Bin zwar Nichtraucher, aber das geht meines Erachten zu weit.
wo ist das Problem? Wer andere Mieter belästigt, egal ob durch Lärm, starkes Rauchen oder sonstwas, muss halt damit rechnen... sonst mindern die anderen Mieter die Miete und der Vermieter hat den doppelten Schaden (Mietausfall und versaute Raucherwohnung)... Vermieten ist in D ja eh schon fast eine Enteignung... Und es geht ja auch nicht um ein völliges Rauchverbot...hoffentlich knickt das Amtsgericht nicht vor der Tabaklobby ein und kippt das Urteil wieder...
Klar. Als nächstes sind dran: Familien mit Kinder Schnarcher lauter Sex Dann sollten die Vermieter noch das Recht bekommen die Wohnung zu verwanzen so dass sie voll informiert sind was da abgeht. Armes Deutschland...
Hermann St. schrieb: > Bin zwar Nichtraucher, aber das geht meines Erachten zu weit. Die Frage ist, was steht im Mietvertrag, was heisst stark rauchen und in in wieweit sind die Nachbarn durch das Rauchen belästigt. In normalen Wohnungen geht das wohl sicher zu weit. In einem Altbau mit löchrigem Holzfussboden ist das schon schwieriger. Aber es gibt so viele Gründe die Miete zu kürzen, u.a. weil der Nachbar nachts zu laut pinkelt. Selbst nachts raus zu müssen kann Ärger geben. Seltsame Urteile wird es immer geben.
Es kommt wohl auf den konkreten Fall an. So kann es beispielsweise auch zu Konflikten mit dem Essenszubereitung kommen, wenn nämlich die betreffende Person dabei konsequent auf Durchzug lüftet und als Folge davon via Hausflur das ganze Haus von den Gerüchen profitiert. Wenn das dann zu einem Urteil kommt, weil diejenige uneinsichtig ist, dann schreibt bestimmt irgendwer summarisch verkürzt, dass man in Deutschland nicht mehr in der eigenen Wohnung kochen darf.
Werner P. schrieb: > Klar. Als nächstes sind dran: > > Familien mit Kinder kinderlärm wird vor gericht anders gewertet als andere belästigungen. da heißt es dann lapidar "kinder sind halt so das hat man zu ertragen". keine ahnung warum da eine unterscheidung gemacht wird… jemand der sich belästigt fühlt, fühlt sich halt belästigt - oder wie ichs in anderem zusammenhang formulierte: der zerfetzten leiche sieht man nicht an ob sie durch einen "feigen selbstmordattentäter" oder einer "guten und gerechten hellfire-rakete" so zugerichtet wurde. besonders pikant: wenn ich kinderartigen lärm produzieren würde, müsste ich wohl vor gericht federn lassen. das argument das ich halt kind geblieben bin würde wohl nicht zählen. zum "alten sack": vielleicht hätte es geholfen beim rauchen ein fenster geöffnet zu lassen, ein wenig für durchzug zu sorgen, einfach ein wenig rücksicht auf die leute zu nehmen denen die geruchsbelästigung zu viel wurde.
Auf diese Art kann es auch dazu kommen, dass Rauchen scheinbar auch draussen an der "frischen" Luft verboten wird. Wenn die dabei üblicherweise frequentierte Örtlichkeit sich nämlich direkt vor dem Fenster von Kollegen befindet. Anderswo dürfen sich natürlich immer noch, aber zunächst gibts Ärger, weil "Rauchverbot draussen".
Camikusch schrob: >wenn ich kinderartigen lärm produzieren würde, >müsste ich wohl vor gericht federn lassen. Der Beklagte wurde daraufhin zum Tragen eines Lätzchens und zur Benutzung eines rosa Nuckels für die Dauer eines Jahres verurteilt. ;-) MfG Paul
Rick McGlenn schrieb: > Die Frage ist, was steht im Mietvertrag, was heisst stark rauchen und in > in wieweit sind die Nachbarn durch das Rauchen belästigt. Ich denke mal, da der alte Herr da seit 40Jahren drin wohnt, wird diesbezüglich nichts drinstehen. Rick McGlenn schrieb: > In einem Altbau mit löchrigem Holzfussboden sollte der Vermieter sich mit einer Grundsanierung anfreunden. c. m. schrieb: > besonders pikant: wenn ich kinderartigen lärm produzieren würde, > müsste ich wohl vor gericht federn lassen. das argument das ich halt > kind geblieben bin würde wohl nicht zählen. LOL Ganz in dem Sinne : Alt werden wir alle ; Erwachsen werden ist optional. A. K. schrieb: > Auf diese Art kann es auch dazu kommen, dass Rauchen scheinbar auch > draussen an der "frischen" Luft verboten wird. Das ist es schon teilweise, siehe Bahnhöfe. Auch an kleinen Bahnhöfen "ohne" Überdachung direkt am Gleis zu rauchen ist verboten. Obwohl ich mir sicher bin das damit nicht wirklich eine Geruchsbelästigung entstehen kann, wenn der nächste Bahnreisende 20 Meter weit weg steht. Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden sehe ich ja auch ein. In Restaurants und Kneipen würde ich im Einzelfall auch zustimmen. ABER in den eigenen, schon 40Jahren bewohnten Wohnung ist m.E. Irrsinn. Ich bin selbst Raucher, aber ich gehe auf die Terasse zum Rauchen. André
Werner P. schrieb: > Klar. Als nächstes sind dran: > > Familien mit Kinder Das wurde bereits entschieden, Kinder muss man ertragen. > Schnarcher Davon weiß ich nichts. > lauter Sex Auch das wurde schon geurteilt, die (frigiden) Nachbarn müssen das nicht hinnehmen.
André Menzel schrieb: > ABER in den eigenen, schon 40Jahren bewohnten Wohnung ist m.E. Irrsinn. Du hast aber schon gelesen, dass er mehrmals gemahnt wurde, den Konsum einzuschränken. Hatten wir auch, regelmäßig auf dem Balkon unter unserem Schlafzimmerfenster. Nun kann man in einer Dachwohnung im Sommer nicht verlangen, dass man bei geschlossenem Fenster schläft. Interessant ist, dass Raucher und Mitraucher das gar nicht mehr wahrnehmen. Mir ist das erst aufgefallen, als ich schon länger bei meinen Eltern ausgezogen bin, wie z.B. auch Klamotten den Geruch annehmen bei nur einmaligem Besuch. Wenn man ständig damit lebt, bekommt man es nicht mehr mit.
Timm Thaler schrieb: > Interessant ist, dass Raucher und Mitraucher das gar nicht mehr > wahrnehmen. Ich bin Raucher und rauche NICHT in der Wohnung, WEIL mich der Gestank selber stört. Von den Nikotinablagerungen, die sich über die Jahre überall festsetzen, mal ganz zu schweigen. Aber das ist jedem seine Sache und Raucher sollten nicht kriminalisiert werden. Der eingangs genannte Fall ist sicher ein Extrem. Dem Mann wurde bestimmt nicht gekündigt, weil er ab und zu eine durchzieht. Ich denke, der hat Kette geschlotet wie Helmut Schmidt und wahrscheinlich noch besonders geruchsintensive Zigarillos oder Zigarren.
Timm Thaler schrieb: > Hatten wir auch, regelmäßig auf dem Balkon unter unserem > Schlafzimmerfenster. Nun kann man in einer Dachwohnung im Sommer nicht > verlangen, dass man bei geschlossenem Fenster schläft. Aber du willst, dass er in der Wohnung mir geschlossenen Fenster raucht, damit du mit geöffnetem Fenster schlafen kannst und seinen Rauch nicht riechst? Das kann man auch nicht verlangen. Nachbarn und deren Tätigkeiten muss man in gewissen Granzen akzeptieren. Ansonsten zieht man aufs Land, baut sein eigenes Haus und verklagt die umliegenden Bauern weil sie Sonntags mit dem Traktor fahren, Glocken/Schellen an ihre Tiere hängen und bei der Arbeit sonstigen Lärm veranstalten (alles schon erlebt). Man sollte allgemein toleranter mit Mitmenschen umgehen. Wenn man seine Nachbarn kennt (wenn auch nur flüchtig), ist vieles einfacher. Reden kann man über alles.
In der Wohnung unter mir ist auch ein Raucher. Ich muß dann schnell das Fenster schließen, sonst ist die ganze Bude verpestet. Aber solange er noch genügend Pausen zum Lüften macht, muß man das wohl dulden. Einen Kettenraucher würde ich aber auch als unzumutbar ansehen. Raucher belästigen schon erheblich ihre Mitmenschen. Es ist fast unmöglich, von Rauchern Vernunft einzufordern. Z.B. könnte der Raucher in seiner Küche rauchen, dabei das Fenster schließen und danach die Abzugshaube anschalten, bis die Luft wieder sauber ist.
Nö, die Steuern sollen sie schon zahlen. Nur eben nicht unter meinem Fenster, sondern unter deinem. ;-)
André Menzel schrieb: > wenn der nächste Bahnreisende 20 > Meter weit weg steht. 20m, Du träumst. Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher. Sie verstehen nicht, was der Nebenmann in den Nebelschwaden gegen ihn bloß hat.
Boris B. schrieb: > Wie wär's denn mit einem generellen Rauchverbot für ganz Deutschland? eine generelle rauchpflicht wäre besser. marktkonforme demokratie, und die überalterungsproblematik würde das auch abschwächen.
Peter Dannegger schrieb: > 20m, Du träumst. > Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher. > Sie verstehen nicht, was der Nebenmann in den Nebelschwaden gegen ihn > bloß hat. Wenn ich z.B. an einer Haltestelle rauche, stelle ich mich immer an den Rand und achte dabei sogar auf den Wind und besonders auf Kinder. Wenn dann jedoch ein Nichtraucher dazukommt, sich direkt neben mich stellt und sich über den Rauch beschwert (schon erlebt), dann ist er einfach selbst Schuld.
Peter Dannegger schrieb: > Raucher belästigen schon erheblich ihre Mitmenschen. So wie Regen, Strassenlärm und Steuereintreiber, trotzdem ist nichts davon verboten. > Es ist fast unmöglich, von Rauchern Vernunft einzufordern. Z.B. könnte > der Raucher in seiner Küche rauchen, dabei das Fenster schließen und > danach die Abzugshaube anschalten, bis die Luft wieder sauber ist. Und die Abzugshaube verteilt dann (in Altbauten) den Rauch im ganzen Haus. Prima Idee.
be stucki schrieb: > So wie laute Musik, Regen, Strassenlärm und Steuereintreiber, trotzdem > ist nichts davon verboten. Steuereintreiber und Strassenlärm sind notwendige Übel (was man von Rauchern nicht behaupten kann). Regen lässt sich schlecht verbieten, und laute Musik ist unter bestimmten Umständen sehr wohl verboten. Und zumindest ist sie üblicherweise nicht gesundheitsschädlich und nicht so unangenehm wie Rauch...
Peter Dannegger schrieb: > 20m, Du träumst. > Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher. > Sie verstehen nicht, was der Nebenmann in den Nebelschwaden gegen ihn > bloß hat. Das ist SO nicht ganz richtig. Ich bin selbst Raucher und ich gehe "freiwillig" ein paar meter aus Rücksicht auf Nichtraucher. Ausser natürlich, ich unterhalte mich mit dieser Person in diesem Moment. Man soll nicht alle Raucher über einen Kamm scheren. Das es da auch Rücksichtslose Halbstarke gibt, wissen wir alle.
Kettenraucher haben oft das Problem, kein Feuerzeug und/oder keine Streichhölzer bei sich zu haben. Aus diesem Grund bitten sie am frühen Morgen jemanden um Feuer und sind dann tagsüber gezwungen, die nächste Zigarette an der der Kippe der Vorhergehenden zu entzünden. Schenke dem Kettenraucher ien Feuerzeug und der Konsum wird sich verringern. ;-) BTW: Kommt ein Mann in den Zigarettenladen: "Ein Stange HB bitte!" Verkäufer: "Soll ich sie eipacken?" "Nein, ich rauche sie gleich hier!" MfG Paul
Peter Dannegger schrieb: > 20m, Du träumst. > Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher. Bin auch Bichtraucher. Aber diese Aussage ist jetzt schon seehr pauschal.
> Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher.
Na, dem würde ich aber was husten!
;-)
MfG Paul
Boris B. schrieb: > ... und Strassenlärm sind notwendige Übel wat? ich denke mal mit "strassenlärm" wird allgemein der lärm den autos verursachen gemeint sein… da finde ich persönlich das man die dinger aus den innenstädten verbannen sollte, denn ein auto (pkw) ist in der stadt nicht notwendig. wäre gut um die nox emissionen niedrig zu halten, die feinstaubbelastung, ruß, unverbrannte kohlenwasserstoffe und, jetzt kommts: so viel kinetische energie hat in der nähe von ungeschützten menschen einfach nichts zu suchen. klar sind autos bequem für alle diejenigen die sich an den komfort gewöhnt haben, das mach die dinger aber noch lange nicht zu notwenigigen übeln die unabdingbar zu ertragen sind. und natürlich ziehe ich mit so einer forderung immer wieder den zorn von "autoliebhabern" auf mich, aber wartet mal 2-300 jahre, dann hat sich das problem durch äußere zwänge von alleine gelöst.
André Menzel schrieb: > Ausser natürlich, ich unterhalte mich mit dieser Person in diesem > Moment. Und warum musst Du rauchen, wenn Du Dich mit jemandem unterhältst? Ich empfinde sowas als unhöflich, ich popel doch auch nicht in der Nase, wenn ich mit jemandem rede.
be stucki schrieb: > Aber du willst, dass er in der Wohnung mir geschlossenen Fenster raucht, > damit du mit geöffnetem Fenster schlafen kannst und seinen Rauch nicht > riechst? Das kann man auch nicht verlangen. Warum nicht? Wer verpestet denn hier die Luft, er oder ich? Ist ja nicht so, dass er gezwungen wird zu rauchen. Sorry, ich hab das jahrzehntelang in der Familie durch, Raucher sind einfach irrational. Interessanterweise kenne ich keinen Raucher, der nicht lieber heute als morgen aufhören würde. (Nagut, ausser Helmut Schmidt vielleicht). Aber dann doch lieber morgen, oder gar nicht.
c. m. schrieb: > da finde ich persönlich das man die dinger aus den innenstädten > verbannen sollte, denn ein auto (pkw) ist in der stadt nicht notwendig Diese Woche war ich auch mit dem Auto in der Stadt. Dann mache ich aber auch drei Erledigungen auf einmal, schaue, daß es so rationell wie möglich ist, bin in 90 Minuten zurück, mit dem ÖPNV würden es vier Stunden. Diese Woche war mal wieder ein Artikel in der Zeitung, daß die regionalen Busbetriebe weiter Personal und Fahrzeuge reduzieren und den Fahrplan ausdünnen. Die Schülermengen würden schrumpfen, und dadurch käme immer weniger Geld rein. Sorry, aber das ist für mich negativ, wenn ich das Auto schon oft stehen lassen will. Sie haben hier in zwei Jahren jährlich den Ticketpreis um 6,2% erhöht, das ist auch so ein Ding, was es noch nie gab. Normalerweise wollte ich ja auch mit dem Rad in die Stadt, aber das ist bei Dauerregen nicht so dolle. Den 70-Liter-Sack Blumenerde hätte ich auch weder mit dem Rad noch mit ÖPNV transportiert bekommen. Es gibt zwar auch kleinere Säcke, aber mit Top-Mindermengenaufschlag. In kleinen Säcken hätte mich die Erde das dreifache gekostet, in meinem Fall konkret ca. 25-30 Euro statt 10 Euro. Mit den Autoabgasen hatte ich aber wirklich auch schon Gesundheitsprobleme. Ich bekam gut drei Jahre lang überhaupt keine Luft mehr durch die Nase, die war komplett zu. Die Rauchschwaden roch man bis knapp unter die zweite Etage, wo ich wohnte. Die Leute in den Etagen unter mir waren auch nicht ganz gesund. Ein HNO-Arzt riet mir zum Umzug, aber wohin denn, wenn der Arbeitsplatz mitten in der Großstadt liegt, und ich dort ohne Auto hin kam? Als der KAT Pflicht wurde, und Blei im Kraftstoff verboten wurde, verschwanden meine Beschwerden aber fast parallel zu neuen Gesetzen und Regelungen. Deswegen kann ich sie mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit dem Autoverkehr zuordnen. Raucher sind dagegen eher harmlos. In Raucherumgebungen hatte ich nie solch heftige Gesundheitsbeschwerden.
Um ein umfassendes Rauchverbot bis ins letzte Klo der Nation duchzusetzen, braucht man die Mindestspeicherfristen. Das hat jetzt auch die CDU/CSU erkannt und hat den Punkt in ihr Wahlprogramm aufgenommen.
Peter Dannegger schrieb: > André Menzel schrieb: >> wenn der nächste Bahnreisende 20 >> Meter weit weg steht. > > 20m, Du träumst. > Raucher stellen sich grundsätzlich immer direkt neben die Nichtraucher. > Sie verstehen nicht, was der Nebenmann in den Nebelschwaden gegen ihn > bloß hat. Das ist kein raucherspezifisches Problem. Es gibt halt einfach Leute, die nicht bemerken, wie sie ihre Mitmenschen stören. Zum Beispiel gestern in einem Einkaufsmarkt. Zwei Tratschtanten meinen, sie müssten ihren Einkaufsbummel mit zwei Einkaufwagen vollrichten. Sie schlenkern also mit ihren beiden Wagen nebeneinander im Sonntagsschritt da drin rum und merken nicht, wie sich hinter ihnen ständig eine Schlange bildet, weil die Gänge so lang sind. Der erste, der höflich gefragt hat, wurde kommentarlos durchgelassen, aber nur um gleich wieder den Gang zu blockieren und weiter im Bummelschritt zu quatschen. Ein zweiter hat die beiden dann rundgemacht und ihnen Arroganz und Unhöflichkeit vorgeworfen. Daraufhin haben sich die beiden Damen beschwert, dass sie doch höflich seien und jeden vorbeilassen würden, der darum bitten würde. Und das ist der Unterschied. Die einen achten vorausschauend auf ihre Mitmenschen und vermeiden von vorn herein Konflikte. Die anderen denken sie seien besonders freundlich, wenn sie erst aufgrund einer Bitte re-agieren und können überhaupt nicht nachvollziehen, dass sie andere (vermeidbar!) stören würden.
Wilhelm Ferkes schrieb: > c. m. schrieb: > >> da finde ich persönlich das man die dinger aus den innenstädten >> verbannen sollte, denn ein auto (pkw) ist in der stadt nicht notwendig > > Diese Woche war ich auch mit dem Auto in der Stadt. Dann mache ich aber > auch drei Erledigungen auf einmal, schaue, daß es so rationell wie > möglich ist, bin in 90 Minuten zurück, mit dem ÖPNV würden es vier > Stunden. Diese Woche war mal wieder ein Artikel in der Zeitung, daß die > regionalen Busbetriebe weiter Personal und Fahrzeuge reduzieren und den > Fahrplan ausdünnen. Die Schülermengen würden schrumpfen, und dadurch > käme immer weniger Geld rein. Sorry, aber das ist für mich negativ, wenn > ich das Auto schon oft stehen lassen will. Sie haben hier in zwei Jahren > jährlich den Ticketpreis um 6,2% erhöht, das ist auch so ein Ding, was > es noch nie gab. Wilhelm, du wohnst irgendwie in der falschen Gegend. Wenn ich morgens mit dem Fahrrad in die Arbeit fahre, dann überhole ich mehr Autos, als mich Autos überholen, weil ich auf dem Radweg nicht im Sau stehe. Mit der U-Bahn wäre ich noch schneller. Also zieh um, dann hast du einen besseren ÖPNV und da gibt es sicher auch einen Job. Den 50-Liter Sack mit Blumento-Pferde lade ich übrigens in mein https://www.drive-now.com/ ein. Natürlich nicht im Berufsverkehr. Ach und bevor du jetzt gleich wieder losjammerst, dass es in der Großstadt dieses und jenes nicht gibt und das und das schlechter ist: Das ganze Leben ist ein Kompromiss!
Timm Thaler schrieb: > be stucki schrieb: >> Aber du willst, dass er in der Wohnung mir geschlossenen Fenster raucht, >> damit du mit geöffnetem Fenster schlafen kannst und seinen Rauch nicht >> riechst? Das kann man auch nicht verlangen. > > Warum nicht? Wer verpestet denn hier die Luft, er oder ich? Ist ja nicht > so, dass er gezwungen wird zu rauchen. Du beschwertst dich sicher auch über Leute, die Abends draussen den Grill anwerfen. Wenn mir einer verbieten würde, aus dem Fenster zu Rauchen, würde ich nur lächeln und zurückwinken. > Sorry, ich hab das jahrzehntelang in der Familie durch, Raucher sind > einfach irrational. Dann muss es wohl für Raucher unmöglich sein, rational zu denken. Auf welchen physikalischen (oder doch eher esoterischen) Gesetzmässigkeiten beruht deine Aussage? > Interessanterweise kenne ich keinen Raucher, der > nicht lieber heute als morgen aufhören würde. (Nagut, ausser Helmut > Schmidt vielleicht). Aber dann doch lieber morgen, oder gar nicht. Jetzt kennst du schon zwei. Ich steig jetzt aus der Schlammschlacht aus. Es gibt halt Nichtraucher, die genau so stur sind, wie einige Hardcore-Raucher und nicht dazu bereit sind Kompromisse einzugehen. Kann ich auch nichts dafür.
Andi $nachname schrieb: > Zum Beispiel gestern in einem Einkaufsmarkt. Zwei Tratschtanten meinen, > sie müssten ihren Einkaufsbummel mit zwei Einkaufwagen vollrichten. Vorgestern ich beim Metzger meines Vertrauns...2 OMAS zusammen locker 150 Jahre alt, blockieren die Menschenmengen, weil sie nicht wissen ob sie 50 oder 75 Gramm Lyoner kaufen wollen. Selbstverständlich am Nachmittag um 17,30 sie haben vormittag keine Zeit..für mich ist sowas unbegreiflich. PS: Bin auch Raucher aber auf der Terasse,,bzw im Garten
Boris B. schrieb: > Wie wär's denn mit einem generellen Rauchverbot für ganz > Deutschland? Den Gedanken hatte ich vorhin auch. Aber seltsam, daß sich da niemand zu durch ringt. Man versucht irgendwie lieber alles auf den Konsumenten selbst abzuwälzen. Böse Zungen würden behaupten, im Tabakkonsum würden noch zu viele wertvolle Geldeinnahmen für die Wirtschaft und Steuern stecken... Wenn das Zeug verboten wäre, würde ich auch mal vollständig aufhören. Kein Problem, damit machte ich auch in der Vergangenheit gute Erfahrungen, war Jahre rauchfrei, und mal wieder nicht. Das Problem ist, daß manche weniger tolerant sind als andere. Ich bin unter Rauchern groß geworden, ein Großteil der Familie sind Raucher, und denen kann ich das in ihrem eigenen Haus wohl nicht gut verbieten. Letztens an einem der wenigen schönen Sonnentage grillten hier zwei junge Männer auf dem Balkon. Nein, nicht mit Gas oder elektrisch, das ist meines Erachtens nach stark amputiertes Grillen, dann kann man auch den Backofen anwerfen. Richtig zünftig mit Holzkohle. Die Jungs wußten auch, was wirklich gut und lecker ist. Ich roch es gerne, als ob es bei mir auf dem Balkon gewesen wäre. Als ich später mal ums Haus herum ging, schauten die beiden auch verschämt weg, versteckten sich etwas hinter der Balkonbrüstung. ;-) Also, ich würde da einen Teufel tun, mich zu beschweren. Eher hätte ich die Jungs gefragt, ob sie morgen nicht noch mal grillen wollen. Ich würde ja für meinen Balkon auch einen Holzkohlengrill anschaffen, aber das gibt eher Ärger. Gas und Elektro kommt eben nicht in Frage, denn es ist eben kein charakteristisch gut riechendes Holzkohlefeuer. Ich koche manchmal auch sehr heftig, z.B. Pasta oder Pizza mal mit einer ganzen Knobiknolle drin. Da riecht das ganze Haus mal eine Stunde wie ein südländisches Restaurant. Hier im Haus bekam ich aber positive Reflektionen dazu. Zwei Nachbarn meinten, daß sie nächstes mal klingeln kommen, um sich zum Essen anzumelden, es hätte lecker gerochen. So gehts auch. Man freut sich, daß in den Männerhaushalten auch gekocht wird. In einem früheren Wohnhaus kochten die Portugiesen zwei oder drei mal wöchentlich Stockfisch. Mann, das riecht aber auch, zum Weglaufen. Man kann denen aber ihr Lieblingsessen auch nicht verbieten. Ein Hochhausblock mit 8 Etagen und zwei gleich großen Anbauten, einschließlich Hinterhaus. Das zog bis in die allerletzte Ecke des Hauses. Ich schaute dann nur, daß ich schnell in die Wohnung kam, und die Wohnungstür hinter mir schloß. Den Schweden verbiete ich ja auch nicht ihr Surströmming, und grinse nur, daß sie das essen müssen, und nicht ich. Kürzlich war ich zu einem guten Anlaß noch mit Familie und Freunden raus essen. Am Ende waren wir die letzten im Lokal, und dann kam tatsächlich der Wirt mit Rauchwaren, und sagte, es wäre jetzt erlaubt. Vorher unterhielt er sich draußen vor der Tür mit den Rauchern, die ab und zu mal raus gingen, er war selbst Raucher, der vor die Tür ging.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Wenn das Zeug verboten wäre, würde ich auch mal vollständig aufhören. Bessere Gründe hast du nicht?
André Menzel schrieb: > Das ist es schon teilweise, siehe Bahnhöfe. > Auch an kleinen Bahnhöfen "ohne" Überdachung direkt am Gleis zu rauchen > ist verboten. Obwohl ich mir sicher bin das damit nicht wirklich eine > Geruchsbelästigung entstehen kann, wenn der nächste Bahnreisende 20 > Meter weit weg steht. Hier geht es weniger um Geruchsbelästigung, sondern um die Gefahr durchfahrender Züge, die einem die Glut von der Zigarette wegblasen und dadurch einen Brand verursachen können.
Hermann St. schrieb: > Hier geht es weniger um Geruchsbelästigung, sondern um die Gefahr > durchfahrender Züge, die einem die Glut von der Zigarette wegblasen und > dadurch einen Brand verursachen können. Was für ein Schwachsinnsargument. Typisch für Leute, die Spaß daran haben, andere am Nasenring durch die Manege zu führen. Dumm nur, daß sie den Schwachsinn spätesten dann selbst glauben, wenn ihn das zweite Opfer widerspruchslos gefressen hat.
be stucki schrieb: > Du beschwertst dich sicher auch über Leute, die Abends draussen den > Grill anwerfen. Wenn Du zwischem sporadischen Grillen und jeden Tag nicht lüften können, ohne den Raucherqualm in der Bude zu haben nicht unterscheiden kannst, kann ich Dir auch nicht helfen. > Dann muss es wohl für Raucher unmöglich sein, rational zu denken. Auf > welchen physikalischen (oder doch eher esoterischen) Gesetzmässigkeiten > beruht deine Aussage? Beobachtung. Lege die Zigaretten eines Rauchers woanders hin. Dann warte eine halbe Stunde. Wenn er sie sucht, kannst Du sagen, Du hast sie versteckt. Sag aber schnell wo, solange Du noch kannst. Da werden völlig harmlose, liebe Menschen zu irrational handelnden Furien. Wie kann man sich von dem Zeug so abhängig machen?
Timm Thaler schrieb: > Da werden völlig harmlose, liebe Menschen zu irrational handelnden > Furien. Wie kann man sich von dem Zeug so abhängig machen? Nonsens. Wenn ich mal einen Tag irgendwo zu Besuch fahre, rauche ich da auch gar keine. Und ich kann auch eine Woche bleiben, immer noch kein Thema. Vergangenes Jahr lag ich 10 Tage im Krankenhaus, immer noch kein Thema. Ich begab mich nicht raus in den Raucherbereich, und hatte erst gar keine Rauchwaren mit. Das ist wohl individuell alles sehr verschieden.
Uhu Uhuhu schrieb: > Was für ein Schwachsinnsargument. Typisch für Leute, die Spaß daran > haben, andere am Nasenring durch die Manege zu führen. Dumm nur, daß sie > den Schwachsinn spätesten dann selbst glauben, wenn ihn das zweite Opfer > widerspruchslos gefressen hat. Lerne Zeitungen und Berichte der Bahn und Feuerwehr zu lesen, oder flieg in den Wald zurück.
Zitat aus Wikipedia: Die Einnahmen betrugen im Jahr 2012 14,1 Milliarden Euro.[2] (1970 waren es 6,5 Milliarden Euro). Damit ist die Tabaksteuer nach der Energiesteuer (früher: Mineralölsteuer) die ertragreichste besondere Verbrauchsteuer. Ende Zitat http://de.wikipedia.org/wiki/Tabaksteuer_(Deutschland) Wenn der Staat diese Einnahmen in der Höhe nicht hätte, würde er sie sich auf andere Weise verschaffen und auch Nichtraucher nicht dabei aussparen. Diskutiert nicht so hitzig -steckt Euch erst mal einen Docht in's Gesicht! ;-) MfG Paul
Hermann St. schrieb: > Uhu Uhuhu schrieb: >> Was für ein Schwachsinnsargument. Typisch für Leute, die Spaß daran >> haben, andere am Nasenring durch die Manege zu führen. Dumm nur, daß sie >> den Schwachsinn spätesten dann selbst glauben, wenn ihn das zweite Opfer >> widerspruchslos gefressen hat. > > Lerne Zeitungen und Berichte der Bahn und Feuerwehr zu lesen, > oder flieg in den Wald zurück. Ach und das haben die erst vor ein paar Jahren gemerkt, rein zufällig, als die Hatz auf die Raucher begonnen hatte? Ein Schwachsinn wird durch einfaches Wiederholen und Verweis auf unspezifizierte Quellen auch nicht vernünftig. Es bleibt ein Schwachsinn, der mehr über den Verbreiter offenbart, als über deutsche Bahnhöfe.
Mal aus der SIcht des Richters gesehen: wenn es ein Urteil gibt, dass ds Grillen auf'm Balkon wegen Geruchsbelästigung verboten, bzw. zeitlich eingeschränkt ist, dann DARF er ja nicht anders handeln! Außer, das Rauchen wird per Definition von der Geruchsbelästigung ausgenommen, was diverse andere Urteile wiederum ad absurdum führt ... Genau wie das Urteil, dass das laute Kreischen von 'zig Kindern auf einem Haufen keine Lärmbelästigung darstellt. ;-)
B. Obachter schrieb: > Genau wie das Urteil, dass das laute Kreischen von 'zig Kindern auf > einem Haufen keine Lärmbelästigung darstellt. Das klingt ja gerade so, als wenn Deutschland die Top-Nachwuchsgeneration wäre. ;-)
Hermann St. schrieb: > Bin zwar Nichtraucher, aber das geht meines Erachten zu weit. "Eine Klage dagegen habe kaum Erfolgschancen." Irgendein Amtsrichter maßt sich da wohl an was die nächste Instanz entscheiden wird. Da wird es aber abstrakter und gewisse Grundrechte (gerade in den eigenen 4 Wänden) werden auch berücksichtigt. Von Rechtssicherheit hat der Herr Richter auch noch nie was gehört. Rauchen in der Wohnung war immer erlaubt, das soll wohl auf einmal nicht mehr gelten. Abmahnungen in diesem Bereich waren bisher nicht durchsetzbar. Wenn Menschen auf einen Haufen wohnen muss man halt gewisse Dinge ertragen oder der Vermieter die Bude isolieren. Selber Rauche ich übrigens nur in der Kneipe oder 1-2 Zigaretten im Park. Boris B. schrieb: > Steuereintreiber und Strassenlärm sind notwendige Übel Ach ja? Bei Steuern und Abgaben sehe ich das ja ein, aber 70% Abgabenlast (untere Lohngruppen) finde ich zu hoch und ungerecht. Straßenlärm ist Übel, noch schlimmer der Gestank aber notwendig? Das was Autofahrer als "notwendig" finden ist für mich rücksichtsloses Primatentum der Marke Neandertal. Die Gegend derart mit Lärm, Abgasen und dem Recht des Stärkeren zu vergiften schaffen nicht mal Bataillone von Kettenrauchern mit Ghettoblastern.
Hermann St. schrieb: > Bin zwar Nichtraucher, aber das geht meines Erachten zu weit. Nein ich kann das vollkommen verstehen. Das ist Deutschland... Grund: Wenn der Typ viel raucht dann stinkt es. Und zwar nicht nur bei ihm in der Wohnung sondern auch noch in anderen Wohnungen. Wenn es irgendwo nen auch nur ganz kleinen Luftzug gibt, dann trägt sich der Gestank überall hin. Habs schon selbst erlebt: Beim einen Fester raus, beim anderen wieder rein. Oder durchs Treppenhaus usw. Und der Gestank hält sich hartnäckig. Das ist dann wie beim Grillen: Das darf man auch nicht unbegrenzt weil es sonst bei den Nachbarn zu sehr stinkt! Aber jetzt kommt was ganz interessantes ins Spiel: In so einem Fall hätte ich als Vermieter Angst, dass mir meine ANDEREN Mieter die Miete aufgrund der starken Geruchsbelästigung mindern. Das Risiko würde ich auch nicht eingehen. Dann hätte ich genauso gehandelt: Mit dem Mieter gesprochen und dann, weil keine Einsicht vorhanden ist, gekündigt. Außerdem wird die Wohnung durchs extreme Rauchen auch in Mitleidenschaft gezogen. Wenn da ein solcher Kettenraucher drin war, kann man hernach praktisch gesehen renovieren. Es wird immer so getan, als würden die ganzen Vermieter nur noch so im Geld schwimmen, das stimmt so aber nicht. Das alles kostet viel Geld, da stecken viele Investitionen drin und hin und wieder kann man sich noch mit idiotischen Mietern herumschlagen inkl. Gerichtsverfahren usw. Das Mieterleben hat auch durchaus seine Vorteile... Die Gesetzgebung in Deutschland ist sehr mieterfreundlich. Da dauert es JAHRE und mehrere Gerichtsverhandlungen, bis man Mieter aus dem EIGENEN HAUS wieder herausbekommt, wenn sie sich nicht richtig verhalten. Immer die armen Mieter... Wer nicht damit klar kommt, der soll sich selbst ein Haus kaufen, da kann er dann tun und lassen was er will.
>"Eine Klage dagegen habe kaum Erfolgschancen." >Irgendein Amtsrichter maßt sich da wohl an was die nächste Instanz >entscheiden wird. Da wird es aber abstrakter und gewisse Grundrechte >(gerade in den eigenen 4 Wänden) werden auch berücksichtigt. Nicht gleich Schaum vor den Mund kriegen. Der Ausspruch bezog sich auf die Gewährung von Prozeßkostenhilfe und nicht auf die Verweigerung der Berufung: http://www.focus.de/immobilien/mieten/fristlose-kuendigung-gerechtfertigt-raucher-muss-nach-40-jahren-aus-der-mietwohnung-_aid_1035125.html
Johannes O. schrieb: > Außerdem wird die Wohnung durchs extreme Rauchen auch in Mitleidenschaft > gezogen. Wenn da ein solcher Kettenraucher drin war, kann man hernach > praktisch gesehen renovieren Wo ist da eigentlich ein Problem? Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht? Es sei denn, jemand möchte unrenoviert weiter wohnen, aber das gibt es alles auch.
B. Obachter schrieb: > wenn es ein Urteil gibt, dass ds Grillen auf'm Balkon wegen > Geruchsbelästigung verboten, bzw. zeitlich eingeschränkt ist, dann DARF > er ja nicht anders handeln! Höchstrichterliche Urteile haben oft eine faktische Bindewirkung, aber ansonsten ist ein Richter hierzulande m.W nur an codifiziertes Recht gebunden. Präzendenzfallrecht gilt für USA/GB.
> Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu > spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht? Der Teppich und die Vorhänge müssen auch raus. Wir hatten einen Kollegen, der in seinem Einzelbüro (verbotenerweise) exzessiv graucht hat, noch dazu Mentholzigaretten. Es hat sogar durch die Steckdosen ins Nebenbüro durchgestunken. Das Zimmer war über ein halbes Jahr nach seinem Auszug nicht mehr benutzbar, es hat beim Einsaugen der Luft über die Zunge richtig gebrannt.
Wilhelm Ferkes schrieb: > Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu > spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht? Naja, es gibt Leute, bei denen reicht einfach mal renovieren nicht aus. Wir haben selbst viele Jahre über solchen Leuten gewohnt. Sie waren nett, wenn man sich mit ihnen mal auf der Treppe unterhalten hat, aber den Gestank haben sie sicher selbst einfach nicht mehr wahrnehmen können. Die Luft, die bei ihnen zum Fenster rauskam (das sie natürlich im Sommer immer irgendwo offen hatten), konntest du getrost würfeln und dann als Sondermüll entsorgen. :-/ Da, wo diese Luft den angekippten Fenstern entwichen ist, waren die Fenster nur gelb statt weiß … Wenn die da mal ausziehen (vermutlich erst nach dem Tod der Mieter, sie sind ja nichtmal zur Reko völlig ausgezogen), dann kann man wohl die Bude erstmal einen ganzen Sommer lang lüften, bevor sich da wieder jemand reintraut (es sei denn, der potenzielle Mieter hat selbst schon eine entsprechend verstümmelte Nase). Nein, ich wäre nicht auf die Idee gekommen, deshalb beim Vermieter zu protestieren. Aber nervig war es schon, über denen zu wohnen. Da, wo wir jetzt wohnen, raucht auch gelegentlich mal jemand in der Nähe auf einem Balkon. Stinkt auch, aber nur kurz, dann isses wieder verflogen. Das ist wirklich kein Vergleich (insofern kann ich natürlich das Urteil auch irgendwie verstehen, wenngleich ich es nach einer Mietzeit von 40 Jahren für überzogen halte).
Jörg Wunsch schrieb: > Da, wo wir jetzt wohnen, raucht auch gelegentlich mal jemand in der > Nähe auf einem Balkon. Stinkt auch, aber nur kurz, dann isses wieder > verflogen. Das ist wirklich kein Vergleich (insofern kann ich natürlich > das Urteil auch irgendwie verstehen, wenngleich ich es nach einer > Mietzeit von 40 Jahren für überzogen halte). Alternativen suchen: Dafür sorgen, das der Rauch nicht ins Treppenhaus ziehen kann. Durchzugsdackel etc. falls kein Balkon vorhanden ist. Das Urteil wird wieder einkassiert, die Raucherlobby sponsert da sicher einen passenden Anwalt. Es gibt bereits Urteile zu Zigarettenrauch aus der Nachbarwohnung, das reicht von 5% bis 20% (+ Essensgerüche) und 0% Mietminderung wenn der Rauch vom Nachbarbalkon kommt.
Rick McGlenn schrieb: > Das Urteil wird wieder einkassiert, die Raucherlobby sponsert da sicher > einen passenden Anwalt. Was denn für ein Urteil? Die Verhandlung über die Kündigung ist doch erst am 24.Juli.
Johannes O. schrieb: > Wenn da ein solcher Kettenraucher drin war, kann man hernach > praktisch gesehen renovieren. Nein, renovieren hiesse ja, Tapeten neu und Decke streichen, fertig. Das reicht je nach Ausstattung der Wohnung lange nicht, wenn du Pech hast muss Fußboden raus, Decke (Kasetten oder Panele) raus, Heizkörper raus, abstrahlen und neu lackieren. Ich kenne das von diversen Renovierungen: Die schicht auf der Tapete verhindert einfaches Überstreichen, auf der Decke hält keine Tapetenbahn, weil die den Kleber nicht annimmt. Rohre - damals noch freiliegend - lassen sich nicht einfach überstreichen, der Nikotinbelag schlägt durch die neue Farbe durch. Der gelbe Lack auf Türen und Fenstern muss abgeschliffen werden... Das ist echt ein krasses Zeug. Wilhelm Ferkes schrieb: > Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu > spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht? Nein, unter Umständen nicht mehr. Je nach Mietvertrag können solche Klauseln unwirksam sein. Schwachsinnig sind sie sowieso: Wer auszieht, wird sich kaum Mühe geben (Zahnpasta in die Dübellöcher). Und wer einzieht, hätte die gerade weiss gestrichene Wand vielleicht doch lieber beige gehabt.
Timm Thaler schrieb: > der Nikotinbelag schlägt durch die neue Farbe durch. Wenn das Nikotin wäre, würden Insekten tot von der Wand fallen, wenn sie sich dort niederlassen... In dem Wandbelag sind höchstens geringfügige Nikotinspuren drin, die weder den Farbton, noch den Geruch bestimmen.
Jörg Wunsch schrieb: > Wilhelm Ferkes schrieb: >> Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu >> spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht? > > Naja, es gibt Leute, bei denen reicht einfach mal renovieren nicht > aus. Wir haben selbst viele Jahre über solchen Leuten gewohnt. Sie > waren nett, wenn man sich mit ihnen mal auf der Treppe unterhalten > hat, aber den Gestank haben sie sicher selbst einfach nicht mehr > wahrnehmen können. Die Luft, die bei ihnen zum Fenster rauskam (das > sie natürlich im Sommer immer irgendwo offen hatten), konntest du > getrost würfeln und dann als Sondermüll entsorgen. :-/ Da, wo diese > Luft den angekippten Fenstern entwichen ist, waren die Fenster nur > gelb statt weiß … Renovieren und auslüften reicht da nicht unbedingt. Zwei Bekannte waren solche Kettenraucher. Die wollten, nachdem sie mit dem Rauchen aufgehört haben, renovieren und haben alles neu gemalert. Der Gestank war wenige Tage später wieder da (Möbel, etc.) und irgendwann kam auch der gelbe Untergrund durch die Malerfarbe durch. Die Tapeten hätten runter gemusst und es hätten neue Tapeten rangemacht werden müssen. Weiterhin hätten alle Möbel ausgetauscht werden müssen. Lecker war übrigens bei denen das Innere des PCs, der dank Lüftern alles durchgesaugt hat. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie eckelhaft das da drin immer ausgesehen hat! Alles vom Teer verklebt, so dass der Staub daran gehaftet hat. Allein der Gedanke daran, dass es in der Lunge auch so aussieht, bäh.
Uhu Uhuhu schrieb: > In dem Wandbelag sind höchstens geringfügige Nikotinspuren drin, die > weder den Farbton, noch den Geruch bestimmen. Das kenne ich anders. Eine Befreundete Familie, beide starke Raucher, haben beim Erstbezug eines Hauses die Waschküche zum Raucherzimmer gewählt. Bei Bezug war sie weiß, jetzt hat sie einen dunklen Ockerton und stinkt nach altem Wirtshaus. Den Belag kann man mit Spritus oder Isopropanol abwaschen, mit viel Kraftaufwand. Im Putz ist er eingezogen und lässt sich nur noch mitsamt dem Putz entfernen. Mal ehrlich: als Vermieter würde ich das nicht wollen, wenn jeder nichtrauchende eventuelle Mieter solch eine Wohnung von vorn herein ablehnt und die Renovierungskosten erheblich sind.
B. Obachter schrieb: > Das kenne ich anders. Nicht das Nicotin ist das Problem - das ist nämlich wasserlöslich und müßte sich wegwaschen lassen -, sondern die Teerbestandteile und der Feinstaub im Tabakrauch. Die stinken, sind zu einer wasserunlöslichen Klebe verbacken wenn sie sich auf Wänden und Möbeln niederschlagen und arbeiten sich durch Farbanstriche. Mit anderen Worten: würden Pfefferminztee, oder Sägespäne geraucht, wäre das Ergebnis auf Wänden und Möbeln nicht weniger eklig.
Warum wird hier nur über den Gestank debattiert? Der Dreck ist krebserregend und von daher sollte es selbstverständlich sein, dass man die Gesundheit dritter nicht beeinträchtigt. Aus dem Spiegelartikel wird das mit den geschädigten dritten wenigstens ersichtlich: http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/gericht-rechtfertigt-kuendigung-wegen-starken-rauchens-a-909604.html
Uhu Uhuhu schrieb: > Nicht das Nicotin ist das Problem Das stimmt schon. Soweit ich weiß ist da Nikotin das kleinste Problem in den Zigaretten. Was da noch an Zusatzstoffen drin ist dürfte in Summe weit übler sein. Beim Verschwelen - egal welchen Materials - gibt es immer einen Niederschlag (Kondensat), der sich in saugfähige Materialien wie Putz oder Tapeten hineinfrisst.
Ulrich S. schrieb: > Warum wird hier nur über den Gestank debattiert? Der Dreck ist > krebserregend und von daher sollte es selbstverständlich sein, dass man > die Gesundheit dritter nicht beeinträchtigt. unbestgritten ist der teer krebserregend, aber das sind cyklische kohlenwasserstoffe in benzin auch, und das uran im phosphatdünger, grillen, und und und... aber gegen raucher wettern wird als recht und gerecht angesehen - wohl weil man ihr schädliches tun mit den sinnen einfach und ohne nachzudenken erkennen kann. und wenn das tun einen selbst nicht betrifft, z.b. als nichtraucher, hat man da auch leicht meckern. deswegen kann ich z.b. auch leicht gegen autos wettern und deren innerstädtisches verbot oder die benzinpreiserhöhung bis über die schmerzgrenze fordern - ich fahre nämlich keins.
c. m. schrieb: > deswegen kann ich z.b. auch leicht gegen autos wettern und deren > innerstädtisches verbot oder die benzinpreiserhöhung bis über die > schmerzgrenze fordern - ich fahre nämlich keins. Kannst auch aufs Land ziehen, in entlegenen Käffern gibs kaum Autos und die Feinstaubbelastung ist deutlich geringer.
Uhu Uhuhu schrieb: > In dem Wandbelag sind höchstens geringfügige Nikotinspuren drin, die > weder den Farbton, noch den Geruch bestimmen. Ich habs nicht im MS analysiert, auf jeden Fall hatte die neue Farbe auf den Heizungsrohren in den "Raucherzimmern" schnell schöne Flecken. Das ist nicht mit "mal schnell drübermalern" getan.
Ulrich S. schrieb: > Kannst auch aufs Land ziehen, in entlegenen Käffern gibs kaum Autos und > die Feinstaubbelastung ist deutlich geringer. Schon paradox irgendwie, dass genau da, wo mangelhafte ÖPNV-Infrastruktur Autos rechtfertigt, diese vergleichsweise in der Weite untergehen. In der Stadt, wo man die Dinger außer für gelegentliche Transporte privat nicht bräuchte, wird dann alles von überdimensionierten Exemplaren verstopft. Was das Rauchen betrifft, hab ich lange gemacht und es dauert ziemlich lange, bis man wieder so richtig wahrnehmen kann, wie weit und wie krass eine einzige Kippe auch gegen den Wind noch stinken kann. Im Nachhinein kaum zu glauben, dass man sich sowas mal mehr oder weniger freiwillig angetan hat. Dennoch muss das Wegverbieten seine Grenzen haben und natürlich wäre eine Kündigung nur deswegen unter allen Umständen falsch. Aber wenn der Mann auf stur stellt und nicht wenigstens so weit Rücksicht nehmen wollte, dass man sich wieder hätte einigen können, dann braucht er auch seinerseits nicht mehr auf Toleranz zählen. Darum scheint es doch zu gehen. Oder aber das ganze war eh nur ein Vorwand, den Altvertrag loszuwerden. Dann wäre ein weniger reizendes Thema vielleicht praktischer gewesen.
Malte S. schrieb: > Ulrich S. schrieb: >> Kannst auch aufs Land ziehen, in entlegenen Käffern gibs kaum Autos und >> die Feinstaubbelastung ist deutlich geringer. > > Schon paradox irgendwie, dass genau da, wo mangelhafte > ÖPNV-Infrastruktur Autos rechtfertigt, diese vergleichsweise in der > Weite untergehen. In der Stadt, wo man die Dinger außer für > gelegentliche Transporte privat nicht bräuchte, wird dann alles von > überdimensionierten Exemplaren verstopft. Na sowas! Aber nur der Gedanke, man könne die Autos aus den Innenstädten verbannen sollte konsequent zu Ende gedacht werden. Wäre ja ein schöner Schildbürgerstreich die Autohäuser und Autowerkstädten in den Städten zu lassen ;).
c. m. schrieb: > unbestgritten ist der teer krebserregend, aber das sind cyklische > kohlenwasserstoffe in benzin auch, und das uran im phosphatdünger, > grillen, und und und... Vor 20 Jahren recherchierte ich mal eine Ausarbeitung für den Abi-Unterricht, und da kommt Benzol leider in nicht geringer Menge auch in ruhigen Waldgegenden z.B. Eifel oder Schwarzwald hoch konzentriert vor. Dann wohnte ich ja selbst mal mit heftigen Atemwegsproblemen in der Großstadt, was auf den Autoverkehr zurück zu führen war. Es war noch Blei im Sprit, und der KAT war noch nicht Pflicht. Aber beim Rauchen, da schrieb hier mal einer vor längerer Zeit, da wären Radioaktivstrahler starke Alphastrahler im Tabak wie Pollonium 210 eher der Krebsauslöser. Mehr als die chemische Komposition. Irgendwie konzentrieren sich in der Tabakpflanze bestimmte Stoffe. Ich weiß es aber auch nicht genau, und kann es nicht erforschen. Vielleicht Mediziner auf entsprechenden Krankenhausstationen. Jörg Wunsch schrieb: > Wilhelm Ferkes schrieb: >> Renoviert im Sinne von Tapezieren und Anstreichen und Dübellöcher zu >> spachteln ist doch bei einem Umzug immer, oder nicht? > > Naja, es gibt Leute, bei denen reicht einfach mal renovieren nicht > aus. Wir haben selbst viele Jahre über solchen Leuten gewohnt. Sie > waren nett, wenn man sich mit ihnen mal auf der Treppe unterhalten > hat, aber den Gestank haben sie sicher selbst einfach nicht mehr > wahrnehmen können. Die Luft, die bei ihnen zum Fenster rauskam (das > sie natürlich im Sommer immer irgendwo offen hatten), konntest du > getrost würfeln und dann als Sondermüll entsorgen. :-/ Da, wo diese > Luft den angekippten Fenstern entwichen ist, waren die Fenster nur > gelb statt weiß … Meine Fensterrahmen werden auch nie mehr richtig weiß. Das ist aber auch alles. Mein Vormieter war solch ein exzessiver Raucher, daß er tagsüber im Juli bei blauem Himmel und Sonnenschein das Licht in der Wohnung an haben mußte. Er putzte die Fenster gar nie mehr. Wir renovierten dann Tapeten und Decke, der Fußboden ist PVC und nicht so relevant, und dann ging es wieder anständig. Also richtig Tapete ablösen, nicht die neue auf die alte kleben. Alles an altem Inventar des Vormieters muß sowieso raus, vollständig, auch Vorhänge. Komplett alles. Da bei sowas gibt es meinerseits keine Diskussion. Es gibt natürlich Menschen, die übernehmen eine Wohnung auch mit Gardinen und Vorhängen, und wollen nicht renovieren. In einer Luxusbude ist vielleicht manches mal noch in Ordnung, wo ein Pedant wohnte, dem nichts schlecht werden durfte, vielleicht mit reichlich Kohle. Ich sah als Servicemonteur schon mal polizeiversiegelte Zuhälterburgen, wo wir uns bei geflüchteten Typen die teuere Telefonanlage wieder raus holten, die hätte man auch direkt so übernehmen können, fast Neuzustand. Die Typen sind oft penibelst, hassen jedes Stäubchen. Mein Etagennachbar war bis vor drei Jahren extremer Kettenraucher, ist über 60. Nach zwei Krankenhausaufenthalten hörte der auf, und es scheint ihm gut zu gehen. Allerdings hustet er immer noch, COPD verschwindet nicht so einfach mehr. Der Flur roch mal gering nach Rauch, wie neben einer Kneipe, und der Flur hat eine Art Kamineffekt zur Luftzufuhr, in meine Wohnung zog da auch nichts. Die Wohnungen selbst haben Zwangsentlüftung, was zwar auch hauptsächlich Luft aus dem Flur durch die nicht völlig dichte Wohnungstür saugt, aber ich wohne im Erdgeschoß. Dort zieht hauptsächlich Luft aus den Kellerfenstern nach.
Im TV lief ein Interview mit dem netten Herren aus Düsseldorf. Das sieht wohl eher so aus als löst sich das Problem rein biologisch in den nächsten Monaten.
c. m. schrieb: > aber gegen raucher wettern wird als recht und gerecht angesehen - wohl > weil man ihr schädliches tun mit den sinnen einfach und ohne > nachzudenken erkennen kann. und wenn das tun einen selbst nicht > betrifft, z.b. als nichtraucher, hat man da auch leicht meckern. Ich finde Raucher sind überwiegend sehr tolerante Menschen, es macht ihnen kaum etwas aus ob neben ihnen jemand raucht oder nicht.
Hubert G. schrieb: > Ich finde Raucher sind überwiegend sehr tolerante Menschen, es macht > ihnen kaum etwas aus ob neben ihnen jemand raucht oder nicht. Oder gar, wenn jemand isst, während sie rauchen. ;)
Timm Thaler schrieb: > Warum nicht? Wer verpestet denn hier die Luft, er oder ich? Ist ja nicht > so, dass er gezwungen wird zu rauchen. Wenn du dann mal Furzt, musst du aber dann auch das Fenster zu machen. :-))
Jörg P. R. schrieb: > Wenn du dann mal Furzt, musst du aber dann auch das Fenster zu machen. Ich hab das Problem anders gelöst: Der nächste Nachbar wohnt jetzt 70m weit weg. Da kann der rauchen, soviel er will.
Timm Thaler schrieb: > Ich hab das Problem anders gelöst: Der nächste Nachbar wohnt jetzt 70m > weit weg. Da kann der rauchen, soviel er will. Freu dich nicht zu früh, wenn der Wind aus der falschen Richtung kommt, merkst du es genauso.
Die Verweigerung der Prozeßkostenhilfe gegen den 74-jährigen ist gekippt: Entscheidung in Düsseldorf: Gericht stärkt Raucher im Kampf gegen Wohnungskündigung http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/landgericht-gewaehrt-raucher-nach-kuendigung-der-wohnung-kostenbeihilfe-a-910351.html Womöglich war das "starke Rauchen" des Herrn nur ein Vorwand, um ihn rauszuschmeißen.
Uhu Uhuhu schrieb: > http://www.spiegel.de/wirtschaft/service/landgericht-gewaehrt-raucher-nach-kuendigung-der-wohnung-kostenbeihilfe-a-910351.html > > Womöglich war das "starke Rauchen" des Herrn nur ein Vorwand, um ihn > rauszuschmeißen. ein wenig hintergrund zu den "Mietern" die sich wegen des rauchers belästigt fühlten > http://www.heise.de/tp/blogs/foren/S-Belaestigung-der-anderen-Mieter/forum-260031/msg-23783095/read/
c. m. schrieb: > ein wenig hintergrund zu den "Mietern" die sich wegen des rauchers > belästigt fühlten Siehste, die kümmern sich wenigstens um den Schutz ihrer Angestellten und Kunden vor Tabakrauch. Als Arbeitgeber sind sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet. Schon gewusst?
Timm Thaler schrieb: > Siehste, die kümmern sich wenigstens um den Schutz ihrer Angestellten > und Kunden vor Tabakrauch. > > Als Arbeitgeber sind sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet. Schon > gewusst? klar, "fürsorgepflicht". mal davon abgesehen das es sich möglicherweise um briefkastenfirmen handelt und man den mieter einfach loswerden wollte damit eine weitere briefkastenfirma einziehen kann, frage ich mich ob die MAK für tabakrauch in den räumen der firmen tatsächlich überschritten wurde.
Timm Thaler schrieb: > c. m. schrieb: >> ein wenig hintergrund zu den "Mietern" die sich wegen des rauchers >> belästigt fühlten > > Siehste, die kümmern sich wenigstens um den Schutz ihrer Angestellten > und Kunden vor Tabakrauch. > > Als Arbeitgeber sind sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet. Schon > gewusst? Tja, sollte man meinen. Wenn ich aber dann Angestellte im Nebel in Kneipen sehe, die dort über Stunden arbeiten müssen, dann frage ich mich schon, ob hier nicht mit zweierlei Maß gemessen wird. Wenn ich sehe, was die BG bei unseren Chemiekunden für ein riesiges Fass bei Stäuben etc. aufmacht und wie die MAK sonst so sind, dann dürfte in allen Gaststätten/Kneipen mit Angestellten nie und nimmer geraucht werden. Das ist mMn ein Unding.
Chris D. schrieb: > Tja, sollte man meinen. > > Wenn ich aber dann Angestellte im Nebel in Kneipen sehe, die dort über > Stunden arbeiten müssen, dann frage ich mich schon, ob hier nicht mit > zweierlei Maß gemessen wird. > > Wenn ich sehe, was die BG bei unseren Chemiekunden für ein riesiges Fass > bei Stäuben etc. aufmacht und wie die MAK sonst so sind, dann dürfte in > allen Gaststätten/Kneipen mit Angestellten nie und nimmer geraucht > werden. das problem ist das die kneipenangestellten selbst fast ausnahmslos raucher sind, respektive dem sehr kleinen teil nichtraucher der tabakrauch nichts ausmacht. woher ich das wissen will? sagen wir mal so: ich weiß aus erster hand das die BGN probleme hatte bei cotinin-konzentrationsuntersuchungen von kneipenangestellten nichtraucher zu finden. ohne den (giftigen, muss mal gesagt werden) tabakrauch zu verharmlosen finde ich trotzdem das bei "chemie"stäuben klar deutlich straffere maßstäbe angelegt werden müssen. je nach "staub" können die auswirkungen aktut gravierender sein als beim passivrauchen. ich hatte im bekanntenkreis jemanden der bei der oberflächenveredelung von metallbauteilen mit cyanidschmelzen hantieren musste - laut seiner aussage war man nach so einem arbeitstag trotz schutzkleidung 2 tage total am arsch. eine weitere bekannte arbeitet in der produktion eines pharmaunternehmens, da werden z.b. pillen verpresst - da wären ein paar mg wirkstoff über den tag inhaliert, je nach medikament und über das ganze jahr gesehen, eine unkalkulierbare gesundheitsbelastung.
Chris D. schrieb: > dann dürfte in > allen Gaststätten/Kneipen mit Angestellten nie und nimmer geraucht > werden. Die Diskussionen und Gesetzgebungen dazu in den letzten Jahren sind spurlos an Dir vorübergegangen? http://de.wikipedia.org/wiki/Nichtraucherschutzgesetze_in_Deutschland#.C3.9Cbersicht_.C3.BCber_die_Rauchverbote_einzelner_Bundesl.C3.A4nder_.28tabellarisch.29 Das erste Rauchverbot gab es anscheinend 1642. Es verbietet das Rauchen in Kirchen. Dabei ist erwiesenermaßen die Feinstaubbelastung in Kirchen durch Weihrauch und Kerzenruß deutlich höher als die Gefahr durch Passivrauchen, wie eine Studie von 1645 im Kölner Dom gezeigt hat... ;-) c. m. schrieb: > ich hatte im bekanntenkreis jemanden der bei der oberflächenveredelung > von metallbauteilen mit cyanidschmelzen hantieren musste Ich hatte im Bekanntenkreis jemanden, der im Uranabbau in der Wismut gearbeitet hat und dann Lungenkrebs, Hautkrebs und Leukämie bekam. Ist das jetzt ein Argument, dass man woanders keinen Arbeitsschutz braucht, weil: Die anderen sind ja auch nicht besser?
c. m. schrieb: > ohne den (giftigen, muss mal gesagt werden) tabakrauch zu verharmlosen > finde ich trotzdem das bei "chemie"stäuben klar deutlich straffere > maßstäbe angelegt werden müssen. je nach "staub" können die auswirkungen > aktut gravierender sein als beim passivrauchen. > ich hatte im bekanntenkreis jemanden der bei der oberflächenveredelung > von metallbauteilen mit cyanidschmelzen hantieren musste - laut seiner > aussage war man nach so einem arbeitstag trotz schutzkleidung 2 tage > total am arsch. > eine weitere bekannte arbeitet in der produktion eines > pharmaunternehmens, da werden z.b. pillen verpresst - da wären ein paar > mg wirkstoff über den tag inhaliert, je nach medikament und über das > ganze jahr gesehen, eine unkalkulierbare gesundheitsbelastung. Natürlich lassen sich immer Beispiele finden, die "schlimmer" sind :-) Nicht, dass wir uns falsch verstehen: ich finde es absolut richtig, dass die BG da genau hinschaut. Aber auch eine neblige Kneipe ist eben kein Ort, in dem man dauerhaft arbeiten sollte. Und da wird dann eben doch nicht ganz so genau hingeguckt. Ob die Angestellten selbst Raucher sind oder nicht, spielt auch keine wirkliche Rolle. Was diese in ihrer Freizeit machen, ist ihr Ding. Aber als AG habe ich dafür zu sorgen, meine Angestellten so gut wie möglich vor Gesundheitsgefahren während ihrer Arbeits zu schützen. Timm Thaler schrieb: > Die Diskussionen und Gesetzgebungen dazu in den letzten Jahren sind > spurlos an Dir vorübergegangen? Du bestätigst mit dem Link das, was ich schrieb. Dass es immer noch sehr viele Ausnahmen gibt, bei denen Angestellte dem Rauch ausgesetzt sind. Auch wenn sich natürlich da schon einiges getan hat. Ich finde es z.B. sehr angenehm, dass man jetzt Essen gehen kann, ohne nachher die Klamotten auf den Balkon zum Lüften hängen zu müssen. Im Biergarten etc. macht mir Rauch auch nix aus und ich gehe auch nicht fünf Meter zur Seite, nur weil neben mir jemand raucht. Hoffen wir mal (vor allem für die Angestellten), dass sich das Rauchverbot bald überall durchsetzt. Hat doch in anderen Ländern auch funktioniert und die Kneipen sind voller als je zuvor.
Chris D. schrieb: > Ich finde es z.B. sehr angenehm, dass man jetzt Essen gehen kann, ohne > nachher die Klamotten auf den Balkon zum Lüften hängen zu müssen. mir stößt bitter auf das der gesetzgeber einem gastwirt in seinen eigenen 4 wänden, "hausrecht" als stichwort, vorschreibt das rauchen zu verbieten. ganz so als ob nichtrauchende gäste ein recht besäßen ein lokal zu besuchen und der eigentümer sich nach ihnen zu richten habe.
Timm Thaler schrieb: > Siehste, die kümmern sich wenigstens um den Schutz ihrer Angestellten > und Kunden vor Tabakrauch. > > Als Arbeitgeber sind sie sogar gesetzlich dazu verpflichtet. Schon > gewusst? Ha ha. Die Vermieterin wird gemerkt haben, daß man mehr Gewinn erzielt, wenn man die Wohnung mit fünf Briefkästen ausstattet und sie an ebensolche Firmen vermietet, als wenn ein einsamer alter Knacker darin hockt und ab und zu mal eine pafft. Die ganze Geschichte stinkt zum Himmel - aber nicht nach Zigarettenrauch.
c. m. schrieb: > mir stößt bitter auf das der gesetzgeber einem gastwirt in seinen > eigenen 4 wänden, "hausrecht" als stichwort, vorschreibt das rauchen zu > verbieten. ganz so als ob nichtrauchende gäste ein recht besäßen ein > lokal zu besuchen und der eigentümer sich nach ihnen zu richten habe. Dann wirst du dich jetzt übergeben müssen: http://de.wikipedia.org/wiki/Gaststättengesetz Die Gäste haben noch ganz andere Rechte. An deiner Reaktion wird schön deutliche, wie rauchen gesellschaftlich akzeptiert ist, ganz im Gegensatz zum Nasepopeln oder der privaten Urananreicherung. ;)
c. m. schrieb: > Chris D. schrieb: > >> Ich finde es z.B. sehr angenehm, dass man jetzt Essen gehen kann, ohne >> nachher die Klamotten auf den Balkon zum Lüften hängen zu müssen. > > mir stößt bitter auf das der gesetzgeber einem gastwirt in seinen > eigenen 4 wänden, "hausrecht" als stichwort, vorschreibt das rauchen zu > verbieten. ganz so als ob nichtrauchende gäste ein recht besäßen ein > lokal zu besuchen und der eigentümer sich nach ihnen zu richten habe. Ja, das sollte nicht sein. Da bin ich eben auch Unternehmer: es ist sein Lokal, da sollte er für die Gäste die Regeln machen dürfen. Aber das Ganze gilt natürlich nur, solange er keine Angestellten hat ...
Chris D. schrieb: > Da bin ich eben auch Unternehmer: es ist sein Lokal, da sollte er für > die Gäste die Regeln machen dürfen. Machst du auch für deine Kunden die Regeln? Kein CE? Kein RoHS? Keine MwSt? ;) Oder wo siehst du den Unterschied?
Ulrich S. schrieb: > Chris D. schrieb: >> Da bin ich eben auch Unternehmer: es ist sein Lokal, da sollte er für >> die Gäste die Regeln machen dürfen. > > Machst du auch für deine Kunden die Regeln? Kein CE? Kein RoHS? Keine > MwSt? ;) Nein, aber ich bestimme hier sehr wohl, wer die heiligen Hallen betreten darf und wer nicht. Und ich bestimme auch, wen ich beliefere und wen nicht :-) > Oder wo siehst du den Unterschied? Das ist der Unterschied: Ich kann hier ein Schild aufhängen mit "Nur für Sockenträger". Der Wirt darf das mit "Nur Raucher" nicht.
Chris D. schrieb: > Das ist der Unterschied: > > Ich kann hier ein Schild aufhängen mit "Nur für Sockenträger". > Der Wirt darf das mit "Nur Raucher" nicht. Zum einen musst du Sockenträger trotzdem mit RoHS-Socken beliefern und er Raucher darf durchaus "Nur Raucher" bewirten, er muss nur dafür sorgen, dass in seinem Betriebsstätten nicht geraucht wird. Hausrecht und Vertragsfreiheit im Sinne wer bewirtet/beliefert wird, bleiben davon unberührt.
Ulrich S. schrieb: > er Raucher darf durchaus "Nur Raucher" bewirten, er muss nur dafür > sorgen, dass in seinem Betriebsstätten nicht geraucht wird. Aber er kann bspw. nicht sagen: "Ok, ich sehe, es sind nur Raucher anwesend und Ihr wollt "es" doch auch: Ihr dürft jetzt rauchen." Jeder dort kennt das Risiko, jeder dort macht das freiwillig und es gibt keine Schädigung Unbeteiligter. Reine Raucherkneipen sind ja in vielen Bundesländern verboten - daher kamen die ganzen Umgehungsversuche mit "Rauchervereinen" usw. Ein Schild "Hier darf geraucht werden, weil nur Raucher Zutritt haben" geht offenbar nicht. Da mischt sich der Staat meiner Meinung nach zu stark ein.
Chris D. schrieb: > "Ok, ich sehe, es sind nur Raucher anwesend und Ihr wollt "es" doch > auch: Ihr dürft jetzt rauchen." Na, das ist ja eine Milchmädchenrechnung. Und was machst du mit Kindern? Eh alles Alkoholtrinker in der Wirtschaft, also bekommen die Kids auch ein Bier?
Ulrich S. schrieb: > Chris D. schrieb: >> "Ok, ich sehe, es sind nur Raucher anwesend und Ihr wollt "es" doch >> auch: Ihr dürft jetzt rauchen." > > Na, das ist ja eine Milchmädchenrechnung. > > Und was machst du mit Kindern? Eh alles Alkoholtrinker in der > Wirtschaft, also bekommen die Kids auch ein Bier? Da ist das Jugendschutzgesetz vor. Aber es kann doch nicht sein, dass man Erwachsenen, die niemanden außer sich selbst schädigen, vorschreibt, was sie zu tun und zu lassen haben. Das Gesetz heisst ja nicht umsonst "Nichtraucherschutzgesetz" so wie das "Jugendschutzgesetz" eben die Jugend schützen soll. Sind jedoch keine Nichtraucher da, greift es hier aber eben trotzdem und das kann eigentlich nicht sein. Wie gesagt, ich bin selbst Nichtraucher und mich stört Rauch schon recht flott (z.B. ein Raucher im gesamten Lokal), aber in diesem Fall bin ich für die Eigenverantwortung.
Es ist und bleibt eine Milchmädchenrechnung, da man genau so naiv argumentieren könnte: "Wenn der Kunde akzeptiert dass das Produkt kein CE hat, dann.... Also warum darf ich es dann nicht verkaufen?".
Chris D. schrieb: > Sind jedoch keine Nichtraucher da, greift es hier aber eben trotzdem und > das kann eigentlich nicht sein. Und wie soll das in einer Gaststätte gehen? Alles Raucher, dürfen paffen. Ich komm rein, will etwas essen: Prompt machen alle Raucher ihre Kippen aus und reissen die Fenster auf? Glaubst Du doch selbst nicht. Ok, ich muss da ja nichts essen. Ich sitze bereits in der Gaststätte und esse. Nebst 20 anderen Leuten. Kommt ein Raucher und fragt erstmal bei 21 Leuten + Personal, ob er rauchen darf? Glaubst Du doch selbst nicht. Ok, ich kann ja gehen. Dann muss ich das gerade angefangene Essen nicht bezahlen, weil ich ja nicht weiteressen kann? Glaubst Du doch selbst nicht. Das würde vielleicht mit viel Rücksichtnahme funktionieren. Aber Raucher und Rücksichtnahme sind nach meinen bisherigen Erfahrungen selten kombatibel.
Timm Thaler schrieb: > Das würde vielleicht mit viel Rücksichtnahme funktionieren. Aber Raucher > und Rücksichtnahme sind nach meinen bisherigen Erfahrungen selten > kombatibel. Wo kann ich unterschreiben? Gerade wieder am Wochenende erlebt: Das übrige Personal qualmt mich an der Kellnertheke ununterbrochen zu (ja, trotzt Rauchverbot wurde gequalmt), als ich mir dann zu späterer Stunde eine Zigarre angezündet habe, kamen die üblichen Sätze wie "Bäh, das stinkt aber." Etwas rücksichtsloseres als Raucher gibt es meiner Meinung nach nicht.
Chris meint, wenn er nur Rauchen bewirten würde. D.h. er würde beim betreten eines Nichtrauchers vom Hausrecht Gebrauch machen.
Chris D. schrieb: > Wie gesagt, ich bin selbst Nichtraucher und mich stört Rauch schon recht > flott (z.B. ein Raucher im gesamten Lokal), aber in diesem Fall bin ich > für die Eigenverantwortung. Hmm. Vorbestellter Tisch für grössere Runde. Und nun? Muss das Lokal eine Tagesplanung aufstellen, mit Aushang von wann bis wann gequalmt werden kann? Ist ja nicht so, dass die Runde so einfach kehrt machen kann, wenn sie aufkreuzt und merkt, dass gequalmt wird.
Früher (TM) hing in den Gaststätten oft ein Schild: "Wir bitten unsere Gäste, während der Mittagszeit nicht zu rauchen." 1. waren die Leute von allein schon so vernünftig, dort nicht zu knastern 2. wurden die Aschenbecher um diese Zeit vom Personal eingesammelt Ein normaler Mensch kam nicht auf die Idee, in einer Speisegaststätte um die Mittagszeit rauchen zu wollen. Wenn man in eine "Rumpelkneipe" ging, wußte man, daß dort die Luft als kompakter Würfel drinstand.... Heute predigt jedes Rindvieh "Eigenverantwortung" für Alles und Jedes, aber solche belanglosen Sachen sind bis ins Detail geregelt. Wichtig ist vor Allem, daß die "Persönlichkeit entfaltet werden kann" d.h. Rücksichtslosigkeit greift immer mehr um sich. :-( MfG Paul
Paul Baumann schrieb: > Ein normaler Mensch kam nicht auf die Idee, in einer Speisegaststätte > um die Mittagszeit rauchen zu wollen. Die Zigarette danach gehört bei vielen Rauchern einfach dazu.
Paul Baumann schrieb: > Heute predigt jedes Rindvieh "Eigenverantwortung" für Alles und Jedes, > aber solche belanglosen Sachen sind bis ins Detail geregelt. Da sollte man schon genauer hinsehen: "Eigenverantwortung" wird gepredigt, wenn es darum geht, den Leuten Rechte zu nehmen, die im Lauf der letzten gut 100 Jahre erkämpft wurden und das gerne Spott gegen "Besitzstandswahrer" untermalt - Ziel: Umverteilung. Die Gängelung durch EU und Konsorten greift mit Vorliebe in die persönliche Lebensführung ein und dient der Festigung des Untertanengeistes. Und die Rindviecher, die Eigenverantwortung predigen, zeichnen sich durch hervorragend gefestigten Untertanengeist aus...
A.K. schrub: >Die Zigarette danach gehört bei vielen Rauchern einfach dazu. Ja, das war (und wäre auch heute noch) kein Problem: Vor der Tür steht ein kleiner Kugelkopf http://www.zufor.de/popup_category_images.php?cID=1556&imgID=0 und drumherum ein paar zufriedene Leute mit jeweils einem Docht im Gesicht. Was würde dem entgegenstehen? MfG Paul
> Nun kann man in einer Dachwohnung im Sommer nicht verlangen, > dass man bei geschlossenem Fenster schläft. Doch das kann man. Zwar nicht wegen einem Raucher, aber wenn der Nachbar 5 Meter neben deinem Schlafzimmerfenster ein Biotop betreibt, in dem die Frösche des nächtens einen Höllenlärm veranstalten, dann sind es nicht die Frösche die in die Röhre gucken, sondern du musst bei brütender Hitze dein Fenster eben geschlossen halten um trotz Ohropax schlafen zu können. Mein Ex-Schwiegervater hat versucht, das nachbarliche Biotop aus dem Grund stillegen zu lassen und ist damit abgeblitzt.
Karl-Heinz schrub: >...aber wenn der Nachbar 5 Meter neben >deinem Schlafzimmerfenster ein Biotop betreibt, in dem die Frösche des >nächtens einen Höllenlärm veranstalten, dann sind es nicht die Frösche >die in die Röhre gucken,..... Ja, da darf man kein Frosch sein... Nein, im Ernst: Das ist genau das, was ich schon weiter oben schrob: >Wichtig ist >vor Allem, daß die "Persönlichkeit entfaltet werden kann" d.h. >Rücksichtslosigkeit greift immer mehr um sich. Eine Bande von Egoisten ist über die Jahre entstanden -ich habe keine Hoffnung, daß sich an der allgemeinen Ellenbogenmentalität etwas ändert. :-( MfG Paul
nächste Runde: http://www.spiegel.de/panorama/justiz/amtsgericht-bestaetigt-kuendigung-von-rauchendem-mieter-a-914024.html
Wohin D geht ? Wir sind längst angekommen: http://www.welt.de/img/politik/crop100092063/2110715786-ci3x2l-w580-aoriginal-h386-l0/flagge-bananeteaser-DW-Politik-Crailsheim.jpg
Die Debatte ist wertfrei. Die Raucher bestehen auf ihr ausgedehntes Gewohnheitsrecht. Während ein Furz in Gesellschaft jedoch ein hoch natürlicher und nur bedingt kontrollierbarer nichtsdestotrotz aber gesellschaftliche vollkommen inakzeptabler Prozess ist der die gemüter erregt, ist das Rauchen als persönliches Bedürfnis ein Gesellschaftsereignis. Selbstverständlich wäre es den Rauchern keineswegs recht, oder auch nur ansatzweise duldbar, wenn jeder Nichtraucher auf sein persönliches Bedürfnis beharren würde, jedem Raucher ins Gesicht zu spucken. Die davon verursachten materiellen und gesundheitlichen Schäden dürften mit denen des passivrauchens vergleichbar sein und der Nichtraucher muss seine Bekleidung ja auch umgehend in der Waschmaschine reinigen, wenn er sich in der Gesellschaft von Rauchern befand. Das jeder ihren Qualm ertragen muss, und ihre durchaus störenden Körperausdünstungen ist aber eine Selbstverständlichkeit für die Raucher. Es hat 500 Jahre gebraucht, bis sich die Verächter des Tabaks gegen dessen Genießer zur Wehr gesetzt haben. Und ja, es ist ganz gleich, ob ein Nachbar seine Mitmenschen durch die Aufzucht von Ungeziefer, Zigarettenrauch, Lärm, oder üppigen Rosenwuchs belästigt. Wenn dem Verursacher die Einsicht fehlt, müssen gesellschaftliche Sanktionen bewirken, was die Vernunft nicht zu erreichen vermag. Vor 100000 Jahren hätte ich dem Penner, der jeden Abend vor meinem Höhleneingang trommelt, einfach den Schädel einschlagen können, wenn ich der Stärkere gewesen wäre. Heute ist der Prozess etwas komplizierter. Ich trage mein Problem einer Prüfungskommission vor und die entscheidet darüber, ob der Penner trommeln darf oder nicht. Der Tod wurde durch das Urteil abgelöst während Judikative und Exekutive nun getrennte Institutionen sind. Mehr hat sich nicht geändert.
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