Hallo,
ich benötige einen DC/DC-Wandler, der von Primär nach Sekundär auch kein
AC durchlässt.
Ich habe die paar, die ich gerade greifbar hatte, ausprobiert. Ergebnis
ist leider, dass AC über die galvanische Trennung passieren kann.
Wenn man das Datenblatt von z.B. diesen Wandler anschaut:
http://www.reichelt.de/?ARTICLE=35076
Dann erscheint mir das Verhalten des Reglers daran zu liegen, dass eine
galvanische Trennung von AC garnicht vorgesehen ist. Getestet ist nur
auf DC und zwischen Eingang und Ausgang gibt es wohl einen Kondensator
von 60pF welcher mein AC natürlich passieren lässt.
Wie bekomme ich ein Wechselspannungs-Potential zwischen Versorgung und
meiner Schaltung zuverlässig isoliert? Gibt es entsprechende Wandler,
die auch AC zwischen Eingang und Ausgang anständig isolieren können?
Das selbst ein Kabel eine Kapazität zwischen den Adern hat, ist mir
schon klar ;)
Bei einfachen ungeregelten DC/DC-Wandlern habe ich aber definitiv das
Problem, dass AC zwischen Primär und Sekundär passieren kann.
Das konkrete Problem sind in meinem Fall Analogschaltungen, die ich
gerne via Schaltnetzteil versorgen würde. Damit ich die von den
Y-Kondensatoren auf die Sekundärseite gebrachte Wechselspannung nicht in
meiner Schaltung habe, möchte ich hier eine galvanische Trennung
integrieren.
Deshalb meine Suche nach einem Wandler, bei dem der Hersteller eine
Isolation von AC im Datenblatt ausweist.
Danke schonmal für den Link, bzw. den Tipp mit dem THB3 von TracoPower.
Bei Conrad ist der aber leider doch etwas kostspielig.
Mir scheint es so, als hätte RECOM etwas ähnliches:
http://www.conrad.de/ce/de/product/157911/
In der hier angebotenen Standardausführung ist der laut Datenblatt
immerhin bis 500VAC isoliert. Sollte bei meinen maximal 230VAC ja
ausreichen, oder?
Manuel Reimer schrieb:> Hallo,>> ich benötige einen DC/DC-Wandler, der von Primär nach Sekundär auch kein> AC durchlässt.>> Ich habe die paar, die ich gerade greifbar hatte, ausprobiert. Ergebnis> ist leider, dass AC über die galvanische Trennung passieren kann.>
Wie hast Du das getestet?
Was hast Du dabei gemessen?
Die Messung der AC-Trennung erfolgt, indem man die Eingänge und die
Ausgänge kurzschließt und zwischen diesen eine Spannung von 3kV AC
anlegt.
Dabei darf die Isolation nicht durchschlagen.
Wirst lachen, welche ohne Kapazität, "die kein AC durchlassen" gibt es
nicht. Es kommt immer auf den Ableitwiderstand an, wie groß die
resultierende Spannung wird. Das Problem hast Du bei jedem
Schaltnetzgerät ganz genauso. Aber auch bei Trafos. Das einzige was man
mal suchen könnte, wären welche, die eine explizite statische
Abschirmung eingebaut haben. Bei den ganzen isolierenden
Datenübertragern gibt es da. Muss man mal schauen, obs das auch bei den
DCDCs gibt. Dann hast Du Deine Kapazität aber halt gegen Gnd...
Gregor B. schrieb:>> ich benötige einen DC/DC-Wandler, der von Primär nach Sekundär auch kein>> AC durchlässt.>>>> Ich habe die paar, die ich gerade greifbar hatte, ausprobiert. Ergebnis>> ist leider, dass AC über die galvanische Trennung passieren kann.>> Wie hast Du das getestet?> Was hast Du dabei gemessen?
Ich habe das nicht direkt gemessen sondern einfach ausprobiert.
DC/DC-Wandler über Schaltnetzteil eingangsseitig versorgt (damit ich
auch die unerwünschten ~100VAC auf dem Eingang vom DC/DC-Wandler habe).
Dann den Minuspol des DC/DC-Wandler-Ausgangs an die Masse eines
eingeschalteten Audio-Verstärkers gehalten --> Sofort lauter Brumm in
den Boxen. Folglich hat der DC/DC-Wandler meine Anforderungen an eine
AC-Trennung nicht erfüllt, denn ansonsten hätte der 50Hz-Netzbrumm nicht
auf den Boxen zu hören sein dürfen.
Was ich suche, ist das Geheimnis, wie man z.B. einen nicht geerdeten
Audio-Verstärker mit einem Schaltnetzteil versorgen kann. Bei
Schaltnetzteilversorgung habe ich es bisher nicht geschafft den
Netzbrumm wegzubekommen. Beim konventionellen Netzteil (Trafo,
Gleichrichter, Glättung, Linearregler) ist das dagegen garkein Thema.