Woran da bisher nicht erwähnt wurde: auch der Transistor,
Leitungsinduktivitäten, Laufzeiten usw. erzeugen kleine
Phasenverschiebungen.
Auch wenn die Phasenbedingung formell um zehn oder gar zwanzig Grad
gestört ist, kommt es durch diese Ungenauigkeiten trotzdem zum
Schwingen.
Wenn ein Schwingkreis oder sonstiger Resonator in der Schaltung
enthalten ist, bringen diese zwar bei Resonanz exakt 0 oder 180 Grad,
aber schon bei geringer Frequenzabweichung an diesen Resonatoren ist die
Phasenverschiebung so groß, dass die Phasen-Schwingbedingung erfüllt
wird.
Ein Quarz wird zusamen mit einer Oszillatorschaltung, z.B. fast immer
schwingen, wenn die Amplitudenbedingung erfüllt ist, nur eben mit einer
kleinen Frequenzabweichung. Wenn man da den Wert oder die Verluste eines
der beteiligten Kondensatoren verändert, wird sich nur die
Schwingfrequenz des Quarzes etwas verschieben.