchstrichterliche Urteile haben oft eine faktische Bindewirkung, aber 
ansonsten ist ein Richter hierzulande m.W nur an codifiziertes Recht 
gebunden. Präzendenzfallrecht gilt für USA/GB.

von Georg A. (georga)


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> Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu
> spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht?

Der Teppich und die Vorhänge müssen auch raus.

Wir hatten einen Kollegen, der in seinem Einzelbüro (verbotenerweise) 
exzessiv graucht hat, noch dazu Mentholzigaretten. Es hat sogar durch 
die Steckdosen ins Nebenbüro durchgestunken. Das Zimmer war über ein 
halbes Jahr nach seinem Auszug nicht mehr benutzbar, es hat beim 
Einsaugen der Luft über die Zunge richtig gebrannt.

von Jörg W. (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite


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Wilhelm Ferkes schrieb:
> Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu
> spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht?

Naja, es gibt Leute, bei denen reicht einfach mal renovieren nicht
aus. Wir haben selbst viele Jahre über solchen Leuten gewohnt. Sie
waren nett, wenn man sich mit ihnen mal auf der Treppe unterhalten
hat, aber den Gestank haben sie sicher selbst einfach nicht mehr
wahrnehmen können. Die Luft, die bei ihnen zum Fenster rauskam (das
sie natürlich im Sommer immer irgendwo offen hatten), konntest du
getrost würfeln und dann als Sondermüll entsorgen. :-/ Da, wo diese
Luft den angekippten Fenstern entwichen ist, waren die Fenster nur
gelb statt weiß …

Wenn die da mal ausziehen (vermutlich erst nach dem Tod der Mieter,
sie sind ja nichtmal zur Reko völlig ausgezogen), dann kann man wohl
die Bude erstmal einen ganzen Sommer lang lüften, bevor sich da wieder
jemand reintraut (es sei denn, der potenzielle Mieter hat selbst schon
eine entsprechend verstümmelte Nase).

Nein, ich wäre nicht auf die Idee gekommen, deshalb beim Vermieter
zu protestieren. Aber nervig war es schon, über denen zu wohnen.

Da, wo wir jetzt wohnen, raucht auch gelegentlich mal jemand in der
Nähe auf einem Balkon. Stinkt auch, aber nur kurz, dann isses wieder
verflogen. Das ist wirklich kein Vergleich (insofern kann ich natürlich
das Urteil auch irgendwie verstehen, wenngleich ich es nach einer
Mietzeit von 40 Jahren für überzogen halte).

von Rick M. (rick-nrw)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Da, wo wir jetzt wohnen, raucht auch gelegentlich mal jemand in der
> Nähe auf einem Balkon. Stinkt auch, aber nur kurz, dann isses wieder
> verflogen. Das ist wirklich kein Vergleich (insofern kann ich natürlich
> das Urteil auch irgendwie verstehen, wenngleich ich es nach einer
> Mietzeit von 40 Jahren für überzogen halte).

Alternativen suchen:
Dafür sorgen, das der Rauch nicht ins Treppenhaus ziehen kann.
Durchzugsdackel etc. falls kein Balkon vorhanden ist.

Das Urteil wird wieder einkassiert, die Raucherlobby sponsert da sicher 
einen passenden Anwalt.

Es gibt bereits Urteile zu Zigarettenrauch aus der Nachbarwohnung, das 
reicht von 5% bis 20% (+ Essensgerüche) und 0% Mietminderung wenn der 
Rauch vom Nachbarbalkon kommt.

von J.-u. G. (juwe)


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Rick McGlenn schrieb:
> Das Urteil wird wieder einkassiert, die Raucherlobby sponsert da sicher
> einen passenden Anwalt.

Was denn für ein Urteil? Die Verhandlung über die Kündigung ist doch 
erst am 24.Juli.

von Timm T. (Gast)


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Johannes O. schrieb:
> Wenn da ein solcher Kettenraucher drin war, kann man hernach
> praktisch gesehen renovieren.

Nein, renovieren hiesse ja, Tapeten neu und Decke streichen, fertig. Das 
reicht je nach Ausstattung der Wohnung lange nicht, wenn du Pech hast 
muss Fußboden raus, Decke (Kasetten oder Panele) raus, Heizkörper raus, 
abstrahlen und neu lackieren.

Ich kenne das von diversen Renovierungen: Die schicht auf der Tapete 
verhindert einfaches Überstreichen, auf der Decke hält keine 
Tapetenbahn, weil die den Kleber nicht annimmt. Rohre - damals noch 
freiliegend - lassen sich nicht einfach überstreichen, der Nikotinbelag 
schlägt durch die neue Farbe durch. Der gelbe Lack auf Türen und 
Fenstern muss abgeschliffen werden... Das ist echt ein krasses Zeug.

Wilhelm Ferkes schrieb:
> Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu
> spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht?

Nein, unter Umständen nicht mehr. Je nach Mietvertrag können solche 
Klauseln unwirksam sein. Schwachsinnig sind sie sowieso: Wer auszieht, 
wird sich kaum Mühe geben (Zahnpasta in die Dübellöcher). Und wer 
einzieht, hätte die gerade weiss gestrichene Wand vielleicht doch lieber 
beige gehabt.

von Uhu U. (uhu)


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Timm Thaler schrieb:
> der Nikotinbelag schlägt durch die neue Farbe durch.

Wenn das Nikotin wäre, würden Insekten tot von der Wand fallen, wenn sie 
sich dort niederlassen...

In dem Wandbelag sind höchstens geringfügige Nikotinspuren drin, die 
weder den Farbton, noch den Geruch bestimmen.

von A. $. (mikronom)


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Jörg Wunsch schrieb:
> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu
>> spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht?
>
> Naja, es gibt Leute, bei denen reicht einfach mal renovieren nicht
> aus. Wir haben selbst viele Jahre über solchen Leuten gewohnt. Sie
> waren nett, wenn man sich mit ihnen mal auf der Treppe unterhalten
> hat, aber den Gestank haben sie sicher selbst einfach nicht mehr
> wahrnehmen können. Die Luft, die bei ihnen zum Fenster rauskam (das
> sie natürlich im Sommer immer irgendwo offen hatten), konntest du
> getrost würfeln und dann als Sondermüll entsorgen. :-/ Da, wo diese
> Luft den angekippten Fenstern entwichen ist, waren die Fenster nur
> gelb statt weiß …

Renovieren und auslüften reicht da nicht unbedingt. Zwei Bekannte waren 
solche Kettenraucher. Die wollten, nachdem sie mit dem Rauchen aufgehört 
haben, renovieren und haben alles neu gemalert. Der Gestank war wenige 
Tage später wieder da (Möbel, etc.) und irgendwann kam auch der gelbe 
Untergrund durch die Malerfarbe durch. Die Tapeten hätten runter gemusst 
und es hätten neue Tapeten rangemacht werden müssen. Weiterhin hätten 
alle Möbel ausgetauscht werden müssen.

Lecker war übrigens bei denen das Innere des PCs, der dank Lüftern alles 
durchgesaugt hat. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie eckelhaft das 
da drin immer ausgesehen hat! Alles vom Teer verklebt, so dass der Staub 
daran gehaftet hat. Allein der Gedanke daran, dass es in der Lunge auch 
so aussieht, bäh.

von B. O. (t_65)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> In dem Wandbelag sind höchstens geringfügige Nikotinspuren drin, die
> weder den Farbton, noch den Geruch bestimmen.

Das kenne ich anders.
Eine Befreundete Familie, beide starke Raucher, haben beim Erstbezug 
eines Hauses die Waschküche zum Raucherzimmer gewählt.
Bei Bezug war sie weiß, jetzt hat sie einen dunklen Ockerton und stinkt 
nach altem Wirtshaus.
Den Belag kann man mit Spritus oder Isopropanol abwaschen, mit viel 
Kraftaufwand. Im Putz ist er eingezogen und lässt sich nur noch mitsamt 
dem Putz entfernen.
Mal ehrlich: als Vermieter würde ich das nicht wollen, wenn jeder 
nichtrauchende eventuelle Mieter solch eine Wohnung von vorn herein 
ablehnt und die Renovierungskosten erheblich sind.

von Uhu U. (uhu)


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B. Obachter schrieb:
> Das kenne ich anders.

Nicht das Nicotin ist das Problem - das ist nämlich wasserlöslich und 
müßte sich wegwaschen lassen -, sondern die Teerbestandteile und der 
Feinstaub im Tabakrauch. Die stinken, sind zu einer wasserunlöslichen 
Klebe verbacken wenn sie sich auf Wänden und Möbeln niederschlagen und 
arbeiten sich durch Farbanstriche.

Mit anderen Worten: würden Pfefferminztee, oder Sägespäne geraucht, wäre 
das Ergebnis auf Wänden und Möbeln nicht weniger eklig.

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Warum wird hier nur über den Gestank debattiert? Der Dreck ist 
krebserregend und von daher sollte es selbstverständlich sein, dass man 
die Gesundheit dritter nicht beeinträchtigt.

Aus dem Spiegelartikel wird das mit den geschädigten dritten wenigstens 
ersichtlich:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/gericht-rechtfertigt-kuendigung-wegen-starken-rauchens-a-909604.html

von B. O. (t_65)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> Nicht das Nicotin ist das Problem

Das stimmt schon.
Soweit ich weiß ist da Nikotin das kleinste Problem in den Zigaretten. 
Was da noch an Zusatzstoffen drin ist dürfte in Summe weit übler sein.
Beim Verschwelen - egal welchen Materials - gibt es immer einen 
Niederschlag (Kondensat), der sich in saugfähige Materialien wie Putz 
oder Tapeten hineinfrisst.

von c. m. (Gast)


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Ulrich S. schrieb:
> Warum wird hier nur über den Gestank debattiert? Der Dreck ist
> krebserregend und von daher sollte es selbstverständlich sein, dass man
> die Gesundheit dritter nicht beeinträchtigt.

unbestgritten ist der teer krebserregend, aber das sind cyklische 
kohlenwasserstoffe in benzin auch, und das uran im phosphatdünger, 
grillen,  und und und...

aber gegen raucher wettern wird als recht und gerecht angesehen - wohl 
weil man ihr schädliches tun mit den sinnen einfach und ohne 
nachzudenken erkennen kann. und wenn das tun einen selbst nicht 
betrifft, z.b. als nichtraucher, hat man da auch leicht meckern.

deswegen kann ich z.b. auch leicht gegen autos wettern und deren 
innerstädtisches verbot oder die benzinpreiserhöhung bis über die 
schmerzgrenze fordern - ich fahre nämlich keins.

von Ulrich S. (voodoofrei)


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c. m. schrieb:
> deswegen kann ich z.b. auch leicht gegen autos wettern und deren
> innerstädtisches verbot oder die benzinpreiserhöhung bis über die
> schmerzgrenze fordern - ich fahre nämlich keins.

Kannst auch aufs Land ziehen, in entlegenen Käffern gibs kaum Autos und 
die Feinstaubbelastung ist deutlich geringer.

von Timm T. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:
> In dem Wandbelag sind höchstens geringfügige Nikotinspuren drin, die
> weder den Farbton, noch den Geruch bestimmen.

Ich habs nicht im MS analysiert, auf jeden Fall hatte die neue Farbe auf 
den Heizungsrohren in den "Raucherzimmern" schnell schöne Flecken. Das 
ist nicht mit "mal schnell drübermalern" getan.

von Malte S. (maltest)


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Ulrich S. schrieb:
> Kannst auch aufs Land ziehen, in entlegenen Käffern gibs kaum Autos und
> die Feinstaubbelastung ist deutlich geringer.

Schon paradox irgendwie, dass genau da, wo mangelhafte 
ÖPNV-Infrastruktur Autos rechtfertigt, diese vergleichsweise in der 
Weite untergehen. In der Stadt, wo man die Dinger außer für 
gelegentliche Transporte privat nicht bräuchte, wird dann alles von 
überdimensionierten Exemplaren verstopft.
Was das Rauchen betrifft, hab ich lange gemacht und es dauert ziemlich 
lange, bis man wieder so richtig wahrnehmen kann, wie weit und wie krass 
eine einzige Kippe auch gegen den Wind noch stinken kann. Im Nachhinein 
kaum zu glauben, dass man sich sowas mal mehr oder weniger freiwillig 
angetan hat. Dennoch muss das Wegverbieten seine Grenzen haben und 
natürlich wäre eine Kündigung nur deswegen unter allen Umständen falsch. 
Aber wenn der Mann auf stur stellt und nicht wenigstens so weit 
Rücksicht nehmen wollte, dass man sich wieder hätte einigen können, 
dann braucht er auch seinerseits nicht mehr auf Toleranz zählen. Darum 
scheint es doch zu gehen. Oder aber das ganze war eh nur ein Vorwand, 
den Altvertrag loszuwerden. Dann wäre ein weniger reizendes Thema 
vielleicht praktischer gewesen.

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Malte S. schrieb:
> Ulrich S. schrieb:
>> Kannst auch aufs Land ziehen, in entlegenen Käffern gibs kaum Autos und
>> die Feinstaubbelastung ist deutlich geringer.
>
> Schon paradox irgendwie, dass genau da, wo mangelhafte
> ÖPNV-Infrastruktur Autos rechtfertigt, diese vergleichsweise in der
> Weite untergehen. In der Stadt, wo man die Dinger außer für
> gelegentliche Transporte privat nicht bräuchte, wird dann alles von
> überdimensionierten Exemplaren verstopft.

Na sowas! Aber nur der Gedanke, man könne die Autos aus den Innenstädten 
verbannen sollte konsequent zu Ende gedacht werden. Wäre ja ein schöner 
Schildbürgerstreich die Autohäuser und Autowerkstädten in den Städten zu 
lassen ;).

von Wilhelm F. (Gast)


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c. m. schrieb:

> unbestgritten ist der teer krebserregend, aber das sind cyklische
> kohlenwasserstoffe in benzin auch, und das uran im phosphatdünger,
> grillen,  und und und...

Vor 20 Jahren recherchierte ich mal eine Ausarbeitung für den 
Abi-Unterricht, und da kommt Benzol leider in nicht geringer Menge auch 
in ruhigen Waldgegenden z.B. Eifel oder Schwarzwald hoch konzentriert 
vor. Dann wohnte ich ja selbst mal mit heftigen Atemwegsproblemen in der 
Großstadt, was auf den Autoverkehr zurück zu führen war. Es war noch 
Blei im Sprit, und der KAT war noch nicht Pflicht. Aber beim Rauchen, da 
schrieb hier mal einer vor längerer Zeit, da wären Radioaktivstrahler 
starke Alphastrahler im Tabak wie Pollonium 210 eher der Krebsauslöser. 
Mehr als die chemische Komposition. Irgendwie konzentrieren sich in der 
Tabakpflanze bestimmte Stoffe. Ich weiß es aber auch nicht genau, und 
kann es nicht erforschen. Vielleicht Mediziner auf entsprechenden 
Krankenhausstationen.



Jörg Wunsch schrieb:

> Wilhelm Ferkes schrieb:
>> Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu
>> spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht?
>
> Naja, es gibt Leute, bei denen reicht einfach mal renovieren nicht
> aus. Wir haben selbst viele Jahre über solchen Leuten gewohnt. Sie
> waren nett, wenn man sich mit ihnen mal auf der Treppe unterhalten
> hat, aber den Gestank haben sie sicher selbst einfach nicht mehr
> wahrnehmen können. Die Luft, die bei ihnen zum Fenster rauskam (das
> sie natürlich im Sommer immer irgendwo offen hatten), konntest du
> getrost würfeln und dann als Sondermüll entsorgen. :-/ Da, wo diese
> Luft den angekippten Fenstern entwichen ist, waren die Fenster nur
> gelb statt weiß …

Meine Fensterrahmen werden auch nie mehr richtig weiß. Das ist aber auch 
alles. Mein Vormieter war solch ein exzessiver Raucher, daß er tagsüber 
im Juli bei blauem Himmel und Sonnenschein das Licht in der Wohnung an 
haben mußte. Er putzte die Fenster gar nie mehr.

Wir renovierten dann Tapeten und Decke, der Fußboden ist PVC und nicht 
so relevant, und dann ging es wieder anständig. Also richtig Tapete 
ablösen, nicht die neue auf die alte kleben.

Alles an altem Inventar des Vormieters muß sowieso raus, vollständig, 
auch Vorhänge. Komplett alles. Da bei sowas gibt es meinerseits keine 
Diskussion.

Es gibt natürlich Menschen, die übernehmen eine Wohnung auch mit 
Gardinen und Vorhängen, und wollen nicht renovieren. In einer Luxusbude 
ist vielleicht manches mal noch in Ordnung, wo ein Pedant wohnte, dem 
nichts schlecht werden durfte, vielleicht mit reichlich Kohle.

Ich sah als Servicemonteur schon mal polizeiversiegelte Zuhälterburgen, 
wo wir uns bei geflüchteten Typen die teuere Telefonanlage wieder raus 
holten, die hätte man auch direkt so übernehmen können, fast Neuzustand. 
Die Typen sind oft penibelst, hassen jedes Stäubchen.

Mein Etagennachbar war bis vor drei Jahren extremer Kettenraucher, ist 
über 60. Nach zwei Krankenhausaufenthalten hörte der auf, und es scheint 
ihm gut zu gehen. Allerdings hustet er immer noch, COPD verschwindet 
nicht so einfach mehr. Der Flur roch mal gering nach Rauch, wie neben 
einer Kneipe, und der Flur hat eine Art Kamineffekt zur Luftzufuhr, in 
meine Wohnung zog da auch nichts. Die Wohnungen selbst haben 
Zwangsentlüftung, was zwar auch hauptsächlich Luft aus dem Flur durch 
die nicht völlig dichte Wohnungstür saugt, aber ich wohne im Erdgeschoß. 
Dort zieht hauptsächlich Luft aus den Kellerfenstern nach.

von Rick M. (rick-nrw)


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Im TV lief ein Interview mit dem netten Herren aus Düsseldorf.

Das sieht wohl eher so aus als löst sich das Problem rein biologisch in 
den  nächsten Monaten.

von Hubert G. (hubertg)


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c. m. schrieb:
> aber gegen raucher wettern wird als recht und gerecht angesehen - wohl
> weil man ihr schädliches tun mit den sinnen einfach und ohne
> nachzudenken erkennen kann. und wenn das tun einen selbst nicht
> betrifft, z.b. als nichtraucher, hat man da auch leicht meckern.

Ich finde Raucher sind überwiegend sehr tolerante Menschen, es macht 
ihnen kaum etwas aus ob neben ihnen jemand raucht oder nicht.

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Hubert G. schrieb:
> Ich finde Raucher sind überwiegend sehr tolerante Menschen, es macht
> ihnen kaum etwas aus ob neben ihnen jemand raucht oder nicht.

Oder gar, wenn jemand isst, während sie rauchen. ;)

von Jörg P. R. (jrgp_r)


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Timm Thaler schrieb:
> Warum nicht? Wer verpestet denn hier die Luft, er oder ich? Ist ja nicht
> so, dass er gezwungen wird zu rauchen.

Wenn du dann mal Furzt, musst du aber dann auch das Fenster zu machen. 
:-))

von Timm T. (Gast)


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Jörg P. R. schrieb:
> Wenn du dann mal Furzt, musst du aber dann auch das Fenster zu machen.

Ich hab das Problem anders gelöst: Der nächste Nachbar wohnt jetzt 70m 
weit weg. Da kann der rauchen, soviel er will.

von Hermann S. (fragensteller)


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Timm Thaler schrieb:
> Ich hab das Problem anders gelöst: Der nächste Nachbar wohnt jetzt 70m
> weit weg. Da kann der rauchen, soviel er will.

Freu dich nicht zu früh, wenn der Wind aus der falschen Richtung kommt,
merkst du es genauso.

von Uhu U. (uhu)


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Die Verweigerung der Prozeßkostenhilfe gegen den 74-jährigen ist 
gekippt:

Entscheidung in Düsseldorf: Gericht stärkt Raucher im Kampf gegen 
Wohnungskündigung

http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/landgericht-gewaehrt-raucher-nach-kuendigung-der-wohnung-kostenbeihilfe-a-910351.html

Womöglich war das "starke Rauchen" des Herrn nur ein Vorwand, um ihn 
rauszuschmeißen.

von c. m. (Gast)


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Uhu Uhuhu schrieb:

> 
http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/landgericht-gewaehrt-raucher-nach-kuendigung-der-wohnung-kostenbeihilfe-a-910351.html
>
> Womöglich war das "starke Rauchen" des Herrn nur ein Vorwand, um ihn
> rauszuschmeißen.

ein wenig hintergrund zu den "Mietern" die sich wegen des rauchers 
belästigt fühlten
> 
http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Belaestigung-der-anderen-Mieter/forum-260031/msg-23783095/read/

von Timm T. (Gast)


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c. m. schrieb:
> ein wenig hintergrund zu den "Mietern" die sich wegen des rauchers
> belästigt fühlten

Siehste, die kümmern sich wenigstens um den Schutz ihrer Angestellten 
und Kunden vor Tabakrauch.

Als Arbeitgeber sind sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet. Schon 
gewusst?

von c. m. (Gast)


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Timm Thaler schrieb:

> Siehste, die kümmern sich wenigstens um den Schutz ihrer Angestellten
> und Kunden vor Tabakrauch.
>
> Als Arbeitgeber sind sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet. Schon
> gewusst?

klar, "fürsorgepflicht". mal davon abgesehen das es sich möglicherweise 
um briefkastenfirmen handelt und man den mieter einfach loswerden wollte 
damit eine weitere briefkastenfirma einziehen kann, frage ich mich ob 
die MAK für tabakrauch in den räumen der firmen tatsächlich 
überschritten wurde.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Timm Thaler schrieb:
> c. m. schrieb:
>> ein wenig hintergrund zu den "Mietern" die sich wegen des rauchers
>> belästigt fühlten
>
> Siehste, die kümmern sich wenigstens um den Schutz ihrer Angestellten
> und Kunden vor Tabakrauch.
>
> Als Arbeitgeber sind sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet. Schon
> gewusst?

Tja, sollte man meinen.

Wenn ich aber dann Angestellte im Nebel in Kneipen sehe, die dort über 
Stunden arbeiten müssen, dann frage ich mich schon, ob hier nicht mit 
zweierlei Maß gemessen wird.

Wenn ich sehe, was die BG bei unseren Chemiekunden für ein riesiges Fass 
bei Stäuben etc. aufmacht und wie die MAK sonst so sind, dann dürfte in 
allen Gaststätten/Kneipen mit Angestellten nie und nimmer geraucht 
werden.

Das ist mMn ein Unding.

von c. m. (Gast)


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Chris D. schrieb:

> Tja, sollte man meinen.
>
> Wenn ich aber dann Angestellte im Nebel in Kneipen sehe, die dort über
> Stunden arbeiten müssen, dann frage ich mich schon, ob hier nicht mit
> zweierlei Maß gemessen wird.
>
> Wenn ich sehe, was die BG bei unseren Chemiekunden für ein riesiges Fass
> bei Stäuben etc. aufmacht und wie die MAK sonst so sind, dann dürfte in
> allen Gaststätten/Kneipen mit Angestellten nie und nimmer geraucht
> werden.

das problem ist das die kneipenangestellten selbst fast ausnahmslos 
raucher sind, respektive dem sehr kleinen teil nichtraucher der 
tabakrauch nichts ausmacht.
woher ich das wissen will? sagen wir mal so: ich weiß aus erster hand 
das die BGN probleme hatte bei cotinin-konzentrationsuntersuchungen von 
kneipenangestellten nichtraucher zu finden.

ohne den (giftigen, muss mal gesagt werden) tabakrauch zu verharmlosen 
finde ich trotzdem das bei "chemie"stäuben klar deutlich straffere 
maßstäbe angelegt werden müssen. je nach "staub" können die auswirkungen 
aktut gravierender sein als beim passivrauchen.
ich hatte im bekanntenkreis jemanden der bei der oberflächenveredelung 
von metallbauteilen mit cyanidschmelzen hantieren musste - laut seiner 
aussage war man nach so einem arbeitstag trotz schutzkleidung 2 tage 
total am arsch.
eine weitere bekannte arbeitet in der produktion eines 
pharmaunternehmens, da werden z.b. pillen verpresst - da wären ein paar 
mg wirkstoff über den tag inhaliert, je nach medikament und über das 
ganze jahr gesehen, eine unkalkulierbare gesundheitsbelastung.

von Timm T. (Gast)


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Chris D. schrieb:
> dann dürfte in
> allen Gaststätten/Kneipen mit Angestellten nie und nimmer geraucht
> werden.

Die Diskussionen und Gesetzgebungen dazu in den letzten Jahren sind 
spurlos an Dir vorübergegangen?

http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtraucherschutzgesetze_in_Deutschland#.C3.9Cbersicht_.C3.BCber_die_Rauchverbote_einzelner_Bundesl.C3.A4nder_.28tabellarisch.29

Das erste Rauchverbot gab es anscheinend 1642. Es verbietet das Rauchen 
in Kirchen. Dabei ist erwiesenermaßen die Feinstaubbelastung in Kirchen 
durch Weihrauch und Kerzenruß deutlich höher als die Gefahr durch 
Passivrauchen, wie eine Studie von 1645 im Kölner Dom gezeigt hat... ;-)

c. m. schrieb:
> ich hatte im bekanntenkreis jemanden der bei der oberflächenveredelung
> von metallbauteilen mit cyanidschmelzen hantieren musste

Ich hatte im Bekanntenkreis jemanden, der im Uranabbau in der Wismut 
gearbeitet hat und dann Lungenkrebs, Hautkrebs und Leukämie bekam. Ist 
das jetzt ein Argument, dass man woanders keinen Arbeitsschutz braucht, 
weil: Die anderen sind ja auch nicht besser?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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c. m. schrieb:

> ohne den (giftigen, muss mal gesagt werden) tabakrauch zu verharmlosen
> finde ich trotzdem das bei "chemie"stäuben klar deutlich straffere
> maßstäbe angelegt werden müssen. je nach "staub" können die auswirkungen
> aktut gravierender sein als beim passivrauchen.
> ich hatte im bekanntenkreis jemanden der bei der oberflächenveredelung
> von metallbauteilen mit cyanidschmelzen hantieren musste - laut seiner
> aussage war man nach so einem arbeitstag trotz schutzkleidung 2 tage
> total am arsch.
> eine weitere bekannte arbeitet in der produktion eines
> pharmaunternehmens, da werden z.b. pillen verpresst - da wären ein paar
> mg wirkstoff über den tag inhaliert, je nach medikament und über das
> ganze jahr gesehen, eine unkalkulierbare gesundheitsbelastung.

Natürlich lassen sich immer Beispiele finden, die "schlimmer" sind :-)

Nicht, dass wir uns falsch verstehen: ich finde es absolut richtig, dass 
die BG da genau hinschaut.

Aber auch eine neblige Kneipe ist eben kein Ort, in dem man dauerhaft 
arbeiten sollte.

Und da wird dann eben doch nicht ganz so genau hingeguckt.

Ob die Angestellten selbst Raucher sind oder nicht, spielt auch keine 
wirkliche Rolle. Was diese in ihrer Freizeit machen, ist ihr Ding.

Aber als AG habe ich dafür zu sorgen, meine Angestellten so gut wie 
möglich vor Gesundheitsgefahren während ihrer Arbeits zu schützen.

Timm Thaler schrieb:
> Die Diskussionen und Gesetzgebungen dazu in den letzten Jahren sind
> spurlos an Dir vorübergegangen?

Du bestätigst mit dem Link das, was ich schrieb. Dass es immer noch sehr 
viele Ausnahmen gibt, bei denen Angestellte dem Rauch ausgesetzt sind.

Auch wenn sich natürlich da schon einiges getan hat.

Ich finde es z.B. sehr angenehm, dass man jetzt Essen gehen kann, ohne 
nachher die Klamotten auf den Balkon zum Lüften hängen zu müssen.

Im Biergarten etc. macht mir Rauch auch nix aus und ich gehe auch nicht 
fünf Meter zur Seite, nur weil neben mir jemand raucht.

Hoffen wir mal (vor allem für die Angestellten), dass sich das 
Rauchverbot bald überall durchsetzt.

Hat doch in anderen Ländern auch funktioniert und die Kneipen sind 
voller als je zuvor.

von c. m. (Gast)


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Chris D. schrieb:

> Ich finde es z.B. sehr angenehm, dass man jetzt Essen gehen kann, ohne
> nachher die Klamotten auf den Balkon zum Lüften hängen zu müssen.

mir stößt bitter auf das der gesetzgeber einem gastwirt in seinen 
eigenen 4 wänden, "hausrecht" als stichwort, vorschreibt das rauchen zu 
verbieten. ganz so als ob nichtrauchende gäste ein recht besäßen ein 
lokal zu besuchen und der eigentümer sich nach ihnen zu richten habe.

von Uhu U. (uhu)


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Timm Thaler schrieb:
> Siehste, die kümmern sich wenigstens um den Schutz ihrer Angestellten
> und Kunden vor Tabakrauch.
>
> Als Arbeitgeber sind sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet. Schon
> gewusst?

Ha ha. Die Vermieterin wird gemerkt haben, daß man mehr Gewinn erzielt, 
wenn man die Wohnung mit fünf Briefkästen ausstattet und sie an 
ebensolche Firmen vermietet, als wenn ein einsamer alter Knacker darin 
hockt und ab und zu mal eine pafft.

Die ganze Geschichte stinkt zum Himmel - aber nicht nach 
Zigarettenrauch.

von Ulrich S. (voodoofrei)


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c. m. schrieb:
> mir stößt bitter auf das der gesetzgeber einem gastwirt in seinen
> eigenen 4 wänden, "hausrecht" als stichwort, vorschreibt das rauchen zu
> verbieten. ganz so als ob nichtrauchende gäste ein recht besäßen ein
> lokal zu besuchen und der eigentümer sich nach ihnen zu richten habe.

Dann wirst du dich jetzt übergeben müssen:

http://de.wikipedia.org/wiki/Gaststättengesetz

Die Gäste haben noch ganz andere Rechte.

An deiner Reaktion wird schön deutliche, wie rauchen gesellschaftlich 
akzeptiert ist, ganz im Gegensatz zum Nasepopeln oder der privaten 
Urananreicherung. ;)

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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c. m. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>
>> Ich finde es z.B. sehr angenehm, dass man jetzt Essen gehen kann, ohne
>> nachher die Klamotten auf den Balkon zum Lüften hängen zu müssen.
>
> mir stößt bitter auf das der gesetzgeber einem gastwirt in seinen
> eigenen 4 wänden, "hausrecht" als stichwort, vorschreibt das rauchen zu
> verbieten. ganz so als ob nichtrauchende gäste ein recht besäßen ein
> lokal zu besuchen und der eigentümer sich nach ihnen zu richten habe.

Ja, das sollte nicht sein.
Da bin ich eben auch Unternehmer: es ist sein Lokal, da sollte er für 
die Gäste die Regeln machen dürfen.

Aber das Ganze gilt natürlich nur, solange er keine Angestellten hat ...

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Chris D. schrieb:
> Da bin ich eben auch Unternehmer: es ist sein Lokal, da sollte er für
> die Gäste die Regeln machen dürfen.

Machst du auch für deine Kunden die Regeln? Kein CE? Kein RoHS? Keine 
MwSt? ;)

Oder wo siehst du den Unterschied?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ulrich S. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> Da bin ich eben auch Unternehmer: es ist sein Lokal, da sollte er für
>> die Gäste die Regeln machen dürfen.
>
> Machst du auch für deine Kunden die Regeln? Kein CE? Kein RoHS? Keine
> MwSt? ;)

Nein, aber ich bestimme hier sehr wohl, wer die heiligen Hallen betreten 
darf und wer nicht.

Und ich bestimme auch, wen ich beliefere und wen nicht :-)

> Oder wo siehst du den Unterschied?

Das ist der Unterschied:

Ich kann hier ein Schild aufhängen mit "Nur für Sockenträger".
Der Wirt darf das mit "Nur Raucher" nicht.

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Chris D. schrieb:
> Das ist der Unterschied:
>
> Ich kann hier ein Schild aufhängen mit "Nur für Sockenträger".
> Der Wirt darf das mit "Nur Raucher" nicht.

Zum einen musst du Sockenträger trotzdem mit RoHS-Socken beliefern und 
er Raucher darf durchaus "Nur Raucher" bewirten, er muss nur dafür 
sorgen, dass in seinem Betriebsstätten nicht geraucht wird.

Hausrecht und Vertragsfreiheit im Sinne wer bewirtet/beliefert wird, 
bleiben davon unberührt.

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ulrich S. schrieb:

> er Raucher darf durchaus "Nur Raucher" bewirten, er muss nur dafür
> sorgen, dass in seinem Betriebsstätten nicht geraucht wird.

Aber er kann bspw. nicht sagen:
"Ok, ich sehe, es sind nur Raucher anwesend und Ihr wollt "es" doch 
auch: Ihr dürft jetzt rauchen."

Jeder dort kennt das Risiko, jeder dort macht das freiwillig und es gibt 
keine Schädigung Unbeteiligter.

Reine Raucherkneipen sind ja in vielen Bundesländern verboten - daher 
kamen die ganzen Umgehungsversuche mit "Rauchervereinen" usw.

Ein Schild "Hier darf geraucht werden, weil nur Raucher Zutritt haben" 
geht offenbar nicht.

Da mischt sich der Staat meiner Meinung nach zu stark ein.

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Chris D. schrieb:
> "Ok, ich sehe, es sind nur Raucher anwesend und Ihr wollt "es" doch
> auch: Ihr dürft jetzt rauchen."

Na, das ist ja eine Milchmädchenrechnung.

Und was machst du mit Kindern? Eh alles Alkoholtrinker in der 
Wirtschaft, also bekommen die Kids auch ein Bier?

von Chris D. (myfairtux) (Moderator) Benutzerseite


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Ulrich S. schrieb:
> Chris D. schrieb:
>> "Ok, ich sehe, es sind nur Raucher anwesend und Ihr wollt "es" doch
>> auch: Ihr dürft jetzt rauchen."
>
> Na, das ist ja eine Milchmädchenrechnung.
>
> Und was machst du mit Kindern? Eh alles Alkoholtrinker in der
> Wirtschaft, also bekommen die Kids auch ein Bier?

Da ist das Jugendschutzgesetz vor.

Aber es kann doch nicht sein, dass man Erwachsenen, die niemanden außer 
sich selbst schädigen, vorschreibt, was sie zu tun und zu lassen haben.

Das Gesetz heisst ja nicht umsonst "Nichtraucherschutzgesetz" so wie das 
"Jugendschutzgesetz" eben die Jugend schützen soll.

Sind jedoch keine Nichtraucher da, greift es hier aber eben trotzdem und 
das kann eigentlich nicht sein.

Wie gesagt, ich bin selbst Nichtraucher und mich stört Rauch schon recht 
flott (z.B. ein Raucher im gesamten Lokal), aber in diesem Fall bin ich 
für die Eigenverantwortung.

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Es ist und bleibt eine Milchmädchenrechnung, da man genau so naiv 
argumentieren könnte: "Wenn der Kunde akzeptiert dass das Produkt kein 
CE hat, dann.... Also warum darf ich es dann nicht verkaufen?".

von Timm T. (Gast)


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Chris D. schrieb:
> Sind jedoch keine Nichtraucher da, greift es hier aber eben trotzdem und
> das kann eigentlich nicht sein.

Und wie soll das in einer Gaststätte gehen?

Alles Raucher, dürfen paffen. Ich komm rein, will etwas essen: Prompt 
machen alle Raucher ihre Kippen aus und reissen die Fenster auf?

Glaubst Du doch selbst nicht. Ok, ich muss da ja nichts essen.

Ich sitze bereits in der Gaststätte und esse. Nebst 20 anderen Leuten. 
Kommt ein Raucher und fragt erstmal bei 21 Leuten + Personal, ob er 
rauchen darf?

Glaubst Du doch selbst nicht. Ok, ich kann ja gehen.

Dann muss ich das gerade angefangene Essen nicht bezahlen, weil ich ja 
nicht weiteressen kann?

Glaubst Du doch selbst nicht.

Das würde vielleicht mit viel Rücksichtnahme funktionieren. Aber Raucher 
und Rücksichtnahme sind nach meinen bisherigen Erfahrungen selten 
kombatibel.

von Martin K. (maart)


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Timm Thaler schrieb:
> Das würde vielleicht mit viel Rücksichtnahme funktionieren. Aber Raucher
> und Rücksichtnahme sind nach meinen bisherigen Erfahrungen selten
> kombatibel.

Wo kann ich unterschreiben?

Gerade wieder am Wochenende erlebt: Das übrige Personal qualmt mich an 
der Kellnertheke ununterbrochen zu (ja, trotzt Rauchverbot wurde 
gequalmt), als ich mir dann zu späterer Stunde eine Zigarre angezündet 
habe, kamen die üblichen Sätze wie "Bäh, das stinkt aber."
Etwas rücksichtsloseres als Raucher gibt es meiner Meinung nach nicht.

von Ulrich S. (voodoofrei)


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Chris meint, wenn er nur Rauchen bewirten würde. D.h. er würde beim 
betreten eines Nichtrauchers vom Hausrecht Gebrauch machen.

von (prx) A. K. (prx)


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Chris D. schrieb:
> Wie gesagt, ich bin selbst Nichtraucher und mich stört Rauch schon recht
> flott (z.B. ein Raucher im gesamten Lokal), aber in diesem Fall bin ich
> für die Eigenverantwortung.

Hmm. Vorbestellter Tisch für grössere Runde. Und nun? Muss das Lokal 
eine Tagesplanung aufstellen, mit Aushang von wann bis wann gequalmt 
werden kann? Ist ja nicht so, dass die Runde so einfach kehrt machen 
kann, wenn sie aufkreuzt und merkt, dass gequalmt wird.

von Paul B. (paul_baumann)


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Früher (TM) hing in den Gaststätten oft ein Schild:
"Wir bitten unsere Gäste, während der Mittagszeit nicht zu rauchen."

1. waren die Leute von allein schon so vernünftig, dort nicht zu 
knastern
2. wurden die Aschenbecher um diese Zeit vom Personal eingesammelt

Ein normaler Mensch kam nicht auf die Idee, in einer Speisegaststätte
um die Mittagszeit rauchen zu wollen.

Wenn man in eine "Rumpelkneipe" ging, wußte man, daß dort die Luft
als kompakter Würfel drinstand....

Heute predigt jedes Rindvieh "Eigenverantwortung" für Alles und Jedes,
aber solche belanglosen Sachen sind bis ins Detail geregelt. Wichtig ist
vor Allem, daß die "Persönlichkeit entfaltet werden kann" d.h.
Rücksichtslosigkeit greift immer mehr um sich.

:-(

MfG Paul

von (prx) A. K. (prx)


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Paul Baumann schrieb:
> Ein normaler Mensch kam nicht auf die Idee, in einer Speisegaststätte
> um die Mittagszeit rauchen zu wollen.

Die Zigarette danach gehört bei vielen Rauchern einfach dazu.

von Uhu U. (uhu)


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Paul Baumann schrieb:
> Heute predigt jedes Rindvieh "Eigenverantwortung" für Alles und Jedes,
> aber solche belanglosen Sachen sind bis ins Detail geregelt.

Da sollte man schon genauer hinsehen:

"Eigenverantwortung" wird gepredigt, wenn es darum geht, den Leuten 
Rechte zu nehmen, die im Lauf der letzten gut 100 Jahre erkämpft 
wurden und das gerne Spott gegen "Besitzstandswahrer" untermalt - Ziel: 
Umverteilung.

Die Gängelung durch EU und Konsorten greift mit Vorliebe in die 
persönliche Lebensführung ein und dient der Festigung des 
Untertanengeistes.

Und die Rindviecher, die Eigenverantwortung predigen, zeichnen sich 
durch hervorragend gefestigten Untertanengeist aus...

von Paul B. (paul_baumann)


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A.K. schrub:
>Die Zigarette danach gehört bei vielen Rauchern einfach dazu.

Ja, das war (und wäre auch heute noch) kein Problem: Vor der Tür steht
ein kleiner Kugelkopf
http://www.zufor.de/popup_category_images.php?cID=1556&imgID=0

und drumherum ein paar zufriedene Leute mit jeweils einem Docht im
Gesicht.

Was würde dem entgegenstehen?

MfG Paul

von Karl H. (kbuchegg)


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>  Nun kann man in einer Dachwohnung im Sommer nicht verlangen,
> dass man bei geschlossenem Fenster schläft.

Doch das kann man.
Zwar nicht wegen einem Raucher, aber wenn der Nachbar 5 Meter neben 
deinem Schlafzimmerfenster ein Biotop betreibt, in dem die Frösche des 
nächtens einen Höllenlärm veranstalten, dann sind es nicht die Frösche 
die in die Röhre gucken, sondern du musst bei brütender Hitze dein 
Fenster eben geschlossen halten um trotz Ohropax schlafen zu können.
Mein Ex-Schwiegervater hat versucht, das nachbarliche Biotop aus dem 
Grund stillegen zu lassen und ist damit abgeblitzt.

von Paul B. (paul_baumann)


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Karl-Heinz schrub:
>...aber wenn der Nachbar 5 Meter neben
>deinem Schlafzimmerfenster ein Biotop betreibt, in dem die Frösche des
>nächtens einen Höllenlärm veranstalten, dann sind es nicht die Frösche
>die in die Röhre gucken,.....

Ja, da darf man kein Frosch sein...

Nein, im Ernst: Das ist genau das, was ich schon weiter oben schrob:
>Wichtig ist
>vor Allem, daß die "Persönlichkeit entfaltet werden kann" d.h.
>Rücksichtslosigkeit greift immer mehr um sich.

Eine Bande von Egoisten ist über die Jahre entstanden -ich habe keine
Hoffnung, daß sich an der allgemeinen Ellenbogenmentalität etwas ändert.

:-(

MfG Paul

von Ulrich S. (voodoofrei)


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von U. B. (Gast)


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von Tex A. (tex)


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Die Debatte ist wertfrei. Die Raucher bestehen auf ihr ausgedehntes 
Gewohnheitsrecht. Während ein Furz in Gesellschaft jedoch ein hoch 
natürlicher und nur bedingt kontrollierbarer nichtsdestotrotz aber 
gesellschaftliche vollkommen inakzeptabler Prozess ist der die gemüter 
erregt, ist das Rauchen als persönliches Bedürfnis ein 
Gesellschaftsereignis.
Selbstverständlich wäre es den Rauchern keineswegs recht, oder auch nur 
ansatzweise duldbar,  wenn jeder Nichtraucher auf sein persönliches 
Bedürfnis beharren würde, jedem Raucher ins Gesicht zu spucken. Die 
davon verursachten materiellen und gesundheitlichen Schäden dürften mit 
denen des passivrauchens vergleichbar sein und der Nichtraucher muss 
seine Bekleidung ja auch umgehend in der Waschmaschine reinigen, wenn er 
sich in der Gesellschaft von Rauchern befand.
Das jeder ihren Qualm ertragen muss, und ihre durchaus störenden 
Körperausdünstungen ist aber eine Selbstverständlichkeit für die 
Raucher.
Es hat 500 Jahre gebraucht, bis sich die Verächter des Tabaks gegen 
dessen Genießer zur Wehr gesetzt haben. Und ja, es ist ganz gleich, ob 
ein Nachbar seine Mitmenschen durch die Aufzucht von Ungeziefer, 
Zigarettenrauch, Lärm,
oder üppigen Rosenwuchs belästigt. Wenn dem Verursacher die Einsicht 
fehlt, müssen gesellschaftliche Sanktionen bewirken, was die Vernunft 
nicht zu erreichen vermag.
Vor 100000 Jahren hätte ich dem Penner, der jeden Abend vor meinem 
Höhleneingang trommelt, einfach den Schädel einschlagen können, wenn ich 
der Stärkere gewesen wäre.
Heute ist der Prozess etwas komplizierter. Ich trage mein Problem einer 
Prüfungskommission vor und die entscheidet darüber, ob der Penner 
trommeln darf oder nicht. Der Tod wurde durch das Urteil abgelöst 
während Judikative und Exekutive nun getrennte Institutionen sind. Mehr 
hat sich nicht geändert.

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