Empfangsantenne für Radio..
Eine Frage.. Um optimal zu senden, empfangen zu können, braucht man
doch eine Dipolantenne bestimmter länge. wie macht man dass dann, bei
einem FM/AM Sender/Empfänger, der eine einstellbare Resonanzfrequenz
hat. Ist, solange ein Schwingkreis an die antenne angeschlossen ist, die
länge egal??
Es gibt doch auch antennen, die garkein Dipol sind. Wie funktionieren
diese???
Leider finde ich im netz nicht viel dazu bzw. Unstrucktoriert..
Hi, Jan,
> Um optimal zu senden, empfangen zu können, braucht man> doch eine Dipolantenne bestimmter länge. wie macht man dass dann, bei> einem FM/AM Sender/Empfänger, der eine einstellbare Resonanzfrequenz> hat. Ist, solange ein Schwingkreis an die antenne angeschlossen ist, die> länge egal??>> Es gibt doch auch antennen, die garkein Dipol sind. Wie funktionieren> diese???
Egal ist in der Physik nichts. Die läßt sich auch nicht betrügen. Nichts
geht verloren, aus Nichts wird Nichts.
Sondern am Wirkungsgrad merkst Du, ob Deine Antenne die Leistung
abliefert, die sie abliefern könnte, oder nur einen Bruchteil davon.
Gelegentlich ist die Selektivität der Antenne wichtiger als der
Wirkungsgrad. Dann kann eine Antenne sinnvoll sein, die kürzer ist als
optimal, und mit Hilfe eines Schwingkreises abgestimmt ist.
Interessant sind da auch die aktiven Empfangsantennen.
Ciao
Wolfgang Horn
Rothammel ist ein wunderbares Antennenbuch. Einfach gesagt muß die
Antenne zur Frequenz passen und abgestimmt werden WENN man das Optimale
herausholen möchte. Frag Opa, der mit Silberpapier am Flachbandkabel das
Fernsehbild optimiert hat.
Jan R. schrieb:> Es gibt doch auch antennen, die garkein Dipol sind. Wie funktionieren> diese???
Jede Antenne ist im Prinzip ein irgendwie geöffneter Schwingkreis, so
daß die in diesem Schwingkreis herumkreiselnde Energie mehr oder weniger
gut in die weite Welt abgestrahlt wird. Dazu muß diese Energie aber
tatsächlich "herumkreiseln", also periodisch von der in einem
Kondensator gespeicherten elektrischen Feld-Energie in eine in einer
Induktivität gespeicherten magnetischen Feld-Energie wechseln (und
zurück..).
Antennen, die auf den ersten Blick nicht wie ein Dipol aussehen, sind es
dennoch, allerdings eben nicht symmetrisch. So funktioniert eine
Groundplane (Lambda/4) eben nur dann, wenn sie auf einer leitenden Ebene
angeordnet ist. Daher die Radials, die so mancher OM in seinem Garten
vergräbt. Auch eine endgespeiste Fuchs-Antenne ist letzlich ein
(verzerrter) Dipol, weil die hochohmige Spannungseinspeisung eben
kapazitiv gegen Masse erfolgt.
Ob irgendeine Antenne nun in Resonanz ist oder nicht, ändert nix daran,
daß sie prinzipiell HF-energie abstrahlt. Wenn sie nicht in Resonanz
ist, dann wird eben weniger Energie abgestrahlt (und allenfalls der
Senderausgang mit der rücklaufenden Welle belästigt).
W.S.
> Frag Opa, der mit Silberpapier am Flachbandkabel das> Fernsehbild optimiert hat.
Opa steht nicht mehr zur Verfügung, denn er versuchte, auch die
Netzleitung des Fernsehers mit Silberpapier zu optimieren. ;-)
JEDES Stück Leiter oder auch jede Leiterschleife erzeugt ein
elektrisches oder magnetisches Feld und strahlt damit bei
Wechselspannung ab bzw. nimmt aus dem Wechselfeld Leistung auf.
Also kann man es auch als Antenne einsetzen. Nur ist manchmal der
Abstrahleffekt recht schwach.
Man versucht, mit dem Leiter der Antenne von vornherein eine Feldform zu
erzeugen, die dem abzustrahlendnen Feld weitgehend ähnelt. Deshalb
bekommt man mit Antennen einer Größe, die mit der Wellenlänge zu tun
hat, die beste Abstrahlung.
Der Dipol stellt die Grundform der meisten Antennen dar. In der Form von
Dipolgruppen erreicht man auch Breitbandigkeit, zB. bei einer
Fernsehantenne, die für ein ganzes Fernsehband verwendbar ist.
Es gibt spezielle Bücher, z.B. den Rothammel, die sich mit dem Aufbau
von Antennen befassen.
Außer dem Dipol gibts z.B. Wendelantennen, Hornantennen, Schlitzantennen
und viele andere Formen, der Dipol ist nur eine der möglichen Lösungen.
Jan R. schrieb:> Ist, solange ein Schwingkreis an die antenne angeschlossen ist, die> länge egal??
Bei einem Sender, der ein bisschen Wert auf optimale Reichweite legt,
wirst du grundsätzlich nicht erleben, dass eine unabgestimmte Antenne
verwendet wird. Allenfalls bei kleinen Sendern kann es sein, dass einem
kräftiger ausgelegten Sender aus Handhabungsgründen der Vorzug vor einer
optimal angepassten Antenne gegeben wird. Wie jeder Schwingkreis hat
auch eine Antenne auf Grund der Bauart eine Güte und damit eine
Bandbreite. Bei Sendern mit variabler Frequenz wird ggf. eine Antenne
mit größerer Bandbreite bei Abstrichen in der Leistung zu Gunsten der
Flexibilität in Kauf genommen.
W.S. schrieb:> (und allenfalls der> Senderausgang mit der rücklaufenden Welle belästigt)
Um wenigstens das zu vermeiden und dem Sender (bei Empfängern ist eine
Fehlanpassung ja keine Gefährdung des Einfangs) eine einigermassen
korrekte Anpassung der Antenne 'vorzugaukeln', kann man sogen.
Antennenanpassgeräte verwenden, die Verlängerungsspulen und
Verkürzungkondensatoren in die Antennenleitung schalten. Diese sind
meist regel- oder schaltbar ausgeführt, um in Verbindung mit einem
Reflektometer (Stehwellenmessgerät) eine fehlangepasste Antenne doch
noch dem Sender schmackhaft zu machen.
Besser wird die Antenne dadurch natürlich nicht, aber es wird wenigstens
die rücklaufende Welle zum Sender minimiert und die Endstufe geschützt.
Hier exemplarisch ein paar Ausführungen:
http://www.kurzwellenradio.com/ordner1/antenne/antanpas.htmhttp://www.wumpus-gollum-forum.de/forum/board/andere-themen/bastel-und-bauprojekte/antennenanpassgeraet-58_109.htmlhttp://www.thiecom.de/DE-32.html