Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Projekt UV-Sensorik


von Claude J. (berus)


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ich soll für meine Abschlussarbeit ein Sensorsystem für das E-Schweißen 
entwickeln und im Anschluss an ein Robotersystem installieren.

Ich würde dabei gerne die UV-Strahlen (UV-A/B/C) messen. Diese müssen 
nicht separat gemessen werden. Ehrlich gesagt habe ich nur geringfügige 
Kenntnisse zum Thema Messtechnik und Elektrotechnik.

Ich wollte euch nach Ideen für meine Umsetzung fragen, da einige von 
euch nach allem, was ich hier gelesen habe, sich mit dieser Problematik 
gut auskennen.

Ich habe mir das im groben wie folgt vorgestell.

Messkette:

UV-Diode -> Signalspannung -> Verstärker -> A/D Wandler -> irgendein 
Programm zum Datentransfer des digitalen Signals -> Messwerte auf dem PC

Jetzt habe ich dazu folgende Fragen:

1. Welche UV-Diode, die max. 50 Euro kostet, könnt ihr mir empfehlen?
2. Gibt es ein emphelenswertes Buch über das elektrische Verschalten von 
Sensoren oder Messketten? Wenn ja, welches?
3. Welche Programme zum Datentransfer kennt ihr bzw. lassen sich am 
besten kostenlos aus dem Netz downloaden
4. Was genau misst eine UV-Diode, ist es die Intensität der einzelnen 
Wellenläge, sagt sie mir nur, ob UV-"Licht" vorhanden ist.
5. Wie würdet ihr diese Aufgabe beginnen?
6. Wo könnten hierbei Komplikationen auftreten?

Ihr müsst mir natürlich nicht alle Fragen beantworten, aber für jede 
weitern Ratschlag bin ich dankbar. Ihr könnt auch Auskunft darüber 
geben, was ihr wisst, auch wenn es nicht die Fragen oben betrifft.

Für jede Antwort bin ich dankbar.

Mfg
Berus

von Purzel H. (hacky)


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Vergiss den PC. Der PC ist fuer solche Dinge viel zu langsam.
Du moechtest den Schweissroboter nachregeln, resp detektieren, wenn der 
Lichtbogen anders brennt. Dann muss man das signal gleich dem Roboter 
uebergeben.

Ohne ein Minimum an Wissen geht das leider nicht. Da ist nichts mit 
schnell mal vom Internet runterziehen. Oder vielleicht doch...

von Sebastian (Gast)


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Siliziumcarbid-Fotodioden werden gern verwendet.
Hier gibt es welche: http://www.sander-electronic.de/be00009.html
Die beiden letzten Typen wären preislich im Rahmen.

Solche Dioden werden wie Fotodioden für sichtbares Licht benutzt. Für 
sehr schnelle Messungen kann man einen Transimpedanzverstärker (siehe 
z.B. Wikipedia) aufbauen.

UV-Fotodioden sind relativ wellenlängenselektiv, sie haben ein 
definiertes Maximum. Andere Wellenlängen werden zwar mit erfaßt, aber je 
schwächer, je weiter sie von der Nennwellelnänge entfernt sind. 
Datenblätter der Hersteller geben Diagramme dazu an.

Recherche ist erst mal ein guter Anfang. Vielleicht findet man auch bei 
den Herstellern dieser Fotodioden Anwendungsschaltungen.

Diese Firma: http://www.geni-uv.com/
bietet auch Sensoren mit integriertem Verstärker / Signalkonditionerung 
u.ä.

von Stefan M. (derwisch)


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Soll damit denn wirklich die Qualität das Lichtbogens gemessen werden, 
oder geht es nur um "Lichtbogen ist da" und "Lichtbogen fehlt"?

von Gerald (Gast)


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Hmm, eine Arbeit chreiben über ein Thema, mit dem man sich nicht 
auskennt... Gibt es vielleicht einen lokalen Betreuer, der Erfahrung 
hat? Ansonsten ist vermutlich das Risiko groß, dass eine Menge Probleme 
auftauchen und das ein schwarzes Loch für Deine Zeit wird.

von Berus (Gast)


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Hallo an alle hilfsbereiten User,

@hacky: Ich habe grundlegende Kenntnisse in Messtechnik. Immerhin habe 
ich die entsprechende Prüfung an der Uni gut geschrieben. Auch mit 
Elekrotechnik kenne ich mich durch Mechatronik aus. Ich kann mich da 
schon einarbeiten, immerhin habe ich drei Monate Bearbeitungszeit.

Muss ich es wirklich gleich dem Roboter übergeben? Kann sein, aber es 
würde doch schon ausreichen, wenn ich es einfach messe. Es soll durch 
den Robotor keine online Korrektur erfolgen. Ich soll am Ende meiner 
Arbeit einfach sagen können, ob UV-Strahlen einen Einfluss auf die 
Schweißnahtqualität hat.

Ich habe nicht vor, mein ganzes Wissen von euch zu übernehmen. Ich 
selber will das Projekt ausführen. Von euch erhoffe ich mir nur 
Ratschläge, Ideen. Dadurch könnte ich evtl. zeitfressende Fehler 
vermeiden.

Danke für deinen Rat. Die Frage, ob ich die Werte an den Schweißroboter 
weiterleiten soll, habe ich mir noch gar nicht gestellt. Also nochmal 
Danke.

Welche Software(Freeware) kannst du mir empfehlen, wenn ich einfach nur 
die Messwerte an einen PC weiterleiten möchte, ohne den Roboter in 
diesen Datentransfer einbeziehen zu wollen?

@Sebastian: danke für den Link, der hilft mir bestimmt weiter.

@Stefan M.: Ich soll herausfinden, ob UV-Strahlen zu Schweißnahtdefekten 
führen kann.

@Gerald(Gast): Natürlich habe ich einen Betreuer, aber der schreibt ja 
nicht für mich dir arbeit :)

Nochmal Danke an Euch.

Freundliche Grüße
Berus

von S. D. (der_nachtfuchs)


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Berus schrieb:
> Ich soll am Ende meiner
> Arbeit einfach sagen können, ob UV-Strahlen einen Einfluss auf die
> Schweißnahtqualität hat.


Das wird aber schwierig!

Den Lichtbogen misst man normal über die Spannung und über die Änderung 
des Stroms, sowie die Rückwirkung auf die Drossel.

von S. D. (der_nachtfuchs)


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Kleiner Nachtrag:

Mich würde mal interessieren, welcher Roboter verwendet wird :)

von hal (Gast)


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Claude Juncker schrieb:
> Ich würde dabei gerne die UV-Strahlen (UV-A/B/C) messen.

-> Spektrometer!

Claude Juncker schrieb:
> 4. Was genau misst eine UV-Diode, ist es die Intensität der einzelnen
> Wellenläge, sagt sie mir nur, ob UV-"Licht" vorhanden ist.

Was genau Studierst du?

von Thomas W. (Gast)


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hal schrieb:
> Claude Juncker schrieb:
>> Ich würde dabei gerne die UV-Strahlen (UV-A/B/C) messen.
>
> -> Spektrometer!

Bei einem Zielpreis von unter 50€ wird da der Markt extrem eng.

Ein "Spektrometer", das UV-A/B/C nicht trennen soll, würde wohl mit 
einem Kanal auskommen. Dann muss man allerdings durch ein optisches 
Filter für die passende Gewichtung der Spektralanteile sorgen (wie soll 
die Gewichtung eigentlich sein: Bestrahlungsstärke, Photonendichte ?)
Ein Photodiode, die hauptsächlich UV-B erfaßt wäre z.B. die SG01S-18.
Mit einem TIA, gleich als Tiefpaß beschaltet, sollte da schon was gehen.

von Claude J. (berus)


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Hallo Leute,

Vorab:

der Austausch mit euch ist wirklich hilfreich und konstruktiv :)

@Stefan E.: die von dir gennaten Einflussgrößen (Spannung, Strom oder 
Lichtbogenlänge) sind Steuerungsgrößen die bisher und immer noch im 
Fokus der Forschung des E-Schweißens. Die werden von einem Roboter 
erfasst und ausgewerte. Die möchte ich aufgrund ihrer Ausgereiftheit im 
Rahmen der Arbeit nicht näher beleuchten.

Den Roboter selber habe ich noch nicht gesehen. Aber sobald es so weit 
ist, schreib ich mal etwas über den Roboter. Ich bin auch schon scharf 
darauf den zu sehen.

@hal(Gast): 1.Stichwort "Spektrometer" (wichtiger Aspekt :), das hatte 
ich noch nicht bedacht. 2.WING MB

@ "alle":

So wie ich das Prinzip eines Spektrometers für UV-Strahlenarten 
verstanden habe, geht es doch um eine Schicht mit einem chemischen 
Potential (z.B. Silizium)auf dem Spektrometer.

konzeptionelle Wirkungszweie:  Siliziumschicht -->  auf. Silizium 
auftreffende UV-Strahlen --> Spannung (Stromfluss) --> Silizium löst 
sich ---> ??? (müsste die Silizmschit nicht abbauen und somit nach einer 
bestimmten Zeit erlöschen)

Was kommt in dieser Kausalkette an Stelle der Fragezeichen. Dazu meine 
Frage: kann ich mit dem Spektrometer die Intensität der einezelnen 
elektromagnetischen Wellen (ca.100 bis 800 nm) messen. Ich kann mir 
nicht vorstellen wie das gehen soll. Kann mir das jemand anschalulich 
verständliche machen?

Die Spannung(als Eingangssignal) oder der Strom stehen in einem 
bestimmten Verhältnis zur Wellenlänge.(korrigiert mich bitte, wenn ich 
Unsinn schreibe)

Wezu benötige ich eigentlich den Tiefpassfilter. Nimmt er alle 
Spektralanteile außer die UV-Strahlen aus der Aufnahme der Messewerte 
raus oder mildert der Tiefpass einfach nur die analogen Eingangssignale 
wie z.B. die Spannung, damit der AD-Wandler den Aliasingeffekt 
unterdrüken kann? Ich glaube, dass ich nicht sicher weiß, was der 
grundlegende Unterschied zwischen Filter ist. Kann mir das jemand klar 
machen?

@Thomas W. : könntest du mir kurz erklären, welche Rolle die 
Photonendichte und die Bestrahlungsstärke in diesem Rahmen von Bedeutung 
sind. Oder einfach nur allgemein diese Sachen etwas beleuchten.

Vielen Dank!
Berus

von S. D. (der_nachtfuchs)


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Claude Juncker schrieb:
> @Stefan E.: die von dir gennaten Einflussgrößen (Spannung, Strom oder
> Lichtbogenlänge) sind Steuerungsgrößen die bisher und immer noch im
> Fokus der Forschung des E-Schweißens.

Das Verhalten von Strom/Spannung und Lichtbogenlänge wurde doch schon 
längst erforscht und in guten Geräten eingesetzt. Egal ob Fronius, Cloos 
oder sonstwer, die haben alle schon Arc-Control. Eine Quinto-II hat z.B. 
zwei eigene Mikroprozessoren nur zum Erfassen solcher Daten.

Geht übrigens auch bei allen Robotern, die solche Schweißstromquellen 
einsetzen. Ein großer Hersteller von MRTs schweißt seine Teile mit dem 
Verfahren.

Die Nahtverfolgung über Strom/Spannungswerte ist bereits ausgereift, 
jetzt steht die 3D-Nahterkennung über Lasergrid auf der Tagesordnung.

Nur als kleiner Tipp: du kannst mal ein lichtbogengeschweißtes und ein 
lasergeschweißtes Teil vergleichen. Letzteres wird mit 1064 nm 
geschweißt. Vielleicht erkennst du Unterschiede und kannst daraus 
Rückschlüsse ziehen.

von MaWin (Gast)


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Berus schrieb:
> Ich soll am Ende meiner
> Arbeit einfach sagen können, ob UV-Strahlen einen Einfluss auf die
> Schweißnahtqualität hat.

Wenn du nur die Menge der UV-Strahlen misst ohne sie ins Verhältnis zu 
anderen Wellenlängen zu setzen, merkst du nur ob der Sensor teilverdeckt 
war und wie die Oberflächen reflektieren.
Messen könntest du per Digitaloszilloscope, und das nach jedem 
Schweissvorgang  auslesen, entweder Photodiode direkt, Sperrstrom aus 
einer Spannungsquelle (9V Block) oder per Transimpedanzverstärker.

von Claude J. (berus)


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Hallo,

@Stefan E.: deine Informationen sind mir weitgehend bekannt. Die Idee 
zum Vergleichen der Laserstrahlschweißnaht mit einer einfachen 
E-Schweißnaht finde ich gut.


@Mawin: Wieso glaubst du, dass ich die UV-Strhalen ins Verhältnis zu den 
anderen elektromagnetischen Strahlen setzten sollte? Wenn ich z.B. die 
UV-C-Strahlen messe und davon ausgehe, dass ich sie absolut und ganz 
erfasst habt, dann kann ich doch auch eine Aussage darüber treffen, 
welche Auswirkung sie auf die Scheißnaht haben. Siehst du das etwa 
anders?

Danke für den Vorschlag mit dem Digitaloszilloskop. Dazu werde ich noch 
recherchieren.

Ich habe bisher zwei grobe Konzepte zum Messen:

1. UV-Sensor (mit Stromausgang) --> Transimpedanzverstärker

Wird normalerweise noch ein Operationsverstärker(invertierender oder 
nichtinvertierednder) an de Transimpedanzverstärker nachgeschaltetr. Ich 
meine der Tramsimpedanzverstärker wandelt ja nur ein Stromsignal in ein 
Spannungssginal um. Müsste ich die ausgehende Spannung nicht noch 
verstärken lassen. Wie groß sollte die verstärkte Spannung überhaupt 
sein

2. UV-Sesnor (mit Spannungsausgan) --> Operationsverstärker


Welches von diesen Konzepten würdet ihr bevorzugen und warum?

Danke und freundliche Grüße
Berus

von S. D. (der_nachtfuchs)


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Claude Juncker schrieb:
> @Stefan E.: deine Informationen sind mir weitgehend bekannt.

Mich würde mal interessieren, was du studierst bzw. was du arbeitest.
Ich kenne kaum Studenten (Werkstoffkunde etc.), die sich so gut 
auskennen wie du.

Ich könnte mal versuchen, für dich einen Zugang zu Laserschweißanlagen 
zu bekommen, die noch in der Entwicklung sind. Kann ich aber nicht 
versprechen.

Melde dich mal bei Interesse.

von Gerald (Gast)


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>Immerhin habe ich die entsprechende Prüfung an der Uni gut geschrieben

Als ob das ein Argument wäre.

Was ich nicht ganz verstehe: Die UV-Strahlen entstehen doch im 
Lichtbogen, oder? Wieso sollten die Auswirkungen auf die 
Schweißnahtqualität haben?
Wofür sind die denn ein Indikator? Für die Leistung die im Lichtbogen 
verheizt wird? Was genau willst Du damit nachweißen? Wie will man die 
UV-Strahlung, so man sie messen kann, denn als Stellgröße verwenden? Zu 
wenig UV, mehr Strom?

Du kannst im Prinzip mit einem Sensor arbeiten, wenn Du davon ausgehst, 
dass Du Vergleiche nur innerhalb eines Schweißvorgangs machst. Über 
Teile hinweg wird es kritisch. Schon an einer Ecke dürfte die 
Abstrahlung sich massiv ändern. Dann musst Du wirklich ratiometrisch 
messen.

Eine Herangehensweise wäre die, wie sie hier verwendet wird:

http://www.hamamatsu.com/eu/en/product/category/3100/4001/4103/S2684-254/index.html

UV-Filter vor einer normalen Si Diode. Filter gibts hier:

https://www.thorlabs.de/newgrouppage9.cfm?objectgroup_id=3695

https://www.thorlabs.de/newgrouppage9.cfm?objectgroup_id=6312

Aber insgesamt ist Dein Projektbudget viel zu niedrig für vernünftige 
Optiken etc. Ich denke, Du brauchst ca. 2000 für einen auch nur halbwegs 
ordentlichen Aufbau.

von Claude J. (berus)


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Hallo

@Gerald: Dass die Noten irgendwelcher Art kein Spiegel der dadurch 
ausgedrückten Leistung sind, ist mir klar. Aber sie können dafür ein 
Richtwert sein.

Danke für dein Auskunft. Die Links sind nützlich.

Was ich nicht verstehe: Warum sollte man Vergleiche nur innerhalb eines 
Schweißvorganges vornehmen können?

Soviel Geld habe ich tatsächlich nicht. Aber so teuer soll es auch nicht 
werden. Es soll mit einem geringen Budget realisiert werden. Ob es 
klappt oder nicht, werde ich ja noch sehen. Des Weiteren kann man es 
einfach als Prototyp betrachten, der noch weiter ausgereift werden kann.

Ganz nach dem Motto:

Probieren geht über Studieren, aber nicht Probieren ohne zu studieren.

Danke
Berus

von S. D. (der_nachtfuchs)


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Die Lichtbogenintensität ist nie konstant, daher kannst du es fast nicht 
auf mehrere Vorgänge ausweiten.

Zur Vorgehensweise:

Du müsstest viele Materialien untersuchen, verschiedene Legierungen mit 
verschiedenen Wärmeleitwerten.

Das UV-Licht entsteht aber, wie schon gesagt, im Lichtbogen, weil die 
Elektronen auf ihrer Wanderung das Schutzgas ionisieren.

Im Lichtbogen wird das abgeschmolzene Material mit der 
Elektronenbewegung mitgerissen und in das Schmelzbad eingebracht. Die 
Wärmeenergie entsteht dabei durch das Auftreffen der Elektronen auf dem 
zu schweißenden Material, weniger durch die Lichtbogenwärme selbst. Da 
bei einigen 10 bis 100 Ampere die Elektronenwanderung schon sehr 
gewaltig ist, kannst du z.B. auch überkopf schweißen, ohne dass das 
Schmelzgut in den Brenner tropft.

Die Wirkung des UV-Lichtes auf das Material kannst du chemisch ermitteln 
(Strahlungsenergie über Wellenlänge auf Kristallgitter usw.)

Die Hauptenergieflussrichtung des Lichtbogens ist axial, die 
Abstrahlrichtung hauptsächlich radial. Du kannst daher nur die 
Auswirkung der UV-Strahlung auf umgebende Materialien 
beobachten/ermitteln. Auf kaltes Metall hat UV-Strahlung keinen 
Einfluss. Aber wie sieht es mit rot-glühendem Metall aus? Oder flüssigem 
Metall? Das wird eine gewaltige Versuchsanordnung, aber würde dir 
vielleicht gewisse Messwerte und Erfahrungen bringen.

Aber vielleicht eine kleine Idee für deine Arbeit:

Die Menge und das Spektrum der UV-Strahlung ändert sich mit der Menge 
des Schutzgases. Du könntest also über eine UV-Erkennung ermitteln, ob 
sich genügend Schutzgas um die Schweißnaht befindet. Aber auch da musst 
du differenzieren: viele Gase enthalten Kohlenstoff, der beim Schweißen 
mit in das Schmelzbad eingebracht wird, um die Naht stabiler zu machen 
(ArCox 18).

von Gerald (Gast)


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>Warum sollte man Vergleiche nur innerhalb eines
>Schweißvorganges vornehmen können?

Weil Du verschiedene Werte bekommen wirst, abhängig ob der geschweißte 
Körper silbern oder schwarz, konvex oder konkav ist. Es wird keine fixe 
quantitative Auswirkung zwischen UV und Schweinahtqulität geben.

>Probieren geht über Studieren, aber nicht Probieren ohne zu studieren.

Nunja, es ist Deine Zeit. Aber vor jedem Experiment sollte man sich 
schon fragen, was a) die genaue Hypothese ist und b) wo Schwachstellen 
des Herangehens sind. Ich glaube, Du gehst eher nach dem Motto: wenns 
klappt ist es der Hit vor. Wahrscheinlich hättest Du mit besserer 
Planung mehr Chancen auf Erfolg...

von S. D. (der_nachtfuchs)


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Stefan E. schrieb:
> Aber auch da musst du differenzieren: viele Gase
> enthalten Kohlenstoff [...]

Ich sollte meine Beiträge auch fertigschreiben...

Je höher der Anteil an CO im Schutzgas ist, desto geringer wird der 
"UV"-Bereich, hauptsächlich an der UV-C und der unteren UV-B-Linie 
erkennbar.

von Claude J. (berus)


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hallo

ich bin euch für eure Beiträge dankbar, doch ich möchte mich noch ein 
wenig belesen bevor ich darauf antworte.

Ich möchte einiges von dem, was ihr schreibt, nicht wahr haben. Wenn das 
alles von euch Geschriebene richtig ist, dann wäre das für mich 
demotivierend. Das soll euch aber nicht entmutigen erneut zu schreiben. 
Eure Informationen gefallen mir zwar nicht 100 %, aber dennoch sind sie 
konstruktiv.

Ich melde mich nachher noch mal.

Danke
Berus

von Claude J. (berus)


Angehängte Dateien:

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Hier mal ein Bild von dem Schweißroboter. Er besitzt alle sechs 
Freiheitsgrade:

Wenn das Drehen des Fotos um 90 Grad nicht funktioniert, dann deutet es 
an. Danach würde ich es noch mal in richtiger Ausrichtung versuchen zu 
posten.

von S. D. (der_nachtfuchs)


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Ein Reis SRV 30-16 mit Cloos Zwischenschlauchpaket :D

Aber noch das alte ZSP mit 2x 16mm², die Dinger werden gerne warm.

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