Forum: Analoge Elektronik und Schaltungstechnik Gibt es galvanisch getrennte DC/DC Wandler die auch gegen AC isoliert sind?


von Manuel Reimer (Gast)


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Hallo,

ich benötige einen DC/DC-Wandler, der von Primär nach Sekundär auch kein 
AC durchlässt.

Ich habe die paar, die ich gerade greifbar hatte, ausprobiert. Ergebnis 
ist leider, dass AC über die galvanische Trennung passieren kann.

Wenn man das Datenblatt von z.B. diesen Wandler anschaut:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=35076
Dann erscheint mir das Verhalten des Reglers daran zu liegen, dass eine 
galvanische Trennung von AC garnicht vorgesehen ist. Getestet ist nur 
auf DC und zwischen Eingang und Ausgang gibt es wohl einen Kondensator 
von 60pF welcher mein AC natürlich passieren lässt.

Wie bekomme ich ein Wechselspannungs-Potential zwischen Versorgung und 
meiner Schaltung zuverlässig isoliert? Gibt es entsprechende Wandler, 
die auch AC zwischen Eingang und Ausgang anständig isolieren können?

von Lars B. (Gast)


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von Klaus (Gast)


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Das kenn ich auch von Kabeln, da basteln die auch immer Kondensatoren 
zwischen die Adern.

MfG Klaus

von Manuel Reimer (Gast)


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Das selbst ein Kabel eine Kapazität zwischen den Adern hat, ist mir 
schon klar ;)

Bei einfachen ungeregelten DC/DC-Wandlern habe ich aber definitiv das 
Problem, dass AC zwischen Primär und Sekundär passieren kann.

Das konkrete Problem sind in meinem Fall Analogschaltungen, die ich 
gerne via Schaltnetzteil versorgen würde. Damit ich die von den 
Y-Kondensatoren auf die Sekundärseite gebrachte Wechselspannung nicht in 
meiner Schaltung habe, möchte ich hier eine galvanische Trennung 
integrieren.

Deshalb meine Suche nach einem Wandler, bei dem der Hersteller eine 
Isolation von AC im Datenblatt ausweist.

Danke schonmal für den Link, bzw. den Tipp mit dem THB3 von TracoPower.

Bei Conrad ist der aber leider doch etwas kostspielig.

Mir scheint es so, als hätte RECOM etwas ähnliches:

http://www.conrad.de/ce/de/product/157911/

In der hier angebotenen Standardausführung ist der laut Datenblatt 
immerhin bis 500VAC isoliert. Sollte bei meinen maximal 230VAC ja 
ausreichen, oder?

von Gregor B. (Gast)


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Manuel Reimer schrieb:
> Hallo,
>
> ich benötige einen DC/DC-Wandler, der von Primär nach Sekundär auch kein
> AC durchlässt.
>
> Ich habe die paar, die ich gerade greifbar hatte, ausprobiert. Ergebnis
> ist leider, dass AC über die galvanische Trennung passieren kann.
>

Wie hast Du das getestet?
Was hast Du dabei gemessen?

Die Messung der AC-Trennung erfolgt, indem man die Eingänge und die 
Ausgänge kurzschließt und zwischen diesen eine Spannung von 3kV AC 
anlegt.
Dabei darf die Isolation nicht durchschlagen.

von Gregor B. (Gast)


Angehängte Dateien:

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Auch diese Wandler übertragen AC über ihre Isolation, da sie eine 
kapazitive Kopplung haben, siehe Datenblatt-Ausschnitt.

von Gerald (Gast)


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Wirst lachen, welche ohne Kapazität, "die kein AC durchlassen" gibt es 
nicht. Es kommt immer auf den Ableitwiderstand an, wie groß die 
resultierende Spannung wird. Das Problem hast Du bei jedem 
Schaltnetzgerät ganz genauso. Aber auch bei Trafos. Das einzige was man 
mal suchen könnte, wären welche, die eine explizite statische 
Abschirmung eingebaut haben. Bei den ganzen isolierenden 
Datenübertragern gibt es da. Muss man mal schauen, obs das auch bei den 
DCDCs gibt. Dann hast Du Deine Kapazität aber halt gegen Gnd...

von Jeeehoo Juppieyeei (Gast)


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Wir sollten vielleicht erst mal wissen worum's geht. Einen Breitband 
Mikrovolt Vorverstaerker mit einem Schaltnetzteil versorgen ?

von Manuel Reimer (Gast)


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Gregor B. schrieb:
>> ich benötige einen DC/DC-Wandler, der von Primär nach Sekundär auch kein
>> AC durchlässt.
>>
>> Ich habe die paar, die ich gerade greifbar hatte, ausprobiert. Ergebnis
>> ist leider, dass AC über die galvanische Trennung passieren kann.
>
> Wie hast Du das getestet?
> Was hast Du dabei gemessen?

Ich habe das nicht direkt gemessen sondern einfach ausprobiert.

DC/DC-Wandler über Schaltnetzteil eingangsseitig versorgt (damit ich 
auch die unerwünschten ~100VAC auf dem Eingang vom DC/DC-Wandler habe). 
Dann den Minuspol des DC/DC-Wandler-Ausgangs an die Masse eines 
eingeschalteten Audio-Verstärkers gehalten --> Sofort lauter Brumm in 
den Boxen. Folglich hat der DC/DC-Wandler meine Anforderungen an eine 
AC-Trennung nicht erfüllt, denn ansonsten hätte der 50Hz-Netzbrumm nicht 
auf den Boxen zu hören sein dürfen.

Was ich suche, ist das Geheimnis, wie man z.B. einen nicht geerdeten 
Audio-Verstärker mit einem Schaltnetzteil versorgen kann. Bei 
Schaltnetzteilversorgung habe ich es bisher nicht geschafft den 
Netzbrumm wegzubekommen. Beim konventionellen Netzteil (Trafo, 
Gleichrichter, Glättung, Linearregler) ist das dagegen garkein Thema.

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