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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wie kann man die Stelle des Kabelbruchs in einem Verlängerungskabel erkennen?


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Autor: Timo N. (tnn85)
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Hallo,

ich habe ein handelsübliches 50 Meter langes Verlängerungskabel ohne 
Kabeltrommel für aussen (z.b. für den Rasenmäher etc) und weiß, dass die 
eine Litze im Kabel an irgendeiner Stelle unterbrochen ist (die zweite 
Litze und Erde sind noch funktionsfähig). Wie kann ich nun herausfinden, 
wo der Kabelbruch sich genau befindet, ohne den Mantel zu entfernen, das 
Kabel zu beschädigen oder das Kabel optisch genau untersuchen zu 
müssen(das habe ich schon versucht).

Autor: Thomas L. (ics1702)
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Hallo,
vielelicht funktioniert es mir einem dieser Geräte, welche 
spannungsführende Leitungen unter Putz finden können. Du müsstest nur 
eventuell den Stecker des Verlängerungskabel so in eine Steckdose 
stecken, dass die Phase an der defekten Ader liegt.

Gruß Thomas

Autor: Peter R. (pnu)
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Im größten Teil der Fälle, besonders wenn das Äußere der Leitung ohne 
Befund ist, bricht die Ader im Bereich Stecker/Kupplung. Entweder 
innerhalb Stecker/Buchse oder (oft) am Ausgang aus Stecker/Kupplung 
durch überlasteten Knickschutz.

Wenn die Unterbrechung noch mit Wackelkontakt verbunden ist, einfach 
durch Wackeln/Ziehen am Kabel in der Nähe von Stecker /Buchse die 
Fehlerstelle suchen. Ein direkt nach der Zugentlastung gebrochene Ader 
lässt sich dann schon finden.

Autor: Walter R. (alte-fritz)
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Ahoi,

ich schicke da ein 1khz Signal durch. Mit dem Sender gehe ich die 
Leitung ab - wo dann das Signal unterbrochen wird, ist die schadhafte 
Stelle.

GW

Autor: Smegma (Gast)
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Stichwort: Time Domain Reflektometrie (TDR)

Autor: dotm (Gast)
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Autor: Kabelsalat (Gast)
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Die Übergänge vom Stecker in die Einzeladern sind ok? Nichts aus der 
Aderendhülse oder aus der Schraubklemme herausgerutscht?

Ansonsten geht häufig sowas:
Kabel in die Steckdose und zwar so, daß die vermutlich defekte Ader an 
den P-Leiter kommt.
In die Nachbarsteckdose eine Energiesparlampe einstecken und anschalten.
Dann mit einem Lang- oder Mittelwellenradio am Kabel entlangfahren.

Das Ende des Krachs ist auch das Ende der Ader.

Autor: Wolfgang (Gast)
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Smegma schrieb:
> Stichwort: Time Domain Reflektometrie (TDR)

Dann darf auch FDR (Frequency Domain Reflectance) nicht fehlen. Der 
kleine VNA vom benachbarten Funkamateur zeigt die Entfernung sicher an.

Autor: Medizinmann (Gast)
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Das Kabel gerade auslegen und an die Steckdose anschließen. Dann 
ausgiebig entspannen und hochkonzentriert mit der Wünschelrute 
entlanggehen. Wo sie kaum noch zu halten ist, dort ist die 
Unterbrechung. Es soll Menschen geben die das können. Viel Erfolg.

Autor: try&error (Gast)
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Mit diesen Teilen finde ich jedes Jahr im Dezember problemlos die Fehler 
in diversen Weihnachtsbeleuchtungen (24V oder 230V), von Fluke heißt es 
VoltAlert.

Autor: Timo N. (tnn85)
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Hallo,

danke an alle hilfreichen und weniger hilfreichen, witzig gemeinten 
Tipps.
Das Kabel MIT Stecker/Buchsen wurden natürlich vorher schon überprüft 
und deshalb die Stecker für die weitere Überprüfung entfernt, sprich: es 
wurde nur das Kabel mit abisolierten Enden getestet und dort ist auch 
der Bruch, irgendwo.

Nun zu meinem Wunschkonzert:
Natürlich gibt es allerlei mehr oder weniger teure (Kabelortungsgerät) 
und komplizierte (1khz Signal erzeugen) Lösungen. Am liebsten wäre mir 
eine Lösung, die mit Hausmittelchen auf einfach Weise erfolgen kann.

@Kabelsalat:Das mit dem Radio hört sich interessant an. Beruht diese 
Lösung auf praktischer Erfahrung?

@smegma and dotm and Wolfgang: Oszi oder VNA? steht leider nicht zur 
Verfügung

@Medizinmann: Danke. Den Quotenspaßvogel haben wir jetzt auch entlarvt

Autor: Timo N. (tnn85)
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@try&error: Deine Antwort kam zu spät für meine. Geht das Ding wirklich? 
Für 15€?

Autor: try&error (Gast)
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Ja. Ein Leitungsende offen lassen, das andere in die Steckdose. Einmal 
den Stecker drehen, wenn die Stelle nicht gefunden wird.
Ist wie ein Lügenstift, kapazitiv.

Autor: KabelKurte (Gast)
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naja, man schließt einfach die größte zu findende Last an und
schaut nach wo sich das Kabel freibrennt, einfacher geht es nicht.

Autor: try&error (Gast)
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Bei einem Leiterbruch fließt kein Strom, also brennt sich auch nichts 
frei.

Autor: Peter (Gast)
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Irgendwie kommt mir das hier alles fürchterlich theoretisch vor. 
Eigentlich findet man alle Wackelkontakte indem man einfach was 
einsteckt und an dem Kabel nach und nach wackelt.

Autor: Naseweiss (Gast)
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try&error schrieb:
> Bei einem Leiterbruch fließt kein Strom

Das sagt eine Flachzange die nicht weiß das immer irgendwann bei
ausreichender Last ein Lichtbogen zündet wenn man das Kabel entsprechend
anregt.

Autor: try&error (Gast)
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Mag sein, der Stift ist dennoch praktisch.

Autor: holger (Gast)
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>Eigentlich findet man alle Wackelkontakte indem man einfach was
>einsteckt und an dem Kabel nach und nach wackelt.

Das ist zu einfach. Es wird eine komplizierte Lösung gesucht.

Autor: never ever (Gast)
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schicker stosswellen generator mit bums und du höhrst die problemstelle 
am überschlag

Autor: Elektrolurch (Gast)
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Naseweiss schrieb:
>
> Das sagt eine Flachzange die nicht weiß, dass immer irgendwann bei
> ausreichender Last ein Lichtbogen zündet, wenn man das Kabel entsprechend
> anregt.

Das lässt sich praktisch umsetzen, indem man beispielsweise die beiden 
Elektroden eines Elektroschockers so an die Enden der defekten Ader 
anschliesst, dass der Funke an der Bruchstelle überspingt. Das sollte 
man dann schon erkennen können.


@ Naseweis
Das Zitat wurde orthografisch überarbeitet. ;-)

Autor: stadtwerke (Gast)
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Machen die Stadtwerke das nicht auch so?
Richtig Bums und dann mit einem seismograph schauen wo es geknallt hat 
...

Wenn ich das so schreibe hört sich das nach käse an... ich meine es aber 
mal gehört zu haben :D

Autor: Wegstaben V. (wegstabenverbuchsler)
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Ich hab so ein Leitungs-Finde-Ding mit Mirowellendedektor und sonstewas 
von Tchibo. Gabs mal für kleines Geld. damit kann man genau auch 
irgendwie die Defektstelle aufspüren

Ich hatte nämlich exakt den selben Anwendungsfall mit einer defekten 
Kabeltrommel. Schlussendlich war es irgendwo bei 15m vom Monteur durch 
drüberwegfahren irgendwie zermurkst worden. Ließ sich nicht auswackeln, 
und war auch nicht direkt optisch sichtbar daß da was war. Ließ sich 
aber flicken nach zärtlicher Sezierung.

Autor: Timo N. (tnn85)
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@Stadtwerke: Ja du hast recht. Das haben die bei einem Stromausfall, der 
nur unser Viertel betraf auch genau so gemacht. Da hatte irgendein 
Hauptkabel einen Kurzen mit einer anderen Phase. Die sind dann den 
ganzen Gehweg abgegangen und haben gehorcht. Vorher wurde ordentlich 
Dampf 30 KV? auf das Kabel gegeben und bei jedem Hausanschluss natürlich 
die Hauptanschlussleitung abgeklemmt.

@alle: Ach ja, gedacht war eigentlich das Kabel nicht zu zerstören! Und 
mir ist auch bewusst, dass ich für 20€ ein neues Kabel bekomme oder 
sonstigen Hinweise, deswegen macht auch alles was teurer als 20€ ist 
keinen Sinn.

Die Problemstellung sollte eigentlich nur ein kleiner Brainteaser für 
euch sein, um eure Kreativität auf die Probe zu stellen.

Ich verabschiede mich und werde die bisherigen Lösungen mal 
ausprobieren. Danke und over.

Autor: Harald W. (wilhelms)
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T. N. schrieb:

> Am liebsten wäre mir
> eine Lösung, die mit Hausmittelchen auf einfach Weise erfolgen kann.

as für Messmittel hast Du denn zur Verfügung? Wenn wirklich eine
echte Unterbrechung vorliegt, wäre das einfachste eine Kapazitäts-
messung.
Gruss
Harald

Autor: oszi40 (Gast)
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Von der Fehlerhäufigkeit her würde ich einfach 30cm abschneiden am 
Steckerende und nochmals messen. Oft wurde der Knick am Stecker mehr 
mechanisch beansprucht. Ein Kenner merkt den Unterschied an dieser 
Stelle schon mit den Fingern.

Wenn es das nicht war, kannst Du die obigen Verfahren alle der Reihe 
nach probieren.

Autor: Kabelsalat (Gast)
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T. N. schrieb:
> @Kabelsalat:Das mit dem Radio hört sich interessant an. Beruht diese
> Lösung auf praktischer Erfahrung?

Ja, in der Tat. Je billiger und EMV-problematischer die Lampe ist, um so 
besser. Eine Garantie für's Gelingen kann ich aber natürlich leider 
nicht aussprechen.

> Am liebsten wäre mir
> eine Lösung, die mit Hausmittelchen auf einfach Weise erfolgen kann.

Eben. Ich habe Dir diesen Vorschlag auch vor allem deshalb gemacht, weil 
wohl jeder eine Schreibtischlampe/Stehlampe o.ä. samt Energiesparfunzel 
zu Hause hat und so ein Versuch deshalb nichts kostet. Wenn Du einen 
sonstigen "Signalinjektor" hast, kannst Du den natürlich auch nehmen. 
Und statt dem Radio z.B. einen Testboy vom Kaffeeröster oder vom 
Albrecht.

Autor: Wusel D. (stefanfrings_de)
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Wenn Du ein Oszilloskop hast dann baue Dir (z.B. mit einem CD40106) 
einen Impuls Generator, der in regelmäßigen Zeitabständen möglichst 
kurze Impulse im ns Bereich erzeugt. Diese Impulse schickst Du an einem 
Ende ins Kabel rein. Parallel schaltest Du das Oszilloskop. Das 
Oszilloskop wird neben dem Impuls ein zeitlich versetztes Echo anzeigen. 
Jetzt musst Du nur noch diese Zeit ablesen, herausfinden, wie schnell 
sich Elektrische Wellen im Kabel bewegen, dann kannst Du die Strecke 
berechnen.

So habe ich das immer bei Netzwerk-Kabeln (Koaxial) gemacht.

Autor: Peter D. (peda)
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T. N. schrieb:
> es
> wurde nur das Kabel mit abisolierten Enden getestet und dort ist auch
> der Bruch, irgendwo.

Dann mal an den Enden der unterbrochenen Ader ziehen. In der Regel ist 
der Bruch direkt hinter dem Knickschutz.

Autor: Nils P. (ert)
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-.- Berührungsloser Phasenprüfer müsste ausreichen, selbst das billigste 
Teil. Einfach in die Dose. Messen, Fertig. Evtl muss der Stecker gedreht 
werden 
http://de.wikipedia.org/wiki/Phasenpr%C3%BCfer#Ber.C3.BChrungslose_Phasenpr.C3.BCfer

Mein erster Gedanke war aber "sukzessive Approximation" ;-) hast dann 
halt ein paar kürzere Leitungen. Willst ja aber zerstörungsfrei Testen

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