Heizen mit Glühbirnen

OP #3228942
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Habe mal ne ganz dumme Überlegegung, eine normale Glühbirne hat ja einen 
sehr schlechten Wirkungsgrad, weil das meiste in Wärme umgewandelt wird 
und deswegen als verschwendet gilt.


Doch ist die wärme wirklich verschwendet? ich meine das was die 
Glühbirne an wärme abstrahlt spare ich doch dann bei Heizen und somit 
ist die verschwändete Energie eigendlich doch nützlich oder ist das 
blödsinn?

daraus kann man schließen, das eine LED Lampe, war Strom spart aber 
durch die kaum abstrahlende Wärme muss mehr geheizt werden, wiegt sich 
das nicht wieder auf?
#3229025
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Stefan B. schrieb:
> Habe mal ne ganz dumme Überlegegung, eine normale Glühbirne hat ja einen
> sehr schlechten Wirkungsgrad, weil das meiste in Wärme umgewandelt wird
> und deswegen als verschwendet gilt.

Ist dem so, also nur knapp 100 %? Wenn ich eine Glühlampe in einen Raum 
stecke und diesen verschließe, warum sollte der Wirkungsgrad dann nicht 
100% sein? Wenn ich das Licht ausschalte ist es ja auch sofort aus und 
wird nicht noch minutenlang zwischen den Wänden reflektiert. Deshalb 
kann man ja auch nicht das Licht in Säcke füllen und darin wegtragen, 
wie man das den Schildbürgern unterstellt hat.

Und doch würde ich gefühlsmäßig glauben, dass sich ein schwarzer 
verschlossener Raum schneller erwärmt als wenn er weiß wäre.

> Doch ist die wärme wirklich verschwendet? ich meine das was die
> Glühbirne an wärme abstrahlt spare ich doch dann bei Heizen und somit
> ist die verschwändete Energie eigendlich doch nützlich oder ist das
> blödsinn?

Dazu kann ich dir was Praktisches erzählen. Unter Imkern gibt es den 
Tipp, eine 60- bis 100-Watt-Lampe in einen ungenutzten Kühlschrank zu 
hängen und in diesem Kühlschrank den Honig zu lagern. Kühlschrank 
deshalb, weil er gut isoliert. Der Honig soll aufgrund der ständig 
höheren Temperatur einige bestimmte Eigenschaften erhalten/bekommen, die 
er beim kühl rumstehen nicht bekommt. An Details kann ich mich aber 
nicht mehr erinnern.

Ein bekannter Imker hat das mal mit einer 60-Watt-Lampe über 2 Monate 
ausprobiert. Hat nichts gebracht. Ich kann aber nicht sagen warum.

Des weiteren sollte man sich vor Augen halten, dass eine 60-Watt-Lampe 
bei 25 Cent/kWh auch etwa 130 Euro im Jahr kostet. Heizen mit Strom 
halte ich für keien gute Idee, das ist ja auch ein massives Problem im 
Kfz-Bereich bei den Elektroautos.
#3229077
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LOL :D

Zitat von der Heatball Seite:

"Der Wirkungsgrad ist das Verhältnis von Nutzen zu Aufwand.
Die zugeführte elektrische Energie ist der Aufwand, Wärme ist der 
Nutzen, das austretende Licht ist der Verlust.
Der HEATBALL hat damit einen Wirkungsgrad von 95%"

Also quasi eine Glühbirne mit 95% Verlustleistung.

Und damit ->

"Der Wirkungsgrad liegt sehr hoch und das Kunstwerk "Heatball" wäre in 
der Effizienzklasse A"

HAHAHAHA
#3230947
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Stefan B. schrieb:
> Doch ist die wärme wirklich verschwendet? ich meine das was die
> Glühbirne an wärme abstrahlt spare ich doch dann bei Heizen und somit
> ist die verschwändete Energie eigendlich doch nützlich oder ist das
> blödsinn?

Prinzipiell kannst du die Wärme schon nutzen. Ich bin mir auch nicht 
wirklich sicher ob das viel Umweltfreundlicher ist, wenn ich stattdessen 
mit Öl heizen muss.
ABER: Das Bedürfnis nach Heizleistung ist sehr unterschiedlich: Wenn man 
eh schon eine Heizung hat die mit Strom läuft, dann kannst du dir 
problemlos eine 100W Glühlampe in den Raum hängen. Im Sommer siehts aber 
wieder anders aus. Da versucht man ja eher die Wärme weg zu bekommen.

Wobei man hier auch noch betrachten muss wo der Strom überhaupt 
herkommt: Im norden Europas gibt es sehr viel Wasserkraft und daher 
billigen Strom. Die Leute hatten vor allem Heizungen die mit Strom 
laufen. Ist auch von der Umwelt her dann deutlich sinnvoller. Aber bei 
uns siehts mittlerweile auch wieder anders aus.
Gast #3230993
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Stefan B. schrieb:

> Doch ist die wärme wirklich verschwendet?

Früher wurden Münzfernsprecher, die draußen im Freien standen, 
absichtlich mit Heizwiderständen beheizt, weil sie sonst einfroren, die 
Mechanik verträgt Kälte und Betauung anscheinend nicht gut. Ein Benutzer 
brachte schon eine Menge Feuchtigkeit durch Atemluft in die 
Telephonzelle. Standby-Strom hatten die alten Relaisgeräte bei 
eingehängtem Hörer auch nicht. So ein Apparat sollte ja in jeder 
Situation funktionieren, und nie ausfallen. Teilweise benutzte man auch 
Beleuchtung in den Apparaten mit. Es kann sein, daß das heute immer noch 
so ist, sofern es noch im Freien stehende Münzfernsprecher gibt.

20 Watt reichten aber, um die Innentemperatur im Gerät um 20°C zu 
steigern. Da macht der schlechte Wirkungsgrad dann auch mal richtig 
Sinn.

Im Sommer wurde so ein Apparat schon mal richtig knackig warm, das 
schadete dem aber nicht. Der Heizwiderstand war wohl ständig an, und 
nicht geregelt.

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